Ölschrote KW 30 2010

Pflanzenöle KW 30 2010

Ölsaaten KW 30 2010

Tagesaktuelle Ölschrotpreise bei uns abrufbar!

Zitat

Man muss glücklich sein, um glücklich zu machen. Und man muss glücklich machen, um glücklich zu bleiben. Maurice Maeterlinck

Aktuelle Marktberichte

Kommentar KW 30 2010

Auch in der letzten Juliwoche gaben die Rapskurse im Sog schwacher Mineralölkurse und eines festen Eurokurse kurzzeitig nach. Konnten aber bis zum Ende einen Teil der Verluste wieder gut machen.

Der Kassamarkt reagierte ebenfalls mit Schwäche, wobei anfänglich einige Umsätze verzeichnet wurden. Allerdings bleibt die Verkaufsbereitschaft aus der Landwirtschaft gering. Zum einen wurde die Rapsernte durch Regenfälle unterbrochen, zum anderen bleibt die Verunsicherung über die Höhe der Ernte. Die Ölschrotpreise sanken ebenfalls kurzzeitig kräftig ab, wobei vor allem Rapsschrot gegenüber Vorwoche 13 EUR/t verlor.

Die kräftige Aufwärtsbewegung an den Terminmärkten ließ die Forderungen aber schnell wieder ansteigen. Während die Sojaschrotnotierungen die Vorwochenlinie bereits wieder erreicht hat, bleibt Rapsschrot noch rund 8 EUR/t darunter.

Die Pflanzenöle entwickeln sich uneinheitlich, während sich Importöle unter dem schwachen Dollarkurs kaum entwickeln können, legten die Rapsölpreise kräftig zu. Das Kaufinteresse ist mäßig, zumal Biodieselhersteller gleichzeitig mit steigenden Rohstoffkosten und sinkenden Kraftstoffpreisen kalkulieren müssen.

Datum: 30.07.2010 / Dateigröße: 216.08 KB

Kommentar KW 29 2010

Nach der kurzen Schwächephase zu Beginn der Woche legten die Rapskurse zuletzt wieder zu. Am Kassamarkt waren die Preisbewegungen nicht so stark, die Forderungen liegen aber über der Vorwochenlinie.

Umsätze werden allerdings kaum verzeichnet, zumal das Engagement am Terminmarkt noch sehr lebhaft ist. Hier werden vor allem die Positionen November geschlossen oder auf spätere Termine gewechselt, das lässt auf eine steigende Bedarfsdeckung bis Jahresende schließen.

Die Ölschrotpreise tendieren recht stabil. Sojaschrot zeigt eine uneinheitliche Entwicklung, zuletzt lagen die Preise aber etwa auf Vorwochenniveau. Die Forderungen für Rapsschrot sind zwischenzeitlich spürbar abgesackt. Prämien werden kaum noch verlangt, so dass einige Ölmühlen ihr Rapsschrotangebot von Juli 2010 bis Juli 2011 preisgleich offerieren.

Auch die Pflanzenölpreise haben sich von der kurzzeitigen Schwäche erholt und ziehen nun wieder an. Das Interesse ist sehr verhalten, zumal der festere Dollarkurs Importöle zusätzlich verteuert.

Datum: 23.07.2010 / Dateigröße: 212.67 KB

Kommentar KW 28 2010

Die Hitze heizt den Märkten ein. Negative Ernteprognosen aus den Hauptanbauregionen lassen die Rapspreise scharf ansteigen. Innerhalb von neun Börsentagen legten die vorderen Terminkurse in Paris um 46 EUR/t zu. Dabei wird lebhaft gehandelt, zumeist der August- und November-Termin.

Aber auch die Kontrakte der Folgetermine werden berücksichtigt. Am Kassamarkt werden für alterntige Ware noch immer hohe Prämien bewilligt, doch der Warenfluss ist dünn. Auch Kontrakte auf die neue Ernte werden seitens der Erzeuger selten abgeschlossen, denn in bullishen Märkten wird abwartende Haltung belohnt. Immerhin wurden zuletzt im Schnitt 326 EUR/t für Raps gezahlt, 20 EUR/t mehr als vor einer Woche.

Die Rapsschrotpreise reagieren im Fahrwasser steigender Rohstoffpreise und anziehender Sojaschrotforderungen mit fester Tendenz und lagen zuletzt 13 EUR/t über Vorwochenlinie. Nur die Prämie für vordere Ware sinkt aufgrund mangelnder Nachfrage. Umsätze kommen aber auch auf späteren Terminen aufgrund unterschiedlicher Preisvorstellungen der Handelspartner kaum zustande. Rapsöl tendiert angebotsbedingt weiterhin fest und wird zusätzlich getrieben von den steigenden Terminkursen für Rohstoffe und für Pflanzenöle in den USA sowie Malaysia. Dabei kann der schwächere Mineralölkurs kaum Preiswirkung entfalten.

Datum: 16.07.2010 / Dateigröße: 209.07 KB

Kommentar KW 27 2010

Mit den rückläufigen Ernteprognosen, dem steigenden Eurokurs und den nach oben gerichteten Sojakursen legen die Rapsnotierungen kräftig zu. Zuletzt erreichte der August‐Termin mit 343 EUR/t an der Terminbörse in Paris einen neuen Höchststand. Auch am Kassamarkt werden höhere Gebote abgegeben, doch finden sich kaum noch Offerten. Alterntige Ware wird noch immer gesucht und die Prämien wurden noch einmal erhöht, so dass zuletzt über 370 EUR/t franko genannt wurde.

Demgegenüber wird von den meisten Mühlen der ex Ernte‐Termin mit Abschlag gegenüber Paris bewertet. Aber auch hier wird nichts mehr umgesetzt. Bis nicht die ersten Kipper auf der Waage waren, wird keine weitere Tonne aus Erzeugerhand verkauft werden. Denn auch die zuletzt um 5‐10 EUR/t höheren Vorkontraktpreise konnten Erzeuger nicht zu weiteren Vorkontrakten bewegen.

Die steigenden Rohstoffpreise lassen die Rapsschrotforderungen ebenfalls sprunghaft steigen. Der vordere knapp offerierte Termin bleibt stabil über 190 EUR/t während für Folgetermine mindestens 175 EUR/t gefordert werden. Das Kaufinteresse keimt kurzzeitig auf, hat sich mit den stetig steigenden Preisen allerdings wieder beruhigt.

Rapsöl profitiert vom sehr knappen Angebot. Für Lieferungen von Juli bis Oktober gibt es Offerten nur noch auf Anfrage. Diese tendieren um 750 EUR/t. Damit ist Rapsöl vorne wieder teurer als Sonnenblumenöl.

Datum: 09.07.2010 / Dateigröße: 206.65 KB

Kommentar KW 26 2010

Nach dem stetigen Kursaufschwung in der Vorwoche tendieren die Terminkurse für Raps in Paris in der 26. Kalenderwoche labil. Zuletzt erreichte der August 325,50 EUR/t und liegt damit 7 EUR/t unter Vorwochenlinie. Während die kontroverse Diskussion über die Höhe und Qualität der europäischen Rapsernte wenig Einfluss entfalten kann, bestimmen die Entwicklungen an den kanadischen Terminmärkten, die Finanz‐ und Rohstoffmärkte in Übersee die Kurse.

Allerdings verhindern die Aussichten auf eine kleinere europäische und globale Rapsernte 2010 ein Absturz der Kurse. US-Sojabohnen werden derzeit ebenfalls labil notiert und stehen unter dem Einfluss der Getreidenotierungen und der Währungsentwicklung. Seit Anfang der Vorwoche lässt sich jedoch ein leichter Abwärtstrend erkennen. Sojaschrot aus deutscher Produktion hat sich zuletzt leicht vergünstigt, während in den Importhäfen die Forderungen auch mit dem festen Dollarkurs angehoben wurden.

Rapsschrot aus alterntiger Ware wird kaum noch offeriert, die Forderungen blieben stabil um 188 EUR/t an einigen wenigen Standorten. Allerdings ist die Nachfrage ebenfalls spürbar zurückgegangen. Spätere Liefertermine wurden kurzzeitig lebhaft gehandelt, aber die nahezu identische Bewertung der Termine von August 10 bis April 11 bremste das Interesse. Für das eingeschränkte süddeutsche Angebot werden noch immer Aufschläge verlangt.

Der Pflanzenölmarkt präsentiert sich ohne nennenswerte Umsätze. Die Rapsölkurse wurden leicht nach unten korrigiert, während Sojaöl deutlicher Federn lassen musste. Wurde Rapsöl in den beiden vorangegangenen Wochen teilweise teurer bewertet als Sonnenblumenöl, führt der Preisaufschwung für Sonnenblumenöl wenigstens wieder zu Preisgleichheit auf den vorderen Terminen.

Datum: 02.07.2010 / Dateigröße: 206.96 KB

Kommentar KW 25 2010

Die Rapskurse werden angetrieben von aktueller und prognostizierter Angebotsknappheit. Am Kassamarkt wird weiterhin Ware gesucht, da die neue Ernte wohl mindestens eine Woche später beginnt. Das Angebot ist allerdings schonsehr ausgedünnt, so dass hohe Prämien bewilligt werden.

Die Terminbörse in Paris hängt sich an die Terminbörse in Winnipeg, Kanada, welche weiterhin auf den Anbauflächenverlust mit festen Kursen reagiert. Der August-Termin in Paris schloss am Donnerstag mit 332,50 EUR/t. Die höchste Notierung für den Fronttermin seit 04.11.2008.

Die Sojaschrotpreise haben die kleinen Zugewinner der vergangenen Woche schlagartig wieder verloren. Druck löste der schwächere Dollar- und die kurzzeitig rückläufige Sojaschrotkurse in den USA aus. Damit zeigen die Sojaschrotpreise weiterhin sehr labilen Charakter. Während die sehr knapp offerierten vorderen Rapsschrottermine weiterhin Aufgelder erzielen und stabil bis leicht fester bewertet werden, rutschten im Laufe der Woche die Preise für die neuerntigen Termine um 7 EUR/t ab. Konnten danach allerdings schon wieder ansteigen.

Das Interesse an Rapsöl hat sich mit der Hausse am Rapsmarkt und den stetig anziehenden Forderungen für Rohöl und Raffinat spürbar beruhigt. Während Sojaöl zur Vorwoche unverändert notiert wird, stiegen die Rapsölpreise um 5 EUR/t an und überrunden nun wieder die Sojaölpreise. Rapsölraffinat verteuerte sich sogar um 10 EUR/t und findet damit kaum noch Abnehmer.

Datum: 25.06.2010 / Dateigröße: 208.02 KB

Kommentar KW 24 2010

Die verregnete Aussaat in Kanada bei der wohl über 1 Mio. ha unbestellt bleiben werden, treibt die Rapskurse nach oben. In Kanada legte Raps an der Terminbörse in nur zwei Wochen um über 12 % zu. Das beflügelte auch die Rapskurse in Europa, die innerhalb von acht Börsentagen um 21,50 EUR/t auf 328,75 EUR/t zulegten. Dabei zogen am Kassamarkt die Prämien auf alterntige Partie nicht wie zuvor ebenfalls mit an, sondern verloren um die 10 EUR/t.

Das alterntige Angebot wird immer überschaubarer, dennoch werden noch Umsätze verzeichnet. Auch das Interesse an späteren Terminen steigt wieder, aber bei den steil steigenden Kursen ging die Abgabebereitschaft zurück. Das Engagement konzentriert sich ohnehin auf den Terminmarkt, der in den vergangenen Tagen sehr lebhaften Kontrakthandel verzeichnete. Dort wurden in sechs Tagen mehr Kontrakte gehandelt als in den drei Wochen davor.

Die Sojanotierungen geraten völlig aus dem Fokus und auch die Entwicklung von Dollar und Mineralöl können keine Preiswirkung erzielen. Die stark anziehenden Rapspreise führen zu Verteuerung der Nachprodukte. So legten die Rapsschrotkurse gerade auf den knappen vorderen Lieferterminen wieder ordentlich zu und erreicht die Linie von 190 EUR/t. Aber auch Partien ab August haben sich um rund 13 auf über 160 EUR/t verteuert.

Zu Beginn der Preissteigerung war noch lebhaftes Kaufinteresse verzeichnet worden, das aber schnell abebbte. Ebenfalls kräftig zugelegt haben die Rapsölpreise. Hier stützt das knappe Angebot zusätzlich die Forderungen, die für vordere Ware auf 735 EUR/t ansteigen und damit die Sojaölpreise überrundeten. Importware schwächelt ohnehin im Fahrwasser des rückläufigen Dollarkurses.

Datum: 18.06.2010 / Dateigröße: 206.55 KB

Kommentar KW 23 2010

Vor dem Hintergrund fester Sojaschrotnotierungen erhalten die Rapskurse zusätzlichen Auftrieb und erreichen neue Jahreshöchstwerte. Auch am Kassamarkt ziehen die Preise kräftig an, wobei sich die Prämien für alterntige Partien in Norddeutschland weiter erhöht haben. Davon profitieren auch die Preise für die kommende Rapsernte.

Die steigenden Rohstoffpreise führen zu steigenden Nachproduktforderungen. Zusätzlich wird Rapsöl vom knappen Angebot bei gleichzeitig stetiger Nachfrage nach oben getrieben, so dass es nahezu preisidentisch mit Sojaöl ist. Die Forderungen für Rapsschrot steigen ebenfalls weiter an.

Das Angebot an Ware auf den vorderen Lieferterminen dünnt aus, so dass wieder steigende Prämien verlangt werden. Aber auch neuerntige Termine werden deutlich höher als in der Vorwoche bewertet, gestützt vom festen Schrotmarkt und von den steigenden Rapspreisen.

Datum: 11.06.2010 / Dateigröße: 200.31 KB

Kommentar KW 22 2010

Die Rapspreise können sich gegen die Schwäche am globalen Rohstoffmarkt gut behaupten. Vordere Ware wird noch immer vom Großhandel gesucht, der steigende Prämien bewilligt. Ölmühlen kaufen indes deutlich verhaltener. Die Sojakurse setzten ihre Schwächetendenz fort, zumal das internationale Angebot weiter zunimmt.

Auch der feste Dollarkurs baut weiter Druck auf. Die Ölschrotpreise schwächen ebenfalls zunehmend ab. Zwar werden für vordere Liefertermine noch immer Aufgelder verlangt, doch diese haben sich spürbar verringert. Das bedeutet aber auch, dass sich vordere Rapsschrotofferten im Vergleich zur Vorwoche verbilligt haben, während für neuerntige Termine die Forderungen leicht angehoben wurden.

Die Nachfrage bleibt allerdings noch klein. Am Pflanzenölmarkt haben sich die Sojaölpreise im Zuge schwacher Terminkurse abgeschwächt. Den Preisrückgang konnte auch der festere Dollarkurs nur bedingt bremsen. Rapsöl verteuert sich aufgrund des knappen Angebotes, bleibt gegenüber den anderen Pflanzenölen aber preislich noch attraktiv.

Datum: 07.06.2010 / Dateigröße: 198.27 KB

Kommentar KW 21 2010

Die Rapspreise haben sich wieder spürbar erholt und zogen an der Terminbörse kräftig an. Am Kassamarkt wird alterntige Ware gesucht, so dass sehr hohe Prämien bewilligt werden, zumal es kaum Rapsofferten gibt.

Die Sojakurse pendeln im Fahrwasser der Währungsveränderungen, steigt der Dollarkurs, schwächen sich die Rohstoffnotierungen ab. Die geringe Nachfrage und das etwas größere alterntige Angebot an Rapsschrot lassen die Prämien für vordere Lieferungen bröckeln, während die späteren Termine stabil bis fest bewertet werden.

Sojaschrot zeigt nur geringe Preisbewegungen und bietet damit wenig Impulse für Neugeschäfte. Demgegenüber weist der Pflanzenölmarkt kräftige Preisentwicklungen auf.

Knappes Rapsöl wird bei stetiger Nachfrage deutlich fester als in der Vorwoche bewertet und auch die Importöle ziehen währungsbedingt im Preis an, ohne jedoch Kaufinteresse generieren zu können.

Datum: 28.05.2010 / Dateigröße: 195.43 KB

Kommentar KW 20 2010

Die Rapspreise steigen kräftig an. Überschaubares Angebot auf den alterntigen Positionen und die Aussicht auf knappe Rapsversorgung in der kommenden Saison lassen die Preise am Termin- und am Kassamarkt steigen.

Dabei können die internationalen Kurse nur geringe Preiswirkung entfalten. Raps bleibt fest gestimmt, obgleich die Sojakurse seit Tagen schwächer notiert werden, weil der feste Dollarkurs großen Druck ausübt.

Immerhin erreichte der Dollar zuletzt mit 1,227 USD/EUR den höchsten Stand seit vier Jahren. Auch die internationalen Sojaschrotkurse tendieren schwächer, doch durch die Währungs-umrechnung bleiben in Europa die Forderungen auf hohem Niveau.

Die Preise schwanken von Tag zu Tag sehr stark und bremsen damit das Kaufinteresse. Rapsschrot wurde nach Tagen der Preisschwäche zuletzt wenigstens auf den neuerntigen Lieferterminen wieder etwas fester bewertet. Auch hier ist das Kaufinteresse sehr gering.

Das knappe Rapsölangebot lässt die Preise steigen, wobei Rapsöl gleichzeitig vom scharfen Preisanstieg für Sojaschrot profitiert. Aufgrund der Währungsverhältnisse steigen sogar die Chancen für den Export.

Datum: 21.05.2010 / Dateigröße: 194.25 KB

Kommentar KW 19 2010

Der Handel mit Raps hat sich spürbar beruhigt. Die Ölmühlenprämien auf die Terminkurse sind deutlich geschrumpft und verlieren damit an Zugkraft. Alterntige Ware wird zumeist stabil bewertet, findet aber kaum noch Käufer, während für spätere Termine bei rückläufigen Preisen kaum Offerten verfügbar sind.

Die US-Sojaschrotkurse profitieren von lebhaftem Handel mit Terminkontrakten und notieren fest. In Europa ziehen die Sojaschrotforderungen vor dem Hintergrund des festeren Dollarkurses ebenfalls an. Die Forderungen für Rapsschrot geben vor allem für Liefertermine ab August nach.

Kaufinteresse besteht nur an neuerntigen Positionen, wobei Umsätze aufgrund unterschiedlicher Preisvorstellungen kaum zu Stande kommen. Das Pflanzenölangebot ist weiterhin relativ überschaubar, vor allem Raffinate sind gesucht.

Während die Forderungen für dollarnotierten Öle wie Sonnenblumen und Palmöl gegenüber Vorwoche erneut angehoben wurden, tendieren Raps und Sojaöl schwächer.

Datum: 12.05.2010 / Dateigröße: 189.52 KB

Kommentar KW 18 2010

Das knappe alterntige Rapsangebot und die Aussicht auf weniger Raps in der kommenden Saison lassen in Europa die Preise steigen. Auch an der Pariser Terminbörse wird Raps fest notiert, obgleich am Weltmarkt die Notierungen für Ölsaaten schwächer tendieren.

Lieferungen ex Ernte werden franko Mühle zwischen 300-309 EUR/t und in Norddeutschland erhalten auch die Erzeuger teils schon 300 EUR/t frei Lager. Die instabile Lage der Euro-Zone senkt das Vertrauen in die Währung. An den Finanzmärkten legte daher der Dollarkurs stark zu und erreichte mit 1,29 USD/EUR ein Niveau wie zuletzt im März 2009.

An den Terminmärkten reagieren die Mineralölkurse auf den starken Dollar mit Schwäche, während sich in Europa die Forderungen für Importware verteuern. So werden für argentinische Sojapellets cif Rotterdam mit 290,50 EUR/t rund 5 EUR/t mehr verlangt als vor einer Woche, obgleich der ursprüngliche Preis um 6 USD/t zurückgegangen ist.

Fob deutscher Mühle wurden die Forderungen ebenfalls angehoben, allerdings ist die Prämie für das knappe vordere Angebot spürbar geschrumpft. Fob Mühle kostet nun HP-Sojaschrot zur Lieferung im Mai in Hafennähe 316 EUR/t, fob Oberrhein werden 328 EUR/t verlangt.

Rapsschrot wird im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls fester bewertet, wobei zuletzt vor allem die Termine ab August spürbar angehoben worden waren. Die schwache Nachfrage lässt noch höhere Prämien für vordere Ware indes nicht zu. Die Forderungen bleiben stabil bei 193 EUR/t.

Datum: 06.05.2010 / Dateigröße: 187.6 KB

Kommentar KW 17

Bis zum Wochenende wird der börsentechnische Einfluss auf die Rapsnotierung des Fronttermins an der Terminbörse in Paris anhalten. Die letzte April-Woche begann der Fronttermin mit 328,50 EUR/t, mehr als 20 EUR/t über Vorwochenlinie. Danach rutschte der Kurs um 18,50 EUR/t ab, erholte sich um 2,25 EUR/t und gab erneut 5 EUR/t nach, so dass am Donnerstag ein Settlementpreis von 307,25 EUR/t erreicht worden war.

Diesem börsentechnisch bedingtem Hin und Her der Kurse entzieht sich der Kassamarkt, indem alterntige Ware derzeit nicht besprochen wird. Zum einen haben sich die Offerten sehr ausgedünnt, zum anderen hat der Markt nach der Verunsicherung über die weitere Angebots-/ Nachfrage-entwicklung der Ölmühle Mannheim nach dem Brand der Anlage abwartende Haltung eingenommen.

Die Großhandelspreise haben sich im Vergleich zur Vorwoche für alterntige Ware stabilisiert, die Folgetermine legten um 1-1,50 EUR/t zu. Der Preisauftrieb für Sojaschrot ist spürbar gebremst, innerhalb der vergangenen Woche legten die Kurse fob deutscher Mühle insgesamt nur noch um 2 EUR/t zu.

Demgegenüber sind die Rapsschrotpreise nach oben geschnellt. Zum einen gibt es nennenswerte Mengen nur noch am Niederrhein, zum anderen entwickelt gerade am knappen Rapsschrotmarkt der Ausfall der Ölmühle Mannheim eine große Marktwirkung.

Vorderes Rapsschrot liegt bei 193 EUR/t nach 162 EUR/t in der Vorwoche. Auch die Forderungen für die Folgetermine wurden angehoben, mit 7 EUR/t für August-Positionen aber deutlich moderater.

Datum: 30.04.2010 / Dateigröße: 185.11 KB

Kommentar KW 16 2010

Die Entwicklung der Rapsterminkurse wird maßgeblich von der technischen Seite beeinflusst. Da der Mai-Kontrakt in Kürze ausläuft, werden nun die verstärkt Engagements aufgelöst. Dabei ist der Kaufinteresse größer als das Verkaufsinteresse, der Kurs legte in zwei Tagen um 10 EUR/t zu.

Auch die Folgetermine befestigen sich, zumal von der Terminbörse in Chicago ebenfalls nur positive Preissignale kommen. Auch hier sind die Kontraktkäufe der Geldanleger ausschlaggebend für die kräftigen Preisanstiege.

Die Rekordernten in Südamerika konnten indes noch immer keine Marktwirkung erzielen. Die Sojaschrotpreise tendieren bei uns weiterhin fest, da sich auch hier das vordere Angebot weiter ausdünnt.

Allerdings ist mehr Ware verfügbar als an Rapsschrot. Hier sind örtlich keine Offerten für alterntige Termine mehr verfügbar, so dass die Prämien auf knapp 40 EUR/t gegenüber den August-Forderungen gestiegen sind. Der Mineralölkurs zeigte zuletzt nur geringe Veränderungen und büßt damit an Wirkung auf die Agrarmärkte ein.

Datum: 23.04.2010 / Dateigröße: 115.87 KB

Kommentar KW 15 2010

Die Entwicklung der Rapsterminkurse wird maßgeblich von der technischen Seite beeinflusst. Da der Mai-Kontrakt in Kürze ausläuft, werden nun die Engagements aufgelöst. Der Verkaufsdruck drückt die Kurse.

Spätere Terminkurse konnten zuletzt wieder leicht zulegen und folgten damit, wenn auch nur sehr zögerlich, dem Preissprung der Sojabohnen. Die US-Sojakurse legten in der vergangenen Woche täglich zu und erreichten am Donnerstag mit umgerechnet 258 EUR/t ein Drei-Monatshoch.

Ausschlaggebend war auch hier die rege Nachfrage an der Börse, am Markt gibt es kaum neue Informationen. Die Sojaschrotpreise tendieren leicht schwächer, bleiben aber auf hohem Niveau.

Demgegenüber hat sich Rapsschrot spürbar verbilligt, zumal örtlich auf vorderen Positionen Überangebot herrscht. Damit kommen auch die Preise der Folgetermine ins Rutschen. Der Mineralölkurs bröckelte im Laufe der Woche, zuletzt unter dem Druck des festeren Dollarkurses.

Auch die Pflanzenölpreise konnten sich nicht halten und rutschten ab, wobei die Rapsölforderungen aufgrund der aufkeimenden Nachfrage den größten Widerstand boten.

Datum: 16.04.2010 / Dateigröße: 115.88 KB

Kommentar KW 14 2010

Die freundliche Stimmung am Rapsmarkt wurde vom Anstieg der Mineralölpreise getragen, der auf einer großen Portion Konjunkturoptimismus und einer leichten Nachfragebelebung beruhte.

Aber auch Hinweise auf Ertragseinbußen in der Ukraine, knappe EU-Marktbestände und eine rege Nachfrage der Ölmühlen trugen zur festen Tendenz bei.

Am Kassamarkt zogen die Preise für Raps ebenfalls an. Die Wiederaufnahme der Sojaschrotausfuhren Argentiniens und günstige Erntebedingungen in Südamerika begrenzen zwar den Spielraum der Ölschrotpreise nach oben, die Forderungen können sich aber auf relativ hohem Niveau behaupten. Hinzu kommt, dass der schwache Euro Einfuhren spürbar verteuert.

Rapsschrot hat sich etwas verbilligt. Allerdings wurden die Forderungen für spätere Liefertermine zuletzt wieder nach oben korrigiert.

Die Pflanzenölpreise erhielten durch die höheren Mineralölpreise Auftrieb.

Bei Rapsöl wird über eine sehr schleppende Nachfrage berichtet – nicht zuletzt eine Folge der geringen Margen bei der Biodieselherstellung.

Datum: 09.04.2010 / Dateigröße: 108.75 KB

Kommentar KW13 2010

Nach der Rallye der Rapspreise Anfang der Woche, haben die Sojapreise ihren Vorsprung verloren. Beide Ölsaaten werden jetzt nahezu preisgleich in Europa bewertet. Auch wenn der Höhenflug der Kurse an der Terminbörse Paris gestoppt ist, bleiben der Fronttermin weiterhin deutlich über 300 EUR/t.

Die Notierungen für neuerntige Ware zeigten wenig Aufwärtstendenz, so dass die Differenz zu den alterntigen Terminen mit rund 15 EUR/t relativ groß ist. Vor einem Jahr waren es 3 EUR/t gewesen. Die Streiks in Argentinien führen nun zu massiven Lieferproblemen mit Sojaschrot und damit zu absehbaren Angebotsengpässen in den kommenden Wochen in Europa. Die Märkte reagierten mit kräftigem Preisauftrieb.

Auch Rapsschrot legt bei stetiger Nachfrage im Preis zu. Mit den festeren Rohstoffpreisen setzten die Ölmühlen ihre Forderungen für Rapsöl nach oben, da die Preissteigerungen beim Biodiesel eher marginal sind, verzichten Hersteller bei schwindenden Margen auf Deckungskäufe.

Datum: 01.04.2010 / Dateigröße: 106.29 KB

Kommentar KW12 2010

Der feste Dollarkurs und nach oben gerichtete Notierungen an den internationalen Terminbörsen ließen die Sojaschrotpreise erneut ansteigen. Fob Deutschland übersteigen die Forderungen die Vorwochenprise um 12-13 EUR/t.

Auch Rapsschrot profitierte vom festen Schrotmarkt und von der lebhaften Nachfrage. Vor allem vordere Liefertermine wurden im Hinblick auf die kommenden Feiertage wieder häufiger kontrahiert. Die Spitzenpreise von Anfang des Monats können aber nicht mehr durchgesetzt werden. Vordere Ware wird nur noch an wenigen Standorten offeriert und kostet 156 EUR/t. Der April wird mit 149-153 EUR/t und der Mai mit 135-137 EUR/t bewertet, wobei im Norden höhere Preise als im Westen verlangt werden.

Geradezu explodiert sind die Rapspreise und schoben sich auch am Kassamarkt über die Linie von 300 EUR/t. Das Kaufinteresse, vor allem auf den vorderen Lieferpositionen ist lebhaft und treibt die Preise. An der Terminbörse in Paris herrschte so reges Interesse am Fronttermin, dass die jüngst abgesackten US-Sojanotierungen den Rapskurs nicht ins Minus ziehen konnten.

Die Pflanzenöle konnten von dem Auftrieb ebenfalls profitieren. Rapsöl und Sojaöl legten gegenüber Vorwoche um 20 EUR/t zu. Die dollarbasierten Pflanzenöle wie Sonnenblumenöl und Palmöl werden demgegenüber relativ stabil bewertet. Einzig der festere Dollarkurs ließ die Forderungen in Europa ansteigen.

Datum: 26.03.2010 / Dateigröße: 106.54 KB

Kommentar KW11 2010

Angetrieben vom schwachen Dollarkurs legten die Notierungen für Mineralöl und für Agrarfutures ab Wochenmitte kräftig zu. Die Sojakurse an der Terminbörse in Chicago gewannen in nur drei Tagen knapp 4 % an Wert.

Dies beflügelte die Rapskurse, die ebenfalls im Laufe der Woche die Richtung änderten und wieder über 295 EUR/t notiert wurden.

Die Sojaschrotpreise profitierten von Meldungen über Versorgungsengpässe in Argentinien und Brasilien. Für vordere Liefertermine wurde aufgrund des absehbar knapperen Angebotes Prämien verlangt. Damit übersteigen die Forderungen die Vorwochenlinie um 13 EUR/t fob deutscher Mühle.

Auch die Rapsschrotpreise haben den Abwärtstrend beendet und notierten fester, wobei hier die Prämien für vordere Lieferpositionen allerdings weiter bröckeln.

Die Pflanzenöle konnten von dem Auftrieb ebenfalls profitieren. Am Stichtag der Preiserfassung hatten gerade die Sojaölkurse einen großen Dämpfer erhalten, zusätzlich gedrückt vom schwachen Dollarkurs. Am Donnerstag hatten die Preise bereits wieder um 5 EUR/t nach oben zugelegt.

Datum: 19.03.2010 / Dateigröße: 105.56 KB