Besuch von Herrn Dr. Weber an der Albrecht Thaer Schule Celle

Am 06.12.2017 besuchte uns, die zweijährige Fachschule Agrarwirtschaft der Albrecht Thaer Schule in Celle, Dr. Manfred Weber vom Infoportal proteinmarkt.de.

Grund und Thematik seines Besuches war die Veranschaulichung des Einsatzes von alternativen Eiweißfuttermitteln in der Schweinefütterung mit dem Ziel, Sojaschrot in einer Futterration zu ergänzen oder im Idealfall ersetzen zu können.

Neben äußerst anschaulichen Ausführungen wurde sein Vortrag mit einem begleitenden Quiz aufgelockert, an dem wir in Teams teilnahmen.

Die vielen Wortmeldungen und einige ausgiebige Diskussionen belebten den Vormittag sehr.

Auch in den ackerbaulich ausgerichteten Landwirten erweckte der Vortrag großes Interesse. Es wurde von Anbauverfahren heimischer Eiweißprodukte berichtet und deren Chancen und Risiken in unserer Region diskutiert.

Nicht nur die Sonnenseiten der alternativen Fütterung wurden aufgezeigt, auch ihre Grenzen haben wir ausgiebig beleuchtet. Rapsextraktionsschrot kann zwar in einer Vielzahl von Rationen Sojaextraktionsschrot ersetzen, doch in energiereichen Rationen, wie in der Ferkelaufzucht, ist dies oftmals nur im eingeschränkten Rahmen möglich.

Gerade im Hinblick auf die GVO-freie Fütterung ist das Rapsextraktionsschrot neben anderen heimischen Eiweißfuttermitteln, wie z.B. Rapskuchen, verschiedene Körnerleguminosen oder Sonnenblumenschrot nicht mehr wegzudenken. Ihre Wertschöpfung erlangen sie nicht nur in der Fütterung, sondern auch in der Vermarktung der veredelten Endprodukte.

Die preisliche Attraktivität der oben genannten Futtermittel kann im "Proteinmarktrechner" (www.proteinmarkt.de/schweine/rationsberechnung) veranschaulicht werden. Diesen verwenden wir im Klassenverbund für Kalkulationen.

Das Tagesergebnis war, dass Schweine in einzelnen Lebensabschnitten problemlos ohne Sojaextraktionsschrot gefüttert werden können. Allerdings muss dann besonderes Augenmerk auf die Aminosäureversorgung in der Ration gelegt werden. Eine Ergänzung der essentiellen Aminosäuren ist unabdinglich, sodass die Bedeutung und Nachfrage der synthetischen Aminosäuren vermutlich in den nächsten Jahren steigen wird und hoffentlich Akzeptanz in der Bevölkerung findet.

Wir bedanken uns recht Herzlich bei Herrn Dr. Weber für den anschaulich gestalteten und äußerst informativen Vormittag.