Aktuelle Marktberichte

  • Marktbericht KW 05 2016


    Der Handel mit Raps in Deutschland hat sich etwas belebt, auch wenn sich die Umsätze vorrangig auf vordere Ware beschränken. Die Ernte 2016 wird weiterhin kaum besprochen. Die Preise dafür sind, bei stabilen Vorgaben von der Börse in Paris und starren Prämien der Verarbeiter, auch weitgehend unverändert gegenüber Vorwoche, so dass für Erzeuger kaum Anreize geschaffen werden, Ware zu verkaufen. Mit 349 EUR/t wird franko Hamburg aktuell rund 1 EUR/t weniger für die Ernte 2016 genannt als in der Vorwoche. Das Geschäft mit Raps zur Lieferung in den kommenden Monaten hatte sich demgegenüber zuletzt belebt. Zwar sind Verarbeiter hier insgesamt schon ganz gut gedeckt, da sie wohl einen Teil ihres Bedarfs mit Importen gedeckt haben, trotzdem gibt es noch die eine oder andere Versorgungslücke, vor allem im letzten Quartal des Wirtschaftsjahres 2015/16. Das Angebot ist bei steigenden Preisen zuletzt etwas gestiegen.

    Am Ölschrotmarkt ist es diese Woche wieder ruhig geworden. Ohne richtungsweise Vorgaben der Rohstoffnotierungen in Paris und Chicago und bei mangelnden Impulsen vom Kassamarkt ist der Druck auf die Preise groß. Die Preise für importiertes Sojaschrot wird zusätzlich vom zuletzt schwachen US-Dollar belastet. In der Hoffnung auf weiter sinkende Preise fragen Käufer derzeit kaum etwas nach. Das Interesse konzentriert sich vor allem auf Liefertermine im März und April 2016. Die Umsätze beschränken sich vorrangig auf den Niederrhein. Rapsschrot fob Ölmühle kostet diese Woche durchschnittlich 187 EUR/t und damit rund 4 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Sojaschrot in 48er-Qualität wird mit 322 EUR/t rund 4 EUR/t niedriger bewertet, 44er-Ware liegt preislich mit 298 EUR/t auf Vorwochenniveau.

    Am Pflanzenölmarkt wird weiterhin kaum etwas umgesetzt. Ölmühlen haben die Forderungen im Zuge höherer Rohstoffkosten angehoben, können so aber erst recht kein Kaufinteresse wecken. Die Vorstellungen der Käufer liegen weit unter den Forderungen. Die anhaltend sehr unbefriedigenden Margen, sowohl bei den Ölmühlen als auch den Biodieselherstellern, werden auch in den kommenden Tagen den Umsatz bremsen, da sich an den Rahmendbedingungen und damit auch am Aktionismus der Marktteilnehmer wohl kaum etwas ändern wird. Rapsöl zur vorderen Lieferung kostet aktuell fob Hamburg mit 717,50 EUR/t rund 2,50 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Sojaöl zur Lieferung im Februar 2016 wird mit 700 EUR/t rund 7,50 EUR/t höher bewertet.

    Dateigröße: 54 KDatum: 05.02.2016

  • Marktbericht KW 04 2016


    Die Gebote für Raps am deutschen Kassamarkt sind bei festen Vorgaben der Rapsnotierungen in Paris gestiegen, allerdings ohne belebende Wirkung auf die Abgabebereitschaft der Erzeuger. Deren Vorstellungen werden bei einem Rapspreis von derzeit 361 EUR/t fob Hamburg noch lange nicht erfüllt. Da fehlen noch mindestens 10 EUR/t. Der leichte Aufwind der Rapsnotierungen an der Börse in Paris, dessen Intensität und Halbwertszeit zudem noch zweifelhaft ist, hat demnach nicht genug Impulse gegeben, zumal sich an den Rahmenbedingungen kaum etwas verändert hat. Verarbeiter sind auf den vorderen Terminen gut versorgt und ändern aus diesem Grund wenig an den Prämien. Im letzten Quartal 2015/16 haben sie aber noch Versorgungslücken. Aufgrund der anhaltend unbefriedigenden Margen können aber auch auf diesen Terminen die gewährten Prämien kaum Anreize geschaffen.

    Die Umsätze sind weiterhin überschaubar und auf vordere Termine begrenzt. Käufer haben auf späteren Terminen zwar noch Versorgungslücken, vor allem im letzten Quartal 2015/16, hoffen aber auf sinkende Preise. Bis es soweit ist, werden nur geringe Mengen gekauft um dringenden Bedarf zu decken. Das Angebot kann die Nachfrage gut bedienen. Den Sojaschrotpreisen geben auch die Sojaschrotkurse in Chicago derzeit keine klare Richtung vor. Der Fronttermin schloss zuletzt leicht über Vorwochenniveau. Auch der Eurokurs, der die Preise für Importschrote beeinflusst, wies zuletzt keine eindeutige Tendenz auf. Bei insgesamt ruhigem Handel wird Sojaschrot in 44er-Qualität zur vorderen Lieferung fob Hamburg mit 298 EUR/t aktuell rund 4 EUR/t unter Vorwochenniveau bewertet. Ware in 48-er Qualität kostet mit 326 EUR/t ebenfalls rund 4 EUR/t weniger. Für Rapsschrot wird im Großhandel mit 191 EUR/t rund 1 EUR/t weniger genannt.

    Kräftige Sprünge der Rohölnotierungen in der vergangenen Woche sowie die anhaltende Unklarheit über deren weitere Entwicklung verunsichern die Teilnehmer am Pflanzenölmarkt. Da sich die Rohölkurse ohnehin noch auf dem niedrigsten Niveau seit 12 Jahren befinden, bedarf es auch eines kräftigen Anstiegs, um die aktuell leblose Nachfrage nach Pflanzenölen für die Herstellung von Biodiesel anzukurbeln. In Deutschland sind die Margen einzelner Biodieselhersteller so unbefriedigend, dass sie teils ihren Rohstoff verkaufen anstatt zu verarbeiten. Wie die Verbrauchszahlen des Bundesamtes für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle zeigen, ist die Nachfrage der Mineralölunternehmen nach Biodiesel anhaltend gering. Rapsöl kostet fob Hamburg rund 715 EUR/t zur vorderen Lieferung und so knapp 5 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Sojaöl legte bei festen Vorgaben der US-Terminmarktkurse derweil um 22,50 EUR/t auf 692,50 EUR/t kräftig zu und nähert sich Rapsöl damit wieder an.

    Dateigröße: 54 KDatum: 29.01.2016

  • Marktbericht KW 03 2016


    Am deutschen Kassamarkt hat sich für Raps nicht viel geändert. Das Preisniveau ist etwas niedriger als in der Vorwoche. Allerdings haben die Gebote den Rückgang der Börsenkurse nicht mitgemacht. Die Verarbeiter haben ihre Prämien vereinzelt leicht nach oben angepasst, um die Chance zu erhöhen doch noch Ware zu bekommen. So wurde franko Niederrhein zuletzt 366 für vordere Ware und 370,50 EUR/t für Lieferungen ab April gezahlt. Aber das Angebot hat sich dennoch nicht verbessert. Die Abgabebereitschaft der Erzeuger tendiert gegen Null. Das liegt auch daran, dass die Gebote des Handels zur Vorwoche 6 EUR/t verloren haben. Auf den vorderen Terminen hat das für die Ölmühlen derzeit nur geringe Bedeutung, ihr Bedarf ist gesichert. An den Lieferterminen ab April 2016 herrscht derzeit kaum Interesse, es fehlen positive Impulse von der Produktvermarktung. Aber die sind nicht in Sicht. Die rückläufige Produktion von Mischfutter aufgrund der prekären Situation in der Milchvieh- und Schweinehaltung lassen keine Änderung des rückläufigen Trends erwarten. Und auch Rapsöl trägt wenig zur Verbesserung der Marge bei. Die äußerst niedrigen Dieselpreise reduzieren den Einsatz von Biodiesel, die geringe Wettbewerbsfähigkeit den Einsatz von Rapsöl. Die anhaltende Kälte bei regional fehlender Schneedecke könnte nun doch zu Schäden am Raps geführt haben. In welcher Höhe ist unklar, für Diskussionen wird es allemal sorgen.

    Nach dem kräftigen Einbruch am 15.1.2016 konnten sich die Sojaschrotkurse in Chicago zuletzt wieder leicht befestigen. Für Schwäche hatten die lebhaften Andienungen auf den auslaufenden Januar-Kontrakt gesorgt und damit gezeigt, dass am US-Kassamarkt derzeit das Angebot die Nachfrage bei weitem überflügelt. Danach konnten die Notierungen wieder zulegen. Gestützt von einem festen Sojamarkt aufgrund umfangreicher technischer Kontrakteindeckungen. Dennoch sorgt der überversorgte US-Markt unterschwellig für Druck. In Deutschland kostet 44er Sojaschrot fob Hamburg rund 8 EUR/t weniger als vor einer Woche. Damit wurde auch die Linie von 300 EUR/t erstmals seit 5 Tagen wieder unterschritten. Ein preisgünstigeres Angebot cif Rotterdam und der festere Euro hat Importschrote zusätzlich vergünstigt. Die Rapsschrotpreise haben gegenüber Vorwoche spürbar nachgegeben. Der Rückgang der Rohstoffnotierungen hat für das Minus von knapp 10 EUR/t gesorgt, zusätzlich belastet wurden die Forderungen von der geringen Nachfrage. Zwar herrscht auf vorderen Terminen Kaufinteresse, aber nicht zu jedem Preis. Stetiges Angebot kommt derzeit vom Handel, Ölmühlen zeigen sich nicht immer abgabebereit. Dabei übersteigen die Offerten die Nachfrage, so dass vordere Ware weiterhin nur mit Abschlag gegenüber den Folgeterminen absetzbar ist. Damit sind die Preise wieder auf einem Niveau wie vor Weihnachten. Marktteilnehmer gehen kurzfristig von weiteren Preisrückgängen aus.

    Mit dem amerikanischen Feiertag am Montag startet das ohnehin sehr umsatzschwache Pflanzenölgeschäft sogar in Europa gefühlt einen Tag später. Es mangelt allenthalben an Nachfrage. Die Käufer haben den größten Teil ihres Bedarfs gedeckt. Darüber hinaus herrscht keine Eile. Während für Raps- und Sojaöl aufgrund des überreichlichen Angebotes in den kommenden Wochen die Preisprognose eher von Schwäche ausgeht, scheint am Palmölmarkt die Trendwende eingesetzt zu haben. Die Erträge scheinen unter der Augusttrockenheit doch gelitten zu haben, so dass das Angebot kleiner ausfällt als erwartet. Gleichzeitig steht Anfang Februar das Neujahrsfest in China an. Möglicherweise werden noch vor diesem Datum umfangreiche Kontrakte abgeschlossen, die den Exportmarkt Südostasiens ankurbeln könnten. Bereits in der 2. Januarhälfte werden in Malaysia zunehmende Exporte verzeichnet. In Europa sorgte die jüngste Mineralölschwäche – WTI rutschte unter die Linie von 30 USD/bbl – kurzzeitig für schwächere Pflanzenölpreise, die sich im Laufe der Woche allerdings wieder befestigen konnten. Rapsöl wurde dabei von den festen Sojaölnotierungen mit nach oben gezogen, blieb aber unter Vorwochenlinie.

    Dateigröße: 55 KDatum: 22.01.2016

  • Marktbericht KW 02 2016


    Kräftig sinkende Rapsnotierungen in Paris haben dem Kassamarkt in Deutschland jegliche Chance auf Belebung genommen. Zumal Verarbeiter auch mit ihren Prämien keine Anreize schaffen, die das Angebot erhöhen könnten. Da die Ölmühlen auf den vorderen Terminen gut versorgt sind und der Absatz von Rapsschrot und Rapsöl vor allem im letzten Quartal des Wirtschaftsjahres sehr schleppend läuft, dürfte sich von dieser Seite in den kommenden Tagen auch kaum etwas ändern. Derweil hoffen Erzeuger weiterhin auf deutlich steigende Preise zum Ende der Saison und bieten daher kaum etwas an. Die Erwartungen liegen dabei dem Vernehmen nach bei 380-390 EUR/t franko Ölmühle. Auch die kommende Ernte wird kaum besprochen, obwohl der Preisrückgang dafür zuletzt nicht so ausgeprägt war wie für vordere Termine. So wird die Ernte 2016 im Großhandel fob Hamburg mit 353 EUR/t rund 5 EUR/t unter Vorwochenniveau bewertet. Die Gebote für Januarware sanken derweil um 9 EUR/t auf 362 EUR/t. Aufgrund der geringen Umsätze haben die Preise oft nur nominalen Charakter.

    Der Ölschrotmarkt zeigte sich in den vergangenen Tagen umsatzstärker als in den Wochen zuvor. Das Geschäft beschränkt sich jedoch auf vordere Termine, wo der Bedarf zum Teil noch groß ist. Besonders für März und April 2016 gibt es Versorgungslücken. Für Januar sind die Käufer nach den teils umfangreichen Bestellungen der vergangenen Tage mittlerweile gut gedeckt. Da die Preise diese Woche weiter gestiegen sind, ist das Interesse zuletzt wieder etwas abgeflaut. Kleinstmengen wechseln aber weiterhin den Besitzer. Das Angebot kann die Nachfrage gut bedienen. Ausnahme bleibt Sojaschrot in Süddeutschland, wo Januar- und Februarware bereits ausverkauft sind. Die Preise für 44er-Ware zur Lieferung im März 2016 liegen mit 311 EUR/t rund 17 EUR/t über denen im Norden. Im Vergleich zur Vorwoche kostet Sojaschrot zur prompten Lieferung fob Hamburg, im Zuge eines festeren US-Dollars, mit 306 EUR/t rund 4 EUR/t mehr. Die Rapsschrotpreise im Großhandel sind um 3 EUR/t auf 203 EUR/t gestiegen.

    Kräftig sinkende Preise haben den Handel mit Pflanzenölen diese Woche etwas beleben können, von lebhafter Nachfrage kann jedoch noch nicht gesprochen werden. Belastend wirkt dabei der Mineralölkurs, der stetig neue Tiefstände erreicht und damit die Nachfrage nach Pflanzenölen zur Biodieselherstellung schmälert. Das Angebot ist vor dem Hintergrund der zuletzt wieder etwas abgeflauten Nachfrage mehr als ausreichend. Rapsöl kostet zur Lieferung im Januar 2016 aktuell rund 713 EUR/t fob Hamburg und damit 37 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Preisdruck übten vor allem kräftig sinkende Rohstoffnotierungen aus. Das setzte auch die Sojaölpreise unter Druck. Mit 640 EUR/t kostet Sojaöl zur Lieferung im Februar diese Woche rund 45 EUR/t weniger.

    Dateigröße: 54 KDatum: 15.01.2016

  • Marktbericht KW 01 2016


    Der Rapshandel in Deutschland startet in das neue Jahr wie das vergangene beendet wurde – ruhig. Mit dem Feiertag in Süddeutschland, der zahlreiche Marktteilnehmer aus dem Tagesgeschäft fernhält, und dem insgesamt geringen Handelsinteresse dürfte sich das vorerst auch nicht ändern. Verarbeiter sind auf den vorderen Terminen gut gedeckt und haben dadurch keinen Grund, die vor den Weihnachtsferien zum Teil gesenkten Prämien wieder anzuheben, zumal die Margen weiterhin unbefriedigend sind. Das gilt besonders für die späteren Termine, auf denen der Absatz von Rapsschrot und Rapsöl sehr schleppend läuft. Die gegenüber Vorwoche schwächeren Rapsnotierungen in Paris und niedrigere Prämien setzen die Gebote am Kassamarkt unter Druck. Im Großhandel kostet Raps fob Hamburg mit 371 EUR/t rund 4 EUR/t weniger als Ende 2015. Der Wintereinbruch in einigen Regionen Deutschlands sorgt derweil für Spekulationen um mögliche Auswinterungen. So sanken die Temperaturen im Osten schon in den zweistelligen Minusbereich, während es zu Beginn des Jahres an schützender Schneedecke mangelt. Bisher wird aber nicht mit Schäden durch die niedrigen Temperaturen gerechnet.

    Das Geschäft mit Ölschroten beginnt im neuen Jahr ruhig. Zudem werden höhere Preise verlangt. Auftrieb gaben ein jüngst sprunghaft fester US-Dollar, der Importe verteuert und gleichzeitig steigende US-Terminmarktkurse. Fob Hamburg sind die Preise für prompte Ware mit einem Proteingehalt von 44 % zuletzt wieder über die Marke von 300 EUR/t geklettert. Das Vorwochenniveau wurde um rund 7 EUR/t übertroffen. Sojaschrot in 48-er Qualität kostet mit 327 EUR/t rund 6 EUR/t mehr. In Süddeutschland liegen die Preise infolge des knapperen vorderen Angebotes 16-17 EUR/t höher als im Norden. Rapsschrot wurde zuletzt in kleinen Mengen gehandelt, da Käufer Anschlussbedarf haben. Anziehende Preise und der Feiertag in Süddeutschland hatten zu Wochenbeginn zu Käufen animiert. Das anhaltend umfangreiche Angebot kann die Nachfrage gut bedienen. Im Großhandel kostet Rapsschrot zur Lieferung im ersten Quartal aktuell durchschnittlich 200 EUR/t, rund 5 EUR/t mehr als Ende 2015.

    Mit dem Feiertag zur Wochenmitte in vielen EU-Ländern, volatilen Terminmarktkursen und kräftigen Währungsschwankungen hält sich das Handelsinteresse am europäischen Kassamarkt momentan in engen Grenzen. Zuletzt wieder abrutschende Mineralölkurse dämpfen die Nachfrage zusätzlich. Da Biodiesel gegenüber mineralischem Diesel vor diesem Hintergrund weiterhin kaum konkurrenzfähig ist, fragen Biodieselhersteller wenig Pflanzenöl zur Herstellung nach. Zu dieser Jahreszeit wäre das vor allem Rapsöl, das für die Herstellung von winterfestem Rapsmethylester benötigt wird. Käufer decken höchstens Bedarfslücken auf den vorderen Terminen, meist nicht über den Februar 2016 hinaus. Rapsöl zur prompten Lieferung wird diese Woche fob Hamburg mit 750 EUR/t rund 5 EUR/t höher bewertet als Ende 2015. Sojaöl kostet mit 695 EUR/t ebenfalls rund 5 EUR/t mehr. Das Angebot ist reichlich und kann die Nachfrage problemlos decken.

    Dateigröße: 54 KDatum: 08.01.2016

  • Marktbericht KW 52 2015


    Dem Rapshandel fehlte es vor den Feiertagen an Impulsen. Selbst ein zeitweise kräftiger Anstieg der Rapsnotierungen in Paris konnte nicht für Belebung sorgen, zumal die niedrigeren Prämien der Verarbeiter für vordere Termine dem entgegenwirkten. So wurden die Prämien im Zuge der Stilllegung einiger Ölmühlen über die Feiertage zum Teil zurückgenommen. Im kommenden Jahr dürften sie sich aber wieder auf dem Niveau der vergangenen Woche einpendeln. Die etwas höheren Gebote, fob Hamburg wurden mit 375 EUR/t rund 4 EUR/t mehr genannt, konnten das Angebot nicht erhöhen. Die Preisvorstellungen der Erzeuger lagen deutlich höher. Außerdem haben die sich zum Großteil bereits in die Weihnachtsferien verabschiedet. Umsätze wurden kaum getätigt und das könnte auch in den kommenden Wochen so bleiben.

    Der Abwärtstrend der Ölschrotpreise wurde Ende vergangener Woche schlagartig gebremst. Kräftige steigende Sojabohnen-, Sojaschrot- und Rapsnotierungen hatten die Forderungen am deutschen Kassamarkt zeitweise deutlich steigen lassen. Sojaschrot in 44-er-Qualität erreichte fast die Marke von 300 EUR/t fob Hamburg, Rapsschrot stieg nach knapp zwei Wochen erstmals wieder über die Linie von 190 EUR/t fob Ölmühle. Das hat die Nachfrage etwas belebt, da Käufer weitere Preissteigerungen befürchtet hatten. Nachdem sich viele Marktteilnehmer mittlerweile aber bereits in den Weihnachtsurlaub verabschiedet haben, ist es wieder sehr ruhig geworden. Außerdem sorgen große Währungsschwankungen für deutliche Preisveränderungen von Tag zu Tag, was die wenigen Käufer zusätzlich verunsichert. Die Umsätze sind überschaubar. Rapsschrot zur Lieferung im Januar 2016 kostet im Großhandel aktuell mit 195 EUR/t rund 12 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Sojaschrot in 44er-Qualität wird fob Hamburg aktuell mit 295 EUR/t rund 5 EUR/t höher bewertet, 48-er-Ware kostet mit 323 EUR/t rund 4 EUR/t mehr.

    Der europäische Pflanzenölmarkt präsentiert sich diese Woche nicht anders als bisher und auch nicht anders als die Rohstoffmärkte: sehr ruhig. So haben sich die Marktteilnehmer ebenfalls, oft bis ins kommende Jahr, in die Ferien verabschiedet. Umsätze werden kaum getätigt. Käufer sind ohnehin für die nächsten Monate gedeckt, so dass sich die Nachfrage voraussichtlich in den nächsten Wochen kaum merklich beleben dürfte. Die Preise für Raps- und Sojaöl haben bei festen Rohstoffkursen Ende vergangener Woche deutlich zugelegt, gehen aber bereits wieder zurück. Fob Hamburg kostet Rapsöl zur Lieferung im Januar 2016 diese Woche mit 745 EUR/t rund 6 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Sojaöl wird mit 690 EUR/t rund 2 EUR/t höher bewertet.

    Dateigröße: 54 KDatum: 28.12.2015

  • Marktbericht KW 51 2015


    Die Lage am deutschen Kassamarkt ist unverändert zur Vorwoche. Bei rückläufigen Geboten wird kaum etwas angeboten. Gleichzeitig ist die Nachfrage der Verarbeiter gering. Einige sollen über die Feiertage wohl auch unübliche Verarbeitungspausen machen, da sie aufgrund unbefriedigender Margen kaum wirtschaftlich arbeiten könnten. Die Prämien sind weiterhin unbeweglich, zumal der Rapsschrotabsatz immer noch äußerst schleppend läuft. Die Rapspreise haben im Vergleich zur Vorwoche, bei schwachen Vorgaben der Rapsnotierungen in Paris, kräftig nachgegeben. Fob Hamburg werden im Großhandel für vordere Ware mit 371 EUR/t aktuell rund 10 EUR/t weniger genannt. Die kommende Ernte wird mit 355 EUR/t nur 3 EUR/t unter Vorwochenniveau bewertet.

    Sowohl die Sojabohnen- als auch die Sojaschrotnotierungen in Chicago haben im Laufe der vergangenen Woche deutlich nachgegeben. In den USA aber auch in Deutschland ist das Sojaschrotangebot deutlich größer als die Nachfrage, was die Preise langfristig unter Druck halten könnte. Währungsschwankungen, wie sie in den vergangenen Wochen teilweise zu großen Preisveränderungen für importiertes Sojaschrot geführt haben, gab es diese Woche aber nicht. Im Vergleich zur Vorwoche kostet Sojaschrot in 44er-Qualität fob Hamburg mit 290 EUR/t rund 5 EUR/t weniger. Die Nachfrage ist trotz der Preissenkungen verhalten. Das Geschäft mit Rapsschrot präsentiert sich weiterhin leblos. Die Preise setzen so ihren seit Wochen anhaltenden Abwärtstrend fort. Im Laufe der Woche wurde die Marke von 190 EUR/t durchbrochen und damit fast ein 4-Jahrestief erreicht. Im Großhandel kostet prompte Ware aktuell rund 183 EUR/t und damit 9 EUR/t weniger als in der Vorwoche.

    Am europäischen Kassamarkt für Pflanzenöle ist es ebenfalls ruhig. Käufer haben sich bereits in die Weihnachtsferien verabschiedet und werden vor Beginn des neuen Jahres wohl keine Bedarfslücken mehr schließen wollen. Da können selbst die zum Teil kräftigen Preisrücknahmen im Vergleich zur Vorwoche kein Kaufinteresse generieren. Rapsöl zur Lieferung im Januar 2016 kostet fob Nordseehäfen aktuell mit 745 EUR/t rund 11 EUR/t weniger, Sojaöl zur prompten Lieferung wird mit 695 EUR/t etwa 15 EUR/t niedriger bewertet. Druck übten neben der leblosen Nachfrage vor allem schwache Rohstoffnotierungen aus.

    Dateigröße: 53 KDatum: 18.12.2015

  • Marktbericht KW 50 2015


    Die Rapskurse in Paris haben jüngst kräftige Verluste einstecken müssen und das hat, bei kaum veränderten Prämien der Verarbeiter, Druck auf die Gebote am Kassamarkt ausgeübt. Diese sind im Vergleich zur Vorwoche in allen Regionen gesunken. Fob Hamburg werden für vordere Ware aktuell mit 381 EUR/t rund 5 EUR/t weniger genannt. Auch auf Erzeugerpreisebene ist die Tendenz derzeit schwach. Der durchschnittliche Preis frei Erfasserlager konnte sich zur Vorwoche aber gut bei 361 EUR/t halten.

    Vor dem Hintergrund tendenziell rückläufiger Preise ist das Angebot knapp. Lediglich die kommende Ernte wird weiterhin besprochen und die eine oder andere Menge offeriert. Der Großhandelspreis dafür liegt mit 358 EUR/t fob Hamburg nur 2 EUR/t unter Vorwochenniveau. Verarbeiter sind auf den vorderen Terminen gut versorgt. Das Kaufinteresse auf späteren Lieferterminen hängt von ihren Margen ab, die sich besonders für April bis Juni 2016 immer noch unbefriedigend präsentieren.

    Die Sojaschrotpreise am deutschen Kassamarkt haben im Laufe der vergangenen Woche kräftig nachgegeben und sind auf das niedrigste Niveau seit fast 4 Jahren gerutscht. Nach Preisrücknahmen von insgesamt 15 EUR/t kostet Sojaschrot in 44er-Qualität aktuell noch rund 295 EUR/t, 48er-Ware hat preislich um rund 18 EUR/t auf 325 EUR/t nachgegeben. Im Süden ist das Minus zur Vorwoche aufgrund des knapperen vorderen Angebotes überschaubarer. Sojaschrot mit einem 44-prozentigem Proteinanteil kostet mit 320 EUR/t rund 12 EUR/t weniger, 48-Ware mit 346 EUR/t etwa 13 EUR/t. Druck übten ein nachfrageüberschreitendes Angebot sowie ein schwacher US-Dollar aus, der Importware vergünstigt. Die Rapsschrotpreise haben bei weiterhin mangelnder Nachfrage und zuletzt schwachen Rohstoffkursen in Paris zur Vorwoche ebenfalls einen Satz nach unten gemacht. Vordere Ware kostet mit durchschnittlich 192 EUR/t rund 11 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Das entspricht dem niedrigsten Niveau seit etwa 14 Monaten. Kaufinteresse konnte trotz der kräftigen Preisrücknahmen nicht geweckt werden. Die Umsätze sind weiterhin überschaubar und begrenzen sich auf Kleinstmengen in einzelnen Regionen.

    Am europäischen Pflanzenölmarkt ist es diese Woche wieder sehr ruhig. Das liegt zum einen am heute Abend erscheinenden USDA-Bericht, der wie immer mit Spannung erwartet wird, zum anderen an der insgesamt gedrückten Stimmung, in Verbindung mit großer Verunsicherung. Letztere geht vor allem auf die extremen Währungsschwankungen zurück, die eine „normale“ Preisfindung derzeit kaum ermöglichen. Die Nachfrage ist leblos, zumal Käufer bis in das neue Jahr hinein wohl schon gut gedeckt sind. Gleichzeitig ist das Angebot nicht umfangreich, aber für das geringe Kaufinteresse ausreichend. Die Preise für Raps- und Sojaöl sind, trotz der teils deutlichen Schwankungen der Rohstoffkurse, zur Vorwoche kaum verändert. Vorderes Rapsöl kostet fob Nordseehäfen mit 756 EUR/t rund 1 EUR/t mehr, fob Hamburg sanken die Forderungen um 5 EUR/t auf 765 EUR/t. Sojaöl zur Lieferung im Dezember 2015 kostet fob Nordseehäfen mit 710 EUR/t aktuell auch 5 EUR/t weniger.

    Dateigröße: 262 KDatum: 11.12.2015

  • Marktbericht KW 49 2015


    Die Rapsnotierungen in Paris haben im Vergleich zur Vorwoche kräftig zugelegt und das hat auch die Gebote am Kassamarkt in die Höhe getrieben. Das wiederum hat nach wochenlanger Lethargie wieder etwas Leben in das Tagesgeschäft gebracht. Bei Großhandelspreisen von 390 EUR/t und mehr sind Erzeuger schon durchaus gesprächs- und abgabebereiter. Besonders das Angebot für die Ernte 2016 ist gestiegen. Verarbeiter haben derweil zwar Bedarf, beklagen aber weiterhin ihre unbefriedigenden Margen, vor allem aufgrund des oft schleppenden Rapsschrotabsatzes. Die derzeit angebotenen Rapsmengen werden aber gut aufgenommen, einige Bedarfslücken der Ölmühlen konnten geschlossen werden. Die Rapsfeldbestände stehen derweil gut und gehen, trotz der zeitweise milden Temperaturen, wohl nicht zu weit in der Entwicklung vorangeschritten in die Winterruhe. Die Anbaufläche in Deutschland zur Ernte 2016 wurde laut einer von der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) in Auftrag gegebenen Studie gegenüber Vorjahr ausgedehnt. Mit rund 1,34 Mio. ha wurden schätzungsweise 4 % mehr Raps als im Vorjahr angebaut. Als Gründe für die Ausdehnung der Anbaufläche gab fast die Hälfte der befragten Landwirte die langfristige Fruchtfolgeplanung an.

    Das Geschäft mit Rapsschrot läuft weiterhin sehr schleppend. Zur Vorwoche hat sich kaum etwas getan. Das gilt weitgehend ebenso für die Preise, auch wenn der Druck eines überreichlichen Angebotes anhält. Im Großhandel kostet Rapsschrot zur Lieferung im Dezember 2015 nahezu genauso viel wie vor einer Woche. Fob Ölmühle liegen die Preise mit durchschnittlich 204 EUR/t rund 3 EUR/t niedriger. Käufer sind nach wie vor gut gedeckt und kaufen höchstens Kleinstmengen zu, um Bedarfslücken im vorderen Bereich zu füllen. Darüber hinaus finden Käufer und Verkäufer derzeit nicht zueinander. Die Nachfrage nach Sojaschrot ist ebenfalls weiterhin verhalten. Die jüngsten Preisanhebungen am Kassamarkt im Zuge fester Vorgaben der US-Terminmarktnotierungen bieten dabei auch keine Anreize für Käufer. Das Angebot ist vor diesem Hintergrund mehr als ausreichend. Im Vergleich zur Vorwoche kostet Sojaschrot in 44er-Qualität fob Hamburg mit 310 EUR/t rund 5 EUR/t mehr, 49-Ware legte 6 EUR/t auf 343 EUR/t zu.

    Angetrieben von zeitweise festen Vorgaben vom Terminmarkt haben auch die Pflanzenölpreise am Kassamarkt einen Satz nach oben gemacht. Rapsöl zur vorderen Lieferung wird fob Rotterdam aktuell mit 755 EUR/t bewertet und damit 17 EUR/t höher. Spätere Lieferungen legten preislich zum Teil noch deutlicher zu. Sojaöl zur Lieferung im Dezember 2015 kostet derzeit 715 EUR/t. Das sind 20 EUR/t mehr als noch vor einer Woche. Auftrieb gaben den US-Sojaölnotierungen zuletzt die Veröffentlichungen des US-Umweltamtes zur Biodieselherstellung in den USA. Diese offenbarten deutlich mehr vergebene Mandate als vermutet, und prognostizieren für 2016 außerdem noch einen deutlichen Anstieg. Nach der insgesamt ruhigen letzten Novemberwoche ist das Tagesgeschäft in der ersten Dezemberwoche auch kaum in Schwung gekommen. So haben teils kräftig steigende das Kaufinteresse geschmälert. Angebot gibt es demgegenüber wohl ausreichend.

    Dateigröße: 54 KDatum: 04.12.2015

  • Marktbericht KW 48


    Sowohl an der Börse in Paris als auch am Kassamarkt ist das Handelsinteresse diese Woche gering. Da es dem Rapsmarkt insgesamt an Impulsen mangelt, wird sich der Umsatz in den kommenden Tagen und Wochen wohl kaum noch beleben. Während die Rapskurse von den Sojanotierungen bewegt werden und sich deswegen derzeit kaum etwas regt, herrscht am Kassamarkt weiterhin überreichliches Angebot an Rapsschrot. Das begrenzt den Spielraum der Prämien der Verarbeiter nach wie vor stark. Auch der Abgabebereitschaft fehlt es an Impulsen. Erzeuger hoffen auf deutlich höhere Gebote und üben sich solange in Zurückhaltung. Im Großhandel wird kaum etwas umgesetzt. Fob Hamburg werden aktuell rund 374 EUR/t geboten und damit 3 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    Der Handel mit Ölschroten läuft weiterhin sehr schleppend. Umgesetzt wird höchstens vordere Ware. Besonders das Rapsschrotangebot ist größer als die Nachfrage. Gleichzeitig ist die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Sojaschrot gesunken. Im Großhandel wird Rapsschrot mit rund 202 EUR/t offeriert, 44er-Sojaschrot kostet nur rund 100 EUR/t mehr. Damit ist die Proteinpreisdifferenz unter 1 EUR/t gerutscht. Die Sojaschrotpreise sind derzeit stabil. Es mangelt an Impulsen vom Termin- und Kassamarkt. Das Sojaschrotangebot ist insgesamt ausreichend, wenn auch nicht so komfortabel wie in vergangenen Wochen. Vor allem im Süden ist vordere Ware bis Ende des Jahres ausverkauft. Die Nachfrage ist in den vergangenen Tagen nahezu zum Erliegen gekommen. Ein anhaltend schwacher Euro verteuert Importware und dämpft das Kaufinteresse. Zumal sich Käufer im Hinblick auf ein umfangreiches Angebot aus Südamerika ohnehin zurückhalten.

    Am europäischen Pflanzenölmarkt ist es wieder sehr ruhig. Aufgrund einer Großveranstaltung in Hamburg bleiben viele Händler dem Tagesgeschäft fern. Wegen der angespannten politischen Situation in Europa nach dem türkischen Abschuss eines russischen Kampfjets sowie dem schwachen Euro ist das Handelsinteresse ohnehin gering. Aus Chicago kommen aufgrund des dortigen Feiertages auch keine Impulse. Die Preise haben im Vergleich zur Vorwoche zugelegt. Aufgrund der anhaltenden Euroschwäche sind besonders die Forderungen für importiertes Palmöl kräftig gestiegen. Der Anstieg von Raps- und Sojaöl war überschaubarer. Rapsöl zur Lieferung im Dezember 2015 kostet fob Rotterdam mit 743 EUR/t etwa 13 EUR/t mehr. Sojaöl legte um 15 EUR/t auf 695 EUR/t zu.

    Dateigröße: 53 KDatum: 27.11.2015

  • Marktbericht KW 47 2015


    Der Preisrückgang für Raps an der Matif in Paris legt den Kassamarkt für Raps quasi lahm. Die Verarbeitungsmarge der Ölmühlen ist gering, somit besteht seitens der Ölmühlen vorne kein Bedarf. Interesse an Lieferungen im neuen Jahr besteht. Die Prämien bleiben nahezu unverändert. Fob Hamburg werden aktuell 372 EUR/t genannt, das ist etwa Wochenniveau. Erzeuger trennen sich kaum von Ware und blicken aufgrund der kleineren Rapsernte auf den April und Mai 2016. Dann könnten allerdings auch die Importe aus Australien und Kanada Konkurrenz darstellen. Die Erzeugerpreise liegen mit durchschnittlich 355 EUR/t frei Erfasserlager unter dem Vorwochenniveau.

    Der Bedarf an Rapsschrot ist vonseiten der Mischfutterhersteller sehr gering. Es wird lediglich das Nötigste von vorne weg gekauft. Die Transportsituation ist durch das anhaltende Niedrigwasser nach wie vor angespannt und die Frachtkosten steigen. Die Umsätze im Großhandel sind weiterhin überschaubar. Die Preise für Rapsschrot sind etwas fester, nachdem sich auch die Rapsnotierungen am Kassamarkt überraschend gefestigt haben. Im Vergleich zur Vorwoche kostet prompte Ware mit durchschnittlich 203 EUR/t rund 5 EUR/t weniger. Sojaschrot wird kaum gehandelt. Dies liegt vor allem am schwachen Euro. Die Warenverfügbarkeit ist gegeben.

    Die Preise für Pflanzenöle am Kassamarkt in Deutschland tendieren gegenüber der Vorwoche uneinheitlich. Für Sojaöl macht sich für Dezemberlieferungen das aktuell knappe Angebot in vielen Regionen bemerkbar. Die Preise liegen fob Rotterdam mit 680 EUR/t rund 10 EUR/t über Vorwochenniveau. Spätere Termine tendieren gegenüber der Vorwoche hingegen schwächer. Februarlieferungen an Sojaöl werden fob Rotterdam aktuell mit 645 EUR/t bewertet. Sie liegen damit 10 EUR/t unter dem Wert der Vorwoche. Anders sieht es aus bei den Rapsölpreisen, die leicht über den Werten der Vorwoche liegen. Sie werden für den gleichen Liefertermin mit 725 EUR/t bewertet, das ist ein Plus von 10 EUR/t gegenüber der Vorwoche. Die Nachfrage nach Pflanzenöle blieb auch in der vergangenen Woche leblos. Insgesamt sind die Märkte extrem ruhig und es wird auf die Rückkehr zur Normalität gewartet.

    Dateigröße: 156 KDatum: 20.11.2015

  • Marktbericht KW 46 2015


    Dem Kassamarkt für Raps fehlt es weiterhin an Impulsen. Die Ölmühlen haben auf den vorderen Terminen kaum Bedarf. An Lieferungen zu Beginn des neuen Jahres besteht an sich zwar Interesse, da die Deckung noch unzureichend ist, das äußert sich allerdings nicht in den Prämien. Diese sind aufgrund der unbefriedigenden Margen starr, wodurch sich jede Schwäche der Terminmarktkurse auch auf die Gebote am Kassamarkt auswirkt. Fob Hamburg werden aktuell 371,50 EUR/t genannt, etwas weniger als in der Vorwoche. Rückläufige Preise führen kaum dazu, dass sich Erzeuger bereitwilliger von ihrer Ware trennen. Das Angebot ist knapp. Bis Jahresende bleiben die Läger wohl noch geschlossen, zumal es bis zum Jahreswechsel an dem derzeit impulslosen Markt wahrscheinlich kaum den deutlichen Preisanstieg geben wird, auf den Verkäufer hoffen. Zuletzt haben sich die Erzeugerpreise kaum verändert. Mit durchschnittlich 359 EUR/t frei Erfasserlager liegen sie aktuell ungefähr auf Vorwochenniveau.

    Das Geschäft mit Rapsschrot läuft immer noch schleppend. Ölmühlen bleiben auf ihren hohen Beständen sitzen. Zum einen mangelt es an Kaufinteresse seitens der Veredelungsindustrie. Zum anderen entwickelt sich die Niedrigwasserproblematik zu einem zunehmenden Hindernis in der Abwicklung. Die Pegelstände wichtiger Wasserwege nähern sich bereits Tiefständen, während die Frachtkosten in horrende Höhen steigen. So kommt die Ware aber auch zum Teil einfach nicht zum Käufer. Die Umsätze im Großhandel sind weiterhin überschaubar. Die Preise tendieren schwach. Im Vergleich zur Vorwoche kostet prompte Ware mit durchschnittlich 208 EUR/t rund 8 EUR/t weniger. Sojaschrot hat gegenüber Vorwoche preislich im Durchschnitt nur leicht nachgegeben. Dabei wurden die Forderungen im Norden allerdings deutlicher nach unten korrigiert als im Süden. Druck übten unter anderem die geringe Nachfrage sowie zeitweise schwache Vorgaben vom Terminmarkt aus.

    Die Nachfrage nach Raps- und Sojaöl zur Lieferung in den verbleibenden Wochen von 2015 ist leblos. Gleichzeitig gibt es aber auch kaum Angebot. In vielen Regionen ist vordere Ware ausverkauft. Sollte doch noch jemand Kaufinteresse an Lieferungen im November oder Dezember 2015 haben, muss er dafür kräftige Aufschläge zahlen. Das knappe Angebot stützt die Preise zudem von unten. Das Angebot an Lieferungen im kommenden Jahr ist zwar reichlich, aber auch hier mangelt es an Nachfrage. Die Preise haben vor diesem Hintergrund und bei schwachen Vorgaben der Rohstoffkurse im Vergleich zur Vorwoche leicht nachgegeben. Februarlieferungen an Rapsöl werden fob Rotterdam aktuell mit 715 EUR/t bewertet und damit 5 EUR/t unter Vorwochenniveau. Die Sojaölpreise sind derweil mit 655 EUR/t für den gleichen Liefertermin unverändert zur Vorwoche.

    Dateigröße: 54 KDatum: 13.11.2015