Markt
05.09.2018

Rapsimporte legten 2017/18 erneut zu

Die Rapsimporte sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Wirtschaftsjahr 2017/18 weiter gestiegen. Mit knapp 6 Mio. t erreichten sie einen Rekordwert.

Im Wirtschaftsjahr 2017/18 importierte die deutsche Ölmühlenwirtschaft rund 6 Mio. t Raps. Damit wurden fast 6 % mehr Raps eingeführt als im Vorjahr und somit so viel wie noch nie. Die größte Menge kam aus der EU-28, wobei der Anteil um rund 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 75 % erneut schrumpfte. Wichtigstes Lieferland war Frankreich mit 1,4 Mio. t; dies waren allerdings 4 % weniger als 2016/17. Auf Platz zwei folgten mit großem Abstand die Niederlande, über die 0,74 Mio. t Drittlandraps eingeführt wurden. Der größte direkte Drittlandlieferant Australien exportierte rund 0,71 Mio. t Raps nach Deutschland und damit 27 % weniger als im Vorjahr. Den deutlichsten Zuwachs hatte allerdings die Ukraine zu verzeichnen. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH verdreifachte das Land seine Rapslieferungen nach Deutschland gegenüber dem Vorjahr auf 0,67 Mio. t und stellte als viertgrößtes Lieferland mehr als 11 % der Gesamteinfuhrmenge.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) auf die Bedeutung der Rapsverarbeitung in Deutschland hin. Hierzulande werden etwa 10 Mio. t Rapssaat verarbeitet. Treibende Kraft für die Entwicklung dieses für die heimische Landwirtschaft wichtigen Ölsaatensektors war nicht zuletzt der Absatz von Rapsöl zur Herstellung von Biodiesel. So wurde nicht nur in den Ausbau der Biodieselanlagen investiert, sondern gleichzeitig die Rapsvermahlungskapazität in Deutschland aufgebaut. Deutschland ist damit für den EU-Binnenmarkt der wichtigste Abnehmer aus den Nachbarländern. Dies unterstreicht einmal mehr die Bedeutung des Biodieselmarktes, um den Anteil Raps in Fruchtfolgesystemen in den europäischen Anbauregionen auch in Zukunft beizubehalten. Aus etwa 9,4 Mio. t Saat entstehen zugleich rund 5,5 Mio. t gentechnikfreies Rapsschrot, das inzwischen mehr als 50 % der Proteinversorgung aus europäischem Anbau für die heimische Tierfütterung sicherstellt. 

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Quelle: UFOP e. V.


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