Die Pariser Rapsnotierungen kannten in den vergangenen Tagen nur eine Richtung – und die ging kräftig aufwärts. So schloss der Fronttermin November am 11.08.2026 bei rund 534,75 EUR/t und damit 16 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Auch Partien der Ernte 2027 legten spürbar zu. Mit 514,50 EUR/t gewann der August-27-Kontrakt rund 19,25 EUR/t. Unterstützung kommt dabei vom Rohölmarkt. Meldungen rund um die Straße von Hormus sorgen weiterhin für Unsicherheit und könnten die Nachfrage nach Rapsöl als Rohstoff für Biokraftstoffe weiter stärken. Hinzu kommen die geringen Pegelstände an der Rheinschiene. Frachtschiffe können vielerorts nicht mehr voll beladen werden, was die Transportkosten erhöht und Lieferungen verzögert. Angesichts der voraussichtlichen Rekordproduktion von Raps in der Saison 2026/27 bleibt das Aufwärtspotenzial jedoch begrenzt. Das Plus schlägt sich auch auf Erzeugerebene nieder. Für Partien der Ernte 2025 erhalten Erzeuger im Mittel rund 501,25 EUR/t und damit 11,40 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 470-525 EUR/t. Die Rapsernte ist bundesweit weit fortgeschritten, in vielen Regionen sogar bereits abgeschlossen. Die bislang vorliegenden Ertragsmeldungen fallen regional sehr unterschiedlich aus, bleiben insgesamt jedoch häufig hinter den hohen Erwartungen des Frühjahrs zurück. Vor allem in Norddeutschland werden vielfach unterdurchschnittliche Hektarerträge gemeldet.
Am heimischen Rapsschrotmarkt konnten die Preise für prompte Partien im Wochenverlauf deutlich zulegen. Am 11.08.2026 wurden für Rapsschrot rund 260 EUR/t gefordert und damit etwa 8 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Die Nachfrage konzentriert sich weiterhin auf den kurzfristigen Bedarf. Gestützt wird die feste Marktstimmung durch ein begrenztes Angebot. Regional zeigen sich dabei deutliche Unterschiede: Während im Norden und Nordosten nur limitierte Mengen verfügbar sind, gilt die Versorgung im Osten als vergleichsweise gut. Zusätzliche Belastungen ergeben sich durch Niedrigwasser und die angespannte Transportsituation. Auch am Sojaschrotmarkt setzte sich die feste Tendenz fort. Konventionelles Sojaschrot mit 44 % Proteingehalt verteuerte sich gegenüber der Vorwoche um 14 EUR/t auf zuletzt rund 370 EUR/t. GVO-freies Sojaschrot legte ebenfalls zu und notierte mit 479 etwa 11 EUR/t über Vorwochenniveau.
Rapsöl zeigt im Wochenvergleich zuletzt nur wenig Preisbewegung und widersetzt sich damit den festen Vorgaben seitens des Rohstoffs. Fob deutscher Mühle sind am 12.08.2026 unverändert zur Vorwoche rund 1.235 EUR/t für Partien zur Lieferung ab Oktober möglich. Insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel orderte in den vergangenen Wochen bereits größere Mengen Rapsölraffinat. Seitens des Energiesektors bleibt es dagegen unverändert ruhig. Hier begrenzen weiterhin schwache Biodieselmargen den Umsatz.
Marktbericht KW 33 / 2026
Marktbericht KW 33 / 2026
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