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Australien bleibt wichtigster EU-Rapslieferant
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UFOP: Rapsanbau zur Ernte 2027 an der betrieblichen Fruchtfolgegrenze orientieren

Die Rapsimporte der EU-27 aus Drittstaaten verfehlten in der Saison 2025/26 nach Angaben der EU-Kommission mit 5,4 Mio. t das Vorjahresvolumen von 7,5 Mio. t deutlich. Dabei reduzierte insbesondere die größere innergemeinschaftliche Ernte den Importbedarf der Union. Deshalb hofft die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen trotz der Witterungsextreme in den vergangenen Wochen auf ein ähnlich gutes Ernteergebnis der EU-Rapsernte 2026. Denn die nationale Quotenvorgaben infolge der Umsetzung der RED III bestimmen aktuell den Rohstoffbedarf. Hiervon sollten vorrangig die Erzeuger in der EU profitieren.

Die Drittlandeinfuhren der EU an Rapssaat haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen. Als Lieferländer sind vor allem Australien und die Ukraine zu nennen. Australien lieferte mit gut 2,1 Mio. t rund 41 % weniger als noch in der Saison 2024/25. Die Lieferungen aus der Ukraine sind mit 1,6 Mio. t um rund 34 % zurückgegangen. Auch Kanada konnte sein Vorjahresvolumen nicht halten. Mit 870.000 t lieferte das Land deutlich weniger in die EU als die 1,1 Mio. t des Vorjahres. Aufgrund der in Kanada angebauten GVO-Sorten ist das daraus hergestellte Rapsöl allerdings nicht uneingeschränkt in der EU verwertbar. Der Import dient daher vorrangig der Biokraftstoffherstellung.

Die Union zur Förderung von Oel -und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) nimmt den sich auf hohem Niveau verstetigenden Importbedarf der EU zum Anlass, an die Rapserzeuger zu appellieren, bei der Fruchtfolgeplanung für die Rapsaussaat zur Ernte 2027 das nachhaltige betriebliche Anbaupotenzial auszuschöpfen. Die UFOP erinnert an die nach der Neuberechnung erheblich besseren NUTS2-THG-Standardwerte für Raps zur Biokraftstoffherstellung. Deutscher Raps von sogenannten mineralischen Standorten weise in der EU die besten THG-Standardwerte aus. Dieser Standortvorteil müsse bei der Rohstofferfassung und
-vermarktung berücksichtigt werden, fordert die UFOP.