Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Export von Sojaschrot aus deutschen Ölmühlen im Zeitraum Juli bis November 2025 mit 741.000 t um 11 % unter den Ausfuhren im Vergleichszeitraum 2024. Gleichzeitig wurden mit 537.000 t auch 22 % weniger Rapsschrot am Weltmarkt platziert.
Das in Deutschland produzierte Raps- und Sojaschrot wird nach Recherchen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbh) zum größten Teil in andere EU-Staaten exportiert. Wie in den Vorjahren sind die Häfen in den Niederlanden die Hauptabnehmer für die globale Verschiffung. Von Juli bis November 2025 wurden rund 200.000 t Rapsschrot in das Nachbarland verkauft, 30 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Mit rund 87.600 t erhielt Dänemark 2 % weniger, klettert damit aber wieder auf Platz 2 der wichtigsten Abnehmer. Die Rapsschrotexporte in Richtung Schweden, Finnland und in die Schweiz blieben ebenfalls hinter dem Vorjahr zurück. Nach Frankreich lieferte Deutschland mit 42.000 t nur marginal weniger als in den ersten fünf Monaten des Wirtschaftsjahres 2024/25.
Sojaschrot wird ebenfalls vor allem an EU-Staaten vermarktet. Größter Abnehmer ist dabei bislang Tschechien. Mit 148.300 t lieferte Deutschland von Juli bis November 2025 nahezu die gleiche Menge wie im Vorjahreszeitraum. Mit einem Anstieg von 96.000 t auf 106.000 t sind die Lieferungen nach Polen dagegen sprunghaft gestiegen.
