Markt
20.12.2018

Welt-Rapsanbau 2019/20 stabil

In vielen Ländern wird wohl der Anbau von Raps zur Ernte 2019 zunehmen, während in der EU mit einem großen Minus zu rechnen ist.

Daher geht der Internationale Getreiderat (IGC) nur von einer minimalen Ausweitung der globalen Rapsfläche um weniger als 1 % aus. 

Nach einer äußerst schwierigen Saison 2018/19 sind in der EU die Aussichten auf eine Durchschnittsernte im kommenden Wirtschaftsjahr schon mit der Aussaat spürbar getrübt. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) hat die lang anhaltende Trockenheit vielerorts nicht nur die Aussaat verhindert, sondern den Feldbeständen auch einen schlechten Start beschert. Das schürt die Ängste vor Auswinterungen. In der EU deutet vieles auf eine erhebliche Reduzierung der Anbaufläche hin. Die prognostizierten 4,8 Mio. ha für das Wirtschaftsjahr 2019/2020 wäre die schlechteste Flächenbasis seit 13 Jahren. 

Demgegenüber lief die Aussaat in der Ukraine gut, so dass bis Anfang November bereits 16 % mehr gedrillt war als 2017. In der Ukraine macht Winterraps rund 90 % der Anbaufläche aus, in Russland dominiert hingegen Sommerraps. Auch dort wird mit einer Zunahme gerechnet – die Schätzung liegt bisher bei 1,6 Mio. ha und somit 14 % über Vorjahr. In China soll die Aussaat von Winterraps im Süden nahezu abgeschlossen sein. Aufgrund des Wegfalls der staatlichen Förderung wird sich der negative Flächentrend wohl auch 2019/20 fortsetzen.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) fordert die EU-Kommission auf, dem europäischen Rapsanbau als wichtigste gentechnikfreie Proteinquelle und Blühpflanze in getreidereichen Fruchtfolgen eine wirtschaftlich nachhaltige Perspektive zu schaffen. Die UFOP erwartet im Zusammenhang mit der Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II) ein starkes politisches Signal, dass Palmöl zur Biokraftstoffverwendung in der EU in 2019 erheblich reduziert wird und schrittweise ausläuft. Dieses Ziel muss in dem, bis zum 1. Februar 2019 von der EU-Kommission vorzulegenden, delegierten Rechtsakt rechtlich verankert sein. Außerdem sollten in dem gegen Indonesien eröffneten Anti-Subventionsverfahren möglichst schnell die erforderlichen Fakten für eine Importbeschränkung geschaffen werden.

Quelle: UFOP e. V.

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