Markt, Eiweißfuttermittel
29.01.2018

Ohne Ölsaaten geht es nicht!

In der neuen Broschüre "10 Fakten: Ölsaaten und ihre Produkte" erklärt der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie (OVID), welch tragende Rolle Ölpflanzen wie Raps, Soja und Palm in der Ernährung und im Alltag spielen.

"Unsere neue Broschüre soll aufklären, möglichst neue Denkanstöße geben und dazu beitragen, den Dialog über Ölpflanzen in der Öffentlichkeit zu versachlichen", so OVID-Präsident Wilhelm F. Thywissen.

1. Die weltweit wichtigsten Pflanzen

Ölsaaten sind Samen von Ölpflanzen und dienen der Herstellung von pflanzlichen Ölen und Fetten sowie proteinreichen Futtermitteln.

Mit einem Flächenanteil von insgesamt 75 % sind Raps, Soja, Sonnenblumen und Ölpalmen laut Broschüre die weltweit wichtigsten Ölpflanzen.

2. Handel ist flächeneffizient und ressourcenschonend

Viele Ölsaaten und Pflanzenöle, die in deutschen Ölmühlen verarbeitet werden, stammen aus Nord- und Südamerika (Soja) sowie Südostasien (Palm). 2016 importierte Deutschland 3,7 Mio. t Sojabohnen. Dies entspricht 42 % aller Ölsaaten-Einfuhren.

Palm- und Palmkernöl sind OVID zufolge mit 1,7 Mio. t die am häufigsten nach Deutschland importierten Pflanzenöle. Ölpalmen und Sojabohnen wachsen nur in den jeweiligen klimatischen Gunstregionen. Ihr Handel sei somit flächeneffizient und ressourcenschonend.

3. Jeder nutzt Ölsaatenprodukte im Alltag

Ob als Salatöl, in Feinkost und Fertiggerichten oder in Kosmetika, Waschmitteln, Farben und Lacken: Produkte aus Ölsaaten sind laut OVID-Broschüre in jedem dritten Lebensmittel und in etwa 80 % aller Produkte des täglichen Bedarfs enthalten.

Auch im technischen und energetischen Bereich, zum Beispiel als Schmiermittel und Hydrauliköl für Maschinen und Fahrzeuge sowie in Form von Biokraftstoffen, kommen pflanzliche Öle zum Einsatz.

4. Nachhaltige Ölsaaten leisten einen Beitrag zur Bioökonomie

Das Beispiel Raps zeigt: Die Verarbeitung von Deutschlands wichtigster Ölsaat zu raffiniertem Öl, Schrot, Lecithin, Biodiesel oder Pharmaglycerin setzt auf die Nutzung biogener statt fossiler Ressourcen und erzeugt keine Abfallprodukte.

Zudem punkte Raps beim nachhaltigen Anbau, heißt es in der Broschüre.

5. Ölsaaten liefern Energie und schützen das Klima

Biokraftstoffe stießen 2016 im Schnitt 77 % weniger Treibhausgase aus als fossile Kraftstoffe und leisteten den bedeutendsten Beitrag für mehr Klimaschutz im Straßenverkehr, so OVID.

Biodiesel wird in Deutschland bis zu 7 % dem Dieselkraftstoff beigemischt (B7).

6. Ölschrote ernähren Nutztiere

Ölsaaten liefern wichtige Proteinfuttermittel für Nutztiere und damit die Basis für Milch, Käse, Eier und Fleisch. Deutschland verbraucht jährlich rund 10 Mio. t Proteinfuttermittel.

Zwei Drittel davon müssen in Form von Soja importiert werden. Raps habe als heimischer Eiweißlieferant aber deutlich an Bedeutung gewonnen.

7. Pflanzenöle sind gesund

Nach Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte man, je nach körperlicher Aktivität, bis zu 35 % der täglichen Nahrungsenergie in Form von Ölen und Fetten aufnehmen, wie  Sonnenblumenöl, Leinöl, Sojaöl und Rapsöl.

Gerade Rapsöl verfüge über eine nahezu optimale Zusammensetzung von gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, so OVID.

8. Pflanzenöle sind in Chemie und Technik gefragt

In Deutschland sind rund 13 % der verarbeiteten Rohstoffe in der Chemie biogener Herkunft. Knapp die Hälfte (rund 883.000 t) machen dabei Pflanzenöle aus.

Auch die Kunststoff-Produktion baut OVID zufolge zunehmend auf pflanzliche anstelle von fossilen Ölen.

9. Ausblick: Wachsende Nachfrage nach Ölsaaten

OVID geht davon aus, dass die Nachfrage nach Ölsaatenprodukten zukünftig weiter steigen wird.

Hierfür sprechen die wachsende Weltbevölkerung und der damit verbundene Nahrungsverbrauch, der steigende Einsatz von Ölschroten in der Tiernahrung sowie die vermehrte energetische und stoffliche Nutzung von pflanzlichen Ölen im Rahmen der Strategien zur Bioökonomie.

10. OVID als Interessenvertreter einer Schlüsselindustrie

Ölmühlen seien heute moderne Bioraffinerien und ein Musterbeispiel für die Bioökonomie: Sie erzeugen vielfältige Produkte, die zunehmend fossile Rohstoffe ersetzen, ohne dass bei der Produktion Abfälle entstehen. Die Interessen der deutschen Ölmühlen werden durch OVID als Verband vertreten.

Die komplette Broschüre "10 Fakten: Ölsaaten und ihre Produkte" steht als kostenloser Downloadauf der OVID-Homepage zur Verfügung.

Quelle: OVID 


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