UFOP bekräftigt Forderung nach einer ambitionierten Stärkung des heimischen Eiweißpflanzenanbaus
Gestützt auf eine Ausweitung der Anbaufläche und höheren Erträgen dürfte die weltweite Futtererbsenproduktion in der laufenden Saison mit 17,6 Mio. t einen neuen Höchstwert erreichen. Auf Jahressicht entspricht das einem voraussichtlichen Plus von knapp 20 %. Vor diesem Hintergrund erneuert die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) ihre Forderung an die Bundesregierung, die angekündigte umfassende und ambitionierte nationale Eiweißstrategie endlich vorzulegen. Human- und Tierernährung seien die Treiber, mit dem Anbau von Leguminosen die Nachhaltigkeit und Resilienz von Fruchtfolgesystemen zu fördern und weiterzuentwickeln. Es dürfe nicht erneut ein Aussaatjahr verpasst werden, mahnt die Förderunion.
Trotz einer kleineren Anbaufläche ist die Erzeugung 2025 in Russland, dem weltweit größten Erzeuger von Futtererbsen, nach Einschätzung des Internationalen Getreiderates (IGC) um fast 40 % auf den Spitzenwert von 5,3 Mio. t gestiegen. Ausschlaggebend sind nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) vorrangig die sehr guten Erträge. Für Kanada taxiert der IGC die zur Vermarktung verfügbare Ernte im Vergleich zu 2024/25 auf 3,9 Mio. t und damit um ein Drittel höher. Ursache ist hier die um 8 % ausgedehnte Anbaufläche, Insbesondere in der Provinz Alberta. Eine günstige Witterung in Saskatchewan und Alberta führte zudem zu höheren Erträgen.
Für die EU, die unter den weltweit bedeutendsten Erzeugern auf Platz 3 rangiert, wird die Ernte 2025 auf 2,4 Mio. t geschätzt. Höhere Erträge kompensierten die kleinere Anbaufläche. Insbesondere in Deutschland, Frankreich und Litauen erzielten die Betriebe mehr als zufriedenstellende Ergebnisse.
Die UFOP sieht das Ertragspotenzial zur Verbesserung der Wettbewerbsstellung von Leguminosen in Fruchtfolgen bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Eine ganzheitlich ausgerichtete Förderungsstrategie muss neben der Ausweitung des Anbaus als grundsätzliches Ziel auch die Produktentwicklung und Absatzförderung stärker und verlässlich unterstützen. Nachhaltigkeit bedeute im Sinne der Ökonomie, dass eine steigende Nachfrage die Fläche ziehen müsse. Gleichzeitig müsse der erhebliche Forschungs- und Innovationsbedarf über die gesamte Warenkette berücksichtigt werden, beginnend mit der Züchtung, betont und erwartet die UFOP mit Blick auf die erwartete Strategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums.
