Markt
14.03.2019

Felder gemeinsam aufblühen lassen

Nur wenn Landwirte achtsam mit der Natur umgehen und die Landschaft pflegen, können sie langfristig und nachhaltig wirtschaften. Für die Förderung der Artenvielfalt mit sogenannten Greening-Maßnahmen bekommen sie staatliche Unterstützung. Für Maßnahmen, die darüber hinausgehen, werden sie jedoch nicht entlohnt – noch nicht.

Landwirt Phillip Krainbring will das ändern. Artenvielfalt ist ihm genauso wichtig wie vielen Verbrauchern. Und gemeinsam mit ihnen möchte er sie fördern: Auf einem Hektar seines Landes in Sachsen-Anhalt will er in diesem Frühjahr 2019 keinen Mais anbauen und stattdessen Lebensräume für wilde Tiere und Pflanzen schaffen – zusätzlich zu den von der EU vorgeschriebenen Greening-Maßnahmen. Auf 10.000 Quadratmetern soll ein Paradies für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten entstehen.

Dazu braucht Phillip Krainbring Hilfe: Als Landwirt ist er auf den Erlös seiner Ernte angewiesen. Pflanzt er Blühmischungen an, fehlen ihm Einnahmen. 5.000 Euro sind nötig, damit der Blühstreifen dem jungen Ackerbauern über zwei Jahre so viel einbringt wie ein Hektar Mais. Damit Insekten das ganze Jahr Nahrung finden und sich diverse Pflanzen etablieren können, wird der Blühstreifen für mindestens zwei Jahre angelegt

Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier. 


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