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Ukraine deckt Großteil der EU-Importe an Sonnenblumenöl
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UFOP empfiehlt einzelbetriebliche Prüfung zur Frühjahrsaussaat

Der mit Abstand wichtigste Lieferant für Sonnenblumenöl in die EU-27 bleibt nach Angaben der EU-Kommission die Ukraine. Gleichzeitig fällt das dortige Rohstoffangebot niedriger aus als im Vorjahr. 

Vom 01.07.2025 bis zum 01.02.2026 importierte die EU-27 knapp 1,04 Mio. t Sonnenblumenöl und damit weniger als die 1,28 Mio. t zum Vorjahreszeitpunkt. Mit großem Abstand steht die Ukraine an der Spitze der Herkunftsländer. Bislang konnte das Land rund 0,95 Mio. t Sonnenblumenöl am EU-Markt platzieren. Nach Recherchen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) entspricht das einem Marktanteil von knapp 92 %. Die Vorjahresmenge von 1,2 Mio. t wird aber deutlich verfehlt. Grund hierfür ist ein kleineres Rohstoffangebot.

Denn die ukrainische Sonnenblumenkernernte wird mit 10,5 Mio. t deutlich kleiner erwartet als die 13,0 Mio. t des Vorjahres. Das dämpft die Verarbeitung und limitiert das Exportpotenzial für Sonnenblumenöl. Zusätzlich belasten die Angriffe Russlands auf Infrastruktur und Häfen die Logistik. Zuletzt liefen die Exporte, Marktberichten zufolge, wieder stabiler. Auf Platz 2 und 3 folgen Moldawien und Serbien mit einem Marktanteil von 5 % bzw. knapp 2 %. Moldawien konnte seine Liefermengen im Jahresvergleich ausbauen, während Serbien bislang deutlich hinter dem Vorjahr zurückbleibt.

Mit Blick auf die Frühjahrsaussaat und dem angespannten Markt für Getreide empfiehlt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) eine einzelbetriebliche Prüfung, ob der Anbau von Sonnenblumen eine auch im Sinne der Fruchtfolgediversifizierung wirtschaftlich attraktive Alternative darstellt. Bekanntlich zeichnet sich die Sonnenblume durch robuste Eigenschaften u. a. bei knapper Wasserversorgung aus, bei einem gleichzeitig geringeren Düngerbedarf.