Aktuelle Marktberichte

  • Marktbericht KW 51 2014


    Die Pariser Rapskurse haben diese Woche einen kräftigen Sprung nach oben gemacht. Insgesamt werden sie von einem Wechselspiel aus schwächelnden Mineralölkursen, den Aussichten auf eine kleinere Rapsanbaufläche 2015 sowie zuletzt wieder fest tendierenden Sojanotierungen beeinflusst. Am deutschen Kassamarkt für Raps macht sich derweil zunehmend Weihnachtsstimmung breit. Erzeuger haben sich aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen und zum Großteil bereits in die Weihnachtsferien verabschiedet. Aufgrund der Lage der Feiertage in diesem Jahr wird so gut wie nichts mehr offeriert. Und Marktteilnehmer rechnen damit, dass sich dies auch bis Mitte Januar 2015 nicht ändern wird. Dadurch ist und bleibt das Angebot überschaubar. Die Nachfrage der Verarbeiter nach vorderer Ware ist derweil stabil und hat dazu geführt, dass die Prämien vereinzelt leicht angehoben wurden. Das kann die Erzeuger allerdings nicht zurück auf das Handelsparkett locken. Für die Vermarktung ist ihrer Ansicht nach im kommenden Jahr noch genug Zeit, da sich bislang auch kein Lagerdruck entwickelt hat. Die Hoffnung auf weiter steigende Preise hält zudem an.

    Die Sojaschrotkurse in Chicago und damit auch die Preise am deutschen Kassamarkt stehen langfristig unter Druck. Die US-Sojaverarbeitung läuft zwar rege, die langfristige Tendenz ist aber fallend. Die National Oilseed Processors Association (NOPA) bezifferte die im November verarbeitete Menge auf 4,4 Mio. t und untertraf damit die Erwartungen. Da die Margen der US-Verarbeiter auf den späteren Positionen der Saison allerdings weniger zufriedenstellend sind, wird in den kommenden Monaten mit rückläufigen Mengen gerechnet, so dass die Schätzung des USDA über eine Gesamtverarbeitung von 38,8 Mio. t in 2014/15 als wenig realistisch angesehen wird. Am deutschen Kassamarkt kostet promptes Sojaschrot in 44er-Qualität im Vorwochenvergleich mit 372 EUR/t rund 5 EUR/t weniger. Die Rapsschrotpreise haben sich in den vergangenen Tagen kaum verändert. Dem Markt mangelt es an Impulsen, zumal sich die meisten Marktteilnehmer schon in die Weihnachtsferien verabschiedet haben.

    Die Mineralölnotierungen setzen ihren Abwärtstrend fort und fallen auf immer neue Tiefstände. Das belastet auch die Pflanzenölpreise am europäischen Kassamarkt. Zusätzlicher Druck kommt, zumindest für Sojaöl, von schwächelnden Rohstoffnotierungen. Die Sojaölpreise haben im Vorwochenvergleich deutlich nachgegeben, zumindest für vordere Lieferungen. Fob Hamburg werden für Januarware aktuell mit 650 EUR/t rund 10 EUR/t weniger genannt. Spätere Liefertermine verloren nicht so viel. Sojaöl zur Lieferung im August 2014 kostet mit 637 EUR/t rund 2 EUR/t weniger. Die Rapsölpreise haben sich gegenüber Vorwoche noch behaupten können. Januarware wird fob Hamburg mit 652,50 EUR/t etwa 2 EUR/t niedriger bewertet.

    Dateigröße: 54 KDatum: 19.12.2014

  • Marktbericht KW 50 2014


    Die Menge an unverkauftem Raps ist noch groß. Zum einen haben viele Erzeuger aufgrund der höheren Erträge mehr Raps eingelagert als im Vorjahr, zum anderen trennen sie sich nur schwer von ihren Partien. Ihnen sind die Gebote zu niedrig. Vor allem vor dem Hintergrund des traditionellen Bewertungsschemas 2:1 gegenüber Brotweizen. Vor diesem Hintergrund müssten Erzeuger für ihren Raps im Schnitt 336 EUR/t erzielen. Sie erhielten in den zurückliegenden Tagen allerdings 317,50 EUR/t und damit nur 1 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Noch scheinen die Lagerbestände auch nicht zu drücken und Erzeuger spekulieren weiter auf steigende Gebote. Denn während Weizen in nur 2 Monaten 18 % an Wert gewonnen hat, waren es für Raps lediglich 6 %. Auch das Kontraktgeschäft auf die Ernte 2015 ruht. Es wird nun zwar wieder häufiger besprochen, Abschlüsse kommen aber selten zustande, zumal die Gebote in Ostdeutschland sogar unter den spot-Preisen liegen. Das ist den Erzeugern für die Auswinterungsrisiken bei den teils geschädigten, teils zu üppigen Beständen zu wenig. Demgegenüber zeigen sich die Ölmühlen an Raps zur Lieferung Januar-März 2015 weiterhin sehr interessiert. Die Prämien wurden gegenüber Vorwoche örtlich sogar leicht angehoben, obgleich die Terminkurse um 5 EUR/t gestiegen sind. Spätere Liefertermine sind allerdings kaum gefragt, weil die Margen nicht stimmen. Hier werden geringere Prämien bewilligt, so dass der Handel für spätere Lieferungen weniger erhält. Dieser Invers bremst den Umsatz stark.

    Mit den stark gestiegenen Rapsschrotpreisen haben sich die Konsumenten vorerst vom Markt zurückgezogen. Immerhin wurden die Forderungen gegenüber Vorwoche um 13 EUR/t angehoben und zollen damit den sehr festen Sojaschrotpreisen aber auch den höheren Rapspreisen Tribut. Das Angebot ist ausreichend, für vordere Ware können keine Aufgelder durchgesetzt werden. Gleiches gilt auch für Sojaschrot am Inlandsmarkt. Vordere Ware wird 5 EUR/t günstiger bewertet als der Folgetermin. In den Nordseehäfen ist das Angebot allerdings limitiert. Die Forderungen für Sojaschrot wurden diese Woche vor dem Hintergrund fester Terminnotierungen kräftig nach oben gesetzt, so dass 48er Ware fob Hamburg zeitweise wieder die Linie von 400 EUR/t überschritten hatte. Das war zuletzt Mitte November 2014 der Fall gewesen. Im Durchschnitt liegen die Preise mit 403,5 EUR/t rund 9 EUR/t über Vorwochenniveau.

    Auch die Raps- und Sojaölpreise waren gegen die Rohölschwäche nicht immun, zumal das vordere Angebot die Nachfrage übersteigt. Während in den USA Sojabohnen und -schrot in den vergangenen Tagen einen kräftigen Aufwärtstrend hinlegten, dümpelt der Sojaölkurs vor sich hin und konnte zuletzt die Linie von 32 cts/lbp (570 EUR/t) nicht halten. Am europäischen Kassamarkt hat sich Sojaöl verteuert. Im Vergleich zur Vorwoche legt es um 10 EUR/t zu und vergrößert damit den Abstand zum Rapsöl, das nur leicht fester bewertet wird. Liefertermine Februar uns später werden demgegenüber mit 655 EUR/t preisidentisch bewertet. Beim Raffinat hat Rapsöl weiterhin die Nase vorn, Sojaöl konnte aufgrund des Preissprungs allerdings den Abstand deutlich verringern. Die Nachfrage ist gering, der Ölmarkt stimmt sich bereits auf die Weihnachtszeit ein. Umsätze finden kaum statt.

    Dateigröße: 55 KDatum: 12.12.2014

  • Marktbericht KW 49 2014


    Kräftige Verluste der Rohölnotierungen haben Ende vergangener Woche für einen deutlichen Ruck an den Ölsaatenmärkten gesorgt. Die Sojabohnennotierungen unterschritten vor diesem Hintergrund erstmals seit Oktober 2014 wieder die Marke von 10 USD je Bushel beziehungsweise umgerechnet rund 300 EUR/t, konnten sich zuletzt aber wieder ein bisschen fangen. Zusätzlichen Druck auf die Sojakurse übten die günstigeren Aussaatbedingungen in Südamerika aus.

    Die Pariser Rapskurse blieben vom Druck von Rohöl weitgehend verschont. Aber die Bedenken der Biodieselhersteller wachsen, da schwächelnde Rohölpreise die Nachfrage nach Biodiesel und damit auch das Interesse am Rohstoff Rapsöl dämpfen. In den vergangenen Tagen sind die Rapsnotierungen, entkoppelt von der Entwicklung der Sojakurse, weitgehend stabil geblieben. Die Handelsaktivitäten an der Börse sind weiterhin gering. Am deutschen Kassamarkt wird Raps nur vereinzelt umgesetzt. Verarbeiter zeigen nach wie vor Interesse an prompter Ware sowie an Lieferungen zwischen Januar und März 2015. Aufgrund der unbefriedigenden Margen auf diesen Positionen sind die Steigerungsmöglichkeiten der Prämien allerdings begrenzt. Es kann ohnehin kaum Rapsangebot mobilisiert werden, die Offerten sind entsprechend überschaubar. Die Ernte 2015 ist immer noch kein Gesprächsthema, zumal erster Frost in den meisten Regionen Deutschlands die Bedenken um mögliche Auswinterungen verstärkt.

    Am Ölschrotmarkt ist es weiterhin sehr ruhig. Das ist zum einen saisontypisch für Dezember, zum anderen sind Käufer von den hohen Preisen abgeschreckt und fragen kaum nach. Ölmühlen sind aufgrund der derzeit wenig befriedigenden Margen kaum bereit, die Preise für Schrot zurückzunehmen. Auch wenn das Angebot, zumindest an Rapsschrot, durchaus ausreichend ist, werden vor diesem Hintergrund kaum Umsätze getätigt. Rapsschrot zur Lieferung im Dezember 2014 kostet im Großhandel mit durchschnittlich 212 EUR/t fast genauso viel wie in der Vorwoche. Spätere Lieferungen haben im Hinblick auf ein knapper erwartetes Rohstoffangebot in der kommenden Saison etwas mehr zugelegt. Die Sojaschrotpreise haben im Wochenverlauf im Zuge schwacher Vorgaben der US-Sojaschrotnotierungen zwar deutlich nachgeben, der Abwärtstrend wurde zuletzt aber abgebremst.

    Forderungen für Pflanzenöle sind im Vorwochenvergleich teilweise deutlich gesunken. Auslöser war der schwache Mineralölkurs, der Ende vergangener Woche auf einen Tiefstand sank. Gebremst wurde der Preisrückgang der Pflanzenöle allerdings durch den schwachen Eurokurs. Während die Mineralölkurse ihren vorläufigen Tiefpunkt wohl noch nicht erreicht haben, erholen sich die Pflanzenölpreise langsam wieder. Das dämpft die Nachfrage, die während der Schwäche deutlich zugenommen hatte. Käufer haben zwar Bedarf, aber nicht drängend, so dass weitere Preisrücknahmen nun abgewartet werden. Das Angebot ist vor dem Hintergrund der geringen Nachfrage mehr als ausreichend, mit Ausnahme von Sonnenblumenöl. Hier beschränkte sich das Angebot aktuell auf Lieferungen ab April 2015. Rapsöl fob Hamburg kostete diese Woche mit 655,50 EUR/t rund 14,50 EUR/t weniger. Die Sojaölpreise wurden um 13 EUR/t auf 652 EUR/t zurückgenommen.

    Dateigröße: 55 KDatum: 05.12.2014

  • Makrtbericht KW 48 2014


    Die Sojanotierungen können sich weiterhin nicht für eine Richtung entscheiden. Vor dem US-Feiertag am Donnerstag, und dem damit langen Wochenende, wurden an der Terminbörse lebhaft Risikopositionen aufgelöst. Insgesamt werden die Kurse meist von einem Wechselspiel aus der nun nahezu beendeten Sojaernte auf Rekordniveau, den Aussaatbedingungen in Südamerika sowie mehr Export und knapper Inlandsversorgung beeinflusst. Anfang der Woche sorgten unerwartet hohe Soja- und Sojaschrotexporte für Kursauftrieb. Mit wöchentlichen Exporten von 2,8 Mio. t Sojabohnen schienen die logistischen Probleme überwunden zu sein. Nun erschwert allerdings der Wintereinbruch in einigen Gebieten die Logistik. Die zeitweise festen Vorgaben aus Übersee sorgten auch am Pariser Rapsmarkt für Befestigung, auch wenn sich der Rapskurs an den Vortagen etwas von den Sojabohnen gelöst hatte. Soja musste allerdings zuletzt Verluste hinnehmen, und davon blieb auch Raps nicht verschont. Die Kurse in Paris beendeten ihren Aufwärtstrend und schlossen unter Vorwochenniveau. Erzeuger in Deutschland zeigen weiterhin wenig Interesse an der Rapsvermarktung. Selbst die steigenden Gebote ziehen wenig Ware aus den Lägern. Auch die Vermarktung der Ernte 2015 steht vollkommen im Hintergrund. Hierfür wird nicht mehr geboten als für Raps im Tagesgeschäft.

    Die Ölschrotpreise haben sich im Verlauf der Woche kräftig nach oben bewegt. Ausschlaggebend waren die steigenden Rohstoffnotierungen und der festere Dollarkurs. Das hat die Nachfrage spürbar begrenzt. Sojaschrot hat sich von dem Preiseinbruch in der Vorwoche wieder erholt und liegt am deutschen Kassamarkt deutlich über Vorwochenniveau. Die Forderungen für Rapsschrot bewegten sich ebenfalls nach oben. Mit durchschnittlich 215,40 EUR/t für Dezember-Lieferungen sind die Forderungen 6 EUR/t höher als noch vor einer Woche. Das entspricht außerdem dem höchsten Niveau seit Mitte Juli 2014. Vor diesem Hintergrund kann kein Neugeschäft generiert werden.

    Der kräftige Anstieg der Sojanotierungen sorgte zur Wochenmitte am Pflanzenölmarkt für feste Preise. In den Tagen zuvor herrschte für Sojaöl stabile Tendenz vor, Raps- und Sonnenblumenöl tendierten leicht fester. Rapsöl bleibt, auch wenn sich die Nachfrage etwas abschwächt, auf vorderen Lieferpositionen knapp offeriert. Aufschläge können bei der geringen Nachfrage allerdings kaum durchgesetzt werden. Vor allem für Biodieselhersteller wird die Kalkulation bei stetig sinkendem Mineralölpreise anhaltend schwierig. Das geringe Kaufinteresse spiegelt sich auch in den Preisen wider. Von Dezember bis April wird Rapsöl in Deutschland einheitlich mit 670 EUR/t bewertet. Sojaöl wird aufgrund der Preisschwankungen vorerst von den Käufern vernachlässigt. Obgleich noch Bedarfslücken für 2014 und vor allem für das 1. Quartal 2015 bestehen, wird auf Preisschwäche gehofft.

    Dateigröße: 54 KDatum: 28.11.2014

  • Marktbericht KW 47 2014


    Nachdem ein knappes US-Sojaschrotangebot den Sojaschrot- und Sojabohnennotierungen wochenlang Gewinne beschert hatte, lässt eine mittlerweile gute Versorgung der Ölmühlen bei reger US-Verarbeitung die Kurse schwach tendieren. Vergangene Woche wurden nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums USDA nur 21.300 t Sojaschrot ins Ausland verkauft, nachdem Lieferungen von über 172.100 t storniert wurden. US-Ölmühlen sind bis Anfang kommenden Jahres gut gedeckt und fragen kaum noch Sojabohnen nach. Kurzfristigen Auftrieb erhielten die Sojabohnennotierungen zu Wochenbeginn vom aktuellen Bericht der National Oilseed Processors Association NOPA. Darin bezifferte der Verband die US-Sojaverarbeitung im Oktober 2014 auf 4,3 Mio. t und damit auf Rekordniveau. Die Pariser Rapskurse folgten zuletzt abgeschwächt der Entwicklung der US-Sojakurse. Der Handel an der Börse hat insgesamt zwar etwas zugelegt, die Anzahl der Abschlüsse schwankt allerdings stark von Tag zu Tag. Die Nachfrage nach Raps am Kassamarkt ist leicht gestiegen. Im Fokus des Interesses stehen Lieferungen zwischen Januar und März 2015, da dort die Margen der Verarbeiter derzeit am attraktivsten sind. Das Angebot ist allerdings nicht mit der Nachfrage gewachsen, da Erzeuger weiterhin kaum abgabebereit sind. Die Ernte 2015 ist immer noch kein Gesprächsthema.

    Die Rapsschrotpreise stehen unter Druck einer geringen Nachfrage. Das gilt vor allem für die vorderen Lieferpositionen. Das Angebot ist vor diesem Hintergrund in allen Regionen ausreichend. Im Vorwochenvergleich haben sich die Rapsschrotpreise zur prompten Lieferung fob Ölmühle mit 210 EUR/t behauptet. Die Nachfrage nach Rapsschrot aus dem Ausland hat derweil zugelegt. Importeure aus dem Westen der USA haben diese Woche erstmals rund 25.000 t Rapsschrot zur Lieferung im November 2014 in Deutschland geordert. Marktteilnehmer führen diesen Kauf auf Lieferschwierigkeiten kanadischer Ölmühlen sowie Logistikprobleme zurück. Im Westen der USA decken Viehbetriebe ihren Bedarf üblicherweise vorrangig mit kanadischem Rapsschrot. Sojaschrot wird diese Woche deutlich niedriger bewertet. Dezemberware in 44er-Qualität kostet aktuell mit 370 EUR/t rund 33 EUR/t weniger. Für den kräftigen Preisrückgang sind die schwachen Vorgaben der US-Sojaschrotnotierungen verantwortlich.

    Die Pflanzenölpreise sind jüngst kräftig abgerutscht. Die Preisschwäche ist vor allem auf die zeitweise schwachen Vorgaben der Terminmärkte zurückzuführen. Zwar konnten sich die Notierungen für Sojaöl in Chicago wieder fangen, die Preise am Kassamarkt bleiben bei insgesamt wenig Handel aber auf dem niedrigeren Niveau. Für Sojaöl zur prompten Lieferung müssen, aufgrund des sehr knappen vorderen Angebotes, deutliche Aufschläge gezahlt werden. Mit 675 EUR/t beträgt die Prämie aktuell knapp 20 EUR/t gegenüber Dezemberlieferungen, sowohl in den Niederlanden als auch fob Hamburg. Das gesamte Preisniveau für Sojaöl hat allerdings im Vergleich zur Vorwoche um rund 20 EUR/t auf allen Lieferpositionen nachgegeben. Rapsöl kostete cif Nordseehäfen zuletzt rund 17 EUR/t weniger. Prompte Ware wurde diese Woche mit 666 EUR/t bewertet.

    Dateigröße: 55 KDatum: 21.11.2014

  • Marktbericht KW 46 2014


    Die knappe US-Sojaschrotversorgung hat die Sojabohnen- und Sojaschrotkurse diese Woche zeitweise kräftig in die Höhe getrieben. Da die Schwierigkeiten in der US-Bahnlogistik voraussichtlich noch bis Dezember anhalten werden, ist der Spielraum der Notierungen wohl vorerst nach unten begrenzt. Das verfügbare Inlandsangebot an Soja ist trotz Rekordernte knapp, während die Nachfrage rege ist. Die diesjährige US-Sojaernte ist derweil so gut wie abgeschlossen. Ein Großteil der Erntemenge fließt jedoch direkt in den Export. Die wöchentlichen Exportverladungen liegen im Schnitt bei rund 2 Mio. t. Das USDA schätzt die US-Exporte 2014/15 in seinem aktuellen Bericht auf 46,8 Mio. t und damit rund 600.000 t höher als vor einem Monat. Insgesamt hat der aktuelle USDA-Bericht keine Überraschungen mit sich gebracht.

    Die Pariser Rapskurse werden weiterhin fremdbestimmt von den Sojanotierungen in Chicago, eigene Impulse gibt es nicht. Das Handelsinteresse an der Pariser Börse ist sehr gering. Am deutschen Kassamarkt für Raps herrscht ebenfalls weiterhin Flaute. Erzeuger geben kaum Ware zum Verkauf. Gleichzeitig beschränkt sich das Interesse der Verarbeiter vor allem auf die Liefertermine Januar bis März 2015. Vor diesem Hintergrund werden kaum Umsätze getätigt.

    Die Ölschrotpreise haben bei festen Vorgaben der Raps- und Sojanotierungen am Mittwoch einen kräftigen Sprung gemacht. Die Forderungen für prompte Sojaschrotlieferungen fob Hamburg wurden von einem Tag zum nächsten um rund 17 EUR/t angehoben. Das höhere Niveau konnte aber nicht gehalten werden. Aktuell kostet 44er-Ware mit 382 EUR/t knapp 5 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Rapsschrot zur Lieferung im Dezember 2014 wird mit rund 210 EUR/t rund 7 EUR/t über Vorwoche bewertet. Nachgefragt wird aber kaum etwas. Das Angebot an Rapsschrot ist auf den vorderen Lieferpositionen zwar überschaubar, da Käufer aber bis ins neue Jahr hinein schon gut gedeckt sind, hat das keine Preiswirkung. Sojaschrot ist, vor allem im Süden, sehr knapp.

    Die Situation am Pflanzenölmarkt ist unverändert: Immer noch schrecken starke Preisschwankungen die Käufer ab, die ohnehin eine gute Deckung aufweisen. An späteren Lieferungen besteht zwar vereinzelt Interesse, zu den aktuellen Preisen werden aber keine Gebote abgegeben, zumal sich die Margen der Biodieselhersteller bei sinkenden Großhandelspreisen für Biodiesel zuletzt deutlich verschlechtert haben. Rapsöl zur Lieferung bis einschließlich Juni 2015 kostet mit 690 EUR/t fob Hamburg rund 25 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Der Preisanstieg für Sojaöl war mit 5 EUR/t vergleichsweise überschaubar. Vordere Ware wird derzeit mit 675 EUR/t fob Hamburg bewertet.

    Dateigröße: 54 KDatum: 14.11.2014

  • Marktbericht KW 45 2014


    Die Chicagoer Sojabohnennotierungen haben Anfang November 2014 einen Richtungswechsel vollzogen und tendieren wieder schwach. So konnte unter anderem der Rückstand der US-Sojaernte aufgeholt werden. Gleichzeitig ist die Nachfrage seitens des Hauptimporteurs China rückläufig. Die Pariser Rapskurse haben im Sog schwächelnder Sojanotierungen ebenfalls deutlich nachgegeben. Das übt Druck auf die Rapspreise am Kassamarkt aus und schränkt die Abgabebereitschaft der Erzeuger stark ein. Die Nachfrage ist gleichzeitig gering.

    Bei günstiger Witterung kommt die US-Sojaernte flott voran und der Erntefortschritt hatte nach Einschätzung des US-Landwirtschaftsministeriums USDA Ende vergangener Woche den mehrjährigen Durchschnitt endlich eingeholt. Insgesamt muss noch rund ein Fünftel der Sojaflächen geerntet werden. Aufgrund der anhaltenden logistischen Probleme in den USA gelangt zwar kaum mehr Rohstoff zu den Verarbeitern als in der Vorwoche, aufgrund der besseren Rohstoffverfügbarkeit wird sich die Lage aber wohl bald entspannen. Das hat die Sojaschrotkurse unter Druck gesetzt und damit auch den Bohnen die Stütze genommen. Kursverluste beschert außerdem der Nachfragerückgang seitens Chinas. So wurden nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums im Oktober 2014 mit 3,9 Mio. t fast 10 % weniger in den USA gekauft als im Vorjahresmonat. Im November 2014 werden die Einfuhren mit 3,1 Mio. t schätzungsweise noch geringer ausfallen. Die Rapskurse in Paris haben in den vergangenen Tagen Federn lassen müssen. Aufgrund sehr schwacher Soja- und Rohölnotierungen sowie großer Exportkonkurrenz Australiens mussten die Vorwochengewinne vollständig wieder abgegeben werden. Der neue Fronttermin Februar 2015 hat seit seinem Börsenauftakt am Montag um mehr als 8 EUR/t verloren und schloss zuletzt auf 335,75 EUR/t. Der am 31.10.2014 beendete November-Kontrakt schloss am Freitag mit 330,50 EUR/t. Die Andienung beziffert sich auf 1.482 Lots, das entspricht 74.100 t Raps. Davon kommen allein 30.800 t in Deutschland zur Andienung. Die restlichen 866 Lots werden in Frankreich fällig.

    Die Prämien am Kassamarkt wurden bereits mit dem Februarkontrakt als neue Kalkulationsgrundlage eingestellt, locken die Erzeuger allerdings nicht aus der Reserve, so dass das Angebot an Raps am Kassamarkt gering ist. Die Nachfrage der Ölmühlen beschränkt sich weiterhin vor allem auf vordere Liefertermine, da nur dort die Margen befriedigend sind. Die neue Ernte ist bislang kaum Gesprächsthema. Im Großhandel wird Raps der Ernte 2015 aktuell mit 333 EUR/t knapp 9 EUR/t unter Vorwoche bewertet. Zum einen sind die Preise für die Erzeuger nicht attraktiv genug, zum anderen wachsen die Befürchtungen um Ernteverluste aufgrund von schlecht ausgebildeten Rapsfeldbeständen. So haben zahlreiche Pflanzen aufgrund eines erhöhten Befalls mit Schädlingen ein unzureichendes Wurzelwerk gebildet, wodurch die Bestände sehr frostanfällig sind.

    Prompte Lieferungen an Sojaschrot in 44er-Qualität kosten aktuell 384 EUR/t und so rund 11 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Rapsschrot wird mit durchschnittlich 203 EUR/t etwa 7 EUR/t niedriger bewertet. Nachfrage wurde mit den rückläufigen Forderungen nur sporadisch generiert. Während das Interesse an einem Tag ungewöhnlich groß ist, werden am darauffolgenden kaum Gebote abgegeben. Das Angebot an Rapsschrot ist ausreichend, Sojaschrot wird weiterhin auf vorderen Terminen knapp offeriert, die Aufschläge sind aber rückläufig. Zuletzt kostete Novemberware rund 2 EUR/t mehr als Lieferungen im Dezember. Volatile Preise am Pflanzenölmarkt, die unter anderem auf starke Dollarschwankungen zurückzuführen sind, schrecken Käufer ab. Umsätze werden daher kaum getätigt. Marktteilnehmer erhoffen sich von der neuen USDA-Versorgungsschätzung, die am Montag erscheint, neue Impulse. Diese sollen die Terminkurse wieder in ruhigeres Fahrwasser lenken und - so hoffen Käufer - Preisnachlässe mit sich bringen.

    Die Rapsölpreise haben ihr hohes Niveau der Vorwoche nicht halten können. Prompte Ware fob Hamburg wird diese Woche mit 675 EUR/t rund 25 EUR/t niedriger bewertet. Spätere Lieferungen sind im Vorwochenvergleich ebenfalls deutlich preisgünstiger. Sojaöl konnte sich vergleichsweise gut halten. Ein knappes Angebot an vorderer Ware bot dabei eine Stütze. Dezemberware kostet fob Hamburg mit 670 EUR/t aktuell rund 5 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Die Forderungen für Palmöl wurden demgegenüber erneut kräftig angehoben. Palmöl cif ARAG zur Lieferung im Dezember kostet mit 603 EUR/t rund 24 EUR/t mehr.

    Dateigröße: 58 KDatum: 07.11.2014

  • Marktbericht KW 44 2014


    Anhaltende Logistikprobleme in den USA erschweren die Sojaschrotversorgung und bescherten den US-Kursen diese Woche kräftige Gewinne, die zuletzt aber zum Teil wieder abgegeben werden mussten. Da die Schwierigkeiten in der Bahnlogistik wahrscheinlich einige Wochen anhalten, gibt es für die Sojabohnen- und Sojaschrotnotierungen vorerst wenig Spielraum nach unten. Zumal die Rohstoffernte in den USA nach wie vor dem langjährigen Mittel hinterherhinkt. Bis zum Wochenbeginn waren 70 % von Soja gedroschen und damit 6 Prozentpunkte weniger als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Gleichzeitig ist die Nachfrage anhaltend groß. Ein Großteil der Sojaernte geht direkt in den Export und nicht zu den heimischen Ölmühlen. Die Pariser Rapskurse folgen der Entwicklung der US-Sojanotierungen mit leichter Verzögerung und schlossen zuletzt im Minus. Der zuvor feste Trend, der von Soja ausgelöst wurde, hat die Preise etwas höher getrieben, das Geschäft wurde allerdings kaum angekurbelt. Die angebotenen Mengen treffen auf eine gute Nachfrage. Da die Verarbeitungsmargen zum Ende des Jahres schwinden, beschränkt sich das Kaufinteresse auf vordere Ware. Die Erzeugerpreise für Raps haben gegenüber Vorwoche um rund 4 EUR/t auf 304 EUR/t zugelegt.

    Die Ölschrotpreise haben im Vorwochenvergleich einen kräftigen Satz nach oben gemacht. Promptes Sojaschrot in 44er-Qualität kostete zuletzt mit durchschnittlich 415 EUR/t fast 65 EUR/t mehr, Rapsschrot wird mit 212 EUR/t knapp 14 EUR/t höher bewertet. Das hat der ohnehin schon geringen Nachfrage einen ordentlichen Dämpfer verpasst. Käufer sehen in der derzeitigen Haussephase allerdings keinen langfristigen Trend und warten mit ihren Deckungskäufen ab. Bis Jahresende ist der Rohstoffbedarf ohnehin sehr gut gedeckt. Der Fokus lag zuletzt eher auf den Terminen Januar/April 2015. Das Angebot an Sojaschrot ist auf den vorderen Lieferterminen weiterhin knapp. Rapsschrot wird etwas umfangreicher angeboten.

    Im Zuge fester Vorgaben der Terminmarktnotierungen haben die Pflanzenölpreise gegenüber Vorwoche kräftig zugelegt. Rapsöl hat sich dabei stärker verteuert als Sojaöl und kostet nun deutlich mehr. Fob Nordseehafen wird vordere Ware diese Woche mit 675 EUR/t rund 28 EUR/t höher bewertet. Sojaöl legte um 20 EUR/t auf 660 EUR/t zu. Prompte Ware ist nur mit kräftigen Aufschlägen erhältlich. Das Geschäft mit Pflanzenölen ist aufgrund des kräftigen Preisanstiegs zum Erliegen bekommen. Käufer sind gut gedeckt und geben nur vereinzelt Gebote für kleinere Deckungskäufe ab. Interesse besteht, wenn überhaupt, an Lieferungen Anfang 2015.

    Dateigröße: 54 KDatum: 31.10.2014

  • Marktbericht KW 43 2014


    Die Rapsnotierungen in Paris ziehen wieder an. Mit einem Plus von 6 EUR/t in nur drei Tagen für die Fronttermine und späteren Termine. Damit liegt das Niveau wieder über Vorwoche und auch am Kassamarkt haben sich die Gebote deutlich nach oben bewegt. Da die Margen der Ölmühlen auf den vorderen Terminen noch am besten sind werden bis Jahresende noch vereinzelte Partien gesucht. Das Kaufinteresse steht aber geringem Angebot gegenüber, da die Gebote für Raps zur späteren Lieferung höher liegen. Das liegt an dem großen Preissprung, der an der Börse besteht. November- und Februar- Termin liegen 8,75 EUR/t auseinander, diese Differenz können auch die Prämien der Käufer am Kassamarkt nicht ausgleichen. Erzeuger werden sich aber aufgrund der höheren Gebote ab Februar 2014 wohl im alten Jahr nicht mehr von ihrer Ware trennen. Auf den späteren Terminen ist das Kaufinteresse der Mühlen relativ gering, da die Ölpreise einer Verbesserung der Marge im Wege stehen und es darüber hinaus so gut wie kein Rapsschrotgeschäft gibt. Noch bestehen bei den Mischfutterherstellern große Lücken hinsichtlich ihrer Rohstoffdecke. Auch auf den vorderen Terminen gibt es derzeit so gut wie keinen Umsatz. Die Mischfutternachfrage schwächelt und die bereits jetzt kontrahierten Mengen an Ölschroten werden wohl länger reichen als geplant. Landwirte haben nicht so viel Mischfutter gekauft wie bisher, da aufgrund der niedrigen Getreidepreise mehr hofeigenes Futter verwendet wird. Außerdem ist die Grundfutterversorgung deutlich besser als im Vorjahr. Zur Produktion hofeigener Mischungen wird vor allem Sojaschrot eingesetzt, das schmälert ebenfalls die Nachfrage nach Rapsschrot. Die Kontrakte für die Einzelkomponente Sojaschrot wurden bereits vor Wochen abgeschlossen, so dass auch hier derzeit wenig Neugeschäft herrscht.

    Der Handel mit Ölschroten ist sehr ruhig. Dabei nimmt das Angebot an Rapsschrot auf den vorderen Lieferpositionen langsam zu. Noch sind allerdings keine Preisabschläge sichtbar. Die Forderungen sind im Vergleich zur Vorwoche um 4 EUR/t angestiegen und folgen damit den festen Sojaschrotnotierungen. Aufgrund der schleppenden US-Ernte ist das Angebot an vorderem Sojaschrot in den USA sehr knapp, so dass die Kurse in nur 4 Tagen um 7 % zulegten. Hierzulande reagierten die Sojaschrotpreise zusätzlich auf den sprunghaft schwächeren Eurokurs. Allein am Mittwoch verteuerte sich Sojaschrot um 12 EUR/t.

    Auch der Pflanzenölmarkt ist ohne nennenswerte Umsätze. Rapsöl hat gegenüber Sojaöl an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen, allerdings nur auf den vorderen Lieferterminen. Hier werden Raps- und Sojaöl nahezu preisidentisch bewertet. Die geforderten 655 EUR/t für Rapsöl sind den Biodieselherstellern allerdings weiterhin zu hoch. Ihre Gebote liegen 25 EUR/t darunter.

    Dateigröße: 153 KDatum: 24.10.2014

  • Marktbericht KW42 2014


    Die Sojanotierungen scheinen ihren Abwärtstrend beendet zu haben. Der jüngste Monatsbericht des US-Landwirtschaftsministeriums sorgte für einen Tag für rückläufige Notierungen, aber der Aufwärtstrend wurde danach wieder aufgenommen. Grund sind die schleppende Ernte in den USA und das zunehmend ungünstigere Wetter. Am Kassamarkt entsteht trotz der laufenden Ernte, in der Vorwoche wurden rund 5 Mio. t Sojabohnen geerntet, kein Preisdruck. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Die zögerliche Vermarktung der Erzeuger lässt die Prämien am Kassamarkt steigen. Das treibt auch die Kurse am Terminmarkt. Ganz besonders fest sind die Sojaschrotnotierungen. Die schleppend anlaufende Verarbeitung bei gleichzeitig reger Exportnachfrage hat seit Monatsbeginn den Fronttermin um fast 20 % erhöht.

    Raps in Paris kann von der festen Tendenz in Chicago nicht profitieren. Seit dem jüngsten Höchststand am 6.10.14 wurden bereits knapp 8,50 EUR/t wieder verloren. Dabei drückt vor allem der schwache Mineralölkurs, der die Wettbewerbsfähigkeit von RME deutlich einschränkt und damit die Nachfrage nach Rapsöl mindert. Am Kassamarkt ist der Rapshandel stetig, vor allem bis Dezember 2014 suchen Ölmühlen noch Partien. Die Abgabebereitschaft der Erzeuger hat mit dem Rückgang der Gebote allerdings spürbar nachgelassen.

    Der Handel mit Ölschroten gestaltet sich ruhig. Das Angebot an Soja-und Rapsschrot ist auf vorderen Terminen begrenzt, allerdings kann für Rapsschrot kaum Aufgeld durchgesetzt werden. Im Vergleich zur Vorwoche wird Rapsschrot etwas schwächer bewertet, wobei auch die rückläufigen Rapspreise für Druck sorgten. Die Nachfrage ist sehr gering. Sporadisch werden Umsätze getätigt, wobei auch Liefertermine für 2015 besprochen werden. Die Nachfrage nach Importsojaschroten ist stetig, wobei das Angebot an Brasil-Pellets knapp ist und Aufgelder erzielt. In Anlehnung an die zuletzt stetig steigenden Sojabohnenkurse wurden die Forderungen für Sojaschrot stetig erhöht. 44er Ware hat dabei die Linie von 380 EUR/t nach mehr als einer Woche wieder erreicht.

    Der Pflanzenölmarkt ist ohne nennenswerte Umsätze. Die gegenläufige Kursentwicklung von Raps und Soja, schwächere Palmölnotierungen und vor allem das Abrutschen des Mineralölkurses lähmen den Markt. Dies spiegelt sich nicht nur in der nahezu identischen Bewertung von Raps- und Sojaöl wider, sondern auch in der Preisgleichheit der verschiedenen Termine. Der Mineralölkurs hat aufgrund der schwächeren Konjunkturdaten für Europa und China, der ungebremsten Produktivität der OPEC-Länder sowie der Aussicht auf eine schwächere Nachfrageentwicklung in 6 Tagen 10 % an Wert eingebüßt. Das bremst die Nachfrage nach Biodiesel und nach Rohstoff zur Biodieselherstellung. Dabei wird den Unternehmen zusätzlich der Markt erschwert, da es immer noch keine Regularien zur Umsetzung der THG-Quote ab 1.1.2015 im Öl- und Saatgeschäft gibt.

    Dateigröße: 76 KDatum: 17.10.2014

  • Kommentar KW41 2014


    Die Pariser Rapsnotierungen tendieren wieder schwach. Der vorherige Kursanstieg hatte dem Kassamarkt vorab allerdings etwas Leben eingehaucht. Die Prämien der Verarbeiter waren zuletzt zwar nahezu unverändert zur Vorwoche, haben aber ausgereicht, um mehr Ware aus Erzeugerhand zu mobilisieren. Die Erzeugerpreise sind gegenüber Vorwoche um 8 EUR/t auf 298 EUR/t gestiegen. Und das Angebot könnte zeitnah weiter zulegen. So steht eine sehr umfangreich prognostizierte Körnermaisernte in Deutschland in den Startlöchern, die irgendwie untergebracht werden muss. Für Unsicherheit am Markt sorgten zuletzt Spekulationen über eine kleinere Rapsanbaufläche in Deutschland als vorab vermutet. So sollen die jungen Rapspflanzen vielerorts verstärkt mit Schädlingen befallen sein. Grund ist der seit Ende 2013 verbotene Einsatz von mit Neonicotinoid gebeiztem Saatgut. Sowohl die Rapskurse in Winnipeg als auch die Sojabohnenkurse in Chicago haben vergangene Woche zeitweise zugelegt. Soja bescherten witterungsbedingte Ernteunterverzögerungen in den USA und eine rege Nachfrage nach US-Soja von Hauptimporteur China Gewinne. Mittlerweile ist die Tendenz, aufgrund des geringen Interesses im Vorfeld der Freitag erscheinenden USDA-Versorgungsschätzung, wieder schwach.

    Die Ölschrotpreise entwickeln sich uneinheitlich. Da es am Kassamarkt an Impulsen mangelt, orientieren sich die Verarbeiter bei der Preisfestlegung meist an der Entwicklung der Rohstoffkurse in Chicago und Paris. Das vordere Angebot ist derweil weiterhin sehr knapp. Da Käufer bis auf weiteres gut gedeckt sind, wird aber auch kaum nachgefragt. Dadurch stehen die Preise unter Druck. Rapsschrot zur Lieferung im November - Oktoberware ist kaum verfügbar - kostet diese Woche im Großhandel mit 196 EUR/t rund 1 EUR/t weniger. Die Preise für Sojaschrot in 44er-Qualität zur prompten Lieferung haben gleichzeitig um 2 EUR/t auf 353 EUR/t zugelegt, blieben in den vergangenen Tagen bei uneinheitlichen Vorgaben der Terminmarktnotierungen in Chicago allerdings weitgehend unverändert. Der Aufschlag für prompte Ware gegenüber Lieferungen im November betrug zuletzt knapp 18 EUR/t.

    Die Pflanzenölpreise haben erneut gegenüber Vorwoche zugelegt. Geschäft gibt es derzeit aber kaum. Starke Währungsschwankungen, vor allem vom US-Dollar, verunsichern den Markt. Auch wenn Käufer tendenziell Interesse haben, so schrecken die steigenden Preise sowie die schwer einschätzbare weitere Entwicklung stark ab, so dass Käufer kaum Gebote abgeben. Zudem wird die aktuelle USDA-Versorgungsschätzung mit Spannung erwartet, auch wenn sie wohl keine großen Überraschungen mit sich bringen wird. Aufgrund des knappen vorderen Angebotes und bei festen Vorgaben der Soja- und Rapsnotierungen wurden vor allem die Preise für Rapsöl kräftig angehoben. Fob Nordseehäfen wird Novemberware aktuell mit 665 EUR/t rund 20 EUR/t über Vorwoche bewertet. Sojaöl kostet mit 665 EUR/t etwa 5 EUR/t mehr.

    Dateigröße: 54 KDatum: 10.10.2014

  • Kommentar KW40 2014


    Die Rapskurse haben sich von der Entwicklung der Sojanotierungen gelöst und tendieren fester. Im Vorwochenvergleich legte der Fronttermin von Raps in Paris mehr als 5 EUR/t zu. Dadurch konnte zuletzt sogar wieder die 320 EUR/t-Marke geknackt werden. Den Erzeugerpreisen für Raps kam die feste Entwicklung der Rohstoffkurse etwas zu Gute. In einigen Regionen wurden sie leicht angehoben, weshalb Erzeuger mehr Raps abgeben. Gleichzeitig gibt es durchaus Nachfrage, vor allem auf den vorderen Lieferpositionen. Dadurch werden wieder mehr Umsätze getätigt. Der Abwärtstrend der Sojakurse wurde unterbrochen, da sich die Erntebedingungen in den USA in den kommenden Tagen verschlechtern sollen. Die US-Sojafeldbestände befinden sich allerdings weiterhin in einem überdurchschnittlich guten Zustand, die Erträge übertreffen in vielen Anbauregionen die hohen Erwartungen. Gleichzeitig läuft die brasilianische Sojaaussaat problemlos bei optimalen Bedingungen. Bislang ist rund ein Fünftel gedrillt und damit etwa 6 % mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Analysten schätzen, dass auch in Brasilien deutlich mehr Sojabohnen erzeugt werden als bislang vermutet. Dadurch gibt es für die Chicagoer Sojanotierungen langfristig nur den Weg abwärts.

    Die Nachfrage nach Rapsschrot ist im Vorwochenvergleich deutlich zurückgegangen. Die Preise haben sich uneinheitlich entwickelt. Während prompte Ware mit durchschnittlich 202 EUR/t etwas höher bewertet wird, gaben die Preise für Lieferungen ab November leicht nach. Aufgrund der Feiertagswoche ist das Handelsinteresse insgesamt gering, und in Erwartung weiterer Preisrücknahmen werden Ölschrote kaum nachgefragt. Die Sojaschrotpreise werden auf den vorderen Lieferpositionen weiterhin von einem sehr knappen Angebot gestützt und haben sich gegenüber Vorwoche behauptet. Aufgrund schwacher Vorgaben der Sojabohnen- und Sojaschrotnotierungen sanken die Preise für Lieferungen ab November unter Vorwochenniveau.

    Am Pflanzenölmarkt ist es diese Woche ruhig. Dafür sind vor allem die Feiertagswoche und der schwache Eurokurs verantwortlich, die das Handelsinteresse dämpfen. Die Preise entwickelten sich gegenüber Vorwoche uneinheitlich. Die Forderungen für Sojaöl wurden auf den vorderen Lieferpositionen aufgrund des sehr knappen Angebots deutlich angehoben. Spätere Lieferungen werden im Vorwochenvergleich etwas niedriger bewertet. Auch Rapsöl ist weiterhin vorne sehr knapp und in Deutschland zur prompten Lieferung kaum erhältlich. Die Preise haben erneut zur Vorwoche zugelegt. Die Nachfrage der Biodieselhersteller ist zwar rege, bei den aktuell hohen Aufgeldern für vordere Ware werden aber kaum Gebote abgegeben. Rapsöl zur Lieferung im November kostete fob Hamburg mit 648 EUR/t zuletzt 8 EUR/t mehr als in der Vorwoche.

    Dateigröße: 54 KDatum: 02.10.2014