FSZ Freiberg-Zug: Alternative Eiweißfuttermittel in der Milchkuhfütterung

Am 26.9.2013 stellte uns Herr Dr. Weiß aus Kassel in einer spannenden Unterrichtsstunde den Einsatz alternativer Eiweißfuttermittel in der Milchproduktion vor. Als wichtigste heimische Eiweißquelle wurde vor allem der Raps mit seinen Nachprodukten Rapsextraktionsschrot und Rapskuchen hervorgehoben. Raps ist ein Futtermittel, das in unserer Region stark verbreitet ist. Dazu tragen natürlich auch der züchterische Fortschritt im Pflanzenbau sowie neue Forschungsergebnisse zum Rapseinsatz als Futtermittel für Rinder bei. Wir wurden an Hand vieler Versuchsergebnisse über die Einsatzmengen, Inhaltsstoffe und die Wirtschaftlichkeit informiert.

Die Preiswürdigkeit von Raps im Vergleich zu Soja spielte dabei natürlich eine große Rolle. Ein weiterer wichtiger Grund für den Einsatz heimischer Futtermittel ist auch der Fakt, dass der Verbraucher eine sehr kritische Haltung zu genveränderten Futtermitteln hat. Ein Großteil des Anbaus an Soja, erklärte uns Herr Weiß, erfolgt aber mit genveränderten Sorten. Der Einsatz von heimischen Futtermitteln würde gleichzeitig die Abhängigkeit von Importen senken. 

Des Weiteren betrachteten wir weitere heimische Eiweißfuttermittel wie Erbse, Lupine und Ackerbohne in ihrem Futterwert. Hier sehen wir den Vorteil, dass der Anbau solcher alternativer Eiweißpflanzen die Nachhaltigkeit und Vielfältigkeit des heimischen Ackerbaus stärken könnte. 

Für uns war es eine sehr informative Stunde und wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei „Proteinmarkt“ und Herrn Weiß bedanken. 

Alexander Krebs, Fachschulzentrum Freiberg-Zug