Markt, Grundlagen-Schweine
02.01.2019

Schweinefleischmarkt

Seit Jahren kämpft der Schweinefleischmarkt mit schwierigen Verhältnissen. Die Ferkel- und Schweinepreise sind dabei großen Schwankungen unterworfen, wobei die Täler in Häufigkeit und Ausprägung zunehmen. So sind 2018 die Erzeugerpreise in der EU um 12,4 % auf 1,42 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht abgefallen.

Im Vergleich zum mittleren Basispreis für Ferkel im Zeitraum von Januar 2013 bis November 2018 von 50,70 Euro gibt es Abweichungen um fast ein Drittel nach oben als auch nach unten.

Unterm Strich steht daher bei vielen Mästern und Ferkelerzeugern ein dickes Minus unter dem Jahr 2018. Die durchschnittlichen Preise für Schweine der Handelsklasse E in Deutschland liegen Schätzungen zufolge bei 20 Cent je Kilogramm weniger als im Vorjahr.

Noch härter hat es den Ferkelmarkt getroffen. Nach einem geringen Preisanstieg im Frühjahr 2018, standen die Ferkelpreise fortlaufend unter Preisdruck. Hier liegt der Jahresdurchschnitt für ein 28 Kilogramm Ferkel bei erwarteten 44,60 Euro und somit 25,2 % unter Vorjahresniveau. Der absolute Tiefpunkt wurde im Oktober, mit gerade einmal 37,50 Euro pro Ferkel verzeichnet.

Nach einer bis 2015 stabilen Entwicklung der Tierzahlen in Deutschland, sinken die Bestandszahlen für Schweine kontinuierlich um 1 bis 2 % pro Jahr auf nunmehr 26,9 Mio. Stück. Gleichzeitig ist auch ein Rückgang der Tierhalterzahlen um jährlich 3 bis 4 % zu verzeichnen.

Seit 2010 und damit binnen 8 Jahren hat jeder zweite Sauenhalter seine Ferkelerzeugung eingestellt.

Deutschland importiert so viele Ferkel wie kein anderes Land der Welt, wobei das diesjährige Importvolumen leicht rückläufig ist. Demnach dürften 2018 11,7 Millionen Ferkel und 3,2 Millionen Schlachtschweine nach Deutschland eingeführt worden sein.


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