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IGC erwartet Rapsanbau für die Vermarktung 2026/27 auf Allzeithoch
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Der Internationale Getreiderat (IGC) weist in seiner aktuellen Schätzung für Raps eine globale Anbaufläche von 44,1 Mio. ha aus. Das entspricht einem Plus von 0,2 Mio. ha im Vergleich zum laufenden Wirtschaftsjahr 2025/26. Der Schätzung zufolge dürfte die Anbaufläche in den wichtigsten Exportländern leicht zurückgehen, während in anderen Regionen, vor allem in Asien, ein moderater Anstieg erwartet wird.

Für die EU-27 wird ein unverändertes Areal von 6,1 Mio. ha prognostiziert. Allerdings könnte insbesondere im Südosten der EU und hier vorrangig in Rumänien die ertragreiche Ernte 2025 Erzeuger ermutigen, ihre Flächen auszuweiten. Andere Mitgliedsstaaten dürften ihr Areal dagegen leicht reduzieren.

Auch in Russland dürfte der Rapsanbau mit 3,0 Mio. ha auf Jahressicht stabil bleiben, nachdem die Fläche in der laufenden Saison deutlich ausgeweitet wurde. Dagegen wird sich die Anbaufläche in der Ukraine nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) um voraussichtlich 100.000 ha auf 1,3 Mio. ha reduzieren. Insgesamt dürfte die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) dennoch die zweitgrößte Fläche seit Beginn der Aufzeichnung erreichen, was die wachsende Bedeutung von Raps als Anbaukultur unterstreicht.

Die Prognosen für die führenden Exporteure Kanada und Australien sind noch besonders unsicher, denn hier beginnen die Aussaatarbeiten erst in einigen Monaten. Angesichts der Erwartung einer lebhaften internationalen Nachfrage dürfte die Rapsfläche in Kanada mit 8,7 Mio. ha nahe am bisherigen Durchschnitt bleiben. Für Australien werden unverändert zum Vorjahr 3,4 Mio. ha erwartet.