Aktuelle Marktberichte

  • Marktbericht KW 49 / 2019


    In Westeuropa hat sich der Rapsmarkt wieder etwas stabilisiert. Die Versorgung mit Raps bleibt weiterhin knapp, sodass europäische Ölmühlen auch in den kommenden Monaten abhängig von Importen sein werden. Das und die im Vorwochenvergleich gestiegenen Rapsschrotpreise geben den Kassapreisen für Raps Auftrieb. Zusätzliche Unterstützung kommt von der Terminbörse in Paris, wo die Rapskurse im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls zugelegt haben. Die Kassamarktpreise lagen zuletzt mit 374 EUR/t frei Lager des Erfassers rund 1 EUR/t über Vorwochenlinie. Hierzulande halten sich Erzeuger in den meisten deutschen Regionen, trotz des höheren Preisniveaus, mit dem Verkauf ihrer Ware zurück. Es werden deshalb kaum Abschlüsse in die Bücher geschrieben, sodass die gehandelten Mengen überschaubar bleiben. In Bayern sind die größten Teile der diesjährigen Rapsernte ohnehin bereits vermarktet, auch in Sachsen stehen nur noch geringe Mengen zur Verfügung. Kontrakte auf die kommende Ernte 2020 werden kaum abgeschlossen. In Westfalen wird ebenfalls nur noch sporadisch Raps offeriert. Nur aus Rheinland-Pfalz wird von einer höheren Abgabebereitschaft der Erzeuger berichtet. Auf der Nachfrageseite sind die Impulse ebenfalls klein. Im Rheinland fahren Ölmühlen ihre Verarbeitung aufgrund sinkender Verarbeitungsmargen zurück, fragen nur sporadisch Ware nach und kaufen lediglich das Nötigste. Die Ölmühle in Rostock wird aktuell mit Raps aus Lettland versorgt. Die Feldarbeiten sind mittlerweile weitgehend abgeschlossen. Wintergetreide und Raps zeigt sich überwiegend in gutem Zustand. In Thüringen haben vor allem Niederschläge und milde Temperaturen gute Entwicklungsbedingungen geschaffen.

    Am Sojaschrotmarkt hat sich die Nachfrage belebt. Viele Mischfutterbetriebe beginnen sich nun vor Weihnachten mit Ware einzudecken. Üblicherweise treibt die zunehmende Nachfrage im Weihnachtsgeschäft die Preise in jedem Jahr etwas nach oben. Deshalb versuchen die meisten Käufer sich schon vorher zu versorgen, um noch von den niedrigeren Preisen zu profitieren. Das legt zudem den Fokus auf die logistische Planung, damit genug Transportkapazitäten vorhanden sind, um das Sojaschrot fristgerecht an den Verbraucher auszuliefern. Die Nachfrage nach 49er Sojaschrot ist genau wie in den Vorwochen deutlich höher als die nach 44er. Am Rapsschrotmarkt kehrt hingegen Ruhe ein. Im Gegensatz zum Sojaschrotmarkt haben sich Mischfutterbetriebe in den vergangenen Wochen gut bis Weihnachten versorgt und kaufen bis Jahresende nun nur noch das Nötigste. Gleichzeitig ist das Angebot an Rapsschrot etwas kleiner geworden. Das stützt die Preise.

    Die Rapsölpreise sind eine weitere Woche in Folge zurückgegangen und lagen mit 806 rund 1 EUR/t unter Vorwochenlinie. So nähert es sich dem Preisniveau der anderen pflanzlichen Öle weiter an. Kostete es Mitte November noch 139 EUR/t mehr als Sojaöl, sind es aktuell nur noch 95 EUR/t. Es mangelt an Unterstützung aus der Biodieselindustrie. Nicht nur die Nachfrage nach Biodiesel generell ist gering, sondern insbesondere das Kaufinteresse der Beimischer an Rapsmethylester ist deutlich zurückgegangen. Da Rapsmethylester aus Rapsöl hergestellt wird, schmälert das gleichzeitig die Nachfrage nach dem Öl. Dabei muss dieser aufgrund seiner hohen Kältestabilität noch bis Mitte April beigemischt werden. In den kommenden zwei Wochen erwarten Marktteilnehmer aber noch ein etwas regeres Vorweihnachtsgeschäft mit Rapsöl, was die Preise unterstützen könnte. Die Sojaölpreise haben im Vorwochenvergleich um 11 auf 711 EUR/t zugelegt. Damit kostet Sojaöl aktuell wieder mehr als Sonnenblumenöl, was in der vergangenen Woche genau umgekehrt war. Sojaöl wurde von steigenden Palmölpreisen mit nach oben gezogen, obwohl der Druck vom Weltmarkt momentan hoch ist. Sowohl die Sojabohnen- als auch die Sojaölkurse in den USA haben im Vorwochenvergleich deutlich an Wert verloren.

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    Dateigröße: 89 KDatum: 05.12.2019

  • Marktbericht KW 48 / 2019


    Ölmühlen in Deutschland haben ihre Prämien für Liefertermine im ersten Quartal 2020 gegenüber der Vorwoche wieder etwas zurückgenommen, wodurch sich die Umsätze am Kassamarkt vorerst wieder beruhigt haben. Nachdem die Nachfrage der Ölmühlen erst in der vergangenen Woche für Termine im neuen Jahr so richtig ins Laufen kam, wurde sie nun durch die geringeren Verarbeitungsmargen erst einmal wieder ausgebremst; die Rapsölpreise sind seit zwei Wochen rückläufig. Ein Ende der Hausse am Rapskassamarkt muss das aber nicht bedeuten, vielleicht nur eine kurze Pause. Denn das Angebot an Inlandsraps ist nach Ein-schätzung des Handels mittlerweile stark geschrumpft. Außerdem dürften die ukrainischen Importe nach dem Jahreswechsel deutlich an Fahrt verlieren. In der ersten Jahreshälfte 2020 könnten damit Angebotseng-pässe entstehen. Ölmühlen hatten in der Vorwoche begonnen sich daraufeinzustellen und einige Kaufkontrakte für Termine im neuen Jahr abgeschlossen, aber ihre Versorgung bis Wirtschaftsjahresende 2019/20 ist damit bestimmt noch nicht gesichert. Die Rapserzeugerpreise in Deutschland liegen aktuell bei 372 EUR/t im Bundesdurchschnitt für Ware zur sofortigen Lieferung. Das entspricht einem Abschlag von 3 EUR/t zur Vorwoche.

    Die Sojaschrotpreise befinden sich aktuell auf einem attraktiven Preisniveau, was einige Käufer an den Markt bringt. Ware mit 49 % Pro-Fettgehalt ist beliebter als 44er Sojaschrot. Ölmühlen haben sich zudem in der laufenden Berichtswoche mit Sojaschrot aus Brasilien eingedeckt, da der brasilianische Real gegenüber dem US-Dollar momentan sehr schwach ist. Das macht das Sojaschrot für Käufer aus dem Ausland attraktiv.Neben reichlichen Exporten Richtung EU hat Brasilien außerdem große Mengen Soja nach China verkauft. Marktteilnehmer berichten, dass das Angebot in dem südamerikanischen Land deshalb immer knapper wird und bald zur Neige gehen dürfte. Die Rapsschrotpreise haben in der Berichtswoche etwas zugelegt. Die Exportgeschäfte Richtung Frankreichsind leicht gestiegen und haben das Angebot an den Hafenstandorten etwas abgebaut. Die Nachfrage der Ölmühlen hat sich ebenfalls etwas belebt. Besprochen werden hauptsächlich die Liefertermine Dezember/Januar.

    In den vergangenen vier Handelstagen haben die Rapskurse an der Börse in Paris an Wert verloren. Dem scheinen sich die Kassapreise für Rapsöl angeschlossen zu haben. Sie sanken zuletzt auf 807 EUR/t fob Hamburg und verfehlen die Vorwochenlinie damit um 20 EUR/t. Neben schwächeren Rohstoffnotierungen dürfte der bereits in der Vorwoche begonnene Preisrückgang auf die schwache Nachfrage nach Rapsöl aus der Biodieselindustrie zurückzuführen sein. Biodieselbeimischer hatten sich vor allem im August und September 2019 mit winterhartem Biodiesel (Rapsmethylester) eingedeckt und seitdem keine größerenMengen mehr nachgekauft. Vier Wochen vor Weihnachten wird klar, dass sich die Nachfrage bis Jahresende wohl auch nicht mehr beleben wird, zumindest für Ware zur sofortigen Lieferung nicht mehr.

    Beimischer sind bis Jahresende ausreichend versorgt, sodass die Nachfrage auf Termine im neuen Jahr und bereits auch schon für Lieferungen in der zweiten Jahreshälfte 2020 umschwenkt. Die Preise für Rapsöl im November und Dezember 2019 kann das natürlich nicht stützen. Die geringe Nachfrage nach Rapsöl trifft in der aktuellen Handelswoche auf ein steigendes Angebot seitens der Ölmühlen, die jetzt, kurz vor Weihnachten, noch einige Bestände auflösen wollen. Sojaöl gibt die 3 EUR/t Preiszuschlag aus der Vorwoche wieder ab und wird aktuell zu 700 EUR/t fob Hamburg gehandelt. Druck kommt vom internationalen Markt: in Chicago haben die Notierungen für Sojabohnen und Nachprodukte in den vergangenen Tagen an Wert verloren.

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    Dateigröße: 89 KDatum: 28.11.2019

  • Marktbericht KW 47 / 2019


    Bis Jahresende 2019 sind die meisten Ölmühlen längst ausreichend versorgt. Entsprechend ruhig ist der Geschäftsverlauf auf Lieferterminen im November/Dezember. Doch auf Terminen im neuen Jahr hat sich der Markt gewandelt: Die Rohstoffnachfrage der Verarbeiter hat sich spürbar belebt; das Kaufinteresse gilt besonders dem Lieferzeitraum Februar und März 2020. Marktbeobachter berichten, dass die Versorgung der Ölmühlen im neuen Jahr noch lückig ist. Das und die drohenden Importrückgänge aus der Ukraine in Kombination mit einem voraussichtlich schwachen australischen Angebot am EU-Markt treibt die Verarbeiter als Rohstoffkäufer an den Markt. Die Rapserzeugerpreise tendieren fester, zuletzt wurden 375 EUR/t im Bundesdurchschnitt festgestellt, was einem Aufschlag von 2 EUR/t zur Vorwoche entspricht. Steigende Ölmühlennachfrage und festere Preise sowie die Aussicht auf Importrückgänge heben die Verkaufsbereitschaft von Rapserzeugern. Nach Angaben des Handels, gab es zuletzt mehr Raps-Offerten aus der Landwirtschaft. Es ist durchaus nicht unüblich, dass Rapserzeuger vor Weihnachten noch die eine oder andere Teilmenge verkaufen, wobei die Preisaufschläge die Abgabebereitschaft in diesem Jahr zusätzlich ankurbeln. Als schwierig erweist sich die Einschätzung der noch verfügbaren Rapsmengen aus inländischer Erzeugung. Die meisten haben aber wohl zwei Drittel ihrer Ernte oder auch schon mehr verkauft, doch einzelne könnten auch noch vergleichsweise große Mengen zurückhalten. Denn der Angebotsdruck aus der Ukraine könnte viele Landwirte bewogen haben, abzuwarten bis dieser nachlässt und die Preise steigen. Ein Szenario, das nach dem Jahreswechsel eintreten könnte.

    Am Sojaschrotmarkt ist die Nachfrage nach 48er Ware wie auch schon in der Vorwoche lebhafter als das Kaufinteresse an Sojaschrot mit 44 % Pro-Fettgehalt. Für das Preisniveau am hiesigen Kassamarkt werden die Entwicklungen der Anbauflächen in Südamerika und die Witterungsbedingungen im Vegetationsverlauf entscheidend sein. Die Entwicklungen dort haben großen Einfluss auf die Sojabohnen- und Sojaschrotkurse in Chicago, die wiederum die Forderungen am Kassamarkt im Wesentlichen bestimmen. Am Rapsschrotmarkt sind die Preise zu Beginn der Berichtswoche zunächst auf 191 EUR/t gestiegen, da Verkäufer ihre Ware zurückhielten. Im Grunde ist aber auf allen Paritäten ausreichend Ware verfügbar. Gleichzeitig ist das Kaufinteresse der Mischfutterbetriebe aber weiterhin gering, sodass das höhere Preisniveau von 191 EUR/t im weiteren Wochenverlauf nicht gehalten werden konnte und die Forderungen zuletzt wieder leicht auf 187 EUR/t nachgaben.

    Am deutschen Rapsölmarkt ist die Lage zur Vorwoche im Grunde unverändert. Die Rapsölpreise, die in den vergangenen zwei Wochen von den deutlich festeren Palmölpreisen profitierten, haben im Vergleich zur Vorwoche mangels Unterstützung nun um 12 auf 827 EUR/t fob Hamburg nachgegeben. Sie werden zudem von schwächeren Sojaölkursen belastet, die wegen der zuletzt pessimistischen Stimmung im Handelsstreit zwischen den USA und China unter Druck gerieten. Die Sojaölpreise widersetzten sich hingegen den schwächeren Vorgaben aus Übersee und legten im Vorwochenvergleich um 3 auf 703 EUR/t zu.

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    Dateigröße: 87 KDatum: 24.11.2019

  • Marktbericht KW 46 / 2019


    Die Rapserzeugerpreise sind kräftig gestiegen. Im Bundesdurchschnitt werden aktuell 373 EUR/t festgestellt, was einem Plus von 6 EUR/t zur Vorwoche entspricht und den Vorahresstand sogar um 11 EUR/t übertrifft. Auch ist dies ein besonders kräftiger Anstieg im Vergleich zu den vergangenen Wochen des laufenden Wirtschaftsjahres. Unterstützung kommt vom Terminmarkt, wo die Rapsnotierungen zu Beginn der aktuellen Handelswoche mit 392 EUR/t den höchsten Stand seit April 2017 erreichten. Weiteren Auftrieb bringt wachsende Sorge um eine knappere Rapsversorgung hierzulande in der zweiten Saisonhälfte 2019/20. Bisher hat vor allem Raps aus der Ukraine die Versorgungslücken geschlossen und bis Jahresende sind die Ölmühlen mit Raps, darunter jede Menge Importware, noch ausreichend versorgt. Doch für die zweite Saisonhälfte gilt das nicht und es ist davon auszugehen, dass die ukrainischen Lieferungen nach dem Jahreswechsel deutlich an Fahrt verlieren werden. Hinzu kommen die geringeren Ernteerwartungen in Australien, die das Angebot von dort begrenzen dürften. Knappe Inlandsversorgung und die Aussicht auf Importrückgänge schüren die Sorge der Verarbeiter, sodass sich deren Nachfrage in 2020 stärker auf Inlandsraps konzentrieren dürfte.

    Am Rapsschrotmarkt ist die Lage nicht mehr ganz so ruhig wie in den Wochen zuvor. Viele Ölmühlen hatten in den vergangenen Wochen reichlich Angebot auf den vorderen Positionen, wofür sie kaum Abnehmer gefunden haben. Diese Druckpartien sind in der aktuellen Woche aber größtenteils verkauft worden und damit vom Markt verschwunden. Trotzdem haben die Rapsschrotpreise auf Wochensicht um 5 auf 186 EUR/t nachgegeben. Feste Rohstoffkurse und kleineres Angebot am Markt könnten aber in den kommenden Tagen Auftrieb bringen.

    Der Sojaschrotmarkt hat sich in der Berichtswoche etwas belebt. Die Nachfrage nach Sojaschrot mit 44 % Pro-Fettgehalt ist zwar nach wie vor gering, dafür ist das Kaufinteresse der Mischfutterindustrie an 49er Ware aufgelebt. Im Preisverlauf spiegelt sich das allerdings nicht wider. Sojaschrot mit 49 % Pro-Fettgehalt kostete mit 321 EUR/t genau wie 44er Ware mit 296 EUR/t im Vorwochenvergleich nur 1 EUR/t mehr.

    Die Rapsölpreise haben sich weiter befestigt, 839 EUR/t fob Hamburg entsprechen einem Plus von 18 EUR/t zur Vorwoche. Unterstützung finden sie vor allem in den festeren Rohstoffkursen. Die Rapsnotierungen drehten zuletzt zwar ins Minus, hatten am Tag davor mit 392 EUR/t aber noch den höchsten Stand seit April 2017 erreicht. Sojaöl lässt sich von den international schwächeren Sojakursen nicht beeindrucken und folgt stattdessen der festen Tendenz anderer Pflanzenölpreise. Mit 700 EUR/t fob Hamburg wird das Vorwochenniveau um 12 EUR/t übertroffen.

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    Dateigröße: 86 KDatum: 14.11.2019

  • Marktbericht KW 45 / 2019


    Wenig überraschend hat sich die Lage am hiesigen Rapsmarkt in der aktuellen Berichtswoche im Prinzip nicht geändert. Die Preise fanden etwas Unterstützung in den gestiegenen Rapsnotierungen in Paris, wo Spekulationen darüber, dass die EU ihren diesjährigen Rapsimportbedarf von mindestens 5,5 Mio. t vielleicht nicht decken kann, für Kursauftrieb sorgten. Der hiesige Kassamarkt wandelt sich trotzdem nicht. Rapserzeuger auf der einen Seite spekulieren auf weitere Preissteigerungen, besonders in der zweiten Wirtschaftsjahreshälfte. Wer bereits zwei Drittel seiner Ernte verkauft hat, hält sich jetzt mit weiteren Abgaben sehr zurück. Auf der anderen Seite des Marktes stehen Ölmühlen mit geringem Kaufinteresse. Bis Jahresende sind die meisten längst und mindestens ausreichend versorgt. Für die zweite Saisonhälfte ist die Deckung indes noch recht lückig. Rohstoffbedarf für das erste Quartal 2020 ist also vorhanden, kurbelt die Nachfrage bisher aber nicht an, sodass die Umsätze verhalten bleiben. Vielleicht muss der Importfluss aus der Ukraine erst versiegen, damit hiesige Verarbeiter Inlandsraps in den Fokus nehmen.

    Die deutschen Ölmühlen bieten für vordere Liefertermine immer noch reichlich Rapsschrot an. Abnehmer sind aber kaum zu finden, sodass die Ware nur mit deutlichen Preisabschlägen über den Tisch geht. Mischfutterbetriebe sind bis Ende des Kalenderjahres noch gut gedeckt. Zwar sind die Preise für Liefertermine im November mit Unterstützung festerer Raps- und Sojanotierungen um 4 auf 191 EUR/t gestiegen, auf den Lieferterminen Dezember/Januar haben sie aber leicht nachgegeben. Bei geringem Kaufinteresse haben sich die Preise für Sojaschrot im Vorwochenvergleich kaum bewegt. Sojaschrot mit 49 % Pro-Fettgehalt kostete zuletzt 320 EUR/t und Sojaschrot mit 44 % Pro-Fettgehalt 295 EUR/t. Damit liegen die Preise exakt auf Vorwochenlinie.

    Die Rapsölpreise haben sich weiter befestigt, 821 EUR/t fob Hamburg entsprechen einem Anstieg von 15 EUR/t zur Vorwoche. Unterstützung bringen feste Rohstoffnotierungen, lebhaftere Biodieselnachfrage und rasant gestiegene Palmölpreise. Die anderen Pflanzenöle werden davon mit nach oben gezogen, schließlich sind sie alle zumindest teilweise substituierbar, sodass sie um Marktanteile konkurrieren und sich deshalb immer auch aneinander orientieren. Auch die Sojaölpreise haben sich vom Palmöl mit nach oben ziehen lassen, entwickeln aufgrund der Annäherung im Handelsstreit zwischen China und den USA aber zusätzlich Eigendynamik. Offenbar ist eine Einigung näher gerückt und damit auch die Möglichkeit, dass China künftig wieder mehr Sojabohnen aus den USA kauft. Die Handelsbeziehung könnte sich im äußersten Fall sogar wieder normalisieren. Ob aus Bedarf oder gutem Willen heraus hat China erst kürzlich wieder eine nennenswerte Menge US-Sojabohnen gekauft.

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    Dateigröße: 126 KDatum: 07.11.2019

  • Martktbericht KW 44 / 2019


    Die Rapserzeugerpreise haben sich wieder gefangen. Zwar bleiben die Ölmühlen in Deutschland dem Inlandsmarkt als Käufer auch weiterhin fern – die meisten sind längst und mindestens bis Jahresende gut gedeckt – aber immerhin bringen festere Terminkurse dem Kassamarkt Unterstützung. Im Bundesdurchschnitt wurden die Erzeugerpreise zuletzt bei 366 EUR/t festgestellt, womit sie die Vorwochenlinie um 1 EUR/t übersteigen. Die Preise sind zwar gestiegen aber es verbirgt sich kaum Umsatz dahinter. Bis Jahresende können zwar weitere preisliche Veränderungen stattfinden, aber der Markt wird sich vorerst wohl nicht wandeln. Einen spannenden Verlauf verspricht dagegen die zweite Wirtschaftsjahreshälfte 2019/20. Die sehr kleine deutsche Rapsernte 2019 macht entsprechend höhere Zufuhren aus dem Ausland nötig. Die mit Abstand größten Rapsmengen zur Ergänzung der Inlandsversorgung steuert seit Saisonbeginn die Ukraine bei. Dabei haben ukrainische Exporteure Vermarktungsdruck. Bis Jahresende wollen die meisten noch so viel Ware wie möglich ins Ausland verkaufen, bevor ab 01.01.2020 neue Steuerregelungen greifen, die die Ausfuhren verteuern. Was also, wenn der Zustrom an Ware aus der Ukraine nach dem Jahreswechsel rapide zurückgeht? Die EU-28 hat 2019/20 einen Importbedarf von geschätzten 5,5 Mio. t, der bis dato zu knapp der Hälfte, vor allem durch Zufuhren aus der Ukraine, gedeckt ist. Auch Deutschland hat schon einiges gekauft aber die Versorgung bis Wirtschaftsjahresende ist noch keineswegs gesichert. Schlimmstenfalls könnte sich in der zweiten Jahreshälfte durch einen rapiden Importrückgang vom Schwarzmeer eine große und durch geringes australisches Angebot kaum zu schließende Versorgungslücke auftun. Wobei „schlimmstenfalls“ für die Rapsverbraucher also die hiesigen Ölmühlen gelten würde – Anbieter, das heißt Landwirte und Händler könnten sich im Falle eines Falles über bessere Absatzmöglichkeiten und höheren Preisspielraum freuen.

    Die Rapsschrotpreise haben gegenüber Vorwoche leicht nachgegeben. Die Umsätze der Ölmühlen sind weiterhin gering, die Geschäfte laufen schleppend. Während Mischfutterbetriebe nur wenig Ware nachfragen, ist das Angebot auf den vorderen Terminen weiterhin reichlich. Dieses Spiel zeigt sich nun schon seit einigen Wochen, was die Preise unter Druck setzt. Anfang Oktober lagen die Rapsschrotpreise noch bei 195 EUR/t in Schnitt und sind seitdem stetig gesunken. Obwohl auf den vorderen Positionen starker Angebotsdruck herrscht, haben die Forderungen für Termine Februar/April im Vorwochenvergleich deutlicher nachgegeben als die Preise für prompte Ware und Liefertermine im November/Januar. Auch die Sojaschrotpreise konnten sich nur knapp auf Vorwochenniveau halten. Die Inlandsnachfrage ist nach wie vor verhalten, da Mischfutterbetriebe vorne gut versorgt sind. Neue Impulse werden den Markt voraussichtlich erst mit Beendigung der US-Ernte erreichen.

    Deutlich ruhiger als am Palmölmarkt geht es derweil an den übrigen Pflanzenölmärkten zu, die Preise für Raps- und Sojaöl bewegten sich zuletzt kaum. Für Rapsöl entsprechen 806 EUR/t fob Hamburg einem Plus von 6 EUR/t zur Vorwoche. Für ein Preisniveau wie Ende September, als die Forderungen 840 EUR/t erreichten, fehlt der nötige Antrieb. Denn die kleine EU-Rapsernte ist eingepreist und die Rohstoffversorgung wird bisher über Importe gesichert. Zudem hat sich die Rapsölnachfrage aus der Biodieselindustrie vorerst abgeschwächt. Allerdings berichten Marktteilnehmer von höherer Nachfrage aus dem Nahrungsbereich – das soll der Hauptgrund für die leichte Preisbefestigung in der aktuellen Berichtswoche sein. Am hiesigen Sojaölmarkt geht es ruhig zu, umgesetzt wird wenig, entscheidende Impulse gibt es nicht, sodass die Preise nur eine leichte Abwärtskorrektur um 2 auf 678 EUR/t fob Hamburg vollziehen.

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    Dateigröße: 89 KDatum: 31.10.2019

  • Marktbericht KW 43 / 2019


    Die Rapserzeugerpreise in Deutschland sind die zweite Woche in Folge rückläufig. Zuletzt wurden 365 EUR/t im Bundesdurchschnitt ermittelt, was einem Rückgang von 3 EUR/t zur Vorwoche entspricht. Dem Markt fehlt es an unterstützenden Impulsen. Kleine EU- und enttäuschende deutsche Rapsernte sind längst eingepreist und Importe füllen bisher die Lücken. Ölmühlen sind bis Jahresende gedeckt, sodass deren Nachfrage gering ist. Umgesetzt wird nicht viel, obwohl die Preisentwicklung die Abgabebereitschaft der Landwirte eigentlich steigern müsste. Wochenlange Befestigung und nun der Knick nach unten, häufig spornt ein solcher Verlauf die Verkäufer an. Doch wenn die Nachfrage gegen Null geht, laufen Offerten ins Leere. Mancher rechnet damit, dass nennenswerte Mengen erst wieder im neuen Jahr bewegt werden. Die Rapserzeugerpreise liegen, trotz jüngster Rückgänge, nach wie vor deutlich über den beiden Vorjahren, aber vielen Anbietern offenbar weiterhin nicht hoch genug. Nicht jeder wird jetzt nervös und möchte verkaufen, bevor die Preise weiter nachgeben – so mancher pokert weiter und setzt dabei auf Nachfrageimpulse aus der Biodieselindustrie in den kommenden Monaten und/oder die Zugkraft steigender Getreidepreise.

    Die Sojaschrotpreise haben im Vorwochenvergleich deutlich nachgegeben. Aus der Mischfutterindustrie kommen momentan wenig unterstützende Impulse. Auf den vorderen Terminen wird nur das gekauft, was dringend nötig ist, spätere Termine werden so gut wie gar nicht angefragt. Mischfutterhersteller werden nur dann am Markt aktiv, wenn die Veredelungsbetriebe Futtermittel nachfragen. Der aktuell ruhige Sojaschrotmarkt ist saisontypisch, marktbewegende Impulse wird es voraussichtlich erst mit den Sojabohnenernten in den USA und Südamerika geben. Am Rapsschrotmarkt ist auch in dieser Berichtswoche wenig los. Auf den vorderen Positionen, teilweise sogar bis ins Weihnachtsgeschäft, stehen die Preise unter Druck, weil Ölmühlen mehr Ware im Angebot haben als gekauft wird. Wenn Rapsschrot abgesetzt wird, dann nur mit großen Preiszugeständnissen. Mischfutterhersteller sind gut gedeckt und kaufen nur für den dringenden Bedarf.

    Die Rapsölpreise sind in der Berichtswoche unter Druck geraten und setzen ihren Weg nach unten weiter fort. Zuletzt kostete es 800 EUR/t und damit 10 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Damit liegen die Preise aber im Vergleich zu 2018 immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Damals wurden 35 EUR/t weniger verlangt. Die rege Biodieselnachfrage, die die Rapsölpreise bis Ende September stützte hat in den vergangenen vier Wochen deutlich nachgelassen, was die Preise nach unten rutschen lässt. Auch die schwächeren Rapskurse in Paris können keinen Boden unter den Füßen bieten. Die Sojaölpreise konnten sich auf dem Vorwochenniveau von 680 EUR/t halten. Deshalb ist der Preisvorsprung des Rapsöls um 10 EUR/t gesunken. Gestützt wurde der Sojaölmarkt von den festeren Sojaölkursen in Chicago. Diese haben im Vorwochenvergleich um umgerechnet 4 auf 601 EUR/t zugelegt.

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    Dateigröße: 87 KDatum: 24.10.2019

  • Marktbericht KW 42 / 2019


    Die schwache deutsche Rapsernte 2019 hat den Handel vielerorts zum Erliegen gebracht. Wo wenig Ware vorhanden ist, werden die Preise noch genauer beobachtet. Erzeuger halten zumindest in Sachsen und im Rheinland ihre noch nicht vermarkteten Rapspartien zurück und wollen bei dem aktuellen Preisniveau nicht verkaufen. Im Osten hat der Preisanstieg für die alte Ernte 2019 und die neue Ernte 2020 Erzeuger aufhorchen lassen. Hier wurden sogar teilweise Abschlüsse in die Bücher geschrieben. Gebote für die kommende Rapsernte 2020 sind bei Erzeugern auch immer wieder im Gespräch. Gleichzeitig hat aber auch die Nachfrage der Ölmühlen stark nachgelassen, da sie bis Ende des Jahres gut gedeckt sind. Die Kassamarktprämien für das Frühjahr 2020 sind dagegen stabil geblieben. Auch das Importangebot bleibt groß und verhindert einen deutlichen Preisanstieg. Im Rostocker Hafen werden diverse kleine und größere Lieferungen für die deutschen Ölmühlen entladen. Infolgedessen sind die Erzeuger für Raps frei Lager des Erfassers im Vorwochenvergleich um 2 auf 368 EUR/t gesunken. Vielerorts sind die Feldarbeiten noch nicht abgeschlossen, sodass der Verkauf in den Hintergrund rückt. In den meisten Regionen haben die jüngsten Niederschläge die Vegetationsbedingungen deutlich verbessert, wodurch sich die Feldbestände überwiegend gut entwickelt haben. In Niedersachsen ist der Feldaufgang besser als im vergangenen Jahr, aber erneut nicht optimal. Dort war es, wie auch in vielen anderen Regionen, zur Aussaat zu trocken. Bis auf den spätgedrillten Raps haben sich auch in Thüringen die Rapskulturen gut entwickelt. Dadurch wurden die Bedenken der Landwirte etwas ausgeräumt.

    Am Rapsschrotmarkt wurden in der vergangenen Berichtswoche kaum Geschäfte getätigt, bei reichlichem Angebot fehlt es an Nachfrage. Da Mischfutterhersteller bis Ende des Kalenderjahres noch gut gedeckt sind, besteht bei ihnen kaum Kaufinteresse. Ölmühlen können also nur verkaufen, indem sie Preiszugeständnisse machen. Diese Situation zieht sich momentan durch ganz Deutschland, ist aber besonders im Norden spürbar. Die Sojaschrotpreise wurden durch die Sojaschrotkurse in Chicago unterstützt. Unabhängig von der Qualität legten sie im Vergleich zu Vorwoche um 5 EUR/t zu. Damit hat sich der Preisabstand zwischen Raps- und Sojaschrot wieder vergrößert, was Rapsschrot wettbewerbsfähiger macht. Das deutsche Sojaschrotangebot ist reichlich, was auch die Preisdifferenz zwischen Import- und Inlandsraps zeigt. Seit Anfang Oktober hat sie sich stetig vergrößert und betrug zuletzt 17 EUR/t, so viel wie seit dem Frühjahr 2019 nicht mehr.

    Am Pflanzenölmarkt hat sich im Vergleich zur Vorwoche kaum etwas verändert. Der Handel verläuft ruhig und es findet wenig Geschäft statt. Am Rapsölmarkt warten die Marktteilnehmer auf neue Impulse, momentan gibt es einen Stillstand. Die rege Nachfrage nach Biodiesel, die in diesem Jahr Mitte August ungewöhnlich früh entflammt war, ist schon wieder verebbt. Auch die kleine EU-Rapsernte, die auch das Angebot an Nachprodukten schmälert ist schon längst eingepreist. Zudem werden Lücken weiterhin durch Importe aus anderen Mitgliedsstaaten und Drittländern gedeckt. Auch die schwächeren Rapskurse in Paris bieten keine Unterstützung und ziehen die Rapsölpreise mit nach unten. Die Sojaölpreise haben um 2 auf 680 EUR/t leicht zugelegt, während die Sonnenblumenölpreise um 2 auf 672 EUR/t nachgaben. Damit liefern sie sich weiterhin ein Kopf-an-Kopf Rennen. So widersetzen sich die Sojaölpreise zudem den Vorgaben aus Chicago, wo die Notierungen um umgerechnet 4,30 EUR/t im Vorwochenvergleich nachgegeben haben.

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    Dateigröße: 88 KDatum: 17.10.2019

  • Marktbericht KW 41 / 2019


    Die deutschen Rapspreise sind eine weitere Woche infolge gestiegen und lagen zuletzt bei 370 EUR/t frei Erfasserlager im Bundesmittel und damit 2 EUR/t über Vorwochenniveau. Für größere Sprünge fehlt die nötige Unterstützung aus Paris, dort haben die Terminkurse ebenfalls um 2 EUR/t zugelegt. Am Markt werden dennoch kaum Geschäfte abgeschlossen, da die Abgabebereitschaft der Erzeuger nach wie vor verhalten ist. Sie warten ab und spekulieren auf weitere Preiszuschläge. Raps bleibt aber gefragt und der Bedarf wird größtenteils über Importware gedeckt. So werden aktuell 66.000 t Raps in Rostock aus der Ukraine entladen. Insgesamt hat Deutschland bis zum 7.10.2019 mit 334.315 t schon doppelt so viel Raps importiert wie zum Vorjahreszeitpunkt. In Deutschland wird aufgrund der ungünstigen Aussaatbedingungen und der Frustration vieler Landwirte über die negative wirtschaftliche Entwicklung der Ernten in den vergangenen Jahren sowie der Mangel an Pflanzenschutzmitteln, eine kleine Rapsfläche zur Ernte 2020 erwartet. Nun haben sich aber die Vegetationsbedingungen, vor allem durch die ausreichenden Niederschläge deutlich verbessert. Im Osten von Deutschland ist der Raps überwiegend gut entwickelt, sodass es vorerst nicht zu nennenswerten Umbrüchen mehr kommt. Deshalb wird erwartet, dass die deutsche Rapsfläche doch etwas größer ausfallen könnte. Das Unternehmen Strategie Grains schätzte die Fläche auf 1 bis 1,2 Mio. ha, im Vorjahr waren es 850.000 ha.

    Am Ölschrotmarkt war es in der vergangenen Berichtswoche ruhig und es ging kaum Ware über den Tisch. Das Kaufinteresse an vorderem Sojaschrot hält sich in Grenzen, dafür wird für den Sommer 2020 nachgefragt und zuletzt auch aggressiv offeriert. Grund dafür sind die wettbewerbsfähigen Offerten für brasilianische Importware auf diesen Terminen. Diese setzen auch die Preise in Nordamerika und Nordeuropa kräftig unter Druck. Die Terminbörse in Chicago bietet den Preisen wenig Unterstützung, die Sojaschrotkurse gaben im Vorwochenvergleich ebenfalls nach. Am Rapsschrotmarkt geht es ruhig zu, die Umsätze laufen schleppend. Mischfutterbetriebe fragen kaum Ware nach und sind auf den vorderen Positionen gut gedeckt. Auch die festen Rapskurse in Paris konnten die Schrotpreise nicht unterstützen. Zuletzt wurde Rapsschrot mit 192 EUR/t bewertet, das sind 1 EUR/t weniger als in der Vorwoche und rund 50 EUR/t weniger als zum gleichen Zeitpunkt 2018.

    Die Rapsölpreise konnten ihr Vorwochenniveau nicht halten und sind um 7 auf 816 EUR/t fob Hamburg gesunken. Damit überschreiten sie das Vorjahresniveau aber immer noch deutlich um 51 EUR/t. Grund für den Preisnachlass ist die geringere Nachfrage aus der Biodieselindustrie nach Rapsmethylester, der die Preise seit Mitte August bis Ende September deutlich in die Höhe getrieben hatte. Zwar findet auf den vorderen Terminen noch das ein oder andere Geschäft statt, von reger Nachfrage kann aber nicht mehr die Rede sein, was die Preise unter Druck setzt. Marktteilnehmer berichten zudem, dass die Preisdifferenz zwischen den Terminen Oktober/Januar und Februar/April in diesem Jahr ungewöhnlich hoch ist, sie betrug zuletzt 19 EUR/t. Käufer konzentrieren sich deshalb mehr auf Liefertermine ab Februar, statt auf prompte Ware. Die Sojaölpreise haben in der Berichtswoche ebenfalls um 7 auf 678 EUR/t nachgegeben und widersetzten sich damit den Vorgaben aus Übersee, wo die Terminkurse um umgerechnet 15 EUR/t gestiegen sind. Damit verkleinert sich die Preisdifferenz zwischen Soja- und Sonnenblumenöl von 6 auf 4 EUR/t im Vorwochenvergleich.

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    Dateigröße: 88 KDatum: 10.10.2019

  • Marktbericht KW 40 / 2019


    Die Rapserzeugerpreise haben sich weiter befestigt. Frei Erfasserlager wurden zuletzt 368,50 EUR/t im Bundemittel festgestellt, was einem leichten Plus von 0,70 EUR/t zur Vorwoche entspricht. Für größere Preissprünge reicht es nicht, da aus Paris nicht die nötige Unterstützung kommt. Die Umsätze mit Inlandsraps sind weiterhin verhalten, wobei es auf beiden Seiten des Marktes an Engagement mangelt. Importraps füllt die Lücken, die die kleine Inlandsernte hinterlässt. Ölmühlen sind in der Regel bis Jahresende mit Rohstoff versorgt. Leichte Preisunterstützung bringen die Spekulationen um Ernteeinbußen in für die EU wichtigen Rapslieferländern: In Kanada verzögern Regen- und Schneefälle die Ernte, in Australien setzt Trockenheit den Feldbeständen zu.

    Am Rapsschrotmarkt haben sich die Preise in den vergangenen Tagen deutlich befestigt, 193 EUR/t im Bundesdurschnitt entsprechen einem Plus von 13 EUR/t zur Vorwoche. Marktteilnehmern zufolge ist dies auf zwei Faktoren zurückzuführen. Zum einen bringen festere Soja- und auf hohem Niveau stabile Rapsnotierungen den hiesigen Rapsschrotpreisen Unterstützung. Zum anderen wurden die Druckpartien einiger Ölmühlen abgebaut.

    Auch die Sojaschrotpreise haben sich in der Berichtwoche befestigt, wobei sie vor allem von den gestiegenen Sojakursen profitierten. US-Sojavorräte die kleiner als erwartet ausfallen und eine Ernte 2019, die auf kleinerem Areal fußt und aktuell nur langsam Fahrt aufnimmt, legt Ernteeinbußen nahe und könnte die globale Sojaversorgung und damit den Angebotsdruck am Markt eindämmen. Hierzulande kostete Sojaschrot mit einem ProFett-Gehalt von 44 % zuletzt 300 EUR/t, was einem Wochenplus von 7 EUR/t entspricht. 49er Ware hat sich in der gleichen Zeit um 8 auf 325 EUR/t verteuert.

    Die Rapsölpreise haben das hohe Niveau der Vorwoche nicht halten können, 823 EUR/t fob Hamburg entsprechen einem Rückgang von 17 EUR/t. Grund ist die mittlerweile schwächere Nachfrage nach Rapsöl aus dem Biodieselsektor. Ungewöhnlich früh und deutlich war das Kaufinteresse nach Rapsmethylester (Winterware) in diesem Jahr bereits Mitte August aufgeflammt und hatte die Preise zwei Wochen lang kräftig nach oben getrieben. Die lebhafte Nachfrage ließ auch höhere Forderungen für Rapsöl seitens der Ölmühlen gegenüber den Biodieselherstellern zu und brachte sogar dem Rohstoff Raps Unterstützung. Doch nun hat sich die Nachfrage abgekühlt, die Biodieselpreise tendieren schwächer und auch die Ölmühlen können Forderungen von 840 EUR/t nicht mehr durchsetzen. Vom Terminmarkt gab es auch keine Unterstützung mehr, die Rapsnotierungen zeigen sich auf dem erreichten hohen Niveau mal fester, mal schwächer, aber weitere Zugewinne sind jetzt nicht mehr drin, wo die kleinen EU-Rapsernten eingepreist und die Versorgung über Schwarzmeerware zumindest vorerst gesichert scheint. Dennoch bleibt das Preisniveau im Vergleich zu vergangenen Monaten hoch und der Vorsprung gegenüber anderen Pflanzenölen groß. Sojaöl kostete zuletzt 685 EUR/t fob Hamburg und damit genau so viel wie vor einer Woche. Für Stabilität sorgen festere US-Sojanotierungen.

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    Dateigröße: 88 KDatum: 02.10.2019

  • Marktbericht KW 39 / 2019


    Die Rapserzeugerpreise haben sich in der 39. Kalenderwoche weiter befestigt und ihren Vorsprung gegenüber dem Vorjahr ausgebaut. Der durchschnittliche Einkaufspreis für Inlandsraps vom Erzeuger wurde zuletzt bei 368 EUR/t festgestellt und übertrifft die Vorjahreslinie um 19 EUR/t. Unterstützung bringt vor allem die weiterhin stetige bis lebhafte Biodieselnachfrage, Rapsmethylester zur Beimischung ab Oktober ist gefragt. Die Rapsölpreise profitieren und auch auf der Rohstoffseite kommt die feste Tendenz an. Am Rapsmarkt soll es aber grundsätzlich eher ruhig zugehen. Erzeuger sind auf aktuellem Preisniveau zwar abgabebereiter und Ölmühlen aufgrund der hohen Rapsöl-Margen und gesteigerten Verarbeitung an Rohstoff interessiert, doch zumeist wird ukrainischer Importraps abgewickelt. Nichtdestotrotz bringen stabile bis festere Rapsterminkurse und mindestens stetige Biodieselnachfrage den Erzeugerpreisen eine weitere Woche Unterstützung.

    Die Forderungen für Rapsschrot liegen aktuell bei 180 EUR/t im Bundesmittel, was einem Rückgang von 3 EUR/t zur Vorwoche entspricht. Die Umsätze laufen weiterhin schleppend, es mangelt an Nachfrage aus der Mischfutterindustrie. Preisdruck erzeugen aber auch die wachsenden Vorräte an Rapsschrot bei den Ölmühlen. Aufgrund attraktiver Rapsöl-Margen haben viele Verarbeiter derzeit einen hohen Durchsatz, aber das Beiprodukt Rapsschrot fließt kaum ab. Manche Ölmühlen ist deshalb eher zur Preiszugeständnissen bereit, um die Lager zu räumen und das hohe Verarbeitungsniveau weiter halten zu können. Der Sojaschrotmarkt entwickelt ebenfalls weiterhin kaum Eigendynamik. Meldungen über logistische Probleme in brasilianischen Häfen, machten Marktteilnehmer offenbar nicht nervös. Die Preise knickten zuletzt nach unten ab: 49er Ware kostet aktuell 317 EUR/t und damit 7 EUR/t weniger als vor einer Woche; 44er Ware hat sich um 6 auf 293 EUR/t vergünstigt.

    Stetige bis lebhafte Biodieselnachfrage und ein knappe Rapsversorgung bringen den Rapsölpreisen weiteren Auftrieb. Zuletzt wurden 840 EUR/t fob Hamburg erreicht, was einem Plus von 15 EUR/t zur Vorwoche entspricht und das höchste Preisniveau seit Februar 2017 ist. Von den anderen Pflanzenölpreisen entfernt sich Rapsöl damit immer weiter, die Preisdifferenz zum Sojaöl beträgt fast 23 %. Vor vier Wochen waren es erst 19 % und vor 2 Monaten noch keine 15 %. Rapsöl wird immer teurer, bleibt aber gefragt. Dabei profitiert es vor allem von der saisonbedingt lebhaften Nachfrage nach Rapsmethylester, während Biodiesel aus Soja- und Palmöl in den kommenden Monaten bis April 2020 kaum Käufer finden wird. Anders ausgedrückt, kann Rapsöl zur Verwendung in der Biodieselproduktion aktuell seinen Saisonvorteil einen höheren Kältestabilität gegenüber den anderen Pflanzenölen ausspielen. Marktteilnehmer berichten, dass die Ölmühlen aufgrund der hohen Crush-Margen für Rapsöl äußerst verkaufsbereit sind. Die Sojaölpreise fanden in den Berichtswoche keine Unterstützung, das hohe Niveau konnte nicht gehalten werden. Zuletzt sanken sie auf 685 EUR/t fob Hamburg und damit 14 EUR/t unter Vorwochenlinie. An der Börse in Chicago sind die Sojaölkurse seit 3 Handelstagen rückläufig.

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    Dateigröße: 88 KDatum: 26.09.2019

  • Marktbericht KW 38 / 2019


    Die Rapserzeugerpreise klettern weiter nach oben. Zuletzt erreichten sie rund 367 EUR/t im Bundesmittel, womit sie die Vorwochenline um etwa 2 EUR/t übertreffen. Noch wesentlich deutlicher ist der Preisunterscheid gegenüber dem Vorjahr. Während sich die Preise 2019/20 bisher nahezu durchgängig nach oben entwickelt haben, war der Verlauf im Vorjahr ein ganz anderer. Damals waren die Preise zunächst sprunghaft gestiegen, dann aber wieder fast ebenso deutlich zurückgefallen. Vor genau einem Jahr hatten die Rapserzeugerpreise im Bundesdurchschnitt kräftig verloren und rutschten auf 353 EUR/t. Damit haben die Preise aktuell ihren Vorsprung gegenüber dem Vorjahr auf 14 EUR/t ausgebaut. Unterstützung finden die Kassapreise vor allem in den weiter gestiegenen Notierungen für Raps in Paris sowie in den kürzlich sprunghaft gestiegenen Rohölkursen. Was den Handel betrifft, so sind die Meldungen je nach Region uneinheitlich. Insgesamt laufen die Rapsgeschäfte zwar eher ruhig, aber regional flammt die Verkaufsbereitschaft dann doch immer wieder mal auf. Den einen oder anderen Erzeuger motivieren die Preissteigerungen zur Abgabe, andere warten lieber noch ab und setzen auf weitere Befestigung. Ölmühlen sind derweil zumeist ausreichend versorgt, dabei in großen Teilen auch mit Importware. Aber vereinzelt gibt es dann doch Aktivität.

    Ansonsten steht vor allem die Winterrapsaussaat im Fokus: Marktteilnehmer sind gespannt, wie viel Raps angesichts der Trockenheit tatsächlich in den Boden kommt. Aus Rheinland-Pfalz heißt es, dass die Bodenverhältnisse weiterhin viel zu trocken und die jungen Rapsfeldbestände oft lückig und unterentwickelt sind. Und auch im Saarland soll der Raps unter Trockenheit leiden.

    Die Sojaschrotpreise haben auf Wochensicht unabhängig von der Qualität um 4 EUR/t zugelegt. Unterstützung bekamen sie von den Sojaschrotkursen in Chicago und logistischen Engpässen in brasilianischen Häfen, weshalb zuletzt in europäischen Häfen weniger Ware aus Südamerika angeliefert wurde. Mischfutterbetriebe zeigen weiterhin kaum Kaufinteresse für Sojaschrot und sind gut gedeckt. Sie ordern nur kleine Mengen für den dringenden Bedarf.

    Am Rapsschrotmarkt ist die Lage weiterhin ruhig. Auf den vorderen Lieferterminen haben Ölmühlen zwar noch reichlich Rapsschrot im Angebot, Mischfutterbetriebe haben aber ihre Läger voll und sind zeigen wenig Kaufinteresse. Trotz der schleppenden Geschäfte am Rapsschrotmarkt konnten sich die Preise gegenüber Vorwoche leicht befestigen. Rapsschrot hat um 6 auf 183 EUR/t zugelegt.

    Die Nachfrage nach Rapsöl aus der Biodieselindustrie reißt nicht ab und beschert den Rapsölpreisen weitere Zugewinne. Zuletzt wurden 825 EUR/t fob Hamburg genannt, womit die Vorwochenlinie noch einmal um 15 EUR/t übertroffen wird. Weitere Unterstützung bringen schwache EU- und deutsche Rapsernte 2019, die die Rohstoffversorgung limitieren und darüber hinaus die häufig unzureichenden Ölgehalte. Zudem ist fraglich wie gut sich die Rohstoffversorgung in Deutschland in den kommenden Monaten durch Zufuhren aus dem Ausland ergänzen lassen wird. Bisher sieht es günstig aus, weil aus der Ukraine und Kanada deutlich mehr kommt. Andererseits dürfte China stärker als Käufer von ukrainischem Raps in Erscheinung treten und in Australien deutet sich eine erneut schwache Rapsernte an, die dessen Exportmöglichkeiten, auch in die EU, begrenzen dürfte. Weitere Unterstützung erhält Rapsöl von den zuletzt deutlich gestiegenen Mineralölkursen. Binnen eines einzigen Handelstags legten die Notierungen um knapp 15 % zu. Grund ist der Angriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien. Betroffen sind Anlagen der größten Raffinerie des Landes, deren tägliche Ölfördermenge von 5,7 Mio. Barrel um etwa die Hälfte gesunken sein soll. Auch die anderen Pflanzenöle profitieren von den kräftig gestiegenen Rohölkurse. Sojaöl kletterte um 21 auf 699 EUR/t fob Hamburg und profitiert zusätzlich von der Meldung über eine Anhebung der Biokraftstoff-Beimischungsquote in den USA auf 10 % ab 2020, die eine höhere Biodieselproduktion und Sojaölverarbeitung zur Folge haben

    dürfte.

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    Dateigröße: 90 KDatum: 19.09.2019