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Markt
25.06.2010

Schlachtschweine legen zu

Der Preisindex der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) hat im Mai gegenüber dem Vormonat kräftig zugelegt. Der deutsche Teilindex für Rind, Schwein, Geflügel erreichte sogar den höchsten Stand seit September 2009. Dabei sind die Preise für Schlachtschweine im Mai mit fast sechs Prozent am stärksten gewachsen. Auch für Kühe zogen die Preise leicht an.

Der Preisindex um rund drei Prozent auf 107 Indexpunkte zugelegt. Dies ist der stärkste monatliche Preisanstieg seit November 2009 als die deutschen Agrarpreise um fast vier Prozent anzogen. Gleichzeitig übersprang der deutsche Rohstoffindex im Mai 2010 erstmals seit Dezember 2008 wieder die Marke von 107 Indexpunkten. Ob der Mai jedoch eine nachhaltige Wende zum Besseren gebracht hat, muss noch offen bleiben, denn die aktuelle Unterstützung von den internationalen Märkten ist eher verhalten.

Der deutsche Teilindex für Fleisch (Rind, Schwein, Geflügel) legte im Mai nach einer Stagnation im April um rund drei Prozent zu und erreichte damit den höchsten Stand seit September 2009. Für Jungbullen gaben die Notierungen im Monatsvergleich hingegen nach. Dagegen blieb der globale FAO-Preisindex für die wichtigsten am Weltmarkt gehandelten Fleischarten im Mai fast unverändert. Anders als in Deutschland haben die globalen Fleischpreise jedoch von Jahresbeginn bis April um 13 Prozent zugelegt.

Der deutsche Teilindex für Getreide und Ölsaaten (Raps) kletterte im Mai um fast vier Prozent nach oben. Dies lag vor allem an den Weizen- und Körnermaispreisen die um sechs bzw. neun Prozent zulegten. Aber auch für alle anderen im Index enthaltenen Getreidearten sowie für Raps notierte man im Mai höhere Preise als im April. An den internationalen Märkten blieb der Preisindex für Getreide im Mai hingegen fast unverändert.

Die Preise für Rohmilch haben in Deutschland nach bisherigen Schätzungen im Mai weiter zugelegt. Im internationalen Handel zog der Milchpreisindex der FAO für die am Weltmarkt gehandelten Milchprodukte im Mai nochmals um gut zwei Prozent an, nachdem die Preise nach der Schwäche zum Jahresbeginn im April um neun Prozent geklettert waren.