Kommentar KW 17
Bis zum Wochenende wird der börsentechnische Einfluss auf die Rapsnotierung des Fronttermins an der Terminbörse in Paris anhalten. Die letzte April-Woche begann der Fronttermin mit 328,50 EUR/t, mehr als 20 EUR/t über Vorwochenlinie. Danach rutschte der Kurs um 18,50 EUR/t ab, erholte sich um 2,25 EUR/t und gab erneut 5 EUR/t nach, so dass am Donnerstag ein Settlementpreis von 307,25 EUR/t erreicht worden war.
Diesem börsentechnisch bedingtem Hin und Her der Kurse entzieht sich der Kassamarkt, indem alterntige Ware derzeit nicht besprochen wird. Zum einen haben sich die Offerten sehr ausgedünnt, zum anderen hat der Markt nach der Verunsicherung über die weitere Angebots-/ Nachfrage-entwicklung der Ölmühle Mannheim nach dem Brand der Anlage abwartende Haltung eingenommen.
Die Großhandelspreise haben sich im Vergleich zur Vorwoche für alterntige Ware stabilisiert, die Folgetermine legten um 1-1,50 EUR/t zu. Der Preisauftrieb für Sojaschrot ist spürbar gebremst, innerhalb der vergangenen Woche legten die Kurse fob deutscher Mühle insgesamt nur noch um 2 EUR/t zu.
Demgegenüber sind die Rapsschrotpreise nach oben geschnellt. Zum einen gibt es nennenswerte Mengen nur noch am Niederrhein, zum anderen entwickelt gerade am knappen Rapsschrotmarkt der Ausfall der Ölmühle Mannheim eine große Marktwirkung.
Vorderes Rapsschrot liegt bei 193 EUR/t nach 162 EUR/t in der Vorwoche. Auch die Forderungen für die Folgetermine wurden angehoben, mit 7 EUR/t für August-Positionen aber deutlich moderater.
Datum: 30.04.2010 / Dateigröße: 185.11 KB
|