Foto: agrar-press


Betriebsreportage
12.02.2010

Unternehmensberatung mit der Lean Strategie!

Landwirtschaftliche Betriebe müssen sich mit immer komplexer gewordenen Anforderungen auseinandersetzen. Dynamische und volatile Agrarmärkte fordern heute von den Landwirten gezielte Strategien für die Produktion und die Vermarktung.

Wir alle kennen jedoch den hohen täglichen Arbeitseinsatz unserer landwirtschaftlichen Familien. Die Zeit für unternehmerische Entscheidungen kommt auf vielen Betrieben zu kurz. Wer aber auch zukünftig vorne dabei sein will, muss sich auch für diesen Bereich mehr Zeit nehmen.

Eigentlich ist es verwunderlich, denn Fachberater gibt es zu genüge auf den Höfen -  Steuerberater, Bankberater, Tierärzte, Futtermittelverkäufer, Zuchttierverkäufer und nicht zuletzt auch die Vermarkter. Jeder will das Beste für den Landwirt, der eigene Erfolg der Fachberater spielt aber auch eine große Rolle. Für den Landwirt kommt erschwerend hinzu, dass direkte Vergleiche auf Vollkostenbasis mit anderen, ähnlich aufgestellten Betrieben, fehlen. Der Landwirt ist auf die Aussagen seiner Fachberater  angewiesen. Es sei den, er kann auf eine unabhängige Beratung zurückgreifen.

Genau diese Lücke füllt die bbv-LandSiedlung mit Ihrem Dienstleistungsangebot. Unsere Aufgabe besteht allerdings nicht darin, die Fachberater gegeneinander auszuspielen. Vielmehr wollen wir gemeinsam den Betrieb fit für die Zukunft machen. Nur ein funktionierender Betrieb ist in der Lage, all seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und Eigentum zu bewahren.

Lean Strategie für Ihren Erfolg

Mit der Lean Strategie (LS), die bbv-LandSiedlung versteht darunter eine kostenbewusste und abgespeckte Produktion, wird jeder einzelne Produktionsablauf im Betrieb hinterfragt. Anschließend folgt eine Kosten-Nutzen-Bewertung.  Aus unserer Sicht macht es keinen Sinn, auf kostendeckende Preise zu warten. Vielmehr wird es immer wichtiger, die Produktionskosten an das jeweilige Niveau anzupassen. Ziel muss es sein, den technischen Fortschritt für sich zu nutzen. Auch die Frage, ob jeder immer alles können muss, oder ob man bestimmte Dinge auch auslagern kann, muss beantwortet werden. Sinnvoll kann es sein, hohe Investitionssummen auf mehrere Betriebe zu verteilen. Vorstellbar an dieser Stelle sind Kooperationskonzepte, um die Wertschöpfung zu erhöhen. Außerdem macht es aus unternehmerischer Sicht keinen Sinn, Produkte zu produzieren, die der Markt nicht ausreichend belohnt. Als Beispiel kann man hier die teilweise viel zu hohen Magerfleischanteile in der Schweinemast aufführen, die von der Abnehmerseite gar nicht, oder nur ungenügend, honoriert werden.

Wie sieht unsere Arbeit im praktischen Tagesgeschäft aus?

Die Kernaufgabe der bbv-LandSiedlung besteht darin, aus dem vorhandenen Datenmaterial (Buchführung, Direktkostenfreie Leistung, eigene Berechnung),  eine übersichtliche Darstellung zu erstellen. Nur wenn der Landwirt seine eigenen Stärken und Schwächen erkennt und vor sich sieht, ist er auch in der Lage, Veränderungen herbeizuführen.

Die Buchführungsdaten des aktuellen Wirtschaftsjahres und die der zwei zurückliegenden WJ werden in unser eigenes Programm übertragen. Nach einer betriebswirtschaftlichen Bereinigung einiger Kennzahlen, erhalten wir im ersten Zwischenschritt das ordentliche Ergebnis. Darauf aufbauend, ermitteln wir die Stabilität, Rentabilität und Liquidität des Betriebes. Besonders herausgestellt wird die Kapitaldienstfähigkeit. Die Frage, wie viel Zins und Tilgung der Betrieb aus eigener Kraft erwirtschaften kann, wird beantwortet. Am Ende dieser ersten Analyse findet immer ein persönliches Gespräch mit dem Landwirt statt. Nur wenn sich der Landwirt intensiv mit diesem Ergebnis auseinandersetzt und es versteht, erkennt er auch die Notwendigkeit, Dinge zu verändern.

Nachdem die IST Situation nun feststeht, hat der Landwirt die Möglichkeit, weitere Aufträge an uns zu vergeben. Allein die Erkenntnis, dass etwas nicht läuft oder besonders gut ist, ist noch keine Garantie dafür, auch in Zukunft vorne mit dabei zu sein. Der Landwirt muss als Person aktiv werden und eine Entscheidung treffen. Aus unserem Beratungsangebot kann er zwischen verschiedenen  Angeboten wählen:

Ø      Betriebszweiganalyse – Vollkostenrechnung

Ø      Liquiditätsplanung

Ø      Investitionsrechnung

Ø      Finanzplanung

Ø      Strategische Planung

Getreu nach der Motto „ Liquidität vor Rentabilität“ entscheidet sich ein Großteil unserer Kunden für eine Liquiditätsvorschau in Kombination mit einer Vollkostenrechnung der einzelnen Betriebszweige. Ermittelte Ergebnisse werden nach Rücksprache mit dem Kunden und den beteiligten Fachberatern besprochen. Welche Daten wann und in welcher Form öffentlich gemacht werden, entscheidet am Ende aber immer noch der Kunde. Darauf aufbauend, schließen die meisten Kunden einen Jahresvertrag mit uns ab. Der Vorteil, jederzeit einen kompetenten Gesprächspartner zur Seite zu haben, scheint in dieser schnelllebigen Zeit für immer mehr Betriebe im Vordergrund zu stehen. Stimmen dann auch noch die Ergebnisse, profitieren beide Partner von dieser sogenannten Win-win-Situation.

Weiterhin gehört auch die Investitionsrechnung zu unserem Profil. Wann macht sich eine Investition bezahlt, wie hoch ist das Risiko bei unterschiedlichen Preisen? Gibt die Bank noch einen Kredit und wenn ja, zu welchen Konditionen? Muss auch noch ein Betriebsentwicklungsplan erstellt werden? Auch bei diesen Fragen und Aufgaben stehen wir dem Kunden als Partner zur Seite.

Mehr Standbeine für den Betrieb

Zu einer strategischen Betriebsplanung gehört unserer Ansicht nach aber auch das Überprüfen von alternativen Einkommensmöglichkeiten, da es nicht immer ratsam ist, an alten Gewohnheiten festzuhalten. Der Landwirt ist gut beraten, sich Zeit für diese Alternativen wie z.B. Dienstleistung, Energie, Immobilien etc. zu nehmen. Genaue Berechnungen, Gespräche mit Mitarbeitern der bbv-LandSiedlung und auch Berufskollegen, führen in der Regel zu neuen Ideen, die es gilt weiter zu entwickeln.

Fazit

Erfolgreiche Betriebe müssen in Zukunft ihren Blick auf die wesentlichen Dinge lenken. Ein angemessener Preis ist wichtig, aber zu oft über Preise zu diskutieren, die selbst nicht beeinflusst werden können, ist pure Zeitverschwendung.

Nicht unterschätzen sollte man die eigene Persönlichkeit. Sie hat immer noch den größten Einfluss auf Veränderungen.

Hat man dann erst einmal Veränderungen und Ziele für den eigenen Betrieb definiert, sollten diese auch zeitnah und regelmäßig überprüft werden. Dieses sogenannte Controlling gehört zu den wichtigen Aufgaben landwirtschaftlicher Unternehmer. Bei Abweichungen muss umgehend reagiert und gehandelt werden.

Nicht zuletzt ist das Benchmarking eine weitere Methode, seinen Betrieb erfolgreich nach vorne zu bringen. Hierbei handelt es sich um einen Vergleich zwischen ähnlich aufgestellten Betrieben. Jede Abweichung, egal in welche Richtung, muss überprüft und wenn nötig optimiert werden.

Nutzen Sie also diese schwierigen Zeiten, die bestehende Produktion und alternative Einkommensquellen neu zu überdenken. Mit neuen Plänen im Kopf und einem innovativen Partner an der Seite, kann für die Zukunft viel erreicht werden.