In Deutschland wird die Gesundheit der Milchkühe engmaschig überwacht. Ein wichtiges Instrument ist dabei die unabhängige monatliche Milchkontrolle. Für das Milchkontrolljahr 2024 (01.10.2023 bis 30.09.2024) hat der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) die Milchkontrollergebnisse aus allen Regionen Deutschlands zusammengefasst. Die Zahlen zeigen, dass die Milchviehhalter erneut ihr Können bewiesen und eine vergleichbar gute Eutergesundheit wie im Vorjahr erreicht haben.
Milchleistung auch in diesem Jahr wieder gestiegen
Auch in diesem Jahr konnte die Milchleistung im Vergleich zum Vorjahr weiter gesteigert werden. Die durchschnittliche Jahresleistung lag bei 9.636 kg Milch mit einem Milchfettanteil von 4,07 % und einem Milcheiweißgehalt von 3,48 %. Die 3,17 Millionen in Deutschland geprüften Milchkühe gaben im Durchschnitt aller Rassen 257 kg mehr Milch als im Vorjahr. Die höchste Leistungssteigerung erzielten die Kühe aus Schleswig-Holstein (+ 371 kg), gefolgt von den Kühen aus Mecklenburg-Vorpommern (+ 326 kg). Die höchste mittlere Milchleistung je Kuh wurde dieses Jahr in Sachsen erreicht (10.727 kg bei 3,99 % Fett und 3,47 % Eiweiß). Das mittlere Leistungsniveau der Kühe in Bayern lag dagegen bei 8.597 kg Milch mit den im Bundesdurchschnitt höchsten Fett- und Eiweißgehalt von 4,17 % und 3,53 %. Die regional teilweise sehr unterschiedlichen Leistungen sind hauptsächlich auf die verschiedenen Produktionsvoraussetzungen und die vorherrschenden rassespezifischen Zuchtphilosophien zurückzuführen.
Alle Infos dazu hier: BRS - Milchkontrolljahr 2024 - Leistung und Gesundheit im Einklang