Markt
16.03.2017

Üppige Versorgung belastet Sojanotierung

Rekordernten in Südamerika lassen üppige globale Versorgung stärker steigen. Bei gleichzeitig nur leicht höherem Verbrauch wachsen die Vorräte deutlich und setzten die Sojanotierungen unter Druck.

Das USDA hat in seiner aktuellen Märzschätzung die globale Sojaerzeugung 2016/17 erneut angehoben. Demnach steigt die weltweite Erzeugung um über 4 Mio. t gegenüber dem Februarreport auf 341 Mio. t und erhöht sich im Vorjahresvergleich um knapp 9 %. Die Steigerung beruht nahezu ausschließlich auf der Prognoseanhebung von 4 Mio. t für Brasilien. Damit würde das Land rund 108 Mio. t ernten und so knapp 22 Mio. t mehr als 2015/16. Für Argentinien und Paraguay wurde die Schätzung von 55 bzw. 9,2 Mio. t unverändert gelassen. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) weisen Marktbeobachter allerdings darauf hin, dass die Erzeugung deutlich höher ausfallen dürfte als bisher veranschlagt. Die US-Erzeugung 2016/17wird unverändert bei 117 Mio. t gesehen. Mit den Rekordernten in den USA und Brasilien wurden auch die zu erwartenden globalen Endbestände auf 82,8 Mio. t angehoben. Im Vergleich zu 2015/16 ergibt sich so eine Steigerung von 8 %. Mit der nun noch üppigeren globalen Versorgung gerieten die Terminmarktnotierung für Soja erheblich unter Druck und fielen auf den tiefsten Stand seit neun Wochen.

Quelle: Ufop