Die Pariser Rapsnotierungen bleiben volatil und reagieren auch weiterhin sensibel auf die Entwicklungen am Rohölmarkt. Zum Wochenstart verzeichneten die Notierungen ein Minus von über 10%, was auch EU-Raps mit nach unten zog. So schloss der Pariser Fronttermin am 24.03.2026 bei 505,50EUR/t und damit rund 3,25 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche. Auch auf Erzeugerebene kann das Vorwochenniveau nicht gehalten werden. Im Mittel sind für Partien der Ernte 2025 rund 475,30 EUR/t im Gespräch, ein Minus von 4,40 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche. Die jüngsten Preisabschläge haben die Nachfrage der hiesigen Ölmühlen gebietsweise belebt. Aus dem Rheinland wird jedoch noch von größeren Mengen alterntiger Ware in Erzeugerhand berichtet. Gleichzeitig nimmt das Interesse an Vorkontrakten für die kommende Ernte zu. Hier sind im Mittel mit 456,80 (427-500) EUR/t rund 4,80 EUR/t weniger möglich. Die Rapsbestände haben sich bislang gut entwickelt. Aktuell steht vor allem die Kontrolle auf Schädlingsbefall im Fokus. Mit Beginn der Blüte ist insbesondere mit einem zunehmenden Flug von Rapsglanzkäfern zu rechnen.
Der heimische Rapsschrotmarkt bleibt zwar von der politischen Gesamtlage geprägt, die immer wieder kurzfristige Ausschläge verursacht, doch zuletzt zeigte sich das Preisumfeld etwas gefestigter. Der Fronttermin März 26 schloss bei 245 EUR/t und verbuchte damit ein Wochenplus von 5 EUR/t, während der April-Termin derzeit bei 249 EUR/t gehandelt wird. Wie sich die Kurse weiterentwickeln, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die geopolitische Situation in den kommenden Wochen weiter gestaltet. Viel Bewegung hat es zuletzt nicht am Rapsschrotmarkt gegeben, dennoch bleibt der Markt aktiv: Die Mischfutterhersteller decken sich weiter ein und greifen dabei vor allem auf kurzfristig verfügbare Ware zurück. In Ostdeutschland bleibt die Lage weiterhin entspannt, da dort ausreichend Rapsschrot verfügbar ist. Der Markt für Sojaschrot blickt zunehmend auf die südamerikanische Sojabohnenernte, deren erwartete Rekordmengen in den kommenden Wochen vermehrt nach Europa gelangen und damit zusätzlichen Preisdruck auslösen könnten. Für die Mischfutterhersteller ist dabei entscheidend, wie schnell und in welchem Umfang diese Ware tatsächlich verfügbar wird, da die Preisbildung derzeit stark von Markterwartungen und sinkenden Rohstoffkosten geprägt ist. Aktuell zeigen sich die Sojaschrotpreise volatil, bewegen sich aber insgesamt leicht nach oben: Zur Wochenmitte schloss der Fronttermin März 26 für konventionelles 44er-Sojaschrot bei 360 EUR/t und damit 8 EUR/t höher als in der Vorwoche.
Rapsöl zur Lieferung ab Mai kann sich im Preis befestigen. So legen Partien fob deutscher Mühle im Mittel rund 5 auf 1.100 EUR/t zu. Dabei hat sich die Nachfrage nach Rapsölraffinat zeitweise merklich belebt. Es wurde insbesondere Ware auf vorderen Lieferpositionen geordert. Das schlägt sich auch in der gebietsweise knapperen Verfügbarkeit nieder. So sind Partien insbesondere an der Rheinschiene, teils bis in den Mai, ausverkauft. Ein anderes Bild zeigt sich dagegen im Norden des Landes. Hier sind die Tanklager bislang noch gefüllt. Rohes Rapsöl findet dagegen auch weiterhin kaum Abnehmer. Der Energiesektor wartet auch weiterhin die Entscheidungen hinsichtlich der RED III ab. Biodieselproduzenten agieren vor diesem Hintergrund auch weiterhin in Zurückhaltung.
Marktbericht KW 13 / 2026
Marktbericht KW 13 / 2026
-