Markt, Grundlagen-Rinder
09.07.2019

Rückgang der Milchmengen hitzebedingt verstärkt

In der zweiten Junihälfte hat sich der saisonale Rückgang der Milchanlieferung, der seit Ende April vorherrscht, leicht verstärkt. Nach Berechnungen der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) fiel das Rohstoffaufkommen in der 25. Kalenderwoche deutschlandweit um 0,7 % niedriger aus als noch in der Vorwoche.

Vor allem die sommerlichen Temperaturen dürften die Milchmengen dabei etwas stärker gedämpft haben als in den Wochen zuvor. Der Rückstand zum Vorjahr lag zuletzt bei 1,8 % und fiel damit etwas größer aus als in den Wochen zuvor. Mit dieser Entwicklung lagen die angedienten Milchmengen außerdem weiterhin in etwa auf dem Niveau von 2017.
Vor dem Hintergrund der derzeit sehr heißen Witterung und regional fehlendem Niederschlag berichteten die Molkereien über den Monatswechsel zum Juli teils mit einem deutlich, über die Saisonalität hinausgehenden Rückgang des Rohstoffaufkommens.

Preise für Industrierahm leicht befestigt

An den Rohstoffmärkten hat sich die Lage, nach den uneinheitlichen Entwicklungen der Vorwoche, Anfang Juli insgesamt befestigt. Am Markt für Industrierahm zogen die Preise vor dem Hintergrund der abnehmenden Rohstoffverfügbarkeit leicht an. Der Spielraum nach oben war allerdings durch die schwächere Verwertung über Milchfett begrenzt. Das Angebot an Rahm war, trotz einer leichten Belebung der Nachfrage, insbesondere bei Frischeprodukten, weiterhin ausreichend. Für die kommenden Wochen wird mit einer Fortsetzung der festeren Preistendenzen für Rahm gerechnet.

Bei Magermilchkonzentrat wurde Anfang Juli nach wie vor von einer regen Nachfrage berichtet. Trotz der regional bereits beginnenden Ferienzeit war der Bedarf an Rohstoff seitens der Hersteller von Pulverprodukten hoch. Gleichzeitig nahm die Verfügbarkeit weiter ab, was weitere Preisaufschläge zur Folge hatte.

Auch Rohmilch am Spotmarkt wurde zuletzt nochmals höher bewertet. Nach Angaben des ife Institutes in Kiel stieg der Preis in der 26. Kalenderwoche im Bundesmittel um 1,3 Ct auf 33,4 Ct/kg.

 

Quelle: AMI


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