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30.04.2019

Praxistipp zur Grasernte: Der kurze Schnitt lohnt!

Jeder Landwirt hat bei der Bergung der Grassilage den Anspruch, höchstmögliche Futterqualität zu erzielen und damit die Erträge zu steigern. Einer der wesentlichen Einflussfaktoren auf die Futterqualität ist die theoretische Schnittlänge.

Einerseits führt kurz geschnittenes Futter zu einer rascheren pH-Wert Absenkung. Dadurch sinkt die Gefahr von Fehlgärungen und die Stabilität der Grassilage wird positiv beeinflusst wird. Andererseits wirkt es sich positiv auf die Tiergesundheit und Leistungsfähigkeit der Tiere aus. 

Optimale Schnittlänge, die schmeckt

Rinder haben nur im Unterkiefer Schneidezähne, der Oberkiefer besteht aus einer Hornplatte. Folglich wird das Gras fast unzerkaut geschluckt. Kurz geschnitten hat das Futter mehr Oberfläche und es wird mehr Energie aufgenommen. Darüber hinaus regt es den Speichelfluss an, was sich wiederum positiv auf das Wiederkäuen auswirkt. Die optimale Schnittlänge beträgt ca. 20 bis 60 mm. Je höher der Anteil an kurzen Partikeln im Segment bis 60 mm ist, desto besser ist das Leistungsergebnis des Wiederkäuers.

Wichtig: scharfe Messer

Nur scharfe Schneidwerksmesser garantieren optimale Schnittqualität, geringeren Energieverbrauch und gesteigerte Durchsatzleistung. Im intensiven Arbeitseinsatz nimmt die Schärfe der Schneidwerksmesser ständig ab. Wichtig ist daher das regelmäßige Schleifen der Messer. Hierdurch können der Leistungsbedarf und damit der Kraftstoffverbrauch um bis zu 20 Prozent gesenkt werden. 

 

 


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