Markt
02.03.2017

Europäische Rapsernte 2017 über Vorjahr geschätzt

Dank geringerer Auswinterungsschäden als zunächst erwartet, dürfte die Rapsernte 2017 in der EU-28 knapp 8 % über dem Vorjahr liegen. Für Unsicherheit sorgt weiterhin die Sorge vor Insektenbefall.

Die Rapsbestände in Europa sehen durchweg gut aus. Strategie Grains hat allerdings seine Prognose für die kommende EU-Rapsernte um 0,5 Mio. t auf 21,56 Mio. t reduziert. Ausschlaggebend sind Hinweise auf größere Auswinterungsschäden in Polen, die jedoch noch nicht abschließend bestätigt sind. Dennoch wird auch für Polen zur kommenden Ernte mit bis zu 21 % mehr Raps gerechnet als im Vorjahr. Nach Angaben der Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH (AMI) werden darüber hinaus keine größeren Ausfälle in der EU-28 erwartet, so dass die Ernteschätzung deutlich über dem Vorjahresergebnis bleibt. In Frankreich wird die Umbruchrate nach dem Winter nicht größer sein als üblich. Aber die Reduzierung der Anbaufläche um rund 7 % gegenüber 2016 wird das Erntepotenzial deutlich limitieren. Die deutsche Rapsernte wird auf 5,1 Mio. t taxiert und damit 0,5 Mio. t größer sein als im Vorjahr. Im Vereinigten Königreich soll die Größe der Winterrapsfläche auf ein 13-Jahrestief gefallen sein. Erste Prognosen rechnen mit einer Anbaufläche 2017/18 von 0,52 Mio. ha und einer Rapsernte von 1,8 Mio. t.

Quelle: Ufop