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Marktbericht KW 43 / 2026
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Der globale Rapsmarkt steht weiterhin unter Druck. So verlor der Pariser Fronttermin binnen einer Woche 24,75 EUR/t und schloss am 20.10.2026 bei 494,00 EUR/t. Maßgeblich hierfür ist das zunehmende Angebot aus der neuen Ernte in Kanada und Australien, die den Wettbewerb am Weltmarkt verschärften. Die im internationalen Vergleich hohen Rapspreise in Europa begünstigen zusätzliche Lieferungen aus beiden Ursprungsländern. Gleichzeitig verändern Beeinträchtigungen der ukrainischen Ausfuhren über das Schwarze Meer die Importstruktur der EU. In den ersten drei Monaten des Wirtschaftsjahres 2026/27 sanken die Rapsimporte der Gemeinschaft gegenüber dem Vorjahr um 10 %. Die Einfuhren aus Australien stiegen dagegen um 26 %. Aus Kanada wurden 121.700 t importiert, nachdem im Vorjahreszeitraum noch kaum Ware eingeführt wurde. Hinzu kommen die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten. Der Kursrückgang in Paris schlägt sich auf Erzeugerebene nur gedämpft nieder. So werden im Bundesmittel zuletzt 515,40 EUR/t aufgerufen und damit 3,90 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Für Vorkontrakte der Ernte 2027 werden mit 501,70 EUR/t im Mittel 2,30 EUR/t weniger genannt. Die Verkaufsbereitschaft der Erzeuger ist vielerorts weiterhin gering, zudem bleibt das Angebot frei verfügbarer Ware knapp. Ölmühlen signalisieren gebietsweise jedoch Interesse. Eingeschränkte Importströme und das Niedrigwasser auf wichtigen Wasserwegen erschweren die Versorgung, sodass entstandenen Lücken teilweise kurzfristig per Lkw geschlossen werden müssen. Vereinzelt werden Lieferungen zudem vorgezogen, um die Versorgung rechtzeitig abzusichern. 

Am Markt für Ölschrote bleibt die Versorgungslage weiterhin angespannt. Vor allem die Logistik erweist sich nach wie vor als größtes Problem. Im Handel mit Rapsschrot werden prompte Partien im Bundesdurchschnitt aktuell mit 293 EUR/t bewertet. Das sind 9 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Die Nachfrage konzentriert sich vor allem auf kurzfristige Liefertermine. Bei Sojaschrot zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Konventionelle Ware mit 44 % Proteingehalt notiert aktuell bei 422 EUR/t und damit ebenfalls 9 EUR/t unter Vorwochenniveau. GVO-freies Sojaschrot verteuert sich dagegen auf 598 EUR/t.  

Die Großhandelspreise für Rapsöl bewegen sich weiter aufwärts. So sind fob deutscher Mühle zuletzt rund 1.252 EUR/t zur Lieferung ab November im Gespräch und damit 17 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Raffinat verharrt dagegen auf dem Vorwochenniveau von 1.335 EUR/t. Damit widersetzt sich die Preisbewegung erneut den zuletzt rückläufigen Vorgaben der Pariser Börse. Unterstützung kommt dabei von festen Rohölnotierungen, welche die Wettbewerbsfähigkeit von Rapsöl als Rohstoff zur Biodieselherstellung verbessern. Fundamental bleibt der Markt dabei ohne neue Impulse. So verweist der Lebensmitteleinzelhandel auch weiterhin auf seine gute Deckung. Um zusätzliche Nachfrageimpulse zu setzen, wären Preisrücknahmen nötig.