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Marktbericht KW 25 / 2026
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An der Pariser Börse geht es abwärts. So verlor der Rapskurs allein in den zurückliegenden drei Handelstagen rund 21 EUR/t. Insgesamt verzeichnete der Fronttermin August mit einem Schlusskurs von 507,50 EUR/t am 16.06.2026 auf Wochensicht ein Minus von 13,25 EUR/t. Dabei richtet sich der Blick weiterhin auf die jüngsten Entwicklungen am Rohölmarkt. Signale einer geopolitischen Entspannung im Nahen Osten belasteten zuletzt die Rohölnotierungen. Vor dem Hintergrund des raschen Preisverfalls reduzieren Biokraftstoffhersteller ihre Käufe von Pflanzenölen, insbesondere von Rapsöl in der Europäischen Union. Das erhöht den Druck auf den innergemeinschaftlichen Rapsmarkt. Auch Partien der kommenden Ernte können das Preisniveau nicht halten. Im Bundesdurchschnitt werden hier auf Erzeugerebene zuletzt rund 481,30 EUR/t aufgerufen und damit 8,70 EUR/t weniger. Die jüngsten Abwärtskorrekturen bremsen die Vorkontraktbereitschaft der Erzeuger spürbar. Zudem signalisieren die Ölmühlen aktuell nur geringes Kaufinteresse; lediglich vereinzelt wird von einer etwas belebteren Nachfrage berichtet. Auf den Feldern richtet sich der Fokus derzeit auf die angekündigte Hitzewelle. Bislang war die Witterung überwiegend von Niederschlägen und milden Temperaturen geprägt. So konnten die Wasservorräte der Böden gut aufgefüllt werden, sodass Sorgen über akuten Trockenstress bislang nur vereinzelt geäußert werden. 

Der heimische Rapsschrotmarkt bleibt in einer abwärtsgerichteten Tendenz. Die Preise für prompt verfügbares Rapsschrot sind gegenüber der Vorwoche im Durchschnitt um rund 13 EUR/t gesunken, sodass Mitte Juni 2026 für prompte Partien etwa 242 EUR/t gefordert werden. Die Nachfrage im kurzfristigen Bereich zeigt sich dabei weiterhin verhalten. Mischfutterhersteller treten zwar vereinzelt als Käufer von Rapsschrot auf, beschränken sich jedoch überwiegend auf reine Bedarfsdeckung. Deutlich lebhafter präsentiert sich hingegen die Nachfrage nach der neuen Ernte. Hier wird von einem belebteren Handelsgeschehen berichtet, was auf ein wachsendes Kaufinteresse und eine zunehmende Positionierung der Marktteilnehmer hindeutet. Auch am Sojaschrotmarkt zeigt sich eine leicht nachgebende Tendenz. Konventionelles Sojaschrot mit einem Proteingehalt von 44 % gab im Wochenverlauf um 7 EUR/t auf 344 EUR/t nach. GVO-freie Partien konnten sich hingegen stabil behaupten und notierten auf Wochensicht unverändert bei 451 EUR/t. 

Rapsöl kann sein Preisniveau nicht halten. Während in der Vorwoche fob deutscher Mühle noch rund 1.167 EUR/t im Gespräch waren, werden zur Lieferung ab August zuletzt rund 1.160 EUR/t genannt. Belastend wirken rückläufige Rohstoffnotierungen sowie die anhaltende Schwäche am Rohölmarkt. Das Nachprodukt Öl folgt dem Kursrückgang allerdings nur gedämpft. Die Verfügbarkeit bleibt je nach Parität knapp, bei gleichzeitig verhaltener Nachfrage. Der Absatz aus dem Energiesektor bleibt weiterhin hinter den Erwartungen zurück.