
Überbelegung darf nicht sein, so der Futtermittelberater Foto: K. Mahlkow

Hochleistende Kühe können durchaus etwas später belegt werden Foto: K. Mahlkow

Beim Abbau von Körperfettreserven geht es weniger um das Ausmaß, als vielmehr um die Geschwindigkeit. Foto: K. Mahlkow

Futtermittelanalysen sind unerlässlich. Foto: K. Mahlkow

Rationen für Früh-Trockensteher kommen fast nie ohne Stroh aus ? aber kurz muss es sein. Foto: K. Mahlkow
Gemeinsames Vorgehen eines Hoftierarztes und Fütterungsberaters bei einem Herdenproblem
Wie können ein Hoftierarzt und ein Fütterungsberater zusammen erarbeiten, was das Problem eines Betriebes ist. Katrin Mahlkow-Nerge berichtet über einen Betrieb mit 85 Milchkühen und einer Herdenmilchleistung von mehr als 10.000 kg.
Tierarzt:
Gestern war ich in einem Betrieb, der 85 Kühe hält und mit > 10.000 kg eine sehr gute Herdenmilchleistung hat. Auch die Milchinhaltstoffe sind in Ordnung.
Die Tiergesundheit ist ebenfalls zufriedenstellend. Gleiches lässt sich aber über die Fruchtbarkeit nicht sagen. Zwar zeigen die Tiere p.p. gute Brunstanzeichen, aber es gibt viele Umbuller, wenn vor dem 85. Tag besamt wird. Deshalb besamt der Landwirt nun erst ab 120 Tage.
Die Tiere haben vor dem 85. Laktationstag sehr oft eine Körperkondition von weniger als 2,5, sind aber auch bis in die hinteren Laktationsstadien hinein unterkonditioniert. In der Frühlaktationsphase haben auch viele Kühe eine subklinische Ketose (MLP-Daten: niedrige Milcheiweißgehalte, weites Fett-Eiweiß-Verhältnis; hohe Werte des Ketonkörpers ß-Hydroxybuttersäure im Serum: > 1 mmol/l).
Der Betriebsleiter ist ein ?Super-Kuhmensch?, hat die Stall- und Melkhygiene im Griff, macht eine gute Tierbeobachtung und hat schöne, saubere Kühe.
Ein Wehrmutstropfen: Die Tiere werden nach der Kalbung in eine überbelegte Herde umgestallt (65 Liegeboxen für 85 melkende Kühe). Daran will der Landwirt auch nichts ändern.
Heute habe ich mir zusammen mit dem Landwirt die Rationen angesehen.
Die laktierenden Kühe erhalten eine Ration aus:
- 20 kg Frischmasse Grassilage 1. und 2. Schnitt,
- 20 kg Maissilage,
- 0,2 kg Stroh,
- je 0,75 kg Rapsextraktionsschrot, Roggen und 1,5 kg Sojaextraktionsschrot.
Am Kraftfutterautomaten erhalten sie dann noch maximal 7 kg eines 20/4 Milchleistungsfutters. Eine genaue Rationsberechnung liegt nicht vor, da die Silagen nicht untersucht wurden. Wenn sich aber nach einer überschlägigen Berechnung hieraus ein Rohfasergehalt von 15 % ergäbe, wäre das nicht zu wenig? Der Kot der Tiere aber ist in Ordnung und auch die Milchkontrolle weist kein Tier mit einem Fett-Eiweiß-Verhältnis < 1,0 aus.
Die Tiere erhalten in den ersten Laktationswochen eine Kraftfutteranfütterung von 100 g/Tag. Wie ist diese Kraftfuttersteigerung zu beurteilen?
Die Früh-Trockensteher erhalten eine Ration aus 4 kg TM Gras- und 5 kg TM Maissilage sowie 1 kg Heu. Wäre diese Ration in Ordnung?
Die Transitkühe a.p. (Anfütterung vor der Kalbung) erhalten zur Hälfte Grassilage 1. und 2. Schnitt (in einem Silo) und Grassilage 3. und 4. Schnitt (in einem Silo), 10 kg Frischmasse Maissilage, 1 kg Heu und 6 kg von der Ration der laktierenden Kühe. Ich nehme dafür folgende Werte an: 6,5 MJ NEL/kg TM, 20 % Rohfaser und 139 g nXP/kg TM. Theoretisch wäre diese Ration dann auch in Ordnung, oder?
Der Landwirt hat bzgl. Fütterung seiner Trockensteher in der Vergangenheit schon viel experimentiert, aber irgendwie nicht das Optimale gefunden. Er bemängelt bei dieser zweigeteilten Fütterung, dass die Kühe zum Trockenstellen bei der Umstellung von der laktierenden Mischung auf die energiearme Früh-Trockensteherration 1 Woche lang wenig fressen. Das höre ich übrigens auch von anderen Landwirten. Ist dies ein Problem?
Die Körperkonditionsbeurteilung der trockenstehenden Tiere zeigt Noten zwischen 3,0 und 3,75. Schlecht ist sicherlich, wenn eine Kuh von 3,75 vor der Kalbung auf 2,25 abfällt. Aber wie sieht es mit einer Konditionsabnahme von 3,0 auf 2,25 aus?
Was könnten wir in diesem Betrieb verbessern bzw. müssen wir überhaupt etwas verändern?
Fütterungsberater:
Überbelegung:
Was mir als erstes zum Punkt Überbelegung einfällt ist, dass wir hier nicht nur von 2 oder 3, sondern von einer 30 (!!!) %igen Überbelegung reden. Das ist ein absolutes ?no go?. Bei Tieren mit so hoher Leistung muss jedes Tier zu jeder, außer der Melkzeit, liegen können, also eine Liegebox finden.
Auch wenn dann häufig Landwirte das Argument bringen: ?Das haben wir aber schon immer so gemacht?, so sollten wir erstens nie vergessen, dass ?immer so gemacht? nicht heißen muss, dass es deshalb gut ist. Und zweitens wirkt eine Überbelegung für die Tiere umso negativer je höher die Ansprüche der Tiere an ihre Umgebung sind. Hochleistende Kühe stellen deutlich größere Anforderungen an ihr Umfeld als Tiere mit geringerer Milchleistung.
Schade daran ist, dass Kühe wirklich lange und vor allem ?still? leiden können und somit nicht lautstark auf Missstände aufmerksam machen.
Ein Argument zum Abbau dieser Überbelegung wäre, dass die verbleibenden Kühe die entgangene Milch (durch die aussortierten Tiere) fast restlos und das innerhalb kurzer Zeit aufholen. Außerdem dürfte auch die Fruchtbarkeit davon profitieren. Letztlich spart der Landwirt Zeit, Futter und Geld durch das Halten von weniger, aber leistungsfähigeren und gesünderen Tieren.
Besamung:
Was den Besamungszeitpunkt angeht, so ist es bei hohen und sehr hohen Leistungen prinzipiell nicht unbedingt verkehrt, erst mit 100 oder auch mal 120 Tagen zu beginnen, zumal wenn die Körperkondition der Altmelker eher normal oder wie hier unterdurchschnittlich ist. Dass jedoch in diesem Betrieb so viele Tiere auch zum Laktationsende hin immer noch unterkonditioniert sind, könnte auch eine Folge der Überstrapaze durch die Überbelegung und den damit verbundenen ständigen Stress in der Herde sein.
Dennoch muss man in diesem Fall die 100 Tage Rastzeit kritisch hinterfragen, da sie letztlich die Folge einer schlechten Fruchtbarkeit der Kühe sind. Das Umbullen hat ja eine Ursache, die wiederum in dem massiven und schnellen Körperfettabbau sichtbar wird.
Körperkondition:
Die Unterkonditionierung der meisten Tiere dürfte sicher zum großen Teil auch mit der Überbelegung zusammenhängen.
Beim Körperkonditionsverlust geht es in erster Linie noch gar nicht mal um das Ausmaß des Abbaus, als vielmehr um die Geschwindigkeit. Grundsätzlich ist also ein Körperkonditionsabbau, auch wenn er von einer BCS-Note 3,7 auf 2,5 erfolgt, nicht immer dramatisch zu sehen, vorausgesetzt er verläuft langsam, also z. B. innerhalb der ersten 100 Tage möglichst gleichmäßig. Verlieren mehrere Kühe aber > 0,5 Noten innerhalb eines Monats, heißt das eigentlich nichts anderes, als dass die Futteraufnahme dieser Tiere sehr schlecht ist und sie insgesamt Probleme haben. Die Ursachen hierfür sind dann v.a. im Trockenstehermanagement, in der Kalbung selbst und in der Haltung und Fütterung zu Laktationsbeginn zu suchen ? und zwar meistens in genau dieser Reihenfolge.
Fütterung:
Analysenwerte sind unerlässlich! Natürlich könnte man auch die Meinung vertreten, mit Erfahrungswerten ganz gut klarzukommen. Wenn aber, wie in diesem Fall, auf Ursachensuche gegangen wird und die Fütterung in den meisten Fällen auch eine tragende Rolle dabei spielt, sucht man ohne solche exakten Werte auch schnell mal ?die Nadel im Heuhaufen?.
Dennoch müssen wir hier nun erst einmal ohne Analysenwerte für die Silagen auskommen und somit auf Erfahrungswerte zurückgreifen.
Meiner Meinung nach reicht die Teil-Mischration aus 20 kg Frischmasse Grassilage 1.und 2. Schnitt, 20 kg Maissilage, 3 kg Kraftfutter und etwas Stroh mit etwa einem Energiegehalt von 6,6 MJ NEL/kg TM für ca. 23-24 kg Milch. Die darüber hinaus gegebene maximale Menge von 7 kg eines 20/4 Milchleistungsfutters am Automaten ist in Ordnung.
Der angesprochene (theoretisch angenommene niedrige) Rohfasergehalt von 15 % muss nicht automatisch gleich ein Problem bedeuten, da auch die Kotkonsistenz der Tiere sowie die Fett-Eiweiß-Verhältnisse in der Milch nicht auf einen Strukturmangel hinweisen. Letztlich spielen, was die Wiederkäuergerechtheit angeht, auch die Höhe der Futteraufnahme, die Futtervorlage, das Tier, Fressplatz-Verhältnis, der TM-Gehalt der Ration sowie die Zusammensetzung des Kraftfutters eine wichtige Rolle. Ich würde bei dieser Teil-Mischration erst einmal keinen Ansatz zur Veränderung sehen.
Die Kraftfuttersteigerung zu Laktationsbeginn von täglich 100 g erachte ich aber als zu wenig. Wenn eine Kuh mit ca. 3 kg Kraftfutter bereits zur Abkalbung kommt, kann sie am ersten oder zweiten Tag nochmals ein weiteres Kilogramm erhalten. Dann folgt die Faustregel: 2 kg/Woche, aber nicht vor der 5. Laktationswoche die maximale Kraftfuttermenge erreichen. Mit der Kraftfuttersteigerung von nur 100 g/Tag läuft man Gefahr, die Tiere energetisch ?auszubremsen? und so auch die Futteraufnahme nicht schnell genug steigern zu können.
Letztere ist sehr stark an die Energiekonzentration im Futter gekoppelt und diese wiederum hängt auch mit der Kraftfuttermenge zusammen. Wichtig bleibt dabei natürlich immer die Beobachtung des Einzeltieres. Je mehr Grundfutter das Tier aufnimmt, umso besser wird die Pansenfüllung sein und folglich umso mehr Kraftfutter kann man auch geben, ohne die Wiederkäuergerechtheit zu gefährden.
Die Früh-Trockensteherration müsste, auch wenn leider keine Analysen vorliegen, eher deutlich mehr als 6 MJ NEL/kg TM aufweisen. Mit der Heumenge verspricht sich zwar der Landwirt eine energetische ?Verdünnung? dieser Ration. Das ist aber ein Trugschluss, da Heu in jedem Fall mehr als 5,6 MJ NEL/kg TM aufweist und folglich den Energiegehalt einer Ration aus einer energiereichen Maissilage und einer mäßig energiereichen Grassilage nicht weit absenken kann. Hier ist eine Rationsänderung angezeigt, und zwar durch den Einsatz von 1,5-2 kg Stroh.
Die Transitkühe (Anfütterung vor der Kalbung) erhalten zur Hälfte Grassilage 1. und 2. Schnitt und Grassilage 3. und 4. Schnitt, 10 kg Frischmasse Maissilage, 1 kg Heu und 6 kg von der Ration der laktierenden Kühe. Wenn ich für die Grassilage 1.und 2. Schnitt einen Energiegehalt von 6,3 MJ NEL/kg TM und für die des 3. und 4. Schnittes 5,5 MJ NEL/kg TM unterstelle, beträgt die Mischung aus diesen beiden 5,9 MJ NEL/kg TM. Die Maissilage hat sicherlich 6,6 MJ NEL, Heu mit Sicherheit 5,7 MJ NEL und die Teil-Mischration der Kühe weist einen Energiegehalt von 6,6 MJ NEL/kg TM auf.
Dann müsste diese gesamte Mischung nun 6,2 MJ NEL/kg TM haben. Somit nehmen die Transitkühe täglich damit ca. 72 MJ NEL auf. Wenn nach wie vor als Faustzahl gilt, dass Transitkühe a.p. auf ihre Erhaltung (38-40 MJ NEL) + 15-20 kg Milch (3,28 MJ NEL/kg Milch) gefüttert werden sollen, deckt diese Ration den Bedarf nicht komplett. Auch sollten Transitkühe ruhig etwas mehr Stärke erhalten (insulinstimulierend).
Deshalb würde ich die Laktationsmischung auf 8-9 kg/Tier und Tag anheben und dafür die Grassilage reduzieren. Damit würde sich auch die Stärkeversorgung etwas positiver gestalten.
Futteraufnahme:
Die Äußerung über die sinkende Futteraufnahme der gerade trockengestellten Kühe, also beim Übergang von der Laktationsmischung auf die energiearme Trockensteherration, kenne ich auch. Mich interessiert dann immer, was das ganz konkret heißt? Wie hoch ist die Futteraufnahme dieser Tiere denn? Dazu benötigen wir die genauen täglichen Futtermengen mit der zugehörigen Tierzahl. Nur so ist ein Überblick über die tatsächliche Futteraufnahme der Tiere möglich.
Dann erst können wir ggf. weiter nach Ursachen suchen. Nicht selten kann so ein Futteraufnahmeeinbruch auch die Reaktion auf die gänzlich anderen (und häufig schlechteren) Haltungsbedingungen der Trockensteher sein. Da denke ich besonders an die Luftverhältnisse, die Wasserversorgung und das Liegeboxenmanagement.
Wenn das Futter für die Trockensteher, trotzdem es energiearm sein soll, aber eine einwandfreie Hygiene besitzt (Geruch, Geschmack), ist meistens das schlechtere Umfeld schuld an der schlechten Futteraufnahme, nicht aber die Ration selbst.
Tierarzt:
Noch einmal zur Körperkondition: Wenn in einer Herde alle Tiere etwas unterkonditioniert sind, also unterhalb der optimalen Konditionskurve liegen, die Milchleistung und die Tiergesundheit aber stimmen, muss man dann trotzdem die Kühe in eine höhere Körperkondition bringen? Und wie geht man da am besten vor? Fängt man mit den Altmelkenden an?
Fütterungsberater:
Was bedeutet denn: ?Wenn die ganze Herde etwas unterkonditioniert ist?? Was ist ?etwas??
Wenn sich 70-80 % der Herde gleichmäßig über alle Laktationsstadien im optimalen Bereich befinden, die anderen aber deutlich darunter, dann bekommen wir im Durchschnitt das Bild einer etwas unterkonditionierten Herde. Das wäre im Mittel also noch fast in Ordnung. Aber für 20-30 % der Tiere ist die Unterkonditionierung möglicherweise ein erhebliches Problem.
Anders sieht es aus, wenn event. 60 % der Herde immer an der unteren Linie der noch optimalen Körperkondition zu finden sind und die verbleibenden 40 % nur ganz leicht unterkonditioniert sind. Im Durchschnitt erscheint das gleiche Bild wie oben, aber ich gehe davon aus, dass es diesen Tieren insgesamt besser geht als im oberen Fall.
Wenn nun aber trotz der Unterkonditionierung keine Leistungs- und Gesundheitsbeeinträchtigung vorherrscht, bleibt immer noch die Frage nach der Fruchtbarkeit. Und da sehen wir durchaus in diesem Betrieb Ansatzpunkte. Diese leidet nämlich unter einer Unterkonditionierung am ehesten.
Dennoch dürfen wir nicht unberücksichtigt lassen, dass die Körperkonditionsbeurteilung eine subjektive Methode ist. Sieht für jeden von uns eine BCS-Note von 2,5 oder 3,5 gleich aus? Deshalb ist es sehr hilfreich, wenn wir häufiger mit Berufskollegen identische Tiere unabhängig voneinander beurteilen und somit das Auge in regelmäßigen Abständen auch wieder ?einordnen?, denn jedes Auge läuft Gefahr, sich bestimmten Verhältnissen anzupassen.
Wie ich nun auf diese Körperkondition reagieren würde, hängt in erster Linie davon ab, wie ich die Herde seitens BCS einstufe und wie ich die Haltung und Rationsgestaltung beurteile. Als erstes muss ich erkennen, woran es liegt, dass die Tiere einerseits sehr stark und schnell Körperfett abbauen und andererseits warum sie nicht genügend auffleischen. In diesem Betrieb liegt ein großer Schwerpunkt allein in der Überbelegung. Die muss als erstes reduziert werden. Weiterhin sehe ich hier Ansatzpunkte bei der Fütterung aller Trockensteher.
Tierarzt:
Wenn ein Landwirt die Trockensteher zweiphasig füttert und die Kühe innerhalb eines Monat > 0,5 BCS-Noten verlieren, wo muss ich dann als erstes hinsehen, um die Fehler im Betrieb aufzudecken?
Fütterungsberater:
Wenn die Tiere p.p. sehr stark Körperfett mobilisieren, müssen wir uns die gesamte Trockensteherfütterung genauer ansehen, aber ebenso die Haltung dieser Tiere; nicht zu vergessen auch die Zeit in der Abkalbebox. Und zwar immer unter dem Motto: Was führt dazu, dass die Tiere evtl. schon vor der Kalbung ungenügend fressen? Es beginnt bei der Wasserversorgung, der Häufigkeit der Futtervorlage, der Klauengesundheit, dem Liegeboxenmanagement und endet bei der Frage, ob die Transitration a.p. eine Milchfiebergefahr darstellt.
Eine zweiphasige Fütterung bedeutet noch nicht, dass diese dann auch richtig gemacht wird. Es steht und fällt mit der Rationszusammensetzung. Wir müssen wieder genau hinterfragen, was die Früh-Trockensteher und die Transitkühe tatsächlich erhalten - welche Menge von welchen Futtermitteln? Sehr oft erleben wir, dass die Zusammensetzung enorm schwankt, so dass die Tiere damit von Tag zu Tag immer eine andere Ration erhalten.
Folglich können wir dann keine richtigen Aussagen über den Effekt einer solchen Ration machen, da die Aufnahme der Tiere an Nähr- und Mineralstoffen nahezu unbekannt bleibt. Wir müssen die Landwirte (in ihrem eigenen Interesse) mehr dafür sensibilisieren, dass sie die Dinge erstens konsequent und zweitens jeden Tag möglichst gleichmäßig tun und dann am besten noch notieren, damit sie nachvollziehbar sind.
Ist es nicht häufig so, dass wir zwar versuchen, uns ein Bild von der Wirkung einer Ration zu machen, obwohl ? streng genommen ? kaum jemand tatsächlich eine Ahnung besitzt, was die Tiere wirklich aufgenommen haben? Gerade dafür benötigen wir aber konkrete Informationen, also handfeste Daten. Ansonsten mündet alles, was wir seitens der Beratung tun (können), immer nur in Mutmaßungen, aber dem eigentlichen Grund kommen wir nicht (schnell genug) auf die Spur, weil wie bei der Durchführung der Arbeiten im Betrieb fast nie zugegen sind. Da aber wird über Erfolg oder eben auch über Misserfolg entschieden ? nirgends woanders.