Aktuelle Marktberichte

  • Marktbericht KW 13 2015


    Die vergangene Woche wurde zuerst stark von den Finanzmärkten beeinflusst, bevor dann wieder die Sojaernte in Südamerika in den Fokus rutschte. Ein schwacher US-Dollar hatte die Konkurrenzfähigkeit von US-Ware am Weltmarkt kurzzeitig wieder erhöht und die Nachfrage belebt. Im Gegenzug gerieten die Rapsnotierungen aufgrund des festen Euro, der mit zuletzt 1,095 USD ein 3-Wochenhoch erreichte, unter Druck. Der Fronttermin brach am Donnerstag, stark belastet von den Sojavorgaben, kräftig ein und schloss zuletzt mit 367,50 EUR/t rund 3,50 EUR/t unter Vorwochenniveau.

    Das Geschäft am Kassamarkt für Raps hat sich bei nachlassender Nachfrage der Verarbeiter beruhigt. Sinkende Margen und ein nur noch geringer Anschlussbedarf veranlassen Verarbeiter dazu, ihre Prämien tendenziell leicht zu senken. Der zu Wochenbeginn auf 15 EUR/t steigende Invers an der Börse in Paris nährte die Hoffnung der Erzeuger, dass die gewünschten 20 EUR/t noch erreicht werden können, auch wenn diese aktuell wieder einen kräftigen Dämpfer erhalten hatte. Bis es eventuell soweit ist, verkaufen sie höchstens kleine Teilmengen. Mindestens bis Ostern werden sich die spot-Preise nach Einschätzung von Marktteilnehmern dadurch recht gut halten können. Aufgrund der schwächelnden Vorgaben der Pariser Rapskurse gerieten die Großhandelspreise unter Druck. Fob Hamburg werden mit 367 EUR/t rund 2 EUR/t für April-Ware genannt.

    Die Vermarktung der Ernte 2015 läuft weiterhin insgesamt nur schleppend. Bis dato wurde schätzungsweise noch nicht einmal ein Achtel der kommenden Rapsernte kontrahiert und das, obwohl die Feldbestände der Winterungen einen guten Eindruck machen.

    Am Ölschrotmarkt hat sich das Handelsinteresse vergangene Woche deutlich abgekühlt. Nach wie vor wird auf den vorderen Terminen wenig angeboten, aber die Mischfutterindustrie hat auch kaum Bedarf. So sind Angebot und Nachfrage zurzeit ausgeglichen. Die Preise stehen bei tendenziell schwachen Vorgaben von den Terminmärkten unter Druck.

    Die Rapsschrotpreise haben Ende vergangener Woche im Zuge einer lebhafteren Nachfrage deutlich zugelegt. Diese Entwicklung in Zusammenhang mit dem ohnehin geringen Bedarf, brachte das Geschäft nahezu zum Erliegen. In den vergangenen Tagen ermäßigten sich die Forderungen so wieder, liegen auf Großhandelsebene aber aktuell immer noch 2 EUR/t über Vorwochenniveau. Mit einer leichten Belebung der Nachfrage rechnen Marktteilnehmer nach Ostern, größerer Bedarf wird im Mai 2015 erwartet.

    Sowohl dem Handel mit den Rohstoffen als auch mit den Nachprodukten hat es diese Woche an Impulsen gefehlt. Umsätze mit Pflanzenölen wurden kaum getätigt. Dabei mangelt es vor allem an Nachfrage. Das Angebot ist demgegenüber umfangreich.

    Die Rapsölpreise haben im Vorwochenvergleich leicht nachgegeben. April-Ware kostet mit 690 EUR/t fob Nordseehäfen aktuell rund 8 EUR/t weniger. Rapsöl wird damit nun auf den vorderen Lieferpositionen genauso hoch bewertet wie Sojaöl, nachdem die Preise dafür zuletzt stabil geblieben sind. Lieferungen von Mai-Juli 2015 kosten fob Rotterdam jeweils 680 EUR/t.

    Dateigröße: 55 KDatum: 27.03.2015

  • Marktbericht KW 12 2015


    Die Pariser Rapsnotierungen profitieren vom schwachen Euro, der europäische Ware konkurrenzfähiger macht. Außerdem kommen feste Impulse vom Kassamarkt, da Verarbeiter deutlich mehr Interesse an Rohstoff haben. In der vergangenen Woche sank der Euro gegenüber dem US-Dollar zeitweise unter 1,056. Das entsprach dem niedrigsten Stand seit Januar 2003. Der Fronttermin für Raps in Paris hat derweil die 370 EUR/t-Marke überschritten, was fast einem 11-Monatshoch entspricht. Der Invers der Rapsnotierungen hat sich in den vergangenen Tagen auf etwa 12 EUR/t eingependelt. Eine Differenz von 20 EUR/t zwischen Front- und „neuerntigem“ Termin halten viele Marktteilnehmer in den kommenden Tagen für wahrscheinlich. Eine flott voranschreitende Sojabohnenernte in Brasilien und der Erntestart in Argentinien haben den US-Sojanotierungen in den vergangenen Tagen kräftige Verluste beschert. Zu Wochenbeginn war in Brasilien etwa die Hälfte der Sojabohnenflächen gedroschen.

    Das Geschäft am Kassamarkt für Raps wird derzeit von dem sehr knappen Angebot gebremst. Die Nachfrage der Verarbeiter, vor allem für die Termine April bis Juni 2015 ist derweil groß. Zwar trennen sich die Erzeuger bei den zuletzt gestiegenen Geboten nun schon häufiger von ihrer Lagerware, zur Deckung der Nachfrage reicht dies jedoch nicht aus. Ohnehin ist das verfügbare Angebot in einigen Regionen schon sehr ausgedünnt. Zusätzlich wird die Versorgung der Verarbeiter von den begrenzten Transportkapazitäten auf den Wasserwegen aufgrund umfangreicher Getreideverladungen erschwert. Die Erzeugerpreise für Raps haben im Vorwochenvergleich erneut zugelegt.

    Am Kassamarkt für Ölschrote ist es ruhig. Während das vordere Angebot teils sehr überschaubar ist, wird nur wenig nachgefragt. Auch die Preisrücknahmen der vergangenen Tage konnten das Interesse nicht steigern.

    Die Sojaschrotpreise haben im Vergleich zur Vorwoche kräftig nachgegeben. Dazu hat vor allem der Rückgang der US-Sojaschrotkurse beigetragen. Prompte Ware in 44er-Qualität kostet fob Hamburg aktuell mit 364 EUR/t rund 14 EUR/t weniger, für 48er-Sojaschrot wurden die Preise derweil vergleichsweise gering um 7 EUR/t auf 397 EUR/t zurückgenommen. Das Interesse der Käufer konnte trotzdem nicht gesteigert werden, da sie vorne gut gedeckt sind. So ist auch das nur geringe vordere Angebot ausreichend.

    Dem Rapsschrotmarkt fehlt es ebenfalls an belebenden Impulsen. Die Großhandelspreise haben im Vergleich zur Vorwoche leicht nachgegeben. Aprilware kostet mit 240 EUR/t knapp 2 EUR/t weniger als in der Vorwoche.

    Die Mineralölnotierungen tendieren aufgrund des weiterhin starken Dollars sowie kräftig wachsender US-Lagerbestände schwach. Das belastet die Pflanzenölpreise, da die Konkurrenzfähigkeit von Biodiesel abnimmt und so die Nachfrage nach Rohstoffen. Das Interesse der Käufer ist gering. Außerdem schwanken die Forderungen am Kassamarkt mit den Währungen von Tag zu Tag stark. Das schmälert die Nachfrage zusätzlich. Das Angebot an Pflanzenölen ist derweil umfangreich.

    Die Rapsölpreise konnten sich bei stabilen Vorgaben der Rapsnotierungen in Paris zur Vorwoche leicht befestigen. Aprilware kostet mit 698 EUR/t fob Nordseehäfen rund 3 EUR/t mehr. Sojaöl bewegte sich am Kassamarkt preislich noch fester, auch wenn die Preise hier zuletzt fast nur nominell sind. Mit 688 EUR/t werden April-Lieferungen fob Hamburg etwa 6 EUR/t höher bewertet.

    Dateigröße: 55 KDatum: 20.03.2015

  • Marktbericht KW 11 2015


    Mit den steigenden Kursen an der Terminbörse verteuerte sich auch Raps an den Kassamärkten. Dabei konnte die zeitweilige Schwäche der Sojakurse dem Rapsauftrieb kaum Einhalt gebieten. Der schwache Euro beflügelt die EU-Ölsaatennotierungen. Der Fronttermin für Raps schloss in Paris zuletzt knapp 6,50 EUR/t über Vorwochenniveau.

    Die steigenden Marktpreise erhöhen auch endlich das Angebot. Es ist wohl auch das glimpfliche Ende des Winters, der zu mehr Verkaufsbereitschaft bei den Erzeugern führt. Mit sprunghaften Preissteigerungen aufgrund von Ertragsausfällen ist jetzt nicht mehr zu rechnen. Daher kommen die steigenden Gebote den Erzeugern gerade recht, sich nun von Teilmengen der alten Ernte zu trennen und auch für die kommende Ernte wieder Verhandlungen aufzunehmen. Erstmals in diesem Wirtschaftsjahr knackten die Erzeugerpreise für Raps diese Woche die Linie von 340 EUR/t. Das sind immerhin 45 EUR/t mehr als noch ex Ernte bewilligt wurde, aber 45 EUR/t weniger als vor einem Jahr.

    Auch wenn sich die Margen der Ölmühlen zuletzt kaum verbessert haben, bleiben die Prämien auf die Terminkurse stabil. Franko Niederrhein wird für vordere Ware 11 EUR/t über der Börsennotierung bewilligt. Auf die kommende Ernte wurde die Prämie zuletzt zurückgenommen und liegt jetzt bei Null. In Norddeutschland wird weniger auf Raps geboten, die Prämie vorne liegt bei 3 EUR/t, neuerntig bei -1 EUR/t.

    Nach Schwankungen im Wochenverlauf schlossen die Sojaschrotkurse in Chicago zuletzt deutlich über Vorwochenniveau. Auch die Sojaschrotpreise in Deutschland haben vor diesem Hintergrund zugelegt. Vorderes Angebot ist zudem knapp und wird gegenüber Ware zur Lieferung im Mai 2015 im Schnitt13 EUR/t teurer angeboten. An den nordeuropäischen Importhäfen ist zur prompten Lieferung derzeit keine südamerikanische Ware erhältlich.

    Auch Rapsschrot kostet mehr als noch vor einer Woche. Allerdings ist der Preisanstieg im Schnitt mit 3 EUR/t vergleichsweise moderat. Die Umsätze sind weiterhin gering, die Handelsaktivität konzentriert sich auf wenige Mühlenstandorte. Die Nachfrage der Mischfutterhersteller ist verhalten, denn der Ausstoß der Mischfutterindustrie ist zurzeit geringer als geplant.

    Die rückläufigen Notierungen an der Terminbörse üben kräftigen Druck auf die Sojaölpreise aus. Die Preise brachen Mitte der Vorwoche ein. Damit ist Rapsöl erstmals seit 13 Wochen wieder teurer als Sojaöl. Denn mit den steigenden Rapskursen hat sich Rapsöl zuletzt sogar deutlich verteuert. Das verunsichert die Marktteilnehmer und bremst die Kaufbereitschaft. Mit 695 EUR/t liegt das Preisniveau 13 EUR/t über Vorwochenlinie. Das Angebot an Rapsölraffinat ist weiterhin überreichlich. Am Markt herrschen zwischen einzelnen Anbietern so große Preisunterscheide wie noch nie. Dennoch ist mit einem Discount von über 50 EUR/t für vordere Ware kein Käufer zu mobilisieren.

    Dateigröße: 55 KDatum: 15.03.2015

  • Marktbericht KW 10 2015


    Die Auswirkung des Streikes in Brasilien verliert langsam an Preiswirkung, zumal die Straßenblockaden langsam geräumt werden und immer mehr Häfen zügig erreicht werden können. Damit rückt die Rekordernte wieder in den Vordergrund und könnte in den kommenden Tagen eher für Schwächeimpulse sorgen. Seit Wochenbeginn tendieren in Chicago die Sojabohnen schwächer. Dabei ist es vor allem die fehlende Nachfrage, die für bärische Stimmung sorgt.

    Die Rapskurse in Paris bewegten sich in den vergangenen 6 Tagen unisono mit den US-Sojakursen rauf und runter, scheinen sich auf dem erhöhten Niveau jedoch behaupten zu können. Der schwache Euro und der brasilianische Trucker-Streik hatten den Fronttermin Ende Februar 2015 auf 368,25 EUR/t und damit auf ein 10-Monatshoch getrieben. In den drei Wochen davor dümpelte der Rapskurs bei 356 EUR/t. Die jüngsten Gewinne konnten zwar nicht gehalten werden, aber noch wurde die Linie von 360 EUR/t nicht wieder verloren. Das liegt wohl auch an den etwas pessimistischeren Aussichten hinsichtlich der Rapserzeugung 2015. So schätzt der IGC aktuell die Rapsernte 2015 auf 21,2 Mio. t und damit fast 12 % unter Vorjahresniveau.

    Am Kassamarkt sind die Preise nach kurzfristigem Auftrieb wieder auf Vorwochenniveau angekommen. Ohnehin hatten die Ölmühlen bei steigenden Kursen die Prämien sukzessive zurückgenommen, da die Verarbeitungsmargen hohe Rapspreise derzeit nicht ermöglichen.

    Die Sojaschrotnotierungen in Chicago gaben in nur 5 Tagen um 4 % nach. Weltweit rückt das preisgünstigere Angebot aus Südamerika in den Fokus, nachdem die logistischen Probleme vor Ort langsam nachlassen. Vor dem Hintergrund schwächelnder Kurse gingen am deutschen Kassamarkt die Preise für Ölschrote zurück.

    Zuletzt kostete Rapsschrot rund 8 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Dennoch mangelt es an Kaufinteresse und auch die Verkäufer halten sich zurück. Denn beide Seiten warten auf eine für sie bessere Preissituation. Aufgrund der volatilen Märkte stehen die Chancen für beide Richtungen in etwa gleich – vorerst. Doch mit zunehmendem Angebot aus Südamerika dürfte es wieder mehr Preisdruck geben.

    Die Sojaölnotierungen in Chicago konnten sich besser behaupten als Schrot und Bohnen. Dabei kamen die Impulse hauptsächlich von den festen Palmölnotierungen, während Währung und Mineralölkurs keine neuen Impulse brachten.

    Der Pflanzenölmarkt ist weiterhin von unvereinbaren Preisvorstellungen geprägt. Die volatilen Kurse bremsen zusätzlich. Die Pflanzenölpreise liegen aktuell zwar noch leicht über Vorwochenlinie, tendieren aber schwächer. Umsätze kommen nicht zustande. Biodieselhersteller berichten von schleppendem Produktabsatz und ordern daher kaum Rohstoff. Ihr Kaufinteresse liegt bei 635 EUR/t für rohes Rapsöl fob und damit 45 EUR/t unter den genannten Abgabepreisen. Das Angebot an Rapsöl und vor allem Rapsölraffinat auf dem vorderen Liefertermin ist teils überreichlich, so dass mit großem Discount verkauft werden muss. Dennoch laufen nur Kleinstmengen, längerfristige Geschäfte werden völlig vernachlässigt.

    Dateigröße: 152 KDatum: 06.03.2015

  • Marktbericht KW 09 2015


    Die Konkurrenzfähigkeit von US-Sojabohnen am Weltmarkt ist weiterhin groß, da in Brasilien aufgrund von witterungsbedingten Ernteunterbrechungen sowie logistischen Problemen im Inland nur schleppend verladen werden kann. Das hat den Sojakursen in Chicago kräftigen Auftrieb gegeben. Nach Einschätzung von AG Rural lag der Erntefortschritt bis Wochenbeginn bei 20 % und damit knapp unter dem langjährigen Mittel. Im Vorjahresvergleich hinkte die Ernte 10 % hinterher, allerdings wurde damals auch vergleichsweise früh begonnen. Da in Brasilien zudem LKW-Fahrer wichtige Transportwege blockieren, um gegen die Anhebung der Dieselsteuer zu protestieren, gibt es auch starke logistische Probleme. Zu Wochenbeginn lagen die Verladungen von Sojabohnen mit 2,1 Mio. t im Februar 2015 deutlich hinter dem Vorjahreswert von 4,2 Mio. t. In dieser Woche soll nur etwa 1 Mio. t verladen werden.

    Die Rapspreise am Kassamarkt haben von zuletzt festen Vorgaben der Pariser Rapsnotierungen Aufwind erhalten, da der Fronttermin nach langem Warten wieder die 360 EUR/t-Marke überschritten hat. Diese galt für viele Marktteilnehmer als Widerstandslinie, die überschritten werden muss, damit etwas Schwung in den Handel mit Raps kommt. Da der Höhenflug von Raps an der Börse aus Mangel an Impulsen aber wohl nur kurzfristig ist, wird die Lethargie am Kassamarkt voraussichtlich Bestand haben. Die Prämien der Verarbeiter sind bei einer weiterhin sehr schleppenden Rapsölvermarktung und damit einhergehend unbefriedigenden Margen kaum verändert zur Vorwoche. Vor diesem Hintergrund kann weiterhin kaum Ware aus Erzeugerhand mobilisiert werden, zumal mit deutlicheren Preisanhebungen zum Ende der Saison gerechnet wird. Im Tagesgeschäft wird so weiterhin kaum etwas umgesetzt. Die Ernte 2015 wird zwar öfter besprochen, es werden aber weiterhin nur wenige Kontrakte abgeschlossen.

    In Chicago haben die Sojaschrotnotierungen zur Vorwoche deutlich zugelegt. Dieser Entwicklung folgend wurden auch in Deutschland die Sojaschrotpreise teils kräftig angehoben. Dadurch konzentrierte sich das Interesse zunächst auf das preisgünstigere Rapsschrot. Da die Preise auch dafür angehoben wurden, zogen sich die Käufer aus dem Tagesgeschäft zurück. Bei rückläufiger Nachfrage wurden die Forderungen für Ölschrote zuletzt wieder zurückgenommen.

    Zur Vorwoche kostet 44er- Sojaschrot mit 378 EUR/t noch rund 3 EUR/t und 49er-Ware mit 405 EUR/t etwa 6 EUR/t mehr. Besonders in Süddeutschland ist vordere Ware knapp. Hier wird prompte Ware in 48er-Qualität rund 33 EUR/t höher bewertet als Sojaschrot zur Lieferung im Mai bis Juli 2015. Sogar in Futtermittelwerken, die rechtzeitig geordert hatten, verzögert sich die Ankunft der Ware. Für Rapsschrot werden im Großhandel aktuell mit 245 EUR/t rund 5 EUR/t mehr gefordert als in der Vorwoche.

    Die Mineralölnotierungen an der NYMEX konnten ihre Gewinne der vergangenen Wochen nicht halten. Der Druck durch US-Lagervorräte auf Rekordniveau sowie einer geringen Nachfrage Chinas war zu groß, so dass der Fronttermin diese Woche wieder unter die 50 USD/Barrel-Linie fiel. Die Sojaölnotierungen in Chicago gaben vor diesem Hintergrund ebenfalls deutlich nach und zogen auch Palmöl mit ins Minus. Das belastet die Preise am europäischen Kassamarkt. Nachfrage konnte allerdings nicht generiert werden, da die aktuellen Preise für Käufer immer noch wenig attraktiv sind. Rapsöl ist weiterhin nur schwer verkäuflich, da rückläufige Mineralölkurse die Konkurrenzfähigkeit von Biodiesel schmälern.

    Rapsöl fob Nordseehäfen kostet zur Lieferung im März aktuell 656 EUR/t und damit etwa 9 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Die Nachfrage der Biodieselhersteller bleibt zu diesen Preisen leblos. Auch das Interesse an Sojaöl ist trotz der kräftigen Preisrücknahmen weiterhin gering. Im Vergleich zur Vorwoche kostet prompte Ware mit 675 EUR/t rund 20 EUR/t weniger.

    Dateigröße: 56 KDatum: 27.02.2015

  • Marktbericht KW 08 2015


    Den Rapskursen in Paris mangelt es an Impulsen. Seit mehreren Tagen haben sich die Notierungen kaum bewegt. Der Fronttermin in Paris schloss zuletzt knapp über Vorwochenniveau. Spätere Termine haben indes leichte Gewinne verzeichnet. Das Handelsinteresse an der Börse ist derweil aber gering. Die Sojakurse haben im Vorwochenvergleich bei einer anhaltend lebhaften Nachfrage nach US-Sojabohnen am Weltmarkt sowie einer regen Verarbeitung in den USA kräftig zugelegt. Im Januar 2015 wurde in den USA mit 4,4 Mio. t so viel Soja verarbeitet wie noch nie zuvor im Januar. Außerdem entsprach das dem vierthöchsten, jemals erreichten Monatswert. Im Vorjahresvergleich liegt das Plus bei knapp 3 %.

    Der Kassamarkt ist ohne Impulse wieder in Lethargie verfallen, in der Käufer und Verkäufer nicht zueinander finden. Die Erzeugerpreise für Raps liegen mit 331,50 EUR/t frei Erfasserlager auf Vorwochenniveau. Die Abgabebereitschaft ist dabei nach wie vor gering. Die Prämien der Verarbeiter sind, wegen einer weiterhin schleppenden Rapsölvermarktung vor allem für die Monate April bis Juni 2015, unverändert.

    Die Vorräte der Erzeuger summieren sich aufgrund der bisher sehr geringen Abgabebereitschaft dem Vernehmen nach wohl noch auf rund 20 % der Ernte 2014. Gleichzeitig müssen Verarbeiter in den letzten Monaten der Saison wohl noch ungefähr einen Bedarf von 1,25 Mio. t decken. Das entspricht in etwa den eingelagerten Mengen bei den Erzeugern. Inwieweit diese aber noch im Inland umgesetzt werden, hängt vor allem vom Umfang der Importe an australischem Raps im letzten Quartal des Wirtschaftsjahres sowie der Sojaverarbeitung ab.

    Im Zuge deutlich festerer Sojaschrotnotierungen in Chicago, wurden in Deutschland diese Woche auch die Sojaschrotpreise kräftig angehoben. Dadurch konzentrierte sich das Kaufinteresse der Mischfutterhersteller vorrangig auf das deutlich preisgünstigere Rapsschrot. Befürchtungen über weitere Preisanhebungen beleben den Handel, sodass mehr Umsätze getätigt werden. Auch die Rapsschrotpreise sind im Vorwochenvergleich deutlich gestiegen.

    Sojaschrot in 44er-Qualität zur prompten Lieferung wird fob Hamburg mit 375 EUR/t rund 12 EUR/t über Vorwoche bewertet, 48er-Ware kostet mit 399 EUR/t rund 11 EUR/t mehr. Rapsschrot wird mit 240 EUR/t im Großhandel derweil 7 EUR/t höher bewertet als vor einer Woche. Große Mengen werden zu den aktuellen Preisen trotzdem kaum umgesetzt, allerdings deutlich mehr als noch vor einer Woche.

    Die Preise für Pflanzenöle und Raffinate sind im Vorwochenvergleich teils deutlich gestiegen. Da Käufer gut gedeckt sind und ohnehin kaum etwas nachfragen, kann der Handel aber kaum weiter gebremst werden. Das Angebot ist vor diesem Hintergrund ausreichend.

    Verunsicherung über die politische Lage in Osteuropa, die Neujahrsfeierlichkeiten in China sowie feste Preise am Kassamarkt schmälern das Handelsinteresse. Käufer haben kaum Anschlussbedarf und decken sich nur in Einzelfällen mit kleineren Mengen ein. Dem Pflanzenölmarkt fehlt es insgesamt an Orientierung. Bevor sich die politische und finanzwirtschaftliche Situation, sowohl in Europa als auch der Welt, nicht entspannt, wird sich das Geschäft wohl auch kaum beleben. Außerdem sind deutliche Preisrücknahmen notwendig, um Nachfrage zu generieren. Rapsöl kostet fob Hamburg mit 660 EUR/t aktuell rund 5 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Die Forderungen für Sojaöl wurden deutlich um etwa 12,50 EUR/ auf 685 EUR/t angehoben.

    Dateigröße: 51 KDatum: 23.02.2015

  • Marktbericht KW 07 2015


    Der aktuelle Versorgungsbericht des US-Landwirtschaftsministeriums entsprach im Großen und Ganzen den Erwartungen der Marktteilnehmer und wirkte sich damit kaum auf die Ölsaatenkurse aus. Die US-Sojabohnennotierungen haben zwar leichte Verluste verzeichnet, konnten diese aber schnell wieder ausgleichen. Für Auftrieb sorgt die anhaltend rege Nachfrage nach US-Ware. Entsprechend der Erwartungen wurde die brasilianische Sojaerzeugung 2014/15 leicht um 1 Mio. t auf 94,5 Mio. t nach unten korrigiert. Gleichzeitig wurde die Prognose für Argentinien um 1 Mio. t auf 56 Mio. t angehoben. Aufgrund einer ebenfalls leichten Aufwärtskorrektur für China fällt die weltweite Sojaerzeugung wohl noch etwas umfangreicher aus als bislang vermutet. Da vor allem in Argentinien und den USA 2014/15 aber voraussichtlich mehr Soja verarbeitet wird, könnten die globalen Rohstoffvorräte zum Jahresende etwas kleiner ausfallen als noch im Januar 2015 geschätzt wurde.

    Dem Rapsmarkt fehlt es an Impulsen. Die Kurse in Paris haben sich seit Tagen kaum bewegt. Das Geschäft am Kassamarkt hat sich zwar etwas belebt, Umsätze werden aufgrund des weiterhin überschaubaren Angebots aber immer noch begrenzt getätigt. Die Nachfrage ist lebhaft, auch wenn sich das bislang kaum in höheren Prämien äußert. Die Abgabebereitschaft der Erzeuger ist mit den Preisen leicht gestiegen. Sie trennen sich bei einem Preis von durchschnittlich 332 EUR/t frei Erfasserlager - das sind 3 EUR/t mehr als in der Vorwoche - von etwas mehr Ware. Umfangreiche Mengen werden allerdings nicht verkauft, da die Erzeuger weiterhin mit einem deutlichen Preisauftrieb im Mai und Juni rechnen.

    Der Handel mit Ölschroten läuft sehr träge. Umsätze werden nur vereinzelt getätigt. Es mangelt vor allem an Nachfrage. Die Sojaschrotpreise haben im Vorwochenvergleich deutlich nachgegeben. Druck kam von schwachen Terminmarktnotierungen für Sojaschrot in Chicago. Prompte Ware in 44er-Qualität kostet fob Hamburg mit 364 EUR/t knapp 9 EUR/t weniger. Ware in 48er-Qualität wird mit 387 EUR/t rund 12 EUR/t niedriger bewertet. Nachfrage konnte dadurch allerdings nicht generiert werden, da Käufer gut gedeckt sind. Nur vereinzelt wird etwas für den dringenden Bedarf zugekauft. Dabei handelt es sich aber um überschaubare Mengen. Das Angebot an Sojaschrot ist ausreichend. Rapsschrot wird ebenfalls kaum nachgefragt. An Angebot mangelt es vor diesem Hintergrund nicht. Die Preise waren in den vergangenen Tagen stabil. Damit kostet Rapsschrot im Großhandel mit 233 EUR/t genau so viel wie vor einer Woche.

    Am Pflanzenölmarkt ist es ruhig. Sowohl die Stimmung am Markt als auch die Preise schwanken teilweise von Tag zu Tag in Abhängigkeit von den Neuigkeiten aus der Politik, von den Finanzmärkten sowie der Entwicklung des Euro. Umsätze werden kaum getätigt, da die Nachfrage wieder nachgelassen hat. Das Angebot an Pflanzenölen ist derweil ausreichend.

    Die Sojaölpreise haben fob Hamburg aufgrund der zeitweise festen Vorgaben der Terminmarktnotierungen in Chicago sowie steigenden Forderungen für das Alternativprodukt Palmöl gegenüber Vorwoche kräftig zugelegt. Februarware kostet mit 685 EUR/t rund 12,50 EUR/t mehr. Der Preisanstieg für spätere Lieferungen war etwas geringer. Das Interesse der Käufer ist mit steigenden Preisen deutlich gesunken. Die Rapsölpreise sind an einem weitgehend impulslosen Markt fast unverändert gegenüber Vorwoche. Februarware kostet sowohl fob Hamburg als auch fob Nordseehäfen weiterhin 655 EUR/t.

    Dateigröße: 55 KDatum: 13.02.2015

  • Marktbericht KW 06 2015


    Mit starker Unterstützung von Übersee legten die Rapskurse in Paris diese Woche kräftig zu. Dabei war es vor allem die positive Stimmung an den Rohstoffmärkten die an der Terminbörse in Paris für einen Wochengewinn des Mai-Termins von rund 12 EUR/t sorgte. Fundamental gibt es am Rapsmarkt nichts Neues. Mit den schwächeren Kursen in den Tagen zuvor hatte sich das Verkaufsinteresse merklich abgekühlt. Gleichzeitig sehen Ölmühlen aufgrund der knappen Verarbeitungsmarge wenig Preisspielraum nach oben.

    Die Prämien blieben weitgehend unverändert. Für die Liefertermine Februar und März 2015 werden weiterhin Partien gesucht, allerdings nicht zu jedem Preis. Aus der Andienung auf den Februar-Kontrakt heraus, kommen rund 43.700 t und damit deutlich weniger als anfangs erwartet. 811 Kontrakte (40.550 t) werden allein in Deutschland angedient. Da das Angebot liegt in Händen weniger und der Transportraum auf den Wasserwegen anhaltend knapp bleiben wird, werden die Prämien voraussichtlich stabil bleiben. Die kommende Ernte wird auf Großhandelsebene mit 343-351 EUR/t bewertet und damit etwas höher als in der Vorwoche. Erzeuger erhielten zuletzt um die 330 EUR/t, was allerdings kaum Mengen mobilisieren konnte.

    Auf die kurzfristig gestiegenen Terminmarktnotierungen reagierten auch die Forderungen für Ölschrote an den Kassamärkten mit festen Preisen. Die Nachfrage hat vor diesem Hintergrund deutlich nachgelassen. Vordere Ware wird weiterhin mit Aufgeld offeriert, dennoch konzentriert sich das Kaufinteresse auf diese Termine. Trotz der Preisanhebungen bleiben Raps- und Sojaschrot jedoch unter Vorwochenlinie. Sojaschrot in 44er-Qualität kostet mit durchschnittlich 367 EUR/t hierzulande 17 EUR/t weniger als vor einer Woche, Rapsschrot wird mit 232 EUR/t rund 2 EUR/t niedriger bewertet. Käufer spekulieren immer noch auf deutlich nachgebende Forderungen im Laufe der kommenden Wochen, zumal in Brasilien, trotz der zuletzt etwas gekürzten Prognosen, weiterhin eine Rekordsojaernte erwartet wird. Das könnte sich in den kommenden Wochen preisdrückend, auch auf Sojaschrot, auswirken und die Nachfrage deutlich erhöhen, da Mischfutterhersteller derzeit durchaus Bedarf haben.

    Mit dem starken Kursanstieg von Raps und Soja haben sich auch die Pflanzenölpreise nach oben bewegt. Raps- und Sojaöl können die Vorwochenlinie allerdings nicht erreichen. Der festere Euro hat die Offerten aber wieder attraktiver gemacht und so das Kaufinteresse spürbar angekurbelt. In der vergangenen Woche hat vor allem die Lebensmittelindustrie geordert. Allerdings wurde dabei vorzugsweise der vordere Bedarf mit besonders günstigen Offerten gedeckt. Vor allem Rapsölraffinat wurde gekauft, das zusätzlich an einigen Standorten aufgrund des Überangebots besonders günstig war. Deutlich zugelegt hat Palmöl, das ebenfalls lebhaftes Kaufinteresse verzeichnete. Die Raffinatpreise liegen derzeit 10 EUR/t über Vorwochenlinie, rohes Palmöl cif Rotterdam ist im Vergleich unverändert.

    Dateigröße: 55 KDatum: 06.02.2015

  • Marktbericht KW 5 2015


    Die Pariser Rapskurse haben in den vergangenen Tagen kräftig nachgegeben. Der Fronttermin schloss zuletzt bei 341,50 EUR/t und damit fast 14 EUR/t unter Vorwochenniveau. Druck üben rückläufige US-Sojabohnennotierungen aus, denen die Unterstützung von Sojaschrot fehlt, sowie die schwächere Nachfrage. Außerdem ist den Rapsnotierungen der Euro als Stütze weggebrochen. Dieser tendierte wieder fester, nachdem er zuvor auf ein 11,5-Jahrestief gefallen war. Dadurch sinkt die Konkurrenzfähigkeit von europäischem Raps am Weltmarkt.

    Der Rapsmarkt in Deutschland befindet sich in Wartestellung. Mit dem Ende dieser Woche auslaufenden Februar-Kontrakt in Paris erwarten viele Marktteilnehmer eine umfangreiche Andienung. Das könnte die Preise, neben den schwachen Rapsnotierungen, zusätzlich unter Druck setzen. Bei geringer Nachfrage und rückläufigen Terminmarktnotierungen für Raps haben die Rapspreise zuletzt deutlich nachgegeben. Im Großhandel wird vordere Ware fob Hamburg diese Woche mit 343 EUR/t rund 13 EUR/t niedriger bewertet. Bei leicht rückläufigen Preisen und sinkenden Prämien ist die Abgabebereitschaft der Erzeuger sehr gering, obgleich noch unerwartet umfangreiche Lagervorräte vermutet werden.

    Das Angebot an Sojaschrot in Deutschland ist knapp und das gibt den Preisen bei reger Nachfrage Auftrieb. Da umfangreiche Lieferungen aus Brasilien nicht zeitnah eintreffen werden und die Sojaverarbeitung in Argentinien nur schleppend läuft, wird das hohe Preisniveau vorerst Bestand haben. Die Rapsschrotpreise haben sich zur Vorwoche uneinheitlich entwickelt. Während Liefertermine ab August preislich leicht nachgegeben haben, wird vordere Ware aufgrund des knappen Angebotes bei gleichzeitig zunehmender Nachfrage etwas fester bewertet.

    Die Preise für HP-Sojaschrot haben zur Vorwoche um 11 EUR/t zugelegt. Mit 410 EUR/t fob Hamburg kostet 48er-Sojaschrot damit so viel wie seit Mitte November 2014 nicht mehr. Februar-Ware in 44er-Qualität erreichte mit 384 EUR/t ein 4-Wochenhoch. Forderungen für Rapsschrot zur Lieferung im Februar sind mit 236 EUR/t behauptet. Spätere Lieferungen werden wegen des deutlich geringeren Interesses indes etwas schwächer bewertet.

    Der etwas festere Euro sowie rückläufige Ölsaatenkurse belasten die Pflanzenölpreise am europäischen Kassamarkt. Der Umsatz hat sich trotz rückläufiger Preise kaum belebt, da Käufer auf weitere Preisnachlässe warten. Die Forderungen für Raps- und Sojaöl sind in der vergangenen Woche regelrecht abgestürzt. Druck kam für Sojaöl vor allem von schwächelnden US-Sojaölkursen, die aufgrund mangelnder Nachfrage kräftig nachgaben und zu Wochenbeginn ein 6-Jahrestief erreichten. Das belastet die Sojaölpreise am europäischen Kassamarkt ebenfalls. Zur Lieferung im Februar kostet Sojaöl fob Hamburg mit 685 EUR/t etwa 22 EUR/t weniger als in der Vorwoche, Rapsöl wird mit 650 EUR/t rund 15 EUR/t niedriger bewertet. Nachfrage konnte dennoch kaum generiert werden, da Käufer damit rechnen, dass die Preise weiter sinken. Das Angebot an Pflanzenölen ist bei der nur geringen Nachfrage ausreichend.

    Dateigröße: 55 KDatum: 30.01.2015

  • Marktbericht KW 4 2015


    Die Sojabohnennotierungen in Chicago haben im Vorwochenvergleich deutlich nachgegeben. Der Fronttermin hat die 10 USD/Bushel-Marke weit unterschritten und erreichte zuletzt ein 3-Monatstief. Anhaltender Druck kommt von der globalen Rekordsojaerzeugung und den voraussichtlich kräftig wachsenden Beständen zum Ende des Wirtschaftsjahres. In Brasilien läuft die Sojaernte langsam an und in den Häfen wird bereits für erste Exporte verladen. Die Erntebedingungen sind derweil gut und bei durchschnittlichen Regenfällen können sich die Feldbestände in den späteren Regionen weiterhin zufriedenstellend entwickeln. Bis zu Beginn dieser Woche wurde insgesamt erst 1 % der Sojaflächen gedroschen, so dass bisherige Ertragsangaben noch nicht repräsentativ sind. Die Pariser Rapskurse haben zuletzt vom schwachen Euro, der EU-Ware am Exportmarkt konkurrenzfähig macht, kaum noch profitieren können, sich aber trotzdem gegen die Sojaschwäche behauptet.

    Am Kassamarkt ist wieder Ruhe eingekehrt. Erzeuger halten die Lagerpforten geschlossen und geben kaum Raps zum Verkauf. Das Angebot an Raps ist bei der aktuell geringen Nachfrage allerdings ausreichend. Verarbeiter sind gut gedeckt und fragen höchstens auf späteren Lieferterminen etwas nach, allerdings nicht drängend und mit niedrigeren Prämien als in der Vorwoche. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Deckung der Verarbeiter zum Ende der Saison bislang noch unzureichend ist, so dass sich der Handel mit Raps auf das letzte Quartal 2014/15 konzentrieren wird. Bei den Erzeuger noch lagernden Mengen werden auf 25-30 % der Ernte 2014 geschätzt. Die Großhandelspreise haben sich zuletzt gegenüber Vorwoche leicht befestigt.

    Das Interesse an Ölschroten ist gering. Zum einen liegt das am aus Sicht der Käufer zu hohen Preisniveau, zum anderen an ihrer insgesamt guten Deckung. Das Angebot an Sojaschrot zur vorderen Lieferung ist immer noch knapp. Rapsschrot ist zwar auch nicht reichlich, aufgrund der sehr geringen Nachfrage aber ausreichend verfügbar. Die Preise haben sich zur Vorwoche uneinheitlich entwickelt.

    Während die Sojaschrotpreise zum Teil kräftig zugelegt haben, wird Rapsschrot schwächer bewertet. Sojaschrot zur Lieferung im Februar kostet aktuell rund 378 EUR/t und damit 14 EUR/t mehr als vor einer Woche. Ware zur Lieferung im März 2015 wird mit 366 EUR/t rund 7 EUR/t höher bewertet. Auftrieb gaben den Preisen vor allem das sehr knappe vordere Angebot sowie die zuletzt festeren US-Sojaschrotkurse. Rapsschrot zur Lieferung im Februar kostet diese Woche mit 235 EUR/t rund 3 EUR/t weniger als in der Vorwoche.

    Am europäischen Pflanzenölmarkt herrscht große Unzufriedenheit. Die Stimmung ist bei Verkäufern und Käufern getrübt. Zum einen fehlt dem Markt am Orientierung und zum anderen belasten weiterhin schwächelnde Mineralölkurse die Entwicklung. Die Preise haben sich gegenüber Vorwoche uneinheitlich entwickelt: Während Sojaöl und Rapsöl sich teilweise behauptet haben, gaben die Sonnenblumenöl- und Palmölpreise kräftig nach.

    Währungsschwankungen und finanzpolitische Entscheidungen verunsichern die Teilnehmer am Pflanzenölmarkt. Dadurch ist es sehr ruhig im Tagesgeschäft. Biodieselhersteller fragen zu den derzeit genannten Preisen kaum Rapsöl nach. Der leichte Preisanstieg im Vergleich zur Vorwoche verstärkt das Desinteresse sogar noch. Fob Nordseehäfen kostet Rapsöl zur Lieferung im Februar diese Woche etwa 667 EUR/t und damit 5 EUR/t mehr als zuvor. August-Lieferungen liegen mit 666 EUR/t knapp 4 EUR/t höher. Für prompte Lieferungen Sojaöl muss mittlerweile ein kräftiger Aufschlag von 20 EUR/t gezahlt werden. Ware zur Lieferung im Februar liegt bei etwa 695 EUR/t und ist damit nur noch rund 95 EUR/t preisgünstiger als Palmöl.

    Dateigröße: 55 KDatum: 23.01.2015

  • Marktbericht KW 3 2015


    Die Sojanotierungen in Chicago sind, ausgelöst von der aktuellen USDA-Versorgungsschätzung, wieder in den Abwärtssog einer umfangreichen Ölsaatenversorgung 2014/15 geraten und mussten in den vergangenen Tagen kräftige Verluste hinnehmen. Da stellt selbst eine anhaltend rege Nachfrage nach US-Ware keine Unterstützung dar. Die Rapskurse in Paris hatten ihre Verluste nach Veröffentlichung der USDA-Prognose zum Teil ausgleichen können, stehen nun aber auch unter Druck. Eine große Stützte bietet allerdings der weiterhin sehr schwache Euro.

    Nach dem sehr ruhigen Start in das neue Jahr 2015 ist diese Woche Leben in den Rapsmarkt zurückgekehrt. Beigetragen haben dazu die zwischenzeitlich höheren Preise. Da diese nun schwach tendieren, wird kaum Ware zum Verkauf gegeben und das Angebot ist wieder knapp. Auf der Nachfrageseite hat sich ebenfalls kaum etwas verändert, und wenn dann zum Negativen. Der seit Mitte Dezember 2014 bestehende Invers am Rapsmarkt schwindet. In knapp zwei Wochen läuft in Paris der Februar-Kontrakt aus und es wird mit hohen Andienungsmengen gerechnet, die das geringe Angebot dann deutlich erweitern könnten. Das sorgt für Entspannung bei den Verarbeitern, die auf den vorderen Lieferpositionen gut versorgt sind sowie für rückläufige Prämien, die für vordere Ware teilweise unter das Niveau für April-Lieferungen gesunken sind.

    Der Handel mit Ölschroten verläuft auch weiterhin sehr ruhig. Die Preise befinden sich auf einem Niveau auf dem Käufer wenig Interesse zeigen. Ohnehin ist der Bedarf derzeit gering, so dass kaum etwas nachgefragt wird. Das Angebot ist vor diesem Hintergrund ausreichend. Die Forderungen für Sojaschrot sind im Vorwochenvergleich vor dem Hintergrund schwächelnder Sojaschrotkurse in Chicago leicht gesunken. Promptes Sojaschrot in 44er-Qualität kostet fob Hamburg mit 379 EUR/t rund 2 EUR/t weniger. In Süddeutschland ist das vordere Angebot weiterhin knapp und Januarware schon ausverkauft. Dem Rapsschrothandel mangelt es an Nachfrage. Käufer sind gesucht, zu den derzeitigen Preisen aber nicht auffindbar. Der Bedarf der Mischfutterhersteller ist zudem noch sehr gering, so dass selbst die zuletzt leicht rückläufigen Forderungen, kein Kaufinteresse wecken konnten. Mit 238 EUR/t kostet prompte Ware aktuell rund 3 EUR/t weniger als in der Vorwoche.

    Die Preise am europäischen Pflanzenölmarkt schwanken stark. Käufer zeigen zwar durchaus Interesse und auch an Angebot mangelt es nicht, aber aufgrund der volatilen Entwicklung der Terminmarktnotierungen und den damit einhergehenden, teils kräftigen Preisschwankungen liegen die Preisvorstellungen zu weit auseinander. Stetigen Druck üben die anhaltend schwachen Rohölkurse aus, die auf immer neue Tiefstände sinken und so zu einer stetigen Anspannung an den Pflanzenöl- und Biokraftstoffmärkten führen. Die Sojaölpreise fob Nordseehäfen können sich zur Vorwoche behaupten, vordere Ware legt sogar zu. Das knappere Angebot lässt den Aufschlag für prompte Ware auf 15 EUR/t steigen.

    Die Rapsöl-, Sonnenblumenöl- und Palmölpreise können ihr Niveau nicht halten und werden auf allen Lieferpositionen im Vorwochenvergleich niedriger bewertet. Der Preisabstand zwischen Raps- und Sojaöl ist dadurch für Februar-Lieferungen auf 23 EUR/t gestiegen. Rapsöllieferungen bis August 2015 werden derzeit mit 662 EUR/t rund 8,50 EUR/t niedriger als in der Vorwoche bewertet.

    Dateigröße: 55 KDatum: 16.01.2015

  • Marktbericht KW 02 2015


    Die Ölsaatenkurse sind mit kräftigem Aufschwung in das neue Jahr gestartet. Die Sojanotierungen in Chicago haben seit Jahresbeginn mehr als 4 % zugelegt. Gleichzeitig näherte sich der Fronttermin für Rapskurse in Paris in großen Schritten der 360 EUR/t-Marke, um sie dann am 07.01.2015 zu durchbrechen. Während Soja vor allem von einer flott anziehenden Nachfrage und Spekulationen über ungünstige Witterungsbedingungen in Südamerika angetrieben wurde, profitiert Raps vor allem vom schwachen Euro. Das Handelsinteresse war diese Woche allerdings noch sehr gering. In Deutschland lag das unter anderem an einem weiteren Feiertag in manchen Regionen, aber auch an den Terminbörsen wurde noch nicht mit voller Mannstärke gehandelt.

    Bei insgesamt überschaubarer Nachfrage und sehr geringem Angebot kamen am Kassamarkt kaum Umsätze zustande, zumal die Preisvorstellungen von Käufer und Verkäufer stark differieren. Die festen Rapskurse kamen den Großhandelspreisen für vordere Ware zu Gute. Die Erzeugerpreise setzen ihren festen Trend ebenfalls fort. Mit 328 EUR/t starteten sie das neue Jahr in etwa 3 EUR/t höher als sie es 2014 beendet hatten. Die Ernte 2015 wird von den Erzeugern weiterhin nicht besprochen. Neben einer kleiner geschätzten Anbaufläche - das Statistische Bundesamt prognostizierte zuletzt gegenüber Vorjahr einen Rückgang von gut 6 % auf 1,31 Mio. ha - tragen dazu vor allem die anhaltenden Befürchtungen um Auswinterungsschäden und Ertragsausfälle bei.

    Die Sojaschrotkurse in Chicago wurden diese Woche vom Aufwärtstrend der Sojabohne erfasst und legten zeitweise zu. Vor diesem Hintergrund wurden auch die Forderungen am deutschen Kassamarkt leicht angehoben, bewegen sich aber mit 384 EUR/t fob Hamburg für 44er-Qualität zur prompten Lieferung zuletzt auf Vorwochenniveau. Rapsschrot zur prompten Lieferung wird indes, aufgrund der festen Vorgaben der Rohstoffnotierungen, aktuell mit 241 EUR/t fast 17 EUR/t höher bewertet als Ende Dezember 2014. Am deutschen Kassamarkt läuft auch der Handel mit Ölschroten diese Woche ruhig. Käufer zeigen aufgrund der jüngsten Preisanhebungen wenig Interesse und der Anschlussbedarf ist nicht drängend.

    Die Pflanzenölpreise werden von den kräftigen Wechselkursbewegungen und den nach wie vor schwächelnden Mineralölnotierungen beeinflusst. Während sich diese beiden Faktoren in der Preisfindung für Rapsöl zum Teil ausgeglichen haben, profitierte Sojaöl vor allem von den festen Rohstoffnotierungen in Chicago.

    Die Mineralölkurse sinken vor dem Hintergrund eines weltweit nachfrageüberschreitenden Angebotes auf immer neue Tiefstände und haben diese Woche die Marke von 50 USD/bbl (25,30 Cent/l) unterschritten. Das gab es zuletzt im April 2009. Der kräftige Preisrückgang von Rohöl schmälert die Konkurrenzfähigkeit von Biodiesel und damit auch die Nachfrage nach Rapsöl. Außerdem haben sich Käufer vor den Feiertagen ausreichend versorgt, so dass bis Ende Januar 2015 voraussichtlich kaum Bedarf besteht. Der derzeit sehr schwache Euro kommt den Rapsölpreisen dadurch kaum zu Gute. Mit 675 EUR/t kostet Rapsöl zur prompten Lieferung fob Hamburg diese Woche etwa 2 EUR/t mehr. Die Forderungen für Sojaöl wurden um 10 EUR/t auf 690 EUR/t angehoben.

    Dateigröße: 55 KDatum: 09.01.2015