Aktuelle Marktberichte

  • Kommentar KW29 2014


    Das US-Landwirtschaftsministerium USDA geht in seiner aktuellen Versorgungsschätzung von einer noch komfortableren weltweiten Versorgung 2014/15 mit Raps und Soja aus als vor einem Monat. Gleichzeitig wurden mit den jüngsten Prognosen alle Erwartungen übertroffen. Das hat den Sojakursen kräftige Verluste beschert und die Tendenz ist bei den positiven Aussichten auf 2014/15 auch weiter schwach. Das USDA prognostiziert für die US-Sojaerzeugung 2014/15 in seinem Juli-Bericht ein neues Allzeithoch von 103,4 Mio. t. Das entspricht einem Anstieg gegenüber Vormonatsschätzung von rund 4 %. Zudem läge die Erzeugung rund 13 % über dem Wert von 2013. Obendrein ist die US-Versorgung 2013/14 wohl besser als lange Zeit in der Saison vermutet. So hob das USDA seine Schätzung der US-Endbestände um 11 % gegenüber Vormonat auf 3,8 Mio. t an. Bei den zusätzlich positiven Aussichten auf dreimal so umfangreiche US-Sojavorräte zum Ende 2014/15, von denen das Ministerium nun ausgeht, stehen die Kurse anhaltend unter Druck. Auch die weltweite Rapserzeugung 2014/15 fällt wohl etwas höher aus als vorab vermutet und mit 70,2 Mio. t nur etwas unter Vorjahr. Das belastet die Rapskurse in Paris. Gleichzeitig üben die Schwäche von Soja und die voranschreitende Ernte in den EU-Anbauländern Druck aus. Die deutsche Rapsernte läuft nach den regenbedingten Unterbrechungen vorige Woche und bei nun wieder trockenen Feldbeständen in den meisten Regionen an. Ertrag und Qualität sind dem Vernehmen nach bis dato zufriedenstellend. Am Kassamarkt ist es unverändert ruhig, zumal viele Landwirte nun mit dem Raps- und Getreidedrusch beschäftigt sind. Vor dem Hintergrund der anhaltend rückläufigen Preise sind Erzeuger aber auch kaum abgabebereit. Raps frei Erfasserlager wird diese Woche durchschnittlich mit 315 EUR/t und damit 7 EUR/t unter Vorwoche bewertet.

    Bei schwächelnden US-Sojakursen stehen auch die Sojaschrotnotierungen unter Druck. Im Zuge dessen werden auch die Kassapreise in Deutschland stetig zurückgenommen. Fob Hamburg gaben die Forderungen für 44er Qualität gegenüber Vorwoche um 6 EUR/t nach. Die Kassapreise für Rapsschrot orientierten sich an denen für Sojaschrot und sanken im Wochenverlauf ebenfalls. Die Forderungen für Augustware gaben um 5 EUR/t auf 192 EUR/t nach und sind damit so niedrig wie zuletzt vor 11 Monaten. Prompte Ware ist weitgehend ausverkauft. Die Nachfrage bleibt in Erwartung weiter fallender Preise im Zuge der beginnenden Rapsernte gering.

    Am Kassamarkt für Pflanzenöle ist es nach wie vor ruhig. Die Preise tendieren im Hinblick auf umfangreiche Rohstoffernten weiterhin schwach. Verstärkt wurde der Abwärtstrend von den jüngsten USDA-Prognosen zur weltweiten Versorgung mit Ölsaaten im Wirtschaftsjahr 2014/15. Die Nachfrage nach Pflanzenölen ist derweil aber nur gering, da Käufer mit voranschreitender Rohstoffernte mit weiteren Preisnachlässen rechnen. Sojaöl kostet fob Hamburg zur Lieferung im Juli diese Woche mit 660 EUR/t rund 8 EUR/t weniger. Rapsöl wird mit 675 EUR/t rund 15 EUR/t niedriger bewertet als vorige Woche.

    Dateigröße: 54 KDatum: 22.07.2014

  • Kommentar KW28 2014


    Die Sojakurse verzeichneten in der vergangenen Woche kräftige Verluste. Belastend auf die Notierungen wirkte vor allem der wöchentliche Bericht des USDA zum Zustand der US-Feldbestände. Die Einschätzung war für Soja zwar unverändert gegenüber Vorwoche, damit aber so gut wie seit 20 Jahren nicht mehr Anfang Juli. Die Tendenz der Sojakurse ist bei positiven Aussichten auf die Sojaerzeugung 2014/15 auch weiterhin schwach. Am Freitag erscheint die monatliche Versorgungsschätzung des USDA und Analysten rechnen damit, dass die Prognose für die US-Sojaerzeugung 2014/15 deutlich angehoben wird. Gleichzeitig wird eine Aufwärtskorrektur der US-Sojaendbestände 2013/14 erwartet. In Europa war die Situation angespannter. Regenfälle in weiten Teilen der Europäischen Union behinderten nicht nur die vielerorts angelaufenen Erntearbeiten, sondern erhöhen auch die Befürchtungen um Ertrags- und Qualitätseinbußen. Das hat den Abwärtstrend der Rapskurse an der Pariser Börse unterbrochen. Mittlerweile ist die Tendenz aber wieder schwach. Mit dem Erntebeginn in vielen Erzeugerländern hat auch der Handel an der Börse etwas zugelegt. In Deutschland wurde Ende vergangener Woche in den südlichen Bundesländern mit der Rapsernte begonnen. Die Erträge erfüllten mit rund 40 dt/ha und mehr die hohen Erwartungen. Aufgrund kräftiger Unwetter und anhaltender Regenfälle musste in vielen Regionen sowohl die Raps- als auch die Getreideernte vorerst eingestellt werden. Der Erntedruck auf die Kassapreise für Raps wächst aber stetig. Kontrakte für die neue Ernte werden, wenn überhaupt, zu deutlich niedrigeren Preisen abgeschlossen.

    Sowohl die US-Sojabohnenkurse als auch die US-Sojaschrotkurse befinden sich seit Ende Juni im Abwärtstrend. Zwischenzeitliche Gewinne werden schnell wieder abgegeben. Im Zuge dessen wurden auch die Forderungen für Sojaschrot am deutschen Kassamarkt kräftig zurückgenommen. Allein im Vergleich zur Vorwoche sanken die Preise für 44er Ware fob Hamburg um 21 EUR/t auf 352 EUR/t. So niedrig waren sie zuletzt im April 2012. Im Gegensatz dazu stiegen die Preise für promptes Rapsschrot leicht an. Fob Niederrhein kostete es zuletzt 30 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Für Liefertermine ab August gingen die Preise jedoch insgesamt zurück, sodass sich die Preisdifferenz von Augustware zu prompter Ware um 34 EUR/t auf 61 EUR/t vergrößerte. Insgesamt ist es derzeit ruhig am Markt.

    Die US-Sojaölkurse stehen im Zuge schwächelnder Rohstoffkurse unter Druck und haben im Wochenverlauf weiter nachgegeben. Das belastet auch die Kassapreise am europäischen Pflanzenölmarkt. Diese wurden fob Hamburg gegenüber Vorwoche kräftig um fast 17 EUR/t auf 658 EUR/t für Lieferungen im August gesenkt. Für prompte Ware muss ein Aufgeld von rund 10 EUR/t gezahlt werden. Die Rapskurse in Paris neigen ebenfalls zur Schwäche. Das belastet auch die Preise für Rapsöl. Augustware kostet fob Hamburg diese Woche fast 13 EUR/t weniger und so 653 EUR/t. Die Raffinatpreise sanken um knapp 8 EUR/t. Für Rapsöl zur Lieferung im Juli müssen deutliche Aufgelder gezahlt werden, da nur noch vereinzelt Mengen zu bekommen sind.

    Dateigröße: 55 KDatum: 22.07.2014

  • Kommentar KW27 2014


    Die Ölsaatenkurse in Chicago und Paris haben diese Woche kräftig nachgegeben. Die US-Sojanotierungen mussten dabei aufgrund der Veröffentlichung der USDA-Schätzungen zur US-Anbaufläche und den Quartalslagerbeständen große Verluste einstecken. Die Marktzahlen übertrafen durchweg die Erwartungen der Marktteilnehmer und offenbarten eine nicht ganz so knappe US-Versorgungsbilanz 2013/14 wie befürchtet. So taxiert das USDA die Sojafläche zur Ernte 2014 auf knapp 34,3 Mio. ha und damit 11 % über Vorjahr. Auch die Schätzung der US-Lagerbestände zum Ende des zweiten Quartals überraschte. Mit knapp 11 Mio. t befanden sich zum 1.6.2014 wohl deutlich mehr Sojabohnen in den Lägern der Erzeuger und des Handels als erwartet. Das waren aber trotzdem rund 7 % weniger als zum Vorjahreszeitpunkt. Gleichzeitig zu den als positiv wahrgenommenen Meldungen über eine größere Fläche und umfangreichere Lagerbestände wurden laut wöchentlichem USDA-Zustandsbericht knapp 15 % der Feldbestände als exzellent bonitiert und damit 1 Prozentpunkt mehr als in der Woche zuvor. Die Schwäche von Soja hat auch Raps in Paris ins Minus gezogen. Der Fronttermin gab innerhalb einer Woche 15 EUR/t nach. Die schwachen Vorgaben der Börsennotierungen haben die Preise am deutschen Kassamarkt, bei kaum veränderten Prämien der Verarbeiter, weiter gesenkt. Die Kontraktpreise ex Ernte sackten auf 323,88 EUR/t ab. Das ist der niedrigste Stand seit August 2010. Prompte Ware, sofern noch gehandelt, wird im Schnitt mit 334,77 EUR/t bewertet.

    Im Zuge der zum Teil kräftigen Verluste der Sojanotierungen in dieser Woche gaben auch die Kurse für Sojaschrot deutlich nach. Das wirkte sich auch auf die Forderungen für Sojaschrot am deutschen Kassamarkt aus. Im Vorwochenvergleich wird prompte Ware in 48er-Qualität fob Hamburg mit 402 EUR/t rund 8 EUR/t niedriger bewertet. Sojaschrot mit einem Proteingehalt von 44 % kostet mit 373 EUR/t etwa 9 EUR/t weniger. Im Gegensatz dazu waren die Verluste für promptes Rapsschrot fob Niederrhein mit 16 EUR/t deutlich größer. Mit 228 EUR/t sind die Forderungen so niedrig wie seit November 2013 nicht mehr. Derzeit besteht aufgrund der attraktiven Preise großes Interesse der Konsumenten an Ware zur Lieferung von August bis September. Neugeschäft für vordere Ware gibt es nicht. Die meisten Umsätze werden am Niederrhein verzeichnet. Andernorts wird kaum nachgefragt, zumal Käufer zum Start der neuen Saison auf weitere Preisnachlässe hoffen.

    Aufgrund schwächelnder Terminmarktnotierungen sind die Pflanzenölpreise am europäischen Kassamarkt gegenüber Vorwoche zum Teil kräftig gesunken. So haben die US-Sojaölkurse zuletzt deutlich nachgegeben, der Fronttermin notierte knapp 5 % unter Vorwoche. Belastend wirkten vor allem die schwächelnden Rohstoffkurse. Die aktuellen Aussichten auf ein umfangreiches Rohstoffangebot 2014/15 für die Verarbeiter und Biodieselhersteller setzen die Pflanzenölpreise unter Druck. Zumal Käufer mit weiteren Preisrücknahmen rechnen und deshalb nur sporadisch nachfragen. Rapsöl zur August-Lieferung wird diese Woche mit 667 EUR/t fob Nordseehäfen rund 20 EUR/t niedriger bewertet. Juliware Sojaöl gab überschaubare 5 EUR/t auf 685 EUR/t nach.

    Dateigröße: 55 KDatum: 22.07.2014

  • Kommentar KW26 2014


    Die Sojakurse präsentierten sich in den vergangenen Tagen volatil, schlossen zuletzt aber deutlich über Vorwochenniveau. Auftrieb gaben zu Wochenbeginn Meldungen aus den USA über überflutete Soja- und Maisfelder aufgrund sehr starker Niederschläge im mittleren Westen. Die wöchentliche Feldbestandsschätzung des USDA für Soja war aber weitgehend unverändert und übertraf damit die Erwartungen. Der Fortschritt der Sojaaussaat ist derweil dem vergangener Jahre mit 95 % weiterhin voraus. Zuletzt brachten Meldungen über höher als erwartete US-Sojaausfuhren vergangene Woche den Sojakursen wieder deutliche Gewinne. Langfristig geben die Notierungen in Erwartung einer umfangreichen US-Ernte aber wohl wieder nach. Außerdem werden vor den Quartalsschätzungen am 30.06.2014 verstärkt Risikopositionen aufgelöst, was zusätzlich belastet.

    Die Rapsnotierungen in Paris haben, getrieben von zeitweise festen Rohölkursen, bereits vergangene Woche einen Ausflug über die 350 EUR/t-Marke gemacht und nach einer kurzen Verschnaufpause sowie mit festen Vorgaben aus Übersee können sie dieses Niveau halten. Insgesamt ist das Handelsinteresse am Rapsmarkt sehr gering. Am Kassamarkt zeigen Verarbeiter bei befriedigenderen Margen etwas Interesse, sowohl an alt- als auch an neuerntigem Raps. Insgesamt ist die Nachfrage aber kaum drängend, so dass die Prämien wenn überhaupt nur leicht erhöht wurden. Aus wenigen Regionen werden noch alterntige Rapspreise gemeldet, die im Vergleich zur Vorwoche zumeist um 5 EUR/t zurückgenommen wurden, im Norden sogar um 12 EUR/t. Demgegenüber tendierten Kontraktpreise ex Ernte leicht fester. Dennoch halten sich Erzeuger mit Kontraktabschlüssen zurück.

    Die Notierungen für US-Sojaschrot stiegen Anfang der Woche deutlich an. Das Niveau konnte aber nicht gehalten werden. Die Forderungen für Sojaschrot am deutschen Kassamarkt entwickelten sich ähnlich. Nachdem am Wochenanfang 414 EUR/t für 48er Ware fob Hamburg gezahlt wurden, sanken die Preise zuletzt auf 410 EUR/t. Sie liegen damit nur 2 EUR/t über dem Tiefpunkt der vergangenen 16 Monate. Die Rapskurse in Paris konnten sich behaupten. Im Zuge dessen stiegen auch die Forderungen für Rapsschrotfür den Julitermin um 4 EUR/t auf 244 EUR/t fob Niederrhein. Spätere Liefertermine verloren im Schnitt 2 EUR/t im Vergleich zur Vorwoche. Händler und Mischfutterhersteller hoffen auf weitere Preisnachlässe zum Start der neuen Saison.

    Trotz des anhaltenden Konfliktes im Land kann der Irak bislang ununterbrochen seinen Liefervereinbarungen für Rohöl nachkommen, so dass die Notierungen zuletzt schwächer tendierten. Das hat die Preise für Raps- und Sojaöl, die vergangene Woche im Zuge einer durch die festen Rohölkurse größeren Nachfrage nach Biodiesel und den Rohstoffen für die Herstellung kräftig zugelegt haben, bislang aber nicht unter Druck gesetzt. Rapsöl zur Lieferung im August kostete fob Nordseehäfen mit 687 EUR/t rund 15 EUR/t mehr. Juli-Ware Sojaöl wird mit 690 EUR/t überschaubare 5 EUR/t höher bewertet. Die anhaltend feste Tendenz der Pflanzenölpreise hat die Nachfrage gedämpft. Vor diesem Hintergrund und bei gleichzeitig knappem vorderem Angebot werden kaum Umsätze getätigt.

    Dateigröße: 55 KDatum: 22.07.2014

  • Kommentar KW25 2014


    Der Fronttermin der Sojakurse hat zuletzt kräftig nachgegeben und rutschte am Dienstag erstmals seit 12 Wochen unter die Linie von 14 USD/t (379 EUR/t). Belastend wirkten vor allem Nachrichten über eine insgesamt entspanntere US-Versorgungslage und der daher schwächelnden Kassapreise. Bis zum Ende der Saison wird seitens der Verarbeiter nicht mehr mit viel Nachfrage gerechnet. Sie sollen ihren Bedarf gedeckt haben und dass zum größten Teil über Importe. Der USDA-Bericht in der vergangenen Woche brachte keine Überraschungen und läutete die Kursschwäche ein. Für Raps sieht es nicht anders aus – auch hier setzen die positiven Aussichten auf die EU-Rapsernte 2014 die Kurse unter Druck. Vergangene Woche gab es aufgrund der Unwetter in Hauptanbauregionen Befürchtungen um Ertragseinbußen durch Hagelschäden und damit zeitweise leichte Kursgewinne. Mehr Auftrieb erhielt Raps durch die Krise im Iran, die den Rohölkurs nach oben schnellen und somit die Biodieselproduktion wieder attraktiver werden ließ. Dieses Plus war allerdings nur von kurzer Dauer. Mit den schwachen Sojakursen rutschte auch Raps am Dienstag wieder unter die Linie von 350 EUR/t. Am deutschen Kassamarkt hat sich gegenüber Vorwoche nichts geändert. Sowohl Erzeuger als auch Mühlen sind nur sporadisch am Markt. Während Erzeuger zu den derzeitig gebotenen Preisen kaum etwas von ihren verbliebenen Rapsmengen abgeben wollen, fragen Verarbeiter nur wenig nach, da die Margen weiterhin unbefriedigend sind. Entsprechend werden auch die Prämien kaum oder gar nicht erhöht. Die Erzeugerpreise haben ihren Abwärtstrend gestoppt und können sich zur Vorwoche knapp behaupten.

    Im Zuge schwacher Sojakurse in Chicago hält der Druck auf die Sojaschrotpreise an. Die Notierungen für Sojaschrot fielen gegenüber Vorwoche um 5 %. Die Forderungen für Schrot am Kassamarkt gaben im Zuge dessen täglich im Schnitt um 4 EUR/t nach, sodass sie zuletzt 25 EUR/t unter Vorwochenniveau lagen. Mit 406 EUR/t für 48er Ware fob Hamburg erreichten sie damit einen Tiefpunkt, wie zuletzt im April 2013. Die guten Prognosen bezüglich der kommenden Sojaernte in den USA deuten darauf hin, dass sich der Abwärtstrend fortsetzen könnte. Auch für Rapsschrot gingen die Forderungen zurück, allerdings nicht ganz so stark wie für Sojaschrot. Fob Niederrhein sanken sie am Mittwoch gegenüber Vorwoche um 6 EUR/t auf 240 EUR/t. Insgesamt war die Woche am Rapsschrotmarkt sehr ruhig und konzentrierte sich auf Tauschgeschäfte der Handelsunternehmen. Die Mischfutterhersteller warten auf die neue Saison, um von den erwarteten Preisrückgängen zu profitieren. Prompte Ware ist ohnehin nur noch in wenigen Regionen erhältlich.

    Mit der Krise im Iran legten die Soja- und Rapsölpreise kräftig zu. Der scharfe Anstieg der Rohölnotierungen verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Biodiesel und steigerte damit die Nachfrage nach Rohstoff. Rapsöl legte innerhalb von 3 Tagen um 20 EUR/t zu. Das Plus konnte allerdings nicht gehalten werden, zumal am Dienstag bereits die Rohölnotierungen ihren Aufwärtstrend beendet hatten. Außerdem haben die Ölsaatenkurse nachgegeben. Zwar konnte sich die Sojaölnotierung in Chicago trotz schwacher Sojabohnen halten und damit auch hierzulande die Sojaölpreise stützen, aber der deutliche Rückgang der Rapsnotierungen drückt auch die Forderungen für Rapsöl nach unten. Diese lagen am Mittwoch nur noch leicht über Vorwochenniveau. Damit hat sich der Preisabstand zum Sojaöl wieder ausgebaut, das zuletzt immerhin 8 EUR/t über Vorwochenniveau bewertet wurde.

    Dateigröße: 55 KDatum: 22.07.2014

  • Kommentar KW24 2014


    Die US-Sojakurse mussten zuletzt kräftige Verluste hinnehmen, da die aktuelle Versorgungsschätzung des USDA nicht die erwarteten bullischen Impulse bot. Nur die US-Endbestände 2013/14 wurden erwartungsgemäß etwas gekürzt, darüber hinaus korrigierte das USDA die globalen Endbestandsschätzungen sowohl für 2013/14 als auch für 2014/15 nach oben. Entkoppelt von den zuletzt schwächeren Vorgaben der Sojakurse tendierte Raps in Paris etwas fester. Insgesamt mangelt es aber an Impulsen. Die Aussichten auf die EU-Rapsernte 2014 bleiben trotz der gebietsweise ungünstigen Witterung auf Rekordniveau. Das verhindert größere Kursanstiege. In Deutschland ist das ohnehin schon schleppende Kassamarktgeschäft mit Raps ist aufgrund des Feiertages weitgehend zum Erliegen gekommen. Das Angebot ist immer noch sehr begrenzt. Erzeuger geben bei teils schwächelnden Prämien nur wenig Ware zum Verkauf frei. Restmengen aus der alten Ernte werden zumeist eingelagert, vielleicht sogar überlagert. Verarbeiter zeigen aufgrund unbefriedigender Margen nur wenig Anschlussbedarf und warten auf den Start der neuen Ernte. Dabei werden nun häufiger Kontrakte auf spätere, neuerntige Liefertermine abgeschlossen. Die Erzeugerpreise gaben erneut kräftig nach, wobei regional preislich zwischen alter und neuer Ernte nicht mehr unterschieden wird. Im Schnitt wurden diese Woche 342 EUR/t für prompte Partien genannt, Kontraktpreise ex Ernte lagen bei 323 EUR/t und damit auf dem niedrigsten Stand seit 4 Jahren.

    Die Forderungen für Sojaschrot haben im Laufe der Woche kräftig nachgegeben. Mit 431 EUR/t für 48er-Sojaschrot fob Hamburg liegen sie aktuell knapp 10 EUR/t unter Vorwochenlinie. Die Aussicht auf eine reichliche Sojaversorgung im kommenden Wirtschaftsjahr belastet die Rohstoffnotierungen. Dabei verringern sich auch die Prämien für vordere Ware. Der große Preisbruch zwischen, gemäß dem US-Angebot, alt- und neuerntigem Sojaschrot erfolgt im November 2014. Partien zur Lieferung im November 2014 in 44er-Qualität kosteten zuletzt im Schnitt deutscher Mühlen 374 EUR/t und so 33 EUR/t weniger als Juliware. Vor einer Woche lag die Preisdifferenz bei 51 EUR/t. Die Rapsschrotpreise liegen indes leicht über Vorwochenniveau. Zur Lieferung im Juli 2014 fob Niederrhein stiegen die Forderungen um 7 EUR/t auf 246 EUR/t. Die Nachfrage konzentriert sich auf vordere Lieferpositionen, wobei Juni- und Juliware aber kaum noch verfügbar sind.

    Am Kassamarkt für Pflanzenöle ist es sehr ruhig, dass liegt u.a. auch an der durch die Feier- und Ferientage verkürzten Arbeitswoche. Europaweit bremsen die starken Währungsschwankungen das Handelsgeschehen und dämpfen die ohnehin verhaltene Nachfrage zusätzlich. Rapsöl zur Lieferung ab August 2014 wird Mitte dieser Woche fob Nordseehäfen mit 668 EUR/t etwa 3 EUR/t über Vorwoche bewertet. Das Angebot an vorderer Ware ist nur noch sehr knapp und deshalb werden dafür Aufgelder von bis zu 15 EUR/t verlangt. Promptes Sojaöl wurde zuletzt, dank zeitweise fester Rohstoffnotierungen in Chicago, mit 675 EUR/t rund 15 EUR/t über Vorwoche bewertet. Das kann die Nachfrage ebenfalls nicht ankurbeln.

    Dateigröße: 55 KDatum: 22.07.2014

  • Kommentar KW23 2014


    Noch werden alterntige Sojabohnen an der Terminbörse in Chicago gehandelt und sorgen aufgrund der knappen US-Marktversorgung immer wieder für steigende Notierungen. Demgegenüber setzt sich für neuerntige Termine Preisdruck durch. Bei guten Bedingungen kommt die Aussaat in den USA rasch voran. Bis zum Wochenende waren 78 % der geplanten Flächen bestellt. Das war nicht nur deutlich mehr als im Vorjahr, sondern auch mehr als im langjährigen Mittel. Zudem sind die Feldbestände schon deutlich weiter entwickelt als vor einem Jahr. Gleichzeitig zeigen Verarbeiter in den USA eine gute Deckung bis zum Anschluss an die nächste Ernte, so dass die Kassamarktprämien zuletzt leicht zurückgingen. Aus Südamerika sind derzeit keine weiteren Lieferungen im Gespräch, da der Preisunterschied nicht groß genug ist und Lieferungen damit nicht rentabel sind. Die Versorgungsbilanz für die verbleibenden Monate des laufenden Wirtschaftsjahres bleibt in den USA wohl sehr eng und stützt so die Sojanotierungen. Dabei wird immer wieder über mögliche Lieferungen spekuliert, die eigentlich für China bestimmt sind, aber aufgrund der dortigen schwachen Inlandsnachfrage Richtung USA umgeleitet werden könnten. Die Aussicht auf eine gute Rapsernte in der EU und aufgrund der verbesserten Vegetationsbedingungen auch in Russland und der Ukraine belastet die Rapskurse in Paris. Bei geringem Kontrakthandel schloss der Fronttermin am Donnerstag auf 346 EUR/t und näherte sich so dem Tiefpunkt der vergangenen 3,5 Jahre von 342 EUR/t weiter an. Die Verkaufsbereitschaft der deutschen Erzeuger ist angesichts der Preisschwäche sehr gering. Es wird davon gesprochen, dass bislang 25-30 % der anstehenden Ernte vertraglich gebunden wurden. Außerdem erscheint eine Einlagerung insofern interessant, als dass die Prämien für den Verkauf ab Oktober deutlich attraktiver sind.

    Die Forderungen für Sojaschrot entwickelten sich volatil und landeten nach einem kurzzeitigen Anstieg zuletzt leicht unter Vorwochenniveau. Zuletzt kostete 44er Sojaschrot zur Lieferung im Juni 2014 fob Hamburg 413 EUR/t und damit 1 EUR/t weniger als in der Woche zuvor. Demgegenüber legten die Rapsschrotpreise im Zuge aktuell fester Rapsnotierungen wieder leicht zu, nachdem in den vergangenen Tagen Schwächetendenz überwog. Zuletzt wurden am Niederrhein 248 EUR/t für Lieferungen im Juni 2014 erhoben, 6 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Damit sind die Aufschläge für knappe vordere Ware erneut gestiegen, denn prompte Ware ist in fast allen Regionen ausverkauft. An Rapsschrot zur Lieferung ab Juli 2014 besteht so gut wie kein Interesse, da Käufer mit Preisnachlässen zur näher rückenden Rohstoffernte rechnen.

    Die Lethargie am Pflanzenölmarkt hält an und die Preise tendieren schwach. Raps- und Sojaöl, hergestellt aus Rohstoff der alten Ernte, sind nur noch knapp verfügbar, werden allerdings auch kaum nachgefragt. Neben den zahlreichen Feiertagen sowohl in Europa als auch in China oder Übersee, bremsen dabei vor allem die Erwartungen an das kommende Rohstoffangebot das Geschäft. Und die Aussichten dafür sind momentan sehr gut. Käufer zeigen in diesem Zuge in Erwartung weiterer Preisnachlässe kein Interesse, sind aber auch noch gut eingedeckt, so dass sie den Beginn der neuen Saison ruhig abwarten. Vor dem Hintergrund des sehr umfangreich erwarteten Rohstoffangebots und bei gleichzeitig zum Teil schwächelnden Terminmarkt

    Dateigröße: 55 KDatum: 20.06.2014

  • Kommentar KW22 2014


    Die US-Sojakurse haben vor dem Hintergrund der derzeit günstigen Vegetations- und Anbaubedingungen in den USA sowie einem guten Fortschritt der Sojaaussaat zu Wochenbeginn einen kräftigen Satz nach unten gemacht. Der Fronttermin gab innerhalb eines Handelstages fast 2 % nach. Spätere Termine verloren nicht ganz so viel. US-Amerikanische Farmer haben vergangene Woche mehr als ein Viertel der für Soja orgesehenen Flächen bestellt. Auch diese Woche sollen die Aussaatbedingungen für Soja nahezu optimal sein, weshalb Experten damit rechnen, dass das hohe Tempo anhält. Das galt allerdings nicht für die Schwäche der Sojanotierungen. Diese konnten vor dem Hintergrund der sehr knappen US-Versorgungslage bei anhaltend reger Inlandsverarbeitung zuletzt wieder im positiven Bereich schließen. Die US-Lagerbestände steuern zum Ende des Wirtschaftsjahres ein 10-Jahrestief an, was eine anhaltende Kursschwäche vorerst verhindern wird. Die zeitweise schwachen Vorgaben aus Übersee haben auch die Rapskurse in Paris unter Druck gesetzt. Bei insgesamt wenig Handel an der Börse hat der Fronttermin erneut leicht nachgegeben und schloss zuletzt bei 350,50 EUR/t. Das ist der niedrigste Stand seit Juli 2013. Die Situation am deutschen Kassamarkt für Raps ist unverändert gegenüber Vorwoche. Erzeuger wollen aufgrund des derzeitigen Preisniveaus weder ihre überschaubaren Restmengen aus der alten Ernte zum Verkauf freigeben, noch Kontrakte für die neue Ernte abschließen. Gleichzeitig fragen Verarbeiter kaum etwas nach. Die neue Ernte wird diese Woche zu Preisen von durchschnittlich 334 EUR/t rund 2 EUR/t niedriger bewertet. 

    Die Preise für Rapsschrot zur Lieferung bis einschließlich Juli haben gegenüber Vorwoche leicht nachgegeben. Das liegt vor allem der zeitweise geringen Nachfrage zu Grunde. Diese hat Anfang der Woche allerdings wieder angezogen, so dass sich die Preise jüngst behaupten konnten. Nur noch in einigen Regionen verfügbare Juniware kostete zuletzt durchschnittlich 242 EUR/t. Auch die Preise für Rapsschrot ab Lieferung im August stehen unter Druck. Dieser geht allerdings vor allem von den schwach tendierenden Rohstoffnotierungen in Paris aus. Am meisten Geschäft gibt es am Niederrhein, allerdings werden auch dort nur kleine Mengen umgesetzt. Die Sojaschrotpreise werden täglich in Abhängigkeit von der Entwicklung der Rohstoffnotierungen in Chicago angepasst. Größere Preisverluste werden von dem sehr knappen Angebot verhindert. Sojaschrot in 44er-Qualität wird mit durchschnittlich 417 EUR/t rund 16 EUR/t über Vorwoche bewertet.

    Am Kassamarkt für Pflanzenöle war es diese Woche sehr ruhig, Umsätze werden kaum getätigt. Die Preise stehen unter Druck schwächelnder Rohstoffnotierungen in Paris und Chicago. Käufer warten aber auf noch weiter sinkende Preise und geben daher kaum Gebote ab, zumal sie derzeit keinen Anschlussbedarf haben. Spätere Lieferpositionen rücken zunehmend in den Fokus der Marktteilnehmer. Käufer warten allerdings noch den diesjährigen Erntestart ab, ob sich die aktuell sehr guten Aussichten auf die Rohstoffversorgung im Herbst bewahrheiten werden. Das würde weiteren Druck auf die Nachproduktpreise ausüben. Das Geschäft mit Raps- und Sojaöl aus der alten Ernte ist weitgehend beendet. Fob Hamburg wird Rapsöl zur Lieferung im Juni diese Woche mit 708 EUR/t knapp 17 EUR/t unter Vorwoche bewertet. Die Sojaölpreise gaben etwa 8 EUR/t auf 690 EUR/t nach.

    Dateigröße: 55 KDatum: 20.06.2014

  • Kommentar KW21 2014


    Die US-Sojabestände schrumpfen aufgrund der anhaltend regen Nachfrage nach US-Sojabohnen sowie umfangreicher Inlandsverarbeitung rasch und ließen die Sojanotierungen in Chicago jüngst kräftig steigen. Gleichzeitig bleiben die Sojaimporte aus Südamerika, die preislich nicht mit inländischer Ware konkurrieren können, bislang unter den Erwartungen der Marktteilnehmer. Die Rapskurse in Paris haben im Zuge der positiven Vorgaben der Sojanotierungen zuletzt auch auf allen Terminen deutliche Gewinne verzeichnet. Insgesamt fehlt es dem Rapsmarkt an Impulsen. Das Handelsinteresse an der Börse war in den vergangenen Tagen gering. Etwas Druck auf die späteren Termine übte zeitweise das Wetter in den europäischen Anbaugebieten aus. Das war bei warm-trockener Witterung, nach den kräftigen Regenfällen in der Vorwoche, fast optimal, so dass sich die Rapsfeldbestände gut entwickeln. Die für die alte Ernte genannten Preise haben fast nur noch nominellen Charakter, da Raps der Ernte 2013 kaum noch angeboten wird. Frei Erfasserlager werden diese Woche im Schnitt rund 364 EUR/t genannt und damit 2 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Die Erzeuger sind bei den rückläufigen Preisen kaum bereit, sich von ihren begrenzt verfügbaren Restmengen zu trennen und warten die weitere Preisentwicklung ab. Verarbeiter zeigen nur wenig Anschlussbedarf und harren weiter bis zum Beginn der neuen Rapsernte aus. Entsprechend ruhig ist es im Tagesgeschäft. Der Deutsche Raiffeisenverband DRV hat aufgrund der im April und Mai 2014 günstigen Vegetationsbedingungen seine Schätzung der Rapsernte 2014 gegenüber Vormonat leicht nach oben korrigiert. Auf einer Anbaufläche von 1,43 Mio. ha sollen demnach 5,6 Mio. t zusammenkommen. Das wäre immer noch etwas weniger als im Vorjahr.

    Das Angebot an Ölschroten zur vorderen Lieferung ist weiterhin sehr knapp. Das hält die Preise auf hohem Niveau. Im Zuge der zuletzt festen Entwicklung der Rapskurse wurden die Rapsschrotpreise angehoben. Ware zur Lieferung im Juni wird 248 EUR/t rund 5 EUR/t über Vorwoche bewertet. Nachfrage gab es diese Woche wenig. Bei den in einigen Regionen sehr hohen Temperaturen war das Handelsinteresse gering. Rapsschrot zur vorderen Lieferung wird nur noch im Norden und Westen offeriert, zu Preisen leicht über Vorwochenniveau. Die Verladungen von Sojabohnen und Sojaschrot in Brasilien kommen nur schleppend voran, und dadurch kommt wenig Ware nach. Bei jüngst sprunghaft gestiegenen Sojakursen wurden die Forderungen für Sojaschrot kräftig angehoben. Juniware in 44er-Qualität kostet mit 414 EUR/t im Schnitt rund 12 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    Die zu Wochenbeginn schwachen Vorgaben der Rohstoffnotierungen haben die Pflanzenölpreise am Kassamarkt unter Druck gesetzt. Nachdem sowohl die Sojabohnen- als auch die Sojaölnotierungen vor dem Hintergrund einer erwarteten komfortableren Versorgung in 2014/15 zeitweise kräftig nachgegeben haben, wurde Sojaöl deutlich niedriger bewertet. Fob Nordseehäfen wurden auf allen Lieferpositionen im Schnitt 25 EUR/t weniger genannt. Die Rapsölpreise gaben indes nur leicht nach. Juniware wird fob Nordseehäfen diese Woche mit 700 EUR/t etwa 5 EUR/t niedriger bewertet.

    Dateigröße: 55 KDatum: 20.06.2014

  • Kommentar KW20 2014


    Die US-Sojakurse haben derzeit keine klare Richtung. Zuletzt mussten sie kräftige Verluste hinnehmen. Druck auf die Sojakurse üben die sehr guten Aussichten sowohl auf die US-amerikanische als auch auf die globale Sojaversorgung 2014/15 aus. Nach Einschätzung der USDA-Experten werden im kommenden Wirtschaftsjahr weltweit knapp 300 Mio. t Sojabohnen geerntet. Das könnte die Vorräte kräftig steigen lassen. Die weiterhin große US-Nachfrage nach Sojabohnen bei zügig schwindenden US-Vorräten ließ die Kurse aber zuletzt nur knapp unter Vorwochenniveau schließen. Mit 3,5 Mio. t sollen die Endbestände der USA 2014/15 rund 400.000 t kleiner ausfallen als noch vor einem Monat geschätzt wurde. Von der zeitweise festen Entwicklung der Sojakurse konnte auch Raps in Paris profitieren. Vor allem spätere Termine verzeichnen so gegenüber Vorwoche Gewinne. Dabei brachten die in einigen Anbauregionen Europas immer noch trockenen Bedingungen sowie die durch die kühleren Temperaturen zum Teil abgebremste Entwicklung der Rapsfeldbestände Auftrieb. So wird die deutsche Rapsernte 2014 nicht so früh beginnen wie bislang vermutet. Experten rechnen nur noch mit einem Vorsprung gegenüber vergangenen Jahren von 1-2 Wochen. Das Geschäft am deutschen Kassamarkt hat sich derweil kaum merklich belebt. Verarbeiter fragen zwar etwas nach, im Hinblick auf eine weiterhin recht frühzeitige neue Ernte aber nur sehr verhalten. Selbst wenn Bedarf besteht, kommt es allerdings kaum zu Abschlüssen. Die Preisvorstellungen liegen zu weit auseinander, vor allem für alterntige Ware. Die neue Ernte wird indes etwas mehr besprochen, aber insgesamt werden weiterhin nur überschaubar Kontrakte abgeschlossen. Die Preise dafür haben sich im Vergleich zur Vorwoche mit 335 EUR/t knapp behauptet. Raps der Ernte 2013 kostet diese Woche mit 366 EUR/t frei Erfasserlager rund 8 EUR/t mehr.

    Die Sojaschrotpreise entwickelten sich diese Woche, entsprechend der volatilen Entwicklung der Rohstoffkurse in Chicago, uneinheitlich. Die Forderungen wurden täglich, zum Teil deutlich, angepasst. Im Vorwochenvergleich wird Sojaschrot zur Lieferung im Juni mit durchschnittlich 404 EUR/t etwa 8 EUR/t höher bewertet. Augustware legte rund 6 EUR/t auf 389 EUR/t zu. Die Nachfrage nach Rapsschrot schwankt derweil stark. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit werden die Preise für vordere Ware stetig angepasst. Vor allem im Westen Deutschlands kommen so in Abhängigkeit von der jeweiligen Nachfrage teils kräftige Preiskorrekturen zustande. Da das Angebot aber insgesamt gering ist, werden selten Umsätze getätigt. Die Nachfrage nach Lieferungen ab August hängt stark von der Entwicklung der Börsennotierungen der Rohstoffe ab. Rapsschrot zur Lieferung im August wird diese Woche mit durchschnittlich 222 EUR/t rund 5 EUR/t höher bewertet.

    Nach Veröffentlichung der aktuellen USDA-Versorgungsschätzung haben die Sojanotierungen in Chicago vor dem Hintergrund der knappen US-Versorgungslage 2013 /14 einen kräftigen Satz nach oben gemacht und zuletzt auch Raps mit in den positiven Bereich gezogen. Die feste Entwicklung der Rohstoffnotierungen trieb auch die Preise für die jeweiligen Rohöle wieder in die Höhe und dämpft so die Nachfrage am Kassamarkt. Die Sojaölpreise fob Hamburg legten um knapp 6 EUR/t auf 702,50 EUR/t zu. Rapsöl zur Lieferung im Juni wurde indes rund 12,50 EUR/t höher bewertet. Das Angebot an Pflanzenölen aus der alten Ernte ist mittlerweile vermarktet und derzeit wird intensiver über Ware aus der neuen Ernte verhandelt.

    Dateigröße: 55 KDatum: 20.06.2014

  • Kommentar KW19 2014


    In Chicago konzentrieren sich Anleger momentan aufgrund der in den vergangenen Tagen kräftig gestiegenen Terminmarktnotierungen verstärkt auf Mais und Weizen und decken sich umfangreich mit Kontrakten für spätere Termine ein. Im Gegenzug werden Kaufkontrakte für Soja verstärkt aufgelöst und das bescherte den Kursen diese Woche kräftige Verluste auf allen Terminen. Belastend auf die Entwicklung der Notierungen wirken auch die zunehmenden Sojalieferungen aus Südamerika, die das Angebot in den USA wieder erhöhen. Zusätzlich rechnen Experten damit, dass der Sojaanbau in den USA eventuell von der in diesem Jahr deutlich verzögerten Maisaussaat profitiert. Das dürfte die Sojakurse unter Druck halten. Zwischenzeitlichen Auftrieb bringt höchstens, wie zuletzt, ein erneuter Nachfrageanstieg nach US-Ware. Auch die Rapsnotierungen haben diese Woche deutlich nachgegeben. Belastend wirken dabei zum einen die dank weiterer Regenfälle besseren Vegetationsbedingungen in den Anbaugebieten Europas sowie die schwachen Vorgaben der Raps- und Sojakurse aus Übersee. Die Rapskurse in Winnipeg gaben zeitweise auch kräftig nach, da das Land derzeit so viel Raps bei Handel und Farmern vorrätig hat wie noch nie zu vor. Jüngst sorgten etwas festere Sojakurse allerdings wieder für eine Verschnaufpause im Abwärtstrend. In Deutschland ist die Versorgungslage nicht ansatzweise so entspannt, trotzdem macht sich keine Unruhe breit. Die Erzeugerpreise haben im Vergleich zur Vorwoche 10 EUR/t nachgegeben. Da allerdings kaum Umsätze am Kassamarkt getätigt werden, haben die Preise teils nur nominellen Charakter. Verarbeiter haben sich nahezu vollständig aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen und fragen in Erwartung eines umfangreichen und frühen Rapsangebots aus der Ernte 2014 kaum Ware für den vorderen Bedarf nach. Aber auch an Kontrakten besteht weiterhin von beiden Seiten kaum Interesse.

    Mit stetig sinkenden Sojakursen in Chicago wurden auch die Forderungen für Sojaschrot nach und nach zurückgenommen, wenn auch zuletzt nur noch leicht. Im Vorwochenvergleich wird prompte Ware mit 396 EUR/t deutlich niedriger bewertet, das sind rund 20 EUR/t weniger. Auch die Rapsschrotpreise haben kräftig nachgegeben. Daran hatten auch schwächelnde Rapsnotierungen in Paris ihren Anteil. Prompte Ware kostete mit zuletzt durchschnittlich 241 EUR/t knapp 18 EUR/t weniger. Vor allem im Westen Deutschlands sind die Forderungen in den vergangenen Tagen dabei kräftig gesunken. Die Nachfrage konnten die Preisrücknahmen bislang allerdings noch nicht ankurbeln. Zuletzt war es nach wie vor sehr ruhig am Kassamarkt. Das Angebot sowohl an Raps- als auch an Sojaschrot ist derweil begrenzt, vor allem vordere Ware ist nur noch knapp und nicht mehr in allen Regionen verfügbar. Sojaschrot zur prompten Lieferung gibt es mittlerweile nur noch im Norden.

    Die Preise für Pflanzenöle sind gegenüber Vorwoche deutlich gesunken. Bei Raps-, Soja- und Palmöl sind vor allem die schwachen Börsenvorgaben verantwortlich. So haben sowohl die Raps- als auch die Sojakurse kräftig nachgegeben und auch Palmöl notierte in Kuala Lumpur mehrere Tage schwächer. Das drückt die Preise am Kassamarkt und generiert dabei Nachfrage. Zwar werden meist nur Gebote für kleine Mengen abgegeben, das geschieht allerdings vergleichsweise stetig und vereinzelt werden bereits umfangreichere Mengen nachgefragt. Das Angebot an Rapsöl zur vorderen Lieferung ist mehr als ausreichend, trifft allerdings auf eine nur geringe Nachfrage. In den kommenden Wochen stehen dann noch die Wartungen an, so dass der Absatz wohl kaum mehr deutlich zulegen wird. Die Preiskurve zeigt bis dahin weiter nach unten. Rapsöl wird fob Nordseehäfen diese Woche rund 25 EUR/t niedriger bewertet. Die Sojaölpreise gaben im Gegenzug nur 10 EUR/t nach.

    Dateigröße: 55 KDatum: 20.06.2014

  • Kommentar KW18 2014


    Die Sojabohnen- und -schrotausfuhren der USA laufen auf Hochtouren. Nach Angaben des USDA wurden allein vergangene Woche rund 253.000 t Sojabohnen ausgeführt. Das liegt deutlich über dem Wochendurchschnitt, um die bisherigen Exportschätzungen für die gesamte Saison einhalten zu können. Für die verbleibenden Monate des Wirtschaftsjahres bleiben, um die Prognose von 43,0 Mio. t erfüllen, so nur noch Sojaausfuhren von rund 92.500 t pro Woche für den Export. Das läge weit unter dem bisherigen Schnitt. Gleichzeitig läuft die Verarbeitung in den USA aufgrund der ebenfalls anhaltend umfangreichen Sojaschrotexporte unvermindert rege. Das treibt die US-Sojakurse in die Höhe, vor allem auf den vorderen Terminen. Am Montag wurde zudem die erste Einschätzung des USDA zum Fortschritt der US-Sojaaussaat 2014 herausgegeben. Diese läuft demnach etwas langsamer als im langjährigen Mittel. Ungünstige Witterung bremst derweil die Feldarbeiten weiter ab.

    Sehr feste Vorgaben der US-Sojakurse haben auch dem Fronttermin für Raps in Paris kurz vor seinem Börsenende noch kräftigen Auftrieb gegeben. Der Mai-Kontrakt verließ mit 416 EUR/t das Börsenparkett. Nun muss sich am Kassamarkt eine neue Verhandlungsbasis für alterntigen Raps gesucht werden. Der August-Termin tendierte zuletzt leichtschwächer und schloss vor dem Maifeiertag mit 363,25 EUR/t. Die positiven Aussichten auf die kommende Rapsernte in Deutschland und der EU üben dabei anhaltend Druck aus. Der Abstand zwischen alter und neuer Ernte ist zeitweise auf über 50 EUR/t gestiegen. Am Kassamarkt herrscht nach wie vor Flaute. Viele Erzeuger hatten sich von ihren ohnehin überschaubaren Restmengen aus der Ernte 2013 bei den in den vergangenen Wochen stark gestiegenen Preisen getrennt. Jetzt wird kaum noch etwas angeboten: Zum einen, weil die Erzeuger selbst kaum noch über Ware verfügen, zum anderen weil sie für den Verkauf der verbliebenen Mengen auf wieder steigende Preise hoffen. Die Nachfrage der Verarbeiter ist derweil sehr überschaubar. Auch das Interesse an Kontrakten hält sich weiterhin in Grenzen. Bislang wurde erst ein geringer Anteil der kommenden Ernte kontrahiert, deutlich weniger als in den vergangenen Jahren.

    Das Geschäft mit Ölschroten läuft derzeit äußerst überschaubar. Begrenzt werden die Umsätze am Kassamarkt dabei zum einen von dem geringen Inlandsangebot als auch von der aktuell verhaltenen Nachfrage. Die kräftigen Preisschwankungen, die vor allem bei Sojaschrot in den vergangenen Tagen verzeichnet wurden, dämpfen das Interesse der Käufer zusätzlich. Nach dem kräftigen Preisrückgang in der Vorwoche aufgrund stark schwächelnder US-Notierungen für Sojabohnen und Sojaschrot, legten die Forderungen zum Wochenbeginn im Zuge fester Kurse kräftig zu. Das Niveau konnte jedoch nicht gehalten werden. Die Preise für Rapsschrot geraten aufgrund rückläufiger Nachfrage unter Druck. Vor allem Westen Deutschlands wurden die Forderungen zuletzt kräftig zurückgenommen, in allen anderen Regionen konnten sie sich knapp behaupten. Der europäische Pflanzenölmarkt zeigt sich gegenüber Vorwoche kaum verändert. Die Sojaölpreise haben sich im Zuge wieder fester tendierender US-Terminmarktnotierungen im behaupten können. Die Forderungen fob Hamburg wurden um 5 EUR/t zurückgenommen. Vor dem Hintergrund der zeitweise kräftig nachgebenden Terminmarktnotierungen für Raps in Paris sind die Rapsölpreise indes kräftig gesunken. Maiware kostete fob Hamburg zuletzt rund 20 EUR/t weniger. Die Nachfrage nach Pflanzenölen ist insgesamt zwar vorhanden, aber gering. Am meisten sind derzeit noch Rohöle gefragt.

    Dateigröße: 58 KDatum: 20.06.2014