Schweinemast: Mischfutter wird teurer - proteinmarkt.de - Infoportal für Landwirte

(Foto: agrar-press)


Markt
01.06.2012

Schweinemast: Mischfutter wird teurer

Aufgrund von Frost- und Trockenschäden müssen Mäster bei Futtergetreide tief in die Tasche greifen. Gleichzeitig sind die Fleischpreise unbefriedigend. Besorgt zeigen sich in diesen Tagen die Fleischerzeuger über die anhaltenden Preissteigerungen am Mischfuttermarkt. In der letzten Zeit verteuerten sich Futtergetreide und wichtige Futterkomponenten wie beispielsweise Energie- und Stärketräger, aber auch Ölschrote wie Soja-, Brasil- und Rapsschrot spürbar, berichtet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Frost- und Trockenschäden lassen die Getreidepreise in Europa regelrecht explodieren, so die Kammer. Im Einkauf liegen Futterweizen und Gerste aktuell knapp unter 260 Euro pro Tonne und damit rund 80 Euro über den Preisen zu Jahresbeginn. Damit werde für die Veredlungsbetriebe die Fleisch- und Eiererzeugung künftig wesentlich teurer. Bereits jetzt machen die Futterkosten mehr als 60 Prozent der Gesamtkosten im Mastverfahren aus.

Gleichzeitig müssen sich die Schweinehalter mit einem weiteren Rückgang des Schweinepreises auseinandersetzen. Trotz der beginnenden Grillsaison üben die Schlachtkonzerne zurzeit weiteren Druck auf die Erzeugerseite aus und fordern massive Preisrückgänge für Schlachtschweine. Dies wird von Schweinehaltern als unverantwortlich kritisiert. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen rät den Tierhaltern auch mit Hilfe der Beratung alle Möglichkeiten zu nutzen, die Effizienz der Fleischerzeugung weiter zu optimieren.

(Quelle: LWK Niedersachsen)