Aktuelle Marktberichte

  • Marktbericht KW 16 / 2019


    Marktteilnehmer in Deutschland berichten von einem nach wie vor sehr ruhigen Geschäftsverlauf, doch so langsam geraten Rapserzeuger, zumindest die, die noch größere Mengen alterntige Ware vor sich herschieben, unter Zugzwang. Der Auslagerungsdruck wächst von Woche zu Woche, schließlich wollen die Lager bis zum Erntebeginn geräumt sein. Gleichzeitig sinken die Hoffnungen auf Preissteigerungen im Übergang auf die neue Ernte, vor allem unter Berücksichtigung jüngster Preisentwicklung. Inlandsraps vom Erzeuger ist auf Wochensicht um 10 auf 335 EUR/t abgerutscht und hat sich dem schwachen Vorjahresniveau damit von oben her deutlich angenähert habe. Vom Terminmarkt kommt keine Unterstützung und die Verarbeiter sitzen, dank guter Versorgung mit Raps aus dem Ausland in den Preisverhandlungen am längeren Hebel. Kontrakte ex Ernte 2019 werden dem Vernehmen nach kaum besprochen, Abschlüsse haben noch Seltenheitswert. Grund ist dabei vor allem die Zurückhaltung der Erzeuger. Niemand will sich verkalkulieren und vertraglich festgelegte Mengen am Ende nicht liefern können oder zu früh zu günstig verkaufen. Das Extremjahr 2018 scheint viele vorsichtiger agieren zu lassen.

    Das Angebot an Rapsschrot ist auf den vorderen Terminen sehr begrenzt, Ölmühlen sind beinahe ausverkauft und jene, die unbedingt kaufen müssen bezahlen zum Teil überdurchschnittlich hohe Preise, um noch an Ware zu kommen. Ansonsten sind die meisten Mischfutterhersteller bis Juli noch gut gedeckt, weshalb Rapsschrot der alten Ernte kaum nachgefragt wird. Dafür ist Rapsschrot der neuen Ernte ab August immer mehr im Gespräch, die Nachfrage von Mischfutterbetrieben etwas reger. Einerseits müsste das Kaufinteresse steigen und andererseits die Preise zulegen, damit die Ölmühlen wieder Geschäfte eingehen und der Markt in Schwung kommt, meinen Marktteilnehmer. Am Sojaschrotmarkt werden zwar hier und da immer mal wieder kleine Mengen nachgefragt, aber diese Umsätze sind kaum nennenswert. Das Sojaschrotangebot dürfte nach jetzigem Stand nicht knapp werden. Käufer warten deshalb weiterhin ab und spekulieren auf Vergünstigungen.

    Die Rapsölpreise zeigen sich stabil, mit 708 EUR/t fob Hamburg wird genau so viel wie in der Vorwoche verlangt. Marktteilnehmern zufolge gibt es derzeit keine eindeutigen Impulse, was sich auch am Terminmarkt in mal festeren, mal schwächeren Rapskursen zeigt, die letztlich aber Nahe der Marke von 360 EUR/t bleiben – und das schon seit Wochen. Reichliche Rapsvorräte in der Ukraine und das avisiert steigende Angebot aus Kanada am EU-Markt heben die Aussicht auf eine äußert komfortable Importversorgung bzw. Angebots- und damit Preisdruck aus diesen beiden Ländern. Dem steht jedoch die geringere Versorgung mit eigenem Raps und die Aussicht auf erneut kleine Ernten in manchen EU-Staaten – darunter Frankreich und Deutschland als bedeutendste Rapserzeuger der Gemeinschaft – entgegen. Steigender Angebotsdruck aus Drittstaaten ja, steigender Importbedarf aber ebenfalls ja – beides könnte sich Marktteilnehmern zufolge nahezu aufheben. Was für den Rohstoffmarkt gilt, lässt sich auch auf die Nachprodukte übertragen: Das Fehlen richtungsweisender Impulse hält die Preise stabil und lässt die Märkte weiter abwarten. Eine deutliche Preisbewegung hat es indes beim Sojaöl gegeben, dass sich auf Wochensicht um 18 auf 627 EUR/t vergünstigt hat. Festere Vorgaben von den Sojaschrotkurse in Chicago konnten den Rückgang nicht stoppen.

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    Dateigröße: 87 KDatum: 18.04.2019

  • Marktbericht KW 15 / 2019


    Das niedrige Preisniveau für Inlandsraps bremst das Geschäft, Erzeuger sind kaum bereit Ware abzugeben. Selbst die, die noch größere Mengen unverkauft im Lager haben, warten weiterhin ab. Vielleicht lassen sich im Übergang auf die neue Ernte ja doch noch höhere Forderungen durchsetzen, so die Hoffnung vieler. Andere haben bereits den Großteil verkauft, sodass wirklich nur noch Restmengen vorhanden sind, mit denen sie ohne Not auf Preissteigerungen spekulieren. Mancher hat die Hoffnung aber auch begraben und wird die Ware wohl durchlagern. Die Ernte 2019 gerät zunehmend in den Fokus der Verarbeiter, während alterntige Ware kaum noch Beachtung findet. Nur sehr vereinzelt wird Raps auf vorderen Terminen umgesetzt und dann zu Preisen um 345 EUR/t im Bundesdurchschnitt. Ex Ernte wird Rapserzeugern schon seit 5 Wochen mehr geboten als für alterntige Ware, zuletzt 351 EUR/t im Bundesmittel. Das animiert erst recht zum Durchlagern. Das Kontraktgeschäft verläuft dennoch in ruhigen Bahnen, denn bis zur Ernte sind es noch einige Wochen hin und keiner möchte sich verkalkulieren und zu früh zu viel verkaufen. Zudem legt der jüngste Preisverlauf weitere Befestigungen nahe. Auch die nach wie vor knappen Wasserressourcen im Boden fördern die Zurückhaltung der Verkäufer. Zwar sind die Feldbestände gut entwickelt, aber in den kommenden Wochen könnte die Wasserversorgung ohne neue Niederschläge regional durchaus kritisch werden.

    Am Rapsschrotmarkt wird kaum physische Ware gehandelt, da es weiterhin an frischen Impulsen mangelt. Mischfutterbetriebe fragen kaufen nur kleinste Mengen für den direkten Bedarf. Käufer spekulieren wegen der leicht rückläufigen Preise auf weitere Vergünstigungen und warten deshalb ab. Marktteilnehmer berichten, dass die Umsätze in diesem Jahr bisher geringer sind als im Vorjahr, was aber darauf schließen lässt, dass Mischfutterbetriebe für Mai bis Juli bald neue Ware benötigen dürften. Sojaschrot wird aktuell etwas stärker nachgefragt als in der vorangegangenen Woche. Die Mischfutterhersteller wollen sich vor den näher rückenden Osterfeiertagen eindecken, da sie während der Feiertage nicht beliefert werden können. Dieser Nachfrageanstieg dürfte aber nur kurzzeitig anhalten. Marktteilnehmer berichten zudem von einer etwas regeren mittelfristigen Nachfrage zum Sommer. Im Preisverlauf spiegelt sich die leicht höhere Nachfrage allerdings nicht wider.

    Die geringere Rapsölnachfrage der Biodieselhersteller macht sich bemerkbar. Während andere Pflanzenöle fester tendieren, wurden die Rapsölpreise weiter zurückgenommen. Mit 708 EUR/t fob Hamburg werden 2 EUR/t weniger als in der Vorwoche verlangt. Ab dem 16.04.2019 werden Biodieselbeimischer von Raps- auf Soja- und Palmmethylester umstellen. Und auch sonst findet Rapsöl keine Preisunterstützung. Die Rapsterminkurse rutschten zuletzt wieder unter 360 EUR/t, eine Marke, um die sie nun schon seit Wochen impulslos herumdümpeln. Sojamethylester steht bei Biodieselbeimischern nun hoch im Kurs und lässt Sojaöl einen kräftigen Preissprung hinlegen. Mit 645 EUR/t fob Hamburg werden 15 EUR/t mehr als in der Vorwoche verlangt.

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    Dateigröße: 87 KDatum: 11.04.2019

  • Marktbericht KW 14 / 2019


    Die Lage am Rapsmarkt ändert sich nicht. Ölmühlen sind nach wie vor gut gedeckt oder stopfen die Lücken mit Importware, zudem sei Rapsöl ist schwer zu vermarkten, was den Bedarf der Verarbeiter drosselt. Interesse am Zukauf inländischer Rapspartien zeigen die meisten nicht. Die Ölmühle in Mannheim soll sich vorerst sogar komplett vom Rapsmarkt zurückgezogen haben. Anbietern ist es damit kaum möglich, höhere Forderungen durchzusetzen. Die Erzeugerpreise bleiben auf niedrigem Niveau, zuletzt wurden 344 EUR/t im Bundesdurchschnitt festgestellt, bloß 1 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Mindestens 360 EUR/t frei Erfasserlager wollen Erzeuger für ihren alterntigen Raps aber sehen, doch selbst die scheinen vorerst nicht erreichbar. So werden Restmengen aus der Ernte 2018 und teilweise sogar noch aus 2017 weiter vor sich hergeschoben. Importdruck aus Ukraine und Kanada deckelt die Rapskurse in Paris, auch wenn die Terminkurse zuletzt gestiegen sind, bleiben sie in Ermangelung richtungsweisender Impulse doch nahe der Marke von 360 EUR/t. In der EU haben trockenere Witterung in weiten Teilen Frankreichs, Deutschlands und Polens die Ertragsaussichten für Winterraps etwas geschmälert, besonders aber in der Ukraine, wo Marktteilnehmer von Wachstumsverzögerungen berichten. In Deutschland haben sich die Feldbestände in den vergangenen Tagen zügig entwickelt. Inwieweit das Wasser für eine gute weitere Entwicklung reichen wird, ist nicht vorhersehbar.

    Mischfutterhersteller kaufen in dieser Woche kaum Rapsschrot und sind immer noch so gut gedeckt, dass sie bestenfalls für Mai und Juni kleine Mengen nachkaufen. Rapsschrot der alten Ernte wird derzeit quasi gar nicht mehr gehandelt, Rapsschrot der kommenden Saison wird immerhin besprochen. Ware geht also kaum über den Tisch und der Kontrakthandel war auch schon einmal reger. Sogar auf Monatssicht ist die Lage am Rapsschrotmarkt einschläfernd ruhig. Die Preise bewegen sich in einem Rahmen von 3 EUR/t, mal rauf, mal runter und pendeln damit relativ stabil um 220 EUR/t. Am Sojaschrotmarkt wurde diese Woche noch weniger umgesetzt als eine Woche zuvor. Die Nachfrage ist gering, das Angebot reichlich. Auch der gesunkene Eurokurs bremst die Geschäfte hierzulande. Die Preise sanken zwar zwischenzeitlich um 11 EUR/t und stiegen zuletzt wieder um 5 EUR/t, aber wo keine Nachfrage ist, können auch diese Preisbewegungen nichts ausrichten.

    Am Pflanzenölmarkt herrscht Flaute. Die Nachfrage ist Marktteilnehmern zufolge äußerst gering, was sich besonders im Rückgang der Sojaölpreise widerspiegelt. Mit 630 EUR/t fob Hamburg wurden diese zuletzt 20 EUR/t unter Vorwochenniveau festgestellt – so niedrig hatten die Preise zuletzt Anfang Januar gelegen. Doch auch die Forderungen für Rapsöl wurden gekürzt, 710 EUR/t fob Hamburg sind 5 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Der Biodieselmarkt stellt von Winter- auf Sommerware um, RME gerät mehr und mehr aus dem Fokus. Ansonsten mangelt es dem Markt an Impulsen. Die Terminkurse für Raps in Paris dümpeln weiter knapp um 360 EUR/t vor sich hin.

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    Dateigröße: 87 KDatum: 04.04.2019

  • Marktbericht KW 13 / 2019


    Rapsanbieter in Deutschland hoffen weiter auf Preissteigerungen im Übergang auf die Ernte 2019. Angefacht werden die Spekulationen durch die jüngsten Kursbefestigungen für Raps an der Börse in Paris. Seit Wochenbeginn tendieren die Rapskurse leicht fester und der Fronttermin konnte zuletzt immerhin wieder die Marke von 360 EUR/t erreichen. Doch vor allem die Kurssteigerungen ex Ernte machen Anbietern und vor allem Erzeugern, die noch überdurchschnittlich große Mengen alterntiger Ware unverkauft vor sich herschieben, Hoffnung. Der August-Kontrakt hat sich auf über 363 EUR/t befestigt und damit ein 6- Wochenhoch erreicht. Es ist zu erwarten, dass Raps vielerorts durchgelagert, also mit in die Saison 2019/20 genommen wird. Während Rapserzeuger auf Preissteigerungen setzen und deshalb nur verhalten Ware auf den vorderen Positionen anbieten, bleibt die Nachfrage der Ölmühlen zurückhaltend. Immerhin haben sie ihre Prämien auf die wieder festeren Notierungen nicht gekürzt. Offerten lassen sich damit zwar kaum mobilisieren, aber es könnte ein erster Schritt Richtung Marktbelebung sein. Jüngste 343 EUR/t im Bundesdurchschnitt liegen gut 1 EUR/t über Vorwoche.

    Eine weitere Woche bleibt die Lage am Rapsschrotmarkt ruhig. Die Nachfrage ist sehr gering, da Mischfutterhersteller weiter auf Preisrückgänge spekulieren. Das Angebot auf den vorderen Positionen ist begrenzt, März-Ware wird kurz vor dem Monatswechsel kaum noch offeriert, aber auch für April ist nicht viel im Angebot – die Abgabebereitschaft der Ölmühlen ist verhalten. Der lahme Handel hat die Preise zuletzt unter Druck gesetzt, auf Wochensicht bleibt aber ein Plus von 5 auf 222 EUR/t im Bundesdurchschnitt. Zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr lagen die Preise mit 248 EUR/t allerdings noch deutlich höher. Auch am Sojaschrotmarkt fehlen richtungsweisende Impulse, die Lage ist im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Die Geschäfte verlaufen sehr ruhig, es bräuchte Kaufimpulse aus der Mischfutterindustrie um den Markt zu beleben. Doch die decken sich nur mit dem Nötigsten ein und warten fortgesetzt auf Preisnachlässe.

    Die meisten Pflanzenölpreise haben sich gegenüber der Vorwoche kaum verändert. Rapsöl kostet nach wie vor 715 EUR/t fob Hamburg. Kaum veränderte Rapsterminkurse, die sich weiterhin nahe der 360 EURMarke bewegen, sind nicht richtungsweisend. Die Nachricht, dass China für den Rest der Saison keinen Raps aus Kanada mehr kaufen will, sorgte nur kurzzeitig für Wirbel, die Kurse in Paris reagierten kaum. Auch am Biodieselmarkt gibt es nichts Neues: Leichte Preisschwäche ist mit der näher rückenden Umstellung von Winter- auf Sommerware zu erklären. Die bedeutendste Preisänderung hat es beim Sojaöl gegeben, das mit 650 EUR/t fob Hamburg zuletzt 5 EUR/t weniger kostete als vor einer Woche. In einem sonst impulslosen Markt sind dafür wohl die auf Wochensicht leicht schwächeren US-Sojaölkurse verantwortlich.

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    Dateigröße: 87 KDatum: 28.03.2019

  • Marktbericht KW 12 / 2019


    Von der Terminbörse in Paris erhält der hiesige Kassamarkt keine Unterstützung mehr. Ihre Gewinne haben die Rapskurse größtenteils wieder abgegeben, das Niveau von 360 EUR/t ist längst wieder unterschritten. Die Branche rechnet mit hohen Importen aus Kanada und der Ukraine in den kommenden Monaten, das setzt die Terminkurse weiter unter Druck und lässt auch am Kassamarkt keine großen Preissteigerungen zu. Denn Ölmühlen sehen wegen des absehbar steigenden Importangebots keinen Grund, heimischen Raps zu kaufen. Erzeuger, die teilweise noch große Mengen aus der alten Ernte vor sich herschieben, sind verzweifelt. Mancher bereut sogar die 360 EUR/t, die ihm vor sechs Wochen geboten wurden, nicht akzeptiert zu haben. Sich jetzt mit 343 EUR/t zufriedengeben, ist keine Alternative. Doch die Hoffnung auf Preissteigerungen im Übergang auf die Ernte 2019 dürfte sich mit der Aussicht auf steigende Importe ein ganzes Stück weit zerschlagen haben – sie öffnen den Preisspielraum weiter nach unten.

    Die Lage am Rapsschrotmarkt ist nach wie vor eher ruhig, mit geringen Umsätzen. Es besteht kaum Kaufinteresse aus der Mischfutterindustrie. Wenn überhaupt, wird auf den vorderen Positionen gehandelt, spätere Liefertermine werden fast gar nicht nachgefragt. Die Preise haben sich nicht großartig verändert und liegen mit 220 EUR/t für prompte Ware auf dem Niveau von vor zweieinhalb Wochen. Solange die Preise nicht steigen oder sogar zurückgehen, kaufen Mischfutterhersteller so gut wie nichts und warten auf weitere Vergünstigungen. Am Sojaschrotmarkt sieht es ähnlich aus. Die Nachfrage ist weiterhin gering, weshalb nur kleine Mengen umgesetzt werden. Mischfutterhersteller sind immer noch so gut gedeckt, dass sie weitere Preisnachlässe abwarten können. Erst wenn die Preise stark ansteigen schlagen die Käufer zu, weil dann keine weiteren Vergünstigungen mehr in Aussicht stehen.

    Die Rapsölpreise haben sich gegenüber der Vorwoche kaum verändert, mit 715 EUR/t fob Hamburg wurde 1 EUR/t weniger verlangt. Dem Einfluss schwacher Rapsterminkurse konnten sich die Preise damit weitgehend widersetzen, das liegt auch an der lebhafteren Nachfrage. Die wurde durch den Preisrückgang vor zwei Wochen entfacht. Der Spielraum für weitere Preisanpassungen nach oben ist nun allerdings begrenzt. Das liegt an der schwächeren Tendenz der anderen Pflanzenöle, aber auch daran, dass Biodieselkäufer allmählich auf Sommerware (Soja- und Palmmethylester) umstellen, die ab Mitte April den Markt für die kommenden sechs Monate bestimmen wird. Für Sojaöl wurden mit 655 EUR/t fob Hamburg zuletzt 5 EUR/t weniger verlangt als in der Vorwoche. Den internationalen Sojanotierungen fehlen richtungsweisende Impulse, insbesondere Sojaöl zeigt sich unentschlossen. Lediglich börsentechnische Einflüsse bestimmen den Kursverlauf, während die Verhandlungen zwischen China und den USA ein großer Unsicherheitsfaktor am Markt bleiben.

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    Dateigröße: 86 KDatum: 21.03.2019

  • Marktbericht KW 11 / 2019


    Am deutschen Rapsmarkt beginnt sich die Lage zu wandeln. Wochenlang war es dasselbe Lied: Gut gedeckte Ölmühlen kauften fast nichts, schwache Terminkurse setzen die Preise zusätzlich unter Druck, Erzeuger beklagten unzureichende Erlöse und hielten die Ware unter Verschluss. Mit den Kurssteigerungen in Paris der vergangenen Handelstage kommt nun endlich Leben in den Markt. Manche Ölmühle fühlt sich durch die Trendwende animiert zu kaufen und hat ihre Prämien auf die steigenden Rapsterminkurse unverändert gehalten, bietet damit also mehr als in der Vorwoche. Die Talfahrt scheint beendet, sodass sich einige Verarbeiter eindecken wollen, bevor die Preise weiter steigen. Kaufinteressenten finden zu den etwas festeren Kassapreisen auch Offerten aus der Landwirtschaft. Zwar ist das Preisniveau aus Erzeugersicht nach wie vor zu niedrig, doch viele glauben mittlerweile nicht mehr an die großen Preissteigerungen im Übergang auf die Ernte 2019. Lieber jetzt zu 342 EUR/t verkaufen, bevor in der nächsten Woche wieder weniger geboten wird. Neben den nun festeren Preisen bringt auch der wachsende Auslagerungsdruck Rapsofferten an den Markt. Denn bei einzelnen Rapserzeugern liegen noch immer fast zwei Drittel der Ernte im Lager, während sie normalerweise Ende Januar schon komplett verkauft ist.

    Der Rapsschrotmarkt tendiert gegenüber der Vorwoche leicht schwächer. Zuletzt lagen die Preise bei 218 EUR/t, zuvor waren es 5 EUR/t mehr. Wegen der Preisrückgänge spekulieren Käufer auf weitere Vergünstigungen. Sie werden deshalb erst zuschlagen, wenn es einen plötzlichen Preisanstieg gibt. Das bedeutet aber auch, dass die Verarbeiter keinen drängenden Bedarf an Rapsschrot haben und noch immer gut gedeckt sind. Am Rapsschrotmarkt wird deshalb momentan kaum physische Ware gehandelt, sondern hauptsächlich Kontrakte für spätere Liefertermine geschlossen. Die Lage am Sojaschrotmarkt ist geradezu einschläfernd ruhig. Es gibt nur wenig Käufe und kaum Interesse am vorderen Geschäft, Abnehmer sind immer noch gut gedeckt. Sie sind bärisch gestimmt und warten auf Preisrückgänge. Marktteilnehmer berichten von geringen Termingeschäften in der Berichtswoche. Die Sojaschrotpreise sind zwar seit der Vorwoche leicht gesunken – beide Qualitäten um 9 EUR/t – das reicht aber nicht aus, um die Käufer zum Handel zu animieren. Im vergangenen Jahr lagen die Preise zum jetzigen Zeitpunkt rund 50 EUR/t höher.

    Nach den eher schleppenden Vorwochen bewegt sich der Rapsölmarkt wieder etwas. Das Angebot ist vorne knapp, was sich in höheren Preisen für den Fronttermin März widerspiegelt. Dieser ist um 23 auf 716 EUR/t fob Hamburg gestiegen. Für April werden ebenfalls 716 EUR/t fob Hamburg genannt, das sind 24 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Marktteilnehmer berichten von einer regen Nachfrage, die sich hauptsächlich auf die Monate Mai bis Oktober konzentriert. Unterstützt werden die festeren Rapsölpreise außerdem von den gestiegenen Rapskursen in Paris. Diese haben ihren Abwärtstrend beendet und sind seit der Vorwoche von 357,50 auf 359 EUR/t gestiegen. Demgegenüber steht der Sojaölmarkt weiterhin unter Druck. Sojaöl kostete zuletzt 660 EUR/t fob Hamburg und damit genau so viel wie in der Vorwoche. Die Forderungen für spätere Liefertermine ab August 2018 sind sogar 10 EUR/t günstiger als zuvor.

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    Dateigröße: 84 KDatum: 14.03.2019

  • Marktbericht KW 10 / 2019


    Am Rapsmarkt kennen die Preise kein Halten mehr. Zuletzt sind die Erzeugerpreise weiter deutlich abgerutscht, mit 341 EUR/t werden im Bundesdurchschnitt noch einmal 7 EUR/t weniger als in der Vorwoche genannt. Sogar das Niveau ex Ernte 2019 wird damit nun um 2 EUR/t unterschritten. Von oben her nähern sich die Erzeugerpreise dem Niveau des Vorjahres an. Von der Preislinie 2016/17 entfernen sie sich zunehmend. Am Rapsmarkt wird nach wie vor kaum etwas umgesetzt, Ölmühlen halten sich mit Käufen weiterhin zurück. Viele hatten zum Jahresende 2018 bedeutende Mengen Raps aus der Ukraine gekauft, von denen sie immer noch zehren. Doch die Zurückhaltung liegt auch an der geringen Nachfrage aus der Biodieselindustrie für Rapsöl und dem dürftigen Kaufinteresse für Rapsschrot aus der Mischfutterindustrie – beide Nachprodukte bringen nicht die gewünschten Erlöse. Das geringe Kaufinteresse der Ölmühlen gekoppelt mit den schwächeren Kursen am Terminmarkt setzen die Rapspreise weiterhin unter Druck. Einige Rapserzeuger sind verzweifelt, sie haben immer noch große Mengen Raps aus der Ernte 2018 im Lager, einzelne sogar noch etwa zwei Drittel, während sie in anderen Jahren häufig schon im Januar komplett ausverkauft waren. So langsam steigt der Druck die Ware zu verkaufen, um die Läger für die kommenden Saison zu räumen, aber auf aktuellem Preisniveau will das eigentlich niemand, denn das wäre ein Verlustgeschäft. Selbst unmittelbar nach der Ernte 2018 lagen die Preise noch deutlich höher als jetzt. Von einem Niveau von über 400 EUR/t wie zu gleichen Zeit im Wirtschaftsjahr 2016/17 können Landwirte nur träumen. Die Hoffnung stirbt zuletzt, wenigstens im Übergang auf die Ernte 2019 Preisaufschläge durchsetzen zu können.

    Mischfutterhersteller fragen nur geringe Mengen Rapsschrot nach, sind gut gedeckt und hoffen auf Preisnachlässe. Im Wochenverlauf haben sich die Rapsschrotpreise kaum verändert. Mit 224 EUR/t im Bundesdurchschnitt lagen sie zuletzt nur 1 EUR/t unter Vorwochenniveau. Die Rapsterminkurse in Paris haben seit der Vorwoche weitere 2 % auf 351,50 EUR/t an Wert verloren und ziehen die Rapsschrotpreise hierzulande weiter mit nach unten. Der Sojaschrotmarkt wird von lahmen Umsätzen bestimmt. Käufer gehen kaum Geschäfte ein, sodass nur kleine Mengen für den direkten Bedarf gehandelt werden. Sie sind verunsichert, da sie die Entwicklung des Marktes nur schwer einschätzen können. Die Sojaschrotpreise dümpeln seit Wochen vor sich hin. Für Sojaschrot mit 49 % ProFett-Gehalt liegen die Preise mit 321 EUR/t genau auf Vorwochenniveau. Bei den Forderungen für Sojaschrot mit 44 % ProFett-Gehalt hat sich ebenfalls nicht viel getan. Im Vorwochenvergleich liegen diese mit 298 EUR/t gerade mal 1 EUR/t höher.

    Die Rapsölpreise stehen fortgesetzt unter Druck. Zuletzt wurden 693 EUR/t fob Hamburg festgestellt, womit die Preise auf Wochensicht um weitere 5 EUR/t nachgegeben haben. Die Biodieselnachfrage ist rückläufig bzw. konzentriert sich nun langsam stärker auf die sogenannte Sommerware, Soja- und Palmmethylester, während Rapsmethylester aus dem Fokus rutscht. Zusätzlich belasten die schwachen Rapsterminkurse. In Paris sank der Fronttermin zum Wochenauftakt auf 351,50 EUR/t und damit auf den tiefsten Stand seit Juni 2018. Während die Forderungen für Rapsöl weiter zurückgenommen wurden, haben sich die übrigen Pflanzenölpreise kaum verändert, womit sich Rapsöl den anderen Pflanzenölen im Preis von oben her weiter angenähert hat, damit also zumindest an Wettbewerbsfähigkeit gewinnt. Sojaöl kostete zuletzt 660 EUR/t fob Hamburg und damit 1 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Es ist damit nur noch 23 EUR/t günstiger als Rapsöl, vor einem Monat lag die Differenz noch bei 75 EUR/t.

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    Dateigröße: 88 KDatum: 07.03.2019

  • Marktbericht KW 09 / 2019


    Die Lage am deutschen Rapsmarkt ist im Prinzip unverändert zu den vergangenen Wochen, hat sich allerdings noch einmal deutlich verschärft. Es wird berichtet, dass die Ölmühlen aktuell fast überhaupt keinen Raps der alten Ernte mehr kaufen und auch für Termine ex Ernte 2019 ist die Nachfrage noch ungewöhnlich ruhig. Bei den Verarbeitern kommt keinerlei Hektik auf, denn sie sind gut gedeckt und füllen die Lücken mit Importware. Die Erzeugerpreise setzt das unter Druck und lässt auch die Hoffnung der Landwirte schwinden, im Übergang auf die neue Ernte höhere Forderungen gegenüber den Mühlen durchsetzen zu können. Die Ernte 2019 soll aktuell erst zu 10 % kontrahiert sein, während es normalerweise schon bis zu 30 % sind. Doch die Zurückhaltung geht von beiden Seiten des Marktes aus: Ölmühlen wollen nicht zu früh zu teuer einkaufen, Erzeuger die Ware nicht zu günstig abgeben oder sich verkalkulieren und Kontraktmengen am Ende nicht liefern können. Marktteilnehmer sind unsicher, was die kommende Rapsernte betrifft. Bisher war der Witterungsverlauf mit ungewöhnlich milden Temperaturen zwar günstig, aber andererseits mangelt es dem Raps dadurch an Winterhärte. Deshalb ist die Auswinterungsgefahr noch hoch. Doch solange die Temperaturen über dem Gefrierpunkt bleiben, besteht keine Gefahr. Anderseits fördert das milde Wetter die Ausbreitung des Rapsglanzkäfers, die Befallsmeldungen häufen sich. Die meisten werden Wetterverlauf und Pflanzenentwicklung abwarten, um so die potenzielle Erntemenge besser einschätzen zu können. Solange dürften die Umsätze am Rapsmarkt gering bleiben.

    Im Vergleich zur Vorwoche hat sich am Rapsschrotmarkt nicht viel getan. Rapsschrot aus der Ernte 2018 wird wenig bis gar nicht nachgefragt. Das deutet darauf hin, dass Mischfutterhersteller immer noch gut versorgt sind. Sie warten ab und spekulieren auf Vergünstigungen. Das wiederum erzeugt Druck, der die Preise noch weiter nachgeben lässt, eine Abwärtsspirale entsteht. Zuletzt kostete Rapsschrot in Deutschland im Schnitt 221 EUR/t und damit gut 8 EUR/t weniger als einer Woche zuvor. Neben dem aktuellen Nachfrageflaute belasten schwächere Rapsterminkurse in Paris. Ende Januar lagen diese für den Fronttermin noch bei 380 EUR/t, sind aber mittlerweile auf unter 360 EUR/t verfallen. Die Stimmung am Sojaschrotmarkt ist gedämpft. Die Umsätze sind gering, da Käufer nur kleine Mengen für den kurzfristigen Bedarf ordern. Immerhin sind die Preise nicht weiter gesunken, Ware beider Qualitäten konnte das Vorwochenniveau halten.

    Am Pflanzenölmarkt haben die Rapsölpreise kräftig nachgegeben. Zuletzt wurden 698 EUR/t fob Hamburg genannt, das waren 35 EUR/t weniger als noch vor einer Woche. Das ist außerdem das niedrigste Preisniveau seit Juni 2018. Grund sind die schwächeren Rapsterminkurse in Paris, die mit 360 EUR/t zuletzt 3,50 EUR/t unter Vorwoche lagen. Doch vor allem spiegelt sich in dem Preisrückgang die saisonal schwächere Biodieselnachfrage wider. Die ist nicht nur insgesamt rückläufig, sondern konzentriert sich nun auch schon stärker auf sogenannte Sommerware, also auf Soja- und Palmmethylester (SME, PME) anstelle von Rapsmethylester (RME). Ab Mitte April erfolgt die Umstellung auf Sommerware, doch schon jetzt stellen sich Einkäufer darauf ein. Das Kaufinteresse für RME lässt bereits spürbar nach und zieht die Rapsölpreise mit nach unten. Im Wochenvergleich nur wenig verändert haben sich die Sojaölpreise. Fob Hamburg kostete es zuletzt 661 EUR/t und damit 5 EUR/t weniger als zuvor.

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    Dateigröße: 88 KDatum: 01.03.2019

  • Marktbericht KW 08 / 2019


    Ölmühlen in Deutschland sind nach wie vor gut gedeckt. Viele haben ihren Bedarf Ende 2018 mit Importen aus der Ukraine gedeckt und müssen vorerst noch nichts zukaufen. Das wegen schwacher Ernte voraussichtlich kleinere Exportangebot aus Australien verunsichert Käufer offenbar nicht. Das verdeutlicht einmal mehr, dass die Versorgungslage der Ölmühlen weiterhin gut ist. In einem fallenden Markt finden Rapserzeuger nach wie vor keine Gründe zu verkaufen, sodass es kaum Offerten über Restmengen der Ernte 2018 gibt. Auch die Ernte 2019 wird noch nicht besprochen, für das Abschließen von Kontrakten scheint es noch zu früh. Erst einmal warten Marktteilnehmer ab, wie sich die Feldbestände in den kommenden Wochen entwickeln. Käufer wollen nicht zu viel zahlen, Landwirte nicht zu wenig erlösen oder, schlimmer noch, sich verkalkulieren und Kontraktmengen nicht liefern können. Zündstoff bergen aktuell Diskussionen über die deutsche Rapsernte 2019. Die überdurchschnittlich warmen Temperaturen spalten den Markt. Die einen setzten bereits jetzt auf eine gute, frühe Ernte, während die anderen, aufgrund mangelnde Winterhärte, beim Raps die Gefahr von Auswinterung und Ertragseinbußen sehen. Diese Spekulationen um die Ernte 2019 liefern den Rapskursen in Paris keine richtungsweisenden Impulse, in kleinen Schritten geht es an der Börse seit nunmehr 8 Handelstagen abwärts – zusammen mit der schwachen Nachfrage belastet das auch die Kassapreise in Deutschland.

    In der vergangenen Woche hat sich auf dem Rapsschrotmarkt nicht viel getan, die Lage ist nach wie vor ruhig. Marktteilnehmer berichten, dass Mischfutterhersteller kaum Gebote machen, obwohl einzelne Ölmühlen Rapsschrot zur sofortigen Lieferung im Angebot haben. Das Angebot ist vorne trotzdem eher gering und die Nachfrage verhalten, was den Markt insgesamt schwächer tendieren lässt. Außerdem deutet die geringe Nachfrage darauf hin, dass Mischfutterbetriebe vorne immer noch gut gedeckt sind. Der Sojaschrotmarkt ist im Vergleich zur vergangenen Woche immer noch ruhig. Es werden nur kleine Mengen gehandelt und die Umsätze sind gering. Marktteilnehmer warten ab, ob die Preise noch weiter sinken. Bevor es keine Bewegung nach oben gibt, was für die nahe Zukunft nicht absehbar ist, decken sich Käufer nur mit knappen Mengen für den direkten Bedarf ein. Kaufkontrakte werden hauptsächlich für den Sommer 2019 geschlossen, spätere Termine finden noch keine Beachtung.

    Die seit dieser Woche verhaltenere Nachfrage aus der Biodieselindustrie macht sich am Rapsölmarkt bemerkbar. In den vergangenen Wochen seit dem Jahreswechsel war diese noch ungewöhnlich lebhaft gewesen, aber das Winterende rückt näher und damit auch der Termin, ab dem Beimischer von Winter- auf Sommerware, also von Raps- auf Soja- und Palmmethylester umstellen. Die Rapsölpreise setzte das unter Druck, mit 733 EUR/t fob Hamburg kostete es zuletzt 7 EUR/t weniger als vor einer Woche. Sojaöl findet ebenfalls keine Unterstützung. Von der Börse in Chicago kamen zuletzt keine richtungsweisenden Impulse. Schwächere Ernteprognosen für Brasilien sind eingepreist, nun rückt der Handelskonflikt zwischen den USA und China wieder in den Fokus. Zwar waren die Töne zwischen den beiden zuletzt wieder freundlicher und optimistischer, aber das ist nicht das erste Mal. Der Handelskonflikt bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Auf Wochensicht verzeichnet Sojaöl einen kräftigen Preisrückgang von 690 auf 666 EUR/t fob Hamburg.

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    Dateigröße: 87 KDatum: 21.02.2019

  • Marktbericht KW 07 / 2019


    Am Rapsmarkt hat sich die Lage im Prinzip nicht verändert, einer geringen Abgabebereitschaft aus der Landwirtschaft steht eine schwache Nachfrage der Ölmühlen gegenüber. Umgesetzt wird deshalb nicht viel. Die Rapsterminkurse in Paris sind seit drei Handelstagen rückläufig und einige Ölmühlen haben jüngst ihre Prämien gekürzt, da die Margen bei der Vermahlung anderer Ölsaaten attraktiver sind. Das niedrige und aus Erzeugersicht ohnehin schon unzureichende Preisniveau sinkt deshalb weiter. Forderungen für Raps, wie sie zur gleichen Zeit vor zwei Jahren durchgesetzt werden konnten, wirken unerreichbar. Immerhin liegen die Rapserzeugerpreise weiterhin über Vorjahreslinie, aber vor dem Hintergrund einer noch knapperen Rapsversorgung als damals ist das ein schwacher Trost. Das Hoffen aus Preissteigerungen im Übergang auf die Ernte 2019 geht weiter. Aber ob es die geben wird, ist unklar. Auf der einen Seite ist die Rapsversorgung derzeit knapper als in den Vorjahren und auch die Zufuhrmöglichkeiten aus dem Ausland, beispielsweise aus Australien, sind limitiert. Hinzu kommen deutlich kleinere Winterrapsflächen in Deutschland und Frankreich. Selbst wenn 2019 normale Erträge realisiert werden können, wird das die Erzeugung begrenzen. Auf der anderen Seite ist die Rapsnachfrage der Ölmühlen zurückhaltend und ab April könnte sie weiter nachlassen, denn dann wird am Biodieselmarkt Soja und Palmmethylsteher den Rapsmethylester ersetzen, der dann erst ab September wieder zum Zug kommt.

    Am Sojaschrotmarkt ist die Lage weiterhin unverändert, die Umsätze sind ruhig und überschaubar. Seit Monaten schon werden nur geringe Mengen für den kurzfristigen Bedarf gehandelt. Langfristige Kontrakte für Lieferungen im Sommer möchte niemand so recht eingehen, zu unsicher ist die weltpolitische Lage und der Ernteausgang in Südamerika. Auch am Rapsschrotmarkt geht es weiterhin ruhig zu. Mischfutterbetriebe sind vorerst noch gut versorgt, sodass die Nachfrage auf den vorderen Terminen gering ist. Marktteilnehmer berichten, dass viele eher als Verkäufer von Mischfutter, statt als Käufer von Rapsschrot agieren, was die gute Versorgungslage der Betriebe noch einmal unterstreicht. Die geringe Nachfrage setzt die Rapsschrotpreise unter Druck, mit 336 EUR/t im Bundesdurchschnitt werden aktuell 4 EUR/t weniger als in der Vorwoche genannt.

    Während alle anderen Pflanzenöle fester tendieren, haben nur die Rapsölpreise nachgegeben. Mit 740 EUR/t fob Hamburg kostet es 20 EUR/t weniger als in der Vorwoche und wieder so viel wie vor 14 Tagen. Die stetige und für dieses Zeit im Jahr sogar leicht überdurchschnittliche Biodieselnachfrage kann das nicht verhindern und auch die Knappheit von Raps und Nachprodukten verfehlt ihre Preiswirkung am Kassamarkt in der aktuellen Berichtswoche. Allerdings nähert sich Rapsöl damit preislich von oben her an die übrigen Pflanzenöle an, gewinnt an Konkurrenzkraft und könnte deshalb die Nachfrage künftig wieder stärker an sich binden. Der Preisverlauf beim Rapsöl war in den vergangenen Wochen sehr volatil, ein Trend ist bis jetzt nicht zu erkennen.

    Für Sojaöl werden mit 690 EUR/t fob Hamburg 5 EUR/t mehr als in der Vorwoche verlangt. Marktteilnehmer behalten die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen China und den USA weiterhin im Blick.

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    Dateigröße: 86 KDatum: 14.02.2019

  • Marktbericht KW 06 / 2019


    Die jüngste Hausse ist bereits wieder Geschichte, mit den rückläufigen Notierungen in Paris hat sich auch das Geschäft am Kassamarkt hierzulande spürbar beruhigt. Ohnehin hatten Erzeuger gezögert, sich von ihren Restmengen zu trennen, ihnen waren die gebotenen 360 EUR/t, wobei regional bis zu 370 EUR/t für alterntige Ware genannt wurde, nicht genug. So wurden in der Vorwoche nur geringe Mengenbewegungen verzeichnet. Mit den derzeit rückläufigen Geboten ist wieder Ruhe am Rapsmarkt eingekehrt. Insgesamt bleibt das Angebot aus der Landwirtschaft aufgrund der kleinen Ernte 2018 gering.Regional wird nicht mehr viel freie Ware in Erzeugerhand vermutet. Wer noch Raps auf Lager hat, wartet ohne Druck auf höhere Preise. Hinsichtlich der kommenden Ernte hat sich zuletzt wenig getan. Zwar zeigen die Ölmühlen Kaufinteresse, aber zu Geboten, die von Erzeugern nicht akzeptiert werden. Sie sind mit ihren Rapsfeldbeständen nicht immer zufrieden und sehen auch im weiteren Jahresverlauf noch großes Potenzial für Ertragsrückgänge. Mit der erzwungenen Anbauflächenreduzierung wird in der nächsten Saison nach Meinung der Landwirte genau so wenig Raps zur Verfügung stehen wie in dieser Saison und daher sind die gebotenen Höchstpreise von 350 EUR/t eindeutig zu wenig. Vor einem Jahr lagen die Vorkontraktpreise bei 315-330 EUR/t. Damals hatte noch niemand absehen können wie desaströs die Erträge ausfallen würden. Schon Anfang 2018 hatten Landwirte nur sehr verhalten Kontrakte abgeschlossen und sahen sich auch in der späteren Preisentwicklung bestätigt. Aus dieser Erfahrung heraus wird auch jetzt wenig verkauft.

    Es bleibt beim alten Spiel, Mischfutterhersteller kaufen überschaubare Mengen mit kurzen Lieferfristen. Das längerfristige Kontraktgeschäft wird vernachlässigt, denn es rechnet sich so oder so nicht. Das spiegelt sich auch in den Forderungen wider, die bis Oktober keine Veränderung aufweisen. Aktuell wird 44er Sojaschrot zur Lieferung von Februar bis Oktober mit 295 EUR/t ab Hamburg bewertet und 48er mit 316 EUR/t. So warten viele Käufer ab, ob sich mit Ankunft der ersten Schiffe aus Brasilien etwas an den Preisen ändert. Das Rapsschrotangebot auf den vorderen Positionen hat sich trotz steigender Verarbeitung von Raps nicht preiswirksam vergrößert. Es können immer noch Aufgelder gegenüber den Folgemonaten durchgesetzt werden. Allerdings schwinden diese, mit Ausnahme von Mannheim, wo noch immer 10 EUR/t Aufgelder verlangt werden. Mühlen im Norden und Westen kalkulieren mit 2-3 EUR/t. In Ostdeutschland ist davon allerdings nichts zu spüren, hier werden Februar- und März-Lieferung preisidentisch bewertet.

    Das Angebot an Rapsöl auf den vorderen Positionen bis April ist sehr überschaubar, so dass teils deutlich Aufgelder durchgesetzt werden können. Vor allem die Angebotsengpässe am Rhein aufgrund von technischen Problemen hat zu einer kurzfristigen Verknappung geführt, die die Preise nach oben schnellen lässt. Sogar bis in die Niederlande schwappt das schnelle Geschäft und treibt dort den Preis für Rapsöl zur Lieferung im Februar um 20 EUR/t nach oben. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage zur Biodieselherstellung der treibende Faktor, der, wenn es um die Sommerware geht, keine Preiswirkung mehr erzielen kann. Das zeichnet sich auch in dem großen Preisabstand zwischen vorderer Ware und April-Terminen von 25 EUR/t wider. Bis April ist auch nur Nachfrage vorhanden, auf den späteren Terminen macht sich, genau wie bei den anderen Pflanzenölen abwartende Haltung bemerkbar. Der Markt erwartet neue Impulse am Freitag vom USDA-Bericht und geht daher vorher keine nennenswerten Verpflichtungen mehr ein

    © AMI GmbH 2019

    Dateigröße: 87 KDatum: 08.02.2019

  • Marktbericht KW 05 / 2019


    Schnell hat sich der Rapsmarkt in Deutschland wieder abgekühlt. Feste Notierungen hatten in der vergangenen Woche Preissteigerungen am Kassamarkt ausgelöst und den einen oder anderen Erzeuger zum Verkauf animiert. Große Mengen wurden zwar nicht gehandelt, aber immerhin überhaupt mal etwas nach der langen Zurückhaltung. Doch nun herrscht wieder Ruhe. Die Ölmühlen sind gut versorgt und Erzeuger halten die Ware nun wieder in der Hoffnung auf deutliche Preisaufschläge im Übergang auf die Rapsernte 2019 zurück. Wegen der knappen EU-Rapsversorgung, begrenzter Importmöglichkeiten und kleinerer Anbauflächen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien könnte das Angebot knapp werden, sodass die Chancen auf Preisbefestigung gar nicht so schlecht stehen. Die Rapsterminkurse in Paris jedenfalls unterbrachen ihren Anstieg zum Auftakt der aktuellen Handelswoche nur kurz, um zuletzt weiter der Marke von 380 EUR/t entgegenzustreben. Das gilt allerdings nur für den bald auslaufenden Februarkontrakt, spätere Termine stehen indes unter Druck.

    Am Rapsschrotmarkt gibt es seit der vergangenen Woche keine neuen Impulse, die Preise tendieren schwächer. Zuletzt wurden 234 EUR/t im Bundesdurchschnitt festgestellt, was einem Rückgang von 3 EUR/t zur Vorwoche entspricht. Marktteilnehmer berichten, dass das Angebot der Ölmühlen auf den vorderen Terminen nach wie vor knapp ist, dennoch lassen sich höhere Forderungen nicht durchsetzen. Für Sojaschrot mit einem ProFett-Gehalt von 49 % wurden zuletzt 321 EUR/t genannt, für 44er Ware waren es 298 EUR/t, womit sich beide Qualitäten auf Wochensicht um 6 EUR/t vergünstigt haben. Es mangelt an Nachfrageimpulsen aus der Mischfutterindustrie, zudem haben die Sojaschrotnotierungen in Chicago, anders als die Sojabohnenkurse, auf Wochensicht an Wert verloren – das geht am Kassamarkt nicht spurlos vorüber.

    Marktteilnehmer berichten von einem sehr ruhigen Pflanzenölmarkt. Nach wie vor hält die Mehrheit der Ein- und Verkäufer wegen des Handelskonflikts zwischen den USA und China den Atem an. Jede noch so kleine Entwicklung wird offenbar auf die Goldwaage gelegt, Optimismus und Pessimismus wechseln sekündlich. Zuletzt waren die meisten Marktteilnehmer wohl wieder etwas optimistischer gestimmt. Neue Gespräche zwischen Washington und Peking stehen an, die, so die Hoffnung, nun vielleicht endlichen den ersehnten Durchbruch bringen. Die wachsende Zuversicht hat, neben der Aussicht auf Ertragsrückgänge in Südamerika, die Notierungen für Sojabohnen in Chicago und auch deren Nachprodukte gestützt. Sojaöl befindet sich seit nunmehr 8 Handelstagen durchgängig in der Aufwärtsbewegung und hat zuletzt das höchste Kursniveau seit Juni 2018 erreicht. Am hiesigen Kassamarkt geht diese Entwicklung nicht spurlos vorüber, die Forderungen für Sojaöl wurden um 8 auf 678 EUR/t fob Hamburg angehoben. Rapsöl konnte vom festen Sojaöl, das Marktteilnehmern zufolge derzeit eine Leitfunktion unter den Pflanzenölen zukommt, kaum profitieren. Mit 738 EUR/t fob Hamburg wurden zuletzt 4 EUR/t weniger verlangt als vor einer Woche. Die schwächeren Palmölpreise erzeugen eine starke Sogwirkung. Die auf Wochensicht gestiegenen Rapsterminkurse in Paris und die stetige Biodieselnachfrage hierzulande, die sich saisonbedingt auf UCOME-Ware und Rapsmethylester konzentriert, konnten den Preisrückgang nicht abwenden.

    © AMI GmbH 2019

    Dateigröße: 88 KDatum: 08.02.2019