Marktberichte - proteinmarkt.de - Infoportal für Landwirte

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ARAG | loko | USDA | CME | spot

Differenz der Proteinpreise in Ölschroten

Ölsaaten

Pflanzenöle

Ölschrote

Aktuelle Marktberichte

Kommentar KW16 2014

Die Sojakurse zogen zuletzt kräftig an und konnten so die Verluste der vergangenen Woche mehr als ausgleichen. Der Fronttermin überschritt jüngst die Marke von 400 EUR/t. Auftrieb bringt die weiterhin rege Nachfrage nach US-Soja sowohl inländischer Verarbeiter als auch am Weltmarkt, bei gleichzeitig weitgehend ausbleibenden Stornierungen Chinas. Das lässt die ohnehin nur noch knappen USVorräte stetig schrumpfen. Auch der Fronttermin der Sojaschrotkurse legte vor dem Hintergrund der knappen US-Inlandsversorgung zuletzt kräftig zu und erreichte ein 7-Monatshoch. Die Rapskurse in Paris setzen derweil nahezu ununterbrochen ihren Aufwärtstrend fort. Dabei trieb die zuletzt sehr feste Entwicklung der US-Sojakurse die Notierungen noch einmal höher, so dass der Fronttermin bei 424 EUR/t schloss und damit rund 9 EUR/t über Vorwoche.

Am deutschen Kassamarkt hat sich die Lage zur Vorwoche nicht verändert. Wenn überhaupt, ist es noch ruhiger geworden, was vor allem auf das sehr begrenzte Angebot zurückzuführen ist. Die Erzeugerpreise für alterntige Ware wurden erneut gegenüber Vorwoche angehoben. Verarbeiter fragen zwar mehr nach, aufgrund der nur noch geringen verfügbaren Mengen aus der Ernte 2013 kommen aber nach wie vor kaum Umsätze zustande. Das Interesse der Erzeuger an Kontrakten für die kommende Ernte ist weiterhin gering, zumal die Verarbeiter aufgrund der wenig zufriedenstellenden Margen ihre Prämien kaum ändern. So wächst der Abstand zwischen den Preisen für Raps der Ernte 2013 und denen für Kontraktware stetig und dämpft zusätzlich die Bereitschaft der Erzeuger an Abschlüssen. Aktuell liegen die Preise mit 348 EUR/t knapp über Vorwoche. Die Rapsfeldbestände leiden in einigen Regionen weiterhin unter der Trockenheit. Der Wachstumsvorsprung gegenüber Normaljahren beträgt weiterhin 2 bis 3 Wochen.

Die Forderungen für Sojaschrot wurden in den vergangenen Tagen im Zuge kräftig steigender US-Kurse für Sojabohnen und -schrot auf den vorderen Terminen angehoben. Mit durchschnittlich 418 EUR/t kostet prompte Ware in 44er-Qualität rund 8 EUR/t mehr, spätere Lieferpositionen wurden ebenfalls höher bewertet. Die Preisanhebungen für Sojaschrot mit einem Proteingehalt von 48 %, das mittlerweile nur noch im Norden Deutschlands angeboten wird, waren etwas geringer. Die Preise für Rapsschrot gaben mit durchschnittlich 264 EUR/t rund 10 EUR/t nach. Aprilware ist nur noch im Westen Deutschlands erhältlich. Die Nachfrage nach späteren Lieferpositionen wächst. Das größte Interesse besteht nach Einschätzungen von Markteilnehmern aber an Rapsschrot zur Lieferung im Mai 2014. Allerdings ist das Angebot auch dafür knapp. Die feste Entwicklung der Terminmarktnotierungen von Raps sowie Sojabohnen und -öl hat auch den Preisen für die Nachprodukte kräftigen Auftrieb gegeben. Gleichzeitig ist das Pflanzenölangebot weiterhin überschaubar. Die Forderungen für vordere Ware wurden gegenüber Vorwoche deutlich angehoben. Rapsöl fob Hamburg zur Lieferung im April 2014 kostet rund 24 EUR/t mehr. Der Preis für promptes Sojaöl legte kräftig um 19 EUR/t zu. Das Interesse der Käufer ist mit dem Preisanstieg deutlich gesunken. Abschlüsse kommen kaum zustande. Gebote werden, wenn überhaupt, nur abgegeben, um Versorgungslücken auf den vorderen Lieferpositionen zu schließen. Ansonsten warten die Käufer die weitere Preisentwicklung ab. Sonnenblumen- und Palmöl wurden diese Woche nahezu unverändert bewertet. Die Preise für die Raffinate von Palm-, Raps- und Sojaöl legten indes deutlich zu.

Datum: 17.04.2014 / Dateigröße: 61.7 KB

Kommentar KW15 2014

Die am Mittwoch erschienene aktuelle Versorgungsschätzung des US-Landwirtschafts-ministeriums gab den Ölsaatennotierungen an den internationalen Börsen kräftigen Auftrieb. So untertraf die USDA-Prognose der US-amerikanischen und globalen Sojavorräte zum Ende des Wirtschaftsjahres die Erwartungen der Marktteilnehmer. Ein mit 87,5 Mio. t um 1 Mio. t kleiner erwartetes Angebot aus Brasilien und umfangreichere weltweite Exporte führten zu der Korrektur der weltweiten Endbestände von 1,2 Mio. t auf nur noch 69,4 Mio. t. Die durch die aktuellen Versorgungszahlen ausgelöste Trendwende bei Soja war allerdings nur von kurzer Dauer, so dass die Kurse einen Teil ihrer Gewinne bereits wieder abgeben mussten. Die Rapsnotierungen in Paris können ihr Niveau indes halten, nachdem sie zuvor mit Hilfe der positiven Vorgaben von US-Soja noch kräftig zugelegt haben. Das beförderte den Fronttermin auf ein 10-Monatshoch von 415,50 EUR/t. Das knappe Angebot am Kassamarkt verleiht den Kursen kontinuierlich Auftrieb. Allerdings beginnen auch hier die Spekulationen um die Vegetationsbedingungen. Die Umsätze am Kassamarkt sind weiter zurückgegangen. Die Prämien für vordere Ware wurden erneut angehoben, dennoch ist kaum Angebot mobilisierbar. Alterntige Ware wird mit durchschnittlich 392 EUR/t franko Mühle rund 2 EUR/t über Vorwoche bewertet. Die Erzeugerpreise für Ware der neuen Ernte liegen mit 347 EUR/t rund 3 EUR/t niedriger. Regional ist das bislang von den Erzeugern vertraglich gebundene Volumen der Ernte 2014 sehr unterschiedlich, liegt aber mindestens 20-30 % unter dem Vorjahresergebnis.

Losgelöst von den festen Rohstoffpreisen und -notierungen für Raps und Soja werden die Ölschrote am deutschen Kassamarkt gegenüber Vorwoche durchweg schwächer bewertet. Dabei gaben die Forderungen für promptes Rapsschrot gegenüber Vorwoche um rund 6 EUR/t auf durchschnittlich 276 EUR/t nach. Spätere Lieferpositionen tendieren ebenfalls schwächer. Auch Sojaschrot wird günstiger als in der Vorwoche bewertet. Die schwache Nachfrage und der feste Eurokurs üben Druck auf die Preise aus, auch wenn am Terminmarkt Sojaschrot zuletzt wieder fester notiert wurde. In Folge der stetigen Preisanpassungen wird Ware zur Lieferung im April 2014 in Nord- und Süddeutschland wieder preisidentisch bewertet.

Die Preise für Raps- und Sojaöl am europäischen Pflanzenölmarkt haben zur Vorwoche kräftig zugelegt. Dabei wurden vor allem die Forderungen für vorderes Sojaöl deutlich angehoben. Zum einen sind die Terminkurse für Sojabohnen stark gestiegen, zum anderen ist das Angebot an vorderem Sojaöl knapp, so dass wieder Aufgelder verlangt werden. Die Preise für Rapsöl legten demgegenüber nur geringfügig zu. Bis Wirtschaftsjahresende werden alle Liefertermine preisidentisch bewertet, während Lieferpositionen ab August mit Abschlägen von 25 EUR/t gegenüber Vorwoche offeriert werden. Rapsölraffinat zur Lieferung im April und Mai 2014 ist ausverkauft. Sonnenblumen- und Palmöl tendieren schwächer. Das große Palmölangebot in Malaysia sorgt für sinkende Terminkurse in Kuala Lumpur.

 

Datum: 11.04.2014 / Dateigröße: 104.74 KB

Kommentar KW14 2014

Die am Montag erschienene Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums über die USLagerbestände offenbarte US-Sojavorräte bei Handel und auf Farmen noch unterhalb der bereits pessimistischen Erwartungen. Mit rund 27,0 Mio. t sollen sie am 1.3.2014 den niedrigsten Stand seit 10 Jahren erreicht haben und das trotz einer Rekordsojaernte 2013. Verantwortlich dafür ist die aufgrund verzögerter Ernten in Südamerika lang anhaltende, große Nachfrage nach US-Soja am Weltmarkt, bei gleichzeitig reger Verarbeitung im Inland. Marktteilnehmer vermuten, dass die tatsächlichen Lagerbestände der USA sogar noch kleiner als die vom USDA geschätzte Menge sein könnten. Das brachte den Sojakursen in Chicago diese Woche kräftige Gewinne. Der Fronttermin schloss so zuletzt, trotz großer Kursverluste zur Wochenmitte aufgrund von Gewinnmitnahmen, deutlich über Vorwoche.

Raps in Paris folgte den festen Vorgaben aus Übersee. Zusätzlich geben die aufgrund von Trockenheit anhaltend ungünstigen Vegetationsbedingungen in vielen EU-Anbauländern Auftrieb, so dass der Fronttermin trotz kräftiger Verluste zu Wochenbeginn Vorwochenniveau erreichen konnte. Am Kassamarkt haben die Erzeugerpreise für Raps der Ernte 2013 kräftig gegenüber Vorwoche zugelegt. Mit durchschnittlich 391 EUR/t franko Mühle liegen sie rund 6 EUR/t höher. Die Nachfrage der Verarbeiter ist derweil groß und übersteigt das knappe Angebot. Erzeuger sind trotz der höheren Preise allerdings kaum bereit, sich von ihren Restmengen zu trennen. Auch Kontrakte für die Ernte 2014 werden kaum abgeschlossen. Die Preise dafür haben gegenüber Vorwoche ebenfalls um 6 EUR/t auf 352 EUR/t zugelegt. Die Rapsfeldbestände stehen derweil kurz vor der Blüte, deutlich früher als in den Vorjahren. Landwirte klagen vielerorts über Trockenheit. Die Preise für Raps- und Sojaschrot tendieren schwächer, sind aber immer noch auf vergleichsweise hohem Niveau.

Vor allem für vorderes Rapsschrot wurden die Forderungen zuletzt zurückgenommen und lagen mit durchschnittlich 282,30 EUR/t rund 7 EUR/t unter Vorwochenlinie. Spätere Liefertermine konnten sich etwas besser behaupten. Die Sojaschrotpreise zeigten sich mit einer Preisdifferenz von 11 EUR/t innerhalb weniger Tage zuletzt ungewöhnlich labil und damit eine starke Reaktion auf die Terminkursentwicklung. Zuletzt sorgte der festere Euro zusätzlich für eine Rücknahme der Sojaschrotpreise. Potenzielle Käufer warten daher mit Deckungskäufen ab, auch wenn derzeit nur begrenzt Ware angeboten wird. Die aktuelle Schätzung der US-Quartalsvorräte und Anbauflächen des US-Ministeriums zeigt auf die Pflanzenölpreise hierzulande keine Wirkung. Der Markt bleibt bei geringer Nachfrage weiterhin ruhig. Deutliche Preisimpulse werden erst mit der Monatsschätzung des USDA am nächsten Mittwoch erwartet. Inländisches Rapsöl verzeichnet gegenüber Vorwoche ein kräftiges Plus. Demgegenüber werden die Sojaölpreise fob Hamburg leicht schwächer bewertet. Die meisten Umsätze finden weiterhin Richtung Biodieselherstellung statt. Andere Marktteilnehmer warten nach wie vor auf sinkende Preise.

Datum: 04.04.2014 / Dateigröße: 61.2 KB

Kommentar KW 13 2014

Nach dem stärkeren Kursrückgang am Freitag der Vorwoche für Raps und Sojabohnen zogen in der aktuellen Woche die Notierungen wieder an. Am Donnerstag schloss der Fronttermin mit 411 EUR/t in Paris 8,25 EUR/t über Vorwochenlinie. Ausschlaggebend für die steigenden Preise ist vor allem das sehr knappe Angebot an physischer Ware, was zu einem großen Interesse an Kaufkontrakten in Paris führt. Zudem sorgen die Meldungen über Trockenheit in Osteuropa für Unsicherheit. Das Angebot an alterntigem Raps am Kassamarkt ist sehr knapp. Erzeuger hatten mit dem Preisknick vor dem Wochenende ihre Offerten zurückgezogen und kommen mit alterntiger Ware erst langsam wieder zurück an den Markt. Die stabilen Gebote für Raps der Ernte 2014 bremsten das Geschäft mit Kontrakten auf die kommende Ernte. Mit 346,44 EUR/t wurden den Erzeugern im Schnitt 0,40 EUR/t mehr geboten als in der Vorwoche. Der Preisabstand zu alterntiger Ware hat sich damit auf knapp 40 EUR/t vergrößert.

Gleichzeitig suchen auch die Ölmühlen nicht mehr so lebhaft nach Ware, franko Mühle sind derzeit bis zu 425 EUR/t im Gespräch. Die Sojakurse haben nach dem Ausrutscher vergangenen Freitag wieder zugelegt, erhielten zuletzt allerdings einen kleinen Dämpfer. Mit 383 EUR/t liegen sie aber immer noch 4 EUR/t über Vorwochenlinie. Auch in Chicago spielt das Wetter eine entscheidende Rolle. Die anhaltende Kälte im Mittleren Westen der USA und die zunehmende Trockenheit verzögern die Vorarbeiten zur Sojaaussaat. Gleichzeitig wird die USSojabilanz immer enger, zwar haben die Exporte etwas an Tempo verloren, dennoch wird daran gezweifelt, dass die Endbestände, die derzeit auf dem niedrigsten Stand seit 10 Jahren prognostiziert werden, überhaupt erreicht werden. Aufschluss gibt der am Montag anstehende Quartalsbericht des USLandwirtschaftsministeriums. Während die Terminnotierungen stärkere Schwankungen ausweisen, zeigen sich die Forderungen für den knapp offerierten vorderen Termin relativ stabil. Die Folgetermine gaben indes im Vergleich zur Vorwoche nach. Während die Forderungen für promptes Sojaschrot mit 44 % RP leicht nachgaben, blieben die Offerten für 48er-Sojaschrot stabil, damit erhöht sich die Preisdifferenz auf 33 EUR/t zwischen den beiden Sojaschroten. Der Bedarf an vordere Ware ist weitgehend gedeckt, Interesse besteht hauptsächlich an den Lieferterminen Mai bis Juli 2014. Die Rapsschrotpreise für Aprilware legten leicht zu, konnten die Linie von 290 EUR/t zuletzt allerdings nicht halten. Das Angebot ist weiterhin knapp.

Vor dem Hintergrund schwacher Terminnotierungen für Sojaöl wurden auch in Europa die Großhandelspreise zurückgenommen. Dabei verzeichnete Rapsöl mit einem Minus von 20 EUR/t den größten Preisrückgang gegenüber Vorwoche. Sojaöl tendiert 10 EUR/t schwächer. Die Nachfrage ist vergleichsweise gering. Einzig Biodieselhersteller zeigen Interesse und fokussieren sich auf die jeweils niedrigste Offerte. Andere Käufer warten ab, dass die Preise wieder so günstig werden wie zu Beginn Februar 2014. Damals lagen die Preise für Rapsöl gut 15 EUR/t unter den aktuellen. Das Angebot an Pflanzenöl ist der kleinen Nachfrage angemessen.

Datum: 28.03.2014 / Dateigröße: 61.24 KB

Kommentar KW12 2014

Die Sojakurse legten seit Wochenbeginn kräftig zu, da die Nachfrage nach US-Ware aus dem Ausland unvermindert hoch ist. Dadurch verringern sich die Sojaendbestände der USA sehr rasch. Vor diesem Hintergrund hat der Fronttermin innerhalb von 4 Handelstagen rund 16 EUR/t zugelegt. Zusätzlichen Auftrieb geben die zurzeit ungünstigen Witterungsverhältnisse in Brasilien, die Qualität und Menge der Sojaernte deutlich einschränken könnten. Die Rapsnotierungen in Paris können sich den festen Vorgaben der Sojakurse nicht entziehen und kletterten, nach einer Schwäche zum Wochenstart, zur Wochenmitte wieder über die 400 EUR/t-Linie. Am Kassamarkt hat die Nachfrage nach Raps nachgelassen und auch die Offerten gehen mangels Ware zurück.

Die Ölmühlen haben aufgrund niedriger Margen wenig Interesse. Die Erzeugerpreise gaben im Vergleich zur Vorwoche nach und lagen zwischen 373-387 EUR/t. Abschlüsse für die Ernte 2014 gab es kaum, da die Preisvorstellungen der Marktteilnehmer zu weit auseinanderliegen. Die Gebote lagen diese Woche bei durchschnittlich 346 EUR/t und damit etwa 5 EUR/t unter Vorwoche. Bislang wurden deutlich weniger Kontrakte auf die kommende Ernte abgeschlossen, als es sonst um diese Jahreszeit der Fall ist. Landwirte klagen vielfach über Trockenheit, die Düngung kann nicht wirken. Die Ölschrotpreise haben in den vergangenen Tagen deutlich zugelegt. Während Sojaschrot dabei bereits seit Wochenbeginn feste Tendenz aufweist, legten die Rapsschrotpreise erst seit Wochenmitte, aber dafür zum Teil kräftig zu. Auftrieb gaben beiden Ölschroten die deutlichen Gewinne der Rohstoffnotierungen an den Terminmärkten. Da die Preise Ende vergangener Woche allerdings im Zuge damals noch schwächelnder Börsenkurse kräftig zurückgenommen wurden, blieben die Preise bis zuletzt noch unter Vorwoche. Rapsschrot zur prompten Lieferung wird aktuell mit durchschnittlich 288 EUR/t etwas niedriger bewertet. Sojaschrot in 44er-Qualität kostet mit rund 424 EUR/t etwa 4 EUR/t weniger.

Die Nachfrage ist zu den derzeitigen Preisen gering. Rapsschrot wird nur in kleinen Mengen und vorranging am Niederrhein und in Ostdeutschland gehandelt. Das knappe Angebot ist für das geringe Kaufinteresse ausreichend. Nachdem die Pflanzenölpreise Ende Februar 2014 Höchststände erreicht hatten, tendieren sie seit Mitte März nun schwach. Gehandelt wird zurzeit kaum etwas. Das Angebot übersteigt die Nachfrage, da erwartet wird, dass die Preise weiter zurückgehen. Speziell für Biodieselhersteller sind die Rapsölpreise wenig attraktiv. Die Kaufbereitschaft könnte wieder zunehmen, wenn vordere Ware ein Preisniveau von 690-695 EUR/t erreicht, so Experten. Derzeit liegen die Preise bei 718 EUR/t fob Hamburg und damit 15 EUR/t unter Vorwoche. Sojaöl zur Lieferung im April 2014 gab gegenüber Vorwoche rund 20 EUR/t nach. Grund ist die schwächere Sojaölnotierung in Chicago.

Datum: 24.03.2014 / Dateigröße: 60.97 KB

Kommentar KW11 2014

Die zu Wochenbeginn erschienene Schätzung des USDA zur weltweiten Versorgung mit Ölsaaten hat die Erwartungen der Marktteilnehmer, vor allem hinsichtlich der US-Sojaversorgungsbilanz, zum Großteil übertroffen und den Raps- und Sojakursen damit deutliche Verluste beschert. Druck üben nun vor allem Meldungen über eine mittlerweile reibungslose Verschiffung der brasilianischen Sojaernte aus bei einem gleichzeitigen Erntefortschritt über dem mehrjährigen Durchschnitt. Bis Anfang der Woche soll mehr als die Hälfte der Sojaflächen abgeerntet worden sein. Zusätzlich sollen die Regenfälle der vergangenen Wochen die Aussichten auf das Sojaangebot aus Argentinien verbessert haben. Das USDA geht in seinem Monatsbericht zwar unverändert von 54 Mio. t aus, die argentinische Rohstoffbörse hat ihre Ernteschätzung allerdings jüngst um 1,5 Mio. t auf 54,5 Mio. t nach oben korrigiert. Die Nachfrage nach US-Ware ist derweil noch rege, aber die Stornierungen Chinas von US-Sojaeinkäufen häufen sich. Bis Ende vergangener Woche hat die USA im laufenden Wirtschaftsjahr rund 38 Mio. t ausgeführt und damit 20 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Am deutschen Kassamarkt profitierten die Rapspreise von den zeitweise kräftigen Kursgewinnen des Rohstoffs. Die Erzeugerpreise haben zur Vorwoche um 12 EUR/t auf fast 387 EUR/t zugelegt. Vor diesem Hintergrund trennen sich die Erzeuger gern von ihren Restmengen und finden dafür auch Abnehmer.

Gleichzeitig werden verstärkt Kontrakte auf die Ernte 2014 abgeschlossen, da hier die Erzeuger von Geboten bis zu 360 EUR/t animiert werden. Die großen Schwankungen der Soja- und Rapsnotierungen in Chicago und Paris bremsen das Geschäft am Kassamarkt für Ölschrote. Die Marktteilnehmer warten ab, in welche Richtung sich die Preise entwickeln. Das Angebot an Rapsschrot ist weiter knapp. So konnten die Preise trotz der derzeit geringen Nachfrage leicht zulegen. Zur Vorwoche wird Rapsschrot zur prompten Lieferung mit 288 EUR/t rund 3 EUR/t höher bewertet. Das Sojaschrotangebot am Kassamarkt ist ebenfalls nicht reichlich, aber aufgrund des hohen Preisniveaus werden nur vereinzelt Gebote abgegeben. Zeitweise schwächelnde Notierungen für Sojabohnen und Sojaschrot veranlassen die Verarbeiter ihre Forderungen zurückzunehmen. Sojaschrot in 44er-Qualität zur sofortigen Lieferung wird zur Vorwoche mit 421 EUR/t rund 19 EUR/t niedriger bewertet, die Preise für 48er-Ware haben auf 448 EUR/t nachgegeben. Rückläufige Notierungen der Rohstoffe haben den Aufwärtstrend der Pflanzenölpreise am europäischen Kassamarkt beendet.

Prompte Ware war diese Woche deutlich günstiger zu haben. Sojaöl zur Lieferung im März 2014 wurde fob Nordseehäfen mit 737 EUR/t bewertet und damit 18 EUR/t niedriger als vergangene Woche. Die Rapsölpreise gaben noch etwas mehr auf 730 EUR/t nach. Wegen dem großen Preisunterschied zwischen Raps der Ernte 2013 und 2014 öffnet sich auch die Schere für Rapsöl immer weiter. Partien zur Lieferung bis Juli 2014 werden fob Hamburg mit 748 EUR/t bewertet, August-Ware kostet 30 EUR/t weniger. Vor einem Jahr betrug die Differenz lediglich 4 EUR/t.

 

Datum: 14.03.2014 / Dateigröße: 61.3 KB

Kommentar KW10 2014

Heftige Regenfälle im Hauptsojaanbaugebiet Brasiliens behindern nicht nur die Ernte, die erst zu schätzungsweise 45 % fortgeschritten ist, sondern auch die Verladungen in den Exporthäfen. Zudem leidet die Qualität zunehmend. Schätzungen der brasilianischen Sojaernte werden zum Teil kräftig nach unten zu korrigieren. Außerdem bleibt damit das zügig schwindende US-Sojaangebot im Fokus der Käufer. Geht man nach den wöchentlichen Exportzahlen des US-Landwirtschaftsministeriums, wendet sich das Blatt allerdings langsam. Zumindest lagen die US-Exporte in der Vorwoche weit unter dem bisherigen Durchschnitt.

China fragt zunehmend mehr brasilianische Ware nach und sobald die Ernte- und Transportbedingungen wieder besser sind, kann diese auch rege bedient werden. Die Sojakurse in Chicago tendieren aufgrund der ungünstigen Bedingungen in Brasilien fest und erreichten zuletzt fast ein 6-Monatshoch. Von dem kräftigen Aufwärtswind wurden auch die Rapskurse in Paris erfasst, die zu Wochenbeginn das erste Mal seit Juli 2013 die 400 EUR/t-Marke knackten und seitdem weiter zulegten. Auftrieb bringen die politischen Unruhen in der Ukraine, die auch für Nervosität am deutschen Kassamarkt sorgen und den ohnehin geringen Handel weiter einschränken. Das Angebot ist allerdings auch sehr begrenzt, da die Restmengen immer überschaubarer werden. Die höheren Preise sorgen zwar dafür, dass Erzeuger sich bereitwillig von ihrem verbliebenen Raps trennen, gleichzeitig ist aber die Nachfrage der Verarbeiter verhalten.

Wie in den Vorwochen werden vorrangig Versorgungslücken zwischen April und Juni 2014 gedeckt. Die Erzeugerpreise haben zur Vorwoche um 9 EUR/t auf 375 EUR/t zugelegt. Kontrakte auf die Ernte 2014 werden mit durchschnittlich 349 EUR/t und damit 4 EUR/t höher abgeschlossen. Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffkurse zogen auch die Preise für promptes Rapsschrot am deutschen Kassamarkt deutlich an. Im Vergleich zur Vorwoche verteuerten sich die Offerten Ware um fast 10 EUR/t auf durchschnittlich 285 EUR/t, spätere Liefertermine wurden ebenfalls fester bewertet. Zwar wird es in naher Zukunft voraussichtlich wieder Abwärtskorrekturen geben, allerdings sollen diese nach Einschätzungen von Marktteilnehmern gering ausfallen, denn das Angebot ist weiterhin knapp. In Nord- und Ostdeutschland ist Rapsschrot zur Lieferung im März 2014 nur noch auf Anfrage erhältlich. Die Forderungen für Sojaschrot wurden im Zuge rückläufiger Sojaschrotnotierungen in Chicago durchschnittlich 6 EUR/t gegenüber Vorwoche gesenkt, bleiben mit 440 EUR/t aber auf relativ hohem Niveau, denn auch hier ist das Angebot vor allem in den Importhäfen knapp. Die US-Sojaölnotierungen tendieren anhaltend fest und erreichten so zuletzt ein 6-Monatshoch. Auftrieb bringt neben den festen Sojakursen die wachsende Sorge der US-Verarbeiter um eine ausreichende Rohstoffversorgung bis zum Ende der Saison. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Sojaöl am Weltmarkt mit dem Höhenflug der Palmölnotierungen vergangene Woche gestiegen. Diese legten aufgrund der in den Haupterzeugerländern herrschenden Trockenheit kräftig zu. Die feste Entwicklung an den Terminmärkten hat den Pflanzenölpreisen am Kassamarkt weiteren Auftrieb gegeben. Den größten Preissprung zur Vorwoche machte Sojaöl fob Nordseehäfen mit 40 EUR/t auf 740 EUR/t. Rapsöl wird diese Woche mit 750 EUR/t etwa 23 EUR/t höher bewertet. Die Palmölpreise legten vergleichsweise überschaubar um 5 EUR/t auf 705 EUR/t zu, bewegen sich damit aber nur knapp unter dem Preisniveau für Sonnenblumenöl.

Datum: 07.03.2014 / Dateigröße: 61.83 KB

Kommentar KW09 2014

Die US-Sojanotierungen tendieren anhaltend fest. Kurstreibend wirken die rege Nachfrage nach US-Soja am Weltmarkt und witterungsbedingte Ernte- und Transportbehinderungen in Brasilien. So erreichte der Fronttermin für Soja diese Woche ein 5-Monatshoch. Bei weiterhin regen US-Sojaexporten und unterdurchschnittlichen Stornierungen Chinas schrumpfen die US-Vorräte zügig, zumal sich die Farmer bei den derzeitig gebotenen Preisen am Kassamarkt bereitwillig von ihrer Ware trennen. Das am Weltmarkt mit US-Soja konkurrierende Angebot aus Südamerika, worauf sich zu diesem Zeitpunkt des Jahres üblicherweise der Fokus Importeure richtet, kommt indes schleppend nach. Kräftige, anhaltende Regenfälle behindern die brasilianische Sojaernte, die bislang erst zu etwa einem Drittel eingefahren werden konnte. Zusätzlich werden die Verladungen in den Exporthäfen durch die teils sintflutartigen Regenfälle erschwert. Der kräftige Aufwind der Sojanotierungen kam auch den Rapskursen in Paris zu Gute, so dass der Fronttermin zuletzt mit 397 EUR/t rund 7 EUR/t über Vorwoche schloss. Die Umsätze am deutschen Kassamarkt sind derweil zur Vorwoche zurückgegangen. Zwar fragen Verarbeiter weiterhin stetig Raps nach, die Vorräte der Erzeuger aus der Ernte 2013 schmelzen aber rasch, so dass das Angebot auf Restmengen begrenzt ist. Die Erzeugerpreise haben vor diesem Hintergrund zur Vorwoche erneut zugelegt. Mit 366 EUR/t werden etwa 6 EUR/t mehr gezahlt. Kontrakte auf die Ernte 2014 werden zu einem Preis von durchschnittlich 344 EUR/t rund 2 EUR/t höher als vorige Woche abgeschlossen.

Die Sojaschrotpreise orientieren sich eng an den US-Terminkursen, die aufgrund einer weiterhin regen Nachfrage nach US-Ware am Weltmarkt und ungünstigen Witterungsbedingungen für die Sojaernte in Brasilien anhaltend fest tendieren. Am deutschen Kassamarkt legten die Forderungen für 44er Partien zur Lieferung im März 2014 im Zuge der kräftig gestiegenen Sojakurse rund 19 EUR/t auf 448 EUR/t zu. So viel wurde zuletzt im August 2013 verlangt. Das Angebot an Sojaschrot ist weiterhin begrenzt, steht aber auch nur einem geringen Kaufinteresse gegenüber. Die Nachfrage nach Rapsschrot hat sich derweil beruhigt. Die Forderungen für Ware zur Lieferung im März 2014 sind im Vorwochenvergleich mit 277 EUR/t knapp 3 EUR/t höher. Angebot ab August 2014 wird leicht schwächer bewertet.

Die feste Entwicklung der US-Sojanotierungen, die auch den Rapskursen in Paris Gewinne bescherte, bestimmt weiterhin auch die Preise am europäischen Pflanzenölmarkt. So wurden die Forderungen für Soja- und Rapsöl erneut zur Vorwoche angehoben, vor allem für Lieferungen fob Nordseehäfen. Angetrieben von den festen Terminmarknotierungen wird Sojaöl zur Lieferung im April 2014 diese Woche rund 15 EUR/t höher bewertet, Rapsöl legte 14 EUR/t zu. Die Umsätze am Kassamarkt sind derweil nach wie vor überschaubar. Käufer warten ruhig auf sinkende Preise und decken sich nur gelegentlich mit kleinen prompten Mengen ein. Im Westen Deutschlands gibt es so gut wie keine Umsätze.

 

Datum: 28.02.2014 / Dateigröße: 54.51 KB

Kommentar KW08 2014

Der Fronttermin der Sojakurse schloss nach der Verschnaufpause am Montag aufgrund des US-Präsidents Day am Dienstag auf 5-Monatshoch, was er allerdings nicht halten konnte. Die Sorgen um trockenheitsbedingte Ernteausfälle in Brasilien wurden dank jüngst aufgetretener Niederschläge geschmälert. Nichtsdestotrotz haben im Vorfeld zahlreiche Analysten ihre Ertragsprognosen für die Sojaernte nach unten korrigiert, zum Teil sogar kräftig. Sollten die Niederschläge zudem, wie vorhergesagt, über mehrere Tage anhalten, könnte das sowohl die aktuell laufende Ernte als auch die Verladungen in den Exporthäfen behindern. Angetrieben von der festen Entwicklung der Sojakurse legten auch die Rapskurse in Paris kräftig zu. Der Fronttermin schloss zuletzt fast 11 EUR/t über Vorwochenniveau.

Am deutschen Kassamarkt wird derweil stetig Raps umgesetzt. Verarbeiter sind zwar auf allen Lieferpositionen an Ware interessiert, aber nicht bereit, die stetig steigenden Forderungen zu akzeptieren. Erzeuger trennen sich zu den derzeitigen Preisen bereitwillig von ihrer Ware. Deutlich häufiger sind nun Kontrakte der Ernte 2014 im Gespräch, auch wenn die Anzahl der Abschlüsse überschaubar ist. Die Erzeugerpreise für Raps legten im Vergleich zur Vorwoche um fast 9 EUR/t zu. Gleiches gilt für Raps der kommenden Ernte, der im Schnitt mit 342 EUR/t bewertet wird. Die Schrotpreise legten zuletzt kräftig zu. Seit Beginn der Woche herrscht feste Tendenz, ausgelöst durch steigende Rohstoffnotierungen. Das knappe Angebot an Rapsschrot - mittlerweile gilt der Februartermin als ausverkauft - bei gleichzeitig stetiger Nachfrage sorgt für steigende Forderungen. Lieferungen für März 2014 haben sich auf 275,50 EUR/t gegenüber Vorwoche um 27 EUR/t verteuert und damit ein Niveau erreicht wie zuletzt im Juli 2013.

Die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Sojaschrot verringerte sich im Vergleich zur Vorwoche, da die Forderungen für promptes Sojaschrot nur um 12 EUR/t angehoben wurden. Zudem hat sich das bisherige Preisgefälle zwischen Nord- und Süddeutschland nahezu aufgelöst. Die US-Sojaölnotierungen tendieren fest. Antrieb brachten neben dem Kursanstieg von US-Soja aufgrund der unvermindert regen Nachfrage am Weltmarkt, die aktuellen Zahlen der nationalen Vereinigung der Ölsaatenverarbeiter, NOPA, in den USA. Diese wiesen Ende Januar 2014 US-Sojaölvorräte unterhalb der Erwartungen der Marktteilnehmer aus bei gleichzeitig reger Sojaverarbeitung im Inland. Das trieb sowohl die Kurse in Chicago als auch die Sojaölpreise am europäischen Kassamarkt kräftig an. Fob Hamburg kostete Sojaöl diese Woche 18 EUR/t mehr und damit 723 EUR/t. Rapsöl fob Hamburg kostete diese Woche mit 721 EUR/t rund 9 EUR/t mehr als vergangene Woche. Auftrieb brachten unter anderem die festen Rohstoffnotierungen in Paris.

Datum: 21.02.2014 / Dateigröße: 148.87 KB

Kommentar KW07 2014

Die Wirkung der aktuellen USDA-Versorgungsschätzung auf die Kursentwicklungen von Raps und Soja an den internationalen Börsen war gering. Hinsichtlich der Sojaversorgungsbilanz sorgte nur die Schätzung der US-Vorräte bei einigen Marktteilnehmern für Verwunderung. So sieht das USDA die Endbestände der USA 2013/14 mit 4,1 Mio. t stabil zum Vormonat. Die Prognose der weltweiten Versorgung mit Raps blieb nahezu unverändert zum Vormonat und lieferte so keine Impulse für den Kontrakthandel in Paris. Die Sojakurse konnten im Zuge der anhaltend regen Nachfrage am Weltmarkt zuletzt kräftig zulegen. Grund dafür ist das unvermindert große Interesse an Sojabohnen von Hauptimporteur China bei gleichzeitig unerwartet geringen Stornierungen bislang getätigter Einkäufe. Angetrieben von den positiven Vorgaben von US-Soja stiegen auch die Rapskurse in Paris zuletzt kräftig. Feste Rapsnotierungen bei gleichzeitig nahezu stabilen Prämien belebten durch eine dadurch höhere Abgabebereitschaft der Erzeuger das Tagesgeschäft am Kassamarkt, so dass mehr Ware umgesetzt wird. Zwar sind Verarbeiter auf den vorderen Positionen gut eingedeckt, aber auf späteren Lieferterminen müssen durchaus noch Versorgungslücken geschlossen werden. Die Ernte 2014 wird wiederum kaum besprochen. Die Erzeugerpreise wurden mit 351 EUR/t rund 3 EUR/t gegenüber Vorwoche angehoben.

Die Ölschrotpreise haben im Vorwochenvergleich zugelegt. Sojaschrot in 44er-Qualität wird mit durchschnittlich 417 EUR/t knapp 5 EUR/t höher bewertet. Auftrieb brachten die festen Terminmarktkurse für Sojabohnen und Sojaschrot in Chicago. Vorderes Rapsschrot wird mit 251 EUR/t rund 2 EUR/t über Vorwoche bewertet, die Forderungen für spätere Liefertermine legten kräftiger zu. Ware zur Lieferung im Mai 2014 kostet mit knapp 241 EUR/t etwa 9 EUR/t mehr. Die Nachfrage nach Ölschroten ist weiterhin gering bei gleichzeitig überschaubarem Angebot auf den vorderen Positionen. In vielen Regionen ist Rapsschrot zur vorderen Lieferung nur noch auf Anfrage zu bekommen. Die Umsätze beschränken sich auf den Niederrhein.

Die Preise am europäischen Pflanzenölmarkt entwickeln sich weiter fest. Den größten Preissprung von 35 EUR/t zur Vorwoche legte dabei Sojaöl fob Nordseehäfen hin. Unterstützung kam von den festen Terminmarktnotierungen für Sojabohnen und Sojaöl. Märzware kostet aktuell 710 EUR/t. Fob Hamburg wurden die Preise um 20 EUR/t auf 705 EUR/t angehoben. Der Preisanstieg bei Rapsöl war mit 12 EUR/t fob Hamburg geringer. Das vordere Angebot an Soja- und Rapsöl gilt insgesamt als ausreichend, allerdings besteht kaum Nachfrage. Mit immer weiter steigenden Preisen werden kaum Gebote abgegeben. Verkäufer hoffen, dass die immer wieder benötigte Spot-Ware doch noch Abnehmer findet, was bislang aber nicht der Fall ist.

Datum: 14.02.2014 / Dateigröße: 145.56 KB

Kommentar KW06 2014

Die große Nachfrage nach US-Sojaschrot verhalf nicht nur den Sojakursen in Chicago sondern letztendlich auch den Rapsnotierungen in Paris zu kräftigen Gewinnen. Im Zuge nachlassender Lieferungen vom weltweit größten Anbieter Argentinien bei einer gleichzeitig regen Nachfrage am Weltmarkt, erreichten die US-Sojaschrotkurse jüngst ein 3-Wochenhoch. Das kurbelte den Aufwärtstrend der Sojabohne, die ohnehin vom großen globalen Interesse profitiert, zusätzlich an. Zwar kommen die Verladungen der voraussichtlichen brasilianischen Rekordsojaernte zügig und bislang problemlos in Gang, kurzfristigen Bedarf an Sojabohnen und Sojaschrot deckt der Hauptimporteur China aber weiterhin in den USA. So legte der Fronttermin von US-Soja innerhalb einer Woche mehr als 15 EUR/t zu. Raps in Paris folgte den positiven Vorgaben. Die feste Entwicklung der Terminmarktnotierungen und weitgehend zufriedenstellende Prämien haben das Geschäft am deutschen Kassamarkt etwas belebt. Erzeuger geben mehr Ware zum Verkauf, wenn auch nach wie vor überschaubare Mengen. Die Nachfrage ist gleichzeitig zwar eher verhalten, aber vereinzelt wird sogar die nächste Ernte besprochen, die bislang noch kaum ein Thema war. Auch wenn die Umsätze insgesamt weiterhin vergleichsweise gering sind, so ist die Lethargie vom Januar doch vorerst überwunden.

Bis Mittwoch legten die Forderungen für Ölschrote teils kräftig zu, beflügelt von den steigenden Terminmarktnotierungen in Chicago und Paris. Promptes 48er-Sojaschrot verteuerte sich gegenüber Vorwoche um knapp 15 EUR/t auf 439 EUR/t. Das schmälerte die ohnehin geringe Nachfrage, so dass jüngst die Forderungen für Sojaschrot zurückgenommen wurden, obwohl die Notierungen an der Börse fester tendierten. Die Rapsnotierungen in Paris legten seit Montag um gut 13,25 EUR/t zu, dass verteuerte auch Rapsschrot und führte kurzzeitig zu mehr Nachfrage. Für Ware zur prompten Lieferung wird ein Durchschnittspreis von 248,50 EUR/t verlangt und damit ein Aufschlag von bis zu 5 EUR/t auf den Folgetermin.

Die Preise am europäischen Pflanzenölmarkt haben zur Vorwoche teils kräftig zugelegt. Für Antrieb sorgt dabei neben den derzeit fest tendierenden Sojakursen, die auch Raps in Paris jüngst deutliche Gewinne bescherten, der feste Euro-Dollar-Wechselkurs. Die Rapsölpreise legten im Zuge des Aufwärtstrends der Rapsnotierungen auf 706 EUR/t zu. Das Interesse der Käufer geht mit steigenden Preisen wieder deutlich zurück. Obwohl das Angebot mehr als ausreichend ist und für Februar und März Bedarf besteht, werden kaum Gebote abgegeben. Stattdessen halten sich die Käufer im Hintergrund und warten die weitere Preisentwicklung ab.

Datum: 07.02.2014 / Dateigröße: 145.94 KB

Kommentar KW05 2014

Die unvermindert rege Nachfrage nach US-Sojabohnen am Weltmarkt brachte den Kursen in Chicago diese Woche Gewinne. Kurzzeitig überwog allerdings Druck durch das stetig wachsende Sojaangebot Brasiliens, die Ernte bereits begonnen hat. Für Kursauftrieb sorgten danach aber die wöchentlichen USDA-Exportzahlen, die US-Sojaausfuhren deutlich am oberen Ende der Erwartungen der Marktteilnehmer offenbarten. Offensichtlich kommt der brasilianische Sojaexport bislang noch nicht richtig in Gang, so dass US-Ware weiterhin die erste Wahl für Importeure ist .Den positiven Vorgaben aus Übersee konnte sich auch Raps nicht entziehen. Der Fronttermin in Paris schloss jüngst knapp 8 EUR/t über Vorwochenniveau. Am deutschen Kassamarkt für Raps wird derweil kaum Ware umgesetzt. Nachfrage besteht vor allem nach Raps zu Lieferung im ersten oder zweiten Quartal 2014. Die neue Ernte wird nach wie vor nur wenig besprochen. Die Erzeugerpreise sind im Vergleich zur Vorwoche leicht auf 343 EUR/t gesunken.

Die Nachfrage nach Rapsschrot hat nachgelassen. Käufer hoffen auf Preisnachlässe und geben daher aktuell kaum Gebote ab. Nach Einschätzungen von Marktteilnehmern wird es diese in nächster Zeit aber kaum geben, zumal das vordere Angebot nicht sehr reichlich ist. Rapsschrot zur Lieferung im Februar 2014 wurde mit durchschnittlich 247 EUR/t zuletzt leicht über Vorwoche bewertet. Umsätze gibt es vor allem am Niederrhein. Das vordere Angebot an Sojaschrot ist ebenfalls knapp, steht aber auch einer geringen Nachfrage gegenüber. Preisbestimmend wirken bei Sojaschrot nach wie vor die Kursveränderungen von Sojabohne- und Sojaschrot in Chicago. Februarware in 44er-Qualität kostete zuletzt mit 396 EUR/t knapp 9 EUR/t weniger.

Die Pflanzenölpreise stehen unter Druck und haben zur Vorwoche teils kräftig nachgegeben. Verantwortlich für den Preisrückgang ist vor allem die geringe Nachfrage. Gebote werden derzeit kaum abgegeben. Selbst für vordere Ware besteht wenig Interesse, vergangene Woche wurden dafür noch Aufgelder verlangt, die nun aber nicht mehr durchzusetzen sind. Gleichzeitig ist das Angebot vorne nicht reichlich, aber entsprechend der geringen Nachfrage ausreichend. Die Sojaölpreise für Märzware wurden zur Vorwoche um 5 EUR/t auf nun 670 EUR/t fob Nordseehäfen gesenkt. Rapsöl fob Hamburg wird diese Woche sogar mit 688 EUR/t etwa 12 EUR/t niedriger bewertet.

 

Datum: 31.01.2014 / Dateigröße: 142.75 KB

Kommentar KW04 2014

Die US-Sojanotierungen haben im Vorwochenvergleich fast 3 % verloren. Verantwortlich für die Schwäche waren deutlich bessere Anbaubedingungen in Südamerika. Niederschläge hatten zu Wochenbeginn die Gefahr von Trockenschäden an den Sojafeldbeständen vorerst beendet, so dass eine Rekordernte wieder im Rahmen des möglichen erscheint. Die Verluste für Raps in Paris sind im Vorwochenvergleich mit nicht einmal 2 EUR/t überschaubar. Der Februar-Termin schloss zuletzt bei 358,5 EUR/t. Am deutschen Kassamarkt ist es weiterhin ruhig. Zum einen geben die Landwirte nur wenig Ware frei, da mögliche Auswinterungsverluste den erwünschten Preisanstieg mit sich bringen könnten. Zum anderen ist die Nachfrage der Verarbeiter gering.

Auch die Ernte 2014 wird so gut wie gar nicht besprochen. Die Erzeugerpreise haben sich im Vergleich zur Vorwoche mit 344 EUR/t behauptet. Aufgrund der derzeit vielerorts sehr niedrigen Temperaturen wächst die Sorge um die Rapsfeldbestände. Diese sind bereits sehr weit entwickelt und haben zum Teil schon die Vegetationsruhe beendet. Gleichzeitig fehlt es in vielen Regionen an der schützenden Schneedecke, wodurch die Gefahr von Kahlfrösten steigt. Die Sojaschrotpreise am Kassamarkt werden weiterhin täglich entsprechend den Entwicklungen der USNotierungen angepasst. Da sowohl die US-Sojabohnen- als auch die Sojaschrotnotierungen an der Börse zeitweise kräftig nachgegeben haben, wurden auch die Forderungen für Sojaschrot deutlich zurückgenommen. Prompte Ware in 44er-Qualität wurde zuletzt mit 396 EUR/t knapp 21 EUR/t unter Vorwoche bewertet. Vom Inlandsmarkt gibt es indes wenig Impulse. Das vordere Angebot an Sojaschrot ist weiterhin begrenzt und auch Nachfrage gibt es kaum.

Anders ist die Lage bei Rapsschrot. Hier wurden die Forderungen im Vorwochenvergleich um rund 3 EUR/t auf 246 EUR/t für Februarware leicht angehoben. Das in einigen Regionen knappe vordere Angebot und die insgesamt etwas gestiegene Nachfrage geben den Preisen Auftrieb. Die Nachfrage nach Rapsöl zur vorderen Lieferung ist im Vergleich zur Vorwoche gestiegen. Vor diesem Hintergrund haben auch die Preise leicht zugelegt. Fob Rotterdam wird Rapsöl zur vorderen Lieferung diese Woche mit 697 EUR/t rund 2 EUR/t fester bewertet. Spätere Liefertermine legten zum Teil noch deutlicher zu. In Deutschland erzielt vorderes Rapsöl mit 700 EUR/t ebenfalls Aufgelder von etwa 2 EUR/t, wohingegen spätere Termine teils unverändert zur Vorwoche bewertet werden. Sojaöl zur prompten Lieferung ist indes auch nur noch mit Aufgeldern zu bekommen. Gleichzeitig werden spätere Lieferpositionen deutlich günstiger bewertet. Märzware kostet mit 682 EUR/t fob Hamburg diese Woche rund 13 EUR/t weniger. Das Angebot am Pflanzenölmarkt ist nach Einschätzung von Marktteilnehmern derweil insgesamt ausreichend. Bei schwächeren Preisen geben Käufer verstärkt Gebote ab.

Datum: 24.01.2014 / Dateigröße: 137.72 KB

Kommentar KW03 2014

Die US-Sojakurse werden gestützt von einer großen weltweiten Nachfrage. China agiert weiterhin als Hauptabnehmer und die Sojaverarbeitung in den USA hat im Dezember 2013 Rekordniveau erreicht. Aktuellen Schätzungen zufolge soll die USA allein vergangene Woche 1,6 Mio. t Soja exportiert haben und damit deutlich mehr als erwartet. Im bisherigen Wirtschaftsjahr summieren sich die Ausfuhren dadurch auf schätzungsweise knapp 26,8 Mio. t. Das sind 14 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Eine weitere Stütze erhielten die Sojakurse diese Woche von der wieder auftretenden Trockenheit in Argentinien, die langfristig zu Schäden an den Sojafeldbeständen führen könnte.

Der positive Unterton der Sojabohne hat auch Raps in Paris erfasst, so dass der Fronttermin bei regem Kontrakthandel zeitweise deutlich zulegte. Am deutschen Kassamarkt für Raps hat sich zur Vorwoche indes kaum etwas verändert. Im Gegenteil: Die kleinen Preiszugeständnisse vergangene Woche hatten die Hoffnung der Landwirte auf weitere Anhebungen genährt und so bieten sie immer noch kaum Ware an. Gleichzeitig haben Verarbeiter zwar Interesse, kommen mit den Anbietern preislich aber nicht auf einen Nenner und widmen sich daher vorrangig dem Kontrakthandel an der Börse. Die Erzeugerpreise haben im Vergleich zur Vorwoche kräftig um 6 EUR/t auf 344 EUR/t nachgegeben. Die Wettbewerbsfähigkeit von Rapsschrot gegenüber Sojaschrot hat im Laufe der vergangenen Woche deutlich zugenommen. Aufgrund der dadurch merklich größeren Nachfrage nach Rapsschrot wurden auch die Preise am Kassamarkt jüngst kräftig angekurbelt und überschritten so das Vorwochenniveau um 3 EUR/t. Prompte Ware wird aktuell mit durchschnittlich 242 EUR/t bewertet. In einigen Regionen ist Rapsschrot zur vorderen Lieferung mittlerweile nur noch auf Anfrage erhältlich. Auch das vordere Angebot an Sojaschrot ist knapp. Anders als bei Rapsschrot weisen die Sojaschrotforderungen aber keine eindeutige Richtung auf. Die Forderungen werden fast täglich angepasst, teilweise auch entkoppelt von der Entwicklung der Terminmarktnotierungen. Im Vorwochenvergleich wird prompte Ware in 44er-Qualität mit 417 EUR/t rund 10 EUR/t fester bewertet. Die Soja- und Rapsölpreise haben im Vorwochenvergleich zugelegt. Dabei ist Sojaöl zur vorderen Lieferung mittlerweile nur noch mit Aufschlägen zu bekommen. Fob Rotterdam kostet es aktuell mit 700 EUR/t rund 5 EUR/t mehr. Unterstützung kommt von den Terminbörsen.

Am Kassamarkt für Pflanzenöle herrscht derweil Ruhe. Die Biodieselhersteller sind mit ihren Margen unzufrieden, zumal die Biodieselpreise vergangene Woche stark nachgegeben haben. Daher bewilligen sie nicht mehr so viel wie in der Vorwoche. Demgegenüber orientieren sich die Anbieter an den steigenden Sojaölpreisen und versuchen auch für Rapsöl mehr als in der Vorwoche durchzusetzen. Vor diesem Hintergrund gibt es kaum Umsätze. Rapsöl zur Januarlieferung wird zur Vorwoche mit 698 EUR/t etwas fester bewertet.

Datum: 17.01.2014 / Dateigröße: 146.21 KB

Kommentar KW02 2014

Der plötzliche Wintereinbruch in den USA vergangene Woche beeinträchtigte die Logistik und bremste so die vorab regen US-Sojaausfuhren. Zugefrorene Haupttransportwege verringerten die Exporte, da LKWs und Schiffe nur schwerlich oder gar nicht mehr vorankamen. Das gab dem Fronttermin für Sojabohnen in Chicago Auftrieb. Spätere Termine verloren hingegen zum Teil kräftig. Dabei belasteten vor allem günstigere Witterungsbedingungen in Brasilien und Argentinien sowie eine erwartete Anhebung der US-Sojaversorgungsschätzung im heute erscheinenden USDA-Bericht. Raps in Paris hat seinen neujährlichen Aufwärtstrend beendet und kräftig nachgegeben. Dabei war an der Börse allerdings vor dem anstehenden USDA-Bericht ein lebhafter Kontrakthandel zu beobachten. Der Fronttermin schloss mit 358 EUR/t zuletzt mehr als 8 EUR/t unter Vorwochenniveau. Am deutschen Kassamarkt setzte sich die feiertagsbedingte Ruhe nach dem Jahreswechsel fort.

Die Abgabebereitschaft der Erzeuger ist in der Hoffnung auf höhere Preise unverändert gering. Weder die verbliebenen Mengen der Ernte 2013 werden besprochen, noch werden Kontrakte für die neue Ernte 2014 abgeschlossen. Gleichzeitig ist aber auch die Nachfrage gering. Die Erzeugerpreise haben im Vergleich zur Vorweihnachtswoche leicht um 1 EUR/t auf 351 EUR/t zugelegt. Trotz anhaltend schwacher Sojaschrotnotierungen in Chicago werden auch die Forderungen für Sojaschrot am deutschen Kassamarkt stetig angehoben. Allein in dieser Woche verteuerten sich Partien zur Lieferung im Frühjahr um 7 EUR/t und spiegelten damit das zunehmend knappe Angebot wider. Spätere Liefertermine legten indes kaum zu. Sojaschrot in 44er-Qualität zur prompten Lieferung kostet aktuell 407 EUR/t, wobei preislich zwischen Nord- und Süddeutschland kaum noch Unterschiede bestehen. Im Zuge rückläufiger Rapsnotierungen wurden auch die Rapsschrotpreise zurückgenommen. Prompte Ware wurde zuletzt mit 239 EUR/t knapp 4 EUR/t unter Vorwochenniveau bewertet. Besprochen werden meist Lieferungen ab Mai 2014, da hier Geld- und Briefkurs eng beieinanderliegen. Die Pflanzenölpreise geben stetig nach. Diese Tendenz hält nun schon seit mehreren Tagen an.

Rapsöl wird diese Woche fob Rotterdam mit 700 EUR/t rund 22 EUR/t günstiger bewertet als vor Weihnachten, Sojaöl kostet mit 695 EUR/t etwa 5 EUR/t weniger. Gebote werden am Pflanzenölmarkt zwar reichlich abgegeben, Geschäfte werden aber nur selten getätigt. Käufer sind bezüglich der weiteren Preisentwicklung noch zu unsicher. Mit Spannung erwartet wird derzeit vor allem der am Freitag erscheinende Quartalsbericht des US-Landwirtschaftsministeriums über die US-Lagerbestände und Exporte. Zudem ist noch fraglich, welche Spätfolgen die derzeitige Kältewelle in den USA nach sich ziehen könnte.

Datum: 10.01.2014 / Dateigröße: 137.59 KB

Kommentar KW51 2013

Europäischer Raps ist am Weltmarkt derzeit preisbedingt chancenlos. Während in Paris Februar-Raps zuletzt mit knapp 368 EUR/t bewertet wurde, notierte die Börse Winnipeg kanadische Ware mit umgerechnet 301 EUR/t. Bei einem gleichzeitig komfortableren globalen Angebot 2013/14 belastet das die Notierungen in Paris nachhaltig. Zuletzt schlossen die Kurse aufgrund von festen Vorgaben aus Übersee zwar deutlich fester, aber nur knapp über Vorwochenniveau. Die Prämien am deutschen Kassamarkt sind derweil nahezu unverändert zur Vorwoche. Nachfrage gibt es, wenn überhaupt, für Lieferungen zwischen Januar und März 2014. Insgesamt ist das Interesse im Vorfeld der Feiertage aber sehr gering. Die Erzeuger sind aufgrund des derzeit vergleichsweise niedrigen Preisniveaus - vor einem Jahr kostete Raps 102 EUR/t mehr - wenig abgabebereit und haben sich zudem zum Großteil bereits in die Weihnachtsferien verabschiedet. Auch die Ernte 2014 wird so gut wie gar nicht besprochen.

Die Sojanotierungen in Chicago haben in den vergangenen Tagen Auftrieb von der anhaltend großen Nachfrage nach US-Ware und den gleichzeitig schrumpfenden Sojavorräten in den US-Lägern und am Binnenmarkt erhalten. Die Sojaschrotpreise wurden im Zuge fester Terminmarktnotierungen für US-Sojaschrot und -bohnen in den vergangenen Tagen angehoben. Zwar laufen die US-Sojaverarbeitung und die Exporte auf Hochtouren, aber davon ist bisher wenig am deutschen Markt angekommen, so dass das Angebot weiter knapp ist. Gleichzeitig ist aber auch die Nachfrage vergleichsweise gering, da die hohen Preise Käufer abschrecken. Im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage ist es sowieso meist sehr ruhig am Markt. Die Preise für Sojaschrot in 44er-Qualität haben zuletzt wieder die 400 EUR/t-Marke geknackt. Januarware wurde mit durchschnittlich 404 EUR/t bewertet und so knapp 3 EUR/t über Vorwochenniveau bewertet. Die Forderungen für Rapsschrot haben sich indes zur Vorwoche behauptet. Auch hier gibt es nur verhaltenes Geschäft. Umgesetzt werden nur noch kleine Mengen am Niederrhein. Die US-Sojaölnotierungen haben in den vergangenen Tagen kräftig nachgegeben. Ein Anstieg der USSojaölvorräte im November 2013 übte dabei Druck aus.

Zusätzlich belasten die weiterhin positiven Aussichten auf ein umfangreiches Sojaangebot aus Südamerika im kommenden Frühjahr. An einem insgesamt vorweihnachtlich sehr ruhigen und impulslosen europäischen Pflanzenölmarkt gaben die Preise derweil kräftig zur Vorwoche nach. Für Sojaöl wurden die Forderungen 28-30 EUR/t zurückgenommen. Rapsöl kann sich besser behaupten und verlor 11 EUR/t. Die im Vergleich zu den Vorwochen schwächelnden Preise generierten zeitweise etwas Neugeschäft, allerdings haben sich auch diese Interessenten mittlerweile in die Weihnachtsferien verabschiedet.

Datum: 20.12.2013 / Dateigröße: 136.48 KB

Kommentar KW50 2013

Die Sojabohnenkurse haben keine klare Richtung. Den einen Tag übt das voraussichtlich umfangreiche Sojaangebot aus Südamerika kräftigen Druck aus, am kommenden Tag geben die ungebrochen große Nachfrage nach US-Ware und der feste Kassamarkt in den USA den Notierungen Auftrieb. Zuletzt belastete die jüngst vom US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichte Prognose eines mit knapp 285 Mio. t rund 1,4 Mio. t größeren globalen Sojaangebots 2013/14. Die Aussichten auf ein umfangreiches weltweites Ölsaatenangebot belasten auch Raps in Paris nachhaltig und im Gegensatz zu Soja fehlt es an bullischen Impulsen. Die Schwäche der Terminmarktnotierungen hat den ohnehin geringen Handel am deutschen Kassamarkt nahezu zum Erliegen gebracht. Sowohl Erzeuger als auch Verarbeiter haben sich zurückgezogen. Nur vereinzelt werden noch Partien zur Lieferung zwischen den Feiertagen nachgefragt und dafür auch höhere Prämien gezahlt. Die Erzeugerpreise haben derweil zur Vorwoche um gut 3 EUR/t auf 355 EUR/t nachgegeben.

Am Ölschrotmarkt ist wieder Ruhe eingekehrt. Während in den vergangenen Tagen vor allem die Nachfrage nach Rapsschrot das Marktgeschehen belebt hat, ist nun auch diese wieder weitgehend verebbt. Nur noch vereinzelt werden Gebote für Rapsschrot abgegeben, allerdings in sehr geringem Umfang und vorrangig zur Lieferung im Januar. Allerdings rechnen Marktteilnehmer damit, dass vielleicht kurz vor den Feiertagen noch etwas Nachfrage aufflammt, um letzte Versorgungslücken zu schließen. Die Rapsschrotpreise haben derweil zur Vorwoche leicht nachgegeben. Auch die Sojaschrotpreise können sich vor dem Hintergrund der geringen Nachfrage und der rückläufigen US-Notierungen nicht halten. Prompte Ware zuletzt rund 8 EUR/t schwächer bewertet als vor einer Woche.

Das voraussichtlich große Rohstoffangebot 2013/14 übt kräftigen Druck auf die Notierungen für Raps und Soja an den internationalen Börsen aus und das drückt auch die Preise am Pflanzenölmarkt. Vor allem die Rapsölpreise haben sich in den vergangenen Wochen kaum geändert. Nachdem das USDA aber jüngst eine wesentlich komfortablere Rapsversorgung 2013/14 prognostizierte und die Kurse in Paris dadurch

einen kräftigen Satz nach unten machten, konnten sich auch die Rapsölpreise am insgesamt ruhigen Markt nicht halten. So werden Raps- als auch Sojaöl diese Woche deutlich günstiger offeriert. Für Rapsöl fob

Nordseehäfen liegen die Gebote für vordere Lieferungen mit 737 EUR/t knapp 22 EUR/t unter Vorwochenniveau, Sojaöl wird mit 728 EUR/t rund 12 EUR/t günstiger bewertet.

Datum: 13.12.2013 / Dateigröße: 136.54 KB

Kommentar KW49 2013

Die rege Nachfrage nach US-Sojabohnen am Weltmarkt hält die Kurse in Chicago auf hohem Niveau. Zwar sind die Ausfuhren der USA nach jüngsten Angaben des USDA rückläufig, aber im bisherigen Wirtschaftsjahr trotzdem ein Drittel umfangreicher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ein Kursanstieg von Soja wird allerdings von den positiven Aussichten auf das Sojaangebot aus Südamerika im Frühjahr verhindert. So sollen in Argentinien 2014 mit 57,5 Mio. t so viele Sojabohnen wie noch nie geerntet werden und auch für Brasilien wird aufgrund der günstigen Aussaatbedingungen nun mit einer noch größeren Rekordernte gerechnet als bisher. Die Rapskurse in Paris neigen diese Woche ebenfalls zur Schwäche. Um an Ware zu kommen, mussten Handel und Verarbeiter daher ihre Prämien sogar anheben. Ölmühlen fragen etwas stärker nach, um noch Versorgungslücken für die verbleibenden Wochen 2013 zu schließen.

Gleichzeitig geben die Erzeuger aufgrund der gestiegenen Gebote mehr Raps frei. Die Erzeugerpreise für Raps tendieren mit 358 EUR/t stabil. Für die neue Ernte liegen die Preisvorstellungen von Käufer und Verkäufer weiterhin noch zu weit auseinander, daher wurden bisher kaum Verträge abgeschlossen. Zusätzlich sind die Erzeuger in einigen Regionen derzeit verstärkt mit der Logistik beschäftigt, da es an Frachtraum mangelt. Das vordere Angebot an Rapsschrot ist in einigen Regionen Deutschlands knapp. Zur Lieferung 2013 wird mittlerweile nur noch am Nieder- und Oberrhein Ware angeboten. Mischfutterhersteller und Händler haben zwar Interesse, vor allem an Rapsschrot zur Lieferung zwischen Dezember 2013 und April 2014, da die Preisvorstellungen aber zu weit auseinander liegen, kommt es nur selten zu Abschlüssen. Geschäft gibt es derzeit vor allem am Niederrhein. Die Preise für prompte Ware haben zur Vorwoche um 6 EUR/t zugelegt. Das vordere Sojaschrotangebot ist ebenfalls knapp. Allerdings gibt es kaum Nachfrage, da das hohe Preisniveau viele Käufer abschreckt. Gleichzeitig drücken schwächelnde Sojabohnen- und Sojaschrotkurse die Preise am Kassamarkt. Prompte Ware in 44er-Qualität wird zur Vorwoche rund 4 EUR/t günstiger bewertet.

An einem insgesamt ruhigen Pflanzenölmarkt können sich die Rapsölpreise fob Nordseehäfen mit 758EUR/t knapp über Vorwochenniveau halten. Im Gegenzug wird Sojaöl zur Lieferung im Januar 2014 mit durchschnittlich mit 740 EUR/t rund 8 EUR/t höher als vor einer Woche bewertet. Das ruhige Marktgeschehen setzt sich fort. Zum einen gibt es für 2013 kaum noch Offerten, zum anderen konzentriert sich die Nachfrage auf das erste Halbjahr 2014. Vielleicht machen einige Käufer kurz vor Weihnachten noch ein paar kleine Schlusskäufe, aber im Großen und Ganzen sind die Bücher für 2013 voll.

Datum: 06.12.2013 / Dateigröße: 139.75 KB

Kommentar KW48 2013

An den Terminmärkten klingt die Woche aufgrund des US-Feiertags ruhig aus. Nachdem das große Interesse nach US-Soja die Notierungen immer weiter nach oben getrieben hatte, verhärteten sich zuletzt die Vermutungen, dass Hauptimporteur China über seinen Bedarf hinaus geordert hat. Zudem wird mit den voraussichtlich umfangreichen Sojaernten in Südamerika Anfang kommenden Jahres ein wohl deutlich günstigeres Angebot am Weltmarkt zur Verfügung stehen. Das führt zu Rückverkäufen oder Stornierungen bereits getätigter Bestellungen seitens der Volksrepublik und setzte die Kurse unter Druck. Stützend wirkte aber lange die feste Entwicklung der Sojaschrotkurse und US-Kassapreise. Der Rapsmarkt in Paris zeigt sich unbeeinflusst von den Entwicklungen an der US-Börse. Die Kurse schwanken täglich leicht auf und ab. Am deutschen Kassamarkt ist es weiterhin ruhig. Die Erzeuger warten auf höhere Preise, geben aber etwas mehr Raps ab als in den vergangenen Wochen. Allerdings sind die Verarbeiter gut versorgt. Auch Kontrakte auf die Ernte 2014 werden deutlich weniger als in den Vorjahren abgeschlossen. Die Erzeugerpreise für Raps haben zur Vorwoche leicht auf 358 EUR/t zugelegt. Am Ölschrotmarkt geht es diese Woche etwas lebhafter zu. Sowohl die Sojabohnen- und Sojaschrotkurse in Chicago als auch die Preise am Kassamarkt haben ihren Aufwärtstrend vorerst beendet. Das vorne sehr knappe Angebot verhindert aber größere Preisrücknahmen. Ware in 44er-Qualität wurde zuletzt 13 EUR/t höher als vor einer Woche bewertet. Rapsschrot vollzog einen Großteil der Preiserhöhungen von Sojaschrot, nach, so dass prompte Ware zuletzt durchschnittlich 14 EUR/t über Vorwochenniveau bewertet wurde. Die höheren Proteinpreise riefen wieder Käufer an den Markt, die Versorgungslücken schließen wollen, bevor die Forderungen weiter steigen. So geben Mischfutterhersteller und Händler öfter Gebote für Rapsschrot zur Lieferung zwischen Januar und April 2014 ab. Nachfrage nach Sojaschrot gibt es ebenfalls, allerdings schrecken die hohen Preise viele Käufer ab. Dem ohnehin umsatzschwachen Pflanzenölmarkt hat die Abwesenheit vieler Händler aufgrund einer Großveranstaltung in dieser Woche einen weiteren Dämpfer gegeben. Sojaöl ist auf den vorderen Lieferpositionen sehr gut verkauft und die Preise haben im Zuge fester Sojaölnotierungen deutlich zur Vorwoche zugelegt. Zwar schwächeln die Sojaölnotierungen mittlerweile wieder, aber dafür kommt Unterstützung vom festen Sojaschrotmarkt. Zur Vorwoche wird Sojaöl fob Nordseehäfen mit durchschnittlich 732 EUR/t rund 15 EUR/t höher bewertet. An Rapsöl werden vereinzelt noch Partien zur vorderen Lieferung angeboten, Nachfrage gibt es allerdings kaum. Besprochen werden, wenn überhaupt, vorrangig die beiden ersten Quartale 2014. Die Preise fob Nordseehäfen lagen zuletzt mit 758 EUR/t knapp 4 EUR/t über Vorwochenniveau.

Datum: 29.11.2013 / Dateigröße: 124.07 KB

Kommentar KW47 2013

Die große Nachfrage nach US- Soja am Weltmarkt gibt den Kursen in Chicago Auftrieb. Nachdem unerwartet geringe US-Exporte in der Vorwoche sowie optimale Aussaatbedingungen im Haupterzeugerland Brasilien Verluste von knapp 15 EUR/t in fünf Tagen brachten, sorgten die jüngst veröffentlichten wöchentlichen Exportzahlen des USDA für einen Richtungswechsel. Demnach lagen die US-Sojaausfuhren mit 1,3 Mio. t knapp 500.000 t über den Erwartungen der Marktteilnehmer. Raps in Paris erhielt neben den positiven Vorgaben aus Übersee wieder eine Stütze aus dem Biodieselbereich. Die Einführung von Schutzzöllen auf Biodiesel aus Indonesien und Malaysia ab nächster Woche beförderte den Fronttermin mit einem Gewinn von 5,25 EUR/t knapp unter Vorwochenniveau. Am deutschen Kassamarkt für Raps ist es indes weiterhin sehr ruhig. Die Erzeuger sind zu den derzeit gebotenen Preisen kaum abgabebereit und entsprechend gering ist das Inlandsangebot. Gleichzeitig sind die Ölmühlen wenig bereit, den Forderungen des Handels nachzukommen. Da sie mindestens bis Anfang 2014 schon gut versorgt sein dürften, besteht auch wenig Bedarf. Abschlüsse kommen aufgrund der unterschiedlichen Preisvorstellung kaum zu Stande. Die Erzeugerpreise haben sich zur Vorwoche mit 357 EUR/t knapp behauptet.

Die Ölschrotpreise werden, entsprechend den Veränderungen der Rohstoffkurse an der Börse, täglich angepasst. Im Vorwochenvergleich offenbart sich dabei eine deutliche Schwächetendenz, wobei sowohl Raps- als auch Sojaschrot zwischenzeitlich starken Preisschwankungen unterlagen. Sobald die Rohstoffkurse an der Börse eine festere Tendenz aufwiesen, wurden auch die Forderungen für Ölschrote angehoben. Das wiederum belebte die Nachfrage. Nach Wochen mit sehr geringem Kaufinteresse deckten Mischfutterhersteller rasch ihre Bedarfslücken, weil sie weitere Preisanhebungen befürchteten. Dabei wurden auch vordere Lieferpositionen nachgefragt. Bei sinkenden Preisen ziehen sie sich indes wieder zurück.

Raps- und Sojaöl sind für 2013 schon weitgehend verkauft. Für Ware zur vorderen Lieferung werden weiter Aufschläge genannt, auch wenn das Angebot vor allem an Rapsöl größer ist als in den vergangenen Wochen. Nachfrage gibt es kaum, auch die Biodieselhersteller scheinen mittlerweile ihren vorderen Bedarf gedeckt zu haben. Die Forderungen für Rapsöl fob Nordseehäfen konnten sich vor diesem Hintergrund zur Vorwoche nicht halten. Mit 754 EUR/t wurden zuletzt rund 9 EUR/t weniger verlangt. Bei unbefriedigenden Margen ist eine Reduzierung der Verarbeitung absehbar, so dass auch das Ölangebot in den kommenden Wochen zurückgehen könnte. Die Sojaölpreise werden stark von rückläufigen Terminmarktnotierungen gedrückt. Mit 717 EUR/t werden diese Woche rund 13 EUR/t weniger verlangt.

 

Datum: 22.11.2013 / Dateigröße: 168.05 KB