Aktuelle Marktberichte

  • Marktbericht KW 50 2017


    Die Rapspreise kennen derzeit nur eine Richtung – nach unten. Dabei kommen die Terminkurse dem niedrigen Niveau während der Ernte 2017 schon sehr nahe. An der Börse verlor der Fronttermin in den vergangen 5 Tagen gut 8 EUR/t an Wert, die Kontrakte der Ernte 2018 hingegen nur um 4 EUR/t. Gleichzeitig sind im Norden nur noch die Prämien für die Termine der Ernte 2017 im Plus, die der Ernte 2018 sind bereits in den Discount gerutscht. Denn die Verarbeitungsmargen stützen nur auf den vorderen Positionen die Prämien, so dass am Kassamarkt nur noch für den Januar Gespräche stattfinden. Allerdings nur hinsichtlich der Prämie, an Ware ist derzeit niemand interessiert. Zu Unsicher ist die Lage bezüglich der tatsächlichen Canola-Lieferungen aus Australien. Hier bleibt die Frage offen, ob bereits der Bedarf vollständig gedeckt ist bzw. ob noch frei verfügbare Partien verfügbar sind. Gleichzeitig sieht es auch auf der Nachfrageseite sehr unsicher aus. Denn die Angebotsmenge an südamerikanischen Biodiesel kann bislang keiner quantifizieren. Das bedeutet keiner weiß, wie viel Biodiesel aus Deutschland weniger benötigt wird. Und das hat maßgeblich Auswirkungen auf die Verarbeitungsmenge und damit auch auf den Rohstoffeinkauf. Am Niederrhein haben sich die Prämien zur Vorwoche indes nicht verändert. Im Tagesgeschäft wird keine Ware mehr umgesetzt. Ölmühlen halten für Dezember bereits keine Gebote mehr heraus und Landwirte sind mit dem Preisrutsch erst einmal vom Markt verschwunden. Immerhin haben die Erzeugerpreise im Vergleich zur Vorwoche 5 EUR/t verloren und haben damit nur noch einen Abstand von 5 EUR/t zum bisherigenTiefpunkt in dieser Saison. Der war am 12.09.2017 mit 344,50 EUR/t erreicht worden. Die Gebote für Raps ex Ernte 2018 haben zuletzt die Linie von 330 EUR/t erreicht. So niedrige Kontraktpreise wurden zuletzt im Frühjahr 2016 genannt.

    Nachdem in der vergangenen Woche die Forderungen für Sojaschrot aufgrund der zu heißen und zu trockenen Vegetationsbedingungen in Argentinien kräftig angezogen haben, hat sich in der laufenden Woche die Situation wieder etwas entspannt. Für die kommenden Tage wird mit ergiebigen Niederschlägen in Argentinien gerechnet, so dass sich die Bodenfeuchte deutlich verbessern dürfte und im Anschluss auch die Aussaat im üblichen Zeitfenster abgeschlossen werden könnte. Ansonsten ist das Jahr 2017 in Bezug auf die Sojaschrotabdeckungen durch. Hier und da wurden noch kleinere Mengen bis 1.000 t gehandelt, größere Geschäfte werden auf das kommende Jahr verschoben. Nach dem die Spekulationen am Markt wieder abgeebbt sind und sich die Preise deutlich schwächer tendierten, besteht kein Notwendigkeit zu kaufen. Darüber hinaus hat das USDA in seinem aktuellen Monatsbericht die üppige globale Sojaversorgung erneut bestätigt. Für die Ernte 2017/18 in Brasilien rechnen Marktbeobachter sogar mit bis zu 110 Mio. t, so dass das Angebot auch in den kommenden Monaten reichlich bleiben dürfte. Rapsschrot wurde hingegen in der zurückliegenden Woche vermehrt nachgefragt. Besonders auf Februar-April-Termin und für Mai-Juni 2017 hat die Deckung deutlich zugenommen. Branchenkenner sprechen von mittlerer Aktivität, nach den umsatzschwachen Vorwochen ist die zumindest auffällig. Das zeigte sich auch an den festeren Rapsschrotpreisen, die sich gegenüber den schwachen Rapskursen in Paris gut behaupten konnten.

    Der Kursverfall bei Palmöl in Kuala Lumpur setzte sich in der vergangenen Woche weiter fort. Enttäuschende Exportzahlen aus Malaysia in den vergangen 40 Tagen haben trotz Produktionsrückgang zu deutlich gestiegenen Palmölvorräten im Land geführt. Die Palmölnotierungen haben um mehr als 5 % seit vergangener Woche verloren und auch die Kassapreise belastet. Cif Rotterdam wurden 564 EUR/t genannt, das entspricht einem Preisrückgang seit dem 01.11.2017 von fast 12 %. Ebenfalls schwächer tendierte Rapsöl, weil es vor allem von den unsicheren Zukunftsaussichten belastet wird, die sich in der schwachen Nachfrage der Biodieselindustrie zeigt. Noch kann nicht abgeschätzt werden, mit welchen Mengen das Damoklesschwert der argentinischen Biodieselexporte in die EU-28 ab dem kommenden Frühjahr 2018 die heimische Branche belasten wird. Rapssaat als Rohstoff ist jedenfalls ausreichend vorhanden und bald eintreffende australische Exporte dürften auf der Rohstoffseite für niedrige Preise sorgen. Die Preisveränderungen bei Sonnenblumenöl fielen indes minimal aus. Fob Rotterdam gaben die Forderungen leicht nach. In US-Dollar gerechnet, musste Sonnenblumenöl zwar einen deutlicheren Rückgang hinnehmen, der schwächere Euro vergünstige jedoch die Einfuhren. Auch Sojaöl konnte sich in der zurückliegenden Woche behaupten.

    Dateigröße: 89 KDatum: 14.12.2017

  • Marktbericht KW 49


    Am Rapskassamarkt sorgen steigende Terminkurse für Preisbefestigungen. Die Ölmühlen halten sich mit Käufen aber weiterhin zurück und ihre Prämien konstant oder haben sie sogar mit den steigenden Kursen leicht zurückgenommen. Viele scheinen bis einschließlich Januar 2018 erst einmal gut mit Ware eingedeckt zu sein. Kaufanfragen beziehen sich daher zumeist erst wieder auf Liefertermine ab Februar. Die von den festeren Terminkursen angetriebenen, leicht festeren Kassapreise können die Abgabebereitschaft der Landwirtschaft weiterhin nicht ankurbeln, auf den vorderen Terminen ist kaum eine Offerte zu finden. Da müssten die Mühlen schon ihre Prämien anheben oder die Terminkurse weiter kräftig zulegen, damit sich die Erzeugerpreislinie 2017/18 der des Vorjahres annähert. Denn zuletzt bestand hier ein Rückstand von 37 EUR/t. Viele Landwirte halten sich bei unerfüllten Preisfantasien nun schon seit Wochen zurück. Sie hoffen auf Preisaufschläge, wenn die Versorgung der Mühlen knapper und der Bedarf dann wieder drängender wird. Allerdings dürften im Januar erste Lieferungen Austral-Raps Deutschland erreichen und das Angebot ergänzen. Fraglich also, inwieweit Rapsverkäufer im neuen Jahr im Stande sein werden, ihre Preisvorstellungen gegenüber den Mühlen durchzusetzen. Diese sollen ihr Kaufinteresse zuletzt auch schon vom Januar weg auf Termine im Februar konzentriert haben. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass die australische Rapsernte in diesem Jahr deutlich geringer ausfallen könnte als in 2016. Konnten Ölmühlen in Deutschland in der ersten Jahreshälfte 2017 lange Zeit auf australische Rapslieferungen zurückgreifen, um die eigene Versorgung abzusichern, dürften die Möglichkeiten hierzu im kommenden Frühjahr begrenzter ausfallen.

    Die Sojaschrotkurse an der Börse in Chicago sind in den vergangenen drei Handelstagen kräftig gestiegen. Zuletzt schlossen sie auf umgerechnet 317,5 EUR/t, das entspricht einem Plus von 5,9 % zur Vorwoche. Der Kursanstieg hat sich auch auf die Kassapreise in Deutschland übertragen. Für Sojaschrot mit 44 % Proteingehalt wurden am 06.12.2017 im Bundesdurchschnitt 312 EUR/t gefordert, 18 EUR/t mehr als noch vor einer Woche. Ware mit 49 % Anteil kam auf einen Preis von 335 EUR/t, ein Anstieg von 17 EUR/t auf Wochensicht. Hauptgrund für den Kursanstieg in Chicago ist die Trockenheit in Argentinien. Marktteilnehmer in Deutschland sind allerdings skeptisch ob jüngste Kurs- und Preissprünge schon einen Aufwärtstrend bedeuten. Erst wenn sich die Befestigung als nachhaltig erweist, könnte dies für Bewegung am Markt sorgen. Käufer warten vorerst ab. Die festeren Sojaschrotpreise haben auch beim Rapsschrot für eine leichte Aufwärtsbewegung gesorgt.

    Am deutschen Markt für Pflanzenöle kehrt mehr und mehr die vorweihnachtliche Ruhe ein. Es wird nur wenig Pflanzenöl nachgefragt. Wichtige Abnehmer wie die Biodieselindustrie scheinen ihren Bedarf während der kurzen Marktbelebung Anfang November größtenteils gedeckt zu haben. Aktuell blicken die meisten Marktakteure auf die anstehende Bekanntgabe näherer Details zu den US-Importzöllen auf ausländischen Biodiesel. Von der bis dato noch nicht endgültigen Ausgestaltung der Gesetzesregelung hängt auch die Entwicklung des EU-Biodieselmarktes ab dem kommenden Frühjahr ab. Argentinischer Biodiesel könnte die Nachfrage nach Rapsöl als Rohstoff für die heimische Biodieselproduktion massiv einschränken. Vor diesem Hintergrund gab Rapsöl fob Hamburg im Vergleich zur Vorwoche um 8 auf 790 EUR/t nach. Die Forderungen für Sojaöl konnten indes den schwachen Vorgaben der US-Sojaölkurse in Chicago nichts entgegenhalten. Die US-Sojaölkurse notierten zuletzt rund 2 % unter der Vorwoche. Viele Börsenakteure zeigten sich enttäuscht, dass die Trump-Administration die US-Biodieselmandate für 2018 auf dem aktuellen Niveau belassen hat und haben Kasse gemacht. Fob Hamburg wurden 745 EUR/t genannt, rund 10 EUR/t unter Vorwochenniveau.

    Dateigröße: 44 KDatum: 07.12.2017

  • Marktbericht KW 48 2017


    Ölmühlen in Deutschland halten ihre Prämien bei unveränderten Verarbeitungsmargen konstant. Die Rapskurse in Paris haben allerdings auf Wochensicht weiter nachgegeben. Vor allem der starke Euro belastete, weil er die Konkurrenzfähigkeit von EU-Raps am Weltmarkt verringert. Damit haben die Ölmühlen in Deutschland die Kursrückgänge nicht ausgeglichen. Auch wenn Kaufinteresse für kurzfristige Ware vorhanden sein soll, der Bedarf scheint alles andere als drängend zu sein, andernfalls hätten sie ihre Prämien angehoben. Die Preise tendieren somit schwächer und minimieren die Verkaufsbereitschaft für Raps. Entsprechend dünn ist die Offertenlage aktuell. Das gilt insbesondere für Dezember 2017. Aber auch auf späteren Terminen finden die Mühlen zu ihren Preisvorstellungen kaum ein Angebot.

    Am Rapsschrotmarkt ist keine Belebung in Sicht. Futtermittelproduzenten haben sich offenbar mit günstigen Alternativen vollgesogen, die Läger sind gut gefüllt, die Nachfrage ist daher zurückhaltend. Erst wenn die Ware knapper wird, könnten sich die Geschäfte wieder beleben. Das wird aber voraussichtlich nicht vor Frühjahr nächsten Jahres passieren, so die Einschätzung von Marktbeteiligten. Der ruhige Marktverlauf spiegelt sich in der Preisentwicklung wider. Am 29.11.2017 lag der durchschnittliche Verkaufspreis der Ölmühlen in Deutschland bei 175 EUR/t und damit unverändert auf dem Niveau der Vorwoche. Die Sojaschrotpreise fanden lediglich Unterstützung in stabilen US-Sojakursen, angetrieben von Trockenheit in argentinischen Sojaanbaugebieten. Am hiesigen Kassamarkt geht es nach wie vor ruhig zu. Futtermittelbetriebe ordern nach wie vor kaum Ware. Am 29.11.2017 lag der Preis für 49er Sojaschrot bei 318 EUR/, für 44er Ware bei 294 EUR/t.

    Die Preise für Sojaöl konnten gegenüber anderen Pflanzenölen den geringsten Rückgang verbuchen. Fob Hamburg mussten Käufer mit 755 EUR/t rund 10 EUR/t weniger bezahlen als vor einer Woche. Die anstehende Entscheidung zur Ausgestaltung der US-Importzölle auf ausländischen Biodiesel am 05.12.2017 dürfte für mehr Klarheit am Markt sorgen. Die zurzeit bestehende Unsicherheit lähmt den Markt, da ohne geltende Beschlüsse die kommenden Monate nur schwer abschätzbar und planbar sind. Rapsöl büßt ebenfalls deutlich ein. Fob Hamburg gehen die Forderungen um 17 auf 798 EUR/t zurück. Auch hier warten die Akteure auf mehr Details zur US-Entscheidung, um die Konsequenzen für das hiesige Geschäft abwägen zu können.

    Dateigröße: 42 KDatum: 30.11.2017

  • Marktbericht KW 47


    Am Rapskassamarkt ist der November bereits durchgehandelt, aber auch auf Terminen im Dezember kommen derzeit kaum mehr Geschäfte zustande. Grund ist die schwache Nachfrage der Ölmühlen, die ihre Prämien auf die rückläufigen Rapsterminkurse nicht anheben. Denn bei vielen scheint der Rohstoffbedarf vorerst gedeckt zu sein, außerdem hat die Biodieselnachfrage etwas nachgelassen und kann momentan allenfalls noch als stetig bezeichnet werden. Die schwächeren Gebote für Inlandsraps dämpfen die Verkaufsbereitschaft am Kassamarkt, wo kaum noch Ware auf den vorderen Positionen angeboten wird. In den kommenden Wochen könnte sich der Markt aber durchaus noch einmal beleben. Denn am Biodieselmarkt ist mit einer weiteren Kaufwelle vor dem Jahresende zu rechnen, da viele Mineralölkonzerne ihren Bedarf für 2017 noch nicht vollständig gedeckt haben dürften. Das würde einen preistreibenden Impuls setzen, der sich über die Mühlen bis auf die Erzeugerebene durchschlagen könnte. Die Rapserzeugerpreise liegen mit 358 EUR/t im Bundesmittel 1 EUR/t unter Vorwochenniveau. Deutlicher sind die Kontraktpreise ex Ernte 2018 zurückgegangen, um 6 EUR/t auf 337 EUR/t.

    Mischfutterhersteller sind nach wie vor nicht am Ölschrotmarkt aktiv. Ihren Bedarf haben sie bereits vor Wochen langfristig gedeckt. Preisbefestigungen beim Sojaschrot sind daher nicht etwa das Ergebnis einer höheren Nachfrage, sondern das Resultat zweier deutlicher Kurssprünge für Soja in Chicago. Die haben die Sojaschrotpreise hierzulande auf Wochensicht um 8 EUR/t nach oben getrieben, auf 316 EUR/t für 49er und auf 292 EUR/t für 44er Ware. Die Nachfrage hat sich damit offenbar noch weiter abgekühlt – kaum einer ist bereit, die Aufschläge zu bezahlen. Auch Rapsschrot ist für die Mischfutterindustrie momentan nicht interessant. Nicht nur, dass es keine Nachfrage für Ware auf den vorderen Positionen gibt, auch das Termingeschäft ruht. Denn auf Lieferterminen ab Februar 2018 werden deutliche Preisaufschläge gefordert, die kaum einer zahlen will. Die Rapsschrotpreise tendierten mit 175 EUR/t zuletzt wieder auf Vorwochenniveau.

    Am deutschen Markt für Pflanzenöle war es in der vergangenen Woche sehr ruhig. Der ein oder andere Akteur bezeichnete den Markt sogar als tot, was auch für den Papiermarkt zutraf. Es gab keine nennenswerten Impulse. Auch der Eurokurs zeigte sich zur Vorwoche stabil mit nur geringfügigen Veränderungen. Es scheint so, als warteten viele Marktteilnehmer auf die anstehenden Entscheidungen zu den US-Importzöllen auf argentinischen und malaysischen Biodiesel am 05.12.2017, bevor man sich neu orientiert. Die Sojaölkurse in Chicago haben sich im Verlauf der vergangenen Woche leicht schwächer entwickelt. Fob Hamburg haben sich die Forderungen jedoch befestigt. Promptes Sojaöl zur Lieferung im Dezember kostete mit 765 EUR/t rund 15 EUR/t mehr als in der zurückliegenden Woche. Sonnenblumenöl fob Rotterdam tendiert hingegen minimal fester und wurde zu 374 EUR/t gehandelt, rund 1 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Für Rapsöl wurde ebenfalls mehr als vor sieben Tagen genannt. Fob Hamburg stiegen die Forderungen um 20 auf 815 EUR/t. Allerdings handelt es sich hierbei um eher nominelle Preise, umgesetzt wurde kaum etwas. Der ein oder andere Biodieselproduzent schien aber noch Anschlussbedarf zu haben.

    Dateigröße: 43 KDatum: 23.11.2017

  • Marktbericht KW 46


    Der feste Eurokurs lastet auf den Rapsnotierungen in Paris, die zuletzt wieder unter die Marke von 380 EUR/t rutschten. Zwar haben die großen Ölmühlen in Deutschland auf den Kursrückgang reagiert und ihre Prämien auf den vorderen Positionen leicht angehoben, das reicht aber nicht aus, die Rapspreise stabil zu halten. Die Großhandelspreise tendieren somit schwächer und die Offerten sind spürbar zurückgegangen. Das setzt die Ölmühlen jedoch offenbar nicht sonderlich unter Druck – bei vielen scheint der Bedarf nach einigen regen Handelstagen nun erst einmal gedeckt und die Nachfrage daher keineswegs drängend zu sein. Weitere Nachfrageimpulse aus dem Biodieselsektor könnten den Rapsmarkt in den kommenden Wochen aber erneut stützen.

    Am Sojaschrotmarkt geht es unverändert ruhig zu. Von Mischfutterherstellern kommen nach wie vor so gut wie keine Kaufanfragen, die meisten sind vorerst gut mit Ware versorgt. Allenfalls überschaubare Mengen zur prompten Lieferung werden momentan überhaupt umgesetzt, mit großen Käufen halten sich hingegen alle zurück. Schrothändler rechnen erst im Frühjahr 2018 wieder mit einer Belebung der Geschäfte. Druck kommt zudem von deutlich schwächeren US-Sojakursen. Gegenüber Vorwoche haben die Preise weiter nachgegeben, minus 5 EUR/t für beide Qualitäten. Am Rapsschrotmarkt ist es in der Berichtswoche das gleiche Bild: Fehlende Nachfrage der Mischfutterindustrie sowie schwächere Terminkurse, Raps in Paris fiel zuletzt wieder unter die Marke von 380 EUR/t, drücken auf die Preise und fördern so die Zurückhaltung auf der Käuferseite. Zuletzt wurden 175 EUR/t im Bundesdurchschnitt gefordert, 2 EUR/t weniger als vor einer Woche.

    Nach den kräftigen Preisanstiegen der vergangenen Wochen hat sich der Markt für Pflanzenöle wieder beruhigt. Die Forderungen tendierten durch die Bank weg schwächer. Grund hierfür ist unter anderem der wieder festere Euro. Sojaöl hat allerdings in erster Linie unter den schwächeren Vorgaben der USSojaölkurse gelitten. Diese haben auf Wochensicht rund 3 % nachgegeben. Die von der USDA unverändert prognostizierten hohen US-Sojaerträge der laufenden Ernte haben den Markt überrascht und sowohl die Bohnen- als auch die Sojaölkurse unter Druck gebracht. Fob Hamburg sanken die Forderungen im Vorwochenvergleich um 15 auf 750 EUR/t. Rapsöl gab sogar noch deutlicher nach. Fob Hamburg wurden mit 795 EUR/t etwa 30 EUR/t weniger gefordert. Schwächere Rapskurse in Paris und eine geringere Nachfrage der Biodieselindustrie haben die Preise belastet.

    Dateigröße: 43 KDatum: 16.11.2017

  • Marktbericht KW 45


    Nach wochenlanger Lethargie bringt eine anziehende Biodieselnachfrage Leben in den Markt. Nicht nur UCOME, sondern auch Rapsmethylester steht bei den Mineralölkonzernen nun hoch im Kurs, denn die diesjährige Erfüllung der Biodieselquote wird zunehmend drängender und der Bedarf scheint längst noch nicht gedeckt zu sein. Davon profitieren nicht nur die Biodieselproduzenten. Auch die Mühlen können mit Rapsöl, das sich bereits deutlich befestigt hat, nun mehr erlösen, verarbeiten mehr Raps und ordern weiteren Rohstoff nach. Die höhere Rapsnachfrage der Mühlen ist aber nicht nur auf verbesserte Absatzmöglichkeiten in Richtung Biodieselindustrie zurückzuführen, zusätzlich scheinen die Vorräte an Importraps in den Lägern der Mühlen fast aufgebraucht zu sein. Es entstehen Lücken in der Versorgung, die zügig geschlossen werden wollen. Das gesteigerte Kaufinteresse der Mühlen lässt sich an der Entwicklung der Prämien ablesen. Auf die seit mehreren Tagen in Folge kräftig gestiegen Rapskurse in Paris haben die Verarbeiter ihre Prämien konstant gehalten oder sogar angehoben. Das mündet in höheren Großhandelspreisen für Raps. Prompte Ware franko Hamburg erzielte zuletzt 378 EUR/t, und damit 11 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Am Niederrhein wurden für Ware zur Lieferung im November 388 EUR/t gefordert, das sind sogar 15 EUR/t mehr als zuvor. Auch auf Erzeugerebene ist der Impuls aus dem Biodieselsektor offenbar angekommen. Nachdem die Preise hier wochenlang vor sich hindümpelten und deutlich unter Vorjahreslinie lagen, haben sie sich zuletzt befestigt. Im Bundesdurschnitt wurden am 08.11.2017 358 EUR/t gefordert, 6 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Damit haben sich die Rapserzeugerpreise dem Vorjahresniveau angenähert, den Rückstand auf 18 EUR/t verringert. Die höheren Gebote haben die Abgabebereitschaft der Landwirte erhöht.

    An den Ölschrotmärkten halten sich die Käufer zurück. Zum einen warten viele jetzt erst einmal den neusten USDA-Bericht am Donnerstag ab, insbesondere was die Prognose zur US-Sojaernte 2017 angeht. Der Report könnte nach Einschätzung von Marktbeobachtern leicht bullisch ausfallen, da mit einer weiteren Anhebung der US-Ernteprognose kaum zu rechnen ist. Zum anderen sind viele Mischfutterhersteller in Deutschland aber auch schon längst ausreichend mit Rohstoff gedeckt. Die Versorgung ist für die nächsten Monate erstmal gesichert. Entsprechend dünn ist das Neugeschäft. Anders sieht es jedoch für Termine im kommenden Jahr aus. Verkäufer rechnen mit mehr Geschäftsabschlüssen für Sojaschrot zur Lieferung ab Februar 2018. Der durchschnittliche Verkaufspreis für Sojaschrot mit Proteingehalt 49 % lag am 08.11.2017 bei 313 EUR/t, für Sojaschrot mit 44 % Proteinanteil bei 289 EUR/t und für Rapsschrot bei 177 EUR/t – allesamt leicht fester.

    In der vergangenen Woche hatten sich die Pflanzenölpreise in Deutschland noch durchweg befestigt. Ausschlaggebend waren festeren Vorgaben von den Rohstoffterminmärkten sowie Währungseffekte. In der aktuellen Woche ist die Entwicklung dagegen uneinheitlich. Weiter deutlich gestiegen, um weitere 25 EUR/t auf 825 EUR/t fob Hamburg, sind die Preise für Rapsöl. Ausschlaggebend ist die größere Biodieselnachfrage, die die Erlösmöglichkeiten für die Ölmühlen in Deutschland verbessert. Mancher berichtet allerdings auch von Schwierigkeiten Rapsöl auf dem gestiegenen Preisniveau abzusetzen, die Nachfrage habe sich infolge des Preisanstiegs zuletzt etwas abgekühlt. Sojaöl fob Hamburg kann immerhin um weitere 5 EUR/t auf 765 EUR/t zulegen, festere Sojaölkurse unterstützen. Viele Marktteilnehmer warten jetzt erst einmal den neuesten USDA-Report am Donnerstag ab, der frische Zahlen zur Versorgung des internationalen Pflanzenölmarktes bringen dürfte.

    Dateigröße: 44 KDatum: 09.11.2017

  • Marktbericht KW 44


    An der Situation am Rapskassamarkt hat sich zu Wochenbeginn nichts geändert. Ware ist weiterhin kaum zu bekommen. Das meiste liegt entweder noch in den Erzeugerlägern oder beim Erfassungshandel. Es heißt, dass erst ab einem Preisniveau von 275 EUR/t aufwärts, die Geschäfte Fahrt aufnehmen können. Davon sind die Erzeugerpreise aber noch weit entfernt, lagen sie am 25.10.2017 doch gerade einmal bei 250 EUR/t im Bundesdurschnitt. Die bislang geringen Preisbewegungen – Raps dümpelt nun schon seit Wochen impulslos vor sich hin – können die Verkaufsbereitschaft der Landwirte nicht anfachen. Es müsste schon mal einen Preissprung von 10 EUR/t geben, um das Handelsinteresse zu wecken. Nach wie vor scheitern derartige Preissprünge an den Vorstellungen der Mühlen, die ihre Prämien unverändert halten. Ihnen fehlen zum einen die Erlösmöglichkeiten Richtung Biodieselindustrie, zum anderen füllen sie Bedarfslücken derzeit offenbar noch mit Importware und sind daher am Zukauf nennenswerter Mengen Inlandsraps kaum interessiert. Etwas Preisunterstützung kommt zumindest seit einigen Tagen aus Paris, wo sich die Rapsnotierungen geringfügig aber stetig befestigen. Große Sprüngen blieben aber auch hier bislang aus, dafür bräuchte es weitere Unterstützung von außen.

    Am umsatzschwachen Kassamarkt für Sojaschrot in Deutschland sind es momentan vor allem die Vorgaben aus Übersee, nach denen sich die Preise richten. Die Impulse fielen zuletzt jedoch gemischt aus. Einerseits gehen die US-Sojabohnenernte und die Aussaat in Südamerika zügig voran. Andererseits kauft China derzeit umfangreich Soja aus den USA. Der entscheidende Impuls kam daher zuletzt vom Devisenmarkt: Ein deutlich schwächerer Eurokurs verteuert Sojabohnen am Weltmarkt für hiesige Importeure. Dadurch haben sich die Preise leicht befestigt. Am 30.10.2017 wurde für Sojaschrot mit 44 % Proteinanteil ein Durchschnittspreis von 290 EUR/t gefordert. Für 49er Ware wurden 314 EUR/t genannt. Rapsschrot erzielte zuletzt 179 EUR/t. Es handelt sich jeweils um Preise für Ware zur Lieferung im November.

    Alle Pflanzenölpreise wiesen zuletzt gegenüber Vorwoche eine deutlich festere Tendenz auf. Dabei berichten Marktbeobachter, dass die Handelsaktivitäten am deutschen Markt für Pflanzenöle sehr gering waren. In einigen Bundesländern werden in dieser Woche nicht nur Allerheiligen, sondern auch der einmalige Reformationstag begangenen. Viele Marktteilnehmer haben daher den Brückentag frei genommen und entsprechend gering sind die Geschäftsaktivitäten. Für Sonnenblumenöl fob Rotterdam wurden zuletzt 696 EUR/t genannt und damit 18 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Grund hierfür dürfte der deutlich schwächere Eurokurs sein, der seit der EZB-Sitzung in der vergangenen Woche kräftig verloren hat. Damit werden Waren, die in USD gehandelt und in die EU-28 eingeführt werden, währungsbedingt teurer. Palmöl cif Rotterdam legt ebenfalls kräftig zu und verteuerte sich um 19 auf 638 EUR/t. Treiber sind neben den generell gestiegenen Pflanzenölpreisen auch die, dank höherer Ausfuhren Malaysias, festeren Palmölkurse in Kuala Lumpur.

    Auch Sojaöl hat kräftig zugelegt. Fob Hamburg zogen die Forderungen gegenüber Vorwoche um 17 auf 760 EUR/t an. Ursächlich waren auch hier die Terminmarktnotierungen von Sojaöl in Chicago. Die Kurse legten in den vergangenen Tagen deutlich um 2 % auf ein 6-Wochenhoch zu. Die Nachricht aus der Vorwoche, dass die US-Biodieselmandate unverändert gelassenen werden, geben weiterhin Auftrieb und beflügeln die Fantasie der Anleger. Für Rapsöl fob Hamburg wurden ebenfalls deutlich höhere Preise gefordert. Mit 800 EUR/t wurden zuletzt 25 EUR/t mehr genannt als vor einer Woche. Neben den festeren Terminmarktnotierungen für Raps an der Börse in Paris, könnte dies auch der langerwartete saisontypische Nachfrageanstieg aus der Biodieselindustrie sein, der den Preisauftrieb mit bedingt. Ob sich dahinter ein nachhaltiger Anstieg verbirgt, muss sich in den kommenden Wochen noch zeigen.

    Dateigröße: 44 KDatum: 02.11.2017

  • Marktbericht KW 43


    Der Rapsmarkt wartet nach wie vor auf Kaufimpulse. Diese kommen aber weder von Seiten der Ölmühlen noch aus der Biodieselindustrie. Biodieselproduzenten beklagen eine geringe Marge, da, für die Jahreszeit unüblich, immer noch kaum Rapsmethylester (RME) nachgefragt wird. Das wiederum bedeutet geringe Erlöse mit Rapsöl für die Ölmühlen, die deshalb weniger Raps einkaufen und sich in den zurückliegenden Wochen vor allem mit Importware versorgt haben und den heimischen Rohstoff eher vernachlässigten. Die einen sehen noch kein Ende dieser Situation und erwarten daher vorerst keine steigenden Prämien. Denn zumindest entlang der Rheinschiene zehren die Mühlen wohl noch von Importraps; es soll noch viel Ware aus Frankreich und der Ukraine im Umlauf sein. Händler beziffern den Importanteil an der Verarbeitungsware auf 70 bis 80 %.

    Andere gehen aber davon aus, dass sich das Blatt langsam wenden könnte. Es wird berichtet, dass die Vorräte an Importraps schwinden und letzte freie Mengen lagernder oder schwimmender Importe bald aufgezehrt sein dürften. Mit neuen australischen Rapslieferungen ist zudem frühestens Mitte Januar 2018 zu rechnen. Die hiesige Rapsversorgung der Mühlen könnte somit langsam enger werden und inländischer Raps, der aufgrund schwacher Nachfrage in den zurückliegenden Wochen noch reichlich auf Lager liegt, in den Fokus der Käufer rücken. Für Rapserzeuger und Händler könnte sich die Erlössituation in den kommenden Wochen im Zuge dessen verbessern. Zwar liegen die Prämien weiterhin mehr oder weniger unverändert, doch mit festeren Rapskursen könnte die Abgabebereitschaft aus der Landwirtschaft steigen, zumal das Frühjahr 2018 für Rapsvermarkter hierzulande durchaus problematisch werden könnte. Denn dann werden ungebremst große Mengen günstiges Sojamethylester (SME) aus Argentinien in der EU-28 anlanden, so auch in Deutschland.

    Mineralölkonzerne könnten ab Frühjahr 2018 verstärkt auf die Überseeware zurückgreifen, anstatt RME aus inländischer Produktion zu ordern. Es gibt die Befürchtung, dass SME aus Argentinien deutschem RME den Rang ablaufen wird. Die Marge für die Biodieselproduzenten und somit auch für die vorgelagerten Mühlen und Rapserzeuger wird das nicht verbessern. Die fragliche bis unbefriedigende Erlössituation, die für das kommende Frühjahr zu erwarten ist, könnte die Abgabebereitschaft der Rapsverkäufer in Deutschland in den bevorstehenden Wintermonaten ankurbeln. Mancher wird sich womöglich entscheiden, sich lieber jetzt von seiner Ware zu trennen, bevor im Frühjahr 2018 sowohl Prämien als auch Matif-Raps fallen könnten.

    Die Rapserzeugerpreise bewegen sich nicht von der Stelle. Es fehlen preistreibende Impulse, sodass unverändert 350 EUR/t veranschlagt werden. Der Abstand zur Vorjahreslinie hat sich dadurch allerdings weiter vergrößert. Denn 2016 hatten die Forderungen im Oktober Woche um Woche kräftig angezogen. Der Preisrückstand zum Vorjahr erhöht sich in der aktuellen Kalenderwoche auf 26 EUR/t. Das sind noch einmal 6 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    Die Sojaschrotpreise haben kräftig nachgegeben. Im Bundesdurschnitt lagen die Forderungen für die Ware mit einem Rohproteingehalt von 44 % am 25.10.2017 bei 283 EUR/t. Das sind 14 EUR/t weniger als noch in der Vorwoche. Noch etwas stärker ist der Preisrückgang bei der 48er Ware. Der Durchschnittspreis liegt bei 305 EUR/t, minus 15 EUR/t zur Vorwoche. Ausschlaggebend sind bärische Signale aus Übersee: Die Sojaaussaat in Südamerika geht bislang zügig voran, aus der laufenden US-Ernte werden gute Erträge und Qualitäten gemeldet. Der Erntefortschritt liegt zwar unter Vorjahr aber über dem 5-jährigen Mittel. All das sind Faktoren, die das Bild einer reichlichen Sojaversorgung im Wirtschaftsjahr 2017/18 zeichnen. Bis an den hiesigen Sojaschrotmarkt reicht der Preisdruck und lässt die ohnehin zurückhaltende Mischfutterindustrie in Erwartung weitere Vergünstigungen erst recht abwarten. Auch für Rapsschrot ist das Kaufinteresse sehr gering.

    Die US-Umweltbehörde EPA hat zu Beginn der laufenden Woche bekannt gegeben, dass die US-Biodieselmandate für 2018 nicht verändert werden. Jüngst wurden Biodieselimporte aus Argentinien und Malaysia mit einer Importsteuer von 70 bzw. 51 % belegt, was die Einfuhr nicht mehr wirtschaftlich machen würde. Noch ist das Verfahren nicht abgeschlossen, aber die 1,5 Mio. t Biodiesel, die 2016 in die USA exportiert wurden, dürften wohl nicht mehr erreicht werden. Allerdings ist die US-Sojaölbilanz trotz der üppigen US-Sojaernte sehr eng und ohne Importe dürften die angestrebten Biodieselmandate nicht umzusetzen sein. Besonders kanadischer Canola wird von der Entwicklung profitieren, ob die zur Verfügung stehenden Mengen allerdings ausreichen werden, ist fraglich. Die Sojaölnotierungen in Chicago haben schon auf die politische Entscheidung reagiert und schlossen zuletzt 2,2 % über Vorwochenniveau.

    Am deutschen Kassamarkt sind die Preisbefestigungen noch nicht angekommen. Fob Hamburg wurde Sojaöl zur sofortigen Lieferung mit 733 EUR/t rund 5 EUR/t unter Vorwochenlinie gehandelt. Für Sonnenblumenöl fob Rotterdam werden unverändert 671 EUR/t genannt, von weiterem Erntedruck ist damit nicht mehr auszugehen. Bei einem sehr ruhigen Markt gaben auch die Forderungen für Rapsöl nach. Fob Hamburg mussten Käufer mit 760 EUR/t rund 15 EUR/t weniger bezahlen als in der vergangenen Woche. Grund ist die fehlende Inlandsnachfrage, da die Margen für Biodieselproduzenten und Ölmühlen zu gering ist. Sie kaufen nur kurzfristig geringe Mengen zur prompten Lieferung. Unabhängig davon bleibt abzuwarten, mit welchen Mengen an Biodiesel Argentinien im kommenden Frühjahr auf den europäischen Markt drängt. Die sich daraus ergebende Unsicherheit lähmt den langfristigen Rohstoffbezug von Rapsöl zusätzlich.

    Dateigröße: 48 KDatum: 26.10.2017

  • Marktbericht KW 42


    Die Situation am Rapsmarkt bleibt weiterhin unverändert. Das Erzeugerpreisniveau liegt aus Sicht der Landwirte zu niedrig, sodass das Angebot unverändert dünn ausfällt. Zudem gibt es aber auch keine Nachfrage der Verarbeiter, denn viele Ölmühlen sind vorerst noch gut mit Importware aus dem nahen Ausland versorgt. Ein Zustand der noch bis Mitte November andauern könnte. Dementsprechend haben die Mühlen in Deutschland keinen weiteren Bedarf und heben ihre Prämien nicht an, im Gegenteil, sie haben sie sogar noch zurückgenommen. Grund dafür sind aber auch die nach wie vor fehlenden Impulse aus dem Biodieselsektor. Hier kommen die Umsätze nicht wirklich in Gang und gerade die Nachfrage nach Rapsmethylester bleibt verhalten. Trotz zunehmend drängenden Quotenerfüllung für Biodiesel halten sich die Mineralölkonzerne zurück. Teilweise dürfte dies an einer geringeren Dieselnachfrage liegen.

    Im August 2017 gab es nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft BLE einen Zugang bei den Ölmühlen von 1,11 Mio. t. Ölsaaten in- und ausländischer Provenienz. Davon waren fast 850.000 t Raps und so 12 % weniger als im August 2016. Ähnlich hoch fiel auch die Verarbeitung mit 1,1 Mio. t aus, davon 832.000 t Raps. Das waren 4 % weniger als im Vorjahresmonat. Damit beginnt das laufende Wirtschaftsjahr mit einer kleineren Rapsverarbeitung. Aus Raps wurden im August 352.000 t Öl und 476.000 t Schrot gewonnen. Die Rapsvorräte der Ölmühlen sind ebenfalls gegenüber Vorjahresmonat gesunken. Demgegenüber lagerte bei den Ölmühlen Ende August noch deutlich mehr Rapsöl und unterstreicht damit die schleppende Vermarktung aufgrund der verhaltenen Nachfrage; mit 69.600 t waren es knapp eine Viertel mehr. Demgegenüber war die Höhe der Rapsschrotlagerbestände mit 54.300 nahezu identisch mit dem Vorjahresstand.

    Am Sojaschrotmarkt geht es äußerst ruhig zu. Die zurückgenommene USDA-Ernteschätzung für US-Soja hatte in der vergangenen Woche einen Sprung der Sojakurse in Chicago ausgelöst. Auch an den hiesigen Sojaschrotmarkt hat sich das bullische Signal übertragen. Auf den vorderen Positionen schnellten die Sojaschrotpreise am 13.10.2017 um bis zu 10 EUR/t nach oben. Das hat die Nachfrage komplett auf Eis gelegt. Das hat sich bis jetzt auch so fortgesetzt, denn Mischfutterhersteller verweigern den Preisaufschlag. Was für den Sojaschrotmarkt gilt, lässt sich auch auf den Rapsschrotmarkt übertragen. Auch hier gibt es kaum Kaufinteresse. Lediglich auf späteren Terminen wird vereinzelt Ware geordert. In Magdeburg und Wittenberg ist nun auch wieder vorderes Angebot verfügbar, das aber keine Beachtung findet. Zwar haben sich die Rapsschrotpreise nach der Spitze am vergangenen Freitag wieder etwas abgeschwächt, Käufer werden dadurch aber nicht animiert.

    Am deutschen Pflanzenölmarkt war es in den zurückliegenden Tagen anhaltend ruhig. Seit dem USDABericht vom 12.10.2017 ist kaum etwas am passiert. Marktbeobachter werten die Oktober-Schätzung des US-Agrarministeriums deutlich weniger bullisch, als es die Börsenakteure in Übersee tun. Die USSojaölkurse tendierten fester, denn die Prognose der US-Versorgungsbilanz fiel erneut enger aus. Für weitere Verunsicherung sorgt allerdings die geplante Reduzierung der US-Biodieselmandate, denn nach wie vor ist unklar, in welcher Höhe diese ausfällt. Marktteilnehmer in Europa sehen die festen Kurse aber mit Skepsis und glauben nicht an eine nachhaltige Trendwende der Notierungen, sie erwarten mittelfristig wieder schwächere Tendenzen. Fob Hamburg kam die abrupte Befestigung der US-Sojanotierungen zumindest noch nicht an, Sojaöl zur sofortigen Lieferung gab leicht auf 733 EUR/t und damit 5 EUR/t gegenüber Vorwoche nach. Sonnenblumenöl fob Rotterdam hielt das Vorwochenniveau von 671 EUR/t. Die bald endende EU-Ernte scheint keinen weiteren Druck mehr auszuüben. Der Euro notierte zudem kaum verändert zur Vorwoche und brachte auch keine Impulse in den Handel. Palmöl cif Rotterdam legte hingegen kräftig zu und wurde zuletzt mit 625 EUR/t bewertet, rund 18 EUR/t über der zurückliegenden Woche. Damit spiegelt die Preisentwicklung die festeren Kurse an der Börse in Kuala Lumpur exakt wieder.

    Dateigröße: 44 KDatum: 19.10.2017

  • Marktbericht KW 41


    Die Situation am Rapskassamarkt scheint verfahren. Erzeuger in Deutschland können trotz kleiner Ernte 2017 weiterhin keine höheren Preise erwarten, sodass sie nach wie vor nicht bereit sind zu verkaufen. Mancher rechnet damit, dass auf derzeitigem Preisniveau in diesem Jahr nur noch wenig Geschäft stattfinden wird. Solange keine Verkaufsanreize geschaffen werden, legen viele ihre Ware lieber auf Lager und hoffen auf Preisanstiege im Frühjahr 2018, wenn die Ware knapper und der Bedarf somit drängender wird. Momentan haben die Mühlen keine Not zu kaufen. Das spiegelten die Einkaufspreise für Inlandsraps vom Erzeuger wieder. Gegenüber Vorwoche tendierten sie leicht schwächer: Am 11.10.2017 lagen sie bei 350 EUR/t im Bundesdurchschnitt. Der Preisrückstand zum Vorjahr hat sich damit auf 12 EUR/t vergrößert. Das Problem ist, das von den Rapsnotierungen an der Börse in Paris keine Preisunterstützung ausgeht. Zuletzt sind die Notierungen auf 364 EUR/t zurückgegangen, ein 1-Monatstief. Denn EU-weit kann die Rapsernte 2017 durchaus zufrieden stellen und von den US-Sojakursen kamen eher bärische Impulse, die Raps in Paris nach unten drückten. Damit kann die Preisunterstützung eigentlich nur noch von den Ölmühlen kommen. Diese heben ihre Prämien auf die fallenden Kurse jedoch nicht an, weshalb die Preise fortgesetzt schwächer tendieren. Der Grund sind unverändert die mangelnden Erlöse aus dem Nachproduktverkauf, gerade Rapsöl wird durch die Biodieselindustrie kaum geordert. Deutschen Raps zu crushen, lohnt sich für die Mühlen daher kaum, sie weichen auf Importware als kostengünstige Alternative zu Inlandsraps aus, von der sie noch mindestens bis in den November hinein zehren werden. Eigentlich steht jetzt die Verwendung von Rapsmethylester (RME) bei den Mineralölkonzernen im Vordergrund, geordert wird, wenn überhaupt jedoch Biodiesel aus Altspeisefetten (UCOME) mit besonders hohem THGEinsparpotential. Da viele Beimischer aber noch die diesjährige Quote erfüllen müssen, UCOME begrenzt ist und RME aufgrund seiner hohen Kältetoleranz im Winter bevorzugt wird, könnte sich der Markt im angebrochenen vierten Quartals dieses Jahres bald beleben. Wenn das passiert, dürfte die Rapsölnachfrage anziehen und den Mühlen höhere Erlöse bescheren, die ihrerseits dann mehr Rohstoff ordern dürften. Preisanstiege bis auf die Erzeugebene wären dann noch möglich und könnten das Verkaufsinteresse der Landwirte heben. Für das Frühjahr 2018 stehen dann nämlich auch schon große Mengen Sojamethylester aus Argentinien an den EU-Märkten in den Startlöchern. Das französische Unternehmen Saipol hat darauf bereits reagiert und verkündet, Biodieselproduktion und Raps-Crush zur Jahresmitte 2018 deutlich herunterzufahren. Damit könnten sich die Vermarktungschancen für EU-Rapserzeuger also noch verschlechtern.

    Gerade am Niederrhein gestaltet sich die Vermarktung von Rapsschrot schwierig. Hier ist Importware aus Benelux im Markt, die noch nicht so recht abfließen will. Das drückt die Nachfrage nach heimischer Ware und begrenzt den Preisspielraum der Mühlen nach oben. Am 11.10.2017 wurden im Bundesdurchschnitt 179 EUR/t gefordert, 4 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Von der Mischfutterindustrie kommen allerdings Kaufimpulse auf Positionen bis einschließlich Januar 2018. Am Sojaschrotmarkt geht es derzeit weiterhin eher ruhig zu. Einige Mischfutterhersteller sind jedoch wieder als Käufer von Sojaschrot am Markt aktiv und ordern Ware auf den vorderen Positionen, nicht rege aber durchaus stetig. Zwei große Fragezeichen bei vielen Marktteilnehmern sind aber momentan die Sojaernte in Nordamerika auf der einen und die Sojaaussaat in Südamerika auf der anderen Seite. Die Preise bewegten sich zuletzt auf Vorwochenniveau.

    Die Geschäfte am deutschen Markt für Pflanzenöle verliefen in der vergangenen Woche ausgesprochen schleppend. Nur vereinzelt wurden Abschlüsse getätigt. Die Preise bewegten sich entsprechend kaum. Sojaöl fob Hamburg kostete hingegen mit 738 EUR/t rund 3 EUR/t mehr als vergangene Woche. Der leichte Anstieg rührt von der Befestigung der US-Sojaölkurse, die nach kräftigen Verlusten jüngsten wieder fester schlossen. Für Unsicherheit sorgen weiterhin die bisher nicht näher bezifferte Absenkung der USBiodieselmandate, die für einen deutlichen Nachfragerückgang der US-Biodieselindustrie nach Sojaöl führen könnte. Daher zeigten sich viele Marktteilnehmer zurückhaltend und warten nähere Informationen ab, auch in Bezug auf die kommende USDA-Schätzung für Oktober zum Ende der aktuellen Woche. Das knappe Angebot der Sojaölraffinate zumindest für prompte Lieferung scheint weiter anzuhalten. Für November 2017 fob Rotterdam ist derzeit Ware nur auf Anfrage und wenn mit kräftigem Aufgeld verfügbar. Rapsöl wurde zu unveränderten Preisen gehandelt. Für Oktober wurden fob Hamburg 775 EUR/t genannt. Die Prämie für Rapsölraffinat gab hingegen um 5 auf 40 EUR/t leicht nach.

    Dateigröße: 47 KDatum: 12.10.2017

  • Marktbericht KW 40


    Einen Rapsmarkt scheint es momentan nicht zu geben. Wie sich auch die Kurse in Paris bewegen – ob nach oben oder unten – Käufer und Verkäufer lassen sich nicht animieren. An der grundsätzlichen Einstellung hat sich nichts geändert. Die Ölmühlen zeigen sich bis Jahresende gut versorgt, die Landwirte haben ihre guten Partien eingelagert und sind derzeit mit Feldarbeiten beschäftigt. Die im Zuge schwacher Terminnotierungen zurückgenommenen Rapsgebote bieten zudem keinen Anreiz gerade jetzt zu vermarkten. Sie warten auf preistreibende Signale. Doch die gibt es momentan nicht. Die Pflanzenölpreise tendieren schwächer, so dass die Ölmühlen ihre Prämien aufgrund der geringen Margen nicht erhöhen können. Der Euro hat sich nach der Schwächetendenz und den damit besseren Voraussetzungen für Drittlandsgeschäfte zuletzt wieder stabilisiert und so die Stimmung am Exportmarkt eingetrübt. Die Mineralölkurse wurde zurückgenommen und verschlechtern so die Konkurrenzfähigkeit von Biodiesel und bremsen so die Nachfrage nach Rapsöl zur Biokraftstoffproduktion. Das größte Gewicht hat derzeit der Sojamarkt. Die laufende Ernte in den USA verläuft zwar langsamer als sonst, aber die Aussicht auf eine Rekordmenge begrenzt den Preisspielraum nach oben – auch für Raps. Hierzulande haben sich die Rapspreise kaum bewegt. In Ostdeutschland wurde teils deutlich weniger geboten, so dass im Vergleich zur Vorwoche der Durchschnittspreis auf 350,40 EUR/t etwas abgesenkt wurde.

    Während die Forderungen für Sojaschrot zurückgenommen wurden, hat sich vorderes Rapsschrot im Vergleich zur Vorwoche sogar verteuert und läuft damit den Rapskursen entgegen. Allerdings haben die Lieferpositionen ab November 2017 nachgegeben. Mit 1-2 EUR/t zur Vorwoche aber vergleichsweise moderat, wenn man berücksichtigt, das Raps an der Börse 7 EUR/t verloren hat. War das Kaufinteresse schon in den Vorwochen mit den schwächeren Preisen sehr verhalten, ist es nun bei nahezu unveränderten Forderungen geradezu erlahmt. Außerdem sehen sich die Käufer in der komfortablen Situation, dass vordere Ware günstiger offeriert wird als die Folgetermine. So entsteht kein Handlungsdruck und außerdem wird gehofft, dass sich an dieser Situation auch in den kommenden Wochen nichts ändert.

    Nach einer kurzen Phase der Schwäche hat sich der Eurokurs wieder befestigt und liegt damit sogar über Vorwochenlinie, das vergünstigt etwas die Importe. Die Sojaschrotforderungen hatten in den vergangenen Tagen cif Rotterdam teils kräftig zugelegt, mussten zuletzt aber einen Teil ihrer Gewinne wieder abgeben und folgten damit den US-Sojanotierungen. Importware bleibt damit aber etwas teurer als in der Vorwoche, während Sojaschrot fob deutscher Mühle günstiger verfügbar ist. Es werden 2 EUR/t weniger fob Hamburg verlangt. 44er Ware kostet aktuell 284 EUR/t, 48er um die 306 EUR/t.

    Im Vergleich zur Vorwoche haben sich am niederländischen Pflanzenölmarkt die Forderungen deutlich ermäßigt. So werden für Rapsöl zur Lieferung im November noch 754 EUR/t genannt und so 9 EUR/t weniger als noch vor einer Woche. Die Preisvorstellungen der Käufer liegen bei 742 EUR/t. Damit ist die Differenz unüberwindbar, es kommen keine Umsätze zustande. Demgegenüber haben die Raffinate vergleichsweise wenig im Preis nachgegeben. Sie verzeichnen mit 805 EUR/t ein Minus von 3 EUR/t zur Vorwoche. Das knappe Angebot an Sojaölraffinat kann sich demgegenüber behaupten und kostet unverändert 780 EUR/t. Hier liegt der Aufschlag zum rohen Sojaöl bei 50 EUR/t, während die Prämie bei den Folgeterminen unverändert 45 EUR/t beträgt. Hier ist die Nachfrage ebenfalls weiterhin sehr verhalten. Käufer hoffen auf deutlichere Preisnachlässe im Zuge der laufenden US-Sojaernte.

    Dateigröße: 304 KDatum: 05.10.2017

  • Marktbericht KW 39


    An den Terminbörsen in Chicago schwächeln die Sojanotierungen und auch in Winnipeg ist der Rapskurs leicht zurückgegangen. Aber nicht so die Notierungen in Paris. Der schwache Euro befeuerte die Kurse, die im Vergleich zur Vorwoche um 7,25 EUR/t zulegten. Daran kam auch der Kassamarkt nicht vorbei und obgleich die Ölmühlen an prompter Ware nicht das geringste Interesse zeigen, wurden die Prämien nicht zurückgenommen. Damit zeigen auch die Großhandelspreise zur Vorwoche einen großen Sprung von 13 EUR/t, der aber am Markt wenig Wirkung zeigt, denn Umsätze sind damit nicht verbunden. Ganz konsequent werden an einigen Standorten Gebot für Oktober nicht mehr genannt, für November werden 9 EUR/t mehr geboten als vor einer Woche. Dabei mag auch der festere Rohölkurs eine wichtige Rolle spielen, der die Wettbewerbsfähigkeit von Biodiesel verbessert. So wird aus der Branche von einer etwas lebhafteren Nachfrage nach Rapsöl berichtet. Aber anscheinend reichen diese Impulse nicht aus, den deutschen Rapsmarkt zu beleben. Das könnte auch daran liegen, dass die Erzeuger momentan vorrangig auf den Feldern beschäftigt sind, entweder mit der Maisernte oder mit der Getreideaussaat. Außerdem haben die Erzeugerpreise gegenüber Vorwoche nur um 3,80 EUR/t auf durchschnittlich 350,60 EUR/t zugelegt. Und da die Gebote frei Erfasserlager sich noch immer unter Vorjahreslinie bewegen, sehen sie keine Veranlassung, sich von ihrer eingelagerten Ware zu trennen. Denn eigentlich müssten die Preise ja bei 5 % geringeren Erträgen im Schnitt 5 % über Vorjahr liegen. Bis dato sind es gerade einmal 1,50 EUR/t (0,4 %) mehr.

    Die Lager der Mischfutterhersteller sind gut gefüllt. Vor dem Hintergrund der avisiert üppigen US-Sojaernte bleibt die Versorgung in den kommenden Monaten komfortabel. In Südamerika wird mit einer Ausweitung der Sojabohnenanbaufläche gerechnet. Damit gibt es in naher Zukunft wenig Gründe auf Versorgungsengpässe zu spekulieren. Feste Sojakurse zum Ende der vergangenen Woche haben die Schrotpreise angeschoben. Für 44er Sojaschrot fob Hamburg wurden zuletzt 286 EUR/t, für 49er Ware 308 EUR/t genannt, jeweils 8 EUR/t über Vorwoche. Die Großhandelspreise für Non-GMO-Sojaschrot legten von 11 EUR/t auf 434 EUR/t für 45,5er Ware zu. Rapsschrot leidet weiterhin unter fehlender Nachfrage. Die Versorgung scheint auseichend und wer kurzfristigen Bedarf hat, findet in anderen Proteinträgern preisgünstige Alternativen zu Rapsschrot. Der Großhandelspreis gab entsprechend nach und lag zuletzt bei 176 EUR/t, rund 5 EUR/t weniger als vor sieben Tagen.

    Nach dem in der vergangenen Woche vorderes Sojaöl kräftiges Aufgeld erzielt hatte, sind die Preise wieder deutlich gefallen. Grund waren deutlich schwächere Sojaölkurse in Chicago. Die Notierungen gaben auf Wochensicht um mehr als 4 % nach. Außerdem beruhte der Preissprung am deutschen Kassamarkt auf dem knappen Angebot für prompte Ware, die nun gänzlich ausverkauft ist. In der aktuellen Woche werden für alle Pflanzenöle Preise erst ab Novemberlieferung genannt. Sojaöl fob Rotterdam zur Lieferung im November wird mit 735 EUR/t offeriert und damit auf Vorwochenlinie.

    Rapsöl folgt den festeren Rapskursen der Terminbörse. Der schwächere Euro macht Rapsöl aus dem Euroraum zudem für ausländische Kunden attraktiver. Im Wirtschaftsjahr 2016/17 wurde mit 1,2 Mio. t bereits so viel Rapsöl wie noch nie aus Deutschland exportiert. Derzeit melden sich auch die Biodieselhersteller am Markt zurück, so dass etwas mehr Nachfrage besteht. Fob Hamburg werden aktuell 760 EUR/t fob genannt, das sind 10 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    Dateigröße: 40 KDatum: 28.09.2017