
(Foto: agrar-press)
Für Sie online gelesen: Hygienerisiko Einstreu?
Tierhalter, die am QS-Programm teilnehmen, haben Vorbehalte gegen Einstreumaterialien. Aus arbeitswirtschaftlichen und hygienischen Gründen wurde Stroh vielfach aus dem Stall verbannt. Das Risiko eines Keimübertrages auf lebensmittelliefernde Tiere wird vielfach gescheut. Neben Mykotoxinen (Schimmelpilzen) bereiten v.a. Brucella- und Salmonella-Bakterien Kopfschmerzen. V.a. wenn aufgrund des QS-Salmonellenmonitorings eine Abstufung in Kategorie III droht. Die wirtschaftlichen Einbußen wären dann enorm.
Im ökologischen Landbau ist man dieser Frage jetzt wissenschaftlich nachgegangen, allerdings für die Milchviehhaltung. Dafür wurden auf 106 Projektbetrieben Daten zum Einstreumanagement erhoben und das zum Einstreuen verwendete Material beurteilt. Im Focus standen hier Mastitiserreger, die in organischen Einstreumaterialien optimale Wachstumsbedingungen finden und Euterentzündungen (auch bei Sauen!) auslösen können. Das macht nicht selten eine Antibiotika-Behandlung erforderlich.
Das eingesetzte Stroh hatte gute bis sehr gute Qualität. Trotzdem wurden im Großteil der Proben coliforme Erreger in kritischer Anzahl gefunden
Quelle: Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion - ZDS
www.zds-bonn.de