Viele Pferdeweiden falsch gedüngt
Münster (LK). Ein Großteil der Pferdeweiden ist falsch gedüngt. Das ergibt eine Auswertung von 1.023 Pferdeweiden in den Jahren 2002 und 2003, die das Untersuchungszentrum Münster -LUFA- der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe durchgeführt hat.
Je nach Nährstoff waren 15 bis 31 Prozent aller Pferdeweiden zu niedrig mit Nährstoffen versorgt. Hingegen könnte bei einem Drittel bis der Hälfte der Pferdeweiden der Düngereinsatz deutlich reduziert und damit der Kostenaufwand verringert werden. Lediglich ein Drittel bis die Hälfte aller bei der LUFA Münster untersuchten Pferdeweiden wies den anzustrebenden Versorgungszustand auf.
Um eine Standort angepasste Düngung vorzunehmen, ist es sinnvoll, die Nährstoffvorräte in Grünlandböden wie bei Pferdeweiden durch eine Bodenuntersuchung der LUFA zu bestimmen. Vom Herbst bis zum Frühjahr ist ein günstiger Zeitpunkt für die Bodenprobenahme. Denn nachdem die Pferdehalter die Untersuchungsergebnisse erhalten haben, bleibt noch genügend Zeit, pünktlich zum Weideaustrieb die Düngemaßnahmen für die kommende Saison zu planen.
Mit Hilfe einer Bodenprobe kann jeder Pferdehalter für seine Flächen individuell prüfen, ob Kalk- oder Düngebedarf besteht oder gegebenenfalls auf eine Kalkung oder Düngung verzichtet werden kann. Damit lassen sich Kosten sparen und der Umweltschutz fördern.
Mittlerweile senden Pferdehalter aus allen Teilen von Deutschland Bodenproben zur Untersuchung auf Kalkgehalt (pH-Wert), Phosphor, Kalium und Magnesium an die LUFA Münster. Im Gegenzug erhalten die Einsender eine spezielle Düngeempfehlung auf der Basis der Untersuchungsergebnisse zurück. Diese Empfehlung hilft vor allem auch Hobbypferdehaltern, zielgerichtet den Düngebedarf der Weiden zu ermitteln und die dafür notwenigen Mengen und Mittel errechnen zu können.