Geflügel, Markt
26.10.2018

Sicherheitscheck für Geflügelhalter

Die Schweinepest veranlasst Schweinehalter zu besonderer Vorsicht, spätestens mit Beginn des herbstlichen Vogelzuges erhöhen außerdem Geflügelhalter ihre Vorsichtsmaßnahmen. Sie überprüfen nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes analog den Kollegen in den Schweinehaltenden Betrieben ihre Biosicherheitsmaßnahmen, allerdings gegen Geflügelgrippe.

Veterinäre sprechen von der Aviären Influenza und warnen gerade jetzt mit dem Herbstzug der Zugvögel vor der Gefahr einer Ansteckung. Auf der Seite des Friedrich-Löffler-Institutes, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, heißt es zur Vogelgrippe, dass sie eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit des Geflügels ist, die ihren natürlichen Wirt im wilden Wasservogel hat. Die Universität Vechta bietet Landwirten einen besonderen Service, um einen Sicherheitscheck für ihre Tierhaltung vorzunehmen. Dazu hat sie auf ihrer Homepage unter www.risikoampel.uni-vechta.de einen Fragebogen angelegt, durch dessen 100 Fragen sich Landwirte klicken können. Am Ende präsentiert ihnen der Computer eine automatische Auswertung und schaltet für den Betriebsleiter die Sicherheitsampel auf grün, gelb oder gar rot. Wer als Geflügelhalter eine grüne Ampel erblickt, kann sich relativ entspannt zurücklehnen, er hat seine Geflügelhaltung mit Sicherheitsschleusen und anderen Vorsichtsmaßahmen gut gegen einen unbeabsichtigten Krankheitseintrag geschützt. Steht dagegen die Ampel auf gelb, gibt es noch Optimierungsbedarf. Sollte sie gar rot anzeigen, muss der Geflügelhalter erhebliche Risiken einkalkulieren. Diese sollten dringend abgestellt werden. Die besondere, von Geflügelgrippeviren ausgehende Gefahr besteht in ihrer hohen Mutationsneigung. Es besteht zudem das Risiko, dass die Viren bei entsprechend engem Kontakt vom Geflügel auf den Menschen übertragen werden können.

Quelle: Landvolk


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