Aktuelle Marktberichte

  • Kommentar KW38 2014


    Günstige Witterung bringt die US-Sojaernte wieder zügig voran. Im Süden läuft sie dabei schon flott, während sie im Norden aufgrund der niedrigen Temperaturen etwas verzögert ist und noch nicht so richtig starten konnte. Bislang gemeldete Erträge entsprechen den hohen Erwartungen. Derweil ist die Nachfrage nach US-Sojabohnen und -schrot am Weltmarkt rege, vor allem seitens des Hauptimporteurs China. Trotzdem stehen die Sojanotierungen in Chicago im Hinblick auf eine noch größer als bislang vermutete US-Sojaerzeugung anhaltend unter Druck. Das USDA beziffert die US-Ernte in seinem aktuellen Monatsbericht auf 106,5 Mio. t und damit fast 2,7 Mio. t höher als im Vormonat. Der neue Fronttermin November in Chicago hat vor diesem Hintergrund in den vergangenen Tagen deutlich nachgegeben. Für Auftrieb sorgten kurzzeitig Befürchtungen um Schäden durch erste Fröste in den Anbau-gebieten, die sich mittlerweile allerdings wieder verflüchtigt haben. Die Pariser Rapskurse konnten sich zuletzt behaupten.

    Positive Impulse kamen vom Kassamarkt. Befriedigendere Margen der Verarbeiter aufgrund steigender Rapsölpreise bei gleichzeitig zunehmender Nachfrage und ein weiterhin knappes Angebot stützen die Notierungen, die zuletzt nahezu auf Vorwochenniveau schlossen. Die Abgabebereitschaft der deutschen Erzeuger konnte bei den derzeit bewilligten Prämien nicht gesteigert werden. Höchstens mangelnde Lagerraumkapazitäten für Mais und Düngemittel veranlassen dazu, die eine oder andere Partie zum Verkauf zu geben. Die Erzeugerpreise haben sich gegenüber der vergangenen Woche mit 296 EUR/t nur knapp behauptet. Die Sojaschrotpreise am deutschen Kassamarkt stehen unter Druck schwächelnder Terminmarktnotierungen für Sojabohnen und -schrot in Chicago. Auf den vorderen Lieferpositionen bremste allerdings immer noch das knappe Angebot den Preisrückgang etwas. Im Vergleich zur Vorwoche wird Sojaschrot zur prompten Lieferung trotzdem rund 9 EUR/t niedriger bewertet. Ware in 44er-Qualität kostet so durchschnittlich 366 EUR/t. In Erwartung weiterer Preisrücknahmen im Laufe der kommenden Wochen ist die Nachfrage derzeit nur gering. Auch das Interesse an Rapsschrot ist insgesamt überschaubar. Dadurch stehen die Preise aktuell ebenfalls unter Druck, auch wenn das Angebot an vorderer Ware begrenzt ist. Die Forderungen werden täglich entsprechend der regionalen Nachfrage sowie der Entwicklung der Pariser Rohstoffkurse leicht angepasst. Im Vorwochenvergleich haben sie sich behauptet.

    Der Markt für Pflanzenöl ist nach Veröffentlichung des USDA-Berichts in Lethargie verfallen. Umsätze werden trotz einer höheren Nachfrage kaum getätigt. Grund ist vor allem das nur knappe vordere Angebot. Das Interesse an Rapsöl ist derweil leicht gestiegen. Bei leicht festen Terminmarktnotierungen des Rohstoffs haben die Preise zur Vorwoche zugelegt. Fob Nordseehäfen kostet Oktoberware diese Woche mit 642 EUR/t rund 5 EUR/t mehr. Für Lieferungen ab November ist das Angebot umfangreich, allerdings werden diese kaum nachgefragt. Bei einem Preisniveau von 640 EUR/t für Novemberware haben Biodieselhersteller kein Interesse. Stattdessen warten sie die bald erwartete Kehrtwende der Preisentwicklung ab, die aufgrund des umfangreichen Rohstoffangebots jederzeit eintreten kann. Bei steigenden Kursen für das Konkurrenzprodukt Palmöl hat die Nachfrage nach Sojaöl zugenommen und die Preise in die Höhe getrieben. Novemberware kostete fob Nordseehäfen zuletzt mit 650 EUR/t fast 15 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Sonnenblumen- und Palmöl werden diese Woche ebenfalls deutlich höher bewertet.

    Dateigröße: 57 KDatum: 19.09.2014

  • Kommentar KW37 2014


    Die Zeichen stehen weiterhin auf Plus für die US-Sojaernte. Die jüngste Feldbestandsschätzung des USDA war zu diesem Zeitpunkt noch nie so gut, die Ernte in den Südstaaten läuft und bringt überdurchschnittliche Erträge. Die Frostwarnung wurde abgemildert auf kleine Gebiete. In der aktuellen Monatsschätzung des USDA wurde die US-Ernteschätzung auf 106,5 Mio. t angehoben, das wäre ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Anleger lösten im Vorfeld des Berichtes bereits ihre Risikopositionen auf, so dass die Sojakurse schwächer tendierten. Die neue Prognose sorgte für erneuten Druck, der Fronttermin rutschte auf ein 4-Jahrestief, der November-Kontrakt deutlich unter die Linie von 10 USD/bu (284 EUR/t) und öffnet damit den Preisspielraum nach unten. Wie schon in den Vorwochen zeigt sich der Rapsterminmarkt davon nur wenig beeindruckt. Die Kurse schwächeln leicht, möglicherweise gestützt von der Kürzung der australischen Ernteschätzung und vom weiterhin sehr geringen Kassaangebot. In Kanada stehen indes die Terminnotierungen stark unter Druck, obwohl die derzeitigen Vegetationsbedingungen für Raps sehr ungünstig sind. Es ist regional bereits sehr winterlich, so dass Ernteausfälle nicht auszuschließen sind. Hierzulande tut sich am Rapsmarkt wenig. Da sich die Erzeugerpreise kaum verändert haben, ändert sich auch am geringen Angebot wenig.

    Die Preise für Sojaschrot haben kräftig nachgegeben. Die Schwäche der Bohnennotierung spiegelt sich auch im Schrot wider. Dabei kann der schwache Eurokurs den Preisrückgang nur wenig bremsen. Mitte der Woche wurden fob Hamburg für 44er Ware 364 EUR/t genannt und damit 8 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Damit hat der knapp versorgte Markt für alterntige Sojabohnen, der seit Mitte August für Preisauftrieb sorgte, nun vollständig an Preiswirkung verloren. Die Nachfrage ist gering, da Käufer auf weitere Preisrücknahmen hoffen. Rapsschrot zeigt geringe Preisbewegung und wiedersteht dem Druck der schwachen Sojaschrotpreise. Die Forderungen stabilisierten sich zuletzt knapp unter der Linie von 199 EUR/t für September-Lieferungen, wobei für vordere Ware das Angebot die Nachfrage übersteigt. Der Umsatz mit Pflanzenöl ist sehr gering. Es fehlt vor allem an Nachfrage. Auf den vorderen Terminen bis Ende Oktober scheinen die Käufer gut versorgt zu sein und warten mit Deckungskäufen nun weiter ab.

    Der Kursrutsch für Soja steigert die abwartende Haltung, da die magische Linie von 10 USD/bu unterschritten wurde und nun ein weiterer Kursrutsch nicht auszuschließen ist. Das könnte auch die Sojaölpreise drücken, die im Vergleich zum Rapsöl ohnehin als zu hoch eingestuft werden. Vorderes Rapsöl ist nicht mehr überall verfügbar. Die anstehende Großlieferung Richtung China sorgt für festere Preise für September-Lieferungen, ab Position Januar tendieren die Forderungen 5 EUR/t schwächer als in der Vorwoche. Damit ist Rapsöl nun preisidentisch mit Sojaöl. Sonnenblumenöl wird aufgrund steigender Rohstoffpreise rund 5 EUR/t höher bewertet als in der Vorwoche. Palmöl hat im Zuge fester Terminnotierungen und dem schwächeren Euro gegenüber dem Dollar sprunghaft zugelegt.

    Dateigröße: 57 KDatum: 12.09.2014

  • Kommentar KW36 2014


    Die Bewegungen der Chicagoer Sojakurse waren zuletzt überschaubar, da die Marktteilnehmer den Verlauf der US-Sojaernte abwarten. Diese hat vergangene Woche im Süden der USA begonnen. Das setzt die Kurse zunehmend unter Druck. Da die Sojapflanzen in ihrer Entwicklung noch ein bisschen hinterherhinken, dauert es aber wohl noch bis die Ernte in Gang kommt. Der jüngste wöchentliche Zustandsbericht des USDA fiel überraschend positiv aus und bescherte den Kursen dadurch bereits Verluste. So wurden 72 % der bonitierten Pflanzen mit gut oder exzellent bewertet, 2 Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Auftrieb brachte kurzzeitig wieder das sehr knappe alterntige US-Angebot. Außerdem gab es jüngst Meldungen über Überschwemmungen im Mittleren Westen, zu denen anhaltende und intensive Regenfälle in der vergangenen Woche geführt haben. Die Rapskurse in Paris folgten den Sojakursen diese Woche ins Minus, gaben im Vorwochenvergleich aber nur leicht nach. Für etwas Auftrieb sorgten zu Wochenbeginn noch Impulse vom Kassamarkt. Eine etwas größere Nachfrage der Verarbeiter bei gleichzeitig überschaubarem Angebot belebte das Geschäft. Die Nachfrage der Biodieselhersteller wird wohl bald wegen der Umstellung auf Übergangs- beziehungsweise Winterware zunehmen und so den Rapsölabsatz ankurbeln, der zuletzt eine Verbesserung der Margen verhindert hatte. Anschlussbedarf decken die Verarbeiter vorrangig mit Importen, denn mit kaum veränderten Preisen geben die Erzeuger weiterhin wenig Raps zum Verkauf frei. Und das, trotz einer vom Statistikamt vorläufig geschätzten, überdurchschnittlichen Rapsernte 2014 von 6,2 Mio. t. Das sind 8 % über Vorjahr. Erzeuger kümmern sich jetzt vorrangig um die Rapsaussaat.

    Am Ölschrotmarkt ist es ruhig. Dafür verantwortlich ist unter anderem das sehr überschaubare Sojaschrotangebot, das die Preise auf hohem Niveau hält. Rapsschrot wird demgegenüber kaum nachgefragt. Auch hier ist das vordere Angebot nicht reichlich. Vereinzelt werden Gebote für naheliegende Liefertermine abgegeben, da durchaus Anschlussbedarf besteht. Der Durchschnittspreis für Rapsschrot ist gegenüber Vorwoche um 4 EUR/t auf 200 EUR/t gestiegen und damit auf 4-Wochenhoch. Auftrieb brachten zeitweise feste Rohstoffnotierungen. Diese Stütze ist mittlerweile wieder hinfällig. Mit der zusätzlichen Unterstützung anziehender US-Sojaschrotkurse erreichten die Sojaschrotpreise zuletzt fast Vorwochenniveau. Im Süden ist Sojaschrot weiterhin deutlich teurer als im Norden. Der Preisunterschied für prompte Ware betrug zuletzt knapp 10 EUR/t. Novemberware liegt 5-6 EUR/t auseinander.

    Die Vermarktung von Rapsöl läuft nur schleppend. Dabei mangelt es nicht an Angebot, sondern vor allem an Nachfrage. Diese war zuletzt gering und wurde auch von den zuletzt etwas schwächeren Preisen nicht angekurbelt. Fob Nordseehäfen kostet Rapsöl diese Woche mit 635 EUR/t rund 5 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Mit der baldigen Umstellung der Biodieselhersteller von SME (Sojamethylester) und PME (Palmmethylester) auf rapsölbasierten Biodiesel wird es saisontypisch aber wohl zu einem deutlichen Nachfraganstieg kommen. Das könnte die Rapsölpreise wieder steigen lassen und die Margen der Ölmühlen verbessern. Die Sojaölpreise haben sich indes zur Vorwoche kaum verändert. Nur knappe vordere Ware wird mit 650 EUR/t etwas höher bewertet.

    Dateigröße: 55 KDatum: 05.09.2014

  • Kommentar KW35 2014


    Die Chicagoer Sojakurse haben diese Woche fast stetig nachgegeben. Nur der Fronttermin konnte zwischenzeitlich einen Teil seiner Verluste, im Hinblick auf ein knappes USKassamarktangebot an Sojabohnen und -schrot, bei anhaltend reger Nachfrage aus dem Ausland, wieder ausgleichen. Der Druck auf die Notierungen hält aufgrund der erwarteten US-Rekordernte bei günstigen Vegetationsbedingungen in den Sojaanbaugebieten an. Das US-Landwirtschaftsministerium ordnete in seiner wöchentlichen Feldbestandsschätzung mit 70 % zwar 1 Prozentpunkt weniger in die Kategorien gut bis exzellent ein, das ist aber immer noch der beste Zustand der Feldbestände in 22 Jahren zu diesem Zeitpunkt. Im Vorfeld der Ernte nimmt das Kaufinteresse an Sojabohnen am US-Kassamarkt langsam ab. Die Rapskurse in Paris legten in den vergangenen Tagen zu.

    Für Auftrieb sorgte vor allem die größere Nachfrage nach Kontrakten, da am Kassamarkt weiterhin kaum etwas angeboten wird. Vor diesem Hintergrund schloss der Fronttermin zuletzt 5 EUR/t über Vorwochenniveau. Den Großhandelspreisen kam der leichte Anstieg der Terminkurse etwas zu Gute, da Verarbeiter vor allem auf den vorderen Lieferpositionen Anschlussbedarf und im Zuge dessen die Prämien leicht angehoben haben. Demgegenüber haben sich die Erzeugerpreise so gut wie gar nicht verändert. So bleibt die Abgabebereitschaft der Erzeuger unverändert gering und wenn, dann finden Käufer und Verkäufer selten zueinander. Die Ölschrotpreise werden täglich entsprechend der Entwicklung der Terminmarktnotierungen der Rohstoffe angepasst. Vor diesem Hintergrund legten die Rapsschrotpreise zuletzt zu. Septemberware wurde mit durchschnittlich 196 EUR/t knapp 3 EUR/t über Vorwoche bewertet. Andere Impulse scheint es momentan nicht zu geben. Die Nachfrage entwickelte sich zwar uneinheitlich, war insgesamt aber gering. Vor allem für Sojaschrot wird mit einem baldigen Preisrückgang gerechnet, sobald die erwartete Rekordsojaernte in den USA beginnt. Einem aktuellen Preisverfall hierzulande wirken aber noch das sehr knappe vordere Angebot sowie der schwache Eurokurs entgegen.

    Die zeitweise feste Tendenz der Rohstoffnotierungen in Chicago und Paris hatte den Soja- und Rapsölpreisen Auftrieb gegeben. Die Sojaölkurse in Chicago entkoppelten sich zu Wochenbeginn von den schwächeren Sojakursen und tendierten vor dem Hintergrund des knappen vorderen Angebots an US-Ware leicht fester. Das sorgte für zusätzlichen Auftrieb der Sojaölpreise. Fob Hamburg kostete Sojaöl zur Lieferung im September 2014 mit 647 EUR/t rund 12 EUR/t mehr als am Mittwoch der Vorwoche, die Forderungen für Rapsöl wurden um 9 EUR/t auf 639 EUR/t angehoben. Die Nachfrage ist bei steigenden Preisen rückläufig. Gebote werden nur im überschaubaren Rahmen abgegeben.

    Dateigröße: 57 KDatum: 29.08.2014

  • Kommentar KW34 2014


    Die Sojakurse entwickelten sich diese Woche uneinheitlich. Während der neue Fronttermin im Zuge einer anhaltend regen Nachfrage nach US-Ware bei gleichzeitig knappem US-Kassamarktangebot deutlich zulegte, standen spätere Termine unter Druck der guten Vegetationsbedingungen in den US-Sojaanbaugebieten. So wirkte sich der jüngste Regen nach Einschätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums positiv auf die Pflanzenentwicklung aus. Die wöchentliche Feldbestandsbonitur fiel, entgegen den Erwartungen einiger Marktteilnehmer, besser aus als in der Vorwoche. Die zum Teil festen Vorgaben von Soja bescherten auch den Pariser Rapsnotierungen zuletzt Gewinne, die insgesamt aber noch unter Druck einer umfangreichen EU-Rapsernte stehen. Am Kassamarkt hat sich die Situation gegenüber Vorwoche nicht geändert, es werden kaum Umsätze getätigt. Erzeuger geben bei leicht schwächeren Geboten selten Ware zum Verkauf frei, entsprechend überschaubar ist das vordere Angebot. Verarbeiter haben zwar Interesse, sind aber kaum bereit, dem mit höheren Prämien Ausdruck zu verleihen. Außerdem hoffen manche Käufer, dass aufgrund knapper Lagerkapazitäten noch einiges an Raps angeboten wird. Dringender Anschlussbedarf wird allerdings bevorzugt mit ausländischer Ware gedeckt.

    Die Forderungen für Sojaschrot wurden in den vergangenen Tagen aufgrund des sehr knappen vorderen Angebots und fester Sojaschrotkurse in Chicago stetig angehoben. Prompte Ware in 44er-Qualität kostete mit 380 EUR/t fob Hamburg etwa 14 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Spätere Liefertermine hatten indes, im Hinblick auf ein ab Oktober deutlich größeres Rohstoffangebot aus einer voraussichtlichen Rekordsojaernte in den USA und damit verbundenen Preisnachlässen für das Nachprodukt, nicht so stark zugelegt. Novemberware kostet im Schnitt nur 10 EUR/t mehr. Das Geschäft mit Rapsschrot ist in den vergangenen Tagen deutlich abgeflaut. Mischfutterhersteller hatten sich vorerst ausreichend eingedeckt und fragen nur noch vereinzelte Partien nach. Das Angebot an prompter Ware war ausreichend. Die Preise konnten sich vor dem Hintergrund stabiler Rohstoffkurse in Paris behaupten.

    Die Pflanzenölpreise am europäischen Kassamarkt standen unter kräftigem Druck. Vor allem die Forderungen für Palmöl wurden zuletzt deutlich zurückgenommen, nachdem die Terminmarktnotierungen in Kuala Lumpur in ihrem Abwärtstrend zu Wochenbeginn fast ein 5-Jahrestief erreichten. Die Preise für Raps- und Sojaöl sind am Mittwoch im Vorwochenvergleich um 10 EUR/t gesunken. Die rückläufigen Preise konnten zwar mehr Nachfrage generieren, Biodieselhersteller hielten sich allerdings mit umfangreichen Deckungskäufen in Erwartung weiter sinkender Preise noch zurück. Zudem begrenzten sinkende Rohölkurse die Konkurrenzfähigkeit von Biodiesel und dämpften damit auch die Nachfrage nach den Rohstoffen. Das Angebot an Pflanzenölen auf den vorderen Positionen war ausreichend, so dass keine Aufgelder verlangt wurden.

    Dateigröße: 55 KDatum: 22.08.2014

  • Kommentar KW33 2014


    Die Rapsernte brachte nahezu überall zufriedenstellende Ergebnisse. Das französische Ministerium hat unlängst seine Ernteschätzung für Raps auf 5,5 Mio. t angehoben. Und auch EU-weit sind die Meldungen positiv. Einzelne Analysten gehen von einer EU-Rapserzeugung von 23,1 Mio. t aus, das US-Landwirtschaftsministerium etwas verhaltener von 22,65 Mio. t. Das wären auf jeden Fall 1,5-2 Mio. t mehr als im Vorjahr. Vor diesem Hintergrund gibt es momentan wenige Chancen für feste Rapspreise. Auch die Nachprodukte geben kaum Unterstützung. Die Ölmühlen sind noch an prompter Ware interessiert, stoßen aber auf sehr geringe Abgabebereitschaft. Gegenüber den Terminkursen liegen die Prämien weiterhin im Minus, erst ab Liefertermin Oktober 2014 im Plus. Diese Positionen sind aus Sicht der Verarbeiter weniger lukrativ, aber für Anbieter interessanter. Aufgrund des sehr geringen Umsatzes am Kassamarkt, orientieren sich die Rapspreise an den Sojanotierungen. Der vordere US-Sojaterminkurs ist aufgrund des baldigen Endes mit viel Börsentechnik behaftet, daher steht jetzt der Verlauf des November-Kontraktes im Vordergrund. Der hatte sich nach kurzer Stabilisierungsphase diese Woche deutlich ermäßigt. Auslöser war die aktuelle USDA-Schätzung, die mit ihren Korrekturen nach oben für kräftigen Kursdruck sorgte.

    Die Rapsschrotpreise können sich auf den vorderen Terminen knapp behaupten. An den meisten Standorten ist ausreichend Ware vorhanden, aber das Kaufinteresse der Mischfutterhersteller lässt nach. Aufgrund der höheren Rohstoffpreise auf den späteren Terminen haben auch die Rapsschrotforderungen ab Lieferposition Oktober 2014 leicht zugelegt. Nach einer kurzen Befestigung tendieren die Sojaschrotpreise wieder schwächer und erreichten so zuletzt etwa Vorwochenniveau. Der Druck von den schwächeren Terminnotierungen hält an, aber das teils knappe vordere Angebot stützt die Forderungen am Kassamarkt, auch wenn die Nachfrage zuletzt abgeklungen ist. Die Wettbewerbsfähigkeit von Rapsschrot gegenüber Sojaschrot hat sich auf hohem Niveau stabilisiert. Die Differenz zwischen 1 % Protein im Rapsschrot und 1 % Protein im Sojaschrot beträgt aktuell 2,60 Euro. So viel wie seit Oktober 2013 nicht mehr.

    Die Pflanzenölpreise stehen unter Druck rückläufiger Terminnotierungen für Soja- und Palmöl. Unlängst erreichte Palmöl ein 1,5-Jahrestief und auch der Fronttermin in Chicago für Sojaöl rutscht langsam weiter ab und notiert auf einem Niveau wie zuletzt im Oktober 2009. Am Kassamarkt haben sich die Pflanzenölpreise teils kräftig ermäßigt. Das Angebot an vorderer Ware ist reichlich, nachdem es in den Vorwochen leichte Engpässe in der Rapsölversorgung aus Ostdeutschland und Polen gab. Die sind nun behoben. Die Nachfrage hat sich schon im Vorfeld des USDA-Berichtes merklich beruhigt und kommt auch danach noch nicht wieder in Schwung. Der schwächere Mineralölkurs verringert die Wettbewerbsfähigkeit von Biodiesel und damit die Nachfrage nach Rohstoff.

    Dateigröße: 54 KDatum: 15.08.2014

  • Kommentar KW32 2014


    Auch wenn die Rapsernte noch nicht in allen Regionen beendet ist, so zeigen sich die Erzeuger doch durchaus zufrieden mit den Ergebnissen. Allerdings liegen wieder sehr heterogene Ergebnisse vor, Erträge wurden zwischen 30-60 dt/ha gemeldet, mit Ölgehalten von 42-44 %. Und nicht nur in Deutschland sieht es gut aus, jüngste Prognosen gehen für die EU-28 von einer Rapsernte um 23 Mio. t aus, das wäre ein Rekordhoch. Diese Aussicht setzt die Terminmarktnotierungen unter Druck. Dabei kommt nur wenig Unterstützung von Übersee. Die Sojanotierungen sind sehr volatil. Auf der einen Seite treiben unerwartete Exporte die Kurse nach oben, auf der anderen Seite belastet die immer wahrscheinlich werdende Rekordernte. Die Sojafeldbestände sind ungewöhnlich weit entwickelt und befinden sich nun in der ertragsrelevanten Phase. Die Wettervorhersagen haben daher großen Einfluss auf die Börsenkurse. Und die Witterung ist im Gegensatz zu den Vorjahren ideal, so dass die Ertragsschätzungen zuletzt nach oben korrigiert wurden. Das sorgt für ein weiteres Auseinanderdriften der Notierungen alter und neuer Ernte. Die Differenz lag zuletzt bei umgerechnet 47 EUR/t. Auch zum Raps wird der Abstand immer größer. Auf Großhandelsebene werden Sojabohnen cif Rotterdam mit 350 EUR/t bewertet, Raps kostet franko hingegen nur noch 321 EUR/t. Das macht die Weichsaat auch für Verarbeiter interessant, die vor allem auf den vorderen Terminen eine gute Marge erwirtschaften können. Allerdings fehlt es Ihnen an Ware. Erzeuger trennen sich nicht von ihrer Ware und lagern vermehrt ein, zumal zur Vorwoche die Gebote erneut reduziert wurden. Da es am deutschen Markt zu wenig Angebot gibt, wird bereits Raps aus Polen zur Verarbeitung angeliefert.

    Nach dem in den vergangenen Tagen lebhaft Rapsschrot geordert wurde, lässt die Nachfrage nun langsam nach. Fokus der Käufer lag auf Lieferterminen November 2014 bis Juli 2015. Dabei wurden umfangreiche Mengen in die Bücher genommen. Vordere Ware ist nur selten von Interesse. Im Vergleich zur Vorwoche wurden am Mittwoch die Forderungen um bis zu 6 EUR/t zurückgenommen und mit 190 EUR/t ist Rapsschrot am Niederrhein wieder nahe dem 1-Jahrestiefpunkt. Sojaschrot konnte sich die vergangenen Tage behaupten. Es gab nur wenige Preisveränderungen. Die Nachfrage ist verhalten, zuletzt wurden im Norden die Forderungen für prompte Ware leicht angehoben, da wohl das Angebot schwindet.

    An den Importhäfen ist zwischen schwimmender Ware und Augustlieferungen preislich kein Unterschied. Die Rapsölpreise tendieren fester und gehen damit eine andere Richtung als die anderen Pflanzenöle. Ausschlaggebend dafür ist vor allem die Meldung einer schlechteren Rapsernte in Indien. Da dort viel Rapsöl verbraucht wird, wird nun der Bedarf mit europäischer Ware gedeckt. Das sorgt für mehr Nachfrage. Zudem wird erwartet, dass Rapsöl häufiger nachgefragt wird, um Fischöl zu substituieren, das zuletzt sehr kräftig im Preis angehoben wurde. Außerdem folgt Rapsöl somit nicht den rückläufigen Terminkursen für Raps, da die Käufer am Kassamarkt, um überhaupt Ware zu erhalten, ihre Prämien erhöhen mussten und damit Raps unverändert bewertet wird. Rapsöl kostet Mitte der Woche 3 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Noch deutlicher sind die Aufschläge für Raffinat, die absehbar große Nachfrage nach rohem Rapsöl, lässt das Angebot für die Raffination deutlich schwinden. Die Aufschläge gegenüber Vorwoche betragen beim Raffinat 15 EUR/t. In Anlehnung an die Sojanotierungen wird vordere Ware unverändert bewertet, spätere Liefertermine sind 5-10 EUR/t günstiger als in der Vorwoche.

    Dateigröße: 58 KDatum: 08.08.2014

  • Kommentar KW31 2014


    Die große Nachfrage nach US-Sojabohnen und -schrot am Weltmarkt hat den Sojakursen in Chicago Auftrieb gegeben. Die sich zuletzt deutlich verbesserten Vegetationsbedingungen - den Bohnen fehlte Regen, der nun ausgiebig zu kommen scheint - setzte die Kurse aber zeitweise wieder unter leichten Druck. Neben rasch schwindenden US-Sojavorräten beeinflusst vor allem der Wettermarkt die Kursentwicklung. Von den zeitweise festen Vorgaben der Sojanotierungen profitieren auch die Rapskurse in Paris. Die deutsche Rapsernte ist, trotz erneuter witterungsbedingter Unterbrechungen in der vergangenen Woche, so gut wie beendet und hat die hohen Erwartungen dem Vernehmen nach erfüllt. Immerhin bestätigte der Deutsche Bauernverband in seiner wöchentlichen Ernteschätzung das Ergebnis von 5,9 Mio. t, das zuvor bereits Stratégie Grains veröffentlicht hatte. Die Rapspreise am deutschen Kassamarkt werden bei volatilen Vorgaben der Rohstoffnotierungen in Paris täglich angepasst. Dabei suchen die Ölmühlen aufgrund der besseren Margen vor allem auf den vorderen Lieferpositionen Ware und gleichen mit steigenden Prämien sogar das Minus der Terminbörse aus. Aber dennoch bleiben den Erzeugern die Gebote, trotz eines erkennbaren Aufwärtstrends, zu niedrig. Sie lagern Raps vorrangig ein. So konzentriert sich der Umsatz vor allem auf spätere Lieferpositionen. Raps ex Ernte kostet frei Erfasserlager mit 297 EUR/t rund 6 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    Die Preise für Ölschrote werden am Kassamarkt aufgrund der zuletzt uneinheitlichen Entwicklung der Rohstoffnotierungen in Chicago und Paris nahezu täglich angepasst. Für Sojaschrot folgten anfänglich kräftigen Preisanhebungen deutliche Preisrücknahmen. Mehrfach wurden die Preise um 6-7 EUR/t gegenüber Vortag verändert, spätere Lieferpositionen sogar bis zu 10 EUR/t. Letztendlich wurde Sojaschrot in 44er-Qualität und zur Lieferung im August mit durchschnittlich 362 EUR/t fast auf Vorwochenniveau bewertet, Rapsschrot kostete mit rund 198 EUR/t etwa 9 EUR/t mehr. Die Nachfrage nach Rapsschrot hat im Zuge der Rohstoffernte zugelegt, schwankt allerdings auch stark. Bei steigenden Preisen lässt das Interesse schnell nach. Vor allem Lieferungen zwischen August und Oktober 2014 sind im Gespräch, aber auch für Lieferungen ab November 2014 werden einige Umsätze getätigt, zumal sich die Preise zwischen den beiden Positionen kaum unterscheiden.

    Die Sojaölpreise auf den späteren Lieferpositionen konnten sich gegenüber Vorwoche behaupten. Vordere Ware legte im Zuge der zeitweise festen Entwicklung der Sojabohnennotierungen in Chicago preislich sogar leicht zu. Zur Lieferung im August kostet es mit 650 EUR/t fob Nordseehäfen knapp 3 EUR/t mehr. Festes Sojaöl, steigende Rohstoffnotierungen in Paris sowie vor allem das knappe Angebot auf vorderen Lieferpositionen führten zu wieder steigenden Rapsölpreisen. Fob Nordseehäfen kostet Rapsöl zur vorderen Lieferung diese Woche mit 645 EUR/t rund 15 EUR/t mehr. Der Preisanstieg dämpft das Kaufinteresse stark. Bei sinkenden Preisen werden jedoch wieder verstärkt Gebote abgegeben.

    Dateigröße: 54 KDatum: 02.08.2014

  • Kommentar KW30 2014


    Die US-Sojakurse haben jüngst einen Kursrichtungswechsel vollzogen. Auftrieb bringt die wieder rege Nachfrage nach US-Sojabohnen und -schrot bei gleichzeitig schwinden US-Vorräten. Der Fronttermin in Chicago legte dadurch in den vergangenen Tagen knapp 2 % zu. Zudem verstärken sich aktuell die Befürchtungen, dass es in den nördlichen US-Sojaanbaugebieten allmählich zu trocken wird. Da den Sojafeldbeständen die ertragsbestimmende Phase noch bevorsteht, könnte Trockenheit das Ertragspotenzial deutlich mindern. Die Rapsfeldbestände in der Europäischen Union stehen indes sehr gut, und die Ernte ging in den vergangenen Tagen bei günstigen Bedingungen flott voran. Dadurch wächst der Erntedruck auf die Rapskurse stetig, wurde zuletzt aber von den festen Vorgaben der US-Sojakurse übertroffen. Raps in Paris verzeichnete Mitte der Woche ebenfalls deutliche Gewinne auf allen Terminen, musste aber zuletzt dem Erntedruck wieder nachgeben. Die zeitweise große Schwäche der Terminmarkt-notierungen hat die Kassapreise in Deutschland kräftig gedrückt. Für Raps frei Erfasserlager werden diese Woche im Durchschnitt 289 EUR/t genannt und damit fast 20 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Das Angebot am Kassamarkt steigt derweil stetig, da viele Erzeuger deutlich mehr Raps vom Feld holen, als im Vorfeld vermutet. Um noch Lagerkapazitäten für Getreide freizuhalten kann aber nicht alles eingelagert werden. Allerdings geben die Erzeuger ihren Raps zu den derzeitigen Preisen nur ungern zum Verkauf frei. Verarbeiter wiederum fragen zwar mehr nach, setzen aber mit dem Voranschreiten der Ernte auf weiter sinkende Preise. Die Prämien waren zuletzt nahezu unverändert. Die deutsche Rapsernte geht derweil zügig voran. Nur regional kam es erneut zu Unterbrechungen aufgrund von Regenfällen.

    Das Angebot an Rapsschrot zur vorderen Lieferung wächst im Zuge einer zügig voranschreitenden Rohstoffernte und entsprechend größerem Rohstoffangebot für die Verarbeiter stetig. Das drückt die Preise, die für Juliware im Vorwochenvergleich kräftig um fast 18 EUR/t auf 206 EUR/t gesenkt wurden. Die Forderungen für Rapsschrot zur Lieferung im August wurden fob Niederrhein um durchschnittlich 5 EUR/t auf 187 EUR/t zurückgenommen. Damit sind sie so niedrig wie zuletzt im Januar 2012. Aufgrund der starken Preisrücknahmen steigt die Nachfrage nach Rapsschrot allmählich an. Verkauft wird bisher allerdings kaum direkt von den Verarbeitern, sondern hauptsächlich über den Handel. Der Abwärtstrend der Sojaschrotpreise ist im Zuge festerer US-Terminmarktnotierungen vorerst beendet. Aufgrund von zuletzt kräftigen Preisanhebungen lagen die Forderungen sogar leicht über Vorwochenniveau. Sojaschrot in 44er-Qualität kostet fob Hamburg etwa 14 EUR/t mehr.

    Die Rapsölpreise stehen stark unter Druck. Ware zur Lieferung im August kostete fob Nordseehäfen diese Woche mit 630 EUR/t rund 10 EUR/t weniger, fob Hamburg gaben die Forderungen sogar um12,50 EUR/t auf 627,50 EUR/t nach. Rückläufige Preise lockten auch wieder etwas mehr Käufer an, die nach Einschätzung von Marktteilnehmern durchaus Anschlussbedarf haben. Die Sojaölpreise konnten sich zuletzt bei einer festeren Entwicklung Sojakurse in Chicago behaupten. Septemberware wird diese Woche mit 647 EUR/t fob Nordseehäfen nur knapp unter Vorwoche bewertet. Für sehr knappe vordere Ware müssen deutliche Aufgelder bezahlt werden.

    Dateigröße: 55 KDatum: 25.07.2014

  • Kommentar KW29 2014


    Das US-Landwirtschaftsministerium USDA geht in seiner aktuellen Versorgungsschätzung von einer noch komfortableren weltweiten Versorgung 2014/15 mit Raps und Soja aus als vor einem Monat. Gleichzeitig wurden mit den jüngsten Prognosen alle Erwartungen übertroffen. Das hat den Sojakursen kräftige Verluste beschert und die Tendenz ist bei den positiven Aussichten auf 2014/15 auch weiter schwach. Das USDA prognostiziert für die US-Sojaerzeugung 2014/15 in seinem Juli-Bericht ein neues Allzeithoch von 103,4 Mio. t. Das entspricht einem Anstieg gegenüber Vormonatsschätzung von rund 4 %. Zudem läge die Erzeugung rund 13 % über dem Wert von 2013. Obendrein ist die US-Versorgung 2013/14 wohl besser als lange Zeit in der Saison vermutet. So hob das USDA seine Schätzung der US-Endbestände um 11 % gegenüber Vormonat auf 3,8 Mio. t an. Bei den zusätzlich positiven Aussichten auf dreimal so umfangreiche US-Sojavorräte zum Ende 2014/15, von denen das Ministerium nun ausgeht, stehen die Kurse anhaltend unter Druck. Auch die weltweite Rapserzeugung 2014/15 fällt wohl etwas höher aus als vorab vermutet und mit 70,2 Mio. t nur etwas unter Vorjahr. Das belastet die Rapskurse in Paris. Gleichzeitig üben die Schwäche von Soja und die voranschreitende Ernte in den EU-Anbauländern Druck aus. Die deutsche Rapsernte läuft nach den regenbedingten Unterbrechungen vorige Woche und bei nun wieder trockenen Feldbeständen in den meisten Regionen an. Ertrag und Qualität sind dem Vernehmen nach bis dato zufriedenstellend. Am Kassamarkt ist es unverändert ruhig, zumal viele Landwirte nun mit dem Raps- und Getreidedrusch beschäftigt sind. Vor dem Hintergrund der anhaltend rückläufigen Preise sind Erzeuger aber auch kaum abgabebereit. Raps frei Erfasserlager wird diese Woche durchschnittlich mit 315 EUR/t und damit 7 EUR/t unter Vorwoche bewertet.

    Bei schwächelnden US-Sojakursen stehen auch die Sojaschrotnotierungen unter Druck. Im Zuge dessen werden auch die Kassapreise in Deutschland stetig zurückgenommen. Fob Hamburg gaben die Forderungen für 44er Qualität gegenüber Vorwoche um 6 EUR/t nach. Die Kassapreise für Rapsschrot orientierten sich an denen für Sojaschrot und sanken im Wochenverlauf ebenfalls. Die Forderungen für Augustware gaben um 5 EUR/t auf 192 EUR/t nach und sind damit so niedrig wie zuletzt vor 11 Monaten. Prompte Ware ist weitgehend ausverkauft. Die Nachfrage bleibt in Erwartung weiter fallender Preise im Zuge der beginnenden Rapsernte gering.

    Am Kassamarkt für Pflanzenöle ist es nach wie vor ruhig. Die Preise tendieren im Hinblick auf umfangreiche Rohstoffernten weiterhin schwach. Verstärkt wurde der Abwärtstrend von den jüngsten USDA-Prognosen zur weltweiten Versorgung mit Ölsaaten im Wirtschaftsjahr 2014/15. Die Nachfrage nach Pflanzenölen ist derweil aber nur gering, da Käufer mit voranschreitender Rohstoffernte mit weiteren Preisnachlässen rechnen. Sojaöl kostet fob Hamburg zur Lieferung im Juli diese Woche mit 660 EUR/t rund 8 EUR/t weniger. Rapsöl wird mit 675 EUR/t rund 15 EUR/t niedriger bewertet als vorige Woche.

    Dateigröße: 54 KDatum: 22.07.2014

  • Kommentar KW28 2014


    Die Sojakurse verzeichneten in der vergangenen Woche kräftige Verluste. Belastend auf die Notierungen wirkte vor allem der wöchentliche Bericht des USDA zum Zustand der US-Feldbestände. Die Einschätzung war für Soja zwar unverändert gegenüber Vorwoche, damit aber so gut wie seit 20 Jahren nicht mehr Anfang Juli. Die Tendenz der Sojakurse ist bei positiven Aussichten auf die Sojaerzeugung 2014/15 auch weiterhin schwach. Am Freitag erscheint die monatliche Versorgungsschätzung des USDA und Analysten rechnen damit, dass die Prognose für die US-Sojaerzeugung 2014/15 deutlich angehoben wird. Gleichzeitig wird eine Aufwärtskorrektur der US-Sojaendbestände 2013/14 erwartet. In Europa war die Situation angespannter. Regenfälle in weiten Teilen der Europäischen Union behinderten nicht nur die vielerorts angelaufenen Erntearbeiten, sondern erhöhen auch die Befürchtungen um Ertrags- und Qualitätseinbußen. Das hat den Abwärtstrend der Rapskurse an der Pariser Börse unterbrochen. Mittlerweile ist die Tendenz aber wieder schwach. Mit dem Erntebeginn in vielen Erzeugerländern hat auch der Handel an der Börse etwas zugelegt. In Deutschland wurde Ende vergangener Woche in den südlichen Bundesländern mit der Rapsernte begonnen. Die Erträge erfüllten mit rund 40 dt/ha und mehr die hohen Erwartungen. Aufgrund kräftiger Unwetter und anhaltender Regenfälle musste in vielen Regionen sowohl die Raps- als auch die Getreideernte vorerst eingestellt werden. Der Erntedruck auf die Kassapreise für Raps wächst aber stetig. Kontrakte für die neue Ernte werden, wenn überhaupt, zu deutlich niedrigeren Preisen abgeschlossen.

    Sowohl die US-Sojabohnenkurse als auch die US-Sojaschrotkurse befinden sich seit Ende Juni im Abwärtstrend. Zwischenzeitliche Gewinne werden schnell wieder abgegeben. Im Zuge dessen wurden auch die Forderungen für Sojaschrot am deutschen Kassamarkt kräftig zurückgenommen. Allein im Vergleich zur Vorwoche sanken die Preise für 44er Ware fob Hamburg um 21 EUR/t auf 352 EUR/t. So niedrig waren sie zuletzt im April 2012. Im Gegensatz dazu stiegen die Preise für promptes Rapsschrot leicht an. Fob Niederrhein kostete es zuletzt 30 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Für Liefertermine ab August gingen die Preise jedoch insgesamt zurück, sodass sich die Preisdifferenz von Augustware zu prompter Ware um 34 EUR/t auf 61 EUR/t vergrößerte. Insgesamt ist es derzeit ruhig am Markt.

    Die US-Sojaölkurse stehen im Zuge schwächelnder Rohstoffkurse unter Druck und haben im Wochenverlauf weiter nachgegeben. Das belastet auch die Kassapreise am europäischen Pflanzenölmarkt. Diese wurden fob Hamburg gegenüber Vorwoche kräftig um fast 17 EUR/t auf 658 EUR/t für Lieferungen im August gesenkt. Für prompte Ware muss ein Aufgeld von rund 10 EUR/t gezahlt werden. Die Rapskurse in Paris neigen ebenfalls zur Schwäche. Das belastet auch die Preise für Rapsöl. Augustware kostet fob Hamburg diese Woche fast 13 EUR/t weniger und so 653 EUR/t. Die Raffinatpreise sanken um knapp 8 EUR/t. Für Rapsöl zur Lieferung im Juli müssen deutliche Aufgelder gezahlt werden, da nur noch vereinzelt Mengen zu bekommen sind.

    Dateigröße: 55 KDatum: 22.07.2014

  • Kommentar KW27 2014


    Die Ölsaatenkurse in Chicago und Paris haben diese Woche kräftig nachgegeben. Die US-Sojanotierungen mussten dabei aufgrund der Veröffentlichung der USDA-Schätzungen zur US-Anbaufläche und den Quartalslagerbeständen große Verluste einstecken. Die Marktzahlen übertrafen durchweg die Erwartungen der Marktteilnehmer und offenbarten eine nicht ganz so knappe US-Versorgungsbilanz 2013/14 wie befürchtet. So taxiert das USDA die Sojafläche zur Ernte 2014 auf knapp 34,3 Mio. ha und damit 11 % über Vorjahr. Auch die Schätzung der US-Lagerbestände zum Ende des zweiten Quartals überraschte. Mit knapp 11 Mio. t befanden sich zum 1.6.2014 wohl deutlich mehr Sojabohnen in den Lägern der Erzeuger und des Handels als erwartet. Das waren aber trotzdem rund 7 % weniger als zum Vorjahreszeitpunkt. Gleichzeitig zu den als positiv wahrgenommenen Meldungen über eine größere Fläche und umfangreichere Lagerbestände wurden laut wöchentlichem USDA-Zustandsbericht knapp 15 % der Feldbestände als exzellent bonitiert und damit 1 Prozentpunkt mehr als in der Woche zuvor. Die Schwäche von Soja hat auch Raps in Paris ins Minus gezogen. Der Fronttermin gab innerhalb einer Woche 15 EUR/t nach. Die schwachen Vorgaben der Börsennotierungen haben die Preise am deutschen Kassamarkt, bei kaum veränderten Prämien der Verarbeiter, weiter gesenkt. Die Kontraktpreise ex Ernte sackten auf 323,88 EUR/t ab. Das ist der niedrigste Stand seit August 2010. Prompte Ware, sofern noch gehandelt, wird im Schnitt mit 334,77 EUR/t bewertet.

    Im Zuge der zum Teil kräftigen Verluste der Sojanotierungen in dieser Woche gaben auch die Kurse für Sojaschrot deutlich nach. Das wirkte sich auch auf die Forderungen für Sojaschrot am deutschen Kassamarkt aus. Im Vorwochenvergleich wird prompte Ware in 48er-Qualität fob Hamburg mit 402 EUR/t rund 8 EUR/t niedriger bewertet. Sojaschrot mit einem Proteingehalt von 44 % kostet mit 373 EUR/t etwa 9 EUR/t weniger. Im Gegensatz dazu waren die Verluste für promptes Rapsschrot fob Niederrhein mit 16 EUR/t deutlich größer. Mit 228 EUR/t sind die Forderungen so niedrig wie seit November 2013 nicht mehr. Derzeit besteht aufgrund der attraktiven Preise großes Interesse der Konsumenten an Ware zur Lieferung von August bis September. Neugeschäft für vordere Ware gibt es nicht. Die meisten Umsätze werden am Niederrhein verzeichnet. Andernorts wird kaum nachgefragt, zumal Käufer zum Start der neuen Saison auf weitere Preisnachlässe hoffen.

    Aufgrund schwächelnder Terminmarktnotierungen sind die Pflanzenölpreise am europäischen Kassamarkt gegenüber Vorwoche zum Teil kräftig gesunken. So haben die US-Sojaölkurse zuletzt deutlich nachgegeben, der Fronttermin notierte knapp 5 % unter Vorwoche. Belastend wirkten vor allem die schwächelnden Rohstoffkurse. Die aktuellen Aussichten auf ein umfangreiches Rohstoffangebot 2014/15 für die Verarbeiter und Biodieselhersteller setzen die Pflanzenölpreise unter Druck. Zumal Käufer mit weiteren Preisrücknahmen rechnen und deshalb nur sporadisch nachfragen. Rapsöl zur August-Lieferung wird diese Woche mit 667 EUR/t fob Nordseehäfen rund 20 EUR/t niedriger bewertet. Juliware Sojaöl gab überschaubare 5 EUR/t auf 685 EUR/t nach.

    Dateigröße: 55 KDatum: 22.07.2014