Markt, Futtermittel
03.12.2019

Anteil heimischer Rapssaat an der Verarbeitung rückläufig

Die kleine Rapsernte lässt den Anteil an Raps aus Deutschland an der Verarbeitung, wie auch schon im Vorjahr, sinken. Der verbleibende Bedarf wird durch Importe aus anderen EU-Staaten und der Ukraine gedeckt.

Die Versorgung der Ölmühlen mit Raps ist naturgemäß vor allem von der inländischen Erntemenge abhängig. Als eines der weltweit größten ölsaatenverarbeitenden Länder benötigen deutsche Ölmühlen zur Auslastung neben der Inlandsernte auch Importe von Ölsaaten, zum größten Teil Raps (ca. 60 Prozent). Im Wirtschaftsjahr 2018/19 wurden insgesamt 12,6 Mio. t Raps, Soja und Sonnenblumen verarbeitet. Mit 71 Prozent bzw. etwa 8,9 Mio. t ist Raps die mit Abstand wichtigste Ölsaat. Gedeckt wurde dieser Bedarf wie im Vorjahr zu fast 60 Prozent mit Raps aus dem Ausland. Der Großteil stammte aus EU-Staaten. Die größte Menge lieferte mit 1,5 Mio. t Frankreich und damit sogar etwas mehr als im Vorjahr, gefolgt von Rumänien mit einem Zuwachs um ein Drittel und 640.000 t, so die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH).

Mit fast 740.000 t – dies sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr – kam eine bedeutende Menge auch aus der Ukraine. Die gesamte Verarbeitungsmenge wurde zu 3,8 Mio. t Rapsöl und 5,1 Mio. t gentechnikfreies Rapsschrot verarbeitet. Die Rapsölmenge überstieg den Bedarf zur Lebensmittel- und Kraftstoffproduktion sowie zur stofflichen Nutzung in der Oleochemie. Neben den 1 Mio. t für die deutsche Nahrungsmittelindustrie gingen gut 1 Mio. t Rapsöl in den technischen Bereich; zudem wurden über 860.000 t Rapsöl exportiert (netto).

Quelle: UFOP e. V.


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