Aktuelle Marktberichte

  • Marktbericht KW 25 2017


    Die alte Ernte spielt am Markt praktisch keine Rolle mehr. Marktteilnehmer konzentrieren sich auf die Termine ex Ernte. Allerdings ist die Abgabebereitschaft der Landwirte nach wie vor sehr gering, sodass kaum Kontrakte mit den Ölmühlen ausgehandelt werden. Kaufinteresse ist zwar vorhanden, konstante Prämien und jüngst wieder rückläufige Rapskurse in Paris bieten zusammengenommen jedoch wenig Verkaufsanreize. Da müssten die Mühlen ihre Prämien wohl schon anheben, um die Erzeuger aus der Reserve zu locken. Unter dem Strich lässt sich festhalten, dass die Mühlen, wenn auch zum jetzigen Zeitpunkt nicht gerade drängend, Ware suchen, vielfach jedoch keine Offerte finden. Wo es doch etwas zu kaufen gibt, passen die Preisvorstellungen allerdings häufig nicht zueinander. Entsprechend dünn ist der Umsatz auf den Terminen ex Ernte derzeit. Die Umsatzflaute betrifft vor allem den September 2017, denn hier wird kaum etwas offeriert. Die Einschätzung der Rapsfeldbestände für Deutschland bleibt sehr heterogen, auch wenn sich das Bestandsbild zuletzt durch die Bank leicht verbessert hat. Die Unsicherheit im Hinblick auf den Umfang der kommenden Ernte ist damit nicht vom Tisch, sodass die Erzeuger, solange sie noch können, zurückhaltend agieren.

    Rapsschrot zur Lieferung im Juni/Juli 2017 ist nach wie vor knapp verfügbar, denn bei den Ölmühlen liegen nur noch Restmengen auf Lager. Diese werden vereinzelt zwar offeriert, finden dann auch zügig Abnehmer, grundsätzlich hat das Kaufinteresse für vordere Ware aber nachgelassen. Das begrenzt den Preisspielraum der Mühlen nach oben. Der auf den vorderen Terminen umsatzschwache Markt präsentiert sich daher weitgehend ausgeglichen. Besonders ruhig geht es derzeit am Sojaschrotmarkt zu. Alles deutet auf ein umfangreiches Sojaangebot im Wirtschaftsjahr 2017/18 hin. Notierungen und Preise sind demzufolge in ihrer Tendenz nach unten gerichtet und daran wird sich wohl so schnell auch nichts ändern, so auch die Einschätzung hiesiger Mischfutterbetriebe, die sich mit Käufen am Sojaschrotmarkt zurückhalten. Ihre Läger seien ohnehin bis unter die Decke gefüllt, heißt es. Dementsprechend ist ihr Bedarf alles andere als drängend.

    In der vergangenen Woche gab es zwei deutliche Gewinner unter den Pflanzenölen. Während die Palmölpreise deutlich nachgaben, haben sich die Forderungen für Sojaöl und besonders für Rapsöl kräftig befestigt. Angefacht wird die Entwicklung der Sojaölpreise durch die in kürze erwartete Bekanntmachung der US-Umweltbehörde zu den Beimischungsquoten für 2018, sowie zu den geplanten Importzöllen auf argentinisches und malaysisches Soja- bzw. Palmöl. In Erwartung der entsprechenden stimulierenden Impulse für den US-Ölmarkt zogen die Sojaölkurse in Chicago an. Das hat sich auch auf den Kassamarkt ausgewirkt. Fob Hamburg stiegen die Forderungen gegenüber Vorwoche um 15 EUR/t auf 755 EUR/t für prompte Ware. Spätere Termine gehen die Preissteigerung in ähnlichem Umfang mit. Auch kanadischer Raps würde von den Änderungen am US-Ölmarkt profitieren. So haben sich die Kurse in Winnipeg befestigt und für Unterstützung der Rapsnotierungen an der Matif in Paris gesorgt. Die Befürchtungen vor einer unterdurchschnittlichen Ernte 2017 in der EU-28 und dem wichtigen Lieferland Australien stützten zusätzlich. Die Großhandelspreise für Rapsöl fob Hamburg sind für Juli rund 26 EUR/t auf 782,5 EUR/t gestiegen. Das liegt daran, dass für Rapsöl der alten Ernte kräftige Aufgelder gezahlt werden müssen, das Angebot beschränkt sich jedoch auf Kleinstmengen. In Rotterdam wird Rapsöl vorne mangels Angebot gar nicht mehr gehandelt.

    Dateigröße: 44 KDatum: 22.06.2017

  • Marktbericht KW 24 2017


    Am Kassamarkt wird Raps der alten Ernte so gut wie nicht mehr gehandelt, das Kaufinteresse für prompte Ware ist praktisch gleich Null. Nur sehr vereinzelt fragen Mühlen im Osten Deutschlands noch Ware, finden zu ihren Preisvorstellungen aber kein Angebot. Der Fokus der Marktteilnehmer liegt jetzt auf der kommenden Ernte. Auf den Terminen ex Ernte sind die Umsätze aber nach wie vor dünn. Denn auch hier sind die Prämien der Mühlen nicht ausreichend, um das Verkaufsinteresse der Erzeuger zu animieren. Denn die Unsicherheit über den Umfang der kommenden Ernte hält weiter an. Somit bleiben die Umsätze überschaubar. In der ersten Jahreshälfte 2017 hatten besonders die fehlenden Niederschläge den Rapsbeständen in weiten Teilen der EU-28 zu schaffen gemacht. Viele Erzeuger beklagten daher in den vergangenen Wochen ein zu niedriges Rapskursniveau in Paris, welches die Anbausituation bzw. die Ertragsentwicklung und letztlich die Ernteerwartung für Europa nur unzureichend widerspiegele. Da auch die Mühlen kein Entgegenkommen zeigten, weil sie die Prämien mehr oder weniger unverändert hielten, gab es für Rapserzeuger in Europa wenig Verkaufsanreize. Je näher die Rapsernte nun rückt, desto mehr könnte die Abhängigkeit vom Sojakurs schwinden und die Rapskurse in Paris an Eigendynamik gewinnen. Festere Vorgaben aus Paris könnten zusammen mit der Ernte die Verkaufsbereitschaft der Erzeuger beleben.

    Die Sojaschrotpreise tendieren gegenüber Vorwoche leicht schwächer. Druck erzeugt ein nach wie vor schwächerer brasilianischer Real, der das „Farmer Selling“ antreibt. So landen zunehmend Bohnen aus Brasilen am Weltmarkt, was auf die Sojaschrotpreise in Europa drückt. Rapsschrot bleibt vorne knapp und gesucht. Damit hat sich die Situation am Markt im Prinzip nicht geändert. Mischfutterbetriebe suchen Ware, die Abgabebereitschaft der Mühlen ist aber gering. Die bevorstehende Verarbeitungspause der Mühlen wird das Angebot zudem weiter schrumpfen lassen. Mancher Anbieter hält die knappen Mengen noch zurück und spekuliert auf weitere Preisbefestigungen. In Betrachtung des Preisverlaufs der vergangenen Wochen, ist die Hoffnung der Mühlen sicherlich nicht unbegründet. Monatelang hatten die Preise zunächst regungslos verharrt, im Mai 2017 zog die Nachfrage dann aber an, fand aber häufig kein Angebot – das hat die Preise nach oben getrieben.

    Die Lage am Pflanzenölmarkt war auch in der vergangenen Woche eher ruhig. Während die meisten Pflanzenöle schwächer tendierten, haben sich die Forderungen für Rapsöl deutlich befestigt. Rapsöl legte zur prompten Lieferung rund 13 EUR/t auf 756 EUR/t fob Hamburg zu. Die Forderungen für Rapsöl der neuen Saison ist gegenüber Vorwoche rund 10 EUR/t auf 723 EUR/t gestiegen. Nach Angaben von Marktbeobachtern wurden jedoch kaum Geschäfte getätigt. Die höhere Bewertung resultierte aus dem schwächeren Eurokurs, festeren Energiepreisen und einer Erholung der Rapskurse an der Börse in Paris. In Rotterdam ist prompte Ware zudem nur auf Anfrage verfügbar. Auch hier sind die Forderungen für Rapsöl der neuen Ernte um knapp 10 EUR/t gestiegen.

    Dateigröße: 43 KDatum: 14.06.2017

  • Marktbericht KW 23 2017


    Raps der alten Ernte wird so gut wie nicht mehr umgesetzt. Einerseits ist das Kaufinteresse gering, denn die meisten Verarbeiter sind bis zur Verarbeitungspause ausreichend gedeckt. Andererseits ist kaum noch Ware zu bekommen. Nur vereinzelt liegen noch Restmengen unverkauft in Erzeugerlägern, die in der Hoffnung auf höhere Preise zurückgehalten werden. An der Börse in Paris sind die Rapskurse zuletzt nicht weiter zurückgegangen, sie tendieren stabil. Bei fehlender Eigendynamik dürfte das Niveau aber nur gehalten werden können, solange keine negativen Impulse von den US-Sojakursen über den Atlantik schwappen. Auf Wochensicht haben die Kurse trotz jüngster Stabilisierung allerdings weiter verloren. Währenddessen bieten die Ölmühlen in Deutschland unveränderte bis leicht schwächere Prämien. Daraus ergibt sich ein Preisniveau, welches deutlich unter den Vorstellungen der Rapserzeuger liegt. Ihr Verkaufsinteresse ist demzufolge gering. Mit Kontraktverhandlungen über die kommende Ernte halten sie sich zurück und warten darauf, dass sich der Raps von der Sojabohne löst und wieder ein Eigenleben entwickelt. Erste Ernteergebnisse aus dem Südosten Europas könnten dem Raps die Möglichkeit dazu geben. Von den Ölmühlen ist vorerst nicht mit Kaufimpulsen zu rechnen. Denn ihre Erlössituation hat sich nicht wesentlich verbessert. Außerdem dürfte der baldige Beginn der jährlichen Verarbeitungspause zwecks Reparatur- und Wartungsarbeiten die Situation noch verschärfen. Die EURapsernte 2017 wird mit geschätzten 21 Mio. t aktuell 2 % unter dem fünfjährigen Mittel gesehen. Für Deutschland könnte der Rückgang noch deutlicher ausfallen. Denn witterungsbedingt werden die hiesigen Rapserträge laut Mai-Schätzung des Prognosedienstes MARS nur noch bei 35 dt/ha gesehen und damit 10 % unter dem Durchschnittsertrag der vergangenen fünf Jahre. Vor diesem Hintergrund müssten die Rapspreise aus Erzeugersicht eigentlich steigen, billiges Soja hält sie jedoch nach wie vor fest im Griff.

    Auf den vorderen Positionen soll Rapsschrot mittlerweile sehr knapp sein. Allerdings weiß am Markt offenbar niemand so genau, wie knapp eigentlich wirklich. Nicht auszuschließen, dass mancher Anbieter Restmengen in Erwartung weiterer Preisbefestigungen auch zurückhält und sich die Situation dann letztlich als weit weniger dramatisch herausstellen wird. Doch mancher Käufer geht auf Nummer sicher und sucht Ware, um für die Übergangszeit zur Rapsernte 2017 vorzusorgen. Vorderes Sojaschrot stößt momentan auf wenig Kaufinteresse. Denn grundsätzlich ist die Preistendenz weiterhin abwärtsgerichtet. Der Markt bleibt unter Druck großer Ernten in Südamerika und absehbar auch in den USA, erst recht, nachdem die Aussaat hier mittlerweile zügig vorangeht. Marktteilnehmer hoffen daher auf weitere Preisnachlässe. Das Kaufinteresse gilt in erster Linie späteren Terminen im Sommer, umgesetzt wird allerdings wenig.

    Während Raps- und Sonnenblumenöl schwächer tendierten, haben sich die Forderungen für Soja- und besonders für Palmöl im Vorwochenvergleich deutlich befestigt. Rapsöl fob Hamburg gibt im Vergleich zur Vorwoche knapp 20 EUR/t nach und kostet damit aktuell 743 EUR/t zur prompte Lieferung. Die Forderungen für den August-Oktober-Termin mit der neuen Ernte konnten ihr Niveau ebenfalls nicht halten und sanken um 7 EUR/t auf 703 EUR/t, spätere Termine tendierten ebenfalls schwächer. Dies überrascht, da die Aussichten auf die Rapsernte 2017 in der EU-28 durch ungünstigen Witterungsbedingungen eher verhalten sind und mit einer engen Rapsbilanz 2017/18 gerechnet werden muss. Anscheinend fehlt aktuell die Nachfrage aus dem Biodieselsektor, der in den warmen Monaten des Jahres günstigeres Palm- und Sojaöl bevorzugt. Die Preise für Sojaöl scheinen ebenfalls einen Boden gefunden zu haben. Fob Hamburg haben sich die Forderungen um 14 EUR/t auf 748 EUR/t für den Juni-Termin befestigt. Der August-Oktober-Termin tendiert mit 723 EUR/t rund 4 EUR/t fester als in der vergangenen Woche.

    Dateigröße: 44 KDatum: 08.06.2017

  • Marktbericht KW 22 2017


    Die Rapsnotierungen an der Börse in Paris orientieren sich nach wie vor nahezu ausschließlich am Verlauf der Sojabohnenkurse in Chicago. Diese stehen unter dem Druck einer reichlichen globalen Sojaschätzung 2017/18 und verbuchen immer wieder größere Verluste. Davon lässt sich Raps mit nach unten ziehen. Ein Eigenleben entwickeln die Kurse auch weiterhin nicht – die Vorgaben aus Übersee sowie politische Ereignisse wiegen offenkundig stärker als fundamentale Daten, wie z.B. die nationale Rapsversorgung. Diese wird nämlich knapp gesehen. Ein preisstützender Faktor, der weder die Terminbörse in Paris, noch den deutschen Kassamarkt erreicht. Die schwachen Terminkurse, hemmen die Abgabebereitschaft der Erzeuger, denn Sie spiegeln die Situation am Markt auf dem Feld nicht wider. Diese bereiten vielen Landwirten ernsthafte Sorgen. Trockenheit ist nach wie vor ein Problem, besonders nach den Temperaturanstiegen der vergangenen Tage. Vielen Beständen mangelt es an Wasser, so dass Ernteprognosen bereits nach unten korrigiert wurden. Mit Spitzenerträgen ist in 2017 aufgrund des momentanen Bestandsbildes nicht mehr zu rechnen. Aus Erzeugersicht müsste diese Entwicklung eigentlich mit Kursgewinnen und Preisaufschlägen honoriert werden, doch das Gegenteil ist der Fall. Das verhindert Verhandlungen über die kommende Ernte. Und noch kommt keine Hektik auf. Abschlüsse bleiben daher die Ausnahme. Das liegt aber auch an der Nachfrage. Käufer sind nicht bereit, den Kursrückgang mit ihren Prämien zu kompensieren, denn die Erlössituation für Rapsöl und -schrot hat sich für die Mühlen nicht verbessert. Eine Änderung der Situation am deutschen Rapsmarkt ist momentan nicht in Sicht. Und die Chance auf Umsatzbelebung dürfte weiter zurückgehen, wenn ab Mitte Juni einige Ölmühlen ihre Verarbeitung für die jährlichen Wartungsarbeiten aussetzen werden.

    Am Sojaschrotmarkt wirken die zurückliegenden Feiertage noch nach. Mancher Käufer ist noch nicht wieder am Markt aktiv oder spekuliert angesichts der preisdrückenden Impulse aus Übersee auf weitere Vergünstigungen und hält sich zurück. Denn an der bärischen Grundstimmung hat sich nichts geändert. Preisdruck erzeugen umfangreiche südamerikanische Sojaernten und eine zügig vorangehende USAussaat. Rapsschrot ist auf vorderen Terminen sehr knapp. Wenn überhaupt noch Ware zu bekommen ist, dann werden dafür in der Regel deutliche Aufgelder gefordert. Mancher scheint aber froh zu sein, überhaupt noch Ware zu bekommen und greift daher auch mal etwas tiefer in die Tasche. Termine November/Januar 2017/18 sind ebenfalls im Gespräch, Kontrakte werden aber in der Regel nicht ausgehandelt. Für Ware auf den Terminen Februar/April 2018 kommen von den Mischfutterherstellern derzeit noch keine Anfragen.

    In der vergangenen Woche war es feiertagsbedingt am deutschen und europäischen Pflanzenölmarkt sehr ruhig. Viele Marktteilnehmer hatten den Brückentag für ein langes Wochenende genutzt, so dass kaum Ware umgesetzt wurde. Darüber hinaus war in den USA am 29.05.2017 ebenfalls ein Feiertag, so dass aus Übersee keine Impulse kamen. Rapsöl zur sofortigen Lieferung verliert 2 EUR/t und erreichte 763 EUR/t fob Hamburg. Damit kann es sich besser behaupten als spätere Liefertermine. Beim Sojaöl ist es genau anders. Während der August/Oktober-Termin mit 719 EUR/t nur rund 1 EUR/t gegenüber Vorwoche nachgegeben hat, wurde für prompte Lieferung mit 734 EUR/t durchschnittlich 14 EUR/t weniger verlangt.

    Dateigröße: 40 KDatum: 01.06.2017

  • Marktbericht KW 21 2017


    Restmengen Raps aus der alten Ernte stoßen am Kassamarkt nach wie vor auf verhaltenes Kaufinteresse, so dass die Umsätze überschaubar bleiben. Neuerntig passen Matif-Notierungen und Ernteprognosen für Raps nicht zueinander. Das Bild der Rapsfeldbestände ist vielerorts sehr heterogen und insgesamt nicht zufriedenstellend. Vor diesem Hintergrund wurden die Ernteprognosen für Raps EUweit zurückgenommen. Jüngst hat der Prognosedienst MARS die Rapsertragsprognose für 2017 witterungsbedingt auf 31,7 dt/ha herabgesetzt. Das entspricht zwar immer noch einem Plus von 3 % gegenüber dem Durchschnittsertrag des Vorjahres, liegt aber um 2,7 % unter dem fünfjährigen Mittel. Ausschlaggebend war die langwährende Kälte, einschließlich später Fröste im April/Mai. Außerdem ist es weiterhin zu trocken, denn die jüngsten Niederschläge brachten nur wenig Entspannung. Die Feldbestände benötigen weiteren Regen, damit sich die Anbausituation nachhaltig entspannen kann. Auch wenn sich die Rapskurse in Paris zuletzt wieder etwas befestigen konnten, sie müssten schon stärker zulegen, um die Rücknahme der Ernteprognosen besser widerzuspiegeln und die unsicheren Erzeuger zu Vertragsabschlüssen zu bewegen.

    Die Sojaschrotpreise wurden weiter zurückgenommen. Grund ist die Aussicht auf eine umfangreiche Sojaversorgung 2017. Denn von jenseits des Atlantiks ist mit große Mengen Ware zu rechnen, vor allem, nachdem Ende vergangener Woche politische Unruhen in Brasilien die dortige Landeswährung unter Druck gesetzt haben. Brasilianischen Exporteuren ergeben sich dadurch bessere Exportchancen. Käufer halten sich am hiesigen Sojaschrotmarkt in der Hoffnung auf Preisnachlässe zurück. Am Rapsschrotmarkt ist die Umsatzlage recht dünn, „alterntige“ Ware ist kaum noch zu bekommen. Nachfrage ist zwar durchaus vorhanden und hat die Rapsschrotpreise auf Wochensicht um 7 EUR/t auf 214 EUR/t steigen lassen, allerdings findet sie zumeist kein Angebot. Ware aus der neuen Ernte wird kaum besprochen. Anbieter beobachten die Entwicklung der Rapsfeldbestände, während die Nachfrage auf Termin keineswegs drängend, aus dem Konsumbereich praktisch nicht vorhanden ist.

    Am deutschen Markt für Pflanzenöle ist es sehr ruhig, auch weil feiertagsbedingt nur eine kurze Woche für den Handel zur Verfügung steht und viele Marktteilnehmer den sich bietenden Brückentag nutzen. Die Forderungen für Sojaöl fob Hamburg geben für prompte Ware um 12 EUR/t auf 748 EUR/t leicht nach. Der August/Oktober-Termine notieren 15 EUR/t unter Vorwochenniveau auf 720 EUR/t. Die Rapsölpreise fallen ebenfalls. Fob Hamburg werden zur sofortigen Lieferung 765 EUR/t genannt und damit rund 17 EUR/t weniger als in der vergangenen Woche. Allerdings berichten Handelsunternehmen von nur sehr vereinzelten Abschlüssen bei beiden Pflanzenölen. Wenn gekauft wird, dann werden durchaus auch Kontrakte bis April 2018 eingegangen, dies geschah aber nur vereinzelt.

    Dateigröße: 43 KDatum: 26.05.2017

  • Marktbericht KW 20 2017


    Am Rapskassamarkt hat sich die Situation nicht verändert. Für Ware der alten Ernte ist das Kaufinteresse verhalten, auf Terminen Mai/Juni wurden die Prämien gegenüber Vorwoche konstant gehalten. Angebot ist kaum noch vorhanden, da nur noch Restmengen in den Lägern liegen. Aufräumarbeiten in den Erzeugerlägern bescheren dem Kassamarkt jedoch ein paar alterntige Partien. Auf Terminen ex Ernte zeigen sich die Prämien ebenfalls unverändert. Die Abgabebereitschaft der Erzeuger ist allerdings sehr begrenzt. Potentielle Verkäufer warten die Entwicklung der Rapsbestände vorerst weiter ab, denn zu unsicher sind die Ernteprognosen derzeit noch. In diesem Jahr waren es vor allem die späten Nachtfröste, die in Teilen Europas, negativen Einfluss auf die Bestandsentwicklung hatten. Vielfach halten sich Erzeuger mit Verkaufsgesprächen zurück, mancher Betrieb im Norden und Nordosten der Republik habe zum jetzigen Zeitpunkt sogar erst 20 % der kommenden Ernte vorkontrahiert, zu mehr seien sie bei fortbestehender Unsicherheit nicht bereit. Einerseits möchte man auf diese Weise möglichen Engpässen vorbeugen, also verhindern, seinen Lieferverpflichtungen nicht nachkommen zu können. Andererseits würden unerwartet geringere Erntemengen Preisbefestigungen nach sich ziehen, die man sich nicht entgehen lassen möchte. Auf der anderen Seite ist aber auch das Kaufinteresse der Verarbeiter weiterhin nicht besonders groß. Die Verarbeitungsmargen der Ölmühlen haben sich noch immer nicht wirklich verbessert, sodass sie weiter nicht bereit sind, höhere Prämien zu zahlen. Manche Mühlen planen aufgrund der unbefriedigenden Marge sogar, ihre diesjährigen Wartungszeiten zu verlängern. Da müssten schon die Rapsölpreise steigen, was aber angesichts einer verhalten Nachfrage der Biodieselindustrie nicht zu erwarten ist, zumal sich diese in den Sommermonaten ohnehin auf Soja- und Palmöl als Rohstoff für die Biodieselproduktion fokussieren wird. Die Rapsölnachfrage könnte demzufolge sogar noch weiter nachgeben, sodass sich an der verfahrenen Situation so schnell nichts ändern wird. Eher dürfte die Verkaufsbereitschaft der Erzeuger mit Näherrücken der Ernte zunehmen, denn umso sicherer wird man sich des Ernteumfangs sein.

    Die Prämien für Sojaschrot sind derzeit hierzulande äußerst niedrig. Dementsprechend ist das Verkaufsinteresse gering. Von der Nachfrageseite kommen keine wirklichen Impulse, viele warten die Preisentwicklung ab und hoffen auf weitere Vergünstigungen vor dem Hintergrund einer avisiert umfangreichen globalen Sojaversorgung. Am Rapsschrotmarkt ist die Geschäftslage weiterhin sehr dünn. Wenn Ware gehandelt wird, dann auf den vorderen Positionen. Allerdings ist die Verkaufsbereitschaft der Ölmühlen für Rapsschrot aus der alten Ernte gering, denn eine geringe Marge wirkt auch weiterhin dämpfend. Termingeschäfte über Ware aus der kommenden Ernte finden derzeit kaum statt. Zum einen fehlt auf Terminen ex Ernte derzeit noch die Nachfrage der Mischfutterhersteller, zum anderen stehen die Schrotmärkte unter dem Zeichen umfangreicher Sojaernten in Süd- und voraussichtlich auch in Nordamerika, sodass die Stimmung insgesamt eher bärisch ist.

    Die Forderungen für die meisten Pflanzenöle haben sich im Vorwochenvergleich weiter befestigt. Besonders die Preise für Palmöl sind kräftig gestiegen, getrieben von festeren Palmölkursen in Kuala Lumpur. Rapsöl zur sofortigen Lieferung fob Hamburg hält dagegen in etwa das Vorwochenniveau. Für den Juni/Juli-Termin mit 782 EUR/t sind Aufschläge von 5 EUR/t gegenüber Vorwoche zu bezahlen. Alterntiges Rapsöl ist mittlerweile sehr knapp und hält die Preise oben, die neue Ernte sorgt jedoch nur unwesentlich für Entspannung, da die ungünstige Witterung der vergangenen Wochen die Erträge belasten dürfte. Mit 730 EUR/t liegt der ex Ernte-Termin nur leicht unter Vorwochenlinie. Die Großhandelspreise für Sojaöl fob Hamburg können von der Entwicklung der Sojaölkurse in Chicago indes nicht profitieren. Vordere Partien verlieren rund 16 EUR/t auf 755 EUR/t. Spätere Termine geben durchschnittlich 5 EUR/t nach. Das Angebot ist reichlich und damit dürften die Preise auch weiterhin unter Druck bleiben.

    Dateigröße: 44 KDatum: 18.05.2017

  • Marktbericht KW 19 2017


    Am Rapsmarkt setzt sich der ruhige Verlauf fort. Die Anbieter wollen höhere Preise sehen, daher werden alterntige Restbestände zurückgehalten. Doch auch die Verkaufsbereitschaft auf Terminen ex Ernte ist gering. Grund sind die Sorgen um die Rapsfeldbestände. Infolge des sehr niederschlagsarmen Winters lässt die Bodenfeuchte vielerorts, trotz jüngster Regenfälle, in der Regel immer noch zu wünschen übrig. Den Beständen macht die Trockenheit zu schaffen, viele sehen nicht gut aus. Erzeuger halten sich daher mit Kontraktverhandlungen über Mengen der kommenden Ernte zurück, um spätere Lieferengpässe zu vermeiden. Zu groß ist die Unsicherheit über Bestandsentwicklung, Ertragsbildung und letztlich den Umfang der diesjährigen Ernte. Landwirte warten die weitere Entwicklung daher zunächst ab und hoffen auf weitere Niederschläge. Die EU-Kommission prognostizierte jüngst noch eine EU-Rapsernte von 22,2 Mio. t, eine Schätzung die aufgrund des nicht zufriedenstellenden Bestandsbildes aber noch zu hoch angesetzt sein könnte. Auf der Nachfrageseite bleibt die zurzeit sehr verhaltene Rapsölnachfrage aus der Biodieselindustrie beherrschendes Thema. Diese ist bereits seit Wochen gering und wird mit steigenden Temperaturen noch schleppender werden. Den Ölmühlen beschert dies eine geringe Marge. Demzufolge haben sie ihre Verarbeitung heruntergefahren und entsprechend gering ist ihr Rapsbedarf, den sie vorne in erster Linie über Importe abdecken. Daran hat sich in dieser Woche im Prinzip nichts geändert. Zuletzt war zwar von einer leichten Verbesserung der Marge für die Ölmühlen zu hören. Allerdings haben sich auch die Rapskurse an der Matif befestigt. Das hat die Prämien konstant gehalten.

    Nach wie vor ist Rapsschrot auf den vorderen Terminen nur sehr knapp verfügbar. Grund ist unter anderem die zurzeit geringe Verarbeitung vieler Ölmühlen aufgrund unzureichender Marge. Die Nachfrage der Futtermittelhersteller findet demzufolge vorne häufig kein Angebot. Über Ware aus der kommenden Ernte finden noch kaum Geschäfte statt, vor allem, weil sich die Situation auf der Rohstoffseite trotz Regenfällen in der vergangenen Woche noch nicht wirklich entspannt hat. Die Umsatzlage ist dem Vernehmen nach in dieser Woche noch sehr viel dünner als in den Wochen zuvor. Marktteilnehmer warten jetzt erst einmal auf die Veröffentlichung des neuen USDA-Berichts. Am Sojaschrotmarkt spekulieren viele Käufer auf weitere Preissenkungen aufgrund bärischer Impulse von jenseits des Atlantiks. Vollkommen einheitlich ist das Bild aber nicht, mancher rechnet auch mit steigenden Preisen im Herbst und sichert sich Ware lieber auf derzeitigem Preisniveau.

    Die Lage am Markt für Pflanzenöle hat sich im Verlauf der vergangenen Woche weiter belebt und die Preise haben teils kräftig angezogen. Vorderes Rapsöl ist mittlerweile recht knapp und Anbieter verlangen kräftige Aufschläge für prompte Lieferungen, so wird fob Hamburg mit 785 EUR/t rund 15 EUR/t mehr verlangt als in der vergangenen Woche. Aber auch spätere Termine legen zu. Der August/Oktober-Termin befestigte sich um knapp 13 EUR/t auf 738 EUR/t. Langsam zeigt sich bei den Käufern das Interesse an Ware der kommenden Saison. Vereinzelt wurden bereits Partien ex Ernte geordert, teilweise wurde sogar schon für den Januar-Termin Ware gesichert. Die Preise für Sojaöl können ebenfalls von dem bullischen Umfeld profitieren. Fob Hamburg geht es für prompte Ware rund 40 EUR/t auf 776 EUR/t hoch. Folgetermine legen um 20 EUR/t zu. Die entscheidenden Impulse kommen hier vom den Sojaölkursen in Chicago. Diese konnten von Gerüchten profitieren, dass die geplanten Anti-Dumpingzölle auf argentinische und malaysische Biodieselimporte in die USA bald eingeführt werden könnten. Das dürfte Rapsöl aus Kanada und Sojaöl aus den USA merklich Absatzpotential bescheren. Für den europäischen Markt dürften die Importzölle der USA zu einem Mehrangebot an Palmöl und argentinischem Sojaöl führen, so dass ein steigendes Angebot und damit Preisdruck zu erwarten wären.

    Dateigröße: 44 KDatum: 11.05.2017

  • Marktbericht KW 18 2017


    Rapsöl findet in Deutschland kaum Abnehmer. Biodieselproduzenten greifen derzeit lieber auf Altspeiseöle als Verarbeitungsrohstoff zurück. Dadurch finden die Rapsölpreise keine Befestigung, was den Ölmühlen nach wie vor eine geringe Marge beschert. Auf derzeitigem Preisniveau zeigen sie für den mittlerweile sehr knappen alterntigen Raps entsprechend wenig Kaufinteresse. Bedarfslücken werden stattdessen mit günstigerer Ware aus Drittländern, vor allem aus Australien gefüllt. Rund 370.000 t Raps hat Deutschland seit Jahresbeginn aus Australien und anderen Drittstaaten eingeführt und damit das knappe Inlandsangebot ergänzt. Für Ware der kommenden Ernte ist die Abgabebereitschaft hiesiger Erzeuger zumeist verhalten. Kälteeinbrüche im April haben so manchen Landwirt vorsichtiger agieren lassen, einige rechnen mit unterdurchschnittlichen Erträgen. Mehr als das übliche Drittel, das längst kontrahiert sein soll, wollen die meisten Erzeuger erst einmal nicht festlegen und warten vorerst die Bestandsentwicklung ab, um sich nicht zu verkalkulieren und Engpässen vorzubeugen. Auch der Handel signalisiert wenig Verkaufsinteresse für Raps und hofft auf steigende Prämien. Eine geringe Geschäftstätigkeit ist die Folge der beiderseitigen Zurückhaltung am deutschen Rapsmarkt. Die Preise für den Rohstoff müssten schon deutlich nachgeben, um das Kaufinteresse der Mühlen anzufachen. Produktseitig ist derzeit nicht mit Impulsen zu rechnen. Biodieselhersteller zeigen bereits seit Wochen kaum Kaufinteresse für Rapsöl, hinzu kommen wiederholt bärische Nachrichten vom Soja- und Palmölmarkt, die für Preisschwäche sorgen.

    Am Rapsschrotmarkt zieht die Nachfrage in dieser Woche wieder etwas an, findet aber nach wie vor so gut wie kein Angebot, sodass die Umsätze überschaubar bleiben. Das gilt insbesondere für Rapsschrot auf den vorderen Positionen. Auf Terminen ex Ernte passiert momentan noch nicht viel. Solange das Rohstoffgeschäft noch nicht steht, halten sich die Mühlen mit Kontraktverhandlungen zurück. In der ersten Maiwoche lässt das Geschäft mit Sojaschrot noch auf sich warten, umgesetzt wird wenig. Das liegt vor allem daran, dass bärische Einflüsse den Markt diktieren. Neben einer südamerikanischen Sojabohnenrekordernte stehen die Zeichen für eine Ausdehnung der US-Anbauflächen für Soja in diesem Jahr witterungsbedingt günstig. Bullischen Impuls gibt es eigentlich nur aus Brasilien, wo Erzeuger ihre Erntemengen weiterhin eher zurückhalten. Überwiegend bärische Einflüsse lassen Käufer am deutschen Sojaschrotmarkt auf weitere Vergünstigungen hoffen.

    In den vergangenen Wochen haben besonders die schwächeren Palmölpreise den Markt für Pflanzenöle belastet. Dies scheint nun vorbei zu sein, die Pflanzenölpreise haben sich stabilisiert und für Palmöl sogar befestigt. Fob Rotterdam legte der Mai-Termin um 20 USD im Vorwochenvergleich zu, durch den erneut festeren Euro wird der Preisschwung etwas abgeschwächt. Mit 637 EUR/t beläuft sich das Plus auf rund 17 EUR/t. Auch die späteren Termine tendieren fester. Sonnenblumenöl fob Rotterdam steigt ebenfalls um 3 EUR/t auf 731 EUR/t für Juli/September. Von der Börse in Chicago kommen bullische Impulse für den Pflanzenölmarkt. Die Sojaölkurse haben die Tiefststände der vergangenen zwei Wochen wieder hinter sich gelassen und schlossen am 02.05.2017 rund 1,4 % höher als in der Vorwoche. Die leichte Kurserholung wurde auch am Kassamarkt nachvollzogen. Sojaöl zur prompten Lieferung fob Rotterdam verteuert sich um 15 EUR/t auf 745 EUR/t. Spätere Termine tendieren hingegen leicht unter Vorwochenniveau. Auch Rapsöl kann von der festen Tendenz profitieren. Der Mai-Termin fob Rotterdam steigt um 12 EUR/t auf 780 EUR/t. Für August/Oktober liegen die Forderungen sogar 17 EUR/t über Vorwoche.

    Dateigröße: 44 KDatum: 04.05.2017

  • Marktbericht KW 17 2017


    Am deutschen Rapsmarkt hat sich zu Beginn der 17. KW so gut wie nichts an der verfahrenen Situation der vergangenen Wochen geändert. An Impulsen fehlt es auch weiterhin. Käufer und Verkäufer finden nach wie vor nicht zueinander, zu unterschiedlich sind die Preisvorstellungen. Falls Ölmühlen überhaupt Kaufinteresse signalisieren, denn ihre Margen sind weiterhin unbefriedigend. Ihnen ist der Rohstoff angesichts fallender Rapsölpreise zu teuer. Zudem ist der Nachproduktabsatz schleppend, so dass der Rohstoffbedarf zusätzlich gedämpft wird, dementsprechend gering ist das Kaufinteresse. Zusätzlich werden die Prämien durch australisches Raps im Zaum gehalten, weil sich damit vergleichsweise günstig Versorgungslücken füllen lassen. Doch nicht nur von der Nachfrage, auch vom Angebot gehen am deutschen Rapsmarkt weiterhin keine Impulse aus. Der Handel wartet auf höhere Preise und auch die Erzeuger wollen für Ware der kommenden Ernte, über deren Umfang Unsicherheit besteht, festere Preise sehen. Insgesamt zeichnet sich am deutschen Rapsmarkt also weiterhin das Bild eines ruhigen Handels. Die Unsicherheit in Bezug auf den Umfang der kommenden Rapsernte in Deutschland rührt daher, dass das Ausmaß später Frostschäden an den hiesigen Beständen noch unklar ist. In der vergangenen Woche waren die Temperaturen in Teilen Europas deutlich gefallen – das hat die Landwirte verunsichert. Teilweise sollen Pflanzen Frostschäden genommen haben, von aufgeplatzten Stängeln ist die Rede, die die Gefahr von Pilzerkrankungen und Fäulnis erhöhen. Unter zusätzlicher Berücksichtigung, dass 25 bis 30 % der kommenden Ernte bereits in Kontrakten festgelegt wurden, halten sich Abgeber aus der Landwirtschaft zurzeit zurück und warten die Bestandsentwicklung ab. Auch wenn der Preisrückgang zuletzt gestoppt wurde, bräuchte es wohl höhere Preise um den Erzeugern Ware zu entlocken.

    Die Rapsschrotpreise auf den vorderen Terminen sind etwas unter Druck geraten. Denn obwohl viele der hiesigen Mühlen derzeit ihre Verarbeitung aufgrund einer für sie unzureichenden Marge gedrosselt haben und der Ausstoß entsprechend reduziert ist, scheint mehr Ware aus der alten Ernte verfügbar zu sein, als zuvor angenommen. Das nun doch etwas höhere Angebot hat Preisdruck erzeugt. Ware aus Raps der kommenden Ernte wird derzeit noch nicht besprochen. Hier macht sich genau wie auf dem Rohstoffmarkt wetterbedingt Unsicherheit breit. Auch nach den Osterfeiertagen fehlt es dem Sojaschrotmarkt an Schwung. Zwar werden stetig Kontrakte über kleinere Mengen zur Lieferung im August/September gehandelt und es gibt auch mal Anfragen für spätere Termine, in der Regel wird aber nicht mehr nachgefragt als nötig.

    Die Preise für Pflanzenöle sind im Verlauf der vergangenen Woche deutlich gefallen. Druck kommt in erster Linie durch die schwächeren Palmölpreise auf. Die erwarteten Produktionssteigerungen durch die sich erholenden Ölpalmenbestände belasten die Preisentwicklung zunehmend. Darüber hinaus trifft auch mehr und mehr Ware in den europäischen Häfen ein, so dass sich die Versorgungssituation hierzulande deutlich entspannt. Palmöl fob Rotterdam tendiert für vordere Ware mit 620 EUR/t deutlich schwächer. Diese Tendenz wird durch den erneut festeren Eurokurs noch verstärkt. Die kräftige Preisbewegung geht in erster Linie von der Angebotsseite aus, was auch die anderen Pflanzenöle mitzieht. Die Großhandelspreise für Rapsöl zur sofortigen Lieferung fallen rund 24 EUR/t auf 773 EUR/t. Für August/Oktober geben die Forderungen ebenfalls 14 EUR/t nach. Noch stärker ist der Preisrückgang bei Sojaöl. Fob Hamburg verliert prompte Ware rund 15 EUR/t auf 735 EUR/t. Spätere Termine geben sogar 17-20 EUR/t nach.

    Dateigröße: 44 KDatum: 27.04.2017

  • Marktbericht KW 16 2016


    Bereits vor den Osterfeiertagen hatte sich der Rapsmarkt beruhigt und hat bislang auch noch nicht wieder an Fahrt aufgenommen. Es gibt kaum Nachfrage, von Angebot ganz zu schweigen. Geliefert wird auf Vertragsbasis, erweitert wird das deutsche Angebot mit Lieferungen aus den EU-Ausland und Drittländern. Neugeschäft gibt es somit kaum. Zwar wurde zuletzt wieder etwas mehr für alterntige Partien in Deutschland geboten, aber das Plus von 1 EUR/t zur Vorwoche hat die Attraktivität der Gebote nicht wirklich verbessert. Allerdings scheint damit die Preisschwäche vorerst beendet zu sein. Jedenfalls für alterntige Ware. Für Raps der kommenden Ernte sind die Gebote erneut zurückgenommen worden, so dass im Schnitt nur noch knapp 348 EUR/t genannt werden. Damit bewegt sich der Preisunterschied wieder auf die 40 EUR/t zu. Es bleibt nun abzuwarten, ob sich die nicht immer zufriedenstellenden Feldbestände in Mittel- und Westeuropa Preiswirkung entfalten können. Aber dazu scheinen die sichtbaren Ausfälle noch nicht groß genug zu sein. Sorge bereiten die niedrigen Temperaturen, teils unter der Null-Grad-Grenze, die einige Rapsfeldbestände nun in der Blüte treffen. Vom Markt kommen derzeit keine neuen Impulse, so dass sich Raps eng an den Vorgaben der Terminbörsen in Übersee richten. Möglicherweise wird Raps wieder mehr besprochen, wenn die Osterferien überall vorbei sind. Allerdings beginnt danach der feiertagreiche Mai.

    Am Inlandsmarkt für Ölschrote herrscht aktuell wenig Aktivität. Viele Händler, Verarbeiter und Erzeuger sind noch im Osterurlaub. Wie schon in der Vorwoche gibt es kaum preisbeeinflussende Impulse so dass sich die Forderungen für Rapsschrot gegenüber Vorwoche nur leicht verändert haben. So sind die durchschnittlichen Verkaufspreise der Ölmühlen in Deutschland um 1 EUR/t auf 222 EUR/t gestiegen. Sojaschrot wird ebenfalls in der aktuellen Woche kaum besprochen. Die reichliche Versorgung mit Soja gerade aus Südamerika gibt derzeit wenig Anlass steigende Preise zu erwarten. Die Ernte in Brasilien läuft einwandfrei und kompensiert problemlos die Ernteverzögerungen durch den Starkregen in Argentinien. Daher warten Käufer hierzulande weiterhin ab und spekulieren auf sinkende Forderungen. Die etwas festeren Börsenkurse für USSojabohnen haben aber immerhin für eine leichte Preisbefestigung am Sojaschrotmarkt gesorgt. Die durchschnittlichen Fob-Preise für Sojaschrot mit 44 % Proteinanteil sind gegenüber Vorwoche um 2 EUR/t auf 317 EUR/t gestiegen. Auch die Forderungen für 49er Ware haben sich um 2 EUR/t auf 347 EUR/t befestigt.

    Die Osterfeiertage haben für deutlich reduzierte Handelsaktivitäten am Markt für Pflanzenöle gesorgt. Am meisten Dynamik zeigten die US-Sojaölnotierungen, die zwar immer noch unter der fehlenden Nachfrage der US-Biodieselindustrie leiden, jüngst aber von Spekulationen auf Anti-Dumping-Zölle in den USA gegen Lieferungen von Biodiesel aus Argentinien und Indonesien profitieren konnten. Sollten die Schutzzölle in der erwarteten Höhe eingeführt werden, dürfte der US-Rohstoffbedarf nach heimischen Pflanzenöl wie Sojaoder Rapsöl steigen, was die Sojaölkurse in Chicago zwischenzeitlich deutlich beflügelt hatte. Allerdings konnte US-Sojaöl die Kursgewinne nicht halten und schlossen im gestrigen Handel 0,3 % unter Vorwochenlinie. Immerhin konnten die auch die Großhandelspreise für Rapsöl von dem kurzen Anstieg profitieren. Zwar kam in den vergangenen Tagen kaum Abschlüsse zu Stande, dennoch befestigten sich die Forderungen leicht um 2 EUR/t über alle Termine hinweg. Prompte Ware kostet damit aktuell 797 EUR/t.

    Dateigröße: 40 KDatum: 20.04.2017

  • Marktbericht KW 15 2017


    Kurz vor Beginn der Osterfeiertage hat sich der deutsche Rapsmarkt noch weiter beruhigt, nur noch wenige Marktteilnehmer sind aktiv, die Umsätze ist sehr überschaubar. Das waren sie allerdings auch schon in der vergangenen Woche, da es prompt sowie auf Terminen Mai/Juni praktisch kein Angebot gibt, denn Rapserzeuger halten ihre knappen Restbestände unter Verschluss. Doch auch für Termine ex Ernte ist die Bereitschaft, Kontrakte über Mengen der kommenden Ernte zu schließen zurückgegangen, was insbesondere auf die Trockenheit in vielen Regionen Deutschlands zurückzuführen ist. Das hat die Erzeuger vorsichtiger gemacht. Sie warten Witterungsverlauf und Bestandsentwicklung ab. Gleichzeitig ist aber auch die Nachfrage vielfach nicht unbedingt drängend, denn zu gering ist die Marge für deutsche Ölmühlen momentan, sodass sie ihre Verarbeitung und damit auch ihr Kaufinteresse für Raps erst dann wieder ankurbeln, wenn sie mit einer zufriedenstellenden Marge rechnen können. Dafür müssten die Rapsölpreise anziehen oder aber die Rohstoffpreise noch weiter zurückgehen. Letzteres dürfte es allerdings umso schwieriger machen, überhaupt an Ware heranzukommen.

    Am deutschen Sojaschrotmarkt haben sich die Preise gegenüber Vorwoche befestigt. Ausgelöst wurde dies vor allem durch eine Verschlechterung der Witterungsbedingungen in argentinischen Sojaanbaugebieten. Zu viel Regen verzögerte dort die noch kaum vorangeschrittene Ernte. Inzwischen hat sich die Situation wohl wieder entspannt. Stattdessen könnte sich kurzfristig nun die erneut durch das USDA nach oben korrigierte Ernteschätzung für Südamerika auf den Preis für Sojaschrot am deutschen Kassamarkt niederschlagen. Mittelfristig ist dann aber eher mit anziehenden Preisen zu rechnen, sodass Futtermittelhersteller zunehmend Kaufinteresse signalisieren. Währenddessen sind die Rapsschrotpreise weiter leicht gestiegen. Bei anhaltend nicht ausreichender Marge ist der Ausstoß der Ölmühlen nach wie vor gering und dementsprechend auch der Anfall von Rapsschrot verringert. Futtermittelherstellern suchen daher teilweise vergeblich Ware.

    Der Handel mit Pflanzenölen ist derzeit sehr verhalten. Alle Marktteilnehmer warteten auf den gestern Abend erschienen USDA-Monatsbericht. Niemand wollte auf dem falschen Fuß erwischt und unnötig Lehrgeld bezahlen für eine Fehleinschätzung der Marktsituation. So wird fast ausschließlich für den sofortigen Bedarf gekauft, sofern nötig. Darüber hinaus befinden sich viele Händler im Osterurlaub, was zusätzlich für verminderten Handel sorgt. Die Sojaölkurse in Chicago haben im Wochenverlauf keine klare Tendenz gezeigt, global betrachtet sind Sojabohnen als Rohstoff mehr als reichlich verfügbar und die Nachfrage gerade auch aus der US-Bioethanolindustrie bleibt sehr bescheiden. Es fehlen daher entscheidende Impulse für festere Kurse. Auf Wochensicht verliert Sojaöl 1,5 %. Die Palmölnotierungen in Kuala Lumpur tendieren ebenfalls schwächer. Am hiesigen Markt für Pflanzenöle sind in Folge auch die Forderungen für Sojaöl leicht gefallen. Die Preise für Rapsöl haben sich indes vorne etwas befestigt, hintere Termine tendieren hingegen schwächer, da ex Ernte gehandelter Raps mit deutlichen Abschlägen an der Matif bewertet wird.

    Dateigröße: 39 KDatum: 13.04.2017

  • Marktbericht KW 14 2017


    Am deutschen Rapskassamarkt geht es weiterhin ruhig zu. Hinsichtlich ihrer Preisvorstellungen, finden Käufer und Verkäufer kaum zueinander. Erzeuger halten die Ware aus ihren überschaubaren Vorräten nach wie vor zurück, während die Nachfrage auf den vorderen Positionen sogar noch weiter zurückgegangen ist. Ölmühlen beklagen unzureichende Verarbeitungsmargen. Außerdem füllen gleichzeitig australische Importe die Versorgungslücken. So seien viele Mühlen für ihre geringe Auslastung vorerst noch ausreichend mit Ware gedeckt und beobachten die weitere Preisentwicklung für deutschen Raps. Das hält die Prämien im Zaum. Regional scheint es aber durchaus noch Bedarf zu geben, zum Beispiel am Niederrhein. Dafür sprechen unverändert hohe Prämien, die dort für Raps geboten werden. Für prompte Ware sowie auf den Lieferterminen Mai und Juni wurden diese sogar nochmals leicht angehoben, womit der zur Vorwoche marginale Rückgang an der Terminbörse weitgehend kompensiert wurde. Damit haben sich am Kassamarkt die Gebote gegenüber Vorwoche kaum verändert haben. Auf neuerntigen Positionen ab August halten die Mühlen ihre Prämien allerdings konstant und gleichen damit den Kursrückgang nicht aus. Daraus lässt sich ableiten, dass zumindest am Niederrhein nach wie vor Kaufinteresse für vordere Ware besteht. Demgegenüber ist die Nachfrage auf Terminen ex Ernte gering, der Bedarf nicht drängend. Gleichzeitig gibt es hier häufiger Verkaufsinteresse, wenn auch in überschaubarem Umfang. Und vereinzelt kommt es auch zu Abschlüssen.

    Am deutschen Rapsschrotmarkt ist Ware aus der laufenden Saison so gut wie nicht zu bekommen, mancher Futtermittelhersteller sucht vergeblich. Aufgrund der unbefriedigenden Marge und des überschaubaren Rapsangebotes haben die Ölmühlen ihre Verarbeitung gedrosselt, viele spekulieren bereits mit einer frühzeitigen Verarbeitungspause bereits im Mai. Damit schwindet auch der Rapsschrotausstoß. Die knappe Verfügbarkeit hat zusammen mit zuletzt wieder festeren Rohstoffnotierungen die Rapsschrotforderungen steigen lassen. Am Sojaschrotmarkt kommt etwas Leben in die Geschäfte, zumindest auf den Terminen Mai bis Oktober. Hier zieht die Nachfrage an und es werden Kontrakte ausgehandelt, auch wenn der Nachfrageanstieg nicht so groß sein soll wie zur gleichen Zeit des vergangenen Jahres. Die laut jüngster USDA-Prognose steigende US-Sojabohnenanbaufläche zur Ernte 2017 hat die deutschen Sojaschrotpreise kaum bewegt.

    Der Markt für Pflanzenöle zeigt sich in der aktuellen Woche eher ruhig. Die Pflanzenölpreise haben sich im Vergleich zur Vorwoche wieder etwas befestigt. Besonders Raps-, Sonnenblumen- und Sojaöl konnten zulegen. Die Palmölnotierungen tendieren weiterhin leicht schwächer zur Vorwoche und auch die Sojaölkurse in Chicago gaben um 2,4 % zum vergangenen Mittwoch deutlich nach. Nach wie vor fehlen die nötigen Verarbeitungsmengen der US-Biodieselindustrie um über eine entsprechende Nachfrage Kaufsignale für Sojaölnotierungen zu generieren. Am europäischen Pflanzenölmarkt hat Rapsöl zur Lieferung von Mai bis Juli 4 EUR/t im Vorwochenvergleich zulegen können und aktuell mit 766 EUR/t fob Niederlande bewertet. Sojaöl erholt sich ebenfalls über alle Termine hinweg. Maiware kostet 740 EUR/t fob Niederlande und liegt damit 10 EUR/t über Vorwochenlinie. Auch die Preise für Sonnenblumenöl steigt für prompte Lieferung um 5 EUR/t, spätere Termine ziehen sogar 10 EUR/t an. Die Forderungen für Palmöl fob Niederlande geben für Mai nochmal kräftig nach und liegen 20 USD/t unter Vorwochenniveau, der schwächere Eurokurs puffert die Preisdifferenz allerdings auf 8 EUR/t ab.

    Dateigröße: 40 KDatum: 06.04.2017