Markt, Grundlagen-Rinder
31.12.2018

Milchmarkt

Der Milchpreis liegt zum Jahreswechsel bei ca. 35 Ct/kg. Das liegt unter dem Vorjahresniveau (38,5 Ct/kg), aber über dem langjährigen Mittel (ca. 32 bis 33 Ct/kg). Für die ersten Monate des Jahres 2019 ist jedoch mit einem Rückgang der Erzeugerpreise zu rechnen.

Im Moment können sich Milchbauern und Molkereien für das Gesamtjahr 2019 über Warenterminkontrakte einen Erzeugerpreis in Höhe von ca. 33 Ct/kg absichern. Das ist die Marke, an der wir unsere Molkereien messen werden.

Die Milchanlieferung liegt im Moment 1 bis 2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Hitze- und Dürresommer hat hier deutliche Spuren hinterlassen: Die Futterquantität und -qualität hat unter der langanhaltenden Trockenheit gelitten. Es ist deshalb bis zum ersten Grünlandschnitt im Frühjahr 2019 nicht davon auszugehen, dass die Milchanlieferung stark steigen wird.

Als DBV unterstützen wir die Strategie der EU-Kommission zum Umgang mit den hohen Interventionsbeständen. Nach der Milchkrise lagen noch im Jahr 2017 ca. 380.000 Tonnen Magermilchpulver in den Interventionslägern. Der EU-Kommission ist es mit einer aggressiven und erfolgreichen Verkaufspolitik gelungen, diese Bestände im Jahr 2018 um deutlich mehr als 270.000 Tonnen zu reduzieren, bei gleichzeitig stabilen bis leicht steigenden Erzeugerpreisen.

Die Milchviehbetriebe befanden sich im Wirtschaftsjahr 2017/18 auf dem Wege der wirtschaftlichen Erholung. Die Unternehmensergebnisse der Milchbauern lagen deutlich über dem langjährigen Mittel und auch deutlich über den Ergebnissen anderer Produktionsbereiche. Das wird sich im laufenden Wirtschaftsjahr nicht wiederholen und war nach den sehr schwachen Vorjahren 2015 und 2016 auch dringend nötig.


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