Bei der jüngsten Viehbestandserhebung Anfang November 2025 wurde eine leicht höhere Schweinezahl ermittelt. Mit 21,5 Mio. Schweinen wurde im Vergleich mit dem Vorjahr ein Plus von 0,9 % festgestellt. Gleichzeitig ging die Halterzahl erneut weiter zurück. Mit einem Minus von 3,2 % ist die Zahl der schweinehaltenden Betriebe auf 15.200 gesunken.
Im längerfristigen Vergleich sind die Halterzahlen von 2015 bis 2025 um 40,8 % gesunken. Der Schweinebestand ist im genannten Zeitraum mit einem Rückgang um 22,3 % deutlich weniger verringert worden. Innerhalb von zehn Jahren steigt damit die durchschnittlich je Betrieb gehaltene Schweinezahl um fast ein Drittel auf 1.414 Tiere.
Unterschiedliche regionale Trends
Regional sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Tendenzen zu beobachten. Während in den meisten ostdeutschen Gebieten die Bestände ausgebaut wurden, werden aus Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sowie Thüringen verringerte Schweinezahlen gemeldet. Der Schwerpunkt der Schweinehaltung befindet sich weiter im Nordwesten. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen werden zusammen mehr als 60 % aller Schweine in Deutschland gehalten.
In den verschiedenen Tierkategorien gehen die Entwicklungen auseinander. So reduzierte sich die Zahl der Mastschweine innerhalb eines Jahres um 6,4 %. Zeitgleich erhöhte sich die Ferkelzahl und auch die der Jungschweine deutlich. Die für die weitere Einschätzung aussagekräftige Sauenzahl stieg dagegen mit einem Plus von 1,4 % leicht an, damit kann von einen stabilen bis moderat steigenden Bestandsentwicklung ausgegangenen werden.