Die Rapskurse an der Pariser Börse bleiben auch weiterhin volatil, konnten das Vorwochenniveau insgesamt jedoch nicht halten. So schloss der Fronttermin am 07.04.2026 bei 506 EUR/t und verzeichnet damit auf Wochensicht ein Minus von rund 8,25 EUR/t. Auch Partien der Ernte 2026 tendieren schwächer. Der August 26-Kontrakt schloss mit 500,75 EUR/t rund 7,25 EUR/t niedriger. Dabei bleiben auch weiterhin die Entwicklungen im Nahen Osten im Fokus. Die Unsicherheit rund um die Straße am Hormus bleibt bestehen. Vor diesem Hintergrund bleibt es am Rapsmarkt weiterhin ruhig. Neben der verkürzten Feiertagswoche begrenzen dabei auch die steigenden Frachtkosten den Handel. Die Abgabebereitschaft der Erzeuger bleibt angesichts der volatilen Notierungen an der Pariser Börse weiterhin gering. Zusätzlich erschweren die gestiegenen Fracht- und Düngerkosten eine wirtschaftlich tragfähige Kalkulation. Dank der jüngsten Niederschläge präsentieren sich die Bestände insgesamt in einem guten Zustand. Gebietsweise ist die Stickstoffdüngung abgeschlossen. Aktuell stehen weitere Dünger- sowie Pflanzenschutzmaßnahmen gegen den Rapsstängelrüssler im Vordergrund.
Der heimischen Rapsschrotmarkt zeigt sich in der vergangenen Woche etwas fester. Für Rapsschrot zur prompten Lieferung wurden am 07.04.2026 im Bundesmittel rund 255 EUR/t verlangt, was einem Wochenplus von 4 EUR/t entspricht. Der spätere Liefertermin Mai 2026 wurde bei 252 EUR/t gehandelt, was gegenüber Vorwoche ein Plus von immerhin 1 EUR/t ist. Seitens der Mischfutterhersteller hat sich an der Nachfrage wenig verändert. Prompt verfügbares Rapsschrot wird verstärkt nachgefragt. Interesse an der neuen Ernte ist zwar vorhanden, Abschlüsse bleiben bislang jedoch zurückhaltend. Viele Marktteilnehmer beobachten derzeit die geopolitische Lage und agieren entsprechend vorsichtig. Am Sojaschrotmarkt entwickelten sich die Preise hingegen uneinheitlich. Für konventionelles Sojaschrot mit 44 % Proteingehalt wurden am 07.04.2026 rund 354 EUR/t verlangt, ein Plus von 5 EUR/t gegenüber der Vorwoche. GVO-freie Ware verzeichnete hingegen ein leichtes Minus von 2 EUR/t.
Die Großhandelspreise für Rapsöl ändern in der laufenden Handelswoche die Richtung. Fob deutscher Mühle werden rund 1.110 EUR/t verlangt und damit 10 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Ein anderes Bild zeigt sich dagegen fob Niederlande. So können sich hier Partien zur Lieferung ab April auch Wochensicht um rund 10 auf 1.140 EUR/t befestigen. Dabei bleibt der heimische Rapsölmarkt in der verkürzten Feiertagswoche ohne neue Impulse. Das aktuell hohe Preisniveau infolge des Iran-Krieges kann auch weiterhin keine Nachfrage generieren. So agiert der Lebensmitteleinzelhandel unverändert zurückhaltend und wartet die weitere Preisentwicklung ab. Auch seitens des Energiesektors gestaltet sich die Situation unverändert schwierig. Hier stimmen die Preisvorstellung weiterhin nicht überein, weshalb der Umsatz unverändert gegen Null geht
Marktbericht KW 15 / 2026
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