Markt
01.08.2018

Handelskonflikt dämpft USDA-Exportprognose

Das US-Landwirtschaftsministerium USDA hat seine Schätzung der US-Sojaerzeugung 2018/19 nach oben korrigiert und erwartet nun 117,3 Mio. t nach 116,5 Mio. t in der Vormonatsschätzung. Das ist zwar etwas weniger als im Vorjahr, wird aber dennoch zu einem Anwachsen der Endbestände führen. Denn der Absatz, insbesondere ins Ausland droht im Zuge des Handelskonfliktes zwischen den USA und China zu schwinden, so die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI).

Beide Länder haben sich gegenseitig mit hohen Strafzöllen belegt. China erhebt 25 % Einfuhrzoll auf US-Sojabohnen und sucht daher nach alternativen Herkünften. Das spiegelt die aktuelle Exportschätzung des USDA bereits wider, die gegenüber 62,3 Mio. t im Vormonat auf nur noch 55,5 Mio. t deutlich gekappt wurde. Damit schrumpft der US-Export sogar unter die Vorjahresmengen. Eine große Ernte und geringere Exporte lassen die ohnehin hohen US-Lagerbestände an Sojabohnen weiter auf Rekordhöhe wachsen. Das USDA erwartet Bestände in Höhe von knapp 16 Mio. t und damit ein Viertel über Vorjahreshöhe.

Quelle: UFOP e. V 

Der Bericht steht unter www.ufop.de als Download zur Verfügung.


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