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Außenhandel mit Fleisch seit 1994 stark gewachsen
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Die Importmenge blieb dem BZL zufolge dagegen über die Jahre recht konstant und lag zuletzt bei 1,12 Mio. t. Der Exportzuwachs ist der gestiegenen Schweinefleischerzeugung geschuldet, der ein zunächst stabiler, in den vergangenen Jahren aber sinkender Verbrauch gegenüberstand.

Ähnlich war die Entwicklung bei Geflügelfleisch: Hier haben sich die deutschen Ausfuhren von 75.000 t auf 676.000 t verneunfacht, was durch die um fast 190 % ausgeweitete Produktion ermöglicht wurde. Im Unterschied zu Schweinefleisch ist bei Geflügelfleisch im Betrachtungszeitraum jedoch die heimische Nachfrage spürbar gewachsen, wobei der Bedarfszuwachs nicht allein von der höheren Erzeugung gedeckt werden konnte. Die Einfuhren haben deshalb laut BZL ebenfalls zugenommen und sich in den vergangenen 25 Jahren von 509.000 t auf gut 1 Mio. t nahezu verdoppelt.

Bei Rindfleisch hat es im Vergleich zu den anderen Fleischarten die geringsten Änderungen im Außenhandel gegeben. Die Ausfuhren lagen hier mit 423.000 t im Jahr 2019 um 11,5 % unter der Menge von 1994. Darin nicht enthalten sind die Lebendausfuhren von Rindern. Vor zehn Jahren belief sich allerdings der deutsche Rindfleischexport noch auf 546.000 t, so dass die Abnahme in der letzten Dekade erfolgte. Grund hierfür waren vor allem die rückläufigen Tierbestände.

Die Rindfleischeinfuhren waren im vorigen Vierteljahrhundert größeren Schwankungen unterworfen. Sie beliefen sich laut BZL im vergangenen Jahr auf 501.000 t und übertrafen damit das Niveau von 1994 um 61.000 t oder fast 14 %. In den vergangenen zehn Jahren hat die deutsche Rindfleischerzeugung abgenommen, während sich der Verbrauch erhöhte, weshalb höhere Einfuhren notwendig wurden.