Markt
09.04.2018

Rapsölpreis fällt auf Mehrjahrestief

Die Pflanzenölpreise tendieren schwächer, besonders Rapsöl verliert kräftig, aber auch Sojaöl hat sich deutlich vergünstigt.

Die von Indonesien erfolgreich bei der WTO durchgesetzten Zollsatzsenkungen auf Palmöl und die seit September reduzierten Zollsätze für Biodiesel aus Argentinien belasten zunehmend die Pflanzenölpreise in Deutschland. Rapsöl leidet als heimischer Rohstoff für Biodiesel besonders unter den Einfuhren. Die Konkurrenz am Markt ist nochmal deutlich gestiegen bei stetig nachgebenden Forderungen. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) wurden fob Hamburg für Rapsöl zuletzt 640 EUR/t genannt und damit der niedrigste Stand seit dreieinhalb Jahren. Auch die Forderungen für Sojaöl sind im ersten Quartal 2018 gefallen. Fob Hamburg wurden im Februar und März im Schnitt 678 EUR/t verlangt. Im Vorjahreszeitraum waren es noch durchschnittlich 778 EUR/t. Grund für den Preisrückgang waren vor allem die Vorgaben an den Terminmärkten für Sojaöl in Chicago. Palmöl hatte indes im Februar zu einer kleinen Erholungsrallye angesetzt, konnte aber das höhere Preisniveau nicht halten. Aktuelle Produktionsdaten aus Malaysia deuten auf einen deutlichen Anstieg in den ersten drei Märzwochen hin. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) sieht einen Ausweg nur in deutlich zulegenden Rapsölexporten, denn der europäische Biokraftstoffmarkt setzt bedingt durch wenig ambitionierte Vorgaben keine mengen- und damit preiswirksame Nachfrageimpulse.

Quelle: UFOP


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