Aktuelle Marktberichte

  • Marktbericht KW 25 2016


    Die Gebote am Kassamarkt für Raps sind aufgrund kräftig sinkender Rapskurse in Paris und bei geringer Nachfrage stark rückläufig. Franko Niederrhein werden aktuell 352 EUR/t genannt und damit fast 19 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Angeboten wird vor diesem Hintergrund kaum etwas. Erzeuger haben die festen Preise der vergangenen Wochen genutzt und ihre üblichen Mengen zur Lieferung in 2016/17 vertraglich fixiert. Das waren etwa 30-40 % der voraussichtlichen Erntemenge. Jetzt warten sie den Start und die ersten Druschergebnisse ab, bevor sie wieder etwas anbieten. Die Spekulationen über das diesjährige Ertragsniveau sind aufgrund der regional widrigen Witterung der vergangenen Wochen lebhaft. So könnten Trockenheit in Ostdeutschland und überdurchschnittliche Niederschläge im Süden zu deutlichen Einbußen führen. Auch wenn die Prognosen zuletzt etwas nach unten angepasst wurden, könnten deutschlandweit aber immer noch überdurchschnittliche Erträge eingefahren werden. Zumindest haben das Experten von MARS mit Hilfe von Simulationsmodellen und Berechnungen anhand historischer Werte berechnet. Demnach wird in Deutschland ein Durchschnittsertrag von 40 dt/ha erwartet. Das wären fast 7 % mehr als im langjährigen Mittel. Nach Einschätzung der AMI gibt es allerdings hinsichtlich des Ertragsniveaus mehr Luft nach unten als nach oben.

    Ein volatiler Eurokurs im Vorfeld der Abstimmung Großbritanniens über den Verbleib in der EU-28 lässt die Preise für importiertes Sojaschrot kräftig schwanken. Zwar sind die Preissprünge diese Woche nicht so groß, wie in der vorherigen Woche, trotzdem sind Käufer von täglichen Anpassungen verunsichert und fragen kaum nach. Schließlich ist ungewiss, wie sich die Preise in den kommenden Tagen entwickeln. Gute Vegetationsbedingungen in den USA sowie eine lebhafte Verarbeitung in Argentinien könnten langfristig Druck ausüben. Auch der Rapsschrothandel kommt nicht in Schwung. Bis sich die Anspannung um das UKReferendum gelegt hat, könnte es auch eine Weile dauern. Sowohl Käufer als auch Verkäufer warten zudem den Start der Rohstoffernte 2016 ab, um die weitere Angebots- und Preisentwicklung besser abschätzen zu können. Im Großhandel wird prompte Ware mit 215 EUR/t rund 13 EUR/t unter Vorwochenniveau bewertet.

    Die Pflanzenölpreise sind bei schwachen Rohstoffkursen abgerutscht. Bei nahezu lebloser Nachfrage und ausreichendem Angebot bietet selbst der Markt keine Impulse. Die Verunsicherung der Marktteilnehmer bezüglich der EU-28 und des Euro ist weiterhin groß und das voraussichtlich knappe Ergebnis des Referendums wird mit Spannung erwartet. Nachdem sowohl die Sojabohnen- als auch die Rapskurse kräftig nachgegeben haben und Rohöl zuletzt ebenfalls schwach tendierte, konnten sich die Pflanzenölpreise nicht halten. Rapsöl zur Lieferung im August 2016 kostet fob Rotterdam am 22.06.2016 mit 681 EUR/t rund 18 EUR/t weniger als in der Vorwoche, Sojaöl gab 15 EUR/t auf 695 EUR/t nach. Die Nachfrage wurde aufgrund der angespannten Lage trotz kräftiger Preisnachlässe nicht beflügelt. Wenn überhaupt, ordern Käufer Kleinstmengen zur prompten Lieferung.

    Dateigröße: 57 KDatum: 23.06.2016

  • Marktbericht KW 24 2016


    Der Rapsmarkt bleibt weiterhin geprägt von abwartender Haltung. Erzeuger sind von den rückläufigen Geboten wenig angetan und halten sich mit weiteren Offerten vorerst zurück. Es scheint, als haben viele Anbieter ihr übliches Drittel der zu erwartenden Ernte verkauft. Zurückhaltung wird nur von den Landwirten im Nordosten der Republik berichtet, die ihren leichten Standorten bei der bisherigen Trockenheit nicht viel zutrauen und daher erst 20-25 % vermarktet haben sollen. Darüber hinaus läuft derzeit nur noch wenig. Nach den Unwettern der Vortage wird nun erst einmal abgewartet, wie sich die Feldbestände weiterhin entwickeln. Stimmen aus dem Markt bewerten die Ertragsschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes für Winterweizen mit 38,4 dt/ha als zu niedrig, sie halten 41,5-42,5 dt/ha als eher wahrscheinlich. Damit könnte die Rapsernte 2016 auf 5,5 Mio. t kommen. Auch wenn in Deutschland die Rapsbestände keine erkennbaren Schäden davon getragen haben, wird dennoch auf ein geringeres Rapsangebot in der EU-28 spekuliert. Das könnte den Preisen während der Ernte sogar unüblicherweise Auftrieb gewähren, falls die Erträge nicht stimmen. Vordere Ware wird an einigen Standorten gesucht, was die hohen Prämien widerspiegeln, aber auf den hinteren Positionen zeigen sich die Verarbeiter derzeit wenig aufnahmebereit. Vor dem Hintergrund unbefriedigenden Margen und einer schon sehr hohen Bedarfsdeckung, wenigstens für die Termine Oktober bis Dezember 2016, werden die Prämien nicht angepasst. Sie erhoffen sich, die Rohstofflücken während der Ernte zu niedrigeren Preisen schließen zu können. Der Preisabstand zwischen Weizen und Raps auf Erzeugerstufe ist derzeit jedoch so groß - neuerntiger Raps 356 EUR/t, neuerntiger Brotweizen 142 EUR/t - dass die Erzeuger wohl eher die Ölsaat einlagern als das Getreide.

    Der Ölschrotmarkt präsentiert sich auch in dieser Woche ausgesprochen lethargisch, umgesetzt wird kaum etwas. Käufer zeigen wenig Kaufinteresse, zumal die Forderungen den Rückwärtsgang angetreten haben. Selbst prompte Termine gaben trotz eines regional knappen Angebotes nach. Mit 228 EUR/t kosteten sie am 15.06.2016 rund 4 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Rapsschrot der kommenden Saison gab indes nur um 3 EUR/t auf 237 EUR/t nach. Gleichzeitig lassen volatile Währungen die Forderungen für Importware kräftig schwanken. Auch das dämpft die Nachfrage. Da die Preise stark währungsbestimmt sind und die Volatilität des Eurokurses im Vorfeld des Referendums in Großbritannien nächste Woche ebenfalls groß ist, wächst die Verunsicherung der Marktteilnehmer. Die Preisentwicklung in den kommenden Tagen ist schwer abzuschätzen und im Zuge dessen halten sich Käufer zurück und warten vorerst ab. Dabei ist ihr Bedarf ohnehin gering. Im Vergleich zur Vorwoche kostete Sojaschrot in 44er-Qualität am 15.06.2016 mit 397 EUR/t fob Hamburg rund 4 EUR/t mehr, lag zwischenzeitlich aber auch schon mal bei 406 EUR/t.

    Das bevorstehende Referendum zur Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der EU-28 am 23.06.2016 hält derzeit sowohl die Termin- als auch die Kassamärkte in Atem. Der Handel läuft vor diesem Hintergrund schleppend, das gilt auch für den mit Pflanzenölen. Die Preise für Raps- und Sojaöl konnten sich aufgrund der zwischenzeitlich festen Rohstoffkurse in Paris und Chicago zur Vorwoche leicht festigen, gerieten aufgrund des insgesamt geringen Handelsinteresses aber unter zunehmenden Druck. Rapsöl zur Lieferung bis August war nur noch sehr knapp verfügbar und wurde daher mit kräftigem Aufschlag angeboten. August-Lieferungen kosteten fob Hamburg diese Woche 702,50 EUR/t und damit 6,50 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Sojaöl wurde am 15.06.2016 mit 712 EUR/t rund 2 EUR/t höher bewertet.

    Dateigröße: 57 KDatum: 16.06.2016

  • Marktbericht KW 23 2016


    Unwetter mit kräftigen Niederschlägen haben Rapserzeuger in Deutschland in den vergangenen Tagen den Atem anhalten lassen. Schließlich wusste kaum jemand, ob und wie stark das Wetter den Beständen zusetzt. Besonders hart hat es den Süden und Südwesten getroffen, wo Überschwemmungen und kräftiger Hagel umfangreiche Schäden angerichtet haben. Deutschlandweit halten sich die Auswirkungen, dem Vernehmen nach, aber in Grenzen. Vor allem im Norden, der am wenigsten abbekommen hat, entwickelt sich Raps zufriedenstellend. Die Befürchtungen der Erzeuger um Ernteeinbußen schmälern jedoch das Interesse an Kontrakten. Außerdem hoffen sie, dass die Preise weiter steigen, was im Hinblick auf eine kleiner als erwartete EU-Ernte wahrscheinlich ist. Da Raps in Frankreich von den Unwettern schwer getroffen wurde, könnte Deutschland - sollten sich die bis dato guten Ertragsaussichten bestätigen - dieses Jahr wieder Platz 1 der EU-Haupterzeugungsländer einnehmen. Die Nachfrage der Verarbeiter ist weiterhin gering, so dass sich auch an den Prämien nichts ändert. Bei steigenden Rapskursen in Paris sind die Gebote zur Vorwoche dennoch deutlich und meist über 380 EUR/t gestiegen. Franko Hamburg werden ex Ernte aktuell 376 EUR/t und so 8 EUR/t mehr als in der Vorwoche genannt.

    Nachdem der Euro gegenüber dem US-Dollar zu Wochenbeginn einen Satz von 1,115 auf 1,136 USD nach oben gemacht hat, sanken die Preise für Sojaschrotimporte kräftig. Vordere Ware kostete am Dienstag 23-24 EUR/t weniger als noch Ende vergangener Woche. Aktuell wird prompte Ware in 44er-Qualität mit durchschnittlich 402 EUR/t bewertet und so immer noch etwa 14 EUR/t über Vorwochenniveau, 48er-Ware kostet mit 433,50 EUR/t ebenfalls etwa 14 EUR/t mehr. Die Nachfrage konnte trotz zuletzt rückläufiger Preise nicht angekurbelt werden. Zum einen liegt das daran, dass die Preise immer noch auf Vergleichsweise hohem Niveau rangieren, zum anderen ist der Bedarf der Käufer gering. Da sich die Schätzungen eines kleineren Angebotes aus Südamerika im Zuge niedrigerer Sojaernten immer mehr verfestigen, dürfte in den kommenden Wochen der Preisspielraum nach unten begrenzt sein. Das Angebot am Kassamarkt in Deutschland ist derzeit ausreichend.

    Ein gegenüber dem US-Dollar sprunghaft fester Eurokurs hat gegenüber Vorwoche die Preise für Importöle bei gleichzeitig rückläufigen Terminkursen gesenkt. Sojaöl zur vorderen Lieferung kostet mit 705 EUR/t rund 5 EUR/t weniger. Rapsöl ist leicht gestiegen, Lieferungen ab August kosten mit 697 EUR/t rund 2 EUR/t mehr. Dazu hat neben steigenden Rohstoffpreisen auch eine regional lebhaftere Nachfrage beigetragen. Prompte Ware wird derweil etwas günstiger als in der Vorwoche bewertet, da das Kaufinteresse auf den vorderen Lieferpositionen gering ist. Behindert wird der Handel mit Pflanzenölen derzeit durch kräftige Währungsschwankungen, sie erschweren die Preisgestaltung der Verarbeiter und verunsichern die Käufer. Das Angebot an Pflanzenölen ist ausreichend, nur Rapsöl zur Lieferung bis Juli 2016 ist begrenzt verfügbar.

    Dateigröße: 57 KDatum: 09.06.2016

  • Marktbericht KW 22 2016


    Der Rapshandel kommt nicht in Schwung. Bis zum Beginn der Ernte wird sich daran wohl auch kaum etwas ändern. Restmengen aus der Ernte 2015 werden, vorrangig aus mangelnder Verfügbarkeit, kaum angeboten. An Kontrakten haben Erzeuger in der Hoffnung auf weiter steigende Preise kein Interesse. Gleichzeitig ist das bis zuletzt rege Kaufinteresse ostdeutscher Ölmühlen gesunken, so dass auch von dort keine Impulse mehr kommen. Westdeutsche Verarbeiter ordern schon seit längerem nur Kleinstmengen, wahrscheinlich um sich wie im vergangenen Jahr, direkt in der Ernte umfangreich einzudecken. Der Bedarf der Ölmühlen ist auf späteren Lieferpositionen, mit Ausnahme von Oktober bis Dezember, noch groß. Die Prämien wurden im Vergleich zur Vorwoche teils leicht zurückgenommen. Dieses Minus haben steigende Terminmarktkurse allerdings mehr als ausgeglichen. Franko Hamburg werden ex Ernte aktuell 368 EUR/t geboten und damit 3 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    Schwache US-Sojaschrotkurse und eine sehr geringe Nachfrage am Kassamarkt setzen die Sojaschrotpreise unter Druck. Da sie trotz eines deutlichen Rückgangs von 6-8 EUR/t zur Vorwoche weiterhin auf sehr hohem Niveau - dem höchsten seit 17 Monaten - rangieren, ist das Kaufinteresse unverändert gering. Käufer hoffen auf deutlich niedrigere Preise und haben insgesamt wenig Bedarf. Sojaschrot in 44er-Qualität kostet aktuell 397 EUR/t, 48er-Ware wird mit 428 EUR/t fob Hamburg bewertet. Der Rapsschrothandel läuft aufgrund lebloser Nachfrage der Mischfutterhersteller ebenfalls schleppend. Die bei steigenden Rohstoffpreisen zuletzt erneut angehobenen Forderungen schafften dabei auch keine Kaufanreize. Sehr knappe, vordere Ware kostet im Großhandel mit durchschnittlich 232 EUR/t etwa 1 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Lieferungen ab August 2016 werden mit rund 234 EUR/t etwa 5 EUR/t höher bewertet.

    Die Sojaölpreise zogen in den vergangenen Tagen kräftig an und setzten sich für Lieferungen ab August 2016 deutlich von denen für Rapsöl ab. Während Sojaöl mit aktuell 715 EUR/t fob Rotterdam knapp 15 EUR/t mehr als in der Vorwoche kostet, wird Rapsöl mit 695 EUR/t stabil bewertet. Die Nachfrage nach Rapsöl hat sich etwas belebt, da einige Käufer Versorgungslücken in den verbleibenden Wochen von 2015/16 schließen müssen. Das äußert sich allerdings meist nur im Kauf von Kleinstmengen. Trotz des großen Preisabstandes gegenüber prompter Ware - immerhin ein Minus von fast 30 EUR/t - werden Lieferungen ab August kaum nachgefragt. Käufer warten vorerst die Preisentwicklung mit näher rückender Rohstoffernte ab, bevor sie sich auf dieser Lieferposition eindecken.

    Dateigröße: 54 KDatum: 02.06.2016

  • Marktbericht KW 21 2016


    Die Lage am Kassamarkt in Deutschland ist unverändert zur Vorwoche. Regional haben Ölmühlen großen Bedarf an Rohstoff, vor allem auf den vorderen Lieferpositionen, und äußern dies teils in Anhebungen der Prämien auf die Börsennotierungen. Das Angebot ist gleichzeitig sehr begrenzt. Sowohl von den Erzeugern als auch vom Erfassungshandel wird sehr wenig offeriert. Seitens der Erzeuger mangelt es bei festen Preisen aber nicht an Abgabebereitschaft, aber an verfügbaren Restmengen. Das Interesse am Abschluss von Kontrakten ist derweil sehr gering, da Erzeuger auf weitere Preisanhebungen hoffen. Aufgrund schwacher Rapskurse in Paris wurde der Anstieg der Gebote zwar abgebremst, der Aufwärtstrend hält jedoch an. Im Vergleich zur Vorwoche werden franko Hamburg ex Ernte aktuell 365 EUR/t genannt, etwa 2 EUR/t mehr. Die Rapspflanzen in Deutschland entwickeln sich insgesamt weiterhin gut, auch wenn ihnen regional Trockenheit verstärkt zu schaffen macht. Der agrarmeteorologische Prognosedienst der EU korrigierte den geschätzten Durchschnittsertrag zwar leicht nach unten, trotzdem werden immer noch gute Erträge, knapp 9 % über dem langjährigen Mittel, erwartet. Das Vorjahresniveau könnte mit 41,5 dt/ha etwa 6 % übertroffen werden. Höhere Erträge werden in der EU-28 derzeit nur in Belgien erwartet.

    Ein gegenüber dem US-Dollar schwacher Euro und feste Sojaschrotnotierungen in Chicago haben die Preise für Sojaschrot in Deutschland kräftig in die Höhe getrieben. Im Vergleich zur Vorwoche kostet vordere Ware fob Hamburg mit 395 EUR/t rund 31 EUR/t mehr, 48er-Ware wird mit aktuell 423 EUR/t sogar 34 EUR/t höher bewertet. So viel musste für Sojaschrot seit November 2014 nicht mehr gezahlt werden. Die Nachfrage ist vor diesem Hintergrund verschwindend gering. Mischfutterhersteller offerieren teils sogar nicht benötigte Ware, anstatt welche zu ordern. Die Nachfrage ist aufgrund der schwierigen Erlössituation der Milchviehbetriebe gering und die Preise sind aus Käufersicht viel zu hoch. Das Angebot ist demgegenüber mehr als ausreichend. Ausnahme ist Rapsschrot aus Raps der alten Ernte, das wird nur noch regional offeriert. Der Durchschnittspreis fob Ölmühle ist im Vergleich zur Vorwoche um 8 EUR/t auf 231 EUR/t gestiegen. Das entspricht einem 9-Monatshoch.

    Die Pflanzenölpreise am europäischen Kassamarkt stehen unter dem Druck geringer Nachfrage und, wie im Fall von Sojaöl und Palmöl, schwachen Terminmarktkursen. Die Rapsölpreise zeigen nur auf den Terminen der kommenden Saison Schwächetendenz. Augustware kostet fob Hamburg mit 695 EUR/t aktuell rund 12 EUR/t weniger. Das vordere Angebot ist weiterhin sehr knapp, so dass die Preise dafür nur leicht nachgegeben haben. Mit 722,50 EUR/t werden Lieferungen zwischen Mai-Juni 2016 rund 2,50 EUR/t niedriger bewertet. Sojaöl kostet gleichzeitig mit 695 EUR/t rund 5 EUR/t weniger.

    Dateigröße: 54 KDatum: 27.05.2016

  • Marktbericht KW 20 2016


    Am Rapsmarkt wird vor allem Ware in Ostdeutschland bewegt. Dabei spielen Erzeuger und Erfassungshandel nur eine kleine Rolle. Vereinzelte Ölmühlen suchen händeringend Ware um Rapsschrotlieferungen an Mischfutterhersteller zu bedienen. Da sie anscheinend nicht genügend Rohstoff besitzen, gewähren sie auf die ohnehin höheren Kassapreise noch Aufgelder. In den vergangenen Tagen hatten mit den steigenden Terminmarktnotierungen auch die Kassapreise deutlich zugelegt, ohne jedoch nennenswertes Neugeschäft auf den alterntigen Positionen, außer an einigen wenigen Standorten, generieren zu können. Das liegt vor allem am geringen Angebot. Es wird davon gesprochen, dass nun doch mehr Hofläger geräumt sind, als bislang angenommen. Andererseits gibt es auch immer noch Erzeuger die Rapspartien zurückhalten und auf weitere Preissteigerungen spekulieren. Erweitert wird das geringe heimische Angebot durch stetige Importe aus EU-Ländern. Dabei werden die Geschäfte mit Frankreich weiterhin auf Basis 4 % Ölgehalt, auch für die kommende Ernte, abgewickelt, auch wenn dort ab Juli 2016 der Mindestgehalt auf der Abrechnung 42 % beträgt. Hinsichtlich der kommenden Ernte kam es in Deutschland vereinzelt zu Abschlüssen, immerhin wurden 360 EUR/t frei Erfasserlager bezahlt. Dennoch bleiben die bisherigen Vorverkaufsmengen deutlich unter der Menge der vergangenen Jahre.

    Mit der Rallye in Chicago und dem schwächeren Eurokurs legten auch hierzulande die Sojaschrotpreise erneut kräftig zu und erreichten knapp die Linie von 365 EUR/t für 44er Sojaschrot bzw. 390 EUR/t für 48er Sojaschrot fob Hamburg. Damit haben die Forderungen in nur 2 Tagen um 11 EUR/t zugelegt. Für die vergangenen 6 Wochen macht das ein Plus von 35 %. Das Kaufinteresse ist bei diesen sprunghaften Bewegungen nicht besonders ausgeprägt. Bedarfslücken werden so spät wie möglich geschlossen, da viele Marktteilnehmer auf ein baldiges Ende der Hochpreisphase hoffen. Wie lange die Spekulationen um ein unzureichendes argentinisches Sojaschrotangebot aus der neuen Ernte heraus noch anhalten werden, bleibt abzuwarten. Noch sehen die US-Anbieter eine zunehmende Wettbewerbsfähigkeit für ihre Produkte und damit Preispotenzial nach oben. Die Nachfrage nach Rapsschrot hat sich weiter beruhigt, sofern sich dies bei den ohnehin schon geringen Umsätzen noch sagen lässt. Auf den vorderen Lieferterminen übersteigt daher das Angebot wieder deutlich die Nachfrage. Die Preise wurden gegenüber Vorwoche deutlich zurückgenommen. Ware der kommenden Saison wird von Mischfutterherstellern weiterhin vernachlässigt, ihnen fehlt die dazu passende Mischfutternachfrage. Rapsschrot hat seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Sojaschrot indes ausbauen können. Im Vergleich zu den Kosten für 1 Prozent Protein in einer Tonne Sojaschrot, das am 18.05.2016 mit 8,11 Euro bewertet wird, kostet es im Rapsschrot 6,42 Euro.

    Die Pflanzenölmärkte sind von geringer Umsatztätigkeit geprägt und von knapp behaupteten, teils schwächeren Preisen. Allerdings hebt der schwache Euro einen Teil der Preisrücknahmen wieder auf. So kostet Sonnenblumenöl fob niederländischer Mühle zwar mit 870 USD/t rund 10 USD/t weniger als in der Vorwoche, auf Euro-Niveau tendieren die Forderungen mit 773 EUR/t indes stabil. Ebenfalls stabil zur Vorwoche wird Sojaöl bewertet, das weiterhin 720 EUR/t kostet. Demgegenüber zeigen die Rapspreise nach oben und liegen damit wieder über denen von Sojaöl. Auslöser für diesen kräftigen Preisauftrieb von immerhin 10 EUR/t zur Vorwoche ist das knappe Angebot. Prompte Ware ist nicht überall in ausreichender Menge verfügbar. So werden die Forderungen für vordere Lieferpositionen in den Niederlanden nur noch auf Anfrage genannt. Und auch Rapsölraffinat ist nur begrenzt verfügbar. Allerdings hat sich die Nachfrage schon wieder etwas beruhigt, so dass die Prämie auf rohes Rapsöl in den Niederlanden bereits wieder leicht zurückgenommen wurde.

    Dateigröße: 51 KDatum: 19.05.2016

  • Marktbericht KW 19 2016


    Regional lebhafte Nachfrage der Verarbeiter und feste Rohstoffkurse haben die Gebote diese Woche, bei gleichzeitig sehr knapp verfügbaren Restmengen der alten Ernte, in die Höhe getrieben. Ölmühlen in Ostdeutschland haben, um an Rohstoff zu kommen, ihre Prämien auf die Börsenkurse zum Teil deutlich auf bis zu 20 Euro für vordere Ware angehoben. Im Großhandel werden franko Niederrhein für vordere Ware aktuell 382 EUR/t geboten, franko Hamburg werden derzeit 371 EUR/t genannt. Ölmühlen in Westdeutschland sind gut versorgt und fragen nur verhalten nach. Umgesetzt wird kaum etwas, so dass die Preise zum Teil nur nominal sind. Die Abgabebereitschaft der Erzeuger ist bei festen Preisen zwar gestiegen, das Angebot ist aufgrund der begrenzt verfügbaren Restmengen aus der Ernte 2015 allerdings trotzdem sehr gering. Trockenheit und kräftiger Wind in den Anbauregionen Deutschlands erhöhen derweil die Befürchtungen um Ertragseinbußen der kommenden Ernte. Das Interesse am Abschluss von Kontrakten ist daher gesunken.

    Die Sojaschrotpreise machten mit festen Terminnotierungen nach Veröffentlichung der USDA-Schätzung einen Sprung nach oben. Am deutschen Kassamarkt wurden die Forderungen daher ebenfalls kräftig angehoben. Prompte Ware kostete innerhalb eines Tages rund 20 EUR/t mehr. Nach den geringen Preisschwankungen im Wochenverlauf entspricht das etwa auch der Differenz zur Vorwoche. Fob Hamburg wird 44er-Ware mit 355 EUR/t bewertet, 48er-Ware kostet 383 EUR/t. Nachdem die Rapskurse Dienstagabend ebenfalls einen Satz nach oben gemacht haben, legten auch die Rapsschrotpreise bis zu 10 EUR/t zu. Da Käufer, angefeuert von den Aussichten auf eine knappere globale Rohstoffversorgung 2016/17, mit weiteren Anhebungen rechnen, decken sie jetzt noch ihre Bedarfslücken. Das prompte Angebot ist unverändert knapp, so dass die Preise auf diesen Lieferpositionen besonders anzogen. Im Vergleich zur Vorwoche kostet Rapsschrot im Großhandel zur Lieferung im Juni 2016 mit 229 EUR/t rund 6 EUR/t mehr.

    Der jüngste Anstieg der Rohstoffkurse hat den Preisen für Raps- und Sojaöl kräftigen Auftrieb gegeben. Sojaöl zur vorderen Lieferung fob Hamburg kostet mit 720 EUR/t aktuell rund 27,50 EUR/t als in der Vorwoche. Gleichzeitig wird Rapsöl mit 707 EUR/t rund 15 EUR/t höher bewertet. Das vordere Angebot an beiden Pflanzenölen ist begrenzt. Die Nachfrage ist aufgrund der hohen Volatilität der Preise und dem aus Käufersicht zu hohem Niveau weiterhin sehr gering. Umgesetzt wird so kaum etwas.

    Dateigröße: 54 KDatum: 12.05.2016

  • Marktbericht KW 18 2016


    Der Rapshandel kommt nicht in Schwung. Nachdem die Rapskurse in Paris im Vergleich zur Vorwoche einen Satz nach unten gemacht haben, konnten sich auch die Gebote am Kassamarkt nicht halten und gaben kräftig nach. Selbst die in einigen Regionen angehobenen Prämien der Verarbeiter haben dem kaum entgegengewirkt. Das ohnehin begrenzte Rapsangebot ist bei rückläufigen Preisen gesunken. In einigen Regionen wird alterntig nichts mehr angeboten. Das Geschäft mit den Restmengen der Ernte 2015 gestaltet sich aufgrund des sehr knappen Angebotes bei verhaltener Nachfrage insgesamt sehr schwierig. Die Preise sind oft nominal, da kaum etwas umgesetzt wird. Der Wechsel des Fronttermins in Paris Ende voriger Woche erschwert den Handel zusätzlich, da die Basis für die Kalkulation der Gebote sehr uneinheitlich angesetzt wird. Erzeuger widmen sich bei günstigerer Witterung als in der Vorwoche verstärkt den Feldarbeiten. Aufgrund der feiertagsbedingt kurzen Woche dürfte sich der Handle in den kommenden Tagen kaum beleben. Hinsichtlich der kommenden Ernte halten sich sowohl Erzeuger als auch Handel und Verarbeiter zurück. Fob Hamburg werden ex Ernte 2016 im Großhandel aktuell rund 351 EUR/t geboten und damit 7 EUR/t weniger als in der Vorwoche.

    In einer kurzen Arbeitswoche und bei steigenden Preisen stagniert der Ölschrothandel. Preisschwankungen bei Sojaschrot durch volatile Rohstoffkurse verunsichern die ohnehin verhalten nachfragenden Käufer. Jüngst wurden die Forderungen für vordere Ware um 14 EUR/t zum Vortag angehoben, um tags darauf 8 EUR/t zu sinken. Käufer hoffen langfristig auf fallende Preise aufgrund eines steigenden Angebots aus Südamerika. Ein Preisrückgang zeichnet sich jedoch bislang nicht ab. Im Vergleich zur Vorwoche kostet vordere Ware in 44er-Qualität fob Hamburg mit 334 EUR/t rund 9 EUR/t mehr, 48er-Ware wird mit 361 EUR/t rund 7 EUR/t über Vorwoche bewertet. Dem Rapsschrothandel mangelt es auch an Impulsen. Umsätze sind gering. Das knappe Angebot auf den vorderen Lieferpositionen hält die Preise fob Ölmühle auf hohem Niveau. Prompte Ware kostet im Großhandel aktuell durchschnittlich 223 EUR/t, rund 1 EUR/t weniger. Spätere Lieferungen werden kaum verändert zur Vorwoche bewertet.

    Schwache Terminmarktkurse, sowohl für Sojaöl- und Palmöl als auch Rohöl in New York, und schleppende Nachfrage setzen die Pflanzenölpreise am europäischen Kassamarkt unter kräftigen Druck. Ein gegenüber dem US-Dollar fester Eurokurs verbilligt Importe zusätzlich. Nachfrage kann das dennoch nicht generieren. Käufer sind verunsichert und abgeschreckt im Zuge der zunehmenden Volatilität an den Terminmärkten, die sich meist auch auf die Preisentwicklung am Kassamarkt überträgt. Die Nachfrage der Biodieselhersteller ist zudem mit steigenden Temperaturen, die das Kaufinteresse an winterfestem RME schmälern, noch weiter gesunken. An Angebot mangelt es derweil nicht. Die Konkurrenzfähigkeit von Rapsöl gegenüber Sojaöl ist, zumindest für vordere Ware, im Vergleich zur Vorwoche deutlich gesunken. Nachdem die Sojaölpreise einen Satz von mehr als 20 EUR/t nach unten gemacht haben, kosten Mailieferungen mit 682,50 EUR/t fob Hamburg aktuell fast 14 EUR/t weniger als Rapsöl zur gleichen Parität. Die Preise für Augustware liegen derweil mit 692 EUR/t fast gleichauf.

    Dateigröße: 50 KDatum: 06.05.2016

  • Marktbericht KW 17 2016


    Am Rapskassamarkt ist es auch diese Woche ruhig. Gesprächsstoff bietet vor allem das Wetter. In einigen Regionen erinnert das derzeit eher an Winter als an Frühling und durch das Auftreten von teils kräftigen Graupel- und Regenschauern befürchten einige Marktteilnehmer, dass die bis dato noch so gut stehenden, blühenden Feldbestände Schaden nehmen könnten. Das gilt es jedoch abzuwarten und da sich die Rapspflanzen bisher sehr gut entwickelt haben, sind umfangreiche Ausfälle unwahrscheinlich. Der agrarmeteorologische Prognosedienst der EU-Kommission MARS bestätigte in seiner aktuellen Schätzung seine hohen Erwartungen an die kommende Rapsernte in Deutschland. So prognostizieren die Experten unter Zuhilfenahme von Simulationsmodellen einen Durchschnittsertrag von 42 dt/ha. Das wären 7 % mehr als zur Vorjahresernte eingefahren wurden und fast ein Zehntel mehr als im langjährigen Mittel. Bei guten Aussichten auf die kommende Ernte und die vergleichsweise gute Erlössituation für Raps im Vergleich zu Getreide äußert sich nach wie vor in einer lebhaften Bereitschaft der Erzeuger am Abschluss von Kontrakten. Auf den vorderen Terminen wird derweil so gut wie gar nichts umgesetzt. Der Fokus der Ölmühlen richtet sich verstärkt auf die kommende Saison, wo die Margen nicht ganz so unbefriedigend sind, aber deswegen auch noch lange nicht gut. Ex Ernte 2016 werden für Juniware fob Hamburg aktuell, bei kaum veränderten Prämien der Verarbeiter, rund 5 EUR/t weniger als in der Vorwoche geboten und damit 371 EUR/t.

    Schwankende Rohstoff- und Währungskurse erhöhten die Volatilität der Sojaschrotpreise. Nachdem die Forderungen jüngst um 5 EUR/t gegenüber dem Vortag angehoben wurden, liegen sie jetzt über Vorwochenniveau. Prompte Ware in 44er-Qualität kostet fob Hamburg mit 325 EUR/t rund 20 EUR/t mehr, 48er-Ware wird mit 349 EUR/t etwa 16 EUR/t höher bewertet. Vergangener Woche wurden deutlich mehr genannt, nachdem die US-Sojabohnenkurse gestiegen sind. Die Sojaschrotpreise legten fast 25 EUR/t an einem Tag zu. Bei schwachen Vorgaben zum Wochenende wurden sie wieder zurückgenommen. Bedarf zeigen Käufer nicht. Auch Rapsschrotpreise sind im Vorwochenvergleich gestiegen bei geringer Nachfrage. Interesse besteht für vordere Liefertermine und da prompte Ware. Vor diesem Hintergrund und bei begrenztem Angebot zogen die Preise stark an. Im Großhandel kostet Ware zur Lieferung im Mai 2016 fob Niederrhein mit 224 EUR/t knapp 7 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    Mit dem Feiertag in den Niederlanden in dieser Woche kann sich der europäische Pflanzenölmarkt kaum beleben. Viele Marktteilnehmer bleiben am Mittwoch ihrem Arbeitsplatz fern, und selbst an den anderen Tagen dürfte das Handelsinteresse saisontypisch gering sein. Die Preisvorstellungen von Käufer und Verkäufer sind weiterhin viel zu unterschiedlich. Unbefriedigende Margen der Ölmühlen begrenzen ihren Preisspielraum. Vor allem vordere Ware findet zu den aktuellen Preisen keine Abnehmer, zumal der Absatz der Biodieselhersteller an pflanzenölbasierter Ware weiterhin zu wünschen übrig lässt. Biodiesel aus Altspeisefetten, sogenannter UCOME, mit einem höheren THG-Einsparpotenzial wird derweil lebhaft nachgefragt. Das Angebot an Raps- und Sojaöl ist vor dem Hintergrund der seit Wochen geringen Nachfrage reichlich. Die Preise stehen unter Druck. Rapsöl zur vorderen Lieferung kostet fob Hamburg mit 706 EUR/t aktuell 14 EUR/t weniger. Sojaöl wird mit 707 EUR/t nahezu identisch und etwa 13 EUR/t unter Vorwochenniveau bewertet.

    Dateigröße: 51 KDatum: 28.04.2016

  • Marktbericht KW 16 2016


    Der kräftige Anstieg der Rapskurse in Paris hat auch die Gebote am Kassamarkt für Raps in Deutschland in die Höhe getrieben. Die von den Verarbeitern auf die Notierungen gezahlten Prämien sind zur Vorwoche aufgrund der anhaltend unbefriedigenden Margen jedoch unverändert. Das Angebot ist dennoch leicht gestiegen. Zumindest Kontrakte auf die kommende Ernte wurden etwas umfangreicher abgeschlossen. Vor allem für Liefertermine ab Oktober 2016 wird mehr Ware vertraglich fixiert. Im Großhandel werden dafür fob Hamburg aktuell mit 365 EUR/t knapp 5 EUR/t mehr als in der Vorwoche geboten. Erzeuger hoffen aber auf weiter steigende Preise, auch um mit Raps niedrige Erlöse von Getreide etwas ausgleichen zu können. Sie sind ohnehin verstärkt mit Feldarbeiten beschäftigt, so dass sie sich in Bezug auf den Verkauf ihrer Restmengen in Geduld üben. Da Verarbeiter vor allem zum Ende des letzten Quartals noch Bedarf haben, könnte sich das möglicherweise auszahlen. Die Aussichten auf die kommende Ernte sind nach Einschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes DRV unverändert gut. Der Verband prognostiziert nach wie vor eine Erzeugung in Deutschland von insgesamt 5,0 Mio. t. Die Rapspflanzen sind ihrer Entwicklung aufgrund der milden Temperaturen Anfang April 2016 weiterhin im Vergleich zum Vorjahr voraus.

    Die Ölschrotpreise sind diese Woche erneut gestiegen. Bei festen Vorgaben der Sojaschrotkurse legten die Sojaschrotpreise zu. Vordere Ware in 44er-Qualität fob Hamburg wird mit aktuell 305 EUR/t knapp 20 EUR/t über Vorwochenniveau bewertet, 48er-Ware legte sogar 24 EUR/t auf 333 EUR/t zu. Das Kaufinteresse konnte bei den festen Preisen nicht gesteigert werden. Käufer hoffen auf Preisnachlässe durch ein steigendes Angebote aus Argentinien. Während die Entwicklung des argentinischen Peso zum US-Dollar Hoffnung schürte, wirken erwartete Ernteverluste in Argentinien Preisrücknahmen entgegen. Die Rapsschrotpreise erreichten im Vorwochenvergleich Monatshoch. Auf den vorderen Lieferterminen mangelt es an Offerten. Die Nachfrage ist verhalten, Käufer sind von den Preisen abgeschreckt und kaufen nur Kleinstmengen zu. Sehr knapp verfügbare Maiware kostet im Großhandel mit durchschnittlich 219 EUR/t aktuell rund 13 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    Der Handel mit Pflanzenölen läuft auch diese Woche ruhig. Viele Marktteilnehmer sind auf einer Großveranstaltung in Hamburg und widmen sich vor diesem Hintergrund nicht ihrem Tagesgeschäft. An den Fundamentaldaten hat sich gegenüber Vorwoche auch nichts geändert. Volatile Rohölkurse, die weiterhin auf niedrigem Niveau rangieren, und feste Rohstoffkurse sorgen für große Unsicherheit in Bezug auf die weitere Marktentwicklung, so dass das Handelsinteresse insgesamt gering ist. Die im Zuge kräftig steigender Rohstoffpreise zum Großteil angehobenen Pflanzenölpreise schmälern die Nachfrage zusätzlich. Nur Rapsöl wird leicht unter Vorwochenniveau bewertet. Bei einem Preisrückgang für vordere Ware von 1 EUR/t auf 715 EUR/t fob Rotterdam kann allerdings kaum Kaufinteresse geweckt werden. Die Sojaölpreise zogen gegenüber Vorwoche kräftig an und setzten sich dadurch von Rapsöl ab. Mit 720 EUR/t kostet Sojaöl zur Lieferung im April fob Rotterdam 15 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    Dateigröße: 50 KDatum: 21.04.2016

  • Marktbericht KW 15 2016


    Am Kassamarkt für Raps ist es unverändert ruhig. Selbst die leicht angehobenen Prämien für die Restmengen der Ernte 2015 können das Angebot nicht erhöhen. Da den Ölmühlen aufgrund der nach wie vor unbefriedigenden Margen, vor allem auf den vorderen Lieferterminen, weiterer Preisspielraum nach oben fehlt, dürfte sich an dieser Situation in den kommenden Tagen auch kaum etwas ändern. In den Monaten Mai und Juni 2016 haben Verarbeiter noch Versorgungslücken, während der Bedarf im April aufgrund der zum Teil durchgeführten Verarbeitungspausen gering sein dürfte. Manche Verarbeitungskapazitäten könnten vor dem Hintergrund der schwierigen Erlössituation aber auch bis zum Ende des Wirtschaftsjahres ungenutzt bleiben. Kontrakte auf die kommende Ernte werden derzeit nur sehr verhalten abgeschlossen, da Käufer und Verkäufer in Bezug auf ihre Preisvorstellungen selten auf einen Nenner kommen. Aktuell werden durchschnittlich 334 EUR/t frei Erfasserlager genannt, knapp ein Euro mehr als in der Vorwoche.

    Die Ölschrotpreise sind zuletzt gestiegen. Die Forderungen für Sojaschrot wurden von festen Kursen in Chicago in die Höhe getrieben. Der Fronttermin erreichte jüngst ein 4-Monatshoch. Witterungsbedingte Erntebehinderungen in Argentinien boten einen weiteren Grund. In Deutschland kostet Sojaschrot in 44er-Qualität zur vorderen Lieferung fob Norden aktuell 285 EUR/t und damit 18 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Ware in 48er-Qualität legte sogar um 19 EUR/t auf 309 EUR/t zu. Das ist das höchste Niveau seit knapp 6 Wochen. Käufer warten im Hinblick auf ein umfangreiches Angebot aus Südamerika auf Preisnachlässe und können aufgrund guter Deckung noch warten. Die Rapsschrotpreise sind im Vorwochenvergleich auch gestiegen. Vor allem knappe vordere Ware kostet deutlich mehr. Aprilware ist fast überall ausverkauft. Rapsschrot zur Lieferung im Mai 2016 wird fob Ölmühle mit durchschnittlich 204 EUR/t knapp 9 EUR/t über Vorwochenniveau bewertet.

    Der Pflanzenölhandel in Deutschland steht nahezu still. Umgesetzt wird kaum etwas. Käufern sind die Preise viel zu hoch und sie ordern höchsten kleine Mengen zur prompten Lieferung, während Verkäufer im Hinblick auf unbefriedigende Margen kaum zu Rücknahmen bereit sind. Selbst für Druckpartien, die 10 EUR/t günstiger offeriert werden, finden sich keine Käufer. Aber auch spätere Liefertermine werden nur sehr verhalten nachgefragt, da die Preisentwicklung in den kommenden Wochen kaum einzuschätzen ist. Die Unsicherheit und auch die Unzufriedenheit der Marktteilnehmer wachsen. Rapsöl kostet in Rotterdam etwa 1-2 EUR/t weniger als in der Vorwoche, am Niederrhein legten die Forderungen etwa um einen Euro zu. Vordere Ware wird mit 716 EUR/t in Rotterdam gut 11 EUR/t höher bewertet als Sojaöl.

    Dateigröße: 49 KDatum: 14.04.2016

  • Markbericht KW 14 2016


    Die Rapsnotierungen in Paris schlossen jüngst leicht über Vorwochenniveau. Auftrieb gab vor alle eine zunehmende Konkurrenzfähigkeit von Rapsöl für die Biodieselherstellung im Zuge kräftig steigender Palmölpreise. Bei weitgehend unveränderten Prämien der Verarbeiter konnten sich die Gebote für Raps gegenüber Vorwoche knapp behaupten. Fob Hamburg werden aktuell 367 EUR/t genannt und damit 1 EUR/t weniger. Kontrakte der neuen Ernte werden mit 349 EUR/t unverändert zur Vorwoche bewertet. Bei einem im vergangenen Monat um rund 14 EUR/t gestiegenen durchschnittlichen Erzeugerpreis wird tendenziell mehr aus der Landwirtschaft verkauft. Aufgrund einer deutlich kleineren Ernte 2015 sind die Restmengen aber wohl noch begrenzt, so dass sich das Plus nur in einem überschaubaren Angebotsanstieg äußert. Auch das Interesse an Kontrakten auf die kommende Ernte ist tendenziell gestiegen. Viele Erzeuger warten jedoch noch ab, wie sich die Rapsfeldbestände in den kommenden Wochen entwickeln, in der Erwartung, dass ein möglicher Wettermarkt den Preisen weiteren Auftrieb geben könnte.

    Der Ölschrothandel läuft diese Woche ruhig. Umgesetzt wird wenig. Nachdem die Preise zu Wochenbeginn 3-4 EUR/t gefallen sind, bewegen sie sich kaum. Vordere Ware kostet im Großhandel aktuell durchschnittlich 200 EUR/t und damit 3 EUR/t weniger. Die Sojaschrotpreise gerieten vergangene Woche mit einem festeren Euro unter Druck und erholten sich seitdem kaum. Aktuell kostet vordere Ware in 44er-Qualität im Norden Deutschlands mit 267 EUR/t fob rund 6 EUR/t weniger als in der Vorwoche, 48er-Ware gab preislich auf 290 EUR/t nach. Während die Preisrücknahmen der Vorwoche das Kaufinteresse gesteigert haben, ist die Nachfrage derzeit gering. Käufer hoffen auf Preisnachlässe und sind zudem gut gedeckt. Die Sojaschrotnotierungen in Chicago haben im Vorwochenvergleich auch nachgegeben. Druck übte eine zügig angelaufene Sojaernte in Argentinien aus. Nun unterbrechen Regenfälle die Feldarbeiten. Das hat den Sojaschrotkursen etwas Aufwind gegeben.

    Der Pflanzenölhandel ist zu Wochenbeginn bei sinkenden Preisen kurzzeitig in Schwung gekommen. Biodieselhersteller, die auf den vorderen Terminen noch Bedarf an Rohstoff hatten, orderten lebhafter als in den vergangenen Wochen. Verkäufer versuchten sich derweil mit ihren Geboten zu unterbieten. Nachdem das vordere Angebot aber so gut wie ausverkauft war, hat sich der Handel schnell wieder beruhigt. Das Interesse an Terminlieferungen ist unverändert gering, da Käufer die weitere Preisentwicklung abwarten. Bei den volatilen Vorgaben der Terminmarktkurse für Raps-, Sojabohnen- und Rohöl sind langfristige Prognosen derzeit schwierig. Sollten die Pflanzenölpreise in den kommenden Tagen weiter sinken, könnten aber durchaus weitere Abschlüsse zustande kommen. Die Preisdifferenz zwischen den Vorstellungen von Käufern und Verkäufern ist zwar weiterhin groß, aber eine nicht mehr so scheinbar unüberwindbare Hürde wie so oft in den vergangenen Monaten. Rapsöl kostet weiterhin mehr als Sojaöl. Fob Hamburg liegt vordere Ware mit 712,50 EUR/t auf unverändertem Preisniveau. Sojaöl wird zwar mit 705 EUR/t rund 10 EUR/t über Vorwochenniveau bewertet, kostet damit aber immer noch 7 EUR/t weniger als Rapsöl.

    Dateigröße: 50 KDatum: 07.04.2016