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EU importiert weniger Soja – USA bleiben Hauptlieferant
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Sojabohnen sind vor Raps die wichtigste Ölsaat, die in die Europäische Union importiert wird. Von Juli 2025 bis Mitte März 2026 importierte die EU so wenig Soja wie seit drei Jahren nicht mehr. 

Nach Angaben der EU‑Kommission bezog die EU im Zeitraum vom 01.07.2025 bis 15.03.2026 gut 8,7 Mio. t Sojabohnen und damit rund 1,1 Mio. t weniger als im gleichen Zeitraum der Saison 2024/25. Wichtigste Lieferländer bleiben die USA und Brasilien, auch wenn beide ihre Vorjahresmengen nicht erreichten. Die Europäische Union erhielt aus den USA in den ersten achteinhalb Monaten der laufenden Saison mit rund 4,1 Mio. t Sojabohnen deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum (5,2 Mio. t). Der Importanteil der USA sank damit auf rund 47 %. Brasilien, das zweitwichtigste Herkunftsland, platzierte mit rund 2,7 Mio. t etwa 2 % weniger am EU‑Markt und hält damit einen Anteil von gut 32 % an den Gesamtimporten.

Aus der Ukraine importierte die EU im gleichen Zeitraum mit 905.900 t rund 19 % weniger Sojabohnen. Dagegen stiegen die Lieferungen aus Kanada deutlich. So erhielt die Union mit 831.000 t rund 58 % mehr als im Vergleichszeitraum 2024/25. Argentinien, das im Vorjahr keine nennenswerten Mengen lieferte, konnte nach Recherchen der Agrarmarkt Informations‑Gesellschaft mbH indes rund 50.100 t am EU‑Markt platzieren.

Ursache für den Rückgang der Sojaimporte ist nach Einschätzung der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) der in der EU von 2021 bis 2023 zu verzeichnende Rückgang bei den Schweineschlachtungen von 250 Mio. auf 220 Mio. und die anschließende Aufwärtsentwicklung auf 227 Mio. Schlachtungen in 2025.