Aktuelle Marktberichte

  • Marktbericht KW 12 2017


    Am deutschen Rapskassamarkt dürfte sich die knappe Versorgungslage zunehmend entspannen. Ölmühlen in der Nähe zu Binnen- und Seehäfen profitieren offenbar bereits vom Eintreffen australischer Importmengen. An den Binnenstandorten im Osten wird Ware von einigen Paritäten dagegen weiterhin gesucht, von deutschen Erzeugern aber zurückgehalten, erst recht, wo jetzt zu dem wenig zufriedenstellenden Preisniveau Kosten für Feldarbeiten und Düngung hinzukommen, sodass hier die Situation noch angespannt bleibt. Dortige Mühlen haben weiterhin Bedarf und halten die Prämien demzufolge weiterhin hoch. Während auf Terminen bis einschließlich Juni also weiterhin vielerorts Ware gesucht wird, was sich an nach wie vor hohen Prämien zeigt, die von der Nachfragseite her geboten werden, werden erzeugerseitig zur prompten Lieferung praktisch keine Mengen angeboten, aber auch für Termine Mai bis Juni besteht wenig Verkaufsbereitschaft. Ex Ernte liegen die Prämien deutlich niedriger, denn das Kaufinteresse für Ware der kommenden Ernte ist noch eher gering. Allerdings zeigt sich die Angebotsseite auf den ex Ernte-Terminen abgabebereiter, sodass vereinzelt Verhandlungen geführt werden und die beiderseitigen Preisvorstellungen näher beieinanderliegen. Was die Anbaubedingungen in Europa betrifft, kamen jüngste Regenfälle vielerorts der Bestandsentwicklung und damit auch den Ernteaussichten zugute, nach einem in vielen Regionen insgesamt zu trockenen Herbst. Gerade in Frankreich aber auch im Osten Deutschlands könnten die Regenfälle das Bestandsbild verbessern. Für Europa ergibt sich ein heterogenes aber durchaus zufriedenstellendes Gesamtbild.

    Aktuell ist des Kaufinteresse am deutschen Rapsschrotmarkt äußerst gering. Die Nachfrage der Mischfutterhersteller sei praktisch auf null zurückgegangen, heißt es. Nach wie vor gehen die Preisvorstellungen teilweise deutlich auseinander: Auf späteren Terminen, Mai bis Oktober 2018, zeigt die Käuferseite zwar etwas Interesse, diese Termine liegen aber noch zu weit in der Zukunft, als dass hierüber schon Kontrakte ausgehandelt werden würden. Die Preise haben sich in der zurückliegenden Woche trotz schwacher Umsatzlage stabil entwickelt und lagen am 21.03.17 mit 221 EUR/t gegenüber Vorwoche um 3 EUR/t höher. Noch geringer scheint das Kaufinteresse für Sojaschrot zu sein. Anhaltenden Druck erzeugt die Aussicht auf eine südamerikanische Sojarekordernte. Nachfrageseitig halten sich Marktteilnehmer deshalb zurück und spekulieren auf weiter sinkende Preise. Diese wurden gegenüber Vorwoche um weitere 7 EUR/t zurückgenommen.

    Von der US-Umweltbehörde EPA sind bis dato immer noch keine weiteren Informationen zur zukünftigen Gestaltung der US-Biodieselpolitik bekannt geworden. Das hat in den vergangenen Wochen zu deutlich reduzierten US-Verarbeitungsmengen geführt. Im Januar und Februar 2017 lagen folglich die verarbeiteten Sojabohnenmengen rund 50 % unter Vorjahresniveau. Auch für März und April dürfte die Lage unsicher bleiben, da der US-Etat vom Parlament noch nicht beschlossen wurde und somit auch die Förderungen für die US-Biodieselindustrie nicht sicher sind. Was allerdings in den vergangenen Wochen noch für schwächere Sojaölnotierungen an der Börse in Chicago gesorgt hat, wird jetzt vom Markt kurzum positiv interpretiert. Denn da auch nichts gegenteiliges zu den bisherigen Plänen der Umweltbehörde bekannt gegeben wurde, spekulieren die Fonds auf eine Fortführung der EPA-Vorgaben für den Sektor und erhöhten ihre Kaufkontrakte auf Sojaöl in den vergangenen zwei Tagen um 7.000 t. So tendieren die US-Sojaölkurse den fünften Tag in Folge fester und gewinnen zum vergangenen Mittwoch rund 2,9 % auf umgerechnet 676 EUR/t. Auch am Kassamarkt in Deutschland steigen die Sojaölpreise und legen rund 5 EUR/t zu auf 760 EUR/t für den April. Prompte Ware ist derzeit nicht verfügbar. Rapsöl kann von den gestiegenen Pflanzenölpreisen nicht profitieren. Der Apriltermin fällt 10 EUR/t gegenüber Vorwoche, spätere Termine geben sogar noch mehr nach. Damit haben die Forderungen für Rapsöl in den vergangenen Wochen und Monaten kräftig verloren. Mitte Januar 2017 musste für Ware mit Ziel April 2017 noch 875 EUR/t bezahlt werden. Das sind fast 100 EUR/t weniger als aktuell gefordert wird. Grund für die deutlich schwächeren Preise sind laut Angabe von Marktbeobachtern ein deutlich größeres Angebot als erwartet. Nachfrage ist zwar vorhanden, aber scheinbar nicht ausreichend genug, um die offerierten Mengen ohne Preisabschläge aufzunehmen.

    Dateigröße: 45 KDatum: 23.03.2017

  • Marktbericht KW 11 2017


    Am deutschen Rapskassamarkt hat sich die Zurückhaltung auf der Angebotsseite fortgesetzt. Waren die Erzeuger bereits in den vergangenen Wochen auf dem hiesigen Preisniveau wenig bereit, ihre Ware abzugeben, hat sich dieser Umstand weiter verschärft, denn mittlerweile sind die Läger weitgehend geräumt. Zudem sind die Notierungen für Raps in Paris weiter abgerutscht, was Anbieter erst recht nicht aus der Reserve lockt. Auf 401 EUR/t für Inlandsraps frei Erfasserlager haben sich die Preise abgeschwächt. Alterntige Restbestände werden jetzt, in Spekulation auf weiterhin lebhaftes Kaufinteresse mit einhergehenden Preisbefestigungen, zurückgehalten. Das geringe Angebot spiegelt sich auch auf Großhandelseben wider. Dementsprechend sind am Markt kaum Briefkurse erhältlich. Mühlen halten ihre Prämien auf Matif konstant, sind aber auch nicht bereit die jüngsten Kursverluste durch eine Anhebung ihrer Prämie auszugleichen. Hinsichtlich der kommenden Ernte gestalten sich die Umsätze eher ruhig, da auch hier die Preisvorstellungen deutlicher differieren als zuvor. Ansonsten blicken Marktteilnehmer erwartungsvoll den avisiert umfangreichen Rapslieferungen aus Australien entgegen. Von Rekordmengen ist die Rede. Diese sind zwar zu einem großen Teil bereits eingepreist, über die letztendliche Gesamtmenge wird aber rege spekuliert.

    In Teilen Deutschlands ist Rapsschrot dem Vernehmen nach gefragter und zugleich knapper verfügbar als Sojaschrot. In manchen Regionen habe sich Rapsschrot daher verteuert, während die Preise für Sojaschrot weiter zurückgegangen seien. Die Rapsschrotpreise auf Bundesebene spiegeln das gesteigerte Kaufinteresse bislang nicht wider, sie sind gegenüber Vorwoche um weitere 6 EUR/t auf 218 EUR/t abgerutscht. Das könnte an den noch dünnen Umsätzen liegen, denn so richtig scheinen sich Handel und Ölmühlen noch nicht über den Preis einig zu sein. Auf Seiten der Abgeber hält man sich daher noch zurück. Am deutschen Sojaschrotmarkt hat sich wenig verändert. Konsumiert wird weiterhin „von der Hand in den Mund“, das bedeutet, dass lediglich prompte Ware in geringen Mengen angefragt und umgesetzt wird. 44er Sojaschrot hat sich gegenüber Vorwoche um 5 EUR/t auf 332 EUR/t vergünstigt, während 49er Ware um 5 EUR/t auf 360 EUR/t zurückgegangen ist.

    Von der US-Umweltbehörde EPA sind zur Zukunft der US-Biodieselindustrie seit dem Dementi der Zusage von Beihilfezahlungen aus der vergangenen Woche keine neuen Informationen bekannt gegeben worden. Entsprechend läuft die Nachfrage nach Biodiesel auf dem Minimum. Die Unsicherheit lässt die Marktteilnehmer zurückhaltend agieren und so wird nur sehr verhalten Sojaöl nachgefragt. Das macht sich auch bei den Sojaölnotierungen in Chicago bemerkbar. Im Vorwochenvergleich fallen die Kurse um fast 5 % und bewegen sich 660 EUR/t deutlich unter Linie von 700 EUR/t. Am Kassamarkt in Deutschland geben die Forderungen für Sojaöl daher auch weiter nach und fallen erneut auf Wochensicht um 10 EUR/t für prompte Ware. Die Preise für Rapsöl können dem nichts entgegensetzen und tendieren sogar 20 EUR/t schwächer als in der Vorwoche. Auch die späteren Termine haben nachgegeben, wenn auch nicht so stark. Die Lage am deutschen Markt für Pflanzenöle ist auf Grund des kräftigen Preisverfalls sehr ruhig. Viele Akteure sind verunsichert, da sie die Hausse der vergangenen Woche scheinbar überschätzt hatten und nun auf dem falschen Fuß erwischt wurden. Die Nahrungsmittelindustrie ebenso wie die Biodieselproduzenten hätten eigentlich noch Bedarf an Rapsöl, allerdings werden hier noch weiter fallende Preise erwartet und daher kaum Ware angefragt. Die großen Handelsunternehmen sind noch am Markt und versuchen ihre Rapsölpositionen mit Sojaöl abzusichern und die Ölmühlen fragen kaum Ware nach, da die Verarbeitungsmargen sich nicht rechnen. In Folge wird Rapsöl vorne langsam knapp. Daher warten noch viele Marktbeteiligte ab, bis die Nachfrage wieder anzieht.

    Dateigröße: 44 KDatum: 16.03.2017

  • Marktbericht KW 10 2017


    Die Rapskurse haben sich in der vergangenen Woche nur wenig bewegt. An wirklichen Impulsen fehlte es, sodass sie sich vor allem an den Entwicklungen der Sojabohnennotierungen an der Chicagoer Börse orientierten. Hier legten die Kurse zuletzt jedoch keine weiteren Sprünge mehr hin, der bullische Impuls festerer Sojaölnotierungen hat nachgelassen. Raps in Paris hat es am Montagabend trotz schwächerer Vorgaben aus Chicago und abseits echter Impulse dennoch wieder über die 420 EUR/t geschafft, konnte das Niveau aber nicht halten. Am deutschen Rapskassamarkt geht es ähnlich impulslos zu wie an der Börse in Paris. Auf der Angebotsseite halten sich Marktteilnehmer weiterhin zurück. Mittlerweile liegen nur noch Restmengen der alten Ernte in den Lagern, deren Verkauf die Anbieter aber wohl bis April oder sogar Mai hinauszögern werden. Sie hoffen auf ein zunehmendes Kaufinteresse der Mühlen in den nächsten Monaten, einhergehend mit Preisbefestigungen ähnlich wie im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Zwar ist die Rapsversorgung nach wie vor eng – gute Aussichten also für eine Preisentwicklung wie im vergangenen Jahr –, Rekordeinfuhren an Raps aus Australien dürften jedoch ab April 2017 die EU-28 erreichen und das hiesige Angebot ergänzen. Die größten Mengen Austral-Raps werden im Mai und Juni erwartet. Die Aussicht auf Preissteigerungen wird dadurch getrübt. Während die Prämien für Ware der alten Ernte stabil geblieben sind, wurden sie für Ware der kommenden Ernte leicht angehoben. Die Abgabebereitschaft ist jedoch auch hier, nach Festlegung des üblichen Drittels im Rahmen von Vorkontrakten, erzeugerseitig gering. Jetzt gilt es, die weitere Entwicklung der Rapsbestände abzuwarten. Dem Vernehmen nach seien die Bestände im Nordosten Deutschlands besser aus dem Winter gekommen als erwartet. Nun sind die kommenden vier Wochen entscheidend für die Entwicklung der Pflanzen.

    Am deutschen Markt für Rapsschrot haben sich die Preise in den vergangenen Tagen kaum bewegt, da nur wenig Kaufinteresse besteht, und richten sich vor allem an den Notierungen für Soja und Raps in Chicago bzw. Paris aus. Konsumgeschäft findet momentan so gut wie nicht statt, aber auch das Papiergeschäft ist mittlerweile fast zum Erliegen gekommen. Am Sojaschrotmarkt gibt es auch in dieser Woche keine Überraschungen. Für Südamerika wird nach wie vor von einer Sojabohnenrekordernte ausgegangen, ein entscheidender Grund für die fortwährende Zurückhaltung auf Seiten der Käufer am deutschen Sojaschrotmarkt. Kaufinteresse ist auf geringe Mengen zur prompten Lieferung begrenzt. Was in den kommenden Wochen eine Rolle spielen könnte, sind die seit vergangener Woche währenden Logistikprobleme in Brasilien. Diese könnten, sofern sie andauern, zu einem reduzierten Warenstrom Richtung EU führen, was Preiswirkung hätte.

    Der sprunghafte Anstieg der Sojaölkurse in Chicago in der vergangenen Woche beruhte primär auf den Äußerungen der neuen US-Regierung zur zukünftigen Entwicklung der Biodieselindustrie. Wie sich in der Zwischenzeit zeigte, sind die vor einer Woche gemachten Zusagen, ergänzt um mögliche Importverbote zur Steigerung der Nachfrage nach inländischem Rohstoff, noch lange nicht als sicher anzusehen. Die Trump-Regierung scheint sich auch intern noch nicht einig zu sein, wie es mit dem Sektor weitergehen soll. Von der neu entstandenen Unsicherheit zeigen sich die Sojaölnotierungen in Chicago aber bisher wenig beeindruckt. Zwar haben diese seit dem Hoch vom vergangenen Dienstag leicht nachgegeben, konnten aber das Niveau von etwa 710 EUR/t halten. Die Sojaölpreise am Kassamarkt in Deutschland sind zur Vorwoche wieder um 15 EUR/t für prompte Lieferung gefallen. Rapsöl verlor 5 EUR/t an Wert auf 815 EUR/t. Während die Folgetermine bei Rapsöl unverändert tendieren, verliert Sojaöl auch hier. Die kaum veränderten Rapsölforderungen führen Marktbeobachter auf eine eventuell doch bessere Rapsversorgung in Deutschland zurück als bisher vermutet. Mit den aus Australien erwarteten Rapsimporten dürfte sich die knappe Rohstoffsituation deutlich entspannen. Darüber hinaus ist die Lage am Kassamarkt für Pflanzenöle eher ruhig. Die Nachfrage nach Raps-, Soja- und Palmöl in Deutschland ist wie in der Vorwoche eher verhalten. Derzeit findet eine internationale Palmölkonferenz in Malaysia statt, an der viele Händler teilnehmen, sodass nur wenig Ware gehandelt wird. Palmöl gab auf den vorderen Lieferterminen um rund 7 USD/t nach, durch den erneut festeren Euro-/Dollarwechselkurs ist die Differenz zur Vorwoche sogar etwas größer. Die hinteren Termine reagieren weniger stark und verlieren nur minimal.

    Dateigröße: 45 KDatum: 09.03.2017

  • Marktbericht KW 09 2017


    Am deutschen Rapskassamarkt wird Ware der alten Ernte kaum mehr besprochen. Sie ist kaum mehr verfügbar, sodass sich in der Regel nur noch Restbestände in den mittlerweile gut geräumten Lägern finden, die aber kaum mehr das Kaufinteresse der Mühlen wecken. Denn viele Mühlen sind auf den vorderen Terminen gut versorgt und werden den kurzfristigen Bedarf bis zur kommenden Ernte mit den aus Australien eintreffenden Importen decken. Was die neue Ernte betrifft, so besteht auf Seiten deutscher Erzeuger derzeit wenig Handlungsbedarf, denn das übliche Drittel der kommenden Ernte ist bereits in Vorkontrakten gebunden. Nun gilt es den weiteren Witterungsverlauf abzuwarten, denn vereinzelt bereiten Auswinterungsschäden und lückige oder in ihrer Entwicklung zurückliegende Bestände Sorgen um den Umfang der kommenden Ernte. Bereits in der vergangenen Woche haben die Großhandelspreise für Raps entlang schwächerer Vorgaben aus Paris deutlich nachgegeben. Mittlerweile sind aber auch auf Erzeugerebene die Preise zurückgegangen, um 3 EUR/t auf 406 EUR/t Das Eintreffen erster Mengen Raps aus Australien erzeugt Preisdruck. Es ist jedoch weiterhin unklar, wie umfangreich die australischen Importe letztlich ausfallen werden. Da aber einige Mühlen wohl noch Versorgungslücken zu schließen haben werden, zeigen sich Marktteilnehmer eher zuversichtlich, wenn es um die weitere Preisentwicklung im Frühjahr geht – Preisbefestigungen werden erwartet.

    Am Sojaschrotmarkt geht eine leichte Anhebung der Prämien in erster Linie auf logistische Probleme beim Verladen und dem Transport von Sojabohnen in Brasilien zurück. Davon abgesehen, blicken Ölsaaten- und Schrotmärkte jedoch einem deutlich steigenden Sojaangebot in 2017 entgegen. Nimmt man einen Ertrag in Höhe der Vorjahre als gegeben an, dürfte die erheblich vergrößerte Anbaufläche für Sojabohnen in Rekorderntemengen münden. Auch die Käufer am deutschen Sojaschrotmarkt wissen um die Aussicht auf umfangreiche Ernten in Südamerika. Sofern der Bedarf nicht drängend ist, warten sie daher den weiteren Preisverlauf ab. Umgesetzt wird daher wenig und die Preise tendieren schwächer. Am deutschen Rapsschrotmarkt findet derzeit vor allem Papiergeschäft statt, physische Ware wird dagegen kaum bewegt. Die Verfügbarkeit von Rapsschrot ist begrenzt, gleichzeitig ist aber auch die Nachfrage nicht drängend. Der Markt ist ruhig aber ausgeglichen.

    Mit der gestrigen Meldung, dass die US-Regierung auch zukünftig die Beihilfezahlungen an die US-Biodieselindustrie fortsetzen wird und darüber hinaus auch an den Produktionszielen uneingeschränkt festhalten dürfte, haben sich die Sojaölnotierungen an der Börse Chicago kräftig befestigt. Die Notierung zog um über 4 % an und zeigte den stärksten Anstieg seit 23.11.16. Die Unsicherheit am Markt hatte die US-Branche in den vergangenen Wochen nahezu stillgelegt. Dies schlug auch direkt auf die Sojaölnachfrage durch was zu erheblichen Kursverlusten führte. Im Zuge der schwachen Sojanotierungen fielen auch die Kurse der anderen Pflanzenöle, was sich auch auf den Kassamarkt auswirkte. Sowohl die Soja-, als auch die Rapsölpreise in Deutschland haben prompt reagiert. Sojaöl verteuerte sich zur Vorwoche um 13 EUR/t für prompte Lieferung. Rapsöl gewann 5 EUR/t an Wert. Die Folgetermine beider Pflanzenöle tendieren weniger fest, teilweise sogar etwas schwächer. Die festen Preise für prompte Ware haben die Käufer allerdings abgeschreckt. Es wird nur wenig nachgefragt, Abschlüsse kommen kaum zu Stande. Dabei sind die Steigerungen hauptsächlich vom Terminmarkt getrieben, denn Raps-, Soja- und Palmöl sind vorne ausreichend bis reichlich vorhanden.

    Dateigröße: 44 KDatum: 02.03.2017

  • Marktbericht KW 08 2017


    Die Großhandelspreise haben mit den rückläufigen Terminkursen ebenfalls den Rückwärtsgang eingelegt. Ölmühlen klagen über unbefriedigende Verarbeitungsmargen, denn die Ölpreise haben kräftig nachgegeben. So verlor Rapsöl seit Monatsbeginn rund 2,4 % an Wert, die Großhandelspreise für den Rohstoff haben nach kurzem Auftrieb die Werte des Monatsanfangs wieder erreicht. Dennoch bleiben die Ölmühlen am Ball und nehmen die spärlich offerierten Mengen flott auf. Selbst wenn sie auf den vorderen Terminen aufgrund der umfangreichen Lieferungen aus Australien gut versorgt sind, bis zum Anschluss an die kommende Ernte gibt es noch genug Rohstofflücken, die gefüllt werden müssen. Und aus Erzeugerhand kommt kaum etwas, denn bis Ende Dezember war bereits mehr an den Erfassungshandel abgegeben worden als im Vorjahreszeitraum. Von den 4,6 Mio. t, die 2016 in Deutschland an Raps geerntet wurden, waren bis Jahresende mit 3,7 Mio. t rund 81 % vom Erzeuger verkauft worden. Das waren gut 100.000 t mehr als 2015. Damals waren nur 72 % der Rapsernte vermarktet gewesen. Damit blieben für den Rest der Saison, selbst auf Basis von null Verlusten und null Selbstverbrauch, noch 877.400 t Raps. Das würde gerade reichen, um den Inlandsbedarf der Ölmühlen im zweiten Halbjahr 20 % zu decken. Von den verkauften 3,7 Mio. t erhielten die Ölmühlen von Juli bis Dezember 2016 rund 2,6 Mio. t sowie zusätzlich 2,4 Mio. t Raps aus dem Ausland. Die Verarbeitung stieg gegenüber Vorjahr um 2 %, wobei der Ausstoß an Rapsöl aufgrund des geringeren Ölgehaltes in diesem Jahr um 0,6 % fiel, während an Rapsschrot 4,4 % mehr produziert wurde. Selbst wenn in der zweiten Hälfte des Wirtschaftsjahres die Verarbeitung aufgrund unbefriedigender Margen sinken sollte, werden immer noch rund 4,4 Mio. t Raps benötigt.

    Rapsschrot wird kaum umgesetzt. Wie schon in den vergangenen Wochen trifft das knappe Angebot auf sehr geringe Nachfrage. Erst sind die Rapskurse am Terminmarkt zu schnell nach oben gelaufen, so dass es den Käufern zu teuer wurde. Seit einer knappen Woche tendieren die Rapskurse wieder schwächer, aber die Käufer fragen immer noch nicht nach, denn nun hoffen sie auf weitere Preisnachlässe. Das gilt auch für Liefertermine der kommenden Saison. Ohnehin geben die Forderungen für Rapsschrot nicht so stark nach wie die Terminkurse, denn am Kassamarkt konnten sich die Rapspreise aufgrund des knappen Angebotes besser behaupten. Es ist kaum Raps der Ernte 2016 greifbar. Die Forderungen für Rapsschrot sind in diesem Kontext sogar weiter gestiegen und liegen aktuell bei 228 EUR/t, das sind rund 7 EUR/t über Vorwochenniveau.

    Nachdem in der Vorwoche ein starker Tag im Handel mit Holland Papier verzeichnet wurde, rund 45.000 Kaufkontrakte auf neue Saison und 35.000 auf „alte Ernte“, gestaltet sich der Pflanzenölmarkt nun wieder sehr ruhig. Ohnehin war auch in den vergangenen Tagen physisch kaum gehandelt worden. Mit den rückläufigen Preisen sehen sich die Käufer auch in einer guten Position und warten weiterhin ab. Rapsöl verlor in Deutschland rund 15 EUR/t an Wert, Sojaöl zur prompten Lieferung rund 10 EUR/t, Folgetermine etwas weniger. Immerhin hatte Sojaöl an der Börse in Chicago in nur 2 Tagen um rund 2 % nachgegeben. Die Ungewissheit über die Einsatzmengen in der Biodieselverarbeitung bei gleichzeitig stetig wachsendem Angebot drückt die Kurse. Die Schwäche am US-Markt schwappt sogar über den großen Teich und lässt in Malaysia die Palmölnotierungen schwächeln. Nicht nur, dass bei prognostiziertem Produktionswachstum und tatsächlich kaum verbessertem Export die Menge an Palmöl zunehmen soll, auch das überreichliche Angebot an konkurrierendem Sojaöl ließ die Kurse schwächeln. Das blieb nicht ohne Folge am Kassamarkt. Palmöl verlor gegenüber Vorwoche auf den vorderen Lieferterminen über 30 USD/t. Bei einem nahezu identischen Euro-/Dollar-Wechselkurs zur Vorwoche ist die Differenz in Euro genau so groß. Damit rutschen die Palmölpreise, bis auf den Februar-Termin, unter die Linie von 700 EUR/t. Das war zuletzt Mitte November 2016 auch der Fall.

    Dateigröße: 40 KDatum: 23.02.2017

  • Marktbericht KW 07 2017


    Die Abgabebereitschaft für alterntigen Raps in Deutschland ist erzeugerseitig weiterhin zurückhaltend. Denn nach wie vor schüren steigende Rapskurse in Paris, die sich mittlerweile oberhalb der Marke von 420 EUR/t bewegen, die Hoffnung auf weitere Preiserhöhungen. Allerdings sind Rapserzeuger hier und da zumindest bereit, sich von Teilmengen der alten Ernte, die sie ansonsten konsequent zurückhalten, zu trennen, um für den Einkauf von Betriebsmitteln (Dünger, Pflanzenschutz, Saatgut etc.) liquide zu sein. Auch bei der neuen Ernte herrscht häufig noch Zurückhaltung vor. Vereinzelt ist jedoch die Bereitschaft zum Abschluss von Kontrakten für die neue Ernte angesichts festerer Preise gestiegen. Das gilt beispielsweise für Rapserzeuger in Westfalen-Lippe. Auch aus Rheinland-Pfalz wird von Aufschlägen für Raps der neuen Ernte und dementsprechend anziehendem Interesse auf Erzeugerseite berichtet. Aus dem Saarland ist hingegen zu hören, dass hier Kontrakte für Ware der kommenden Ernte zwar besprochen, aber bislang nur in geringem Umfang abgeschlossen werden, obwohl bereits attraktivere Preise winken. Grund dafür ist, dass dortige Landwirte vielfach erst einmal den Aufgang der teilweise schlechten Herbstbestände zu Vegetationsbeginn abwarten wollen, bevor sie größere Mengen in Kontrakten festlegen, damit sie später nicht in Engpasssituationen geraten. Doch nicht nur im Saarland, bundesweit herrscht momentan Unklarheit darüber, wie die Auswinterungen in diesem Jahr ausfallen werden und das ist ein wesentlicher Grund, warum Erzeuger vorerst abwarten. An den EU-Märkten ist der Blick ansonsten weiterhin auf Australien gerichtet. Vor dem Hintergrund einer avisierten Rekordernte ist ab März mit umfangreichen Canola-Lieferungen zu rechnen, die das hiesige Rapsangebot aufstocken und damit die Marktsituation nach und nach entspannen werden. Momentan steht in Australien aber noch die Verladung von Getreide im Vordergrund.

    Am Sojaschrotmarkt ist das Angebot ausreichend, die Nachfrage verhalten. Der Markt präsentiert sich relativ ausgeglichen. Kaufinteresse gilt, wenn überhaupt, vorderer Ware. Termingeschäfte laufen dagegen so gut wie nicht. Unsicherheit über die Verfügbarkeit von Ware der neuen Ernte ab August in Deutschland hält die Preise auf späteren Terminen zurzeit noch hoch, womit Vorkontrakte auf Seiten der Nachfrager noch auf wenig Interesse stoßen. Sie rufen Ware stattdessen in überschaubaren Mengen von vorne her ab. Die Verkaufspreise der Ölmühlen in Deutschland haben sich gegenüber Vorwoche etwas befestigt, um 9 EUR/t sowohl für 44er als auch für 49er Ware auf 345 bzw. 372 EUR/t. Auch Rapsschrot wird momentan wenig umgesetzt, das Angebot ist überschaubar, alterntige Ware sei kaum zu bekommen. Die neue Ernte wird bislang kaum besprochen. Die Preise haben sich etwas abgeschwächt, lagen zuletzt bei 221 EUR/t und damit 3 EUR/t unter Vorwoche.

    Kaum Umsatz am Pflanzenölmarkt. Die unsichere Lage an den Finanzmärkten, neue Skandale in den USA und Terminkurse ohne eindeutige Richtung lassen die Käufer in Europa verharren. Das Kaufinteresse ist extrem zurückhaltend. Vereinzelt werden kleinere Partien auf den Terminen Mai bis Oktober 2017 nachgefragt und nach zähen Verhandlungen auch umgesetzt. In den Niederlanden wird Rapsöl höher bewertet als in der Vorwoche. Ausschlaggebend sind die deutlich befestigten Rohstoffpreise, immerhin legte Raps in Paris im Vergleich zur Vorwoche um 2 % zu. Rapsöl kostet zur Lieferung ab Mai 824 EUR/t und so 12 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Vordere Ware ist ausverkauft. Das gilt auch für die Raffinate, die ebenfalls auf wenig Kaufinteresse stoßen, aber ihre Prämie gegenüber rohem Rapsöl bei 50 EUR/t halten können. Demgegenüber hat sich Sojaöl fob Niederlande gegenüber Vorwoche ermäßigt: Auf den vorderen Terminen um 5 EUR/t, auf den Lieferterminen ab April 2017 um 10 EUR/t. Damit folgen die Kassapreise der Schwäche am Terminmarkt.

    Dateigröße: 44 KDatum: 16.02.2017

  • Marktbericht KW 06 2017


    Die Rapsvorräte auf den Höfen nehmen stetig ab, im Norden sollen nur noch 5-10 % lagern. Diese Restmengen werden zurückgehalten, vor allem, weil derzeit die Gebote wieder steigen und die Hoffnung auf noch höhere Erlöse antreiben. Die Kurse und auch Kassapreise für Raps der kommenden Ernte entwickeln sich nicht im Gleichklang. So wurden in Paris zuletzt nur sehr geringe Kursbewegungen verzeichnet und auch am Kassamarkt sind die 404 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche kaum verändert. Entgegen der Terminkursbewegung sogar leicht gefallen. Allerdings nutzen die Erzeuger derzeit die Gebote zwischen 360-375 EUR/t ex Ernte 2017 verstärkt um Teilmengen zu kontrahieren. Auf Großhandelsstufe ist das alterntige Angebot weiterhin nicht ausreichend. Anbietern sind die Prämien der Ölmühlen zu gering, um zu verkaufen. Sie würden gern die bereits bewilligten 435-440 EUR/t wieder sehen. Das gibt die Terminbörse bislang aber noch nicht her. Auch wenn sich die Kurse befestigt haben, die zuletzt notierten 416,50 EUR/t für alte Ernte sind noch weit entfernt von den 426 EUR/t von vor vierzehn Tagen. Die Prämien der Mühlen können den Abstand nicht ausgleichen, so bleiben die Geld- und Briefkurse auf den vorderen Terminen unvereinbar. Auf den späteren, alterntigen Lieferterminen sehen die Ölmühlen bei unbefriedigenden Margen wenig Spielraum für ihre Prämien, so dass die Gebote im Einklang mit der Börse hin und her schwanken. Hinsichtlich der kommenden Ernte, die durchweg über MATIF-Niveau franko Mühle bewertet wird, sind sich die Marktpartien schon eher einig. Allerdings sehen die Verkäufer derzeit wenig Gründe abzuschließen, denn die Möglichkeit, dass die Rapsernte 2017 doch nicht so gut ausfällt wie bislang prognostiziert, steht noch im Raum. Der Winter ist noch nicht vorüber, Schäden durch Auswinterung und Trockenheit noch nicht vollständig erfasst. Und dann kommt noch das unvorhersehbare Regenerationspotenzial der Rapspflanzen ins Spiel.

    Nach der anfänglichen Belebung der vergangenen Woche haben sich die Aktivitäten an den Ölschrotmärkten wieder deutlich abgeschwächt. Für Sojaschrot besteht am Kassamarkt eher ein langfristiger Abwärtstrend, denn die Rekordernte in Brasilien und die besseren Witterungsbedingungen in Argentinien mit geringeren Ernteverlusten als erwartet sorgen für reichlich Angebot. Auf dem aktuellen Preisniveau gibt es wenig Nachfrage. Käufer spekulieren auf sinkende Preise aufgrund des überbordenden Angebotes. Beide Sojaschrotqualitäten haben sich gegenüber Vorwoche um 3 EUR/t befestigt und lagen für 44er Ware bei 342 EUR/t, für 49er Schrot bei 369 EUR/t. Am Rapsschrotmarkt ist die Nachfrage ähnlich schleppend. Auch hier warten Käufer auf Preisrücksetzer, während die Ölmühlen im Gegenzug derzeit kaum Ware offerieren. Am 08.02.17 wurden die Forderungen für Rapsschrot gegenüber Vorwoche um 13 EUR/t auf 224 EUR/t angehoben.

    Das Geschäft mit Pflanzenölen hatte kurzzeitig an Fahrt aufgenommen. Der Richtungswechsel der Preise hatte das Kaufinteresse belebt, hatten die Käufer doch auf einen Tiefpunkt gewartet. Der scheint nun vorüber. Auch wenn der US-Sojaölmarkt Schwächesignale sendet, in den Euroländern kommt davon wenig an, weil gleichzeitig auch der Euro schwächelt und somit die Importpreise stabilisiert. Die Palmölpreise haben in den vergangenen Tagen dennoch kräftig zugelegt, denn der Kursanstieg an der Börse war größer als der Euroverlust. Das hat das ohnehin begrenzte Kaufinteresse deutlich abkühlen lassen. So war die Nachfragebelebung nur von kurzer Dauer. Der bevorstehende USDA-Bericht lässt die Marktteilnehmer abwartend agieren. Auf den vorderen Positionen scheint die Deckung mit Rapsöl auch deutlich besser geworden zu sein. Die Prämien auf die Folgetermine schwinden. So kostet in den Niederlanden Februar-Ware rund 830 EUR/t und damit 14 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Mai-Lieferungen werden aktuell mit 812 EUR/t bewertet und haben sich so gegenüber Vorwoche sogar verteuert. Das Kaufinteresse liegt 5-7 EUR/t darunter. Vorderes Rapsölraffinat ist nahezu ausverkauft, Preise sind erst wieder für April-Lieferungen erhältlich. Dies kostet 885 EUR/t und damit 5 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Sojaöl hat sich deutlich verteuert. Mit 805 EUR/t wird für Februar-Ware 35 EUR/t mehr verlangt als vor einer Woche. Kaufinteresse ist kaum vorhanden.

    Dateigröße: 40 KDatum: 09.02.2017

  • Marktbericht KW 05 2017


    An den europäischen Rapsmärkten ist der Blick nach Australien gerichtet. Wie die AMI bereits in der vergangenen Woche erläuterte, ist mit großen Mengen Raps zu rechnen, den australische Exporteure im Frühjahr nach Europa verschiffen werden. Erste Schätzungen liegen zwischen 2-3 Mio. t Raps, die in der EU ankommen werden. Ob die Importe aber tatsächlich innerhalb dieser Spanne liegen werden, bleibt noch abzuwarten, denn womöglich wird ein großer Teil der australischen Ware auch nach Asien abbiegen. Momentan stehe in Australien aber ohnehin noch die Verladung von Getreide im Vordergrund, so Marktteilnehmer. Im Februar dürften die Verladungen dann aber beginnen und im März die ersten Lieferungen die EU erreichen. Der knappen Rapsversorgungslage der Union wird das zugutekommen. Die Preise, die sich im Zuge der begrenzten Verfügbarkeit von Ware in den vergangenen Wochen stetig befestigen konnten, dürften unter dem Druck des dann größeren Angebots jedoch nachgeben, auch in Deutschland. Noch zeigen sich die Preise allerdings fest, wenngleich von den Notierungen für Raps in Paris zuletzt keine weitere Unterstützung mehr kam, denn die Kurse ließen sich von den deutlich schwächeren Sojanotierungen in Chicago mit nach unten ziehen, über den Monatswechsel sackten die Rapskurse dann auch nochmal deutlich ab. Am deutschen Kassamarkt gilt das Kaufinteresse vornehmlich Ware zur Lieferung ab März. Die Nachfrage der Biodieselhersteller ist, da sie vor dem Jahreswechsel umfangreich Ware orderten, erwartungsgemäß weiterhin zurückhaltend.

    Der Sojaschrotmarkt zeigt sich belebter. Bereits in der vergangenen Woche wurden Umsätze gemacht, doch gerade seit Beginn der aktuellen Woche hat das Kaufinteresse angezogen und gilt vor allem den vorderen Terminen. In Chicago rutschten die Sojakurse am 30.01.17 deutlich ab – daran orientierten sich die deutschen Kassamarktpreise für Sojaschrot, was vermehrt Käufer auf den Plan rief. Am 31.01.17 lagen die Erzeugerpreise für Sojaschrot in beiden Qualitäten 12 EUR/t unter Vorwoche, mit 366 EUR/t für 49er und 339 EUR/t für 44er Ware. Wachsendes Kaufinteresse lässt sich auch für Rapsschrot in Deutschland feststellen, gilt aber ausschließlich Ware der alten Ernte, besonders auf vorderen Positionen. Die neue Ernte wird dagegen so gut wie nicht besprochen. Die Preisentwicklung spiegelt den regeren Marktverlauf wider. Am 31.01.17 wurden die Forderungen für Rapsschrot auf 211 EUR/t angehoben, 8 EUR/t über Vorwoche.

    Die Pflanzenölpreise haben kräftig nachgegeben. Die Offerten für Rapsöl fob Niederlande erreichte am 31.01.2017 für Lieferungen ab Februar 2017 die Marke von 840 EUR/t und damit ein 2-Monatstief. Geldkurse standen mit 828 EUR/t dagegen, so dass keine Umsätze zustande kamen. Ohnehin ist das Kaufinteresse abgeklungen. Im fallenden Markt hoffen die Käufer nun auf einen besseren Zeitpunkt um Ware günstig zu ordern. Ohnehin sind die Märkte weiterhin verunsichert. Die Fundamentaldaten bieten zwar kaum neue Diskussionspunkte, aber die überraschenden politischen Entscheidungen in Amerika lassen die Finanzmärkte schwanken. Zudem fehlt dem Pflanzenölmarkt mit dem chinesischen Neujahrsfest ein wichtiger Impulsgeber bis zum 02.02.2017 sind die Terminbörsen in China geschlossen und auch die Börse in Kuala Lumpur hatte am Montag einen Feiertag. In Chicago weisen die Sojaölkurse nach unten gerichtete Tendenz auf und der Fronttermin verlor seit dem 18.01.2017 rund 5,5 % an Wert und schloss zuletzt auf einem 4-Monatstief. Das belastete auch die Preise in Europa. Fob Niederlande wurde rohes Sojaöl mit 770 EUR/t für Februarlieferungen bewertet und lag damit 40 EUR/t unter Vorwochenlinie.

    Dateigröße: 44 KDatum: 02.02.2017

  • Marktbericht KW 04 2017


    Am deutschen Rapsmarkt zeigen sich die Erzeuger weiterhin wenig abgabebereit, denn jüngste Kursbefestigungen in Paris schüren die Hoffnung auf weitere Preissteigerungen. Bisher hat sich das Warten gelohnt, bereits seit Wochen befestigen sich die Erzeugerpreise stetig. Verarbeiter rechnen jedoch mit einem reichlichen Angebot aus Australien im Frühjahr, was die Preisentwicklung spürbar abkühlen dürfte. Zusätzlichen Druck könnte von einer verhaltenen Biodieselnachfrage kommen. Dementsprechend ist die Nachfrage zurzeit nicht drängend – damit herrscht Zurückhaltung auf beiden Seiten des Marktes. Was die Logistik angeht, so erschwert Niedrigwasser nach wie vor den Binnenhandel. Mit einem Erzeugerpreis von 405,03 EUR/t wird Ware der alten Ernte am 24.01.17 rund 2,70 EUR/t höher bewertet als vor einer Woche. Auch die Kontraktpreise ex Ernte legten um 2,80 EUR/t auf 372,42 EUR/t zu. Der Abstand zu alterntiger Ware hat sich damit kaum verringert, die Preisdifferenz liegt weiterhin bei über 30 EUR/t. Zu berücksichtigen ist, dass die Kurse in Paris im Vergleich zu den Erzeugerpreisen in Deutschland einen weitaus deutlicheren Sprung gemacht haben, um 8,50 EUR/t haben die Notierungen ihre Gewinne binnen einer Woche ausgebaut. Ein Aufschlag, den Erfasser in Deutschland offenbar nicht bereits sind zu zahlen.

    Es kommt Bewegung in den deutschen Markt für Rapsschrot, das Kaufinteresse zeigt sich belebter, wobei sowohl Ware aus der alten, als auch aus der neuen Ernte angefragt wird. Was die alte Ernte betrifft, so ist die Abgabebereitschaft der Mühlen jedoch sehr verhalten, da die Marge gering ist, während bei der neuen Ernte nahezu jedes Gebot auch eine Offerte findet, dennoch haben sich die Preise für Rapsschrot in Deutschland gegenüber Vorwoche so gut wie nicht verändert haben. Sollte das Kaufinteresse in den kommenden Wochen weiter anziehen, dürfte dies aber die Abgabebereitschaft der Mühlen steigern. Am deutschen Sojaschrotmarkt hat sich der ruhige Verlauf indes fortgesetzt, denn die Preisbefestigungen der vergangenen Woche waren lediglich das Ergebnis festerer Notierungen in Chicago, nicht ein Zeichen von Marktbelebung. Mittlerweile schwächeln die US-Kurse jedoch und setzen keinen bullishen Impuls mehr.

    Den größten Einfluss auf die Pflanzenölpreise hatte in den vergangenen Tagen der Eurokurs, der mit Amtsantritt des neuen US-Präsidenten und seinen Ankündigungen für mehr Handelsbarrieren den Dollar auf Talfahrt schickte. Der Euro legte in nur sechs Tagen rund 1,5 % an Wert zu und notierte am 23.01.2017 erstmals seit gute einem Monat wieder über 1,07 USD. Die Abgabepreise für Rapsöl haben sich in den Niederlanden gegenüber Vorwoche leicht erhöht. Neben den sehr festen Rohstoffkursen ist es auch die knappe Versorgung, die stützt. So ist Ware zur Lieferung im Januar 2017 nicht mehr verfügbar. Februarlieferungen werden mit 865 EUR/t rund 5 EUR/t fester bewertet als zuvor, und erzielen seit kurzem damit einen leichten Aufschlag von 2 EUR/t gegenüber den Liefermonaten März und April 2017. Diese und die Folgemonate haben sich gegenüber Vorwoche um 2 EUR/t verteuert. Umsätze mit Rapsöl sind überschaubar, aber Tage mit schwächerer Tendenz werden für Kontrakte genutzt, diese reichen aber nicht über die Termine Mai/Juli 2017 hinaus. Auch Sojaöl wird etwas reger gehandelt, da die Forderungen mit dem schwachen Dollar deutlich zurückgegangen sind. Zudem tendierten die Sojaölkurse in Chicago schwächer. Fob Niederlande wird Sojaöl mit 810 EUR/t zur Lieferung im Januar 2017 bewertet und so 35 EUR/t weniger als noch vor einer Woche. Der Preisabstand zu den späteren Lieferterminen hat sich nicht verändert. März-Ware kostet 20 EUR/t weniger April-Ware 30 EUR/t.

    Dateigröße: 44 KDatum: 26.01.2017

  • Marktbericht KW 03 2017


    Nahezu stetig haben sich die Rapspreise in den vergangenen Wochen befestigt, das gilt für die Erzeugerpreise, noch deutlicher jedoch für die deutschen Großhandelspreise. Dabei hat sich die Situation am deutschen Rapskassamarkt kaum verändert. Steigende Rapskurse in Paris lassen die Erzeuger auf immer höhere Gebote hoffen. Mittlerweile reichen die Vorstellungen bis 430 EUR/t. Von kurzen Schwächephasen an der Börse in Paris ließen sie sich dabei nicht abbringen und halten die knappe Ware zurück. In den kommenden Wochen könnten aber zwei Faktoren die Preisentwicklung maßgeblich beeinflussen und die Marktlage so verändern.

    Bedeutenden Einfluss auf die weitere Entwicklung der Rapspreise in Deutschland, die sich in den vergangenen Wochen nahezu stetig befestigt haben, dürfte im ersten Quartal 2017 die Biodieselnachfrage haben. Die drängende Quotenerfüllung 2016 hob das Kaufinteresse am Markt für Biodiesel im November und Dezember vergangenen Jahres deutlich an. In dem Bemühen, der hohen Nachfrage gerecht zu werden, war der Rohstoffbedarf der Biodieselhersteller entsprechend hoch. Da die Rapserzeuger den begehrteren Rohstoff jedoch zurückhielten, kam es gegen Jahresende zu Engpässen. Feiertagsbedingt flaute die Nachfrage der Biodieselhersteller dann jedoch ab und hat sich im neuen Jahr bislang noch nicht wirklich belebt, abgesehen von vereinzelten Anfragen für 90er Ware. Marktteilnehmer rechnen nun damit, dass das Kaufinteresse nach der überdurchschnittlichen Nachfrage Ende 2016 in den kommenden Wochen sehr verhalten ausfallen könnte und damit möglicherweise das Umsatzniveau der vergangenen Jahre sogar unterschreiten könnte. Dies würde zu spürbarem Preisdruck führen.

    Doch auch von internationaler Seite her droht Preisschwäche für Raps in Deutschland und der EU-28. Denn aus Australien werden große Mengen Raps erwartet, die auf den europäischen Markt drücken. Grund ist der erheblich niedrigere kanadische Canola-Preis, der dazu führen könnte, dass sich Australien mit Ware aus Kanada eindeckt und gleichzeitig versuchen wird, die eigene Produktion am europäischen Markt zu platzieren. Das in der Folge größere Rapsangebot könnte Preisschwäche für deutsche Ware bedeuten. Bislang zeigen sich jedoch die Rapspreise in Deutschland und die Notierungen in Paris fest. Die Rapserzeugerpreise lagen am 17.01.17 im Schnitt bei 402,35 EUR/t und damit 2,70 EUR/t über Vorwoche. Die Terminkurse konnten ihre Gewinne um 2 EUR/t auf 418,75 EUR/t ausbauen, womit sie einen erneuten Anlauf auf die Hürde von 420 EUR/t wagen. Raps der kommenden Ernte konnte sich in den vergangenen Wochen allerdings nicht so kräftig nach oben bewegen. Zeitweilig war das Interesse auf beiden Seiten abgeklungen, so dass entgegen fester alterntiger Ware die Preise sogar zurückgenommen wurden. Während vor Weihnachten im Schnitt noch über 372 EUR/t erzielt wurden, waren es zuletzt nicht einmal mehr 370 EUR/t. Damit hat sich die Preisdifferenz zu sofortiger Ware auf über 30 EUR/t ausweitete. Mehr als 370 EUR/t wurden nur vereinzelt in wenigen Bundesländern geboten.

    Am Sojaschrotmarkt geht es weiter ruhig zu. Jedoch konnten sich die Preise in den vergangenen Tagen deutlich befestigen. Zuletzt lagen sie bei 350 EUR/t für 44er Sojaschrot fob Werk, plus 18 EUR/t gegenüber Vorwoche. Dies ist jedoch keineswegs ein Indiz für eine Belebung der Umsätze am deutschen Kassamarkt, sondern einzig das Ergebnis der festen Sojanotierungen in Chicago. Die Preise sind also nicht das Ergebnis höherer Umsätze. Im Gegenteil, das hohe Preisniveau schreckt potentielle Käufer noch weiter ab, das Interesse gilt allenfalls sofortiger Ware in geringen Mengen. Auch die Rapsschrotpreise kamen in den vergangenen Tagen etwas in Bewegung, doch auch hier wird wenig umgesetzt. Mischfutterhersteller konzentrieren ihre Nachfrage auf die vorderen Positionen, während spätere Termine (Mai bis Juli) derzeit noch so gut wie nicht besprochen werden. Gegenüber Vorwoche zogen die Forderungen auf 205 EUR/t, plus 8 EUR/t gegenüber Vorwoche.

    Die Rapsölpreise haben sich nach dem Auf und Ab der Vortage zuletzt deutlich befestigt und damit das Vorwochenniveau sogar überschritten. Vordere Ware ist vergleichsweise knapp und erzielt daher Aufgelder. So kostet der Januar-Liefertermin mit aktuell 885 EUR/t fob rund 10 EUR/t mehr als der März-Termin. Mit den steigenden Forderungen konnte allerdings kein Neugeschäft generiert werden. Geld- und Briefkurse sind sogar weiter auseinandergelaufen und mit 15-20 EUR/t unüberwindbar. Das sehr geringe Kaufinteresse macht sich vor allem bei den Raffinaten bemerkbar, deren Prämie auf rohes Rapsöl auf 40 EUR/t geschrumpft sind, nachdem sie in den Monaten zuvor stabil bei 45 EUR/t lagen. Bei den Sojaölpreisen konnten nur die vorderen Termine das Vorwochenniveau übersteigen, mit 850 EUR/t fob deutscher Mühle liegen die Forderungen rund 5 EUR/t über Vorwochenlinie.

    Dateigröße: 47 KDatum: 19.01.2017

  • Marktbericht KW 02 2017


    Die kräftige Entwicklung der Rapskurse an der Paris Börse hat den Anbietern sowohl aus der Landwirtschaft in Deutschland weitere Preissteigerungen in Aussicht gestellt. Da die Notierungen zwischenzeitlich beinahe die Marke von 420 EUR/t knacken konnten, reichen die Preisvorstellungen auf der Angebotsseite am deutschen Rapskassamarkt mittlerweile bis 430 EUR/t. Ob sich ein derartiges Preisniveau aber bewahrheiten wird, ist fraglich, denn aus Australien könnten große Mengen Raps auf den europäischen Markt drücken. Grund ist der erheblich niedrigere kanadische Canola-Preis, der dazu führen könnte, dass sich Australien mit Ware aus Kanada eindeckt und gleichzeitig die eigene Produktion am europäischen Markt an den Mann zu bringen versucht. Blickt man auf die vergangenen Wochen zurück, so lässt sich festhalten, dass in Deutschland gerade die Erzeuger ihre Preisvorstellungen mit den steigenden Notierungen in Paris immer weiter angehoben haben, während sie ihre Ware durchgehend begrenzt hielten. Dies ist auch weiterhin der Fall, sodass die Ölmühlen in Deutschland zunehmend dringlicher Bedarf anmelden und Ware für Februar und März suchen. Knappes Angebot und steigende Nachfrage schufen so bereits Raum für höhere Preisforderungen. Für Inlandsraps vom Erzeuger lagen die Einkaufspreise frei Lager des Erfassers am 10.01.2017 bei knapp 400 EUR/t und damit 3,50 EUR/t über Vorwoche. Verarbeiter zahlten bis zu 431 EUR/t franko.

    Die Preise für Rapsschrot in Deutschland verharren bereits seit Wochen auf mehr oder weniger unverändertem Niveau. Während die Paritäten Käufer suchen, hält man sich auf der Nachfrageseite beständig zurück. Am 10.01.2017 schien sich der Markt jedoch zu beleben, auf allen Paritäten wurde Ware der alten Ernte gehandelt, sogar in Magdeburg, Wittenberg und Riesa gingen Anfragen für Februar bis April sowie für Mai bis Juli 2017 ein. Eine Belebung der Konsumnachfrage schien absehbar. Einen Tag später war von Belebung dann allerdings schon wieder nichts mehr zu spüren. Bei Sojaschrot findet zumindest preislich etwas mehr Bewegung statt, die aber vor allem auf den wiederbefestigten Notierungen für Sojabohnen an der Chicagoer Börse fußen. Am 11.01.2017 lagen die Forderungen für Sojaschrot mit einem Proteinanteil von 44 % bei 338 EUR/t und damit 3,50 EUR/t über Vorwoche. 49er Ware konnte ebenfalls zulegen, um 4 EUR/t auf 366 EUR/t.

    Seit der Kursschwäche zum Jahresende entwickeln sich die Sojaölnotierungen in Chicago durchweg fester und erreichten mit umgerechnet 739 EUR/t fast ein 3-Wochenhoch. Damit zeigt Sojaöl einen ausgeprägteren Aufwärtstrend als Bohnen. Der könnte aber bald beendet sein, sollten die Positionsbereinigungen vor dem USDA-Bericht am Donnerstag zunehmen, denn es werden umfangreich Kaufpositionen gehalten. Am europäischen Kassamarkt haben die Sojaölpreise gegenüber Vorwoche kräftig zugelegt und lagen am 11.01.2017 für vordere Ware bei 855 EUR/t fob ARAG. Das sind 15 EUR/t mehr als vor einer Woche. Rapsöl tendiert demgegenüber auf den vorderen Lieferterminen Februar/April 2017 mit 861 EUR/t nahezu stabil, während spätere Liefertermine schwächer bewertet werden als in der Vorwoche. Die Nachfrage konzentriert sich auf Liefertermine Februar bis Juli 2017. Am 10.01.2017 wurden diese Partien noch lebhaft gehandelt, zu Preisen, die 8 EUR/t unter den heutigen Forderungen lagen. Die Preisanhebung am Mittwoch, begründet mit festeren Palmölkursen und schwächerem Euro, stieß bei den potenziellen Käufern auf wenig Interesse.

    Dateigröße: 44 KDatum: 12.01.2017

  • Marktbericht KW 01 2017


    An der Börse in Paris zeigen sich die Notierungen für Rapssaat seit Jahresbeginn fest, zuletzt legten sie sogar um 5 EUR/t zu und wagen damit erneut den Anstieg in Richtung 420 EUR/t. Die feste Tendenz wird von den Kursen auch an die Erzeuger- und die Großhandelspreise für Rapssaat in Deutschland weitergegeben. Die wöchentlichen Einkaufspreise für Inlandsraps vom Erzeuger, frei Lager des Erfassers liegen aktuell bei 396 EUR/t und unverändert zur Vorwoche. Ab Großhandel werden für Raps 422 EUR/t zur Lieferung ab Februar 2017 genannt. Den Erzeugern spielen diese Entwicklungen in die Karten. Diese haben in den vergangenen Wochen in Erwartung festerer Notierungen in Paris und damit einhergehender weiterer Preissteigerungen ihre ohnehin schon überschaubare Ware zurückgehalten und ließen sich auch von vorrübergehenden Schwächesignalen nicht aus der Ruhe bringen. Preisvorstellungen von 410 oder sogar 420 EUR/t werden mit den Kursbefestigungen in Paris zunehmend realistischer. Die fortgesetzte Zurückhaltung auf der Angebotsseite trifft auf ein ungebrochen reges Kaufinteresse. Mühlen suchen schon fast verzweifelt nach Ware, was die hohen Prämien deutlich widerspiegeln. Zudem bereitet der niedrige Pegelstand des Rheins Sorgen. Die reduzierten Liefermengen verteuern sich zusätzlich. Und schnelle Ware per LKW ist nicht verfügbar, auch wenn nach den Weihnachtsfeiertagen das Angebot an Frachtraum langsam wieder zunimmt.

    Ölschrote werden kurz nach den dem Jahreswechsel weiterhin zurückhaltend gehandelt, das Kaufinteresse ist derzeit immer noch gering. Insbesondere Sojaschrot ist betroffen, was sich auch an den durchschnittlichen Verkaufspreisen der Ölmühlen in Deutschland zeigt. Binnen einer Woche sind diese um 8 EUR/t für 49er Ware und um 9 EUR/t für 44er Ware zurückgegangen. Etwas anders sieht die Situation am Rapsschrotmarkt aus. Angebotsseitig suchen einige Paritäten immer noch Käufer. Physische Ware wird weiterhin wenig bewegt, dafür läuft aber zumindest am Niederrhein das Papiergeschäft rege zu stabilen Preisen. Aus dem Konsum kommt bislang noch wenig Kaufinteresse und gilt, wenn überhaupt, der vorderen günstigeren Ware. In den kommenden Wochen dürfte die Nachfrage dann aber Fahrt aufnehmen. Ansonsten steht momentan vor allem die Logistik im Vordergrund. Da der Rhein derzeit Niedrigwasser führt, kann es hier und da zu Lieferverzögerungen kommen.

    Das Geschäft mit Pflanzenölen läuft langsam wieder an, mit den sich abzeichnenden Festen Tendenzen wurde vor allem in Rotterdam Rapsöl zur Lieferung im April 2017 umgesetzt. Darüber hinaus blieb es ruhig. Heute finden Käufer und Verkäufer nicht mehr so leicht zueinander, die Preisvorstellungen differieren für Rapsöl um 10 EUR/t. Mit 860 EUR/t zur Lieferung ab Februar 2017 fob ARAG werden 5 EUR/t mehr gefordert als vor einer Woche. Am Vortag wurde zu diesem Niveau noch gekauft. Promptes Sojaöl hat sich bei geringem Kaufinteresse gegenüber Vorwoche um 10 EUR/t auf 840 EUR/t fob ARAG verteuert. Mit dem zur Vorwoche leicht schwächeren Euro muss für Palmöl sogar 11 EUR/t mehr gezahlt werden.

    Dateigröße: 43 KDatum: 05.01.2017