Aktuelle Marktberichte

  • Marktbericht KW 07 / 2019


    Am Rapsmarkt hat sich die Lage im Prinzip nicht verändert, einer geringen Abgabebereitschaft aus der Landwirtschaft steht eine schwache Nachfrage der Ölmühlen gegenüber. Umgesetzt wird deshalb nicht viel. Die Rapsterminkurse in Paris sind seit drei Handelstagen rückläufig und einige Ölmühlen haben jüngst ihre Prämien gekürzt, da die Margen bei der Vermahlung anderer Ölsaaten attraktiver sind. Das niedrige und aus Erzeugersicht ohnehin schon unzureichende Preisniveau sinkt deshalb weiter. Forderungen für Raps, wie sie zur gleichen Zeit vor zwei Jahren durchgesetzt werden konnten, wirken unerreichbar. Immerhin liegen die Rapserzeugerpreise weiterhin über Vorjahreslinie, aber vor dem Hintergrund einer noch knapperen Rapsversorgung als damals ist das ein schwacher Trost. Das Hoffen aus Preissteigerungen im Übergang auf die Ernte 2019 geht weiter. Aber ob es die geben wird, ist unklar. Auf der einen Seite ist die Rapsversorgung derzeit knapper als in den Vorjahren und auch die Zufuhrmöglichkeiten aus dem Ausland, beispielsweise aus Australien, sind limitiert. Hinzu kommen deutlich kleinere Winterrapsflächen in Deutschland und Frankreich. Selbst wenn 2019 normale Erträge realisiert werden können, wird das die Erzeugung begrenzen. Auf der anderen Seite ist die Rapsnachfrage der Ölmühlen zurückhaltend und ab April könnte sie weiter nachlassen, denn dann wird am Biodieselmarkt Soja und Palmmethylsteher den Rapsmethylester ersetzen, der dann erst ab September wieder zum Zug kommt.

    Am Sojaschrotmarkt ist die Lage weiterhin unverändert, die Umsätze sind ruhig und überschaubar. Seit Monaten schon werden nur geringe Mengen für den kurzfristigen Bedarf gehandelt. Langfristige Kontrakte für Lieferungen im Sommer möchte niemand so recht eingehen, zu unsicher ist die weltpolitische Lage und der Ernteausgang in Südamerika. Auch am Rapsschrotmarkt geht es weiterhin ruhig zu. Mischfutterbetriebe sind vorerst noch gut versorgt, sodass die Nachfrage auf den vorderen Terminen gering ist. Marktteilnehmer berichten, dass viele eher als Verkäufer von Mischfutter, statt als Käufer von Rapsschrot agieren, was die gute Versorgungslage der Betriebe noch einmal unterstreicht. Die geringe Nachfrage setzt die Rapsschrotpreise unter Druck, mit 336 EUR/t im Bundesdurchschnitt werden aktuell 4 EUR/t weniger als in der Vorwoche genannt.

    Während alle anderen Pflanzenöle fester tendieren, haben nur die Rapsölpreise nachgegeben. Mit 740 EUR/t fob Hamburg kostet es 20 EUR/t weniger als in der Vorwoche und wieder so viel wie vor 14 Tagen. Die stetige und für dieses Zeit im Jahr sogar leicht überdurchschnittliche Biodieselnachfrage kann das nicht verhindern und auch die Knappheit von Raps und Nachprodukten verfehlt ihre Preiswirkung am Kassamarkt in der aktuellen Berichtswoche. Allerdings nähert sich Rapsöl damit preislich von oben her an die übrigen Pflanzenöle an, gewinnt an Konkurrenzkraft und könnte deshalb die Nachfrage künftig wieder stärker an sich binden. Der Preisverlauf beim Rapsöl war in den vergangenen Wochen sehr volatil, ein Trend ist bis jetzt nicht zu erkennen.

    Für Sojaöl werden mit 690 EUR/t fob Hamburg 5 EUR/t mehr als in der Vorwoche verlangt. Marktteilnehmer behalten die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen China und den USA weiterhin im Blick.

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    Dateigröße: 86 KDatum: 14.02.2019

  • Marktbericht KW 06 / 2019


    Die jüngste Hausse ist bereits wieder Geschichte, mit den rückläufigen Notierungen in Paris hat sich auch das Geschäft am Kassamarkt hierzulande spürbar beruhigt. Ohnehin hatten Erzeuger gezögert, sich von ihren Restmengen zu trennen, ihnen waren die gebotenen 360 EUR/t, wobei regional bis zu 370 EUR/t für alterntige Ware genannt wurde, nicht genug. So wurden in der Vorwoche nur geringe Mengenbewegungen verzeichnet. Mit den derzeit rückläufigen Geboten ist wieder Ruhe am Rapsmarkt eingekehrt. Insgesamt bleibt das Angebot aus der Landwirtschaft aufgrund der kleinen Ernte 2018 gering.Regional wird nicht mehr viel freie Ware in Erzeugerhand vermutet. Wer noch Raps auf Lager hat, wartet ohne Druck auf höhere Preise. Hinsichtlich der kommenden Ernte hat sich zuletzt wenig getan. Zwar zeigen die Ölmühlen Kaufinteresse, aber zu Geboten, die von Erzeugern nicht akzeptiert werden. Sie sind mit ihren Rapsfeldbeständen nicht immer zufrieden und sehen auch im weiteren Jahresverlauf noch großes Potenzial für Ertragsrückgänge. Mit der erzwungenen Anbauflächenreduzierung wird in der nächsten Saison nach Meinung der Landwirte genau so wenig Raps zur Verfügung stehen wie in dieser Saison und daher sind die gebotenen Höchstpreise von 350 EUR/t eindeutig zu wenig. Vor einem Jahr lagen die Vorkontraktpreise bei 315-330 EUR/t. Damals hatte noch niemand absehen können wie desaströs die Erträge ausfallen würden. Schon Anfang 2018 hatten Landwirte nur sehr verhalten Kontrakte abgeschlossen und sahen sich auch in der späteren Preisentwicklung bestätigt. Aus dieser Erfahrung heraus wird auch jetzt wenig verkauft.

    Es bleibt beim alten Spiel, Mischfutterhersteller kaufen überschaubare Mengen mit kurzen Lieferfristen. Das längerfristige Kontraktgeschäft wird vernachlässigt, denn es rechnet sich so oder so nicht. Das spiegelt sich auch in den Forderungen wider, die bis Oktober keine Veränderung aufweisen. Aktuell wird 44er Sojaschrot zur Lieferung von Februar bis Oktober mit 295 EUR/t ab Hamburg bewertet und 48er mit 316 EUR/t. So warten viele Käufer ab, ob sich mit Ankunft der ersten Schiffe aus Brasilien etwas an den Preisen ändert. Das Rapsschrotangebot auf den vorderen Positionen hat sich trotz steigender Verarbeitung von Raps nicht preiswirksam vergrößert. Es können immer noch Aufgelder gegenüber den Folgemonaten durchgesetzt werden. Allerdings schwinden diese, mit Ausnahme von Mannheim, wo noch immer 10 EUR/t Aufgelder verlangt werden. Mühlen im Norden und Westen kalkulieren mit 2-3 EUR/t. In Ostdeutschland ist davon allerdings nichts zu spüren, hier werden Februar- und März-Lieferung preisidentisch bewertet.

    Das Angebot an Rapsöl auf den vorderen Positionen bis April ist sehr überschaubar, so dass teils deutlich Aufgelder durchgesetzt werden können. Vor allem die Angebotsengpässe am Rhein aufgrund von technischen Problemen hat zu einer kurzfristigen Verknappung geführt, die die Preise nach oben schnellen lässt. Sogar bis in die Niederlande schwappt das schnelle Geschäft und treibt dort den Preis für Rapsöl zur Lieferung im Februar um 20 EUR/t nach oben. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage zur Biodieselherstellung der treibende Faktor, der, wenn es um die Sommerware geht, keine Preiswirkung mehr erzielen kann. Das zeichnet sich auch in dem großen Preisabstand zwischen vorderer Ware und April-Terminen von 25 EUR/t wider. Bis April ist auch nur Nachfrage vorhanden, auf den späteren Terminen macht sich, genau wie bei den anderen Pflanzenölen abwartende Haltung bemerkbar. Der Markt erwartet neue Impulse am Freitag vom USDA-Bericht und geht daher vorher keine nennenswerten Verpflichtungen mehr ein

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    Dateigröße: 87 KDatum: 08.02.2019

  • Marktbericht KW 05 / 2019


    Schnell hat sich der Rapsmarkt in Deutschland wieder abgekühlt. Feste Notierungen hatten in der vergangenen Woche Preissteigerungen am Kassamarkt ausgelöst und den einen oder anderen Erzeuger zum Verkauf animiert. Große Mengen wurden zwar nicht gehandelt, aber immerhin überhaupt mal etwas nach der langen Zurückhaltung. Doch nun herrscht wieder Ruhe. Die Ölmühlen sind gut versorgt und Erzeuger halten die Ware nun wieder in der Hoffnung auf deutliche Preisaufschläge im Übergang auf die Rapsernte 2019 zurück. Wegen der knappen EU-Rapsversorgung, begrenzter Importmöglichkeiten und kleinerer Anbauflächen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien könnte das Angebot knapp werden, sodass die Chancen auf Preisbefestigung gar nicht so schlecht stehen. Die Rapsterminkurse in Paris jedenfalls unterbrachen ihren Anstieg zum Auftakt der aktuellen Handelswoche nur kurz, um zuletzt weiter der Marke von 380 EUR/t entgegenzustreben. Das gilt allerdings nur für den bald auslaufenden Februarkontrakt, spätere Termine stehen indes unter Druck.

    Am Rapsschrotmarkt gibt es seit der vergangenen Woche keine neuen Impulse, die Preise tendieren schwächer. Zuletzt wurden 234 EUR/t im Bundesdurchschnitt festgestellt, was einem Rückgang von 3 EUR/t zur Vorwoche entspricht. Marktteilnehmer berichten, dass das Angebot der Ölmühlen auf den vorderen Terminen nach wie vor knapp ist, dennoch lassen sich höhere Forderungen nicht durchsetzen. Für Sojaschrot mit einem ProFett-Gehalt von 49 % wurden zuletzt 321 EUR/t genannt, für 44er Ware waren es 298 EUR/t, womit sich beide Qualitäten auf Wochensicht um 6 EUR/t vergünstigt haben. Es mangelt an Nachfrageimpulsen aus der Mischfutterindustrie, zudem haben die Sojaschrotnotierungen in Chicago, anders als die Sojabohnenkurse, auf Wochensicht an Wert verloren – das geht am Kassamarkt nicht spurlos vorüber.

    Marktteilnehmer berichten von einem sehr ruhigen Pflanzenölmarkt. Nach wie vor hält die Mehrheit der Ein- und Verkäufer wegen des Handelskonflikts zwischen den USA und China den Atem an. Jede noch so kleine Entwicklung wird offenbar auf die Goldwaage gelegt, Optimismus und Pessimismus wechseln sekündlich. Zuletzt waren die meisten Marktteilnehmer wohl wieder etwas optimistischer gestimmt. Neue Gespräche zwischen Washington und Peking stehen an, die, so die Hoffnung, nun vielleicht endlichen den ersehnten Durchbruch bringen. Die wachsende Zuversicht hat, neben der Aussicht auf Ertragsrückgänge in Südamerika, die Notierungen für Sojabohnen in Chicago und auch deren Nachprodukte gestützt. Sojaöl befindet sich seit nunmehr 8 Handelstagen durchgängig in der Aufwärtsbewegung und hat zuletzt das höchste Kursniveau seit Juni 2018 erreicht. Am hiesigen Kassamarkt geht diese Entwicklung nicht spurlos vorüber, die Forderungen für Sojaöl wurden um 8 auf 678 EUR/t fob Hamburg angehoben. Rapsöl konnte vom festen Sojaöl, das Marktteilnehmern zufolge derzeit eine Leitfunktion unter den Pflanzenölen zukommt, kaum profitieren. Mit 738 EUR/t fob Hamburg wurden zuletzt 4 EUR/t weniger verlangt als vor einer Woche. Die schwächeren Palmölpreise erzeugen eine starke Sogwirkung. Die auf Wochensicht gestiegenen Rapsterminkurse in Paris und die stetige Biodieselnachfrage hierzulande, die sich saisonbedingt auf UCOME-Ware und Rapsmethylester konzentriert, konnten den Preisrückgang nicht abwenden.

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    Dateigröße: 88 KDatum: 08.02.2019

  • Marktbericht KW 04 / 2019


    Seit drei Handelstagen tendieren die Rapsterminkurse in Paris fester und sind auf Wochensicht um 3 auf 371,75 EUR/t gestiegen. Marktteilnehmern zufolge hat das auch die Umsätze am hiesigen Kassamarkt belebt. Offenbar konnten jüngste Preisbefestigungen etwas Ware für Liefertermine im Februar und März aus Erzeugerhand mobilisieren. Eigentlich hieß es in den vergangenen Wochen stets, dass Erzeuger erst zu deutlich festeren Preisen abgabebereit wären, aber das scheint sich nun doch geändert zu haben und man ist eher bereit, sich preislich entgegenzukommen. Sämtliche Ware in der Hoffnung auf Preissteigerungen im Übergang auf die Ernte 2019 zurückzuhalten, muss sich nicht unbedingt auszahlen, wie das Vorjahr gezeigt hat, als die erhofften Befestigungen ausblieben. Doch mit der stark reduzierten Herbstaussaat stehen die Chancen darauf vielleicht gar nicht so schlecht. Auch wenn Erzeuger aktuell etwas Platz im Lager schaffen, werden sie weiterhin Restmengen zurückhalten, für den Fall, dass dann doch noch die Preisexplosion kommt.

    Die Umsätze am Rapsschrotmarkt sind schleppend und daran dürfte sich im Verlauf der aktuellen Handelswoche nach Einschätzung von Marktteilnehmer wohl auch nichts mehr ändern. Lebhaft war der Rapsschrotmarkt in das neue Jahr gestartet und in den ersten beiden Januarwochen wurden durchaus nennenswerte Mengen gehandelt. Doch nun sind die meisten Mischfutterhersteller für Januar und Februar vollständig gedeckt und auch für März/April soll die Versorgung bis auf einzelne Lücken schon gut sein. Erst ab Mai klaffen dann noch größere Lücken in der Eiweißversorgung der Futtermittelproduzenten, teilweise sind hier noch bis zu 50 % der benötigten Mengen einzukaufen, schätzen Marktteilnehmer. Während sich Rapsschrot trotz schwächerer Nachfrage im Preis stabil zeigt und zuletzt mit 237 EUR/t das Vorwochenniveau um 1 EUR/t sogar leicht übertraf, setzt Sojaschrot seinen Rückwärtsgang fort. Feste Sojanotierungen in Chicago konnten nicht verhindern, dass sich Sojaschrot um 4-5 EUR/t vergünstigte.

    Für Rapsöl werden aktuell 742 EUR/t fob Hamburg genannt, das waren 4 EUR/t mehr als vor einer Woche, womit Rapsöl im Vergleich zu den anderen Pflanzenölen aber den geringsten Preisanstieg verzeichnet. Zwar stützen festere Terminkurse, Druck erzeugt allerdings die ruhigere Nachfrage aus der Biodieselindustrie. Beimischer sind zwar als Käufer aktiv, aber Hektik kommt kurz nach dem Jahreswechsel nicht auf. Schließlich haben sie jetzt wieder bis Jahresende Zeit die Biodieselquote zu erfüllen. Die Sojaölnotierungen in Chicago haben sich im Fahrwasser gestiegener Sojabohnenkurse in den vergangenen vier Handelstagen nach oben entwickelt. Die Aussicht auf Ernteeinbußen in Südamerika bleibt ein starker Kurstreiber. Die feste Tendenz überträgt sich auch auf den hiesigen Kassamarkt. So kostete Sojaöl fob Hamburg zuletzt 670 EUR/t und damit 30 EUR/t mehr als noch vor einer Woche. Das ist außerdem das höchste Preisniveau seit Oktober 2018.

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    Dateigröße: 88 KDatum: 24.01.2019

  • Marktbericht KW 03 / 2019


    An der Terminbörse in Paris geht es impulslos zu, leichte Kursan- und -abstiege wechseln sich fast täglich ab, eine klare Richtung fehlt. Mit 368,75 EUR/t schlossen die Kurse zuletzt nur marginal um 0,25 EUR/t über Vorwochenlinie. Damit liefern die Terminkurse keine Impulse für den hiesigen Kassamarkt, an dem vor allem die Erzeuger unzufrieden mit dem Preisniveau sind und auf Befestigung warten. Doch auch von den Ölmühlen kommen weiterhin keine Impulse, da sie sich mit dem Rohstoffeinkauf eher zurückhalten, zumal sie nur wenig Rapsschrot an die Mischfutterindustrie absetzen können. Nur vereinzelt treten sie daher auf den vorderen Terminen als Käufer in Erscheinung. Die Ernte 2019 ist bei den meisten ebenfalls noch kein Thema. Grund für die Zurückhaltung soll auch die immer noch gute Abdeckung vieler Verarbeiter auf den vorderen Positionen sein. Immerhin hat sich die Situation auf den Flüssen wieder entspannt, denn die Pegel sind gestiegen und der Schiffsverkehr hat sich normalisiert. Doch auch wenn nun wieder geringere Frachtkosten erhoben werden, kann das die Kaufbereitschaft der Ölmühlen offenbar nicht wecken. Hatte man das verhaltene Geschäft der vergangenen Monate vor allem auf die Kleinwasserproblematik zurückgeführt, müssen Anbieter nun erkennen, dass die Nachfrage grundsätzlich gering ist. Ohne Unterstützung vom Terminmarkt und bei fortgesetzter Zurückhaltung der Ölmühlen werden die Erzeuger auch weiterhin den Fuß auf der Bremse halten. Sie hoffen wenigstens im Übergang auf die Ernte 2019 höhere Forderungen durchzusetzen, wenn sich bei dem einen oder anderen Verarbeiter kurzfristige Versorgungslücken auftun könnten. Überraschend ist die Haltung der Landwirte nicht, da die Erzeugerpreise kurz nach der Ernte 2018 im Schnitt noch rund 10 EUR/t höher lagen als aktuell. Wer zum damaligen Preisniveau eingelagert hat, hält die Ware nun zurück, um keinen Verlust zu machen.

    Die Sojaschrotpreise konnten das Vorwochenniveau nicht halten. Für Ware mit einem ProFett-Gehalt von 49 % wurden zuletzt im Schnitt 332 EUR/t gefordert. 44er Ware wurde bei 308 EUR/t festgestellt. Ware beider Qualitäten hat sich damit um 11 EUR/t gegenüber Vorwoche vergünstigt. Vor allem die Vorgaben aus Chicago bestimmen die Preisentwicklung. Dort haben die Schrotkurse im Wochenverlauf 2,6 % an Wert verloren und dieser Rückgang überträgt sich auch auf den hiesigen Markt. Die Rapsschrotpreise befinden sich weiterhin in der Rückwärtsbewegung. Zuletzt wurden die Forderungen im Bundesdurchschnitt auf 236 EUR/t gekürzt und verfehlen die Vorwochenlinie damit um 4 EUR/t und den Vormonat sogar um 23 EUR/t. Die meisten Mischfutterbetriebe sind auf den vorderen Positionen ausreichend mit Ware versorgt und müssen keine ergänzenden Mengen zukaufen, zumal sich die Mischfutternachfrage vor Weihnachten deutlich beruhigte und bislang noch nicht wieder angezogen hat.

    In der vergangenen Handelswoche hatten die Rapsölpreise aufgrund des knappen Angebotes auf den vorderen Lieferterminen noch kräftig zugelegt und 750 EUR/t fob Hamburg erreicht. Die Lücken, die das Niedrigwasser im Dezember gerissen hatte, sind noch nicht wieder gefüllt. Aktuell wird das Rapsölangebot aber vor allem durch die geringere Verarbeitung der Ölmühlen limitiert, weil sich Rapsschrot nur schwer verkaufen lässt, aber auch weil die Rohstoffanlieferung an die Ölmühlen überschaubar bleibt. Hier macht sich die kleine Rapsernte 2018 in Kombination mit Zurückhaltung auf Erzeugerseite bemerkbar. Auch wenn die Rapsölpreise zuletzt nur noch bei 738 EUR/t fob Hamburg und damit 12 EUR/t unter Vorwochenlinie festgestellt wurden ist dies aber immer noch ein Plus von 26 EUR/t gegenüber dem Niveau von vor zwei Wochen. Die Sojaölpreise haben sich um weitere 10 auf aktuell 640 EUR/t fob Hamburg befestigt, was zugleich einem 6-Wochenhoch entspricht. Vom internationalen Terminmarkt kam zuletzt jedoch keine Unterstützung mehr. Obwohl größere Sojaölgesuche aus Ägypten und dem Iran sowie die Aussicht auf Ertragseinbußen in Brasilien eigentlich Kursauftrieb bringen müssten, bewegen sich die US-Notierungen für Sojaöl sogar leicht unter Vorwochenlinie.

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    Dateigröße: 89 KDatum: 18.01.2019

  • Marktbericht KW 02 / 2019


    Am deutschen Rapsmarkt geht es in der zweiten Januarwoche noch ruhig zu, erst allmählich kehren die Marktteilnehmer aus dem Weihnachtsurlaub zurück. Bei geringen Umsätzen zeigt sich der Markt zumindest preisstabil, was auf gestiegenen Rapsterminkursen in Paris fußt. Viele Destinationen sind bereits ausverkauft oder soweit geschrumpft, dass abzuwarten bleibt, wo sich der Rapsmarkt ab Mai 2019 bedienen wird. Aus Australien wird nicht viel kommen, das Baltikum ist nahezu leergefegt, Erzeuger in Frankreich und Polen haben zwei Drittel bis drei Viertel ihrer Rapsernte 2018 vermarktet. In Deutschland wurden aufgrund der kleinen Ernte in der ersten Wirtschaftsjahreshälfte schätzungsweise 2,4 Mio. t Raps verkauft. Damit halten Erzeuger aber mehr zurück als im Vorjahr. 2017 waren 71 % der Ernte bis Jahresende verkauft worden, 2018 nur 65 %. Vielleicht schwenken die Ölmühlen wieder stärker auf Sojaverarbeitung um, wenn sich der vergleichsweise teure Raps nicht mehr rechnet. Schon jetzt beklagen die Ölmühlen unbefriedigende Margen und halten ihre Prämien stabil. Da kommt den Erzeugern zu Gute, dass an der Terminbörse die Rapskurse seit Weihnachten stetig gestiegen sind. Allerdings nur in kleinen Schritten, so dass die aktuellen 368,50 EUR/t gerade einmal das immense Minus vor Weihnachten ausgleichen können. Und mit gebotenen 357 EUR/t frei Erfasserlager für alterntige Ware lässt sich kein Angebot hervorlocken. So verwundert der zögerliche Start in das neue Jahr nicht, denn den meisten Erzeugern liegt das Niveau immer noch viel zu niedrig, als dass sie bereit wären, die knappe Ware zu veräußern. Die meisten setzen auf Preissteigerungen im Übergang auf die Ernte 2019. Die ist bei vielen Erzeugern noch kaum ein Thema. Ungewöhnlich wenige ex Ernte-Kontrakte wurden bislang abgeschlossen. Die beiderseitige Zurückhaltung am Markt lähmt die Umsätze.

    Am Sojaschrotmarkt geht es in der ersten vollen Handelswoche nach dem Jahreswechsel bereits recht lebhaft zu. Schon seit Dezember ist die Nachfrage rege. Das hatte unter anderem mit den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen zu tun. Um ihre Vorräte aufzustocken, Engpässe zu vermeiden und gut versorgt in das neue Jahr zu starten, hatten einige Ölmühlen vor den Feiertagen etwas mehr gekauft, doch auch im neuen Jahr reißt die Nachfrage bislang nicht ab. Anbieter berichten von regelmäßigen Geschäftsabschlüssen und zufriedenstellenden Erlösen. Und auch aus Chicago kommt Unterstützung. Am Rapsschrotmarkt wird kaum Ware zur sofortigen Lieferung gehandelt, denn die meisten Mischfutterbetriebe sind versorgt. Sie haben sich bereits im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage gut eingedeckt. Nun zehren sie noch von den so aufgebauten Vorräten und müssen in der Regel prompt nichts mehr ordern. Dem Vernehmen nach sind aktuell deutlich mehr Käufer als Verkäufer am Markt, das Angebot ist ausgesprochen knapp. Daher werden häufig Aufgelder gefordert und auch bezahlt. Während die Umsätze mit vorderer Ware überschaubar sind, brummt das Termingeschäft.

    Der Rapsölmarkt ist geprägt von knappem Angebot an vorderem Raps- und Palmöl bei gleichzeitig reichlicher Versorgung mit Soja- und Sonnenblumenöl. Das spiegelt sich auch in den Preisen wider. Vorderes Rapsöl ist ausverkauft und für Februar-Lieferungen werden Aufgelder verlangt. Fob Niederlande wird von 706 EUR/t gesprochen. Damit bleibt Rapsöl das teuerste Öl in unserer Liste. Die Lücken, die das Niedrigwasser gerissen hat, sind noch immer nicht geschlossen. Zwar wurde im Dezember reichlich nachgeliefert, aber jetzt ist es die Versorgungslücke, die die Ölmühlen hervorrufen, die das Rapsölangebot begrenzen. Die unzureichende Belieferung mit Rohstoff und der stockende Abzug vor allem vom Rapsschrot hatten im November/Dezember die Verarbeitung gedrosselt. Daher stehen nun weniger Nachprodukte zur Verfügung. Rapsöl wird damit auch fester bewertet als in der Vorwoche. Das Plus beträgt 8 EUR/t. Das Niedrigwasser hat auch dazu geführt, dass an den Seewasserhäfen die Tanklager gut gefüllt sind und vordere Positionen günstig offeriert werden. Sojaöl ist ebenfalls ausreichend verfügbar und kostet aktuell 620 EUR/t fob Niederlande. Damit hat es sich um 10 EUR/t gegenüber Vorwoche befestigt.

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    Dateigröße: 89 KDatum: 10.01.2019

  • Marktbericht KW 01 / 2019


    Am heimischen Kassamarkt bleibt es nach wie vor sehr ruhig. Der Kreis der Marktteilnehmer ist noch klein, viele Erzeuger haben noch Urlaub und Handelshäuser haben sich mit eingeschränkter Besetzung darauf eingestellt. Die genannten Preise, welche für die Abgeber wenig Anlass zum Verkauf bieten, sind meist nominell und zeigen zu den vorweihnachtlichen Niveaus wenig Unterschied. Zum Teil wurden die Kassapreise trotz der festeren Entwicklung an der Börse in Paris leicht zurückgenommen, denn die Nachfrage ist sehr gering. An den fundamentalen Daten hat sich jedoch nichts geändert. Es fehlen durchschlagende Impulse von den Terminmärkten! Die Kassapreise bewegen sich seit Oktober in sehr engem Rahmen. Das Statistische Bundesamt bestätigte kurz vor Weihnachten die bereits von der UFOP in Aussicht gestellte, sehr kleine Winterrapsfläche zur Ernte 2019. Wiesbaden nennt jetzt 917.100 ha und damit ein Viertel weniger als im Vorjahr.

    Während die Anbieter für Rapsschrot ab Werk etwas höher bewertet als noch vor Weihnachten, haben die Käufer ihre Kaufideen zurückgenommen. So stehen sich aktuell am Niederrhein Briefkurse von 228 EUR/t Geldkursen von 224 EUR/t gegenüber. Da kommt wenig Geschäft zustande. Mischfutterhersteller zeigen auf den vorderen Positionen geringes Kaufinteresse, was die zugrückgenommenen Gebote widerspiegeln, bleiben aber auf Lieferterminen ab Februar interessiert. Rapsschrot aus Raps der neuen Ernte wird derzeit 20 EUR/t günstiger bewertet. Rapsexpeller sind zur Lieferung im Januar 2019 ausverkauft, für Ware ab Februar werden 244 EUR/t verlangt und damit 1 EUR/t mehr als noch vor Weihnachten.

    Die Rapsölpreise konnten das Niveau von 700 EUR/t nicht halten und beginnen das neue Jahr mit 698 EUR/t fob Niederlande. Das Kaufinteresse ist sehr verhalten und von den Terminmärkten kommen ebenfalls wenig Impulse. Am Sojaölmarkt warten die Teilnehmer noch immer auf die Entscheidungen hinsichtlich der möglichen Steuererleichterung für Sojaöl in den USA.

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    Dateigröße: 43 KDatum: 04.01.2019

  • Marktbericht KW 51 / 2018


    Die Terminkurse in Paris haben kaum auf die Meldungen über reduzierte Winterrapsflächen in Deutschland und Frankreich reagiert. Und auch die Ölmühlen heben ihre Prämien nicht an. Vorne sind die meisten längst gut gedeckt und verabschieden sich nun bereits in die Weihnachtsferien. Derweil ist die Ernte 2019 bei den meisten noch kein Thema, sodass auch hier die Gebote nicht steigen. Rapserzeuger finden deshalb nach wie vor keine Verkaufsanreize. Restmengen der Ernte 2018 werden zurückgehalten, Gespräche über die Ernte 2019 finden so gut wie nicht statt, das Neugeschäft insgesamt verläuft sehr ruhig. Rapserzeuger hoffen nun, dass sich die Aussicht auf knappere Rapsernten 2019 bald in steigenden Notierungen zeigt oder die Nachfrage der Ölmühlen im neuen Jahr ankurbeln wird und so die Preise steigen lässt. Bis dahin werden die Erzeuger dem Markt auch weiterhin fernbleiben. Wie bereits erwartet, wird der deutsche Rapsmarkt das Jahr 2018 ruhig ausklingen lassen. Marktteilnehmer rechnen damit, dass sich die Rapspreise bis Jahresende 2018 kaum noch verändern werden. Sie dürften weiterhin um 360 EUR/t liegen. Am Kassamarkt stehen aber erst ab 385 EUR/t franko wieder erste Mengen zum Verkauf bereit, heißt es. Ab 390 EUR/t sind dann auch größere Mengen zu bekommen. Doch so lange die Terminkurse nicht deutlich zulegen oder die Ölmühlen ihre Prämien kräftig anheben oder am besten beides, sind solche Preise nicht zu erzielen und die Verkaufsbereitschaft gleich Null.

    Am Rapsschrotmarkt geht es in der Woche vor Weihnachten sehr ruhig zu. Käufer sind kaum noch aktiv, denn die meisten Mischfutterbetriebe haben den Bedarf bis in den Januar hinein längst gedeckt. Die Preise tendieren dennoch fester. Zuletzt stiegen sie auf 259 EUR/t im Bundesdurchschnitt, das sind 11 EUR/t mehr als noch vor einer Woche. Grund ist das sehr knappe Angebot auf den vorderen Positionen. Am Sojaschrotmarkt sind die Umsätze weiterhin verhalten, die Forderungen liegen so gut wie unverändert auf dem Niveau der Vorwoche. Anbieter gehen davon aus, dass sich die Preise für 44er Sojaschrot auch in den kommenden Wochen stabil um 300 EUR/t bewegen werden. Das Kaufinteresse ist ruhig aber stetig. Die meisten Käufer warten ab, denn der Handelskonflikt zwischen den USA und China bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Zwar sind zuletzt einige Partien Sojabohnen aus den USA nach China geflossen, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sich die Geschäfte jetzt wieder normalisieren.

    Die Rapsölpreise sind unter Druck geraten. Zuletzt wurden 724 EUR/t fob Hamburg gefordert. Das waren 20 EUR/t weniger als noch vor einer Woche und das niedrigste Preisniveau seit etwa drei Monaten. Die schleppende Rapsölnachfrage aus der Biodieselindustrie ist einer der Hauptgründe dafür. In diesem Jahr währte die Nachfragebelebung im vierten Quartal nur kurz. Rasant steigende Preise, die durch niedrige Pegel auf den Flüssen noch zusätzlich nach oben getrieben wurden, ließen das Kaufinteresse schnell wieder abflauen. Und auch vom Terminmarkt kommt keine Unterstützung, wo die Rapskurse zuletzt auf 368 EUR/t sanken. Das waren 1,50 EUR/t weniger als vor sieben Tagen und ein 3-Wochentief. Entgegen den Erwartungen von Marktteilnehmern stützen die Meldungen über reduzierte Winterrapsflächen in Deutschland und Frankreich und die dementsprechend bereits geringeren Erntewartungen 2019 die Kurse nicht oder zumindest nicht nachhaltig. Sojaöl zeigte sich mit 630 EUR/t fob Hamburg zuletzt preisstabil, wobei es an richtungsweisenden Impulsen mangelt. Die kommen auch nicht vom internationalen Parkett.

    © AMI GmbH 2018

    Dateigröße: 88 KDatum: 20.12.2018

  • Marktbericht KW 50 / 2018


    Am deutschen Rapskassamarkt passiert derzeit nicht mehr viel. Für Preisbewegung sorgen allenfalls die Vorgaben von der Börse in Paris, wo die Rapsterminkurse den US-Sojanotierungen mal nach oben, mal nach unten folgen. Hiesige Ölmühlen halten ihre Prämien weiterhin unverändert, da sie zumeist gut gedeckt sind und auf den vorderen Positionen kaum noch ergänzende Mengen zukaufen müssen. Das Geschäft konzentriert sich auf Termine im neuen Jahr. Doch auch für das erste Quartal 2019 ist die Abdeckung bereits gut und die meisten werden wohl erst nach den bevorstehenden Weihnachtsfeiertagen wieder als Käufer aktiv werden. Die geringe Nachfrage trifft allerdings ohnehin auf ein äußerst zurückhaltendes Angebot aus der Landwirtschaft. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass viele Erzeuger Restmengen aus der Rapsernte 2018 unter Verschluss halten werden, solange, bis die Preise spürbar anziehen. Das wird aber womöglich erst im Übergang auf die Ernte 2019 stattfinden, wenn kurzfristige Versorgungslücken manche Ölmühle händeringend Ware suchen lassen könnten. Aber dazu muss es auch erst einmal kommen.

    Während die Geschäfte zum Jahresende ruhig verlaufen haben die Regenfälle der vergangenen Tage noch den größten News-Wert. Nicht nur, dass sie die Flusspegel endlich steigen lassen, sodass der Rhein bereits wieder gut zu befahren ist, sie tun auch den ausgesäten Winterkulturen, einschließlich Winterraps, gut. Die Rapserzeugerpreise wurden mit 359 EUR/t für prompte Ware zuletzt unverändert auf dem Niveau der Vorwoche festgestellt. Dagegen kommt offenbar etwas Bewegung in die Kontraktgeschäfte. Lieferungen ex Ernte 2019 wurden zuletzt mit 351 EUR/t und damit 2 EUR/t über Vorwoche bewertet.

    Die Rapsschrotpreise tendieren etwas fester. Für Ware zur Lieferung im Dezember wurden mit 248 EUR/t im Bundesdurschnitt zuletzt rund 4 EUR/t mehr genannt als eine Woche zuvor. Marktteilnehmer beschreiben den Markt auf den vorderen Positionen allerdings als sehr ruhig, mit wenig Umsätzen, vor allem aufgrund logistischer Probleme. Knapper Frachtraum bremst das Neugeschäft und fordert von den Mischfutterbetrieben, tiefer in die Tasche zu greifen, wenn sie kurzfristig noch Ware benötigen. Bei den meisten ist das aber nicht der Fall; sie sind bis Jahresende gut gedeckt.

    Die Sojaschrotkurse in Chicago haben eine viertägige Schwächephase hinter sich. Zuletzt drehten sie zwar ins Plus, verfehlen das Vorwochenniveau aber nach wie vor. Die Kassapreise für Sojaschrot hierzulande hat das ebenfalls nach unten gezogen. Mit 332 EUR/t werden für Ware mit 49 % ProFett-Gehalt 4 EUR/t weniger verlangt als vor einer Woche. 44er Ware vergünstigte sich in der gleichen Zeit um 5 auf 307 EUR/t.

    Rapsöl fob Hamburg kam zuletzt auf einen Preis von 744 EUR/t, was gerade einmal 1 EUR/t weniger als in der Vorwoche waren. Unterstützung liefert eine rege Biodieselnachfrage für das erste Halbjahr 2019, die auch den Rapsölbedarf der Produzenten ankurbeln dürfte. Vom Terminmarkt kommen indes gemischte Impulse, mal tendieren die Kurse fester, mal schwächer, aber auf lange Sicht liegen sie nun schon seit Wochen relativ stabil um 370 EUR/t.

    Sojaöl ist indes zuletzt unter Druck geraten. Die Forderungen wurden gegenüber der Vorwoche um 10 auf 630 EUR/t fob Hamburg gekürzt. Dafür ist vor allem die Palmölschwäche verantwortlich. Unentschlossene US-Sojaölnotierungen waren indes nicht richtungsweisend.

    © AMI GmbH 2018

    Dateigröße: 88 KDatum: 20.12.2018

  • Marktbericht KW 49 / 2018


    Am Rapsmarkt geht es in der ersten Dezemberwoche unverändert ruhig zu. Rapserzeuger sind auf dem aktuellen Preisniveau nicht bereit Ware abzugeben, wegen der kleinen Ernte 2018 und Flächenverkleinerungen für 2019, die die Versorgung noch weiter schrumpfen lassen könnten. Die meisten setzten jetzt bereits auf Preissteigerungen im Übergang auf die Ernte 2019 und werden die Ware vorerst unter Verschluss halten. Allerdings kamen von den Ölmühlen unüblicherweise bislang noch keine Anfragen ex Ernte 2019. Verarbeiter sind bis Jahresende und teilweise auch schon für das erste Quartal 2019 gut gedeckt und müssen zunächst nichts mehr zukaufen, sodass die ihre Prämien unverändert halten. Damit bringen lediglich die auf Wochensicht festeren Rapsterminkurse, die ihrerseits von gestiegenen Sojanotierungen in den USA profitieren, dem Kassamarkt etwas Unterstützung. Doch hinter den genannten Preisen steckt aufgrund der beiderseitigen Zurückhaltung praktisch kein Umsatz, sodass sie als nominell bezeichnet werden können. Bei unverändert ruhigem, umsatzlosen Markt, sind aber zumindest die wieder etwas gestiegenen Rheinpegel eine Nachricht wert. Transporte per Schiff sollen nun bereits wieder eher möglich sein.

    Am Rapsschrotmarkt hat sich die Nachfrage abgekühlt. Mischfutterhersteller sind auf den vorderen Positionen ausreichend versorgt. Ohne Not beobachten sie den Preisverlauf. Da die Tendenz wegen der etwas gestiegenen Wasserpegel auf den Flüssen nun wieder eher nach unten gerichtet ist, warten viele ab und dürften bei gut gefüllten Lagern erst wieder aktiv werden, wenn die Preise wieder anziehen und somit keine weiteren Vergünstigungen mehr zu erwarten sind. Die geringere Nachfrage trifft allerdings auf ein begrenztes Angebot. Marktteilnehmer sprechen von einem Rapsschrotmarkt, der aktuell ohne große Umsätze leicht schwächer gestimmt ist. Mit 244 EUR/t fob wurden im Bundesdurchschnitt zuletzt 3 EUR/t weniger verlangt als in der Vorwoche. Am Sojaschrotmarkt bleiben die Umsätze dem Vernehmen nach ruhig aber stetig, zu etwas festeren Preisen. Sojaschrot mit 44 % ProFett-Gehalt hat sich auf Wochensicht um 6 auf 312 EUR/t, 49er Ware um 6 auf 336 EUR/t verteuert.

    Die Rapsölpreise tendieren fester, mit 745 EUR/t fob Hamburg wurden zuletzt 5 EUR/t mehr als in der Vorwoche verlangt. Das geht auf die Zuversicht von Marktteilnehmern zurück, dass die EU-28 Anti-Dumping-Zölle, die sie im vergangenen Jahr abgeschafft hatte, 2019 wieder einführen könnte. Das würde den Zustrom von Biodiesel aus Indonesien bzw. Argentinien bremsen und könnte heimischem Rapsöl wieder bessere Absatzchancen an die Biodieselindustrie bescheren bzw. dessen Einsatz im Biodiesel steigen lassen, so zumindest die Hoffnung. Auch die zuletzt noch einmal belebte Nachfrage der Mineralölkonzerne für Rapsmethylester zur sofortigen Lieferung wirkte sich preistreibend auf Rapsöl aus. Sojaöl zeigt sich mit 640 EUR/t im Preis unverändert zur Vorwoche. Bullische Impulse vom Terminmarkt in Chicago, wo die Sojaölkurse von festeren Sojabohnenkursen mit nach oben gezogen werden, verfehlen ihre Wirkung am hiesigen Kassamarkt. Die US-Notierungen profitieren derzeit von einem „Waffenstillstand“ zwischen den USA und China und der Möglichkeit einer schrittweisen Entspannung im Handelskonflikt zwischen den beiden Nationen.

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    Dateigröße: 89 KDatum: 14.12.2018

  • Marktbericht KW 48 / 2018


    Schwache Sojanotierungen in den USA ziehen die Rapsterminkurse in Paris mit nach unten. Dieser Rückgang wiederum geht auch am hiesigen Kassamarkt nicht vorüber, denn die Ölmühlen heben ihre Prämien nicht an, weil sie auf den vorderen Positionen gut gedeckt sind. Zusätzlich bremst nach wie vor die Logistik das Geschäft. Kleinwasser verzögert die Lieferungen von Raps und Nachprodukten und hat kräftige Aufgelder zur Folge, die aber kaum einer zahlen will. Rapserzeuger halten sich unterdessen weiterhin zurück, aus deren Sicht müssten die Preise angesichts kleiner Rapsernte 2018 und geringer Aussaat für 2019 wesentlich höher liegen. Doch da spielen weder der Terminmarkt, noch die Ölmühlen mit. Letztere haben entweder auf Sojaverarbeitung umgestellt oder sind bis auf Weiteres gut gedeckt oder vermarkten weniger Rapsöl an die Biodieselindustrie und benötigen deshalb ihrerseits weniger Rohstoff. Erzeuger jedenfalls sehen keinen Grund zur Vermarktung von Raps aus der Ernte 2018 und werden die Ware teilweise bis kurz vor der Ernte 2019 zurückhalten um dann, so deren Hoffnung, höhere Forderungen durchzusetzen. Bis Jahresende sind keine großartigen Bewegungen von Ware aufgrund des Niedrigwassers, geschweige denn Neugeschäfte zu erwarten. Mit den näher rückenden Feiertagen beruhigt sich der ohnehin bereits träge Rapsmarkt noch zusätzlich. Auffällig ist, dass Ölmühlen bislang noch so gut wie gar keine Anfragen ex Ernte 2019 gestellt haben. Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise werden zu dieser Jahreszeit bereits erste Mengen zumindest besprochen. Grund für die Zurückhaltung könnten gleich mehrere große Unsicherheitsfaktoren sein: Die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China, der die Sojanotierungen mal in die Höhe katapultiert, mal zu Boden drückt, und Rapskurse, die diese Bewegungen zumindest teilweise nachvollziehen. Und auch die schwierige Vermarktung von Rapsöl an die Biodieselindustrie und der Flächenrückgang für Raps in Deutschland verunsichern. Die Rapserzeugerpreise wurden im Bundesdurchschnitt zuletzt bei 358 EUR/t und damit 1 EUR/t unter Vorwoche festgestellt. Die Vorkontraktpreise sind eher nominell, da noch kaum Anfragen eingehen, geschweige denn Abschlüsse getätigt werden und liegen wie in der Vorwoche bei 349 EUR/t im Bundesmittel.

    Der Rapsschrotmarkt hat sich belebt, die vorderen Termine seien regelrecht unter Feuer, heißt es aus dem Markt. Von eine stetigen bis regen Nachfrage aus der Mischfutterindustrie wird berichtet, während das Angebot zugleich begrenzt ist, wegen logistischer Probleme aufgrund niedriger Flusspegel, aber auch weil die meisten Ölmühlen fast leegekauft sind, sodass sich Ware häufig nur noch aus Zweithand mobilisieren lässt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine belebte Nachfrage kaum Angebot findet, was die Preise zuletzt aber noch nicht hat steigen lassen. am 27.11.2018 wurden Im Bundesmittel 247 EUR/t festgestellt, womit die Vorwochenlinie knapp um 1 EUR/t verfehlt wurde. Am Sojaschrotmarkt sind die Umsätze nach wie vor stetig. Das sorgt für relativ stabile Preise. Mit 330 EUR/t für Sojaschrot mit 49 % ProFett-Gehalt und 306 EUR/t für die 44er Ware wurden die Forderungen jeweils nur um 1 EUR/t gegenüber der Vorwoche zurückgenommen.

    Die Forderungen für Rapsöl wurden zurückgenommen. Zuletzt wurden mit 740 EUR/t fob Hamburg 7 EUR/t weniger verlangt als in der Vorwoche. Grund sind schwächere Rapsterminkurse in Paris sowie die zurückhaltende Nachfrage aus der Biodieselindustrie. Marktteilnehmer berichten, dass sich die Mineralölkonzerne im September und Oktober dieses Jahres mit Biodiesel eingedeckt haben, was die Preise in die Höhe getrieben hat. Zudem gibt es Preisaufschläge aufgrund logistischer Probleme wegen Niedrigwasser. Die bereits gute Abdeckung bis Jahresende und das hohe Preisniveau haben die Nachfrage ausgebremst und bis Jahresende dürfte wohl auch nicht mehr viel passieren, mit einer weiteren Kaufwelle ist jedenfalls nicht zu rechnen. Viele Biodieselhersteller werden deshalb wohl keine ergänzenden Mengen Rapsöl mehr zukaufen müssen. Während Rapsöl keine Unterstützung findet, weder am Kassa- noch am Terminmarkt, wurden die Forderungen für Sojaöl kräftig um 40 auf 640 EUR/t fob Hamburg angehoben.

    © AMI GmbH 2018

    Dateigröße: 89 KDatum: 03.12.2018

  • Marktbericht KW 47 / 2018


    Zum Wochenauftakt wurden am Rapsmarkt in Deutschland einige Geschäfte abgeschlossen, denn die Ölmühlen schafften mit höheren Prämien auf rückläufige Terminkurse Verkaufsanreize für Rapsanbieter. Allerdings war die Marktbelebung nur von kurzer Dauer. Es scheint, dass lediglich einzelne Mühlen noch kleinere Lücken auf den vorderen Positionen zu stopfen hatten, aber das ist nun erfolgt. Die Bereitschaft, weiter so tief in die Tasche zu greifen, sinkt mit der nun besseren Versorgungslage wieder. Bestenfalls werden die Verarbeiter ihre Prämien unverändert halten, aber sollten die Terminkurse in Paris, mit Druck durch den festeren Euro und schwächere US-Sojakurse weiter nachgeben, würde das den Preisrückgang am Kassamarkt nicht verhindern können. Kommen keine preistreibenden Impulse von Terminmarkt ist ein Abkühlen der Verkaufsbereitschaft bei hiesigen Rapsanbietern schon absehbar. Ende November scheint die Versorgung bei den Ölmühlen gut ausreichend zu sein und auch für das erste Quartals 2019 sind viele bereits gut gedeckt. Rapserzeuger halten sich zurück, sie wittern Absatzchancen im zweiten Quartal 2019, wo die Versorgung der Ölmühlen noch lückig ist. Doch auch für diesen Vermarktungszeitraum werden sie nichts überstürzen. Denn schon jetzt wird rege auf Preissteigerungen im Übergang auf die Ernte 2019 spekuliert. Die kleine deutsche Rapsernte 2018, Ertragseinbußen in Australien, das im Wirtschaftsjahr 2017/18 einige Mengen Raps nach Deutschland lieferte und so die knappe Versorgung hierzulande ergänzte, sowie nicht zuletzt die problematische Winterrapsaussaat in Deutschland und Frankreich, der entsprechend hohe Flächenkürzungen folgten, schüren die Hoffnung, im Übergang auf die neue Ernte höhere Forderungen gegenüber den Verarbeitern durchsetzen zu können. Bis Jahresende ist nicht mehr mit einer Belebung des Rapsmarktes zu rechnen. Aber auch im neuen Jahr, wenn die Geschäftsbücher wieder aufgeschlagen werden, könnte es zunächst noch verhalten weitergehen, weil die Versorgung der Mühlen vorerst ausreichend sein dürfte, während sich die Erzeuger aufgrund höherer Preisvorstellungen vom Markt fernhalten. Die Rapserzeugerpreise wurden zuletzt bei 359 EUR/t im Bundesdurchschnitt festgestellt, das waren 3 EUR/t weniger als in der Vorwoche.

    Am Sojaschrotmarkt in Deutschland ist die Lage ruhig und abwartend. Viele Käufer sind verunsichert im Hinblick auf die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China. Trotzdem wird von stetigen Anfragen und gelegentlichen Umsätzen berichtet, während sich zur gleichen Zeit des Vorjahres fast überhaupt keine Ware bewegen ließ. Die Preise für Sojaschrot mit einem ProFett-Gehalt von 49 % wurden zuletzt bei 331 EUR/t und damit 3 EUR/t unter Vorwoche festgestellt. Für 44er Ware werden zurzeit 307 EUR/t und damit 2 EUR/t weniger als in der Vorwoche verlangt. Für Rapsschrot hat sich die Marktlage im Prinzip nicht geändert, was sich in auf Wochensicht unveränderten Preisen von im Schnitt 248 EUR/t äußert. Käufer sind wegen der niedrigen Flusspegel und hoher Frachtkosten weiterhin kaum aktiv, währen das Angebot der Ölmühlen zugleich nicht drängend ist.

    Angeführt von deutlich schwächeren Palm- und Sojaölpreisen wurden zuletzt auch die Forderungen für Raps- und Sonnenblumenöl gekürzt. Wegen der Aussicht auf eine überreichliche Sojaversorgung im Wirtschaftsjahr 2018/19 stehen die US-Sojabohnenkurse unter erheblichem Druck und auch die Nachprodukte tendieren schwächer. Sojaöl an der Börse in Chicago rutschte zuletzt auf ein 2-Monatstief. Die Schwächetendenz hat sich nun auch auf den hiesigen Kassamarkt übertragen, zumal stützende Nachfrage aus der Biodieselindustrie für Soja- und Palmöl derzeit fehlt und diese auch erst im Frühjahr 2019 wieder langsam in Gang kommen dürfte. Die Forderungen für Sojaöl wurden daher zuletzt um satte 63 auf 600 EUR/t fob Hamburg gekürzt, das schwächste Niveau seit April 2009. In diesem bärischen Umfeld haben auch die Rapsölpreise nachgegeben, auch wenn der Rückgang vergleichsweise gering war. Sie wurden zuletzt bei 747 EUR/t fob Hamburg und damit 13 EUR/t unter Vorwochenlinie festgestellt. Fehlende Impulse aus der Biodieselmarkt – die Nachfrage ist abwartend – erzeugen Preisdruck.

    © AMI GmbH 2018

    Dateigröße: 89 KDatum: 22.11.2018