Aktuelle Marktberichte

  • Marktbericht KW 49 / 2018


    Am Rapsmarkt geht es in der ersten Dezemberwoche unverändert ruhig zu. Rapserzeuger sind auf dem aktuellen Preisniveau nicht bereit Ware abzugeben, wegen der kleinen Ernte 2018 und Flächenverkleinerungen für 2019, die die Versorgung noch weiter schrumpfen lassen könnten. Die meisten setzten jetzt bereits auf Preissteigerungen im Übergang auf die Ernte 2019 und werden die Ware vorerst unter Verschluss halten. Allerdings kamen von den Ölmühlen unüblicherweise bislang noch keine Anfragen ex Ernte 2019. Verarbeiter sind bis Jahresende und teilweise auch schon für das erste Quartal 2019 gut gedeckt und müssen zunächst nichts mehr zukaufen, sodass die ihre Prämien unverändert halten. Damit bringen lediglich die auf Wochensicht festeren Rapsterminkurse, die ihrerseits von gestiegenen Sojanotierungen in den USA profitieren, dem Kassamarkt etwas Unterstützung. Doch hinter den genannten Preisen steckt aufgrund der beiderseitigen Zurückhaltung praktisch kein Umsatz, sodass sie als nominell bezeichnet werden können. Bei unverändert ruhigem, umsatzlosen Markt, sind aber zumindest die wieder etwas gestiegenen Rheinpegel eine Nachricht wert. Transporte per Schiff sollen nun bereits wieder eher möglich sein.

    Am Rapsschrotmarkt hat sich die Nachfrage abgekühlt. Mischfutterhersteller sind auf den vorderen Positionen ausreichend versorgt. Ohne Not beobachten sie den Preisverlauf. Da die Tendenz wegen der etwas gestiegenen Wasserpegel auf den Flüssen nun wieder eher nach unten gerichtet ist, warten viele ab und dürften bei gut gefüllten Lagern erst wieder aktiv werden, wenn die Preise wieder anziehen und somit keine weiteren Vergünstigungen mehr zu erwarten sind. Die geringere Nachfrage trifft allerdings auf ein begrenztes Angebot. Marktteilnehmer sprechen von einem Rapsschrotmarkt, der aktuell ohne große Umsätze leicht schwächer gestimmt ist. Mit 244 EUR/t fob wurden im Bundesdurchschnitt zuletzt 3 EUR/t weniger verlangt als in der Vorwoche. Am Sojaschrotmarkt bleiben die Umsätze dem Vernehmen nach ruhig aber stetig, zu etwas festeren Preisen. Sojaschrot mit 44 % ProFett-Gehalt hat sich auf Wochensicht um 6 auf 312 EUR/t, 49er Ware um 6 auf 336 EUR/t verteuert.

    Die Rapsölpreise tendieren fester, mit 745 EUR/t fob Hamburg wurden zuletzt 5 EUR/t mehr als in der Vorwoche verlangt. Das geht auf die Zuversicht von Marktteilnehmern zurück, dass die EU-28 Anti-Dumping-Zölle, die sie im vergangenen Jahr abgeschafft hatte, 2019 wieder einführen könnte. Das würde den Zustrom von Biodiesel aus Indonesien bzw. Argentinien bremsen und könnte heimischem Rapsöl wieder bessere Absatzchancen an die Biodieselindustrie bescheren bzw. dessen Einsatz im Biodiesel steigen lassen, so zumindest die Hoffnung. Auch die zuletzt noch einmal belebte Nachfrage der Mineralölkonzerne für Rapsmethylester zur sofortigen Lieferung wirkte sich preistreibend auf Rapsöl aus. Sojaöl zeigt sich mit 640 EUR/t im Preis unverändert zur Vorwoche. Bullische Impulse vom Terminmarkt in Chicago, wo die Sojaölkurse von festeren Sojabohnenkursen mit nach oben gezogen werden, verfehlen ihre Wirkung am hiesigen Kassamarkt. Die US-Notierungen profitieren derzeit von einem „Waffenstillstand“ zwischen den USA und China und der Möglichkeit einer schrittweisen Entspannung im Handelskonflikt zwischen den beiden Nationen.

    Dateigröße: 89 KDatum: 10.12.2018

  • Marktbericht KW 48 / 2018


    Schwache Sojanotierungen in den USA ziehen die Rapsterminkurse in Paris mit nach unten. Dieser Rückgang wiederum geht auch am hiesigen Kassamarkt nicht vorüber, denn die Ölmühlen heben ihre Prämien nicht an, weil sie auf den vorderen Positionen gut gedeckt sind. Zusätzlich bremst nach wie vor die Logistik das Geschäft. Kleinwasser verzögert die Lieferungen von Raps und Nachprodukten und hat kräftige Aufgelder zur Folge, die aber kaum einer zahlen will. Rapserzeuger halten sich unterdessen weiterhin zurück, aus deren Sicht müssten die Preise angesichts kleiner Rapsernte 2018 und geringer Aussaat für 2019 wesentlich höher liegen. Doch da spielen weder der Terminmarkt, noch die Ölmühlen mit. Letztere haben entweder auf Sojaverarbeitung umgestellt oder sind bis auf Weiteres gut gedeckt oder vermarkten weniger Rapsöl an die Biodieselindustrie und benötigen deshalb ihrerseits weniger Rohstoff. Erzeuger jedenfalls sehen keinen Grund zur Vermarktung von Raps aus der Ernte 2018 und werden die Ware teilweise bis kurz vor der Ernte 2019 zurückhalten um dann, so deren Hoffnung, höhere Forderungen durchzusetzen. Bis Jahresende sind keine großartigen Bewegungen von Ware aufgrund des Niedrigwassers, geschweige denn Neugeschäfte zu erwarten. Mit den näher rückenden Feiertagen beruhigt sich der ohnehin bereits träge Rapsmarkt noch zusätzlich. Auffällig ist, dass Ölmühlen bislang noch so gut wie gar keine Anfragen ex Ernte 2019 gestellt haben. Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise werden zu dieser Jahreszeit bereits erste Mengen zumindest besprochen. Grund für die Zurückhaltung könnten gleich mehrere große Unsicherheitsfaktoren sein: Die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China, der die Sojanotierungen mal in die Höhe katapultiert, mal zu Boden drückt, und Rapskurse, die diese Bewegungen zumindest teilweise nachvollziehen. Und auch die schwierige Vermarktung von Rapsöl an die Biodieselindustrie und der Flächenrückgang für Raps in Deutschland verunsichern. Die Rapserzeugerpreise wurden im Bundesdurchschnitt zuletzt bei 358 EUR/t und damit 1 EUR/t unter Vorwoche festgestellt. Die Vorkontraktpreise sind eher nominell, da noch kaum Anfragen eingehen, geschweige denn Abschlüsse getätigt werden und liegen wie in der Vorwoche bei 349 EUR/t im Bundesmittel.

    Der Rapsschrotmarkt hat sich belebt, die vorderen Termine seien regelrecht unter Feuer, heißt es aus dem Markt. Von eine stetigen bis regen Nachfrage aus der Mischfutterindustrie wird berichtet, während das Angebot zugleich begrenzt ist, wegen logistischer Probleme aufgrund niedriger Flusspegel, aber auch weil die meisten Ölmühlen fast leegekauft sind, sodass sich Ware häufig nur noch aus Zweithand mobilisieren lässt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine belebte Nachfrage kaum Angebot findet, was die Preise zuletzt aber noch nicht hat steigen lassen. am 27.11.2018 wurden Im Bundesmittel 247 EUR/t festgestellt, womit die Vorwochenlinie knapp um 1 EUR/t verfehlt wurde. Am Sojaschrotmarkt sind die Umsätze nach wie vor stetig. Das sorgt für relativ stabile Preise. Mit 330 EUR/t für Sojaschrot mit 49 % ProFett-Gehalt und 306 EUR/t für die 44er Ware wurden die Forderungen jeweils nur um 1 EUR/t gegenüber der Vorwoche zurückgenommen.

    Die Forderungen für Rapsöl wurden zurückgenommen. Zuletzt wurden mit 740 EUR/t fob Hamburg 7 EUR/t weniger verlangt als in der Vorwoche. Grund sind schwächere Rapsterminkurse in Paris sowie die zurückhaltende Nachfrage aus der Biodieselindustrie. Marktteilnehmer berichten, dass sich die Mineralölkonzerne im September und Oktober dieses Jahres mit Biodiesel eingedeckt haben, was die Preise in die Höhe getrieben hat. Zudem gibt es Preisaufschläge aufgrund logistischer Probleme wegen Niedrigwasser. Die bereits gute Abdeckung bis Jahresende und das hohe Preisniveau haben die Nachfrage ausgebremst und bis Jahresende dürfte wohl auch nicht mehr viel passieren, mit einer weiteren Kaufwelle ist jedenfalls nicht zu rechnen. Viele Biodieselhersteller werden deshalb wohl keine ergänzenden Mengen Rapsöl mehr zukaufen müssen. Während Rapsöl keine Unterstützung findet, weder am Kassa- noch am Terminmarkt, wurden die Forderungen für Sojaöl kräftig um 40 auf 640 EUR/t fob Hamburg angehoben.

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    Dateigröße: 89 KDatum: 03.12.2018

  • Marktbericht KW 47 / 2018


    Zum Wochenauftakt wurden am Rapsmarkt in Deutschland einige Geschäfte abgeschlossen, denn die Ölmühlen schafften mit höheren Prämien auf rückläufige Terminkurse Verkaufsanreize für Rapsanbieter. Allerdings war die Marktbelebung nur von kurzer Dauer. Es scheint, dass lediglich einzelne Mühlen noch kleinere Lücken auf den vorderen Positionen zu stopfen hatten, aber das ist nun erfolgt. Die Bereitschaft, weiter so tief in die Tasche zu greifen, sinkt mit der nun besseren Versorgungslage wieder. Bestenfalls werden die Verarbeiter ihre Prämien unverändert halten, aber sollten die Terminkurse in Paris, mit Druck durch den festeren Euro und schwächere US-Sojakurse weiter nachgeben, würde das den Preisrückgang am Kassamarkt nicht verhindern können. Kommen keine preistreibenden Impulse von Terminmarkt ist ein Abkühlen der Verkaufsbereitschaft bei hiesigen Rapsanbietern schon absehbar. Ende November scheint die Versorgung bei den Ölmühlen gut ausreichend zu sein und auch für das erste Quartals 2019 sind viele bereits gut gedeckt. Rapserzeuger halten sich zurück, sie wittern Absatzchancen im zweiten Quartal 2019, wo die Versorgung der Ölmühlen noch lückig ist. Doch auch für diesen Vermarktungszeitraum werden sie nichts überstürzen. Denn schon jetzt wird rege auf Preissteigerungen im Übergang auf die Ernte 2019 spekuliert. Die kleine deutsche Rapsernte 2018, Ertragseinbußen in Australien, das im Wirtschaftsjahr 2017/18 einige Mengen Raps nach Deutschland lieferte und so die knappe Versorgung hierzulande ergänzte, sowie nicht zuletzt die problematische Winterrapsaussaat in Deutschland und Frankreich, der entsprechend hohe Flächenkürzungen folgten, schüren die Hoffnung, im Übergang auf die neue Ernte höhere Forderungen gegenüber den Verarbeitern durchsetzen zu können. Bis Jahresende ist nicht mehr mit einer Belebung des Rapsmarktes zu rechnen. Aber auch im neuen Jahr, wenn die Geschäftsbücher wieder aufgeschlagen werden, könnte es zunächst noch verhalten weitergehen, weil die Versorgung der Mühlen vorerst ausreichend sein dürfte, während sich die Erzeuger aufgrund höherer Preisvorstellungen vom Markt fernhalten. Die Rapserzeugerpreise wurden zuletzt bei 359 EUR/t im Bundesdurchschnitt festgestellt, das waren 3 EUR/t weniger als in der Vorwoche.

    Am Sojaschrotmarkt in Deutschland ist die Lage ruhig und abwartend. Viele Käufer sind verunsichert im Hinblick auf die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China. Trotzdem wird von stetigen Anfragen und gelegentlichen Umsätzen berichtet, während sich zur gleichen Zeit des Vorjahres fast überhaupt keine Ware bewegen ließ. Die Preise für Sojaschrot mit einem ProFett-Gehalt von 49 % wurden zuletzt bei 331 EUR/t und damit 3 EUR/t unter Vorwoche festgestellt. Für 44er Ware werden zurzeit 307 EUR/t und damit 2 EUR/t weniger als in der Vorwoche verlangt. Für Rapsschrot hat sich die Marktlage im Prinzip nicht geändert, was sich in auf Wochensicht unveränderten Preisen von im Schnitt 248 EUR/t äußert. Käufer sind wegen der niedrigen Flusspegel und hoher Frachtkosten weiterhin kaum aktiv, währen das Angebot der Ölmühlen zugleich nicht drängend ist.

    Angeführt von deutlich schwächeren Palm- und Sojaölpreisen wurden zuletzt auch die Forderungen für Raps- und Sonnenblumenöl gekürzt. Wegen der Aussicht auf eine überreichliche Sojaversorgung im Wirtschaftsjahr 2018/19 stehen die US-Sojabohnenkurse unter erheblichem Druck und auch die Nachprodukte tendieren schwächer. Sojaöl an der Börse in Chicago rutschte zuletzt auf ein 2-Monatstief. Die Schwächetendenz hat sich nun auch auf den hiesigen Kassamarkt übertragen, zumal stützende Nachfrage aus der Biodieselindustrie für Soja- und Palmöl derzeit fehlt und diese auch erst im Frühjahr 2019 wieder langsam in Gang kommen dürfte. Die Forderungen für Sojaöl wurden daher zuletzt um satte 63 auf 600 EUR/t fob Hamburg gekürzt, das schwächste Niveau seit April 2009. In diesem bärischen Umfeld haben auch die Rapsölpreise nachgegeben, auch wenn der Rückgang vergleichsweise gering war. Sie wurden zuletzt bei 747 EUR/t fob Hamburg und damit 13 EUR/t unter Vorwochenlinie festgestellt. Fehlende Impulse aus der Biodieselmarkt – die Nachfrage ist abwartend – erzeugen Preisdruck.

    © AMI GmbH 2018

    Dateigröße: 89 KDatum: 22.11.2018

  • Marktbericht KW 46 / 2018


    Am Rapsmarkt geht es weiterhin ruhig zu, da beide Seiten nur bedingt zu Zugeständnissen bereit sind. Die Ölmühlen zahlen Preise bis maximal 393 EUR/t, Abgeber wollen aber mindestens 395 EUR/t für ihre Ware haben. Auf den vorderen Positionen sind die meisten Verarbeitern aber ohnehin gut gedeckt, sodass allenfalls noch kleinere Lücken zu stopfen sind. Die meiste Ölmühlen konzentrieren sich nun auf Termine im neuen Jahr. Die niedrigen Flusspegel sind weiterhin ein Problem. Der Transport per Schiff ist oft nicht oder nur teilweise beladen möglich und es werden deutliche Frachtaufschläge erhoben. Vor allem entlang der Rheinschiene könnte sich die Situation noch bis ins Frühjahr hinziehen, da sich der Rhein aus dem Bodensee speist, dessen Hauptwasserzufuhr die Schneeschmelze ist. Die Rapserzeugerpreise profitieren von der Kleinwasserproblematik und den auf Wochensicht festeren Vorgaben aus Paris. Sie wurden zuletzt bei 362 EUR/t im Bundesdurchschnitt und damit 2 EUR/t über Vorwochenlinie festgestellt.

    Am Rapsschrotmarkt geht es äußerst ruhig zu. Dem Vernehmen nach, sind in der aktuellen Handelswoche so gut wie keine Käufer aktiv. Es wird allenfalls vereinzelt eine LKW-Ladung angefragt, die dann aber mit kräftigen Preisaufschlägen aufgrund logistischer Probleme versehen wird. Denn auch am Rapsschrotmarkt ist die prekäre Lage auf den Flüssen spürbar. Es heißt, dass die Ölmühlen aber durchaus noch einige Partien vorrätig haben. Wegen gut gedeckter Mischfutterhersteller und der fortwährenden Logistikprobleme könnte die Ware aber noch einige Wochen im Lager schlummern. Bis Jahresende wird sich an der ruhigen Marktlage kaum etwas ändern. Rapsschrot zu sofortigen Lieferung kostete zuletzt 248 EUR/t im Bundesdurchschnitt und damit 16 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Auch Sojaschrot wird derzeit kaum umgesetzt. Marktteilnehmer berichten von einem impulsarmen Handel und Käufern die vor allem eines tun – abwarten. Dabei ist es die Kombination aus gut gefüllten Mischfutterlagern und der Spekulation auf Preisnachlässe für Sojaschrot in den Monaten nach Abschluss der US-Sojaernte.

    Die Rapsölpreise tendieren leicht fester, mit 760 EUR/t fob Hamburg wurden zuletzt 2 EUR/t mehr gefordert als in der Vorwoche. Stabilisierend auf die Preise für Raps und Nachprodukte bis hin zum Biodiesel wirken sich nach wie vor niedrige Flusspegel aus, die den Transport erschweren und verteuern. Die Rapsölpreise profitieren neben logistischen Problemen von festeren Vorgaben aus Paris, wo die Terminkurse auf Wochensicht um 5 auf 380 EUR/t zulegten. Einen deutlichen Preissprung legten die Sojaölpreise hin. Zuletzt wurden 663 EUR/t fob Hamburg genannt und damit 15 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

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    Dateigröße: 86 KDatum: 15.11.2018

  • Marktbericht KW 45 / 2018


    Am Rapskassamarkt geht es weiterhin ruhig zu. Einerseits sind die Ölmühlen bis Jahresende weitgehend gedeckt, andererseits konzentrieren sich die Erzeuger bereits auf Termine im neuen Jahr, warten auf Preissteigerungen und halten die Ware zurück. Auch die logistischen Probleme bestehen fort. Kleinwasser erschwert den Transport von Raps und Nachprodukten. Schiffe können teilweise nur zu einem Viertel beladen werden, es kommt zu Lieferverzögerungen und es werden hohe Frachtaufschläge erhoben. Jüngst war allerdings von der einen oder anderen Kaufanfrage von Ölmühlen auf Lieferterminen bis Jahresende zu hören. Marktteilnehmer berichten, dass immer wieder mal Anfragen eingehen. Verarbeiter, die noch nachkaufen müssen, heben ihre Prämien an, um den wenig am Handel interessierten Anbietern Verkaufsanreize zu setzen. Die Zurückhaltung auf beiden Seiten des Rapsmarktes hält die Erzeugerpreise eine weitere Woche stabil auf 360 EUR/t im Bundesmittel.

    Die Lage am Sojaschrotmarkt ist unverändert ruhig. Mischfutterhersteller halten sich mit Käufen zurück, fast alle beobachten die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China, der für Verunsicherung und Zurückhaltung sorgt. Jüngst war zu hören, dass, wenn der Konflikt nicht beigelegt werden sollte, China seinen Bedarf durchaus über alternative Herkünfte decken könnte. Dann müssten sich die USA ihrerseits nach neuen Absatzmärkten umsehen und würden diese auch in Europa suchen. Angebotsdruck aus den USA am hiesigen Markt wäre also denkbar und das würde Preisschwäche bedeuten. Mit 332 EUR/t für 49er Sojaschrot und 307 EUR/t für 44er Ware lagen die Preise zuletzt 1 EUR/t unter Vorwochenlinie. Am Rapsschrotmarkt bleibt die Lage ebenfalls ruhig. Vordere Ware ist zwar knapp verfügbar, aber gleichzeitig ist das Interesse aus der Mischfutterindustrie sehr gering. Da die meisten bereits vor Wochen langfristig vorgesorgt haben, ordert jetzt kaum noch jemand nach, zumal Kleinwasser die Lieferungen verteuert. Mit 232 EUR/t hat sich Rapsschrot im Bundesdurchschnitt um 3 EUR/t gegenüber Vorwoche vergünstigt.

    Die Rapsölpreise haben sich stabilisiert, mit 758 EUR/t fob Hamburg wurden sie jüngst 1 EUR/t über Vorwochenlinie festgestellt. Der Markt wartet auf Impulse, doch die Rapsterminkurse in Paris beendeten den Handel mit 374 EUR/t zuletzt unverändert zur Vorwoche und vom Biodieselmarkt gibt es auch nichts Neues. Dort hatten sich die Umsätze mit kräftig steigenden Preisen bereits vor zwei Woche abgekühlt und noch immer warten die Käufer ab, vor allem das Termingeschäft ruht. Die niedrigen Pegelstände sind nach wie vor ein Problem, da sie für Lieferverzögerungen sorgen und den Transport verteuern, was die Preise für Raps-Rohstoff und Nachprodukte zwar tendenziell stützt, die Nachfrage allerdings belastet. Am deutschen Rapsölmarkt geht es in der Berichtswoche daher ruhig zu. Deutlichere Preisbewegung gibt es beim Sojaöl, das zuletzt mit 648 EUR/t fob Hamburg rund 8 EUR/t über Vorwoche bewertet wurde. Darin dürften sich vor allem die zu Monatsbeginn sprunghaft gestiegenen Sojakurse in den USA widerspiegeln. Entspannungssignale hatten diese nach oben getrieben und auch die Notierungen für die Nachprodukte Sojaöl und -schrot legten zu. Der Kursauftrieb ging dann auch am hiesigen Kassamarkt nicht vorüber.

    © AMI GmbH 2018

    Dateigröße: 86 KDatum: 08.11.2018

  • Marktbericht KW 44 / 2018


    Am Rapskassamarkt geht es derzeit ruhig zu. Erzeuger halten sich zurück und spekulieren, wie in jedem Jahr, auf Preissteigerungen im Übergang auf die neue Ernte. Dann könnte die Versorgung bei der einen oder anderen Ölmühle möglicherweise lückig werden, sodass kurzfristig sogenannter Anschlussbedarf entstehen könnte. Das würde Rapserzeuger dann in eine günstige Verhandlungsposition bringen. 2018 war das allerdings nicht der Fall gewesen, die erhofften Preisaufschläge blieben aus. 2019 könnte das anders werden, schließlich war die deutsche Rapsernte in diesem Jahr klein ausgefallen und auch in anderen Teilen der Welt werden die Ergebnisse wohl nicht überzeugen können. So zum Beispiel in Australien, das im Frühjahr 2018 noch für die eine oder andere größere Rapslieferung nach Deutschland gut war. Auf der anderen Seite gibt es Ölmühlen, die wegen unbefriedigender Marge von Rapsauf Sojabohnenverarbeitung umgestellt haben. Ob sich im zweiten Quartal 2019 Versorgunglücken auftun werden und Rapserzeuger in Deutschland davon profitieren können, ist noch nicht abzusehen. Bis Jahresende ist jedenfalls nicht mehr mit einer nennenswerten Belebung des Rapsmarktes zu rechnen. Von den Ölmühlen kamen zuletzt keine Impulse. Die meisten Verarbeiter sind gut versorgt und müssen vorerst nichts mehr kaufen. Rapserzeuger warten auf steigende, die Mühlen auf sinkende Preise, da kommt nicht viel Umsatz zustande. Das liegt aber auch an der anhaltenden Kleinwasserproblematik. Trotz Regen bleiben die Pegelstände zu niedrig, sodass Raps nicht oder nur mit kräftigen Frachtaufschlägen transportiert werden kann und auch LKW-Raum ist knapp und teuer. Die Biodieselnachfrage scheint sich durch die kräftigen Preisaufschläge der vergangenen Wochen beruhigt zu haben, dem Rohstoffmarkt bringt sie also vorerst keine Unterstützung mehr.

    Am Rapsschrotmarkt wird seit zwei Wochen kaum noch etwas umgesetzt. Auf der einen Seite stehen Mischfutterbetriebe, die in der Mehrzahl bereits langfristig mit Proteinkomponenten gedeckt sind und deshalb vorerst nichts mehr kaufen müssen. Auf der anderen Seite ist das Angebot der Ölmühlen auf den vorderen Terminen alles andere als reichlich. Mancherorts ist Rapsschrot nur knapp verfügbar oder kann wegen der niedrigen Pegelstände nicht oder nur mit erheblichen Aufschlägen transportiert werden. Die hohen Transportkosten fördern die Zurückhaltung der Mischfutterbetriebe noch zusätzlich. Auch am Sojaschrotmarkt geht es fortgesetzt ruhig zu. Vereinzelt werden zwar Geschäfte abgeschlossen, aber dabei handelt es sich ausschließlich um Kleinstmengen für den prompten Bedarf. Größere Käufe werden nicht getätigt, denn die meisten Mischfutterhersteller sind bereits gut gedeckt und warten auf Preisnachlässe.

    Rapsöl kann das hohe Preisniveau nicht halten. Mit 757 EUR/t fob Hamburg werden gegenüber der Vorwoche 8 EUR/t weniger gefordert. Grund dürfte die geringere Nachfrage aus der Biodieselindustrie sein, denn das Kaufinteresse für Rapsmethylester soll sich nach Angaben von Marktbeteiligten abgekühlt haben. Der Markt sei heiß gelaufen und die Forderungen für Biodiesel mittlerweile so hoch, dass sich die meisten Käufer zurückhalten und auf Preisnachlässe warten – spätestens, wenn die Pegelstände der Flüsse wieder steigen, könnte dies eintreffen. Auch die Sojaölpreise tendieren auf Wochensicht schwächer, die Forderungen wurden um 10 auf 640 EUR/t fob Hamburg gekürzt. Dabei machen sich vor allem der schwächere US-Terminmarkt bemerkbar. Angeführt von der Bohne hat auch Sojaöl an der Chicagoer Börse an Wert verloren – seit nunmehr 5 Handelstagen sind die Notierungen rückläufig und schlossen zuletzt 4,3 % unter Vorwochenlinie. Diesem Abwärtstrend kann sich Sojaöl am hiesigen Kassamarkt nicht entziehen.

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    Dateigröße: 89 KDatum: 31.10.2018

  • Marktbericht KW 43 / 2018


    Die Rapsterminkurse in Paris zeigen sich derzeit unentschlossen, richtungsweisende Impulse fehlen. Zuletzt notierte der Fronttermin bei 371,75 EUR/t und damit nur knapp über Vorwochenlinie. Dem deutschen Rapskassamarkt gibt die Kursentwicklung in Paris damit keine neuen Impulse. Doch auch sonst geht es ruhig zu, umgesetzt wird nur wenig. Nach wie vor sind die Pegelstände niedrig und die Rapslieferungen über den Wasserweg entsprechend eingeschränkt. LKW-Raum ist indes knapp und teuer. Die Frachtkosten haben sich wohl verdrei- oder sogar vervierfacht, das lähmt die Umsätze am Kassamarkt. Die meisten Käufer warten ab und hoffen auf eine spürbare Entspannung der Situation ab Mitte November. Gleichzeitig herrscht auf der Angebotsseite aber auch kein Verkaufsdruck, denn es wurden bereits einige Kontrakte geschlossen, sodass nun keine Eile besteht. Die Ölmühlen in Deutschland sind bis Jahresende gedeckt und auch für das erste Quartal 2019 ist die Versorgung bei den meisten schon recht gut. Große Lücken gibt es aber noch im zweiten Quartal 2019. Wie üblich spekulieren Abgeber hier noch auf deutliche Preissteigerungen.

    Die Lage am Sojaschrotmarkt in Deutschland ist seit Wochen im Prinzip unverändert. Ohne orientieren sich die Preise fast ausschließlich an den Vorgaben aus Chicago. Aus der Mischfutterindustrie kamen zuletzt keine entscheidenden Impulse. Gekauft wird lediglich von der Hand in den Mund, also nur kleine Mengen für den vorderen Bedarf. Marktteilnehmern zufolge ist das nun schon seit Monaten die Situation am Markt. Viele Käufer dürften sich derzeit vor allem aus bereits langfristig abgesichert und müssen nun erst einmal nichts mehr zukaufen oder aber sie warten auf Preisnachlässe. Die Rapsschrotpreise in Deutschland tendieren ebenfalls schwächer. Zuletzt wurden 235 EUR/t im Bundesdurchschnitt genannt, was einem Rückgang von 7 EUR/t zur Vorwoche entspricht. Ein Stück weit orientiert sich Rapsschrot am Preisverlauf für Sojaschrot, unentschlossen Rapsterminkurse liefern ebenfalls keine Unterstützung.

    Die Rapsölpreise tendieren wieder fester. Mit 765 EUR/t fob Hamburg wurden zuletzt wieder 5 EUR/t mehr gefordert als eine Woche zuvor und damit wieder so viel wie vor zwei Wochen. Nach wie vor profitieren die Rapsölpreise von der regen Biodieselnachfrage. Auch wenn die Umsätze zuletzt ins Stocken gerieten, ist das Kaufinteresse der Beimischer für winterfesten Biodiesel (Rapsmethylester) ungebrochen, sodass stetig kleinere Mengen geordert werden und es dürften bis Jahresende noch so einige Lücken zu füllen sein. Von der stetigen bis regen Biodieselnachfrage profitiert auch das Rapsöl, das als Rohstoff für die Herstellung von Rapsmethylester eingesetzt wird. Auf der Angebotsseite sind es nach wie vor die niedrigen Pegelstände auf den Wasserwegen, die den Transport einschränken bis teilweise unmöglich machen. Raps und Nachprodukte können häufig nicht über die Flüsse geliefert werden, aber für den Transport per LKW werden teils hohe Frachtkosten erhoben, zumal entsprechende Transportkapazitäten mittlerweile sehr begrenzt sein sollen. All das bringt dem Rohstoff Raps und den Nachprodukten Schrot und Öl preisliche Unterstützung. Während Rapsöl wieder fester tendiert, sind die Sojaölpreise unter Druck geraten. Auf Wochensicht hat Sojaöl 15 EUR/t an Wert verloren, zuletzt wurde ein Großhandelspreis fob Hamburg von 650 EUR/t festgestellt.

    Dateigröße: 87 KDatum: 25.10.2018

  • Marktbericht KW 42 / 2018


    Am deutschen Rapskassamarkt geht es derzeit ruhig zu. Erzeuger halten sich mit weiteren Verkäufen zurück, sie setzten auf preistreibende Impulse vom Terminmarkt. Denn der italienische Haushaltsentwurf könnte für Tumult sorgen und den Euro unter Druck setzen, vermuten viele. Das wiederum könnte dann die Rapsnotierungen in Paris nach oben treiben und würde sich wohl auch am Kassamarkt bemerkbar machen. Die Aussicht auf Preissteigerungen lässt die meisten Anbieter vorerst abwarten, zumal die diesjährige Rapsernte überschaubar war – Verkaufsdruck herrscht nicht. Grundsätzlich ist der Rapsmarkt derzeit eher bullisch gestimmt. Das geht zum einen auf die kleine Rapsernte 2018 in Kombination mit Niedrigwasser und entsprechenden Lieferverzögerungen zurück. Zum anderen kommt nach wie vor Unterstützung für den Rohstoff Raps aus dem Ölmarkt. Rapsöl ist seitens der Biodieselindustrie gefragt, denn viele Beimischer suchen jetzt dringend Rapsmethylester, um die Biodieselquote bis Jahresende zu erfüllen.

    Nach wochenlanger Lethargie hat sich der Rapsschrotmarkt belebt. So gab es zuletzt die eine oder andere Kaufanfrage und die Preise tendierten fester. Unterstützung lieferten auch die Rapsterminkurse in Paris, die jüngst ins Plus drehten und nach Einschätzung von Marktteilnehmern weiter zulegen könnten. Wessen Versorgung bis Jahresende noch Lücken aufweist, nutzt die Gelegenheit sie jetzt zu füllen, bevor die Preise, getrieben von den Vorgaben aus Paris, weiter anziehen. Zuletzt wurden für Rapsschrot 242 EUR/t im Bundesdurschnitt verlangt, das waren 4 EUR/t mehr als eine Woche zuvor und zugleich das höchste Preisniveau seit fast fünf Wochen. Die Sojaschrotpreise tendierten zuletzt wieder fester. 49er Sojaschrot erreichte 340 EUR/t, während für 44er Ware 315 EUR/t festgestellt wurden. Für beide Qualitäten entspricht das einer Preisbefestigung von 1 EUR/t gegenüber der Vorwoche. Dass die Forderungen jüngst wieder angehoben wurden, geht vor allem auf die Vorgaben aus Chicago zurück. Dort waren die Sojaschrotkurse zum Wochenauftakt sprunghaft gestiegen. Mit leichter Verzögerung erreichte dieser bullische Impuls den hiesigen Kassamarkt.

    Die Rapsölpreise tendieren schwächer. Zuletzt wurden 760 EUR/t fob Hamburg genannt und damit 5 EUR/t weniger als in der Woche zuvor, obwohl das Marktumfeld eigentlich bullisch ist. Denn die Biodieselnachfrage ist ungebrochen hoch. Dem Vernehmen nach kaufen Beimischer von vorne her alles an Rapsmethylester auf, was sie finden können. Gleichzeitig ist die Rohstoffversorgung knapp und es kommt zu Lieferverzögerungen über die Wasserwege. Die Biodieselpreise hält das auf hohem Niveau und könnte auch den Rapsölpreisen in den kommenden Wochen wieder Unterstützung bringen, denn ein Abebben der Kaufwelle ist noch nicht in Sicht. Auch dem Rohstoff Raps könnte der brummende Biodieselmarkt im Oktober Unterstützung bringen. Die Sojaölpreise wurden zuletzt bei 665 EUR/t fob Hamburg festgestellt und damit 5 EUR/t unter Vorwochenlinie. Feste Sojakurse in Chicago brachten den Preisen keine Unterstützung.

    Dateigröße: 87 KDatum: 18.10.2018

  • Marktbericht KW 41 / 2018


    Am Rapsmarkt gibt es keine Abgabebereitschaft der Landwirte, keinen Bedarf der Ölmühlen, dazu noch Niedrigwasser: der Handel verschiebt auf vorderen Terminen nur Importware und ab 2019 passiert gar nichts mehr. Noch ist es aber nicht ganz hoffnungslos, doch die Perspektiven fehlen. Momentan verzeichnen einzelne Ölmühlen noch etwas Ölgeschäft, so das im Gegenzug Raps gekauft wird, aber insgesamt sind die Verarbeiter gut gedeckt. Die Ölmühle Hamburg ordert ohnehin nur noch Importware und dann auch zumeist Sojabohnen, damit sind die Verarbeitungsmargen besser. Das Ölgeschäft läuft, weil die Biodieselnachfrage weiterhin entflammt ist, aber es zeichnet sich bereits Abkühlung ab. Schon für November wird mit geringerer Nachfrage nach Biokraftstoff gerechnet. Erzeuger hoffen daher, dass sich über den Jahreswechsel eine erneute Hausse entwickeln wird und halten daher ihren Raps zurück. Aus ihrer Sicht ist der ohnehin unterbewertet, nicht nur das Ertragsdefizit in diesem Jahr wird kompensiert, auch die fehlenden Flächen zur kommenden Ernte werden in der Kalkulation nicht berücksichtigt. Da sorgt die momentane Schwächephase in Paris für eine Abkehr der Erzeuger vom Markt.

    Anfänglich bremste der Preisanstieg das Kaufinteresse für Ölschrote, zuletzt der bevorstehende USDA-Bericht. Ohnehin ist die Nachfrage der Mischfutterhersteller überschaubar und auf Liefertermine 2018 konzentriert. Der Handel mit Rapsschrot läuft ruhig. Es werden vor allem auf Terminen 2018 einzelne Lieferungen umgesetzt, wobei Anfang der Woche noch höhere Forderungen durchgesetzt werden konnten. Demgegenüber fehlt es im 1. Quartal 2019 an Käufern. Im Wochenvergleich verzeichneten die Preise einen moderaten Anstieg um 1 EUR/t auf 238 EUR/t, denn zuletzt mussten mit den schwächeren Rohstoffnotierungen und der sich abschwächenden Nachfrage die Rapsschrotforderungen wieder zurückgenommen werden. Die Kursschwäche am Dienstag in Chicago hat den Kassapreisen in Deutschland insgesamt einen Dämpfer verpasst und mit dem bevorstehenden USDA-Bericht am Donnerstagabend bremst der Handel ohnehin sein Tempo, immerhin wird von einer höheren US-Sojaschätzung und damit einhergehender Kursschwäche gerechnet. Da werden vorher keine größeren Abschlüsse mehr getätigt. Während die Großhandelspreise für GVO-Sojaschrot in den vergangenen Tagen stetig aufwärts tendierten, zeigen sich die Forderungen für Non-GVO-Sojaschrot vergleichsweise stabil.

    Die Rapsölpreise tendieren anhaltend fest. Die rege Nachfrage auf vorderen Positionen, aber vor allem der kräftige Anstieg der Rohölnotierungen bei gleichzeitig schwachem Euro gaben die Forderungen Auftrieb. Dabei konnten die schwächeren Palmölnotierungen in Kuala Lumpur wenig Wirkung entfalten, zumal in Chicago die Sojaölnotierungen ebenfalls zugelegt hatten. Zusätzlich stützt das anhaltend knappe Angebot, Rapsöl ist zur Lieferung im Oktober bereits ausverkauft, der November-Termin erzielt Aufgelder gegenüber späteren. Fob Hamburg wurden zuletzt 765 EUR/t verlangt, 25 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    Dateigröße: 82 KDatum: 11.10.2018

  • Marktbericht KW 40 / 2018


    Die Rapspreise haben sich kräftig befestigt. Dabei spielt der Inlandsmarkt so gut wie keine Rolle. Das Interesse der Ölmühlen liegt auf späten Lieferterminen für die es kaum Angebot gibt. Ausschlaggebend für das Plus waren die Entwicklungen an den Terminbörsen, vor allem die starke Befestigung der Rohölkurse trieb die Rapspreise an, denn das verbessert die Konkurrenzfähigkeit von Biodiesel. Der ist knapp und gefragt und belebt die Nachfrage nach Rapsöl, das im Preis ebenfalls anzieht. Gleichzeitig befestigt die Aussicht auf eine erneut kleine Rapsernte 2019 den Preis. Die ungünstigen Aussaatbedingungen in weiten Teilen Europas haben die Fläche stark limitiert, da müssen schon überdurchschnittliche Erträge her, um das zu kompensieren. Die abgeschlossene deutsche Rapsernte 2018 liegt jetzt offiziell bei 3,666 Mio. t. Das sind 0,6 Mio. t weniger als im Vorjahr und 1,5 Mio. t weniger als im langjährigen Mittel.

    Mit dem kräftigen Kursauftrieb der Rohstoffe haben sich auch die Schrotpreise nach oben bewegt. Dabei sorgte der schwache Euro zusätzlich für Verteuerung der Importschrote. Rapsschrot ist auf vorderen Positionen schon sehr knapp und nur im Westen und Norden noch verfügbar. Das Kaufinteresse ist allerdings nicht so stark, als dass Aufgelder durchgesetzt werden könnten. Die Käufer haben sich nach den jüngsten Preisbefestigungen vorerst zurückgezogen und hoffen auf eine Preisschwäche, denn der Auftrieb ist aktuell ja vor allem auf die kleine EU-Rapsaussaatprognose erfolgt: Das könnte wieder an Einfluss verlieren und die Kurse wieder abschwächen. Aber insgesamt bleibt der Rapsmarkt 2018/19 knapp versorgt und damit stehen auch die Nachprodukte nur in limitiertem Angebot zur Verfügung. Zuletzt wurden im Schnitt für Rapsschrot 237 EUR/t genannt, 4 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    Der Monatswechsel ging, angetrieben von festen Rohstoffpreisen, mit einem Preissprung für Raps- und Sojaöl einher. Das Zustandekommen der Nachfolgevereinbarung USCMA, trieb den Dollar und die Agrarrohstoffe nach oben, da jetzt die Verunsicherung über zolllimitierten Nordamerikahandel wieder vom Tisch ist. Der Freudentaumel reicht sogar bis Europa und lässt die Rapskurse steigen und infolge dessen auch Rapsöl. Hier ist weiterhin große Unterstützung von der lebhaften Biodieselnachfrage spürbar. Fob Hamburg wurden vor dem Feiertag 740 EUR/t genannt, 25 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Das Angebot ist ausgesprochen überschaubar, für Oktober ist weder in Deutschland noch in den Niederlanden Ware zu haben. Das gilt auch für Raffinat und Biodiesel.

    Dateigröße: 118 KDatum: 11.10.2018

  • Marktbericht KW 39 / 2018


    Die Einkaufspreise für Raps haben sich in der vergangenen Woche abgeschwächt. Frei Erfasserlager wurden zuletzt 349 EUR/t genannt und damit 4 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Das aktuelle Preisniveau ist allerdings vielen Landwirte zu niedrig, so dass kaum Ware angeboten wird. Im Schnitt hat es nach Angaben des Landvolk-Pressedienstes nur 500 mm Niederschlag gegebene und nur halb so viel wie durchschnittlich üblich. Daher haben viele Erzeuger die Rapsaussaat ausgesetzt und bereits bearbeitete Flächen für eine zweite Aussaat umgebrochen. Marktbeobachter berichten von einer sehr geringen Nachfrage auf den vorderen Terminen, erst ab Januar treten derzeit wieder Käufer auf den Plan. Durch den zuletzt fester tendieren Terminmarkt bei gleichzeitig nahezu unveränderten Prämien könnten einige Landwirte aber nun bereit sein sich von Partien zu trennen.

    Der Handel mit Rapsschrot war verhalten. Wenn überhaupt, wurden für den sofortigen Bedarf kleinere Mengen gekauft. Da die Ölmühlen derzeit unbefriedigende Margen erzielen, sind sie nicht bereit die Nachfrage mit Preiszugeständnissen zu stimulieren. In den vergangenen zwei Tagen haben sich die Aktivitäten zumindest regional leicht belebt und vereinzelt wurde auch Aufgeld bezahlt, um Geschäfte abzuschließen. Die Forderungen für Rapsschrot haben sich auf Wochensicht um 4 auf 340 EUR/t befestigt. Demgegenüber tendierten die Großhandelspreise für Sojaschrot schwächer. Für 49er Sojaschrot wurden 322 EUR/t fob Ölmühle genannt, rund 1 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Auch 44er Sojaschrot lag 1 EUR/t tiefer und wurde mit 297 EUR/t bewertet. Grund für den anhaltenden Preisdruck sind die Unsicherheit durch den Zollstreit zwischen den USA und China sowie die flott voranschreitenden USSojaernte, die weiterhin auf Rekordniveau geschätzt wird. Die Großhandelspreise für Pflanzenöl haben sich in der zurückliegenden Woche uneinheitlich entwickelt. Sojaöl profitierte von den festen Vorgaben der Kurse in Chicago. Die Notierungen legten im Vorwochenvergleich um mehr als 4 % zu. Grund war jedoch lediglich Börsentechnik. Viele Marktteilnehmer stellten ihre Verkaufspositionen glatt und lösten dadurch eine kleine Kursrally aus. Das hat auch die Kassapreise stimuliert und so wurden zuletzt 635 EUR/t fob Hamburg genannt und damit 10 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Ebenfalls aufwärts ging es für Rapsöl. Mit 715 EUR/t fob Hamburg lag das Plus aber nur 5 EUR/t über Vorwochenniveau. Das Geschäft mit Rapsöl verläuft immer noch sehr schleppend. Die Biodieselproduzenten spekulieren auf weiter sinkende Forderungen, um sich mit Rohstoff einzudecken.

    Solange die Beimischer die Nachfrage nach RME noch aufschieben, gibt es kaum Impulse für festere Rapsölpreise. Demgegenüber setzt Sonnenblumenöl seine Abwärtstendenz fort. Fob Rotterdam gaben die Forderungen gegenüber Vorwoche um 15 auf 593 EUR/t nach. Deutlich gestiegene russische Sonnenblumenölexporte und die zügig voranschreitende EU-Sonnenblumenernte üben Preisdruck aus. Ebenfalls steil nach unten ging es für Palmöl. Cif Rotterdam wurden zuletzt 451 EUR/t genannt und damit rund 40 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Viele Marktteilnehmer erwarten, dass die Produktion in Südostasien um bis 15 % größer ausfällt als bisher vermutet, was damit auch die Vorräte stärker anschwellen lassen könnten. Zu Beginn der laufenden Woche haben allerdings die Prognosen zu den malaysischen Exporten für die ersten 20 Tage im September deutlich überrascht. Demnach könnte mit fast 1,1 Mio. t rund 74 % mehr Palmöl aus Malaysia ausgeführt worden sein als im Vormonat. Auch der feste Rohölkurs stützte zuletzt die Palmölnotierungen, da er die Wettbewerbsfähigkeit von Biodiesel erhöht. Beide Impulse waren am Kassamarkt jedoch noch nicht eingepreist.

    Dateigröße: 84 KDatum: 27.09.2018

  • Marktbericht KW 38 / 2018


    Die Zurückhaltung der Ölmühlen und die fallenden Rapsterminkurse lähmen die Geschäfte am deutschen Rapskassamarkt. Viele Verarbeiter sind ausreichend versorgt und müssen daher vorerst keine weiteren Mengen zu kaufen – sie können es sich leisten, weitere Preisnachlässe abzuwarten und halten ihre Prämien unverändert. Die Rapsterminkurse in Paris schlossen zuletzt auf 365,75 EUR/t und damit 6,25 EUR/t unter Vorwochenlinie. Ausschlaggebend sind schwache US-Sojakurse, die wegen der Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China zuletzt erneut unter deutlichen Druck geraten sind. Rapsanbieter hoffen jetzt auf eine Nachfragebelebung im Herbst, und zwar aus der Biodieselindustrie. In den Wintermonaten müssen die Mineralölkonzerne von Sommer- (SME, PME) auf Winterware (RME) umstellen. Das dürfte die Rapsölnachfrage der Biodieselproduzenten ankurbeln und damit auch den Rohstoff Raps interessanter für die Ölmühlen machen. Dagegen spricht, dass die meisten Mühlen bereits bis Jahresende 2018 mit genügend Rohstoff eingedeckt sein sollen.

    Sojaschrot mit einem Rohproteingehalt von 49 % kostete zuletzt im Schnitt 323 EUR/t, Ware mit 44 % Proteinanteil 296 EUR/t, das waren jeweils 12 EUR/t weniger als noch vor einer Woche. Auslöser dieses deutlichen Preisrückgangs sind vor allem die schwächeren Vorgaben aus Chicago: Die Sojaschrotkurse haben in den vergangenen vier Handelstagen kräftig an Wert verloren und wurden zuletzt rund 4,4 % unter Vorwochenlinie festgestellt. Das ist vor allem auf die avisiert große US-Sojaernte und den Handelsstreit mit China zurückzuführen. Die Kursschwäche geht auch am hiesigen Kassamarkt nicht vorüber: Marktteilnehmer sind dazu übergangenen, Terminkurse und Preise vorerst weiter zu beobachten. Rapsschrot findet ebenfalls keine Unterstützung. Mit 236 EUR/t wurden die hiesigen Kassapreise zuletzt 9 EUR/t unter Vorwochenniveau festgestellt. Neben schwachen Terminkursen spiegelt sich in den Preisrückgängen auch hier geringe Nachfrage wieder.

    Die Großhandelspreise für Rapsöl wurden um 30 EUR/t auf 710 EUR/t fob Hamburg zurückgenommen. Ausschlaggebend sind die auf Wochensicht schwächeren Rapsterminkurse in Paris. Ölmühlen hoffen jetzt auf Impulse aus der Biodieselindustrie. Die meisten Beimischer sind dabei von Sommerware (SME, PME) auf Winterware (RME) umzustellen. Ab Oktober dürfte sich die Nachfrage nach Rapsmethylester daher spürbar beleben, das würde dann auch die Rapsölnachfrage der Biodieselproduzenten ankurbeln und den Mühlen höhere Erlöse ermöglichen. Die Sojaölpreise haben weiter nachgegeben. Zuletzt wurden 625 EUR/t fob Hamburg verlangt, ein Preisrückgang von weiteren 25 EUR/t innerhalb einer Woche. Auslöser sind die schwachen Sojaölkurse an der Börse in Chicago. Neben dem Dauerthema des Handelsstreits zwischen den USA und China belastet die avisierte Sojarekordernte in den USA. Beides drückt in ersten Linie auf die Bohnenkurse, zieht aber in auch die Notierungen für die Nachprodukte Öl und Schrot nach unten.

    Dateigröße: 87 KDatum: 21.09.2018