Checkliste
29.07.2002

Was muss bei der Stallhaltung von Pferden beachtet werden?

Probleme bei der Stallhaltung von Pferden entstehen durch nicht pferdegerechte Haltungsbedingungen. Daraus können schwere Verhaltensstörungen resultieren.

Pferde besitzen einen im Vergleich zum Fleischfresser sehr kleinen Magen. Deshalb sollten dem Pferd häufig kleinere Mengen an ballastreichem Futter angeboten werden.

Durch die Stallhaltung werden die Pferde jedoch nur 2 - 3 mal täglich gefüttert.
Pferde verbringen 60 Prozent ihrer Zeit mit der Futteraufnahme - soweit man ihnen dies ermöglicht.
Bei der Stallhaltung reduziert sich diese Zeit um mehr als 60 Prozent.
Die daraus entstehenden Verhaltensstörungen, wie z.B. Koppen oder Weben, sind nur schwer therapierbar.

Damit sich die Pferde wohl fühlen, sollen sie ausreichend Bewegungsmöglichkeit und Sozialkontakt zu Artgenossen haben.
Es gibt sehr viele Fütterungsstrategien, die nicht nur den Leistungen der Tiere, sondern auch den Anforderungen der verschiedenen Rassetypen angepasst sind.

Berücksichtigt man auch diesen Bedarf der Tiere, dann werden nicht nur Verhaltensstörungen, sondern auch Krankheiten, insbesondere des Verdauungsapparates, verhindert.