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Marktbericht KW 45 / 2026
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Die Notierungen an der Pariser Börse konnten sich in der laufenden Handelswoche nur vordergründig sprunghaft befestigen. Ausschlaggebend dafür war vor allem der Wechsel des Fronttermins, denn der November-Kontrakt ging zum Monatsstart von Bord. Angesichts dessen konnte der Rapskurs allein binnen eines Handelstages rund 18,50 EUR/t an Wert gewinnen und schloss am 3. November 2026 mit 538,50 EUR/t. Im Fokus bleiben dabei weiterhin die Entwicklungen an den Energiemärkten. Hinzu kommen die Unsicherheiten über die Lieferungen aus Kanada und Australien. Das kanadische Landwirtschaftsministerium AAFC hat indes seine Prognose für die Canolabestände 2026/27 deutlich angehoben. Statt 1,5 Mio. t werden nun knapp 2,0 Mio. t erwartet. Höhere Bestände dürften den Markt für Rapssaat belasten. Auf Erzeugerebene konnte das Vorwochenniveau nicht gehalten werden. So sind für Raps der Ernte 2026 im Bundesmittel rund 517,30 (490-543) EUR/t möglich und damit 1,30 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Der Handel am deutschen Rapsmarkt verläuft dabei überwiegend in ruhigen Bahnen. Die Umsätze bleiben vielerorts begrenzt, da sich sowohl auf Käufer- als auch auf Verkäuferseite Zurückhaltung zeigt. Die Entwicklung der Rapsbestände fällt regional sehr unterschiedlich aus. Zwar konnten sich die Bestände nach vorübergehend trockener Witterung in einigen Anbaugebieten zuletzt erholen. Regional bleibt die Wasserversorgung in tieferen Bodenschichten jedoch unzureichend. Dazu wird aus mehreren Regionen von einem erhöhten Schädlingsdruck berichtet.  

Am Ölschrotmarkt hat Rapsschrot im Wochenverlauf erneut zugelegt. Am 3. November lag der Bundesdurchschnitt bei 309 EUR/t und damit 5 EUR/t über Vorwochenniveau. Regional werden vor allem im Westen und Süden höhere Preise verlangt, da die Warenverfügbarkeit dort besonders angespannt ist. Konventionelles Sojaschrot mit 44 % Protein wurde zuletzt für Lieferung Dezember mit 411 EUR/t bewertet, nach 422 EUR/t in der Vorwoche. Auch hier bleibt die Versorgung stark von der Logistik geprägt. Zusätzlicher Druck kommt vom schwächeren internationalen Sojakomplex, auch wenn dieser nur begrenzt auf den heimischen Markt durchschlägt. Gentechnikfreies Sojaschrot bleibt knapp verfügbar und deutlich hochpreisiger. 
 
Rapsöl kann sich auf Wochensicht im Preis behaupten. So sind fob deutscher Mühle auch weiterhin rund 1.310 EUR/t möglich. Ein anderes Bild zeigt sich dagegen fob Niederlande, denn hier wurden die Offerten für Partien zur Lieferung ab Dezember um rund 15 auf 1.315 EUR/t angehoben. Unterstützung kommt dabei weiterhin von der angespannten Logistiksituation infolge der Niedrigwasserstände. Dabei bleibt die Nachfrage nach Rapsölraffinat auch ebenfalls belebt. Auch seitens des Energiesektors wird angesichts verbesserter Margen Interesse signalisiert. Umsätze bleiben angesichts der niedrigen Pegelstände jedoch die Ausnahme. Auch die Auslieferungen bestehender Kontrakte verzögern sich.