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Silomaiserträge in Deutschland sinken deutlich
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Die Flächenerträge für Silomais sind im Anbaujahr 2026 um rund 18 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Wie das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) auf Basis der vorläufigen Ernteschätzung des Statistischen Bundesamtes berichtet, liegen die Erträge damit bei voraussichtlich 363,5 dt/ha. Trotz des deutlichen Rückgangs übertreffen die Erträge leicht jene der trockenen Jahre 2018 und 2022. Auch die Flächenerträge von Körnermais geben deutlich nach. Diese werden voraussichtlich bei rund 77,6 dt/ha liegen und damit 23 % niedriger als ein Jahr zuvor. Das wäre das erste Mal seit dem Dürrejahr 2003 (74,7 dt/ha), dass der Flächenertrag von Körnermais unter 80 dt/ha fällt. Selbst in den trockenen Jahren 2018 und 2022 wurde diese Grenze nicht unterschritten.

Parallel zu den voraussichtlichen Zahlen für Deutschland hat das Statistische Bundesamt die Flächenerträge von Silomais auf Bundeslandebene veröffentlicht. Dabei lässt sich im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Nord-Süd- sowie Ost-West-Gefälle erkennen. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern werden die Flächenerträge rund 10 % niedriger ausfallen als im Vorjahr. Gefolgt von Sachsen und Thüringen, deren Rückgang bei knapp 13 % liegt. Während die Ernte in Niedersachsen 16 % niedriger ausfällt, bewegt sich der Rückgang in Thüringen und Sachsen-Anhalt mit 18 % leicht unter dem bundesweiten Schnitt. Demgegenüber liegen die Ertragseinbußen in den übrigen Bundesländern teilweise deutlich über dem Durchschnitt. In Bayern ist mit einer um 21 % verringerten Flächenleistung zu rechnen, in Hessen mit einem Minus von 24 % und in Nordrhein-Westfalen sind es knapp 25 %. Der Rückgang in Baden-Württemberg dürfte gegenüber 2025 rund 32 % betragen. Spitzenreiter sind Rheinland-Pfalz und das Saarland mit einem um 35 % verringerten Flächenertrag.