Futtermittel, Sonnenblumenextraktionsschrot
14.03.2008

Sonnenblumen kaum noch attraktiv

Nach dem Ende der Prämienzahlungen ist der Anbau von Sonnenblumen für die Landwirte in Deutschland trotz kräftig gestiegener Erzeugerpreise kaum noch attraktiv. 2007 sind die Flächen bei uns auf 18.800 Hektar gesunken gegenüber noch 32.000 Hektar im Vorjahr.

Der Schwerpunkt des Anbaus liegt trotz erheblicher Flächeneinschränkungen mit 12.000 Hektar nach wie vor in Brandenburg. In Bayern wurden im vorigen Jahr 2.200 Hektar angebaut, in Sachsen-Anhalt waren es 1.600 Hektar. In den übrigen Bundesländern ist das Areal mittlerweile kleiner als 1.000 Hektar.

Lediglich für besondere Verwendungen im Vertragsanbau sowie auf einigen Standorten ist der Anbau von Sonnenblumen hierzulande noch lohnenswert. So konnte sich in Brandenburg der Anbau von high-oleic-Züchtungen etablieren. Zusätzlich werden dort im Vertragsanbau gestreiftsamige Sorten für die Verwendung als Vogelfutter angebaut.

Aufgrund der stark gestiegenen Ölpreise könnten Sonnenblumen durchaus wieder an Bedeutung gewinnen. Voraussetzung für den Anbau ist neben einer ausreichenden Wasserversorgung auch eine weite Fruchtfolge, um Krankheiten zu unterdrücken.

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, www.zmp.de, 12.03.2008