Markt, Grundlagen-Schweine
17.03.2017

Deutsches Schweinefleisch in Asien gefragt wie nie

Die Europäische Union hat 2016 die Exporte von Fleisch deutlich gesteigert, dabei waren insbesondere die Geschäfte mit Drittländern wichtiger. Deutschland profitierte nach Angaben des Landvolk-Pressedienstes bei Schweinefleisch am stärksten.

Nach von der EU-Kommission aktuell vorgelegten Daten aus der Exportstatistik wurde mit 1,05 Mio. t Schweinefleisch erstmals die Millionenmarke überschritten. Gegenüber dem Vorjahr erzielten die deutschen Exporteure von Schweinefleisch ein Plus von 27,3 Prozent oder gut 226.000 t. Damit war Deutschland in diesem Segment wichtigster Anbieter vor Spanien und Dänemark. Die EU verkaufte 2016 insgesamt 4,14 Mio. t Schweinefleisch,  lebende Tiere und Schlachtnebenerzeugnisse eingeschlossen,  in Drittländer. Das entspricht einer Zunahme von 22,9 Prozent oder 772.000 t zum Vorjahr und entspricht dem bisher stärksten Anstieg. Dieses kräftige Plus resultierte in erster Linie aus der hohen Schweinefleisch-Nachfrage Chinas und anderer asiatischer Länder. Zusammen mit Hongkong führte China aus der EU eine Rekordmenge von gut 2,9 Mio. t Schweinefleisch ein; rund 560.000 t davon stammten aus Deutschland, das damit erneut der größte Lieferant für Schweinefleisch nach China ist. Insbesondere in der Kategorie frisches und gefrorenes Schweinefleisch stammte im vergangenen Jahr mehr als jede fünfte Einfuhr aus der Bundesrepublik. Auch in anderen asiatischen Staaten war Schweinefleisch aus der EU gefragt. Der zweitwichtigste Kunde Japan orderte insgesamt 399.500 t in der EU; das war fast ein Zehntel mehr als 2015. Aber auch die Exporte nach Südkorea, auf die Philippinen und in die USA konnten Zuwachsraten verzeichnen.

LPD 20/2017