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Kompaktinformation zu Forschungsergebnissen aus der Milchviehhaltung ab sofort erhältlich
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Zu zwei abgeschlossenen Forschungsvorhaben aus dem Bundesprogramm Nutztierhaltung gibt es nun übersichtliche Informationen: Sowohl zu Haltungsmodellen für die Bereiche Milchvieh-, Kälber- und Mastrinderhaltung als auch zur Verlängerung von Laktationsperioden und selektivem Trockenstellen für weniger Antibiotikaeinsatz.

"Mit leichten Änderungen im bestehenden Betrieb viel erreichen" lautete die Devise des Innovationsnetzwerks Rind zu visionären Haltungsmodellen in der Rinderhaltung ("InnoRind"). Fünf Jahre lang haben Expertinnen und Experten umsetzbare Ideen für die Bereiche Milchvieh-, Kälber- und Mastrinderhaltung erarbeitet.

"Die umfassenden Forschungen in den Versuchseinrichtungen haben gezeigt, dass innovative Haltungsverfahren kostengünstig in bestehenden Betrieben ohne große Änderungen in den Arbeitsroutinen etabliert werden können. Im Projekt "InnoRind" wurden insbesondere Lösungsansätze angestrebt, die von jedem Landwirt ohne aufwändige Neubauten umgesetzt werden können", so Projektkoordinator Professor Georg Thaller von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Weiter sagt Thaller, dass eine zukunftsfähige Rinderhaltung in Deutschland gewährleistet sei, da Tierwohl, Umweltwirkungen, ökonomische Aspekte und gesellschaftliche Akzeptanz ganzheitlich betrachtet werden. Die neue Internetseite www.tierwohlplanung.de bietet einen kostenfreien Ratgeber, Hintergrundinfos und Praxistipps für mehr Tierwohl und Tiergesundheit im eigenen Betrieb. 

Verlängerte Laktationsperioden – Zeitplanung per App Mit zukunftsfähigen Methoden in der Milchviehhaltung beschäftigte sich auch das Modell- und Demonstrationsvorhaben Tierschutz zur Verlängerung von Laktationsperioden und selektivem Trockenstellen für die Minimierung von Antibiotikaeinsatz bei Milchkühen ("VerLak"). Die Ergebnisse zeigen: Eine tierindividuelle Steuerung der Besamung – basierend auf Energiehaushalt und Laktationsverlauf – verbessert nicht nur die Fruchtbarkeit, sondern senkt auch Arbeitsspitzen und Antibiotikaverbrauch. Besonders Altkühe profitieren von späteren Besamungszeitpunkten, die zudem risikoreiche Phasen wie Kalbung und Trockenstellen verringern.

Um Betrieben die Umsetzung zu erleichtern, hat das Projektkonsortium den "TBS-Rechner" entwickelt. Diese kostenfrei nutzbare App berechnet den optimalen Besamungsstart für jede Kuh individuell und steht unter https://ifnschoenow.shinyapps.io/TBS-Rechner-dev/ zur Verfügung.

Kompaktinformationen und Praxistools online verfügbar Einen Überblick über die Forschungsergebnisse und Praxistools sowie andere spannende Vorhaben bieten die neuen Kompaktinformationen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft. Diese sind auf www.nutztierhaltung.de/kompaktinformationen und im BLE-Medienservice veröffentlicht: