Markt
26.06.2007

Sehr lebhafter Absatz von Hähnchenfleisch

Von der Vogelgrippe lassen sich die Verbraucher offenbar nicht mehr verunsichern.

In den ersten vier Monaten dieses Jahres kauften die Haushalte in Deutschland laut GfK-Haushaltspanel etwa 16 Prozent mehr Hähnchenfleisch als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Das ursprüngliche Niveau des Jahres 2005 wurde nur noch um 4 Prozent unterschritten. Dabei lassen sich die Verbraucher auch nicht von gestiegenen Preisen abhalten. Im Vergleich zum Vorjahr mussten zuletzt rund 10 Prozent mehr für gefrorene Hähnchen und 3 Prozent mehr für frische Hähnchenschnitzel gezahlt werden. Mit Sonderaktionen hält sich der Handel im Moment zurück. Für ein Kilo frisches Hähnchenschnitzel sind im Durchschnitt aller Geschäfte derzeit 6,83 Euro zu bezahlen.

Mit der anziehenden Nachfrage konnten auch die Schlachtereien und Verarbeiter beim Lebensmitteleinzelhandel wieder steigende Preise durchsetzen. Die Schlachtereien mussten aber auch deutlich mehr an die Mäster zahlen. Die Auszahlungspreise, die die Hähnchenhalter von den abnehmenden Schlachtereien bekommen, waren allerdings auf einen historischen Tiefstand gefallen. Im Juni 2007 lag der durchschnittliche Erzeugerpreis für 1,5 Kilogramm schwere Hähnchen bei 0,80 Euro je Kilogramm Lebendgewicht. Im Jahr 2006 war dieser Preis zwischenzeitlich bis auf 0,65 Euro je Kilogramm Lebendgewicht gesunken.

Für die Mäster von Hähnchen stellt sich die Situation ebenfalls differenziert dar, denn der derzeitige Erlöszuwachs dürfte nur wenig einkommenswirksam sein. Der Grund liegt in den stark gestiegen Kosten für Futtermittel. Auch Küken und Energie haben sich verteuert.

Quelle: Pressemeldung ZMP