Markt
01.02.2019

Monatsbericht Januar 2019: Rapsmarkt erst ruhig, dann belebt, Rapseinfuhren liegen unter Vorjahr, Rapsschrot kann Preisniveau nicht halten, Sojaschrotumsätze bleiben ruhig aber stetig

Am Rapsmarkt begann das neue Jahr so wie das alte geendet hatte: Auf der einen Seite die Ölmühlen, die nur gelegentlich Ware kauften und ihre Prämien nicht anheben wollten, auf der anderen Seite die Erzeuger, die keine Verkaufsanreize fanden und ihre Ware unter Verschluss hielten. Zur Monatsmitte kam Leben in den deutschen Rapsmarkt.

Rapsmarkt erst ruhig, dann belebt

Am Rapsmarkt begann das neue Jahr so wie das alte geendet hatte: Auf der einen Seite die Ölmühlen, die nur gelegentlich Ware kauften und ihre Prämien nicht anheben wollten, auf der anderen Seite die Erzeuger, die keine Verkaufsanreize fanden und ihre Ware unter Verschluss hielten. Zur Monatsmitte kam Leben in den deutschen Rapsmarkt. Ölmühlen signalisierten etwas mehr Kaufinteresse und mit zusätzlicher Unterstützung festerer Rapsterminkurse legten die Kassapreise etwas zu. Zumindest die Lethargie der vergangenen Wochen wurde auf diese Weise abgeschüttelt und Erzeuger waren zu den leicht festeren Preisen nun endlich bereit, überhaupt mal etwas zu verkaufen.

Rapseinfuhren liegen unter Vorjahr

In den ersten fünf Monaten des Wirtschaftsjahres 2018/19 hat Deutschland die Gesamtmenge von 2,59 Mio. t Raps aus dem Ausland gekauft, das waren 17,4 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Eigentlich ist die Rapsversorgung in Deutschland aufgrund der kleinen Ernte 2018 knapp und der Bedarf an Zufuhren müsste noch höher als im Vorjahr sein, aber die Mengen sind begrenzt. In weiten Teilende Europas dezimierte Trockenheit die Ernten und ließ nur geringe Überschüsse für den Export. Aus EU-Staaten erhielt Deutschland im Betrachtungszeitraum nur etwas mehr als 2 Mio. t und damit ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum und auch als sonst üblich. Höhere Zufuhren aus der Ukraine und Australien können diesen Rückgang nur zu einem Teil kompensieren und letzteres schöpft für seine Exporte nach Deutschland wegen eigener Dürreprobleme bereits aus den Vorräten, sodass der Warenstrom von dort auch bald schwächer werden könnte.

Erwartungsgemäß liegen die Rapsexporte Deutschlands wegen der knappen Versorgungslage deutlich unter Vorjahr. Im Betrachtungszeitraum wurden gerade einmal 24.300 t ausgeführt, was einem Rückgang von zwei Dritteln zum Vorjahr entspricht.

Rapsschrot kann Preisniveau nicht halten

Nach lebhaften Umsätzen in der ersten Januarhälfte hat sich die Rapsschrotnachfrage abgekühlt. Zur Monatsmitte liefen die Umsätze schleppend und daran dürfte sich nach Einschätzung von Marktteilnehmer vorerst nichts ändern, denn die meisten Mischfutterhersteller sind für die Monate Januar und Februar vollständig gedeckt und auch für März/April soll die Versorgung bis auf einzelne Lücken schon gut sein. Erst ab Mai klaffen dann wieder größere Lücken. Teilweise sind hier noch bis zu 50 % der benötigten Mengen einzukaufen, schätzen Marktteilnehmer. Aber Eile ist deshalb nicht geboten, zumal die Ware bis dahin ja noch preisgünstiger werden könnte. Dagegen spricht allerdings das begrenzte Rapsschrotangebot der Ölmühlen. Andererseits könnte die zügige Sojaernte in Brasilien die Sojaschrotpreise bald sinken lassen und Rapsschrot dann mit nach unten ziehen.

Sojaschrotumsätze bleiben ruhig aber stetig

Die Marktlage am Sojaschrotmarkt hat sich kaum verändert. Preise, die nun schon seit Monaten, von kleineren Ausschlägen abgesehen, impulslos vor sich hindümpeln, spiegeln die ruhige Marktlage wider. Stetige Umsätze auf vorderen Terminen decken den kurzfristigen Bedarf. Wer Lücken zu füllen hat, tut dies, aber echte Marktbelebung oder deutliche Preisbewegung löst das nicht aus. Im Prinzip ist das Preisniveau, sowohl für 49er, als auch für 44er Sojaschrot seit September 2018 unverändert. Gelegentliche Ausschläge nach oben oder nach unten sind dabei lediglich die Reaktion auf die Entwicklung der Sojanotierungen an der Chicagoer Börse. 

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