Die EU ist weltweit der größte Produzent und Verbraucher von Rapsöl. Dahinter folgt China, das seinen Bedarf nicht vollständig aus eigener Erzeugung decken kann und deshalb Rapsöl importieren muss. Durch den Handelskonflikt mit Kanada ist das allerdings schwieriger geworden.
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) schätzt die globale Rapsölproduktion im Wirtschaftsjahr 2025/26 auf etwa 35,1 Mio. t und damit um rund 1,4 Mio. t höher als in der vergangenen Saison. Größter Verbraucher ist die EU mit knapp 10,1 Mio. t, gefolgt von China mit 9,9 Mio. t und Indien mit 4,1 Mio.t. Größter Rapsölimporteur sind die USA mit 3,0 Mio. t., u. a zur Herstellung von Biokraftstoffen. Während sich die EU-Mitgliedstaaten praktisch selbst versorgen, muss China 2,2 Mio. t importieren.
Die USA haben den Handelskonflikt mit Kanada im Rahmen ihrer Biokraftstoffpolitik beigelegt. Dies ist zwischen Kanada, dem weltweit größten Rapsölexporteur, und China noch nicht der Fall. China hatte im März 2025 Zölle in Höhe von 100 % auf kanadische Rapsölimporte eingeführt als Reaktion auf im Sommer 2024 von der kanadischen Regierung eingeführte Zölle auf E-Autoimporte aus China. China muss deshalb aus anderen Ländern Rapsöl importieren, was zu einer spürbaren Verschiebung der Handelsströme führt.
