Eiweißfuttermittel, Markt, Futtermittel
25.03.2020

Pflanzenölpreise unter Corona-Druck

Die Ausbreitung des Coronavirus hat insbesondere die globalen Rohölkurse und Pflanzenölpreise auf Talfahrt geschickt. An den Pflanzenölmärkten geht es derzeit ausgesprochen ruhig zu. Die Corona-Pandemie erzeugt Druck an den Finanz- und Rohstoffmärkten und zieht auch die Kassapreise für Ölsaaten und Nachprodukte nach unten. Vor allem Rohöl hat mit dem Streit zwischen der OPEC und Russland wegen Diskrepanzen um die Fördermengen kräftig verloren. Infolge der Corona-Krise machen sich die Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens bei der Nachfrage nach Kraftstoffen bemerkbar. Kommunen reduzieren den öffentlichen Personennahverkehr; stark abgenommen haben der straßengebundene Güterverkehr, die Bauwirtschaft und die Anzahl der Pendler. Der Dieselabsatz ist international stark rückläufig. In gleichem Maße nimmt die Nachfrage bzw. der Einsatz von Biodiesel als Beimischungskomponente und schließlich die Nachfrage der Biodieselhersteller nach Pflanzenöl ab.

Rapsöl kostete zuletzt 690 EUR/t und hat sich damit innerhalb eines Monats um mehr als 18 % vergünstigt, Sojaöl erzielt mit 605 EUR/t fast 15 % weniger, nicht zuletzt, weil Soja- und Rapskurse in Chicago bzw. Paris deutlich nachgegeben haben. Sonnenblumen- und Palmöl verzeichnen Rückgänge von 11,5 und 16 % gegenüber dem Vormonat. Letzteres erhält seine Impulse im Wesentlichen vom internationalen Terminmarkt, an dem sich der Einbruch der malaysischen Palmölexporte von geschätzten 20 % im März 2020 als Belastungsfaktor erweist.

Quelle: UFOP


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