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Marktbericht KW 41 / 2026
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An der Pariser Börse ging es zuletzt abwärts. So schloss der Fronttermin November am 06.10.2026 bei 523 EUR/t und damit rund 21,25 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche. Die späteren Termine tendierten dagegen fester. Damit weitete sich der Abschlag vom November- zum Februar-Kontrakt, der sogenannte Carry, deutlich aus. Lag dieser in der Vorwoche noch bei 13,50 EUR/t, belief er sich zuletzt auf rund 38,00 EUR/t. Auf Erzeugerebene zeigen sich die Preise dagegen angesichts der enttäuschenden deutschen Ernte widerstandsfähig. So werden im Bundesdurchschnitt zuletzt rund 520,40 (490-551) EUR/t aufgerufen und damit 1,50 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Auch hier bleibt das Handelsgeschehen insgesamt überschaubar. Die Abgabebereitschaft der Erzeuger zeigt sich weiterhin nur punktuell. Vor dem Hintergrund der eingeschränkten Zuflüsse aus der Schwarzmeerregion dürfte die Nachfrage der Verarbeiter in den kommenden Wochen jedoch tendenziell zunehmen. Auf den Feldern entwickelt sich die Lage regional unterschiedlich. Während sich früh gesäte Bestände mancherorts zügig entwickelt haben, belasten andernorts Trockenheit und Schädlingsdruck die junge Saat. Vor allem wird aus mehreren Regionen von Befall mit Rapserdfloh berichtet, vereinzelt auch von verstärktem Blattlausbefall sowie zunehmenden Problemen durch Kohlfliegen. Besonders dort, wo die Bodenfeuchtigkeit weiterhin unzureichend ist, verläuft das Auflaufen der Bestände nicht überall zufriedenstellend. Entsprechend werden regional mehr Umbrüche beobachtet. 

Am deutschen Ölschrotmarkt hat sich Rapsschrot in der vergangenen Handelswoche fester entwickelt. Im Bundesmittel wurden zuletzt 298 EUR/t erzielt und damit 9 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Damit setzt sich die feste Tendenz fort, die weiterhin von einer lebhaften Nachfrage getragen wird. Die bereits in den Vorwochen erkennbare regionale Differenzierung bei der Verfügbarkeit prompter Rapsschrotpartien setzt sich fort: Während die Versorgung im Osten insgesamt als ausreichend gilt, bleibt das Angebot im Westen Deutschlands infolge der Niedrigwasserlage knapp. Auch konventionelles Sojaschrot konnte sich nach den Abschlägen der Vorwoche wieder etwas befestigen. Für Sojaschrot mit 44 % wurden zuletzt im Mittel 418 EUR/t genannt, das waren 6 EUR/t mehr als eine Woche zuvor. GVO-freies Sojaschrot behauptete dagegen sein Preisniveau und wurde weiterhin mit 566 EUR/t bewertet. Bei der Einordnung ist allerdings der Wechsel der Lieferparität von Oktober auf November ebenso zu berücksichtigen wie die fehlende Meldung aus Süddeutschland. 

Entgegen den rückläufigen Vorgaben seitens der Pariser Rohstoffnotierungen kann sich das Nachprodukt Rapsöl im Preis befestigen. So verteuern sich Partien fob deutscher Mühle auf Wochensicht um 10 auf 1.230 EUR/t. Ausschlaggebend ist vor allem die Aussicht auf eine rege Nachfrage nach Rapsöl als Rohstoff für die Biodieselherstellung in der EU. Das Angebot dürfte angesichts der kleineren Rapsernte jedoch hinter dem Volumen des Vorjahres zurückbleiben.