Aktuelle Marktberichte

  • Marktbericht KW 17 2016


    Am Rapskassamarkt ist es auch diese Woche ruhig. Gesprächsstoff bietet vor allem das Wetter. In einigen Regionen erinnert das derzeit eher an Winter als an Frühling und durch das Auftreten von teils kräftigen Graupel- und Regenschauern befürchten einige Marktteilnehmer, dass die bis dato noch so gut stehenden, blühenden Feldbestände Schaden nehmen könnten. Das gilt es jedoch abzuwarten und da sich die Rapspflanzen bisher sehr gut entwickelt haben, sind umfangreiche Ausfälle unwahrscheinlich. Der agrarmeteorologische Prognosedienst der EU-Kommission MARS bestätigte in seiner aktuellen Schätzung seine hohen Erwartungen an die kommende Rapsernte in Deutschland. So prognostizieren die Experten unter Zuhilfenahme von Simulationsmodellen einen Durchschnittsertrag von 42 dt/ha. Das wären 7 % mehr als zur Vorjahresernte eingefahren wurden und fast ein Zehntel mehr als im langjährigen Mittel. Bei guten Aussichten auf die kommende Ernte und die vergleichsweise gute Erlössituation für Raps im Vergleich zu Getreide äußert sich nach wie vor in einer lebhaften Bereitschaft der Erzeuger am Abschluss von Kontrakten. Auf den vorderen Terminen wird derweil so gut wie gar nichts umgesetzt. Der Fokus der Ölmühlen richtet sich verstärkt auf die kommende Saison, wo die Margen nicht ganz so unbefriedigend sind, aber deswegen auch noch lange nicht gut. Ex Ernte 2016 werden für Juniware fob Hamburg aktuell, bei kaum veränderten Prämien der Verarbeiter, rund 5 EUR/t weniger als in der Vorwoche geboten und damit 371 EUR/t.

    Schwankende Rohstoff- und Währungskurse erhöhten die Volatilität der Sojaschrotpreise. Nachdem die Forderungen jüngst um 5 EUR/t gegenüber dem Vortag angehoben wurden, liegen sie jetzt über Vorwochenniveau. Prompte Ware in 44er-Qualität kostet fob Hamburg mit 325 EUR/t rund 20 EUR/t mehr, 48er-Ware wird mit 349 EUR/t etwa 16 EUR/t höher bewertet. Vergangener Woche wurden deutlich mehr genannt, nachdem die US-Sojabohnenkurse gestiegen sind. Die Sojaschrotpreise legten fast 25 EUR/t an einem Tag zu. Bei schwachen Vorgaben zum Wochenende wurden sie wieder zurückgenommen. Bedarf zeigen Käufer nicht. Auch Rapsschrotpreise sind im Vorwochenvergleich gestiegen bei geringer Nachfrage. Interesse besteht für vordere Liefertermine und da prompte Ware. Vor diesem Hintergrund und bei begrenztem Angebot zogen die Preise stark an. Im Großhandel kostet Ware zur Lieferung im Mai 2016 fob Niederrhein mit 224 EUR/t knapp 7 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    Mit dem Feiertag in den Niederlanden in dieser Woche kann sich der europäische Pflanzenölmarkt kaum beleben. Viele Marktteilnehmer bleiben am Mittwoch ihrem Arbeitsplatz fern, und selbst an den anderen Tagen dürfte das Handelsinteresse saisontypisch gering sein. Die Preisvorstellungen von Käufer und Verkäufer sind weiterhin viel zu unterschiedlich. Unbefriedigende Margen der Ölmühlen begrenzen ihren Preisspielraum. Vor allem vordere Ware findet zu den aktuellen Preisen keine Abnehmer, zumal der Absatz der Biodieselhersteller an pflanzenölbasierter Ware weiterhin zu wünschen übrig lässt. Biodiesel aus Altspeisefetten, sogenannter UCOME, mit einem höheren THG-Einsparpotenzial wird derweil lebhaft nachgefragt. Das Angebot an Raps- und Sojaöl ist vor dem Hintergrund der seit Wochen geringen Nachfrage reichlich. Die Preise stehen unter Druck. Rapsöl zur vorderen Lieferung kostet fob Hamburg mit 706 EUR/t aktuell 14 EUR/t weniger. Sojaöl wird mit 707 EUR/t nahezu identisch und etwa 13 EUR/t unter Vorwochenniveau bewertet.

    Dateigröße: 51 KDatum: 28.04.2016

  • Marktbericht KW 16 2016


    Der kräftige Anstieg der Rapskurse in Paris hat auch die Gebote am Kassamarkt für Raps in Deutschland in die Höhe getrieben. Die von den Verarbeitern auf die Notierungen gezahlten Prämien sind zur Vorwoche aufgrund der anhaltend unbefriedigenden Margen jedoch unverändert. Das Angebot ist dennoch leicht gestiegen. Zumindest Kontrakte auf die kommende Ernte wurden etwas umfangreicher abgeschlossen. Vor allem für Liefertermine ab Oktober 2016 wird mehr Ware vertraglich fixiert. Im Großhandel werden dafür fob Hamburg aktuell mit 365 EUR/t knapp 5 EUR/t mehr als in der Vorwoche geboten. Erzeuger hoffen aber auf weiter steigende Preise, auch um mit Raps niedrige Erlöse von Getreide etwas ausgleichen zu können. Sie sind ohnehin verstärkt mit Feldarbeiten beschäftigt, so dass sie sich in Bezug auf den Verkauf ihrer Restmengen in Geduld üben. Da Verarbeiter vor allem zum Ende des letzten Quartals noch Bedarf haben, könnte sich das möglicherweise auszahlen. Die Aussichten auf die kommende Ernte sind nach Einschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes DRV unverändert gut. Der Verband prognostiziert nach wie vor eine Erzeugung in Deutschland von insgesamt 5,0 Mio. t. Die Rapspflanzen sind ihrer Entwicklung aufgrund der milden Temperaturen Anfang April 2016 weiterhin im Vergleich zum Vorjahr voraus.

    Die Ölschrotpreise sind diese Woche erneut gestiegen. Bei festen Vorgaben der Sojaschrotkurse legten die Sojaschrotpreise zu. Vordere Ware in 44er-Qualität fob Hamburg wird mit aktuell 305 EUR/t knapp 20 EUR/t über Vorwochenniveau bewertet, 48er-Ware legte sogar 24 EUR/t auf 333 EUR/t zu. Das Kaufinteresse konnte bei den festen Preisen nicht gesteigert werden. Käufer hoffen auf Preisnachlässe durch ein steigendes Angebote aus Argentinien. Während die Entwicklung des argentinischen Peso zum US-Dollar Hoffnung schürte, wirken erwartete Ernteverluste in Argentinien Preisrücknahmen entgegen. Die Rapsschrotpreise erreichten im Vorwochenvergleich Monatshoch. Auf den vorderen Lieferterminen mangelt es an Offerten. Die Nachfrage ist verhalten, Käufer sind von den Preisen abgeschreckt und kaufen nur Kleinstmengen zu. Sehr knapp verfügbare Maiware kostet im Großhandel mit durchschnittlich 219 EUR/t aktuell rund 13 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    Der Handel mit Pflanzenölen läuft auch diese Woche ruhig. Viele Marktteilnehmer sind auf einer Großveranstaltung in Hamburg und widmen sich vor diesem Hintergrund nicht ihrem Tagesgeschäft. An den Fundamentaldaten hat sich gegenüber Vorwoche auch nichts geändert. Volatile Rohölkurse, die weiterhin auf niedrigem Niveau rangieren, und feste Rohstoffkurse sorgen für große Unsicherheit in Bezug auf die weitere Marktentwicklung, so dass das Handelsinteresse insgesamt gering ist. Die im Zuge kräftig steigender Rohstoffpreise zum Großteil angehobenen Pflanzenölpreise schmälern die Nachfrage zusätzlich. Nur Rapsöl wird leicht unter Vorwochenniveau bewertet. Bei einem Preisrückgang für vordere Ware von 1 EUR/t auf 715 EUR/t fob Rotterdam kann allerdings kaum Kaufinteresse geweckt werden. Die Sojaölpreise zogen gegenüber Vorwoche kräftig an und setzten sich dadurch von Rapsöl ab. Mit 720 EUR/t kostet Sojaöl zur Lieferung im April fob Rotterdam 15 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    Dateigröße: 50 KDatum: 21.04.2016

  • Marktbericht KW 15 2016


    Am Kassamarkt für Raps ist es unverändert ruhig. Selbst die leicht angehobenen Prämien für die Restmengen der Ernte 2015 können das Angebot nicht erhöhen. Da den Ölmühlen aufgrund der nach wie vor unbefriedigenden Margen, vor allem auf den vorderen Lieferterminen, weiterer Preisspielraum nach oben fehlt, dürfte sich an dieser Situation in den kommenden Tagen auch kaum etwas ändern. In den Monaten Mai und Juni 2016 haben Verarbeiter noch Versorgungslücken, während der Bedarf im April aufgrund der zum Teil durchgeführten Verarbeitungspausen gering sein dürfte. Manche Verarbeitungskapazitäten könnten vor dem Hintergrund der schwierigen Erlössituation aber auch bis zum Ende des Wirtschaftsjahres ungenutzt bleiben. Kontrakte auf die kommende Ernte werden derzeit nur sehr verhalten abgeschlossen, da Käufer und Verkäufer in Bezug auf ihre Preisvorstellungen selten auf einen Nenner kommen. Aktuell werden durchschnittlich 334 EUR/t frei Erfasserlager genannt, knapp ein Euro mehr als in der Vorwoche.

    Die Ölschrotpreise sind zuletzt gestiegen. Die Forderungen für Sojaschrot wurden von festen Kursen in Chicago in die Höhe getrieben. Der Fronttermin erreichte jüngst ein 4-Monatshoch. Witterungsbedingte Erntebehinderungen in Argentinien boten einen weiteren Grund. In Deutschland kostet Sojaschrot in 44er-Qualität zur vorderen Lieferung fob Norden aktuell 285 EUR/t und damit 18 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Ware in 48er-Qualität legte sogar um 19 EUR/t auf 309 EUR/t zu. Das ist das höchste Niveau seit knapp 6 Wochen. Käufer warten im Hinblick auf ein umfangreiches Angebot aus Südamerika auf Preisnachlässe und können aufgrund guter Deckung noch warten. Die Rapsschrotpreise sind im Vorwochenvergleich auch gestiegen. Vor allem knappe vordere Ware kostet deutlich mehr. Aprilware ist fast überall ausverkauft. Rapsschrot zur Lieferung im Mai 2016 wird fob Ölmühle mit durchschnittlich 204 EUR/t knapp 9 EUR/t über Vorwochenniveau bewertet.

    Der Pflanzenölhandel in Deutschland steht nahezu still. Umgesetzt wird kaum etwas. Käufern sind die Preise viel zu hoch und sie ordern höchsten kleine Mengen zur prompten Lieferung, während Verkäufer im Hinblick auf unbefriedigende Margen kaum zu Rücknahmen bereit sind. Selbst für Druckpartien, die 10 EUR/t günstiger offeriert werden, finden sich keine Käufer. Aber auch spätere Liefertermine werden nur sehr verhalten nachgefragt, da die Preisentwicklung in den kommenden Wochen kaum einzuschätzen ist. Die Unsicherheit und auch die Unzufriedenheit der Marktteilnehmer wachsen. Rapsöl kostet in Rotterdam etwa 1-2 EUR/t weniger als in der Vorwoche, am Niederrhein legten die Forderungen etwa um einen Euro zu. Vordere Ware wird mit 716 EUR/t in Rotterdam gut 11 EUR/t höher bewertet als Sojaöl.

    Dateigröße: 49 KDatum: 14.04.2016

  • Markbericht KW 14 2016


    Die Rapsnotierungen in Paris schlossen jüngst leicht über Vorwochenniveau. Auftrieb gab vor alle eine zunehmende Konkurrenzfähigkeit von Rapsöl für die Biodieselherstellung im Zuge kräftig steigender Palmölpreise. Bei weitgehend unveränderten Prämien der Verarbeiter konnten sich die Gebote für Raps gegenüber Vorwoche knapp behaupten. Fob Hamburg werden aktuell 367 EUR/t genannt und damit 1 EUR/t weniger. Kontrakte der neuen Ernte werden mit 349 EUR/t unverändert zur Vorwoche bewertet. Bei einem im vergangenen Monat um rund 14 EUR/t gestiegenen durchschnittlichen Erzeugerpreis wird tendenziell mehr aus der Landwirtschaft verkauft. Aufgrund einer deutlich kleineren Ernte 2015 sind die Restmengen aber wohl noch begrenzt, so dass sich das Plus nur in einem überschaubaren Angebotsanstieg äußert. Auch das Interesse an Kontrakten auf die kommende Ernte ist tendenziell gestiegen. Viele Erzeuger warten jedoch noch ab, wie sich die Rapsfeldbestände in den kommenden Wochen entwickeln, in der Erwartung, dass ein möglicher Wettermarkt den Preisen weiteren Auftrieb geben könnte.

    Der Ölschrothandel läuft diese Woche ruhig. Umgesetzt wird wenig. Nachdem die Preise zu Wochenbeginn 3-4 EUR/t gefallen sind, bewegen sie sich kaum. Vordere Ware kostet im Großhandel aktuell durchschnittlich 200 EUR/t und damit 3 EUR/t weniger. Die Sojaschrotpreise gerieten vergangene Woche mit einem festeren Euro unter Druck und erholten sich seitdem kaum. Aktuell kostet vordere Ware in 44er-Qualität im Norden Deutschlands mit 267 EUR/t fob rund 6 EUR/t weniger als in der Vorwoche, 48er-Ware gab preislich auf 290 EUR/t nach. Während die Preisrücknahmen der Vorwoche das Kaufinteresse gesteigert haben, ist die Nachfrage derzeit gering. Käufer hoffen auf Preisnachlässe und sind zudem gut gedeckt. Die Sojaschrotnotierungen in Chicago haben im Vorwochenvergleich auch nachgegeben. Druck übte eine zügig angelaufene Sojaernte in Argentinien aus. Nun unterbrechen Regenfälle die Feldarbeiten. Das hat den Sojaschrotkursen etwas Aufwind gegeben.

    Der Pflanzenölhandel ist zu Wochenbeginn bei sinkenden Preisen kurzzeitig in Schwung gekommen. Biodieselhersteller, die auf den vorderen Terminen noch Bedarf an Rohstoff hatten, orderten lebhafter als in den vergangenen Wochen. Verkäufer versuchten sich derweil mit ihren Geboten zu unterbieten. Nachdem das vordere Angebot aber so gut wie ausverkauft war, hat sich der Handel schnell wieder beruhigt. Das Interesse an Terminlieferungen ist unverändert gering, da Käufer die weitere Preisentwicklung abwarten. Bei den volatilen Vorgaben der Terminmarktkurse für Raps-, Sojabohnen- und Rohöl sind langfristige Prognosen derzeit schwierig. Sollten die Pflanzenölpreise in den kommenden Tagen weiter sinken, könnten aber durchaus weitere Abschlüsse zustande kommen. Die Preisdifferenz zwischen den Vorstellungen von Käufern und Verkäufern ist zwar weiterhin groß, aber eine nicht mehr so scheinbar unüberwindbare Hürde wie so oft in den vergangenen Monaten. Rapsöl kostet weiterhin mehr als Sojaöl. Fob Hamburg liegt vordere Ware mit 712,50 EUR/t auf unverändertem Preisniveau. Sojaöl wird zwar mit 705 EUR/t rund 10 EUR/t über Vorwochenniveau bewertet, kostet damit aber immer noch 7 EUR/t weniger als Rapsöl.

    Dateigröße: 50 KDatum: 07.04.2016

  • Marktbericht KW 13 2016


    Mit kräftig steigenden Rapsnotierungen in Paris sind die Gebote am Kassamarkt, sowohl für die Ernte 2015 als auch 2016, zur Vorwoche deutlich gestiegen. Während das Interesse an Kontrakten auf die kommende Ernte vor diesem Hintergrund zugenommen hat und mehr Ware vertraglich fixiert wurde, sind die Umsätze auf den vorderen Terminen weiterhin sehr begrenzt. Es gibt weder Angebot noch Nachfrage. Aber auch das Kontraktgeschäft läuft trotz der leichten Belebung insgesamt viel schleppender als in vergangenen Jahren. Auf Erzeugerebene werden für Kontrakte der Ernte 2016 aktuell durchschnittlich 330 EUR/t frei Erfasserlager geboten. Das ist zwar 1 EUR/t mehr als in der Vorwoche, aber 2 EUR/t weniger als im Vorjahr. Erzeuger erhoffen sich deutlich höhere Erlöse und warten auf einen kräftigen Preisanstieg im letzten Quartal 2015/16. Inwieweit es dazu kommen wird, hängt maßgeblich von der Entwicklung der Rohölkurse und der dadurch beeinflussten Nachfrage nach Pflanzenölen für die Biodieselherstellung ab.

    Der Preisanstieg von Rapsschrot vor den Osterfeiertagen hat Käufer abgeschreckt, zumal sie ihre Versorgungslücken gefüllt haben und der Bedarf so gering ist. Feste Rohstoffpreise und ein immer überschaubarer werdendes vorderes Angebot, auch aufgrund der Verarbeitungspausen einiger Ölmühlen, verringern den Druck auf die Preise. Bei deutlich weniger Kaufinteresse ist der Rückgang zur Vorwoche deutlich. Knappe Aprilware kostet im Vergleich zur Vorwoche mit durchschnittlich 203 EUR/t rund 13 EUR/t weniger. Lieferungen im Mai 2016 werden mit 200 EUR/t etwa 7 EUR/t niedriger bewertet. Aufgrund der Preisanhebungen für Rapsschrot und bei gleichzeitig schwach tendierenden Sojaschrotpreisen rückten die Proteinpreise näher zusammen. Zeitweise kostete ein Prozent Protein im Rapsschrot mit 6,20 EUR/t genauso viel wie im Sojaschrot. Aktuell kostet ein Prozent Protein im Sojaschrot durchschnittlich 6,10 EUR/t und damit 30 Cent mehr als im Rapsschrot.

    Nachdem die Preise für Rapsöl im Zuge fester Rohstoffkurse gegenüber Vorwoche erneut deutlich zugelegt haben, liegen sie nun deutlich über denen für Sojaöl. In Rotterdam kostet vordere Ware mit 713 EUR/t fob fast 13 EUR/t mehr. Auch für spätere Lieferungen muss nun mehr als für Sojaöl gezahlt werden. So wird Augustware Rapsöl mit 712 EUR/t fob rund 7 EUR/t höher bewertet. Mit den jüngsten Preisanhebungen wurde vorerst jegliche Chance auf Nachfragebelebung im Keim erstickt. Die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern liegen viel zu weit auseinander. Allerdings ist es diese Woche aufgrund der feiertagsbedingt kurzen Woche ohnehin sehr ruhig im Tagesgeschäft. Viele Marktteilnehmer kehren wohl erst nächste Woche an ihren Arbeitsplatz zurück.

    Dateigröße: 49 KDatum: 31.03.2016

  • Marktbericht KW 12 2016


    Die Lage am Kassamarkt für Raps ist im Vergleich zur Vorwoche eigentlich unverändert. Zwar sind die Gebote bei festen Vorgaben der Rapsnotierungen in Paris gestiegen, allerdings nicht in dem Umfang, dass die Abgabebereitschaft der Erzeuger deutlich animiert werden konnte. Vereinzelt wird mehr offeriert, von einem nachhaltig spürbaren Angebotsanstieg kann jedoch nicht die Rede sein. Es werden weder die Restmengen der vergangenen Ernte angeboten, noch Kontrakte auf die kommende Ernte abgeschlossen, obwohl die Preise dafür zuletzt etwas deutlicher gestiegen sind. Bei einem aktuellen Durchschnittspreis für Raps frei Erfasserlager von 338 EUR/t ist der Abstand zu dem Preis, den sich Erzeuger erhoffen, derzeit noch sehr groß. Die Ölmühlen agieren im Tagesgeschäft derweil auch zurückhaltend und fragen aufgrund ihrer guten Deckung auf den vorderen Lieferterminen wenig nach. Die Prämien sind wegen anhaltend unbefriedigenden Margen starr. Verarbeiter hoffen im Zuge tendenziell fester Rohölpreise auf eine steigende Nachfrage der Biodieselhersteller. Bis dato zeichnet sich das jedoch nicht ab.

    Lebhafteres Kaufinteresse und feste Vorgaben der Rohstoffkurse in Paris haben den Rapsschrotpreisen Auftrieb gegeben. Aprilware kostet im Großhandel durchschnittlich 217 EUR/t und damit 23 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Das entspricht dem höchsten Niveau seit Ende November 2015. Auch wenn die Nachfrage lebhafter war, ist sie auf Kleinstmengen begrenzt, um Versorgungslücken zu füllen. Das Angebot ist durch die Verarbeitungspausen einiger Ölmühlen knapper geworden, jedoch ausreichend. Die Sojaschrotpreise entwickeln sich aufgrund des umfangreichen Angebots bei verhaltener Nachfrage gegensätzlich zu denen für Rapsschrot. Ein zuletzt fester US-Dollar bremste den Abwärtstrend, der Preisspielraum nach unten ist jedoch geöffnet. Prompte Ware fob in 44er-Qualität kostet im Norden aktuell 274 EUR/t und damit 2 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Sojaschrot mit einem Proteingehalt von 48 % wird mit 301 EUR/t auch 2 EUR/t niedriger bewertet.

    Der Pflanzenölmarkt präsentiert sich diese Woche fest. Die Rohölpreise konnten sich erneut zur Vorwoche festigen, wenn auch nur leicht. An den Rahmenbedingungen mit unbefriedigenden Margen, sowohl der Ölmühlen als auch der Biodieselhersteller hat sich allerdings nichts geändert. Die Nachfrage nach Pflanzenölen am Kassamarkt ist anhaltend gering und auf den vorderen Terminen wird kaum etwas umgesetzt. Lieferungen im Sommer werden zwar besprochen, aber auch hier kommt es selten zu Abschlüssen. Die Preisvorstellungen von Käufer und Verkäufer liegen zu weit auseinander. Rohes Rapsöl zur Lieferung im Mai 2016 kostet fob Rotterdam mit 701 EUR/t rund 10 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Sojaöl legte zum gleichen Liefertermin knapp 15 EUR/t auf 700 EUR/t zu und zog damit nahezu gleich mit Rapsöl. Noch deutlicher stiegen die Preise für Raffinate. So kosten sowohl Soja- als auch Rapsölraffinat diese Woche knapp 20 EUR/t mehr und werden aktuell mit 765 EUR/t identisch bewertet.

    Dateigröße: 49 KDatum: 24.03.2016

  • Marktbericht KW 11 2016


    Selbst zum Teil deutlich höhere Gebote konnten das Angebot am Kassamarkt für Raps kaum erhöhen. Erzeuger erhoffen sich noch mehr, als die im Zuge fester Rapsnotierungen zeitweise zusätzlich gezahlten 5 EUR/t. Mit den zuletzt schwächer tendierenden Preisen ist jegliche erwachsene Abgabebereitschaft auch wieder im Keim erstickt worden. Zumal die Nachfrage der Ölmühlen, vor allem auf den vorderen Lieferterminen, anhaltend gering ist. Einige sind bis in den Mai 2016 hinein bereits gut versorgt, so dass der Bedarf an inländischer Ware gering ist. Das setzt die auf die Börsennotierungen gezahlten Prämien unter Druck und belastet die Preise am Kassamarkt zusätzlich. Im Vergleich zur Vorwoche wird fob Hamburg für vordere Ware mit 350 EUR/t rund 1 EUR/t mehr geboten. Für reichlich Gesprächsstoff und Spekulationen am Markt hat vergangene Woche die Bekanntmachung gesorgt, dass eine Ölmühle im Südwesten Deutschlands aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit die Verarbeitung einstellt und abgerissen werden soll. Der Deutsche Raiffeisenverband DRV hat jüngst seine erste Ernteschätzung für 2016 veröffentlicht. Die Rapsernte wird mit 5 Mio. t auf Vorjahresniveau gesehen. Nach Angaben des Verbandes haben die Rapsbestände das Winterhalbjahr insgesamt ohne nennenswerte Schäden überstanden.

    Die Rapsschrotpreise setzen ihren Aufwärtstrend fort. Auftrieb gaben in der vergangenen Woche feste Rapskurse in Paris sowie eine lebhaftere Nachfrage. Diese ist jedoch auf vordere Liefertermine beschränkt. So schließen Käufer einige Versorgungslücken bis zum Sommer, in der Befürchtung weiter steigender Preise. Mit stetig anziehenden Forderungen sinkt aber das Kaufinteresse. Vordere Ware kostet mit durchschnittlich 194 EUR/t fob Ölmühle im Vorwochenvergleich rund 5 EUR/t mehr. Während die Rapsschrotpreise zur Vorwoche zugelegt haben und fast 2-Monatshoch erreichten, gaben die Preise für importiertes Sojaschrot im Zuge eines gegenüber dem US-Dollar festen Eurokurses in gleichem Umfang nach. Sojaschrot in 44er-Qualität kostet damit aktuell rund 276 EUR/t, 48er-Ware 303 EUR/t. Die Nachfrage ist trotz der Preisrücknahmen verhalten. Im Hinblick auf ein umfangreiches Angebot aus Südamerika stehen die Preise unter anhaltendem Druck.

    Volatile Rohölpreise und starke Währungsschwankungen erschweren den Handel mit Pflanzenölen. Marktteilnehmer sind verunsichert, weil die weitere Preisentwicklung schwer abzuschätzen ist, und agieren insgesamt sehr verhalten. Umgesetzt wird vor diesem Hintergrund kaum etwas. Käufer ordern höchstens Kleinstmengen auf den vorderen Lieferterminen. Die Margen der Biodieselhersteller haben sich derweil aufgrund der anhaltend niedrigen Rohölpreise nicht spürbar verbessert. Die Nachfrage nach Biodiesel ist gering und das schmälert das Kaufinteresse an Rohstoffen für die Herstellung, die zudem im Zuge steigender Preise für Raps und Soja zuletzt im Preis anzogen. So kostet Rapsöl aktuell mit 690 EUR/t für vordere Ware fob Hamburg rund 5 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Sojaöl zur Lieferung im April wird gegenüber Vorwoche stabil und damit gleichauf mit Rapsöl bewertet.

    Dateigröße: 50 KDatum: 17.03.2016

  • Marktbericht KW 10 2016


    Selbst ein kräftiger Preisanstieg zu Wochenbeginn konnte dem Handel mit Raps in Deutschland kein Leben einhauchen. Dieser war vor allem auf deutlich anziehende Rapsnotierungen in Paris zurückzuführen. Der Fronttermin ist allein von Freitag zu Montag um 3,75 EUR/t auf 353,75 EUR/t gestiegen und das hat die Gebote ebenfalls kräftig steigen lassen, teilweise um bis zu 5 EUR/t. Das Angebot aus Erzeugerhand ist dennoch nicht gestiegen. Für die Restmengen erhoffen sich Erzeuger noch deutlich höhere Erlöse. Fob Hamburg werden aktuell mit 349 EUR/t noch rund 6 EUR/t mehr als in der Vorwoche genannt. Die kommende Ernte wird mit 338 EUR/t etwa 8 EUR/t über Vorwochenniveau bewertet. Umgesetzt wird kaum etwas. Nachdem es jüngst dann wieder sowohl mit den Notierungen in Paris als auch den Preisen am Kassamarkt abwärts ging und auch die Prämien gegenüber Vorwoche zum Teil gesunken sind, besteht ohnehin keine Chance auf eine baldige Belebung des Marktes. Verarbeiter sind auf den vorderen Terminen nach wie vor gut gedeckt, zum Teil aus der heimischen Ernte und aufgrund des seit Monaten knappen Inlandangebotes wahrscheinlich zum größeren Teil aus Importen. An den Prämien tut sich vor diesem Hintergrund kaum etwas. Auch im letzten Quartal des Wirtschaftsjahres 2015/16 ist die Nachfrage verhalten und das Angebot knapp.

    Steigende Rapspreise hatten den Rapsschrotpreisen im Laufe der vergangenen Woche kräftigen Auftrieb gegeben. Das hatte die Nachfrage deutlich gesteigert, da Käufer damit rechneten, dass der Aufwärtstrend anhalten würde und vorab noch eine paar kurzfristige Versorgungslücken schließen wollten. Nachdem die Rapsnotierungen an der Börse und die Gebote am Kassamarkt am Dienstag eine Kehrtwende machten und nun wieder schwach tendieren, stehen auch die Rapsschrotpreise unter Druck. Das hat den Schwung wieder aus dem Tagesgeschäft genommen. Umgesetzt wird aktuell kaum etwas. Rapsschrot zur vorderen Lieferung kostet aktuell mit durchschnittlich 189 EUR/t und damit 10 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Die Sojaschrotpreise am deutschen Kassamarkt entwickeln sich demgegenüber volatil und folgten zuletzt weitgehend der Entwicklung des Eurokurses, der die Preise für Importware stark beeinflusst. Den festen Vorgaben der Sojaschrotnotierungen in Chicago wirkt ein umfangreiches Angebot entgegen, so dass sich die Preispanne in den vergangenen Tagen zwischen 3-4 EUR/t eingependelt hat. Im Vergleich zur Vorwoche kostet vordere Ware im Norden mit 281 EUR/t etwa 1 EUR/t mehr, 48er-Ware wird mit 308 EUR/t identisch bewertet.

    Feste Raps- und Sojabohnenpreise sowie anziehende Rohölkurse haben die Forderungen für Pflanzenöle am europäischen Markt in die Höhe getrieben. Während Rapsöl 2-6 EUR/t höher bewertet wird, kostet Sojaöl 5-10 EUR/t mehr. Fob Rotterdam liegen die Forderungen für Lieferungen im April 2016 aktuell bei 683 EUR/t für Rapsöl und 675 EUR/t für Sojaöl. Der Umsatz hat sich im Vergleich zur Vorwoche kaum belebt. Zwar wurden vereinzelt kleinere Mengen umgesetzt, von einer Belebung zu sprechen, wäre jedoch übertrieben. Dafür liegen die Preisvorstellungen der Käufer und Verkäufer noch zu weit auseinander. Zwar ist die Konkurrenzfähigkeit von Biodiesel gegenüber mineralischem Diesel zuletzt gestiegen, trotzdem ist Nachfrage aufgrund der anhaltend großen Preisdifferenz gering. Das schmälert die Nachfrage nach Rohstoffen für die Biodieselherstellung erheblich.

    Dateigröße: 57 KDatum: 10.03.2016

  • Marktbericht KW 09 2016


    An den Rahmenbedingungen am Kassamarkt für Raps hat sich im Vergleich zur Vorwoche nichts verändert. Wenn überhaupt, bewegen sich höchstens die Preise, und das nur ins Negative. So sind die Gebote bei sehr schwachen Rapsnotierungen in Paris im Vergleich zur Vorwoche erneut zurückgenommen worden. Fob Hamburg werden für vordere Ware mit 343 EUR/t rund 7 EUR/t weniger genannt. Frei Erfasserlager erhalten Erzeuger aktuell durchschnittlich 334 EUR/t und damit 4 EUR/t weniger. Die Margen der Verarbeiter sind derweil aufgrund des schleppenden Absatzes an Rapsöl und Rapsschrot weiterhin unbefriedigend. Im Zuge eines saisonal besseren Frühjahrgeschäftes mit Rapsöl zeichnet sich für die kommenden Wochen aber durchaus eine Verbesserung ab. Die Rohstoffversorgung der Ölmühlen ist auf den vorderen Terminen, wahrscheinlich aufgrund einer Ergänzung durch Importe, sehr gut. Da sich die Nachfrage somit auf die letzten beiden Monate des Wirtschaftsjahres 2015/16 konzentriert, könnte der von Erzeugern erhoffte Preisanstieg noch eine ganze Weile auf sich warten lassen. Zu den aktuellen Geboten wird kaum etwas angeboten.

    Der Handel mit Ölschroten hat sich im Vergleich zur Vorwoche hat sich nur im Rapsschrotgeschäft etwas belebt. So haben die in den vergangenen Wochen stark rückläufigen Preise, die weiterhin auf 4-Jahrestief rangieren, etwas Kaufinteresse geweckt. Das ist aber auf vordere Liefertermine und Kleinstmengen beschränkt. So haben Käufer doch noch kleine Bedarfslücken im vorderen Bereich zu füllen. Das vordere Angebot ist in den vergangenen Tagen dabei knapper geworden. Das und die stetige Nachfrage haben den Preisen Auftrieb gegeben. Lieferungen im März werden mit durchschnittlich 179 EUR/t rund 6 EUR/t höher bewertet. Das Geschäft mit Sojaschrot läuft weiterhin schleppend. Ein gegenüber dem Euro fester US-Dollar hat den Preisen für Importe Auftrieb gegeben. Dementgegen wirkt jedoch der stetig zunehmende Angebotsdruck von Rohstoff und Schrot aus Südamerika. Die dadurch schwach tendierenden Notierungen in Chicago begrenzen am deutschen Kassamarkt den Preisspielraum nach oben.

    Die Rapsölpreise in Deutschland haben bei schwachen Vorgaben der Rohstoffkurse und anhaltend schleppender Nachfrage im Vergleich zur Vorwoche einen Satz nach unten gemacht. In Rotterdam kostet Aprilware fob mit 677 EUR/t rund 27 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Spätere Lieferungen gaben etwas weniger nach und liegen nun bis einschließlich Oktober 2016 preislich auf dem gleichen Niveau wie vordere Ware. Damit ist der Preisabstand gegenüber Sojaöl, das im Vergleich zur Vorwoche nur etwa 5 EUR/t niedriger bewertet wird, auf 5-7 EUR/t geschmolzen. Die Nachfrage konnte jedoch mit den teils deutlichen Preisrücknahmen kaum animiert werden. Käufer hoffen nun auf noch weiter sinkende Preise. Trotzdem sind sich die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern etwas näher gekommen.

    Dateigröße: 49 KDatum: 03.03.2016

  • Marktbericht KW 08 2016


    Bei schwachen Rapskursen in Paris sowie zum Teil zurückgenommenen Prämien der Verarbeiter sind die Gebote für Raps am Kassamarkt weiterhin rückläufig. In das Tagesgeschäft kann vor diesem Hintergrund kein Schwung kommen. Erzeuger hoffen auf einen deutlichen Preisanstieg zum Ende der Saison 2015/16 und bieten derzeit kaum Lagerware an. Dringenden Bedarf an Rohstoff haben die Ölmühlen ohnehin nicht. Besonders auf den vorderen Terminen sind sie gut gedeckt, so dass die Prämien dafür um bis zu 2 EUR/t gesunken sind. Im Großhandel werden franko Niederrhein diese Woche für Aprilware mit 362 EUR/t etwa 6,50 EUR/t weniger geboten. Eine große Variable im Hinblick auf die Preisentwicklung im letzten Quartal 2015/16 bleibt der Umfang der Importe, die den verbliebenen Mengen heimischer Ware Konkurrenz machen könnten. Genaueres wird sich erst in den nächsten Wochen abzeichnen. Die kommende Ernte 2016 ist immer noch kein Gesprächsthema. Dem Vernehmen nach soll noch nicht einmal ein Fünftel der erwarteten Erntemenge kontrahiert worden sein.

    Die Lage am Ölschrotmarkt ist gegenüber der Vorwoche unverändert. Gleiches gilt beinahe auch für die Preise. Sowohl Soja- als auch Rapsschrot werden etwa 1 EUR/t niedriger bewertet. Rapsschrot zur prompten Lieferung kostet aktuell durchschnittlich 174 EUR/t fob Ölmühle, Sojaschrot rangiert fob Hamburg bei 280 EUR/t. Die Aussichten auf umfangreiches Rohstoffangebot aus der zügigen Ernte in Südamerika können die Wirkung des zuletzt festeren US-Dollars kompensieren. Langfristig tendieren die Sojaschrotpreise, vor allem aufgrund der sehr geringen Nachfrage, allerdings schwach. Auch das Interesse an Rapsschrot ist gering. Umsätze beschränken sich weiterhin vor allem auf den Niederrhein. Spätere Lieferungen werden zwar besprochen, über den Preis werden sich Käufer und Verkäufer jedoch selten einig. Bedarf haben Käufer derweil sowohl auf den vorderen als auch auf den Lieferterminen im letzten Quartal 2015/16. Trotzdem werden höchstens Kleinstmengen geordert.

    Starke Währungsschwankungen und volatile Rohölkurse trüben am europäischen Pflanzenölmarkt die Stimmung, so dass sich das Tagesgeschäft nicht belebt. Käufer sind verunsichert, weil sich kaum vorhersagen lässt, wie sich die Preise in den kommenden Tagen und Wochen entwickeln werden. Dabei hoffen sie aber vor allem auf Preisnachlässe. Diese gibt es zwar im Vergleich zur Vorwoche, allerdings in überschaubaren Rahmen. So kostet Rapsöl zur Lieferung im März fob Rotterdam mit 702 EUR/t rund 3 EUR/t weniger. Sojaöl wird mit 680 EUR/t etwa 5 EUR/t niedriger bewertet. Das Angebot ist weiterhin ausreichend.

    Dateigröße: 54 KDatum: 26.02.2016

  • Marktbericht KW 07 2016


    Am Rapsmarkt fehlt es an Impulsen und an Eigenleben. Die Preise werden maßgeblich beeinflusst von den Soja-, Palmöl- und Rohölnotierungen in Übersee. Die kurze Aufwärtsbewegung am Pariser Terminmarkt wurde am Kassamarkt aufgrund unbefriedigender Verarbeitungsmargen nur geringfügig spürbar. Die Hoffnung auf verbesserte Marktbedingungen, mehr Produktabsatz und mehr Rohstoffangebot wird auf einen immer späteren Zeitpunkt terminiert. Dabei schwingt auch immer die Unsicherheit über das Angebot aus Übersee mit. Was nützt eine lebhaftere Nachfrage nach Rohstoff und Nachprodukten, wenn die Ware aus deutscher Produktion nicht wettbewerbsfähig ist. Franko Niederrhein wurde Raps in dieser Woche mit 365 EUR/t zur Lieferung bewertet und damit unverändert zur Vorwoche. Erzeuger erhielten im Schnitt mit nicht einmal mehr 340 EUR/t. Die Entwicklung hat die ohnehin geringe Abgabebereitschaft weiter gebremst.

    Am deutschen Kassamarkt für Ölschrote kann von lebhaftem Geschäft mit Rapsschrot nicht die Rede sein. Am Niederrhein werden auf den Lieferterminen ab März 2016 stetig Unterhandlungen geführt, die vereinzelt auch in Abschlüssen münden. Zumeist liegen Geld- und Briefkurse aber 2 EUR/t auseinander. Prompte Ware liegt hingegen wie Blei in den Lägern der Anbieter und findet keine Käufer. Dennoch werden die Forderungen kaum zurückgenommen. Fob Niederrhein werden 174 EUR/t verlangt, 1 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Damit hat sich der Preisabstand zu den Folgeterminen deutlich minimiert, die im Vergleich zur Vorwoche 3 EUR/t an Wert eingebüßt haben. Der Sojaschrothandel ist ein zähes Geschäft. In den vergangenen Wochen wurde im Inland kaum Neugeschäft verzeichnet. Mischfutterhersteller zeigen zwar sporadisch Interesse, wenn, dann aber auf späteren Lieferterminen und nicht zu jedem Preis. Mit dem jüngsten Anstieg der Notierungen in Chicago und dem gleichzeitig schwächeren Euro haben die Sojaschrotforderungen einen kräftigen Sprung nach oben gemacht und lähmen den ohnehin absatzschwachen Markt. Zumal für die kommenden Wochen keine Trendwende erwartet wird. Die verzögerte Verschiffung aus Brasilien sollte sich in den kommenden Wochen auflösen und so den Warenstrom Richtung Europa anschwellen lassen, zusätzlich verstärkt von den Lieferungen aus Argentinien. Damit ist der Preisspielraum nach unten weiter geöffnet. Fob Hamburg wurden zuletzt 278 EUR/t für 44er zur prompten Lieferung genannt, 3 EUR/t weniger als am Vortag, aber 2 EUR/t mehr als noch vor einer Woche.

    Auch an den Pflanzenölmärkten gestaltet sich das Geschäft ausgesprochen zäh. Es herrscht kaum Nachfrage. Die Speiseölproduzenten haben sich vor frühzeitig ausreichend eingedeckt und da auch kein unerwartetes Neugeschäft auftaucht, bleiben Bedarfsspitzen aus. Gleiches gilt für die Biokraftstoffhersteller. Mit dem niedrigen Dieselpreis versuchen die Mineralölhersteller die Beimischungsmengen so gering wie möglich zu halten. Das spiegeln auch die relativ hohen Preise für THG 90-Ware wider. Das kann mit Rapsöl nicht erreicht werden. Die Nachfrage ist äußerst gering. Fob Niederrhein wird für vordere Ware 702,50 EUR/t genannt. Das sind zwar 3,50 EUR/t mehr als in der Vorwoche, aber die Vorstellungen der Käufer liegen unvereinbar mindestens 5 EUR/t darunter. An einigen Standorten ist vordere Ware bereits wieder überreichlich verfügbar, so dass deutlich niedrigere Offerten genannt werden, aber auch diese Partien finden kaum Käufer. Sojaöl hat mit der Befestigung der Terminkurse in den vergangenen Tagen ordentlich an Boden wettgemacht und nähert sich damit den Rapsölpreisen weiter an. Die Differenz liegt nun nur noch bei 6,50 EUR/t, Anfang des Jahres waren es 55 EUR/t. Sojaöl am Oberrhein wurde zuletzt mit 696 EUR/t zur Lieferung im Februar bewertet und erzielt aufgrund des knappen Angebotes damit ein Aufgeld von 6 EUR/t. Und auch der März-Termin liegt mit 690 EUR/t noch 5 EUR/t über den Folgeterminen.

    Dateigröße: 174 KDatum: 20.02.2016

  • Marktbericht KW 06 2016


    Schwache Rapsnotierungen in Paris - der Fronttermin erreichte diese Woche fast 6- Monatstief - haben dem Kassamarkt für Raps den wenigen neu gewonnenen Schwung aus der Vorwoche wieder genommen. Den kräftig sinkenden Rapskursen an der Börse können die darauf gezahlten Prämien der Verarbeiter, obwohl sie zum Teil leicht angehoben wurden, nichts entgegen setzen. Die Gebote sind stark rückläufig und das lähmt die Abgabebereitschaft der Erzeuger. Fob Hamburg werden für vordere Ware aktuell mit 351 EUR/t rund 13 EUR/t weniger genannt als in der Vorwoche. Der Bedarf der Ölmühlen ist im ersten Quartal wohl schon gut gedeckt, zumal einige die Verarbeitung zurückgefahren haben und deshalb weniger nachfragen. Erst an Lieferungen zwischen April und Juni 2015 besteht Kaufinteresse. Das ist jedoch noch verhalten, zumal Importe mit deutscher Ware konkurrieren könnten. In Deutschland wird derzeit kaum etwas angeboten. Sowohl Käufer als auch Verkäufer warten die weitere Preisentwicklung ab. Vor dem Hintergrund der aktuellen Schwäche der Rapspreise schwinden die Hoffnungen der Erzeuger, zum Ende der Saison 2015/16 noch auf ein Niveau von über 380 EUR/t zu kommen. Am deutschen Kassamarkt für Ölschrote wird weiterhin wenig umgesetzt. Trotz stark rückläufiger Preise konzentriert sich die Nachfrage vor allem auf vordere Termine. Das Angebot ist demgegenüber reichlich. Nur im Süden Deutschlands ist Sojaschrot zur Lieferung im Februar ausverkauft. Die Sojaschrotpreise haben aufgrund eines gegenüber dem Euro schwachen US-Dollars sowie rückläufigen Sojaschrotkursen in Chicago im Laufe der Woche kräftig nachgegeben und erreichten ein 4-Jahrestief. Im Norden kostet prompte Ware in 44er-Qualität mit 282 EUR/t fob rund 15 EUR/t weniger als in der Vorwoche, 48er-Ware wird mit 306 EUR/t etwa 16 EUR/t niedriger bewertet. Käufer hoffen auf Preisnachlässe, sollte sich die positive Entwicklung in Südamerika fortsetzen und das Rohstoffangebot weiter steigen. Die Rapsschrotpreise sanken unter dem Druck schwacher Rohstoffkurse in Paris und geringer Nachfrage ebenfalls kräftig. Februarware kostet mit durchschnittlich 177 EUR/t fob Ölmühle knapp 10 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Das entspricht ebenfalls einem 4-Jahrestief. Der kräftige Rückgang der Rohölkurse und starke Währungsschwankungen, mit gegenüber dem US-Dollar tendenziell festem Euro, haben dem Pflanzenölmarkt diese Woche jegliche Chance auf Belebung genommen. Selbst die zum Teil deutlich gesunkenen Preise können keine Nachfrage generieren. Schließlich weiß niemand, was morgen ist. Und Käufer hoffen auf weitere, deutliche Preisnachlässe. Ihre Vorstellungen liegen weit unter denen der Verkäufer. Diese sind aufgrund der anhaltend unbefriedigenden Margen aber kaum zu weiteren Rücknahmen bereit. Neben schwachen Raps- und Sojabohnennotierungen setzt ein überreichliches Angebot die Preise für Raps- und Sojaöl unter Druck. Rapsöl zur vorderen Lieferung kostet aktuell mit 702 EUR/t fob Rotterdam rund 13 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Fob Hamburg ist die gleiche Position unter die Marke von 700 EUR/t gefallen. Sojaöl kostet fob Rotterdam mit 685 EUR/t rund 10 EUR/t weniger als in der Vorwoche.

    Dateigröße: 55 KDatum: 15.02.2016